DE19703332A1 - Justiereinrichtung für Schweißbrenner - Google Patents
Justiereinrichtung für SchweißbrennerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Justiereinrichtung für Schweißbrenner mit Zuführung
einer Drahtelektrode und Schutzgas gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Mit dem US-Patent 5,251,156 wird eine Meßapparatur beschrieben, mit der
Oberflächen von Körpern berührungsfrei dreidimensional vermessen werden kön
nen. Erreicht wird dies durch die Verbindung einer handelsüblichen Koordinaten-Meß
maschine (CMM = coordinate-measuring-machine) mit einer optischen dreidi
mensionalen Bilderfassung durch eine CCD-Kamera (CCD = charged coupled de
vice) als Bildaufnehmer, welch er aus verschiedenen vorgegebenen Lagen heraus
Bildstrukturen von Körpern mit einer Online-Anzeige auf einem Monitor sichtbar
macht, und mit vorgegebenen Soll-Anzeigen vergleicht.
Die hier vorgeschlagene Justiereinrichtung für Schweißbrenner baut auf dem dort
dargestellten optisch-elektronischen Meßverfahren auf, um eine Raumposition
eines Schweißbrenners einer Schweißanlage zu dem zu verschweißenden Werk
stück zu sichern. Diese Weiterentwicklung bzw. Spezialisierung hat den Vorteil,
daß es möglich ist, nicht nur den Fertigungsprozeß beim Einsatz einer Justierein
richtung für Großserienprodukte zu überwachen, sondern auch auf Umrüstungen
von Werkstücken und Vorrichtungen durch eine Neujustierung der Raumposition
der CCD-Kamera, sowie durch eine Nachführung des Schweißbrenners in seine
neue Raumposition zu reagieren. Außerdem kann die Justiereinrichtung während
des Arbeitsprozesses neu justiert und Prozeßstörungen erkannt werden, so daß
größere Ausfallzeiten der Justiereinrichtung vermieden werden.
Es hat sich ferner als vorteilhaft herausgestellt, die Raumposition des Schweiß
brenners durch mehrere CCD-Kameras zu überwachen, um mit mehreren Online-An
zeigen auf mindestens einem Monitor gleich die Raumposition des Schweiß
brenners zu erkennen und gegebenenfalls nachzuführen.
Bei der vorgeschlagenen Erfindung handelt es sich um eine Justiereinrichtung für
einen stillstehenden Schweißbrenner und ein Werkstück, welches sich mit der
geplanten Schweißbahn an diesem Schweißbrenner vorbeibewegt. Insbesondere
für rotationssymmetrische Werkstücke ist diese Anlage am besten geeignet.
Nichtsdestoweniger ist die Justiereinrichtung als Permanent-Überwachungsein
richtung für Schweißbrenner an Schweißanlagen anbringbar, bei welchen das
Werkstück stillsteht, und bei welchen sich der Schweißbrenner entlang einer vor
gegebenen Kontur dieses Werkstückes entlangbewegt. Solche Justiereinrichtun
gen mit Roboterführungen des Schweißbrenners sind hauptsächlich für die Ver
schweißung von großvolumigen Werkstücken interessant. Die Permanent-Über
wachungseinrichtung ist natürlich nicht auf das Schweißverfahren festge
legt. Vielmehr läßt sich auch eine Rollnaht- oder Punktschweißmaschine mit der
Permanent-Überwachungseinrichtung versehen.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Justiereinrichtung für Schweißbren
ner mit einer Permanent-Überwachungseinrichtung auszustatten, welche es ge
stattet, die Raumposition des Schweißbrenners zu erkennen und erforderlichen
falls zu korrigieren.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den Ansprüchen beschrieben.
Anhand einer Skizze ist eine Justiereinrichtung beschrieben, bei welcher die
Raumposition sowohl des Schweißbrenners wie auch der CCD-Kamera in allen
möglichen Freiheitsgraden, bezogen auf das zu verschweißende Werkstück, ein
gestellt werden kann.
Gemäß der Erfindung wird eine Justiereinrichtung mit einem Schweißbrenner 6
auf einem Fundament 1 beschrieben, mit welcher ein rotationssymmetrisches
Werkstück 4 verschweißbar ist, auf dem eine ebenfalls rotationssymmetrische
Schweißnaht 23 durch den Abbrand einer Drahtelektrode 8 erzeugt werden kann.
Die Drahtelektrode 8 liegt auf einem Drahtspeicher 9 und wird motorisch dem
Schweißbrenner 6 zugeführt, wobei sie aus einer Brennerspitze 7 wieder austritt
und unter Schutzgas in einem elektrischen Lichtbogen erschmolzen und als
Schmelze auf das Werkstück 4 aufgetragen wird. Das Schutzgas wird in einer
Schutzgasleitung 10 dem Schweißbrenner 6 zugeführt und verhindert den Zutritt
von Sauerstoff an dem gerade in Schmelze befindlichen Teil der Schweißnaht 23.
Das Werkstück 4 ist mit einer Vorrichtung 5 auf einer Werkstückaufnahme 2 be
festigt und wird durch einen Motor 3 in Rotation versetzt, deren Drehgeschwin
digkeit der jeweils möglichen Schweißgeschwindigkeit am Schweißbrenner 6
entspricht. Der Schweißbrenner 6 läßt sich gegenüber dem Fundament 1 in jeder
beliebigen Stellung fixieren, wozu es notwendig ist, daß zwischen Schweißbren
ner 6 und Fundament 1 eine Aufnahmevorrichtung 13 angeordnet ist, die bei
spielsweise ein erstes Gelenk 15, ein zweites Gelenk 16 und eine Höhenverstel
lung 17 aufweist, um alle geforderten Freiheitsgrade für jede denkbare Raumpo
sition des Schweißbrenners 6 zu ermöglichen. Eine einmal als optimal erkannte
Raumposition des Schweißbrenners 6 drückt sich beispielsweise in einem defi
nierten Abstand 26 des Schweißbrenners 6 zur Schweißnaht 23 aus, wobei fer
ner beispielsweise ein erster Winkel 24 in einer ersten Ebene und ein zweiter
Winkel 25 in einer zweiten Ebene jeweils zwischen der Mittelachse der Brenner
spitze 7 verläuft und beispielsweise gegenüber der Horizontalen des Fundamen
tes 1 die Raumposition des Schweißbrenners 6 eindeutig definiert.
Zur Gewährleistung einer einwandfreien Schweißung ist eine Permanent-Über
wachungseinrichtung erforderlich, die präzise Angaben über die Raumpositi
on des Schweißbrenners 6 ermöglicht, sofern man die vorbeschriebenen Parame
ter, nämlich den Abstand 26, den ersten Winkel 24 und den zweiten Winkel 25
als für den einwandfreien Schweißprozeß für zwingend erkannt hat.
Analog zum vorgenannten Stand der Technik wir der Einsatz einer
CCD-Kamera 11 vorgeschlagen, mit welcher der Abstand 26 und der zweite Win
kel 25 erfaßbar sind. Der zur Bestimmung der Raumposition des Schweißbren
ners 6 noch erforderliche erste Winkel 24 kann entweder mit der eben erwähnten
CCD-Kamera 11 zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder aber mit Hilfe einer zwei
ten CCD-Kamera 27 gleichzeitig erfaßt werden. Wird beispielsweise nur die eine
CCD-Kamera 11 eingesetzt, so muß diese im Raum in allen Freiheitsgraden
schwenkbar sein, weshalb diese Beweglichkeit durch eine Aufnahmevorrich
tung 14 gewährleistet sein muß, die beispielsweise über eine Höhenverstel
lung 18, eine Gelenk 19 und eine horizontale Verschiebeeinrichtung 20 verfügt.
Andere Lösungen solcher Aufnahmen sind vorstellbar. Wird aber der zeitgleichen
Meßdatenerfassung der Vorzug gegeben, so kann die CCD-Kamera 11 mit dem
Schweißbrenner 6 über einen Verbindungsarm 28 starr verbunden sein, wodurch
sich der zweite Winkel 25 und der Abstand 26 ermitteln lassen. Die zweite
CCD-Kamera kann den ersten Winkel 24 aus einem anderen Betrachtungswinkel, bei
spielsweise aus der Schweißnahtebene heraus bestimmten.
Die in der Skizze beschriebene Justiereinrichtung weist schließlich mindestens
einen mit den CCD-Kameras 11 und 27 über ein Anschlußkabel 21 verbundenen
Monitor 22 auf, dessen Online-Anzeige den jeweils von den CCD-Kameras 11
und 27 aufgenommenen Zustand der Parameter im Bild sichtbar macht. Es wird
vorgeschlagen, die Parameter, nämlich den Abstand 26, den ersten Winkel 24
und den zweiten Winkel 25 als Soll-Parameter im CCD-Speicher abzulegen und
jeweils optisch oder auf Zahlenbasis mit den zum Meßzeitpunkt herein kommen
den Ist-Parametern zu vergleichen. In der Praxis sind dies Bildüberlagerungen auf
dem Monitor 22, die durch Nachjustieren des Schweißbrenners 6 innerhalb einer
Toleranz zur Deckung bringbar sind. Haben also in der Praxis Werkstücke ver
schiedene Durchmesser, so wird der Schweißbrenner 6 von der Maschinenbedie
nung von Hand nachgeführt. Die Nachführung kann aber auch elektromotorisch
erfolgen, wobei sich ein weiterer Vorteil, nämlich eine wesentlich reaktions
schnellere Justierung des Schweißbrenners 6 ergibt. Bei der Herstellung von
Großserienteilen wird aus Gründen der Prozeßsicherheit vorgeschlagen, mehrmals
während eines Schweißvorganges eine Parameterbestimmung und daraufhin die
Nachführung des Schweißbrenners durchzuführen, wobei sich als Rationalisie
rungseffekt eine Zeitersparnis ergibt.
Alternativ zu den vorgenannten Verstellungsmöglichkeiten der Justiereinrichtung
sei noch ein Höhenversteller 12 unter der Werkstückaufnahme 2 erwähnt, der
ersatzweise bei einfachen Umfangsschweißnähten zum Einsatz kommen kann. Es
handelt sich hier um eine vereinfachte Lösung gegenüber dem in allen Freiheits
graden schwenkbaren Schweißbrenner 6. Für diesen Fall wäre nur eine einzige
CCD-Kamera 11 erforderlich, die mit dem Schweißbrenner 6 starr über den Ver
bindungsarm 28 verbunden ist, wodurch die Parameter, nämlich der Abstand 26
und der zweite Winkel 25 erfaßt und überwacht werden, während auf die Ver
stellbarkeit des ersten Winkels 24 verzichtet wird, sofern ein fest eingestellter
erster Winkel 24 für den einwandfreien Ablauf der Schweißung ausreicht.
Claims (9)
1. Justiereinrichtung für mindestens einen elektrischen Schweißbrenner (6) mit
einer Zuführung einer Drahtelektrode (8) zum Verschweißen von Werkstüc
ken (4) unter Schutzgas,
- - wobei sich die abzufahrende Schweißbahn des Werkstückes (4) entweder an einer Brennerspitze (7) des Schweißbrenners (6) unter Beibehaltung spezifischer Parameter vorbeibewegt, oder
- - wobei sich der Schweißbrenner (6) mit einer Brennerspitze (7) an der vor
gegebenen Schweißbahn des Werkstückes (4) unter Beibehaltung spezifi
scher Parameter vorbeibewegt,
dadurch gekennzeichnet, daß - - mit mindestens einer CCD-Kamera (11, 27) (CCD = charged coupled device) die Parameter der Raumposition des Schweißbrenners (6) zum Werk stück (4) aufgenommen werden,
- - wobei die Parameter der Raumposition des Schweißbrenners (6) mittels ei ner Online-Anzeige auf einem Monitor (22) überwacht und gegebe nenfalls nachjustiert werden können,
- - wobei die CCD-Kameras (11, 27) so angeordnet sind, daß die Raumposition des Schweißbrenners (6) im Verhältnis zum Werkstück 84) erfaßt wird.
2. Justiereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Raumposition des Schweißbrenners (6) durch einen Abstand (26) und
durch beispielsweise einen ersten Winkel (24) und einen zweiten Win
kel (25) gegenüber dem Werkstück (4) bestimmbar ist.
3. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Raumposition des Schweißbrenners (6) definierenden Parameter,
nämlich der Abstand (26), der erste Winkel (24) und/oder der zweite Win
kel (25) als Soll-Anzeige auf dem Monitor (22) abbildbar sind, wobei ein di
rekter optischer und/oder rechnerischer Vergleich mit einer Ist-Anzeige an
stellbar ist.
4. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Online-Anzeige der Ist-Raumposition des Schweißbrenners (6) durch
seine Verstellung auf einer ersten Aufnahmevorrichtung (13) mit der vorher
definierten und abgelegten Anzeige der Soll-Raumposition des Schweißbren
ners (6) zur Deckung bringbar ist.
5. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Überprüfung der lst-Raumposition des Schweißbrenners (6) durch die
CCD-Kameras (11, 26) in getakteten Abständen während des Ablaufes der
Schweißung erfolgt, so daß Differenzen zwischen den Online-Anzeigen der
Soll- und Ist-Raumpositionen des Schweißbrenners (6) periodisch sichtbar
gemacht werden können, und bei Überschreiten einer vorgegebenen Toleranz
Korrekturen der Anzeige der lst-Raumposition des Schweißbrenners (6) aus
lösen.
6. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Online-Anzeige der Ist-Raumposition des Schweißbrenners (6) der
Anzeige der Soll-Raumposition des Schweißbrenners (6) elektromotorisch
nachführbar ist.
7. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Online-Anzeige der Ist-Raumposition des Schweißbrenners (6) der
Anzeige der Soll-Raumposition des Schweißbrenners (6) automatisch nach
führbar ist.
8. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß gleichzeitig mehrere Schweißungen auf einer einzigen Schweißeinrich
tung durchführbar sind, wobei zu jeder Schweißung jeweils mindestens ein
Monitor (22) mit mindestens einer CCD-Kamera (11 oder 27) unabhän
gig voneinander arbeitend angeordnet sind.
9. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkstückaufnahme (13) eine Verstelleinrichtung mit beispielsweise
einem ersten Gelenk (15), einem zweiten Gelenk (16) und einer Höhenverstel
lung (17) aufweist, die eine Verstellung der Raumposition des Schweißbren
ners (6) in allen Freiheitsgraden erlaubt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997103332 DE19703332A1 (de) | 1997-01-30 | 1997-01-30 | Justiereinrichtung für Schweißbrenner |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997103332 DE19703332A1 (de) | 1997-01-30 | 1997-01-30 | Justiereinrichtung für Schweißbrenner |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19703332A1 true DE19703332A1 (de) | 1998-08-06 |
Family
ID=7818752
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997103332 Withdrawn DE19703332A1 (de) | 1997-01-30 | 1997-01-30 | Justiereinrichtung für Schweißbrenner |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19703332A1 (de) |
-
1997
- 1997-01-30 DE DE1997103332 patent/DE19703332A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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