DE19701258A1 - Regensensor mit planarer Koppelfolie - Google Patents
Regensensor mit planarer KoppelfolieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Regensensor, der zur Steuerung
von Wisch-Wasch-Anlagen für Kraftfahrzeugscheiben dienen
kann. Infolge von Regen und Scheibenverschmutzung können
sich die Sichtverhältnisse in einem Kraftfahrzeug sehr
schnell ändern. So kann sich beispielsweise die Sicht beim
Überholen eines Lastwagens auf regennasser Straße gerade
dann schlagartig drastisch verringern, wenn die Bedienungs
personal das Steuer sicher führen muß, um den schmalen, für
den Überholvorgang verbliebenen Raum sicher zu nutzen. In
der Dunkelheit kann es sich rausstellen, daß beim plötzli
chen Aufblenden eines entgegenkommenden Fahrzeugs die Sicht
aufgrund von durch Feuchtigkeit benetzter Scheibe sehr
schlecht ist, während der Fahrer aufgrund der Blendung des
entgegenkommenden Fahrzeugs ohnedies nicht viel sieht. Die
sinnvolle Betätigung der Wisch-Wasch-Anlage in solchen kri
tischen Zuständen verlangt von der Bedienungsperson erhebli
che Übung, um hier schnell und sicher zu reagieren.
Es sind daher Steuereinrichtungen entwickelt worden, welche
den Oberflächenzustand der Kraftfahrzeugscheibe ständig
überwachen und im Bedarfsfall schon vor dem Auftreten des
kritischen Zustands die Wisch-Wasch-Anlage in geeigneter
Weise einschalten. Die bekannten Anlagen arbeiten regelmäßig
so, daß eine definierte Strahlung in die Scheibe eingekop
pelt wird, die dann aufgrund des Einkoppelungswinkels mehr
mals in der Scheibe total reflektiert und schließlich an
vorbestimmter Stelle wieder ausgekoppeit wird. Ist die Ober
fläche verschmutzt oder mit Feuchtigkeit benetzt, so wird
die in die Scheibe eingeführte Strahlung nicht mehr total
reflektiert, so daß an vielen Reflexionsstellen Verluste
auftreten, die schließlich zu einer erkennbaren Schwächung
der in die Scheibe eingeleiteten Strahlung führen. Das un
terschiedliche Reflexionsverhalten von Schmutz und Feuch
tigkeit an der Scheibe läßt weiterhin noch Schlüsse darauf
hin zu, ob die Scheibe nun durch Verschmutzung oder durch
einen Feuchtigkeitsfilm weniger durchsichtig geworden ist.
Da einerseits die Überwachung möglichst in dem Raum vorge
nommen werden soll, der der Sicht der Bedienungsperson dient
und der auch gleichzeitig durch die Wisch-Wasch-Anlage ge
reinigt werden kann, ist es erwünscht, daß die Einkopplung
und die Auskopplung des Lichtes so unauffällig wie möglich
erfolgt, um die Sicht des Fahrers nicht zu behindern.
Bei den bekannten Koppeleinrichtungen, wie sie etwa in der
DE-OS 41 42 146 oder DE-PS 33 14 770 beschrieben sind, wer
den zur Einkopplung bzw. Auskopplung des Lichtes in die
Scheibe linsen- oder prismenartige Körper oder eine Kombina
tion von beiden verwendet. Derartige Körper sind vergleichs
weise voluminös und an der Scheibe nur schwer unauffällig
anzubringen.
Die Erfindung geht daher aus von einer Sensoreinrichtung der
sich aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ergebenden Gattung.
Aufgabe der Erfindung ist es, Koppelmittel anzugeben, welche
raumsparend und preiswert hergestellt und eingesetzt werden
können. Die Aufgabe wird durch die sich aus dem kennzeich
nenden Teil des Anspruchs 1 ergebende Merkmalskombination
gelöst. Die Erfindung besteht im Prinzip also darin, flache
oder überwiegend flache Körper wie Folien zu verwenden, die
derart behandelt sind, daß sie eine entsprechend geartete
Strahlung überwiegend in die Scheibe einzuspeisen vermögen.
Dabei dienen diese Koppelmittel nicht nur zum Senden sondern
auch zum Empfangen der zu messenden Strahlung. Hinsichtlich
der Eigenschaften der Folien können diese beugende Relief
strukturen aufweisen oder mit einem Phasengitter versehen
sein. Es ist auch denkbar, daß in die Folien ein asymmetri
sches Mikroprisma etwa durch Prägen oder Gießen eingeformt
ist. Durch die Koppelfolie kann der Sender bzw. Empfänger
senkrecht gerichtet gegenüber der Scheibe angeordnet werden,
was ebenfalls zu einem einfachen und platzsparenden Aufbau
beiträgt.
Hierdurch erhält man einen sehr flachen, raumsparenden Kop
pelkörper, auf welchen eine kleine Strahlungsquelle bzw. ein
kleiner Strahlungsempfänger aufgesetzt werden kann, der sich
beispielsweise in dem Fuß des Rückspiegels befinden kann
oder an einer Stelle der Scheibe befindet, an der ohnedies
die Sicht behindert ist, etwa die Ruhestellung des Scheiben
wischers, Haltevorrichtungen für Parkscheine oder ähnliches.
Wie schon erwähnt, wird die Ausgestaltung der Erfindung be
sonders einfach, wenn man die Merkmale nach Anspruch 2 an
wendet. Dabei kann die Folie auf die Oberfläche der Scheibe
aufgeklebt sein oder mit dieser vergossen sein. Gemäß den
Weiterbildungen der Erfindung nach Anspruch 3 ist es aber
nicht unbedingt notwendig, eine Folie zu verwenden. Die Kop
pelmittel etwa beugende Reliefstrukturen oder Phasengitter
oder auch asymmetrische Mikroprismen können auch in die
Oberfläche des Probenkörpers direkt eingearbeitet sein, wo
durch sich ein nachträgliches Ausrichten und Aufkleben der
Folie erübrigt.
Hierzu empfiehlt sich besonders, wenn die Merkmale nach An
spruch 4 angewendet werden, gemäß denen die Scheibe eine
Verbundglasscheibe ist und die Koppelmittel in Form eines
banalen Phasengitters in Form von Brechungsindexänderungen
an der Oberfläche der Scheibe eingebracht sind.
Als besonders wirksames Koppelmittel hat sich entsprechend
den Merkmalen nach Anspruch 5 die Verwendung von Phasenholo
grammen insbesondere Volumenphasenhologramm mit einem Foto
polymer als Trägermaterial herausgestellt. Hierdurch erhält
man ein preiswertes Koppelmittel mit sehr gutem Einkoppe
lungsverhalten. Will man Beugungsmittel in das Material des
Probenkörpers direkt einfügen, so empfiehlt sich in Weiter
bildung der Erfindung die Merkmalskombination nach Anspruch
6.
Vielfach kann es erwünscht sein, die Koppelmittel nur an den
Stellen einzusetzen, wo sie tatsächlich zum schrägen Ein
koppeln der Strahlung von einem im wesentlichen senkrecht
auf dem flachen Probenkörper sitzenden Strahlungsquelle
oder -senke benötigt werden. Hierzu schlägt die Erfindung in Wei
terbildung die Merkmalskombination nach Anspruch 7 vor. Im
Prinzip bedeutet dies, daß man die Koppelmittel nur an den
Stellen anbringt, wo sie zum Einkoppeln oder Auskoppeln der
zu messenden Strahlung dienen können. Das bietet insbesonde
re den Vorteil, daß bei Verwendung einer Scheibe als Proben
körper die Sicht durch die Scheibe nicht unnötig behindert
wird. Das gilt sowohl, wenn nur ein einziger Sender und ein
einziger Empfänger vorgesehen sind, als auch eine Kombina
tion von ein oder mehreren Sendern und/oder Empfängern.
Als Sensoreinrichtung für einen Regensender hat sich ins
besondere gemäß der DE-GM 93 09 837 bewährt, mehrere Sender
vorzusehen, die einzeln nacheinander oder in Gruppen mit
einem einzelnen Empfänger zusammenwirken. Für eine derartige
Anordnung von Sendern und Empfängern empfiehlt sich insbe
sondere die Merkmalskombination nach Anspruch 8. Danach sind
im Prinzip mehrere Sender im wesentlichen konzentrisch oder
verteilt über einen Kreisabschnitt einem Empfänger gegen
übergestellt, der im Zentrum des Kreises sich befindet. Um
nicht zu viele Koppelmittel zu besitzen, wird mehreren oder
allen Sendern ein einziges Koppelmittel zugeordnet, während
der Empfänger gegebenenfalls ein eigenes zweites Koppelmit
tel besitzt. Soweit die Strahlung der Sender aus mehreren
Richtungen kommt, muß dafür gesorgt werden, daß die von den
einzelnen Sendern aus verschiedenen Richtungen kommenden
Strahlungen von dem empfangsseitigen Koppelmittel auch ge
koppelt werden. Dies ist z. B. bei einem mehrschichtigen Ho
logramm der Fall.
Eine weitere Vereinfachung im Aufbau hierzu läßt sich durch
die in Anspruch 9 aufgeführten Maßnahmen erreichen. Danach
sind alle Sender konzentrisch zum Empfänger angeordnet. Da
bei ist ein einziges ringförmiges erstes Koppelmittel vor
gesehen, welches die (zeitversetzt) abgegebene Strahlung
aller Sender einkoppelt, während der Empfänger ein eigenes
zweites Koppelmittel besitzt, über welche die eingekoppelte
Strahlung zum Sender ausgekoppelt wird.
Das Koppelmittel am Empfänger muß in der Lage sein, die in
dem Probenkörper in den Bereich des Empfängers gelangende
Strahlung aus dem Probenkörper, d. h. der Scheibe auskoppeln
zu können. Hierzu können beispielsweise in Weiterbildung der
Erfindung mehrschichtige Hologramme verwendet werden, wobei
jedes einzelne der Hologramme die Strahlung eines bestimmten
Senders zum Empfänger hin auskoppelt. Auch andere bauliche
Körper, die derartige Eigenschaften aufweisen, lassen hier
zu einsetzen, wie Fressnelkörper u. a..
Eine andere Lösung für dieses Problem kann darin bestehen,
statt dessen einen Körper auf den Probenkörper im Bereich des
Empfängers aufzusetzen, der in seine Qualität (Materialdich
te) derart beschaffen ist, daß er das Auskoppeln von Strah
lung an der Grenzschicht gestattet.
Bei der Verwendung von mehreren auf einem Kreis angeordneten
Sendern ist es in Weiterbildung der Erfindung entsprechend
den Merkmalen nach Anspruch 10 zweckmäßig, das überwiegend
ringförmig ausgestaltete Koppelmittel derart mit Brechungs
strukturen zu versehen, daß die eingekoppelte Strahlung im
mer in radialer Richtung zu den im Zentrum befindlichen Emp
fänger abgeleitet wird. Vorteil bei einer derartigen Ausge
staltung ist es, daß die Drehwinkellage des Koppelmittels in
Scheibenebene gegenüber den Sendern unkritisch wird, so weit
nur der koppelnde Ring gegenüber dem Empfänger konzentrisch
angeordnet ist. Abweichend davon kann der Koppelring derart
aufgebaut sein, daß einzelne, in ihrer Ausdehnung der An
lagefläche der Sender entsprechende lichtbrechende Struktu
ren innerhalb des Rings im Abstand zueinander, vorzugsweise
auf einem Kreis angeordnet sind, wobei die so strukturierten
Bezirke jeweils in radialer Richtung die senkrecht auftref
fende Strahlung führen.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß das
flache Koppelmittel fest mit der Scheibe verbunden werden
kann, wenn gemäß der Merkmalskombination nach Anspruch 12
die Sender in dem Fuß eines Rückspiegels befestigt sind.
Dieser Rückspiegel muß, sobald er mit seinem Fuß eine gewis
se Höhe überschreitet, abklappbar sein. Da die Sensoren über
den Fuß nur mechanisch gegen das Koppelmittel gepreßt werden
und nicht mit dem Koppelmittel fest verbunden sind, wird
also durch das Abklappen des Spiegelfußes von dem Koppel
mittel die komplette Sensoreinrichtung nicht zerstört. Es
ist nur notwendig, den Spiegelfuß zurückzuklappen und si
cherzustellen, daß eine hinreichend große mechanische Kraft
für eine gute Anlage der Sender an den zugehörigen Koppel
mitteln sorgt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 die prinzipielle Wirkungsweise der Erfindung anhand
einer Mikrooptik oder Koppeloptik
Fig. 2 die Wirkungsweise der Erfindung anhand eines Mikro
prismas oder einer verwandten Konstruktion
Fig. 3 die Erfindung anhand eines Phasengitters und
Fig. 4 und 5 die Wirkungsweise von Koppelgittern im Sinne
der Erfindung,
Fig. 6 in Draufsicht in skizzierter Form mehrere kreisför
mig angeordnete Sensoren, die gegenüber einem Emp
fänger konzentrisch angeordnet sind,
Fig. 7 in vergrößerter, ausschnittsweiser, geschnittener
Darstellung eine seitliche Ansicht der Anordnung
nach Fig. 6,
Fig. 8 ein ringförmiges Koppelmittel, wie es in Verbindung
mit 6 und 7 Verwendung finden kann und
Fig. 9 ein dem Koppelmittel nach Fig. 8 entsprechendes Kop
pelmittel mit abweichender Ausgestaltung der licht
brechenden Strukturen.
In Fig. 1 wird eine Lichtstrahlung 1 definierter Größe auf
ein einkoppelndes Koppelelement gerichtet. Das einkoppelnde
Koppelelement 2 ist eine Mikrooptik oder eine difraktive
Koppeloptik. Die Lichtstrahlung ist dabei derart schräg auf
das Koppelelement 2 gerichtet, daß es in einen Winkel in die
transparente oder teiltransparente Scheibe 3 eingespeist
wird, die zu Totalreflexionen an der Scheibenoberfläche
führt. Diese Totalreflexionen setzen sich soweit fort, bis
durch ein auskoppelndes Koppelelements 4 die Strahlung wie
der ausgekoppelt wird. Dabei gibt es zum einen Steuerungs
verluste innerhalb der Scheibe. Zum andern sorgen aber
Feuchtigkeitspartikel oder Schmutzpartikel auf der Scheiben
oberfläche oder ein Schmutz- oder Feuchtigkeitsfilm zu
Lichtauskopplungen und Lichtverlusten an der Oberfläche, wie
dies anhand der Partikel 5, 6 angedeutet ist. Somit ist die
Abschwächung der ausgekoppelten Strahlung 7 gegenüber der
angekoppelten Strahlung 1 von der Verschmutzung und der
Dichte der Partikel auf der Oberfläche der Scheibe abhängig.
Die Größe der Abspeicherung kann somit zu Steuerungszwecken
der Scheibenwisch-Waschanlage ausgenutzt werden. Die Ein
kopplung der Lichtstrahlung 1 und deren Auskopplung ge
schieht dabei regelmäßig an der dem Fahrer zugewandten In
nenseite der Kraftfahrzeugscheibe. Dies ist zwar zweckmäßig,
aber durchaus nicht zwingend.
In Fig. 2 ist die Mikrooptik oder difraktive Koppeloptik
nach Fig. 1 durch ein Mikroprisma, eine Frennl-Optik oder
ein asymmetrisches Oberflächenrelief ersetzt. Ansonsten gilt
im wesentlichen das zu Fig. 1 Gesagte. Die Lichtstrahlung
wird an den asymmetrischen Mikroprismen in der Weise gebro
chen, daß sie sich in eine bevorzugte Richtung unter dem
Winkel der Totalreflexion in der Scheibe ausbreitet. In
Umkehrung kann das prismatische Mikroelement auch zur Licht
auskopplung herangezogen werden. Bei sehr kleinen Oberflä
chenstrukturen überwiegen die optischen, difraktiven Beu
gungseffekte. Das gebeugte Licht kann in der Weise abgelenkt
werden, daß es die Bedingungen der Totalreflexion erfüllt.
Bei der Beugung an einem symmetrischen Gitter wird das Licht
in verschiedene Beugungsordnungen aufgeteilt bzw. in ver
schiedene Richtungen abgelenkt. Die in dem vorliegenden Fall
gewünschte Beugung des Lichts, die zu einer gleichgerichte
ten Ablenkung der Lichtstrahlung führt, ist durch asymme
trische Beugungsstrukturen erreichbar.
In Fig. 3 sind als Koppelmittel planare Koppelgitter vor
gesehen. Im vorliegenden Fall entsteht das Gitter dadurch,
daß in einer aufgeklebten Folie ein Phasengitter über Bre
chungsindexänderungen eingebracht wird. Das Phasengitter
kann aber anstatt in eine Folie auch direkt in die Oberflä
che der Glasscheibe eingebracht werden.
Phasengitter mit den gewünschten Eigenschaften sind bei
spielsweise Volumenphasenhologramme, die in Folien aus Foto
polymeren eingebracht werden können. Die Ablenkeffizienz
(Beugungs-Wirkungsgrad) dieser Strahlablenker kann über 90°
betragen.
Ein Hologramm wird hier als komplexe Gitterstruktur defi
niert. Es bietet die Möglichkeit, eine divergente Licht
strahlung (siehe Fig. 5) beispielsweise einer LED zu formen
und in eine bevorzugte Richtung unter dem Winkel der Total
reflexion abzulenken. Als Auskoppelelement kann ein Holo
gramm durch Mehrfachbelichtung derart ausgelegt werden, daß
es die Strahlen verschiedener Lichtquellen auf einem Detek
tor abbildet. Es kann somit die Strahlung mehrerer auf die
Scheibe gerichteter Lichtquellen durch den gleichen empfan
genden Detektor ausgewertet werden. Während in den Abbildun
gen 2 und 3 die Koppelstrukturen als aufgeklebte Koppelfo
lien dargestellt sind, ist es ebenso denkbar, die beugenden
Phasengitter in der Folie eines Verbundglases zu integrie
ren. Fig. 4 zeigt noch einen holographischen Strahlenablen
ker als einkoppelndes Koppelelement.
In Fig. 6 ist ein kreisförmiger Sensor gezeigt, der eine
Reihe von auf einem Kreis angeordneten Sendern 9 besitzt,
deren Strahlung zu einem gemeinsamen Empfänger 8 geleitet
wird, der ebenfalls mit dem kreiszylinderförmigen Sensor 10
verbunden sein kann. Der Sensor 10 wird auf den Probenkör
per, der vorzugsweise eine Kraftfahrzeugscheibe ist, auf ge
setzt. Dabei kann er beispielsweise in den Fuß eines Innen
rückspiegels eingesetzt sein. Dieser Fuß wird auf die Schei
be aufgesetzt, so daß die Sender 9 und der Empfänger 8 senk
recht gegenüber der Scheibe 3 angeordnet sind. Um eine To
talreflexion innerhalb der Scheibe 3 zu erreichen, muß das
von den Sendern 9 abgestrahlte Licht derart gebrochen wer
den, daß es von den Sendern radial zum Empfänger 8 hin ge
führt wird. Dies geschieht mit einem ringförmigen Koppel
mittel 2, wie es vom Umfang her in Fig. 8 und 9 dargestellt
ist und welches im Schnitt in Fig. 7 angedeutet ist. Das
Koppelmittel 2 sitzt fest auf der Scheibe 3. Wie aus Fig. 7
ersichtlich, können die Sender 9 oberhalb des Koppelmittels
2 angeordnet sein, so daß die vom Sender 9 etwa kegelförmig
abgehende Strahlung derart gebrochen bzw. umgelenkt wird,
daß sie durch Totalreflexion an der Oberfläche der Scheibe
2 zu dem zentral angeordneten Empfänger 8 gelangt. Der Emp
fänger 8 ist ebenfalls über ein eigenes Koppelmittel 4 an
die Scheibe 3 angekoppelt, wodurch eine Totalreflexion der
Strahlung 12 in der Scheibe im Bereich des Empfängers ver
mieden und die Strahlung vom Empfänger 8 empfangen werden
kann. Hinsichtlich des Koppelelements 4 ist zu beachten, daß
dieses in der Lage sein muß, aus unterschiedlichen Winkeln
radial ankommende Strahlung an den zugeordneten Empfänger 8
auszukoppeln. Der Abstand von Sender und Empfänger gegenüber
dem Koppelelement hängt von der Strahlung ab. Soweit diese
Strahlung senkrecht ist, so können diese Bauelemente direkt
auf den Koppelelementen 2 und 4 aufsetzen. In der Regel
empfiehlt es sich, zumindest den Empfänger direkt auf das
Koppelmittel 4 aufzusetzen, während, wie aus Fig. 7 ersicht
lich, bei kegelförmiger Abstrahlung die Sender sich im Ab
stand von dem Koppelmittel 2 befinden können.
Fig. 8 zeigt ein ringförmiges Koppelmittel 2, bei dem die
lichtbrechende, die Strahlung in die Scheibe 3 einkoppelnde
Struktur derart aufgebracht ist, daß die Strahlung immer
radial zur Mittelachse des Rings hin gebrochen ist. Dadurch
wird jede von einem der Sender abgegebene Strahlung zu dem
zentral angeordneten Empfänger (siehe Fig. 6, Fig. 7) hin
gebrochen. Das Koppelmittel 2 in Fig. 9 verfolgt den glei
chen Zweck, indem jeweils einzelne mit einer Brechungsstruk
tur versehene Bezirke 14 derart ausgestaltet werden, daß die
auf die Bezirke auftreffende Strahlung radial zur Mittel
achse des Rings 2 hin gebrochen wird. Im Effekt bewirkt der
flache Koppelring der Fig. 8 und 9 das gleiche Ergebnis.
Allerdings muß sichergestellt werden, daß bei dem Koppelring
nach Fig. 9 die einzelnen nicht dargestellten Sensoren prä
zise auf der lokalisierten beugenden Optik 14 aufsitzen, da
sonst der gewünschte Effekt nicht erreicht wird, daß von
allen Sensoren die Strahlung zu dem zentral angeordneten
Empfänger 8 gelangt.
Claims (12)
1. Sensoreinrichtung zur Erfassung des Niederschlags auf
der Oberfläche transparenter oder teiltransparenter
Probenkörper wie Glas-, Plastik- oder Verbundscheiben,
insbesondere des Niederschlags von Regentropfen auf
Kraftfahrzeug-Verbundglasscheiben, bei der an die
Scheibe mindestens ein Strahlungssender und mindestens
ein Strahlungsempfänger angekoppelt sind, wobei der
Anteil der von dem Strahlungsempfänger empfangenen
Strahlung des Strahlungssenders von dem zu messenden
Niederschlag abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Koppelmittel (2, 4) des Senders (9) und/oder Empfängers
(8) zur Ein- bzw. Auskoppelung der Strahlung (1) bzw.
(7) durch asymmetrische Mikroprismen, durch asymme
trisch beugende Reliefstrukturen oder durch Phasengit
ter gebildet sind, wobei diese Koppelmittel (2, 4) einen
planaren oder quasi planaren Aufbau haben.
2. Sensoreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das einkoppelnde und/oder auskoppelnde Koppel
mittel (2, 4) auf eine Folie aufgebracht ist und die so
gebildete Koppelfolie auf der Oberfläche des Probenkör
pers (3) befestigt insbesondere auf geklebt ist.
3. Sensoreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Koppelmittel (2 und/oder 4) in das Materi
al des Probenkörpers (3) eingearbeitet ist.
4. Sensoreinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Probenkörper (3) eine Verbundglasscheibe
und das Koppelmittel (2, 4) in Form eines planaren Pha
sengitters mittels Brechungsindexänderungen in das Glas
der Scheibe eingebracht ist.
5. Sensoreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Phasengitter ein Pha
senhologramm insbesondere Volumenphasenhologramm mit
einem Fotopolymer als Trägermaterial ist.
6. Sensoreinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß das Beugungsgitter in das Material des Proben
körpers (3) durch örtliche Änderungen des Brechungs
index im Material eingefügt ist.
7. Sensoreinrichtung nach einem der vorangegangenen An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelmittel
des Senders und/oder Empfängers sich nur über eine Flä
che erstrecken, die im Anlagebereich des Senders
und/oder Empfängers an dem Probenkörper liegt.
8. Sensoreinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß mehrere Sender (9) zumindest abschnittweise
konzentrisch um einen Empfänger (9) gruppiert sind und
daß ein erstes Koppelmittel (2) sich zusammenhängend
über die Anlageflächen aller Sender (9) erstreckt und
vorzugsweise ein zweites Koppelmittel (4) sich zumin
dest über die Anlagefläche des Empfängers (8) über den
Probenkörper (2) erstreckt.
9. Sensoreinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Sender (9) konzentrisch zum Empfänger (8)
angeordnet sind, daß das erste Koppelmittel (2) ring
förmig ausgestaltet ist und vorzugsweise die Ausdehnung
des den Empfänger (8) ankoppelnden zweiten Koppelmit
tels (4) etwa die Abmessungen der Auflagefläche des
Empfängers (8) gegenüber dem Probenkörper (3) besitzt.
10. Sensoreinrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die lichtbrechende Struktur
des Koppelmittels (2) und dessen Anordnung auf dem Pro
benkörper (3) derart gewählt ist, daß die Strahlung der
einzelnden Sender (9) zu dem gemeinsamen Empfänger (8)
hin gelenkt wird.
11. Sensoreinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die lichtbrechende Struktur stetig über
die Fläche des Koppelmittels (2) verteilt ist oder in
die einzelnen Sensoren zugeordneten und deren
Flächenausdehnung entsprechenden Bezirken (14) angeord
net sind.
12. Sensoreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Koppelmittel (2, 4) fest
mit dem Probenkörper verbunden ist, daß die Sender (9)
fest mit einem insbesondere durch einen Rückspiegelfuß
gebildeten Haltelement verbunden und daß vorzugsweise
das Halteelement gegenüber dem Probenkörper (3) beweg
bar, insbesondere abklappbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19701258A DE19701258A1 (de) | 1996-01-18 | 1997-01-17 | Regensensor mit planarer Koppelfolie |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19601654 | 1996-01-18 | ||
| DE19701258A DE19701258A1 (de) | 1996-01-18 | 1997-01-17 | Regensensor mit planarer Koppelfolie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19701258A1 true DE19701258A1 (de) | 1997-07-24 |
Family
ID=7783062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19701258A Withdrawn DE19701258A1 (de) | 1996-01-18 | 1997-01-17 | Regensensor mit planarer Koppelfolie |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: G01W 114 |
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Owner name: VALEO WISCHERSYSTEME GMBH, 74321 BIETIGHEIM-BI, DE |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: VALEO SCHALTER UND SENSOREN GMBH, 74321 BIETIG, DE |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |