DE19704732A1 - Meßvorrichtung zur Durchführung von Lumineszenzmessungen an Flüssigproben - Google Patents
Meßvorrichtung zur Durchführung von Lumineszenzmessungen an FlüssigprobenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung zur Durch
führung von Lumineszenzmessungen an Flüssigproben nach
dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 11.
Meßvorrichtungen dieser Art dienen vor allem in auto
matisch oder halbautomatisch arbeitenden Analysegeräten
zur analytischen Reihenuntersuchung chemischer und bio
logischer Systeme. Das Nachweisprinzip beruht auf der
Detektion eines Lichtsignals, welches von einem an ei
ner Chemilumineszenzreaktion teilnehmenden Reaktions
partner oder einer durch Anregungslicht zur Fluores
zenzemission stimulierten Substanz ausgestrahlt wird.
Dabei lassen sich mit hochempfindlichen Lichtdetektoren
wie Photomultipliern auch sehr schwache Lichtsignale
mit hoher Genauigkeit erfassen, so daß prinzipiell eine
hohe Nachweisempfindlichkeit erreichbar ist.
Bei bekannten Meßvorrichtungen der eingangs genannten
Art wird der Eintrittsquerschnitt des Photomultipliers
über eine Blende an den Öffnungsdurchmesser von Proben
gefäßen angepaßt, die in einer Mikrotestplatte matrix
artig angeordnet sind. Die Blende ist dort als statio
näre Blendenplatte ausgebildet, deren Blendenbohrung
die Meßöffnung eines darunter befindlichen Probengefä
ßes freigibt, während die übrigen Probengefäße nach
oben gegenüber dem Lichtdetektor abgedeckt sind. Als
nachteilig hat sich dabei herausgestellt, daß selbst
geringste Spalträume im Bereich zwischen der Mikrotest- und
der Blendenplatte ausreichen, um die Nachweisemp
findlichkeit erheblich beeinträchtigen. Dies liegt daran,
daß über solche Spaltbereiche Fremdlicht vor allem durch
sogenanntes Übersprechen zwischen den einzelnen Proben
gefäßen in den Eintrittsquerschnitt des Photomultipliers
eingestreut wird. Hinzu kommt, daß fluoreszierende Pro
ben in den Nachbargefäßen auf diese Weise zu frühzeitig
anregt werden.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, die Nachweisempfindlichkeit bei Lumineszenzmes
sungen durch Unterdrückung der vorgenannten Störeffek
te, insbesondere des Übersprechens von Licht zwischen
benachbarten Probenkammern, weiter zu steigern.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die Merk
malskombinationen der Ansprüche 1 und 11 gelöst. Vor
teilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Er
findung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, daß durch
"Lichtfallen" zwischen den Meßöffnungen der Probenge
fäße ein direktes Lichtübersprechen verhindert wird. Um
dies zu ermöglichen, wird nach einer ersten Variante
der Erfindung eine mit der Probenplatte in Eingriff
bringbare Querabschirmung vorgeschlagen, welche in der
Eingriffstellung die Meßöffnung der in der Meßposition
befindlichen Probenkammer seitlich umschließt und von
den Meßöffnungen der benachbarten Probenkammern trennt.
Damit wird erreicht, daß im Berührungsbereich zwischen
der Eintrittsblende und der Probenplatte zwischen den
Meßöffnungen verlaufende Querspalte, wie sie beispiels
weise aufgrund von Fertigungstoleranzen der Probenplat
te auftreten können, an der Eingriffstelle unterbrochen
werden, so daß eine direkte Lichtübertragung zwischen
den Probenkammern weitgehend verhindert wird.
Vorteilhafterweise weist die Querabschirmung eine die
Meßöffnung der in der Meßposition befindlichen Proben
kammer randseitig hintergreifende Innenstufe auf. Damit
ist die Meßöffnung rundum von einem Randfalz umgeben,
der besonders effektiv einer Lichtübertragung entgegen
wirkt. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die
Querabschirmung sich ausgehend von der Innenstufe zumin
dest bis zu den angrenzenden Randsegmenten der Meßöff
nungen der benachbarten Probenkammern erstreckt. Durch
diese Maßnahme wird eine weitere Reduzierung des Licht
übersprechens durch Abschirmung sowohl der möglichen
Austritts- als auch Eintrittsstellen an den Probenkam
mern erreicht.
Weiter ist es von Vorteil, wenn die Querabschirmung in
eine Ausnehmung oder Vertiefung an der Oberseite der
Probenplatte im wesentlichen formschlüssig eingreift.
Damit wird neben einer guten Abdichtung eine gegen
Querverschiebung gesicherte Einhaltung der Eingriff
stellung erreicht. Dabei ist es besonders vorteilhaft,
wenn die Querabschirmung durch einen an einer der Pro
benplatte zugewandten Auflagefläche der Eintrittsblende
überstehenden, die Blendenöffnung randseitig umlaufend
begrenzenden Blendenfortsatz gebildet ist. Um die Ein
nahme der Eingriffstellung zu erleichtern, kann der
Blendenfortsatz schräg angestellte, spitzwinklig zuein
ander verlaufende Seitenflanken aufweisen.
Bei Verwendung einer Mikrotestplatte, welche matrixar
tig angeordnete, mit öffnungsseitigen Endabschnitten
über eine ebene Verbindungsfläche überstehende zylin
drische Probengefäße aufweist, ist die Querabschirmung
vorteilhafterweise im wesentlichen formkomplementär zu
dem Zwischenraum zwischen den Endabschnitten eines in
der Meßposition befindlichen Probengefäßes und den um
gebenden Probengefäßen ausgebildet.
Um die Probenplatte zur Positionierung der einzelnen
Probenkammern ungehindert verschieben zu können, ist
die die Querabschirmung tragende Eintrittsblende zwi
schen einer von der Probenplatte abgehobenen Positio
nierstellung und der Eingriffstellung bewegbar angeord
net. Die Positioniereinrichtung kann dazu eine Schwenk
vorrichtung aufweisen, mittels welcher die Querabschir
mung in starrer Verbindung mit der Eintrittsblende und
dem Lichtdetektor um eine horizontale Schwenkachse ge
genüber der Probenplatte verschwenkbar ist. Dabei ist
es von Vorteil, wenn die Schwenkbewegung mittels eines
Zugmagnets entgegen der Kraft einer Rückstellfeder in
die Eingriffstellung ausführbar ist. Dadurch schwenkt
die Eintrittsblende auch bei einem Defekt des Zugma
gnets selbsttätig in die Positionierstellung und gibt
die Probenplatte frei.
Eine alternative Ausführungsform der Erfindung sieht
eine breitseitig mit der Probenplatte in Eingriff bring
bare Abschirmplatte vor, welche in der Eingriffstellung
zu den Meßöffnungen der Probenkammern konzentrisch an
geordnete Querdurchbrüche aufweist, deren Ränder die
Meßöffnungen seitlich hintergreifen und von den Meßöff
nungen der jeweils benachbarten Probenkammern trennen.
Eine besonders vorteilhafte Umschließung der Meßöffnun
gen wird dadurch erreicht, daß die Querdurchbrüche der
Abschirmplatte durch Bohrungen gebildet sind, in welche
zylindrische Probengefäße einer als Mikrotestplatte aus
gebildeten Probenplatte mit über eine ebene Verbindungs
fläche überstehenden ringförmigen Endabschnitten ein
greifen. Eine weitere Verbesserung in dieser Hinsicht
läßt sich dadurch erreichen, daß die Bohrungen als Stu
fenbohrungen ausgebildet sind, in deren größeren Quer
schnitt die Endabschnitte der Probengefäße formschlüs
sig eingreifen. Die Abschirmplatte kann als Deckelplat
te an einem die Probenplatte aufnehmenden Transportrah
men schwenkbar angeordnet sein, wobei die Eintrittsblen
de auf einer oberen Planseite der Abschirmplatte flächig
aufliegt.
Zur Durchführung automatischer Messungen besitzt die
Positioniereinrichtung einen mittels einer Antriebsein
heit automatisch betätigbaren Verschiebemechanismus,
auf dem die Probenplatte fest fixierbar ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der
Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausfüh
rungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Meßvorrichtung zur Durchführung von Lumi
neszenz-Messungen in einer teilweise geschnit
tenen Seitenansicht;
Fig. 2 eine Eintrittsblende der Meßvorrichtung nach
Fig. 1 in einer Meßposition über einer Mikro
testplatte in der Draufsicht;
Fig. 3a eine auf eine Mikrotestplatte aufsetzbare
Abschirmblende in einer Breitseitenansicht von
unten;
Fig. 3b die Abschirmblende als Deckelklappe eines die
Mikrotestplatte enthaltenden Transportrahmen in
einem Vertikalschnitt entlang der Schnittlinie
b-b der Fig. 3a;
Fig. 4 eine auflageseitig an der Eintrittsblende nach
Fig. 2 überstehende Querabschirmung in der Ein
griffstellung in einem ausschnittsweisen Hori
zontalschnitt in Höhe der Auflageseite;
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch einen die Eintritts
blende nach Fig. 2 und 4 aufweisenden Reflektor
körper in einer von der Mikrotestplatte abgeho
benen Positionierstellung;
Fig. 6 eine ausschnittsweise Vergrößerung der Fig. 5.
Die in der Zeichnung dargestellte Meßvorrichtung dient
zur Durchführung von Chemielumineszenz- oder Fluores
zenzmessungen an Flüssigproben und besteht im wesent
lichen aus einem horizontal liegend angeordneten, mit
einer nicht dargestellten Auswerteelektronik verbunde
nen Photomultiplier 10, einem an der Eintrittsseite des
Photomultipliers angeordneten Reflektorkörper 12 und
einer Positioniereinrichtung 14 zur gegenseitigen Posi
tionierung einer Probenplatte 16 und einer Eintritts
blende 18 des Reflektorkörpers 12.
Die Meßvorrichtung ist zur Aufnahme einer standardi
sierten Probenplatte 16 ausgebildet, welche als soge
nannte Mikrotestplatte einstückig aus Kunststoff be
steht und in der gezeigten Ausführungsform 8×12 ma
trixartig angeordnete, zylindrische Probengefäße 20
aufweist (Fig. 2). Die Probengefäße 20 durchsetzen eine
Verbindungswand 22 an der oberen Breitseite der Proben
platte 16 und stehen über diese mit die Meßöffnungen 24
begrenzenden ringförmigen Endabschnitten 26 über. Die
Meßöffnungen 24 sind somit randseitig von einem Zwi
schenraum bzw. Vertiefungsbereich 28 umgeben, welcher
durch die Außenkontur der Endabschnitte 26 vertikal und
durch die Verbindungswand 22 bodenseitig begrenzt ist.
Unterhalb der Verbindungswand 22 sind die Probengefäße
20 über Radialstege 30 miteinander verbunden.
Der Reflektorkörper 12 ist an einer Stufenbohrung 32
eines Abschnitts 34 auf den Photomultiplier 10 aufsetz
bar und fest mit diesem verbindbar. Im unteren Bereich
dieses Abschnitts 34 steht die Eintrittsblende 18 senk
recht zur Eintrittsöffnung des Photomultipliers über
und ist von einer konisch nach oben sich erweiternden
Blendenöffnung 36 durchbrochen. Ein Planspiegel 38 ist
zwischen seitlich lichtdicht abschließenden Seitenwän
den 40 des Reflektorkörpers 12 angeordnet und lenkt das
an der Blendenöffnung einfallende Meßlicht in den Photo
multiplier 10 um. Dabei ist in einer Meßposition der
Eintrittsquerschnitt der Blendenöffnung 36 konzentrisch
zu der Meßöffnung 24 eines Probengefäßes 20 ausgerich
tet.
Um das Eindringen von Fremdlicht und auch einen Stoff
austausch vom gasförmigen Reaktionsstoffen zu verhin
dern, ist eine Querabschirmung vorgesehen, welche zu
mindest in den das in der Meßposition befindliche Pro
bengefäß 20' umgebenden Vertiefungsbereich 28 an der
Oberseite der Probenplatte 16 eingreift.
Bei dem in den Fig. 2 und 4 bis 6 gezeigten Ausführungs
beispiel ist die Querabschirmung durch einen Blenden
fortsatz 42 gebildet, welcher an einer der Probenplatte
16 zugewandten Auflagefläche 44 der Eintrittsblende 18
nach unten übersteht und die Blendenöffnung 36 randsei
tig umlaufend begrenzt. Der Blendenfortsatz 42 ist mit
einer ringförmigen Innenstufe 46 und einer malteser
kreuzförmigen Außenstute 48 formkomplementär zu der
Oberflächenkontur der Probenplatte 16 ausgebildet (Fig.
4). Damit läßt sich eine Eingriffstellung herstellen,
in welcher der Blendenfortsatz 42 formschlüssig in den
Vertiefungsbereich 28 zwischen den Probengefäßen 20
eingreift. Der Eingriff wird dadurch erleichtert, daß
die Außen- und die Innenstufe 46, 48 mit unter einem
spitzen Winkel schräg zueinander angestellten Seiten
flanken 50, 52 versehen sind (Fig. 6).
Um die Probenplatte 16 zur Positionierung freizugeben,
ist eine Schwenkvorrichtung 14' vorgesehen, mittels wel
cher der Reflektorkörper 12 zusammen mit dem Photomulti
plier 10 um eine horizontale Schwenkachse 54 verschwenk
bar ist, so daß der Blendenfortsatz 42 aus der Eingriff
stellung in eine von der Probenplatte abgehobene, in
Fig. 5 gezeigte Positionierstellung kommt. Die Schwenk
vorrichtung 14' weist einen auf einem Montagewinkel 56
gerätefest angeordneten Zugmagnet 58 auf, dessen Anker
an einer Zuglasche 60 eines den Photomultiplier 10 auf
nehmenden, auf der Schwenkachse 54 gelagerten Gehäuses
62 angreift. Eine an dem Gehäuse 62 angreifende Zugfe
der 64 sorgt für die Einnahme der durch einen Anschlag
definierten Positionierstellung bei nicht betätigtem
Zugmagnet 58.
Zur Positionierung der einzelnen Probengefäße 20 in
der Meßposition dient ein X-Y-Verschiebemechanismus 14,
auf dem die Probenplatte 16 fixierbar ist, und der mit
tels einer Antriebseinheit 66 automatisch betätigbar
ist. Der Verschiebemechanismus 14 besteht aus zwei mit
einander gekoppelten, entlang von rechtwinklig zueinan
der verlaufenden Führungsbahnen gegenüber einer fest
stehenden Bodenplatte 68 verfahrbaren Verschiebeschlit
ten 70, 72. Die vorstehend beschriebene Ausführungsform
ist vor allem für den Einsatz in vollautomatisch arbei
tenden Meßgeräten vorgesehen, bei denen mit Titrierau
tomaten befüllte Probenplatten selbsttätig in die Meß
vorrichtung hinein- und herausgefahren werden.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform ist die
Querabschirmung durch eine Abschirmplatte 74 gebildet,
welche breitseitig mit der Probenplatte 16 in Eingriff
bringbar ist. Die Abschirmplatte 74 weist hierzu eine
den Probengefäßen 20 der Probenplatte 16 entsprechende
Anzahl von Stufenbohrungen 76 auf, an deren unterer,
den größeren Durchmesser aufweisender Seite die Endab
schnitte 26 der Probengefäße 20 formschlüssig eingrei
fen. In der Eingriffstellung ist dann der Vertiefungs
bereich 28 der Probenplatte 16 durch den formkomplemen
tären, die Stufenbohrungen 76 berandenden Auflagebereich
78 der Abschirmplatte 74 im wesentlichen vollständig
ausgefüllt, so daß die Meßöffnungen 24 der Probengefäße
20 seitlich gegeneinander abgedichtet sind. Nach oben
hin fluchten die Meßöffnungen 24 mit den den kleineren
Durchmesser aufweisenden Abschnitten der Stufenbohrun
gen 76, so daß das Meßlicht ungehindert nach oben aus
gestrahlt werden kann.
Wie in Fig. 3b dargestellt, ist die Abschirmplatte 74
als Deckelklappe an einem die Probenplatte 16 aufnehmen
den, auf dem Verschiebeschlitten 72 befestigbaren Trans
portrahmen 82 schwenkbar angeordnet. Im Meßbetrieb liegt
die Eintrittsblende 18 mit ihrer Auflageseite 44 flächig
an der Planfläche 84 der Abschirmplatte 74 an. Die Ein
trittsblende 18 weist bei dieser Ausführungsform kei
nen Blendenfortsatz auf und wird bei der Verschiebung
der Probenplatte 16 in die einzelnen Meßpositionen nicht
abgehoben, sondern gleitet auf der Abschirmplatte 74.
Diese Ausführungsform ist vor allem für halbautomatisch
arbeitende Geräte geeignet, bei denen die Probenplatte
manuell in den Transportrahmen eingesetzt wird.
Zusammenfassend ist folgendes festzustellen: Die Erfin
dung betrifft eine Meßvorrichtung zur Durchführung von
Lumineszenzmessungen an Flüssigproben, mit einem das
an einer Blendenöffnung 36 einer Eintrittsblende 18 ein
fallende Licht erfassenden Lichtdetektor 10 und einer
Positioniereinrichtung zur Positionierung einer eine
Mehrzahl von Probengefäßen 20 aufweisenden Mikrotest
platte 16 bezüglich der Eintrittsblende 36. Um das Über
sprechen von Licht zwischen den einzelnen Probengefäßen
20 zu verhindern, ist eine mit der Probenplatte in Ein
griff bringbare Querabschirmung 42 vorgesehen, welche
in der Eingriffstellung die Meßöffnung 24 des in der
Meßposition befindlichen Probengefäßes 20' von den Meß
öffnungen der benachbarten Probengefäße 20 trennt.
Claims (16)
1. Meßvorrichtung zur Durchführung von Lumineszenzmes
sungen an Flüssigproben, mit einem das an einer
Blendenöffnung (36) einer Eintrittsblende (18) ein
allende Licht erfassenden, insbesondere als Photo
multiplier ausgebildeten Lichtdetektor (10), und
einer Positioniereinrichtung (14, 14') zur Ausrich
tung einer eine Mehrzahl von insbesondere matrixar
tig angeordneten, an einer oberen Meßöffnung (24)
randoffenen Probenkammern (20) aufweisenden Proben
platte bezüglich der Eintrittsblende (18), wobei
Jeweils eine (20') der Probenkammern (20) in einer
Meßposition der Blendenöffnung (36) zugeordnet ist,
gekennzeichnet durch eine mit der Probenplatte (16)
in Eingriff bringbare Querabschirmung (42), welche
in der Eingriffstellung die Meßöffnung (24) der in
der Meßposition befindlichen Probenkammer (20')
seitlich hintergreift und von den Meßöffnungen (24)
der benachbarten Probenkammern (20) trennt.
2. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querabschirmung (42) eine die
Meßöffnung (24) der in der Meßposition befindlichen
Probenkammer (20') randseitig hintergreifende Innen
stufe (46) aufweist.
3. Meßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Querabschirmung (42) sich aus
gehend von der Meßöffnung (24) der in der Meßposi
tion befindlichen Probenkammer (20') zumindest bis
zu den angrenzenden Randsegmenten der Meßöffnungen
(24) der benachbarten Probenkammern (20) erstreckt.
4. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querabschirmung
(42) in eine Ausnehmung oder Vertiefung (28) an der
Oberseite der Probenplatte (16) formschlüssig
eingreift.
5. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querabschirmung
durch einen an einer der Probenplatte (16) zugewand
ten Auflagefläche (44) der Eintrittsblende (18)
überstehenden, die Blendenöffnung (36) randseitig
umlaufend begrenzenden Blendenfortsatz (42) gebil
det ist.
6. Meßvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Blendenfortsatz (42) schräg ange
stellte, spitzwinklig zueinander verlaufende Sei
tenflanken (50, 52) aufweist.
7. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Probenplatte als
Mikrotestplatte (16) ausgebildet ist, welche ma
trixartig angeordnete, mit öffnungsseitigen Endab
schnitten (26) über eine ebene Verbindungsfläche
(22) überstehende zylindrische Probengefäße (20)
als Probenkammern aufweist, und daß die Querab
schirmung (42) im wesentlichen formkomplementär zu
dem zwischen den Endabschnitten (26) eines in der
Meßposition befindlichen Probengefäßes (20') und
den umgebenden Probengefäßen (20) eine Vertiefung
bildenden Zwischenraum (28) ausgebildet ist.
8. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Querabschirmung
(42) tragende Eintrittsblende (18) zwischen einer
von der Probenplatte (16) abgehobenen Positionier
stellung und der Eingriffstellung bewegbar angeord
net ist.
9. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniereinrich
tung (14, 14') eine Schwenkvorrichtung (14') auf
weist, mittels welcher die Querabschirmung (42) in
starrer Verbindung mit der Eintrittsblende (18) und
gegebenenfalls dem Lichtdetektor (10) um eine hori
zontale Schwenkachse (54) gegenüber der Probenplat
te (16) verschwenkbar ist.
10. Meßvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwenkbewegung mittels eines
Zugmagnets (58) entgegen der Kraft einer Rückstell
feder (64) in die Eingriffstellung ausführbar ist.
11. Meßvorrichtung zur Durchführung von Lumineszenzmes
sungen an Flüssigproben, mit einem das an einer
Blendenöffnung (36) einer Eintrittsblende (18) ein
fallende Licht erfassenden, insbesondere als Photo
multiplier ausgebildeten Lichtdetektor (10), und
einer Positioniereinrichtung (14) zur Ausrichtung
einer eine Mehrzahl von insbesondere matrixartig
angeordneten, an einer oberen Meßöffnung (24) rand
offenen Probenkammern (20) aufweisenden Probenplat
te (16) bezüglich der Eintrittsblende (18), wobei
jeweils eine (20') der Probenkammern (20) in einer
Meßposition der Blendenöffnung (36) zugeordnet ist,
gekennzeichnet durch eine breitseitig mit der pro
benplatte (16) in Eingriff bringbare Abschirmplatte
(74), welche in der Eingriffstellung zu den Meßöff
nungen (24) der Probenkammern (20) konzentrisch an
geordnete Querdurchbrüche (76) aufweist, deren Rän
der die Meßöffnungen (24) seitlich hintergreifen
und von den Meßöffnungen (24) der jeweils benach
barten Probenkammern (20) trennen.
12. Meßvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querdurchbrüche der Abschirmplat
te (74) durch Bohrungen (76) gebildet sind, in wel
che die Probenkammern umfassende zylindrische Pro
bengefäße (20) einer als Mikrotestplatte (16) aus
gebildeten Probenplatte mit über eine ebene Verbin
dungsfläche (22) überstehenden ringförmigen Endab
schnitten (26) eingreifen.
13. Meßvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bohrungen als Stufenbohrungen
(76) ausgebildet sind, in deren größeren Quer
schnitt die Endabschnitte (26) der Probengefäße
(20) formschlüssig eingreifen.
14. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmplatte (74)
als Deckelklappe an einem die Probenplatte (16)
aufnehmenden Transportrahmen (82) schwenkbar ange
ordnet ist.
15. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende
(18) auf einer oberen Planseite (84) der Abschirm
platte (74) flächig aufliegt.
16. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniereinrich
tung (14, 14') einen mittels einer Antriebseinheit
(66) automatisch betätigbaren Verschiebemechanismus
(14) aufweist, auf dem die Probenplatte (16) fixier
bar ist.
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