DE19702645C1 - Vorrichtung zum Herstellen von Querrippen-Rohren - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Querrippen-RohrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von
Querrippen-Rohren, die Formbackenhälften aufweist, die entlang
einer gemeinsamen Formstrecke aneinander anliegen und
dazwischen einen Formkanal bilden.
Eine solche Vorrichtung ist bspw. aus der DE-AS 2 065 048
bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung sind die
Formbackenhälften auf einer Grundplatte beweglich angeordnet,
die mit Öffnungen für ein Kühlmedium sowie mit Öffnungen zum
Anschluß an eine Vakuumpumpe versehen ist. Die Führung der
Formbackenhälften erfolgt dort mittels nicht näher
beschriebener, von der Grundplatte beabstandeter
Führungseinrichtungen.
Aus der DE 195 17 023 C1 der Anmelderin ist eine gattungsgemäße
Vorrichtung bekannt, bei welcher die Formbackenhälften entlang
der gemeinsamen Formstrecke mindestens zwei voneinander
beabstandete Formkanäle bilden.
Eine der Vorrichtung gemäß DE-AS 2 065 048 ähnliche Vorrichtung
ist aus der EP 0 065 729 A1 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher konstruktiv
einfach eine gute Führung der Formbackenhälften gewährleistet
wird.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Formstrecke zur
Führung der Formbackenhälften ortsfest eine
Linearführungseinrichtung vorgesehen ist, die einen länglichen
zentralen Gleitkörper und zwei seitlich neben dem Gleitkörper
vorgesehene ölgeschmierte Führungskörper aufweist. Der
längliche zentrale Gleitkörper besteht hierbei vorzugsweise aus
einer Gleitmetallegierung. Der Gleitkörper kann einteilig
ausgebildet sein, er kann jedoch auch aus mehr als einem Teil
bestehen. Bei dieser Gleitmetallegierung handelt es sich bspw.
um Bronze. Die an den zentralen Gleitkörper seitlich
angrenzenden ölgeschmierten Führungskörper bestehen
vorzugsweise aus einem abriebfesten Metall. Hierbei handelt es
sich z. B. um Edelstahl.
Der mindestens eine Gleitkörper aus einer Gleitmetallegierung
weist im Vergleich zu den beiden seitlichen Führungskörpern
eine geringe Abriebfestigkeit auf, was bedeutet, daß der
zentrale Gleitkörper im Betrieb der Vorrichtung anfangs einem
größeren Verschleiß unterliegt als die beiden seitlichen
Führungskörper. Dieser Verschleiß des Gleitkörpers ist jedoch
definiert begrenzt, d. h. er endet, sobald ein bestimmter
Abrieb- bzw. Verschließ-Spalt erreicht worden ist.
Um einen ungewollten bzw. unerwünschten Übertritt von Schmieröl
vom jeweiligen ölgeschmierten Führungskörper zum zentralen
Gleitkörper zu verhindern, ist es zweckmäßig, wenn zwischen dem
zentralen Gleitkörper und jedem Führungskörper eine Trennleiste
vorgesehen ist. Die Trennleiste ist vorzugsweise der jeweiligen
Formbackenhälfte zugeordnet, d. h. mit dieser verbunden.
Zur Reduktion der gemeinsamen Formstrecke auf eine bestimmte
Formstreckengesamtlänge ist es bevorzugt, wenn die
Formbackenhälften zwangsgekühlt werden, d. h. wenn die
Formbackenhälften mit Kühlkanälen für ein Kühlmedium
ausgebildet sind, und wenn der Gleitkörper mit Kühlmedium-
Zulaufrinnen und mit Kühlmedium-Ablaufrinnen versehen ist, die
mit den Kühlkanälen der jeweils an der Formstrecke befindlichen
Formbackenhälften fluidisch verbunden sind.
Zweckmäßig ist es, wenn jede Formbackenhälfte mit einem
Tragelement verbunden ist, mit dem die jeweilige
Formbackenhälfte entlang der Linearführungseinrichtung geführt
ist. Bei einer derartig ausgebildeten Vorrichtung ist es
bevorzugt, wenn die jeweilige Formbackenhälfte mit dem
zugehörigen Tragelement mittels einer Schnellspanneinrichtung
verbunden ist, weil es durch eine solche Ausbildung möglich
ist, einen bestimmten Satz Formbackenhälften wunschgemäß an den
entlang der Linearführungseinrichtung geführten Tragelementen
lösbar zu fixieren, bzw. einen bestimmten Satz
Formbackenhälften durch einen Satz anderer Formbackenhälften
zur Herstellung von Querrippen-Rohren bestimmter Abmessungen zu
ersetzen.
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung der zuletzt genannten
Art sind die Tragelemente mit Verbindungskanälen ausgebildet,
durch welche die im Gleitkörper vorgesehenen Kühlmedien-
Zulaufrinnen und Kühlmedium-Ablaufrinnen mit den Kühlkanälen
der Formbackenhälften strömungstechnisch verbunden sind.
Eine qualitativ hochwertige Herstellung von Querrippen-Rohren
ist möglich, wenn bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die
Formbackenhälften mit Vakuumkanälen ausgebildet sind, die mit
dem Formkanal kommunizieren, und wenn an der Formstrecke
ortsfest eine zur Linearführungseinrichtung parallele
Vakuumleiste vorgesehen ist, die mit den Vakuumkanälen der
jeweils an der Formstrecke befindlichen Formbackenhälften
fluidisch verbunden ist. Um hierbei einen Abrieb der
Vakuumleiste bzw. der Formbackenhälften zu vermeiden, ist es
bevorzugt, wenn an den Formbackenhälften Führungs- bzw.
Gleitelemente fixiert sind, mit welchen die Formbackenhälften
entlang der Formstrecke an der Vakuumleiste eng und dicht
anliegen.
Um bei einer Vorrichtung der zuletzt genannten Art mechanische
Abmessungstoleranzen und durch Wärmedehnung bedingte
Abmessungsänderungen problemlos ausgleichen zu können, ist es
bevorzugt, wenn die Vakuumleiste an einem ortsfesten Vakuumkopf
elastisch nachgiebig angebracht ist.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Die Figur zeigt teilweise geschnitten in einer Vorderansicht
eine Ausbildung der Vorrichtung 10 im Bereich der gemeinsamen
Formstrecke, entlang der die Formbackenhälften 12 der
Vorrichtung 10 mit ihren Stirnflächen 14 und 16 aneinander
anliegen. Zwischen den Stirnflächen 14 und 16 bilden die
Formbackenhälften 12 entlang der gemeinsamen Formstrecke einen.
Formkanal 18. Die Formbackenhälften 12 sind mit Vakuumkanälen
20 ausgebildet, die in den Formbackenhälften 12 derartig
verlaufen, daß sie in den Formkanal 18 münden. Die Stirnflächen
14 sind mit Vakuumverbindungsrillen 22 ausgebildet, die entlang
der gemeinsamen Formstrecke Vakuumverbindungskanäle 24 bilden,
die mit den Vakuumkanälen 20 in den Formbackenhälften 12
fluidisch verbunden sind. Die Vakuumverbindungskanäle 24
erstrecken sich durch Führungs- und Gleitelemente 26 hindurch,
die an der Oberseite 28 der Formbackenhälften 12 fixiert sind.
Durch die Führungs- und Gleitelemente 26 sind die in den
Formbackenhälften 12 ausgebildeten Kühlkanäle 30 oberseitig
abgedichtet.
Die Führungs- und Gleitelemente 26 sind entlang Führungsorganen
32 linear geführt. An der von den Formbackenhälften 12
abgewandten Außenseite der Führungs- und Gleitelemente 26 liegt
abdichtend eine entlang der gemeinsamen Formstrecke vorgesehene
Vakuumleiste 34 an. Die Vakuumleiste 34 ist an einem ortsfesten
Vakuumkopf 36 mittels eines elastischen Distanzelementes 38
elastisch nachgiebig angebracht.
Die Führungsorgane 32 bilden für die Formbackenhälften 12
mittels der Führungs- und Gleitelemente 26 eine erste
Führungseinrichtung 40. Eine zweite Führungseinrichtung 42 ist
an der Unterseite der Formbackenhälften 12 vorgesehen. Die
zweite Führungseinrichtung 42 weist einen länglichen zentralen
Gleitkörper 44 und zwei sich seitlich an den zentralen
Gleitkörper 44 anschließende Ölgeschmierte Führungskörper 46
auf. Um einen unerwünschten Übertritt von Schmieröl von dem
ölgeschmierten Führungskörper 46 zum zentralen Gleitkörper 44
zu verhindern, sind Trennleisten 48 vorgesehen.
Entlang der Führungseinrichtung 42 sind Tragelemente 50 linear
beweglich geführt. Die Trennleisten 48 sind an den
Tragelementen (50) fixiert. Jedes Tragelement 50 ist mit einer
zugehörigen Formbackenhälfte 12 mittels einer
Schnellspanneinrichtung 52 lösbar verbunden.
Der Kühlkanal 30 der jeweiligen Formbackenhälfte 12 weist einen
Kühlmittelzulauf 54 und einen Kühlmittelablauf 56 auf, wobei
bei der linken Formbackenhälfte 12 nur der Kühlmittelzulauf 54
und bei der rechts gezeichneten Formbackenhälfte 12 nur der
Kühlmittelablauf 56 sichtbar ist. Der Kühlmittelablauf der
linken Formbackenhälfte 12 liegt hinter oder vor dem
Kühlmittelzulauf 54. Der Kühlmittelzulauf der rechten
Formbackenhälfte 12 liegt vor oder hinter dem in der Zeichnung
dargestellten Kühlmittelablauf 56.
Der zentrale Gleitkörper 44 der Führungseinrichtung 42 weist
entlang der gemeinsamen Formstrecke der Formbackenhälften 12
Kühlmittel-Zulaufrinnen 58 und Kühlmittel-Ablaufrinnen 60 auf.
Durch jedes Tragelement 50 erstrecken sich zwei
Verbindungskanäle 62 und 64 hindurch, wobei der jeweilige
Verbindungskanal 62 an der gemeinsamen Formstrecke einerseits
in die zugehörige Kühlmittel-Zulaufrinne 58 und andererseits in
den Kühlmittelzulauf 54 der zugehörigen Formbackenhälfte 12
mündet und diese miteinander strömungstechnisch verbindet. Ein
Dichtungselement 66 ist zwischen dem Tragelement 50 und der
zugehörigen Formbackenhälfte 12 angeordnet. Der jeweilige
Verbindungskanal 64 verbindet die jeweils zugehörige
Kühlmittel-Ablaufrinne 60 mit dem Kühlmittelablauf 56 des
Kühlkanales 30 der entsprechenden Formbackenhälfte 12.
Die Formbackenhälften 12 bestehen bspw. aus Aluminium, um ein
entsprechend geringes Gewicht zu verwirklichen und um eine gute
Kühlwirkung zu erzielen. Die an der Unterseite der
Formbackenhälften 12 vorgesehenen Tragelemente 50 und die an
der Oberseite der Formbackenhälften 12 fixierten Führungs- und
Gleitelemente 26 bestehen bspw. aus Edelstahl. Die
ölgeschmierten Führungskörper 46 der Führungseinrichtung 42
können ebenfalls aus Edelstahl bestehen. Der zentrale
Gleitkörper 44 der Führungseinrichtung 42 besteht z. B. aus
Bronze.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ergibt sich nicht nur der
bereits weiter oben beschriebene Vorteil, daß das Schmieröl
daran gehindert wird, von dem jeweiligen ölgeschmierten
Führungskörper 46 zum zentralen Gleitkörper 44 überzutreten,
sondern außerdem auch der Vorteil, daß bei zwangsgekühlten
Formbackenhälften 12 eine zuverlässige Trennung des am
zentralen Gleitkörper 44 vorhandenen Kühlmittels vom Schmieröl
der ölgeschmierten Führungskörper 46 gewährleistet wird.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Herstellen von Querrippen-Rohren, welche
Formbackenhälften (12) aufweist, die entlang einer
gemeinsamen Formstrecke aneinander anliegen und
dazwischen einen Formkanal (18) bilden,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Formstrecke zur Führung der Formbackenhälften
(12) ortsfest eine Linearführungseinrichtung (42)
vorgesehen ist, die einen länglichen zentralen
Gleitkörper (44) und zwei seitlich neben dem Gleitkörper
(44) vorgesehene ölgeschmierte Führungskörper (46)
aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gleitkörper (44) aus einer Gleitmetallegierung
besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungskörper (46) aus einem abriebfesten Metall
bestehen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem zentralen Gleitkörper (44) und jedem
Führungskörper (46) eine Trennleiste (48) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Formbackenhälften (12) mit Kühlkanälen (30) für
ein Kühlmittel ausgebildet sind, und daß der Gleitkörper
(44) mit Kühlmittel-Zulaufrinnen (58) und mit Kühlmittel-
Ablaufrinnen (60) versehen ist, die mit den Kühlkanälen
(30) der jeweils an der Formstrecke befindlichen
Formbackenhälften (12) fluidisch verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Formbackenhälfte (12) an einem Tragelement (50)
festgelegt ist, mit welchem die jeweilige
Formbackenhälfte (12) entlang der
Linearführungseinrichtung (42) geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweilige Formbackenhälfte (12) an dem
zugehörigen Tragelement (50) mittels einer
Schnellspanneinrichtung (52) festgelegt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Formbackenhälften (12) mit Vakuumkanälen (20)
ausgebildet sind, die mit dem Formkanal (18)
kommunizieren, und daß an der gemeinsamen Formstrecke
ortsfest eine zur Linearführungseinrichtung (42)
parallele Vakuumleiste (34) vorgesehen ist, die mit den
Vakuumkanälen (20) der jeweils an der Formstrecke
befindlichen Formbackenhälften (12) fluidisch verbunden
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vakuumleiste (34) an einem ortsfesten Vakuumkopf
(36) elastisch nachgiebig angebracht ist.
Priority Applications (8)
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