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DE1966479A1 - Verfahren zum bau von ankern oder verstaerkten pfaehlen im boden - Google Patents

Verfahren zum bau von ankern oder verstaerkten pfaehlen im boden

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DE1966479A1
DE1966479A1 DE19691966479 DE1966479A DE1966479A1 DE 1966479 A1 DE1966479 A1 DE 1966479A1 DE 19691966479 DE19691966479 DE 19691966479 DE 1966479 A DE1966479 A DE 1966479A DE 1966479 A1 DE1966479 A1 DE 1966479A1
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DE
Germany
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water
injection
chemical
ground
isocyanate
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DE19691966479
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DE1966479C3 (de
DE1966479B2 (de
Inventor
Hirosuke Kubota
Sadao Nakade
Toshiyuki Oshita
Kuniyoshi Sakane
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takenaka Komuten Co Ltd
Original Assignee
Takenaka Komuten Co Ltd
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Application filed by Takenaka Komuten Co Ltd filed Critical Takenaka Komuten Co Ltd
Priority claimed from DE1914554A external-priority patent/DE1914554C3/de
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Publication of DE1966479B2 publication Critical patent/DE1966479B2/de
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Publication of DE1966479C3 publication Critical patent/DE1966479C3/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D5/00Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
    • E02D5/74Means for anchoring structural elements or bulkheads
    • E02D5/80Ground anchors
    • E02D5/808Ground anchors anchored by using exclusively a bonding material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
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    • C09K17/48Organic compounds mixed with inorganic active ingredients, e.g. polymerisation catalysts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K8/00Compositions for drilling of boreholes or wells; Compositions for treating boreholes or wells, e.g. for completion or for remedial operations
    • C09K8/50Compositions for plastering borehole walls, i.e. compositions for temporary consolidation of borehole walls
    • C09K8/504Compositions based on water or polar solvents
    • C09K8/506Compositions based on water or polar solvents containing organic compounds
    • C09K8/508Compositions based on water or polar solvents containing organic compounds macromolecular compounds
    • C09K8/5086Compositions based on water or polar solvents containing organic compounds macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds

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Description

  • "Verfahren zum Bau von Ankern oder verstärkten Pfählen im Boden Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bau von Ankern oder verstärkten Pfählen im Boden und insbesondere ein Anker- bzw. Pfahlbauverfahren, das ohne vom Grundwasser beeinflußt zu werden, sehr wirksam beispielsweise bei Pfahlbauten, wie Ankerstäben und Tragpfählen, mit Widerstand gegen ein herausziehen oder Eintreiben, angewandt werden kann.
  • Das Eauen von Bodenankern oder verstärkten Pfählen im Bauwesen erfolgt üblicherweise dadurch, daß man eine Baugrube aushebt und dann den Anker aus Beton herstellt oder daX man Löcher in den Boden bohrt und in diese Zementmörtel und Ankerstäbe einführt.Zum Ausheben und Bohren sind jedoch Großgeräte erforderlich, die den Arbeitsplatz, falls Nachbargebäude sehr nahe sind, einengen, so daß diese Verfahren unpraktisch werden.
  • Weiterhin erfordert das Ausheben der Baugrube und das hohen einen hohen Arbeits-und Zeitaufwand und darüberhinaus dauert es beträchtlich lange,bis der Beton oder Zementmörtel die erforderliche Festigkeit erhält;solche Verfahren können daher nicht verwendet werden,wenn z.@.Stützmauern oder Böschungen abzurutschen drohen und eine sofortige Verfestigung erforderlich ist.
  • Bei hohan Mengen an Grundwasser, bzw.bei Vorliegen eines Grundwasserstroms an der Verankerungsstelle, war ebenfalls bisher zum Bauen viel Arbeit und Zeit erforderlich,und es war darübenhinaus auch unmöglich, die gewünschte Festigkeit zu erzielen.
  • Ferner wird bei herkömmlichen Verfahren zur Herstellung von Pfählen oder Ankern iLi Boden eine chemische Flüssigkeit in den Boden injiziert,die unmittelbar vor der Injektion durch Mischen zweier oder mehrerer chemisch miteinander reagierender Komponenten erhalten wird, wobei zunächst das in den Bodenhohlräuinden befindliche wasser durch das chemische Gemisch verdrängt wird und wobei dann durch chemische Reaktion der verschiedenen, angewandten Komponenten wasserunlösliche feste Massen in den Hohlräumen zwischen den Bodenteilchen gebildet werden, die den Boden verfestigen. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß von dem Zeitpunkt ab,in welchem die verschiedenen chemischen Komponenten zusammengemischt werden, die Verfestigungsreaktion des Gemisches beginnt. Dieses Festwerden des chemischen Gemisches fuhrt zu einem raschen Viskositätsanstieg, wobei das Gemisch schnell eine gelartige Konsistenz annimmt.
  • Dies führt zu Pfropfbildung an den Ausgängen der Injektionsvorrichtung im Doden, wobei das feste Reaktionsprodukt einen Durchgang der nicht reagierten Flüssijc;eitsanteile verhindert.
  • Somit ist dieses Verfahren mangelhaft.
  • Verwendet man andererseits eine chemische Zubereitung,die sich nur langsam verfestigt, so ist es zwar möglich, den Viskositätsanstieg in der Injektionsvorrichtung niedrig zu halten, jedoch bleibt die chemische Zubereitung auch nach Erreichen der zu behandelnden Bodenstelle noch dUnnflüssig.Sie wird dann durch das im Boden anwesende wasser verdünift, so daß die Verfestigung noch weiter verzögert und die injizierte chemische Zubereitung geledentlich durch das Grundwasser von der zu behandelnden Lodenstelle zu anderen Stellen transportiert wird.
  • Dies führt zu einem völligen it1ehlschlag der Injektion. womit sollte bei dem herkömmlichen Verfahren die angewandte chemische Zubereitung zwei sich grundsätzlich widersprechende Eigenschaften aufweisen. Sie sollte nämlich einerseits eine gute Fließbarkeit in der Injektionsvorrichtung besitzen,andererseits jedoch an der gewünschten Stelle rasch festwerden0 Wegen dieses Widerspruchs besteht die einzige bekannte Lethode zur Regelung der Verfestigungsgeschwindigkeit der chemischen Flüssigkeit darin,die Geschwindigkeit der chemfflschen Reaktion entlang der anateigenden Zeit-Viskositäts-Kurve zu steuern, wobei man den Viskositätsanstieg zu beginn der Injektion so niedrig wie möglich hblt,die Viskosität aber nach einer gewissen Zeit rasch ansteigen läßt. Da die Geschwindigkeit der chemischen Reaktion jedoch immer von der Umgebungstemperatur, der Konzentration der chemischen Zubereitung,dem Verhältnis der chemischen Komponenten zueinander u.dergl. abhängt, ist die Regelung äußerst schwierig. Hierzu treten in der Praxis noch weitere Komplikationen, wie z.B. die unterschiedlichen Bodenbedingungen, die Leistungsfähigkeit der Injektionsvorrichtung, die unterschiedliche Erfahrung des Bedienungspersonals u.dergl., auf.
  • Ein derart kompliziertes Verfahren, das überdies noci eine große tecimische Erfahrung erfordert,- ist- für ein Arbeiten an nicht einzusehenden stellen, vor allem im gelände, nicht geeignet.
  • Bei herkömmlichen Bodenverfestigungsverfahren durch Injektion chemischer Zubereitungen sind die durch die injizierte chemische Zubereitung gebildeten verfestigten Brdklumpen in der Nahe der Auslaßöffnungen der Injektionsrohre kugel-oder zylinderförmig und im Schnitt von einheitlicher Festigkeit. Es ist jedoch keinesfalls unbedingt notwendig, daß die Erdklumpen im Schni-tt einheitlich fest sind, ja es ist rationeller und wirtschaftlicher, daß sie Erdzellen darstellen,bei denen nur die äußeren Oberflächen verfestigt sind, das Innere aber nicht. Beim herkömmlichen Verfahren der Injektion einer chemischen Zubereiting war es fast unmöglich,zellen-oder schalenförmige Erdklumpen herzustellen. Selbst wenn dies möglich gewesen wäre, wäre ihre mechanische Festigkeit >u niedrig gewesen, so daß sie ohne praktischen Nutzen gewesen wäre.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Bau von Ankern oder verstärkten Pfählen im Boden zu schaS-fen,das die voranstehend beschriebenen Schwierigkeiten bei der Verankerung oder Verpfählung durch -Injektion chemischer Zubereitungen in den Boden auf wirksame und billige Weise behebt Diese Aufgabe wird nun durch das erfindungsgemäße Verfahren gelöst, bei welchem man zum Bau von Ankern oder verstärkten Pfählen im Boden so verfährt, daß man in den Boden einen rohrförnigen Pfahl, der mit einem oder mehreren Quslaßöffnungen für eine fließbare Zubereitung versehen ist, die bei Berührung mit Wasser mit diesem unter Bildung einer wasserunlöslichen verfestigten Masse und unter Freisetzung eines Gases reagiert, einführt, die fließbare Zubereitung durch den Innenraum des rohrförmigen Pfahls und durch das bzw. die Auslaßöffnunben in den Boden injiziert und die fließbare Zubereitung in der Nähe der Auslaßöffnung(en) mit Wasser reagieren läßt, wobei der Boden durch die durch das Reaktionsprodukt gebildeten verfestigten Erdklumpen in der Nähe der Auslaßöffnung(en) verfestigt wird und der rohrförmige Pfahl selbst zu einem Ankeratab oder einem Tragpfahl mit einer im Bodenbefindlichen kolbenförmigen Erweiterung wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf der Verwendung einer flüssigen chemischen Ziibereitung, die hauptsächlich z.B. eine isocyanatgruppenhaltige Verbindung enthält, die sich bei Berührung mit Wasser unter Bildung einer wasserunlöslichen festen Masse und unter Freisetzung eines Gases chemisch umzusetzen beginnt.
  • Das Verfahren der Erfindung ist außerordentlich wirksam und läßt sich sehr leicht durchführen. Kommt ein fldssiges Gemisch einer Isocyanatverbindung und einer Silanverbindung mit Wasser in Berührung, das sich z.B. in Hohlräumen im Boden befindet, so reagiert das Gemisch mit dem Wasser und das wasserunlösliche Reaktionsprodukt dient unter Mitwirkung des bei der Reaktion gebildeten Gases zum Ausfüllen und Verstopfen der Hohlräume. Es bildet sich also in den behandelten Hohlräumen eine feste Masse.
  • So können in einfacher und wirksamer Weise Hohlräume, z.B. bei der Fußverbreiterung von Pfählen und dergl., ausgefüllt werden.
  • Verwendet man beim erfindungsgemäßen Verfahren eine fließbare Zubereitung, die eine Isocyanatverbindung von verhältnismäßig hohem Molekulargewicht enthält, so ist das durch Reaktion mit Wasser entstehende Reaktionsprodukt sehr zäh und ein Festkörper von hoher mechanischer Festigkeit; die dabei auftretenden flüchtigen Stoffe sind nicht giftig. Festkörper, die zu einem hohen Anteil reaktionsfähige Isocyanatgruppen enthalten, sind leicht zugänglich; die Isocyanatverbindung hat nur dai einen Nachteil, daß sie eine verhältnismäßig hohe Viskosität besitzt und daher dem Eindringen in Boden- oder Bauteile-IIohlräume einen großen Widerstand entgegensetzt und schwierig zu injizieren ist.
  • Im erfindungsgemäßen Verfahren verwendet man daher bevorzugt ein fließbares Gemisch, das aus einer Isocyanatverbindung und einem Derivat einer ilanverbindung besteht.
  • Dies hat den bemerkenswerten Vorteil, daß das Silanderivat als Lösungsmittel für die Isocyanatverbindungen dient und die Viskosität herabsetzt, wodurch das Lindringen in die Hohlräume erleichtert wird. Obwohl dieses Silanderivat ein bloßes Verdünnungsmittel darstellt, unterliegt es wie die Isocyanatverbindung der Hydrolyse unter bildung eines wasserunlcslichen Reaktionsprodukts, das mit dazu dient, die Poren zu verstopfen; das bei der Hydrolyse des Silanderivats entstehende Reaktionsprodukt ist zwar für sich allein spröde, doch kann es einen Festkörper von äußerst großer Zähigkeit und hoher Druckfestigkeit bilden, wenn es zusammen mit dem Gel vorliegt, das durch die Reaktion des Silanderivats mit Wasser gebildet worden ist. Erfindungsgemäß kann man so Hohlräume haltbar unter Abdichtung ausfüllen, wie dies z.B. bei der Verbreiterung des Fußes von Pfählen u.dergl. erforderlich ist. Verwendet man ein Flüssigkeitzgemisch gemäß Erfindung, so reagiert dieses bei Berührung mit Wasser so schnell, daß der sich bildende Festkörper vom strömenden Grundwasser nicht weggespült werden kann. Wird bei der Hydrolyse des Silanderivats unter Bildung eines Silikatgels ein reaktiven Wasserstoff enthaltender Alkohol gebildet, der leicht i,jit der Isocyanatverbindung reagiert, so bildet sic in besonders vorteilhafter Weise rasch ein Festkörper. Dies wird näher in der nachfolgenden Ausführungsform 3 beschrieben. Dies stellt die am meisten bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar. Es ist jedoch auch möglich, eine Isocyanatverbindung allein zu verwenden.
  • Die Erfindung unterscheidet sich vom herkömmlichen Verjahren sowohl in der Theorie als auch in der Praxis grundsätzlich in den folgenden Punkten: a) Di im erfindungsgemäßen Verfahren angewandte chemische Zubereitung verfestigt sich nur dann, wenn sie auf Feuchtigkeit trifft. b) Es ist besonders vorteilhaft, daß bei der erfindungsgemäßen Anwendung der fließbaren Zubereitung gleichaei-tig mit der Bildung einer verfestigten Masse ein Gas freigesetzt wird. Der Gasdruck erleichtert das automatische Vordringen und Eindringen der chemischen Zubereitung zu bzw0 in die gewünschte Stelle.
  • Die verfestigte Masse wird so an eilen Teil oder an die gesamtheit der Oberfläche des Hohlraums fest gebunden, wodurch Wasser und Öl abgehalten und eine Gasdurchlässigkeit verhindert wird; die fließbare oder verfestigte Masse wird unter dem Gasdruck in die auszufüllenden Hohlräume gedrückt, wobei diese vollkommen ausgefüllt, bzw. verstopft und auch abgedichtet werden.
  • Dies ist ein weiterer großer Vorteil der Erfindung. c) Die in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung angewandte fließbare Zubereitung, die bei der Reaktion mit Wasser fest wird, ist vor dem Zusammentreffen mit Wasser am Ort der Anker- odervPfahlherstellung gut fließbar. Sie kann also an der injizierten Stelle leicht in Hohlräume des Bodens eindringen. d) Beim Zusammentreffen mit Wasser im Boden am Ort der Pfahl- oder Ankerherstellung entsteht eine feste Masse, ohne daß eine Verdünnung durch Wasser und die damit verbundenen Störungen auftreten. Das freigesetzte Gas verdrängt kurzzeitig überschüssiges Grundwasser. Der wirksame Verfestigungsbereich wird beim erfindungsgemäßen Verfahren durch die Gasblase weit ausgedehnt. e) Die Masse wird in eine Form gebracht, die von Wasser nicht wegtransportiert werden kann, wobei die Hohlräume einer Bodenformation am Ort der Anker- oder Pfahlherstellung so gefüllt werden, daß Wasser oder Öl abgehalten, eine Gasdurchlässigkeit verhindert und der Boden wirksam verfestigt wird. f) Die Durchführung des Verfahrens ist sehr einfach, da die Geschwindigkeit der Verfestigung leicht zu steuern ist. g) Die erfindungsgemäß verwendete fließbare Zubereitung reagiert automatisch an den Stellen, wo Wasser abgehalten werden soll oder eine Verfestigung erforderlich ist.
  • Infolgedessen kann das erfindungsgemaße Verfahren billig und rationell durchgeführt werden, ohne daß dazu besondere technische Erfahrungen wie bei den herkömmlichen Verfahren erforderlich sind. Zur Durchführung des erfindungsgemaBen Verfahrens genügt daher eine sehr einfache Injektionseinrichtung.
  • In den Zeichnungen stellt Fig. 2 ein Injektionsrohr zum Injizieren der chemischen Zubereitung in den Boden dar. Hierin ist das untere Rohrteil 21 von geeigneter Länge, hat eine scharfe Spitze 20 und viele Löcher 22 als Auslaßöffnungen für die chemische Zubereitung. Der Kopfteil 26 des Injektionsrohres 23 ist mit dem Vorratsbehälter für die chemische Zubereitung verbunden; Fig.3 und Fig. 5 zeigen vergrößert und teilweise geschnitten Injektionsdüsenteile anderer Injektionseinrichtungen; Fig. 10 zeigt vereinfacht das erfindungsgemäße Bauen von Zugankern; Fig. 11 zeigt Auslaßöffnungen eines Injektionsrohres, das seinerseits als Zuganker oder Tragpfahl verwendet wird; Fig. 12 zeigt im Schnitt Auslaßöffnungen eines anderen Injektionsrohres, das seinerseits als Zuganker mit großem Herausziehviderstand verwendet wird.
  • Ausführungsform-1 Als Beispiel für eine im erfindungsgemäßen Verfahren sehr wirksam verwendbare chemische fließbare Zubereitung kann eine Isocyanatverbindung genannt werden, die der allgemeinen Formel R - (NOO)n entspricht, oder eine andere Gruppe von Isocyanatverbindungen, die durch Reaktion der erwähnten Isocyanatverbindungen mit anderen Verbindungen, enthaltend aktiven Wasserstoff und die damit verbundene Eigenschaft der Reaktivität gegenüber Wasser, erhalten werden. Diese Verbindungen können leicht mit Grundwasser unter Bildung einer wasserunlöslichen hochpolymeren Verbindung unter Freisetzung von Kohlendioxyd-Gas polymerisieren.
  • In der voranstehenden Formel R - (NCO)n bedeutet R eine organische Gruppe, wie eine alipathische und/oder aromatische Gruppe; n bedeutet die Zahl 2 oder eine größere Zahl.
  • Beispiele für derartige Isocyanate sind: 2,4-Toluoldiisocyanat, 2,6-Toluoldiisocyanat, ein Gemisch von 2,4- und 2, 6-Toluoldiisocyanat, rohes Toluoldiisocyanat, Dipheiiylmethan-4,4-disocyanat, Polyallylenpolyisocyanat, m-Phenylendiisocyanate, Hexamethylen-1,6-diisocyanat, o-,m-und p-Xyloldiisocyanate, Methylen-bis-p-phenylendiisocyanat und Polyallylenpolyphenylisocyanat; und VorpolWmere, die eine endständige Isocyanatgruppe enthalten und durch reaktion eines Überschusses dieser voranstehend anfänglich genannten Isocyanate mit aktiven Vasserstoff enthaltenden Verbindungen erhalten wurden.
  • Beispiele für aktiven Wasserstoff enthaltende Verbindungen, die für die Herstellung der Vorpolymeren verwendet werden können sind Wasser, Alkohole, organische Säuren, Amine und dergl.; zwei- und mehrwertige Alkohole sind bevorzugt, z.B. Äthylenglykol, Propylenglykol, Diäthylenglykol, Glycerin, Trime-thyloläthan, Trimethylolpropan und Pentaerythrit, sowie Ricinusöl und seine Derivate und Polyäther mit endständigen Hydroxylgruppen sowie Polyester.
  • Der in dieser Beschreibung verwendete Ausdruck Wasser umfaßt nicht nur das gewöhnliche Wasser, sondern bedeutet den allgemeinen Ausdruck "aktiven Wasserstoff enthaltende Verbindung". So werden die voranstehend beschriebenen, aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindungen als Wasser angesehen.
  • Die genannten Polyäther mit endständigen Hydroxylgruppen sind die Additions-Polymerisations-Produkte zwischen niedrigmolekulare Verbindungen, die aktiven Wasserstoff enthalten, und Alkylenoxiden, und in diesem Fall ist es wünschenswert, niedrigmolekulare Verbindungen auszuwählen, die zwei oder mebr aktive Wasserstoffatome pro Mole-;i enthalten. Als Beispiele für solche Polyäther können die Reaktionsprodukte zwischen einer oder mehreren der folgenden, aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindungen genannt werden: Wasser, Äthylenglykol, Propylenglykol, Glycerin, Trimethylolpropan, Sorbit, Saccharose, Phosphorsäure, hypophosphorige Säure, Orthophosphorsäure, Phosphorsäurederivate, wie Glycerophosphorsäure, Ammoniak, Äthylendiamin, Diäthylentriamin Äthylentriamin oder Harnstoff u.derbl., und einer oder mehreren der folgenden Alkylenoxyde: Äthylenoxyd, Propylenoxyd, 2 3-Lutylenoxyd, Tetrahydrofuran, Epichlorhydrin, Styroloxyd und dergl.
  • Beispiele für Polyester mit endständigen Hydroxylgruppen sind die Produkte, die durch Reaktion mehrbasischer organischer Säuren mit einem ftberschuß mehrwertiger Alkohole erhalten werden; hierfür eignen sich als mehrbasische Säuren Oxalsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Phthalsäureanhydrid, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Tetrachlorphthalsäure, Trimellithsäure, und dergl.; als mehrwertige Alkohole eignen sich hierfür Äthylenglykol, Propylenglykol, Diäthylenglykol, Dipropylenglykol, 1s3-Butylenglykol, 1,4-Butylenglykol, Neopentyglykol, 1,6-Hexandiol, 1,3,6-Hexantriol, Glycerin, Trimethylolpropan, Trimethyloläthan, Pentaerythrit, Sorbit und Gemische davon. Die Polyester können durch Hinzufügen kleiner Lenken organischer einbasischer Säuren und einwertiger Alkohole modifiziert werden. Auch sind Polyester mit endständigen Hydroxylgruppen die durch Polymerisation von Oxysäuren erhalten worden sind, und Lactonverbindungen brauchbar. Als organische Säuren können auch all die organischen Säuren verwendet werden, die zur Herstellung der vorgenannten Polyester mit endständigen Hydroxylgruppen dienen; Polyester mit endständigen Hydroxylgruppen, die aus den erwähnten organischen Säuren und Rohstoffen zur Herstellung der erwähnten Polyäther mit endständigen Hydroxylgruppen hergestellt wurden, können ebenso verwendet werden.
  • Als Amine können primäre und sekundäre Amine verwendet werden, z.B. Ammoniak, Methylamin, Hydrazin, Äthylendiamin, Diäthylentriamin und Polyamide mit endständigen Amingruppen; Vorpolymerisate mit endständigen Isocyanatgruppen, die aus Aminen und überschüssigem Polyisocyanat hergestellt sind, sind jedoch im allgemeinen bei der Lagerung nicht stabil und sind daher nicht brauchbar.
  • Gemäß der Erfindung werden Isocyanate bevorzugt, die im flüssigen Zustand vorliegen oder, wenn sie selbst fest sind, sich in einem Lösungsmittel lösen und dabei unter den Anwendungsbedingungen als Flüssigkeit vorliegenq in dieser Form eignen sich Isocyanate genau so gut. Ferner ist es möglich, die Viskosität der Flüssigkeit mit geeigneten Lösungsmitteln je nach den Bodenbedingungen an der zu injizierenden Stelle einzustellen, um die für das Arbeiten erforderliche Viskosität aufrechtzuerhalten0 Im allgemeinen eignet sich eine Viskosität von 1 bis 2000 cps, und es ist ein Isocyanatgrupiengehalt von 2/o und mehr wünschenswert. Als Lösungsmittel werden solche verwendet, die keine mit der Isocyanatgruppe reagierende Gruppen und kein Wasser enthalten, z.£. aromatische Kohlenwasserstoffe, aliphatische Kohlenwasserstoffe, Ketone, Ester, Äther und Alkylhalogellide. Praktische Beispiele sind Benzol, Toluol, Xylol, Aceton, Methyläthylketon, Ä'tbylac etat, Butylacetat, Cellosolveacetat, Trichloräthylen, Methylenchlorid, Dichlorbenzol u.dergl.
  • Zur Einstellung der Geschwindigkeit der Reaktion der Isocyanatverbindung mit im Boden enthaltenem Wa @asser kann eine geeignete Menge von Katalysatorch und Vernetzungsmitteln hinzugefügt werden. Als Katalysatoren können alle geeigneten Katalysatoren verwendet werden, die die Reaktion bekannter Isocyanate mit aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindungen beschleunigen, z.E. Triäthylamin, N-Methylmorpholin, N-Äthylmorpholin, N-Cocomorpholin, Dimethyl- Triäthylendiamin, N,N-Dimethyl-2-methylpiperazin, benzylamifl'/ Pentamethyldiäthylentriamin und ähnliche tertiäre Amine, oder Zinn(II)-chlorid, Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinnoxyd, Zinn(II)-octat und andere organische Zinnverbindungen. Diese Katalysatoren können als Gemisch oder mit einem geeigneten Lösungsmittel verdünnt verwendet werden0 Um die Berührung der Isocyanatverbindung mit Wasser zu verbessern und um die dabei auftretende Reaktion gleichförmig ablaufen zu lassen oder um die Stabilität der Gasblasen von freigesetztem Kohlendioxyd zu steuern, können den Isocyanatverbindungen oberflächenaktive Mittel zugesetzt werden. Als oberflächenaktive Mittel eignen sich besonders nicht-ionische vom Silikontyp, die zur Herstellung des wohlbekannten Urethanschaums brauchbar sind.
  • WYenn die voranstehend beschriebenen Zusätze erforderlichenfalls deu Isocyanatverbindungen zugesetzt werden und die isocyanatverbindung in den Boden injiziert wird so beginnt die Polymerisationsreaktion in dem Augenblick, in dem die Isocyanatverbindung mit dem im Boden befindlichen Wasser in Berührung kommt, und es bildet sich in den IIoh1-räumen bzw. Zwischenräumen zwischen den Bodenteilchen eine wasserunlösliche, gelartige, hochpolymere, feste Masse, ohne daß die den herkömmlichen Verfahren eigenen, am Anfang der Beschreibung erläuterten Mangel auftretens tsocyanatverbindun6;en setzen im allgemeinen Kohlendioxyd frei, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen; das freigesetzte Kohlendioxydgas verdrängt kurzzeitig utberschüssi ges Wasser in der Umgebung des zu verfestigenden Teils des Bodens, was zu den bereits beschriebenen Vorteilen der Erfindung führt.
  • Es war wichtig, zwecks Vergleich der verschiedensten Eigenschaften der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Ankern und Pfählen mit solchen aus anderen Lta terialien Versuche durchzuführen.
  • Nachstehend werden nun die Ergebnisse von Vergleichsversuchen angegeben.
  • Versuch 1 Man stellt einen Modellboden aus einer Sandschicht her, in welchem der hydraulische Gradient frei gesteuert werden kann. An diesem Modellboden wurden unter den in Tabelle I angegebenen Bedingungen Vergleichsversuche durchgeführt, und zwar mit vier handelsüblichen wasserlöslichen chemisehen Flüssigkeiten sowie mit einem Vorpolymerisat vom Isocyanattyp, das aus 70 Gew.Teilen eines bifunktionellen Urethan-Vorpolymerisats aus Polypropylenglykol-Toluoldiisocyanat und 30 Gew.Teilen Xylol als Lösungsmittel bestand und noch einen Zusatz von 0,1% (bezogen auf das Gesamtgewicht) oberflächenaktives Mittel vom Silikontyp und 0,5% Triäthylamin als Katalysator enthielt.
  • Tabelle Bedingungen bei den Beispielen 1 bis 3 Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Korngröße der 0,3-0,6 mm 0,6-1,2 mm 1,2-2,5 mm Bodenprobe Porosität der 40% 38% 37,5% Bodenprobe hydraulischer 1,5 1,5 1,5 Gradient scheinbare Wasser- 0,600 mm/sec 0,747 mm/sec 0,800 mm/sec fließgeschwindigkeit wahre Wasser- 1,50 mm/sec 1,965 mm/sec 2,130 mm/sec fließgeschwindigkeit Wasserpermeabili- 4,00x10-2 4,98x10-2 5,83x10-2 tätskoeffizient der cm/sec cm/sec cm/sec Bodenprobe Injektionsmassen- 300 ml 300 ml 300 ml menge Injektionsdruck 0,5 kg/cm² 0,5 kg/cm² 0,5 kg/cm² Injektionszeit 20-40 sec 20-40 sec 20-40 sec Gelbildungszeit 60#5 sec 60#5 sec 60#5 sec Die Ergebnisse der Versuche sind in den Tabellen II bis IV angegeben. Das Vorpolymerisat vom Isocyanattyp der Erfindung zeigte sehr wirksame Verfestigungen des Modellbodens bei starkem Grundstrom.
  • Tabelle II Ergebnisse der ersten Versuche Art der verwende- Verfesti- (Verfesti- (Injektiten Injektionsmasse gungsvolu- gungsvolu- onswirkmen men/Injek- samkeit (cm³) tionsmassen- Hohlraummenge)x 100 volumen/ (%) Injektionsmassenmenge) x 100 (/o) Vorpolymerisat vom 1 887 629,0 251,6 Isocyanattyp Acrylamid-Typ 572 124,0 49,6 Wasserglas-Typ 515 171,7 68,7 Harnstoff-Formal- 402 134,0 53,6 dehyd-Typ Chrom-Lignin-Typ 460 153,3 61,3 Tabelle III Ergebnisse der zweite Versuche Art der verwende- Verfesti- (Verfesti- (Injektiten Injektionsmasse gungsvolu- gungsvolu- onswirkmen men/Injek- samkeit (cm³) tionsmassen- Hohlraummenge)x 100 volumen/ (%) Injektionsmassenmenge) x 100 (%) Vorpolymerisat vom 1 860 620,0 235,6 Isocyanattyp Acrylamid-Typ 279 93,0 35,0 Wasserglas-Typ 181 60,3 22,9 Harnstoff-Formaldehyd- 86 2827 10,9 Typ Chrqm-Lignin-Typ 120 40,Q 14,9 Tabelle IV ergebnisse der dritten Versuche Vorpolymerisat vom 1 560 52t,0 197,6 Isocyanattyp Acrylamid-Typ 565 183,3 71,6 Wasserglas-Typ 330 110,0 41,8 Harnstoff-Formaldehyd- 295 98t3 37,7 Typ Chrom-Lignin-Typ 295 98,3 37,7 Versuch 2 Es wurde eine Modellbodenformation vom Sandwich-Typ hergestellt, bei der eine Schicht gesiebten Sandes einer Korngröße von 0,6 bis 1,2 mm Durchmesser zwischen einer oberen und unteren undurchlässigen Tonschicht angeordnet ist. An dieser Modellbodenformation wurden Vergleichsversuche mit dem Ziel durchgeführt, die Sandschicht wasserfest zu machen. Unter den in der nachfolgenden Tabelle V angegebenen Bedingungen wurden vier verschiedene handelsübliche wasserlösliche chemische Flüssigkeiten und das Vorpolymerisat vom Isocyanattyp der Erfindung geprüft. Das verwendete Vorpolymerisat vom Isocyanattyp bestand aus 70 Gew.-Teilen eines bifunktionellen Urethanvorpolymerisats aus Toluoldiisocyanat-Polypropylenglykol, lo Gew.-Teilen Aceton und 20 aew.-Teilen Xylol unter Zusatz von 0,2(bezogen auf das Gesamtgewicht) Triäthylendiamin als Katalysator.
  • Tabelle V Versuchsbedingungen Porosität der Bodenprobe 38 ffi hydraulischer Gradient 3,0 scheinbare Wasserfließgeschwindigkeit 1,39 mm/sec wahre Wasserfließgeschwindigkeit 5,66 mm/sec Inj ektionsweise 1 -Schuß-Verfahren Fortsetzung Tabelle V Injektionsmassenmenge 600 ml Injektionsdruck 0,5 kg/cm2 Injektionszeit 15 bis 30 sec Gebildungszeit 45 sec Die Ergebnisse des Versuchs 2 sind in der Tabelle VI angegeben. Nur bei Verwendung des Vorpolymerisats vom Isocyanattyp der Erfindung war der Verfestigungsgrad derart, daß fließendes Wasser mit einer Wirksamkeit von 100% abgehalten werden konnte.
  • Tabelle VI Ergebnisse des Verauchs 2 des Abdichtens gegen Wasser Art der verwen- Verfesti- (Verfesti- (Injektions- Wirksamkeit deten Injektions- gungavo- gungsvo- wirksamkeit des Abhalmasse lumen v lumen/In- Hohlraum- tens von (cm³) jektions- volumen/In- fließendem massen- jektions- Wasser menge) massenmenge) (yQ) x 100 x 100 (%) (%) Vorpolymerisat 4 750 7 917 300,8 100 vom Isocyanattyp Acrylamid-Typ weggeschwemmt Fortsetzung Tabelle VI Art der verwen- VerSesti- (Verfesti-(Injektions- Wirksamkeit deten Injektions- gungsvo- gungsvo- wirksamkeit des Abhalmasse lumen lumen/In- Hohlraum- tens von (cm³) jektions- volumen/In- fließenmasse jektions- dem Wasser menge) massenmenge) (/o) (%) x 100 (%) Wasserglas-Typ weggeschwemmt Harnstoff-Formal- 760 126,7 48,1 7,15 dehyd-Typ Chrom-Lignin-Typ 555 92,5 35,2 14,7 Wirksamkeit des Abdichtens gegen Wasser = a - b x 100 a wobei a = Wasserfließgeschwindigkeit vor der Injektion b = Wasserfließgeschwindigkeit nach der Injektion ist.
  • Im Gegensatz zur erzwungenen Injektion unter Verwendung von wechselndem Hochdruck, beispielsweise bei Verwendung einer Kolbenpumpe, ist es möglich, die chemische Flüssigkeit allmählich mit gleichbleibender, bestimmter Geschwindigkeit aus dem Injektionsrohr kommen zu lassen, indem man die chemische Flüssigkeit unter Verwendung eines Gasdrucks unter statischem Druck hält. Es ist möglich, die Injektion der chemischen Zubereitung ohne Pulsieren durchzuführen. Gleichzeitig hält man eine gute Fließbarkeit der chemischen Flüssigkeit aufrecht, was ein Pe-qtwerda der in dem Injektionsrohr fließenden chemischen Zubereitung völlig.verhindert; auf diese Weise ist es möglich, die Injektion der chemischen Zubereitung wirksam und fehlerlos durchzuführen.
  • Verwendet man als Gas-freisetzende Verbindung ein Metallcarbid in der Form eines sehr feinkörnigen Pulvers, so ist dies, wie in der folgenden Ausführungsform 2 gezeigt wird, vorteilhaft, da das Carbid eine wasserunlösliche Masse bildet.
  • Aus führungs form 2 Man verwendet eine flüssige Zubereitung, die ein Silanderivat der allgemeinen Formel Rn-Si-X (4-n) und eine kleine Menge in dem Silanderivat suspendiertes, feinkörniges Metallcarbid enthält. Bei der erfindungsgemäßen Verwendung dieser flüssigen Zubereitung reagiert das flüssige Silanderivat mit Wasser und hydrolysiert dabei bei Umgebungstemperatur unter Bildung einer wasserunlöslichen gelartigen Siliciumverbindung, und das feinkörnige Metallcarbid setzt Kohlenwasserstoffgas bei Berührung mit Wasser frei.
  • In der Formel Rn-Si-t(4 n) bedeutet R eine Alkyl- oder Arylgruppe und Keine Alkoxygruppe oder ein Halogenatom.
  • Je weniger Kohlenstoffatome R enthält, umso schneller hydrolysiert im allgemeinen das Silanderivat und umso besser ist seine Fließfähigkeit, weswegen es wirksam gemäß der Erfindung angewendet werden kann.
  • Bedeutet X ein Halogenatom, so ist die Anwendung des Siianderivats auf die Fälle beschränkt, bei denen die durch den freigesetzten Halogenwasserstoff verursachte Korrosionswirkung unberücksichtigt bleiben kann.
  • Silanderivate, bei denen X eine Alkoxygruppe bedeutet, sind verhältnismäßig billig und setzen keine korrosiven Stoffe frei; dagegen hydrolysieren sie im allgemeinen langsam. Man Liuß daher die Hydrolyse beschleunigen. Eine wirksame Beschleunigung erfolgt durch Zumischen einer kleinen Menge einer organischen Säure oder einer geeigneten Menge Alkohol, in dem Natriumalkoholat gelöst ist.
  • In der Praxis werden meistens Alkoxysilane verwendet, wie Tetramethoxysilan, Tetraäthoxysilan u.dergl. Im Vergleich zu den gereinigten Produkten sind die Rohprodukte mit niedrigem Salzsäuregehalt verhaltnismäßig billig und hydrolysieren rasch, so daß sie sich für die Praxis eignen.
  • Als feinkörnige Metallcarbidverbindungen, die in der obengenannten Flüssigkeit suspendiert sind, können unter anderem Calciumcarbid oder Magnesiumcarbid u.dergl. verwendet werden, die mit Wasser unter Bildung von Acetylengas reagieren.
  • Wenn man viel Gasschaim wünscht, so kann man dies durch Erhöhen der Menge dieser in der Flüssigkeit suspendierten feinkörnig-en Metallcarbide erzielen.
  • Verwendet man Calciumcarbid, so hydrolysiert dieses unter Bildung von Calciumhydroxid, das wegen seiner Alkalinität die Hydrolyse des Silanderivats beschleunigt.
  • Ausführungsform 3 Erfindungsgemäß kann als chemische Flüssigkeit eine Lösung verwendet werden, die durch Hinzufügen eines Silanderivats der in der Ausführungsform 2 beschriebenen allgemeinen Formel Rn-Si-R' (4-n) (worin R' nicht Halogen bedeutet) zu einer- Isocyanatverbiiidung der in der Ausführungsform 1 beschriebenen allgemeinen Pormel R-(NCO)n oder zu einem anderen Isocyanat hergestellt ist, das durch die Reaktion eines Isocyanats der Formel R-(NCO)n mit einer aktiven Wasserstoff, enthaltenden Verbindung erhalten worden ist.
  • Da sich in diesem Pall die Isocyanatverbindung und das Silanderivat gegenseitig lösen und mit Wasser unter Bildung von wasserunlöslichen festen Gelen reagieren, kann man durch Verwendung des Silanderivats als reaktives Verdünnungsmittel für die Isocyanatverbindung verschiedene Vorteile erzielen. Wegen ihrer überlegenen mechanischen Eigenschaften sind beispielsweise Isocyanatvorpolymerisate vorteilhaft, die eine endrtändige Isocyanatbruppe enthalten und durch Reaktion zwischen einer aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindung und überschüssigem Polyisocyanat hergestellt worden sind, das einen aromatischen oder aliphatischen Rest enthalt. Zudem sind Isocyanatverbindungen für den menschlichen Körper nicht giftig, doch haben die meisten dieser Isocyanatvorpolymerisate den Nachteil, sehr viskos zu sein, so daß sie nur wenig in die Hohlräume von Böden eindringen können. Deswegen ist es notwendig, die Viskosität durch Zusatz verschiedener organischer Lösungsmittel, wie in der Ausführungsform 1 beschrieben, herabzusetzen, doch wird dabei unvermeidbar auch die Konzentration an wirksamer iLomponente herabgesetzt. Verwendet man jedoch als Lösungsmittel Alkoxysilanverbindungen, wie Tetraäthoxysilan, Tetramethoxysilan, Dimethoxysilan und Dipropoxysilan, so unterliegen diese Lösungasmittel bei Berührung mit wasser der Hydrolyse und bilden mit Wasser Silikatgele. Deswegen können diese chemischen Zubereitungen erfindungsgemäß wirksamer eingesetzt werden, weil sie brauchbare feste Komponenten in höherer Konzentration enthalten. Zudem setzen solche Alkoxysilanverbindungen bei der Hydrolyse Alkohol frei, der in vorteilhafter Keise die weitere Umwandlung der chemischen Zubereitung in eine feste Masse beschleunigt, weil der Alkohol aktiven Wasserstoff enthält und deswegen mit dem Isocyanatvorpolymerisat reagiert. Eine derartige chemische Flüssigkeit, die ein mit einer Alkoxysilanverbindung verdünntes Isocyanatvorpolymerisat enthält, besitzt eine niedrige Viskosität und eine bessere Eindringfähigkeit und enthält doch die brauchbaren festen Komponenten in hoher Konzentration. Durch Reaktion mit dem Grundwasser wird unter gleichzeitiger Bildung von Gasblasen ein anorganisches Silikatgel gebildet, das in Polyurethan eingebet-tet ist, so daß ein Gel von sehr hoher mechanischer Festigkeit erhalten wird. tiJeiterhin führt die Verwendung des im Vergleich zum Isocyanatvorpolymerisat billigeren Alkoxysilanderivats zu höherer Wirtschaftlichkeit, ohne daL das Verhalten der chemischen Flüssigkeit verschlechtert wird; das Verhalten wird vielmehr verbessert.
  • Verringert man den Lösungsmittel-Silanderivat- Anteil in Bezug auf die Isocyanatverbindung, so wird die Entwicklung von Gas durch Reaktion mit dem Grundwasser herabgesetzt, doch ist ein Anteil von 5 bis 80% oilanderivat in der Praxis ausreichend. Um in diesem Fall die Reaktion mit Wasser zu beschleunigen, können als Katalysator alle die oben genannten tertiären Amine oder organischen Metallverbindungen verwendet werden, die in der Ausführungsform 1 beschrieben wurden.
  • Ausführungsform 4 Verwendet man ein in It'ig. 7 gezeigtes Rückschlagventil 33 an der Auslaßöffnung 32 eines Injektionsrohrs 31 zur Injektion einer chemischen Zubereitung, so ist dies aus folgenden Gründen vorteilhaft: Das Rückschlagventil verhindert während der Injektion folgende drei Pannen: a) Ein Zurückfließen der chemischen Flüssigkeit im Injektionsrohr wegen eines rückwärts zum Tank der chemischen Zubereitung gerichteten Drucks infolge eines artesischen Drucks des Grundwassers, b) ein Zurückfließen der chemischen Flüssigkeit wegen eines Bodendruckanstiegs infolge fortwährender Injektion der chemischen Flüssigkeit, c) rückwärts gerichteter Druck des durch die in den Boden injizierten Isocyanatverbindungen freigesetzten Gases.
  • Auf diese Ueise knnntdie Injektion der chemischen Zubereitung unter jeder Bedingung einfach und wirksam erfolgen.
  • Weiterhin kann die Kraft, die mit dem Druck des Gases einhergeht, das von der injizierten chemischen Flüssigkeit gebildet wird, an dem Rückschlagventil angreifen und dort Widerstand finden, so daß die injizierte chemische l;lüssig~ keit aktiv im Boden ausgebreitet wird, wobei der wirksame, gegen wasser abgedichtete und verstärkte Bereich stark vergrößert wird.
  • Ausführungsform 5 Fig. 5 zeigt ein Injektionsrohr 45 mit einem offenen Ende 46 als Auslaß; der Randteil 48 springt seitlich über das Injektionsrohr 45 hinaus und ist zusammen mit der Kappe 50, die ein scharf zugespitztes Ende 49 hat, am Auslaß 46 des Injektionsrohrs angeordnet; in dieser Anordnung wird das Injektionsrohr 45 in den Boden in eine vorbestimmte Tiefe getrieben, dann ein wenig herausgezogen, wobei der vorsprinOende Randteil 48 der Kappe als Widerstand wirkt, so daL die Kappe 50 an der erreichten Stelle zurückgelassen und der Auslaß 46 gcöffnet wird. erden die leile derartig vorher angeordnet, so kann das Verstopfen des Auslasses 46 mit Erde bein Eintreiben des Injektionsrohrs in den Boden verhindert werden; aucl: kalin diese Anordnung verwendet werden, um die injizierte flüssige Zubereitung in horizontaler Richtung zu verteilen.
  • Wird eine solche Kappe mit einem das Zurückfließen hindernden mechanischen System, wie in der Ausführungsform 4 beschrieben, kombiniert, so lassen sich Injektionen von chemischen Flüssigkeiten sicherer und besser durchführen.
  • Ausführungsform 6 Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht den Dau von Pfählen mit großem Widerstand gegen Herauszlehen oder Hineindrücken.
  • Fig. 10 zeigt ein Beispiel von in eine Böschung eingebauten, den Boden stützenden Ankern0 Ein Injektionsrohr 72, in das in einer bestimmten Länge vom scharf zugespitzten Ende 70 ab, wie in Fig.2 gezeigt wird, zahlreiche Auslaßlöcher 71 gebohrt sind, wird in eine vorbestimmte Tiefe getrieben. Der die chemische Flüssigkeit enthaltende Tank 74 ist über einen Schlauch 75 mit dem 1£opf 73 des Injektionsrohrs verbunden. Die chemische Flüssigkeit wird in das Injektionsrohr 72 unter statischem Druck gedrück, der von einem Luftkompressor 76 geliefert wird, und läuft durch die Auslaßöffnungen des Injektionsrohrs heraus und wird in den Boden 7'7 injiziert, Dort reagiert die chemische Flüssigkeit bei berührung mit dem im Boden enthaltenen Wasser unter bildung volr großen, kolbenförmigen, verfestigten Erdklumpen 78 rings um den mit Auslaßöffnungen versehenen Rohrteil 71; der Erdklumpen verleiht dem Injektionsrohr 72 einen genügenden Widerstand gegen ein Herausziehen oder Eintreiben.
  • Die Zahl und der Durchmesser der Auslaßlöcher am Rohrteil 71 richtet sich nach den optimalen Bedingungen unter Berücksichtigung der geologischen Gegebenheiten im Boden, der gewünschten Form llild Größe des kolbenförmigen, verfestigten Erdklumpens, des Viskositätswiderstands der chemischen Flüssigkeit und der belastbarkeit des Querprofils der Injektionsröhre.
  • Führt man die Injektion von dem mit einer in Fig.5 gezeigten Kappe versehenen Ende des Injektionsrohrs aus, so kann man verfestigte Erdklumpen herstellen, die die Tragkraft erhöhen können; es ist also auch möglich, das Injektionsrohr als Tragpfahl zu verwenden. In diesem Fall dienen die seitlichen Auslaßöffnungen zur weiteren Brhöhung der Tragkraft, und es ist klar, daß die von den seitlichen Öffnungen herrührenden verfestigten Erdklumpen die Tragkraft des Pfahls erhöhen.
  • Will man das Injektionsrohr in den Boden bringen, so treibt man dieses, wie bereits erwähnt, mit den Auslaßöffnungen am unteren Ende in den Boden; die dairn ininjizierte chemische Flüssigkeit bildet bei berührung mit Wasser eine wasserunlösliche verfestigte Masse und setzt gleichzeitig Gas frei, wodurch kolbenförmige oder zylindrische verfestigte Erdklumpen ohne die bei den herkömmlichen Verfahren auftretenden und bereits beschriebenen Mängel gebildet werden; Anker mit großem Widerstand gegen ein Herausziehen lassen sich leicht und rasch bauen, z.B. Anker für Stützwände, Brückenpfeiler, zum Einstellen der Bodenbewegung bei Stützwänden u.dergl., Gitteranker für Stützwände bei Gesteinslöchern, in Erdrutschgebieten und bei Böschungen, Anker zum Stabilisieren der Fundamente von Gebäuden, bei denen horizontale Kräfte, wie Winddruck oder Erdbeben, angreifen, von Pfählen mit erhöhter Tragkraft ani Ende und dergl..
  • Beim herkömmlichen Verfahren, bei dem man ein Gemisch zweier chemischer Flüssigkeiten injiziert, fließt die chemische Zubereitung weg, ohne rings um das Injektionsrohr konzentriert zu sein, und man kann nicht erwarten, daß kolbenartige verfestigte Erdklumpen gebildet werden; dagegen fließt bei erfindungsgemäßen Verfahren die chemische Flüssigkeit aus dem Injektionsrohr heraus, reagiert tadellos mit dem Hohlraumwasser in der Umgebung des Rohrs und bildet dort kolbenartige verfestigte Erdkliimpen; durch das l!Mllen der Risse und Hohlräume des Bodens rund um die Anker mit der sich verfestigenden Zubereitung werden die schwächeren Stellen des Bodens rasch verstärkt; es ist daher möglich, unvorhergesehene Zwischenfälle zu vermeiden, die beim Nachlassen der Stärke wegen unvorhergesehener ungleichmäßiger Bodenformationen vorkommen.
  • Der große Auszug-Scher-Widerstand, der bei den herkömmlichen Verfahren nicht erwartet werden kann, beruht auf folgendem: 1. Bei den erfindungsgemäß hergestellten Ankern greift die übliche mechanische Reibungskraft, die sich aus dem Reibungskraftkoeffizienten und dem der Bodentiefe entsprechenden Normaldruck ergibt, zwischen dem kolbenartigen verfestigten Erdklumpen und der Seitenoberfläche des Ankerstabs an.
  • 2. Infolge der Adhäsion, die zwischen der Oberfläche der von der chemischen Injektionsflüssigkeit gebildeten festen Masse und der Oberfläche des Ankerstabs wirkt, liegt eine außerordentlich große physikalisch-chemische Eindungskraft vor.
  • 3. Da durch die Injektion der chemischen Flüssigkeit durch die Auslaßöffnungen des Injektionsrohrs (oder des Ankerstabs) fortwährend eine hochiolymere feste masse zwischen den Stellen rings um das Injektionsrohr und dem Innern des Injektionsrohrs gebildet wird, kann an den Auslaßöffnungcn ein Nieteffekt erwartet werden; dieser verursacht einen außerordentlich großen Auszieh-Scher-Widerstand zwischen dem kolbenartigen verfestigten Brdklumpen und dem Ankerstab, Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gebaute Anker ergeben sofort die erforderliche Festigkeit, so daß es im Notfall möglich ist, den Anker in dem Augenblick zu benutzen, in dem die verwendete chemische Flüssigkeit bei Berührung mit Wasser reagiert, um sich zu verfestigen und hart zu werden; dagegen haben fast alle verfestigten Massen, die mit den herkömmlichen wasserlöslichen Injektionschemikalien, wie Natriumaluminat, Wasserglas, Harnstoffharze, I'henolharze, Acrylamid, Chrom-Lignin und dergl., gebildet wurden, den, Nachteil, in Gegenwart von Grundwasser zu schwellen, zu erweichen und all Festigkeit zu verlieren. Im Gegensatz zu diesen bekannten Zubereitungen haben die Zubereitungen der Erfindung den großen Vorteil, daß sie in Gegenwart von Grundwasser noch fester werden.
  • Es ist ein besonderes Merkmal der erfindungsgemäß verwendeten chersiischen Zubereitungen, mit Wasser unter Freisetzung von Was und unter Bildung von wasserunlöslichen Massen zu reagieren. Das freigesetzte Gas drückt den Loden gegen die äußere Oberfläche des senlLrecht zu diesen Kräften angeordneten Injektionsrohrs; es werden dabei sogenannte radiale Drücke erzeugt; auf diese Weise wird die Bindung zwischen dem Boden und dem Injektionsrohr verbessere; zusammen mit der Vergrößerung des Volumens der verfestigten Erdklumpen wird ein außerordentlich großer Scherwiderstand genen ein Herausziehen erzeugte Auf diese Weise ist der Bau eines sehr starken Ankers möglich.
  • Erfindungsgemäß kann auch ein Pfahl mit einem porösen Kolben im Boden erhalten werden.
  • Nachfolgend werden Versuche beschrieben, einen Auszugkräften widerstehenden Pfahl, d.h. einen Zuganker, herzustellen.
  • Versuch 1 Aus Sand wurden in einer Preßform durch "Wasserverdichten" ("water-compacting") feste Probestücke von 300 mm Durchmesser und 500 mm Länge hergestellt. Hierzu wurde einmal gesiebter @and von 0,6 bis 1,2 mm Korngröße und zum anderen Mal "Toyoura"-Normsand gemäß JIS(japanische Industrienorm) R 5201-1964 verwendet. In jede der verdichteten Sandproben wurde bis zu einer Tiefe von 15 cm ein Stahlrohr von 17,3 mm Außendurchmesser getrieben, in das 7,5 cm vom unteren Ende entfernt Auslaßlöcher von 1 mm Durchmesser in Abstand von 1,5 cm gebohrt waren. Eine chemische Zubereitung urde dadurch erhalten, daß man zu einem Vorpolymerisat mit einem Isocyanatgruppengehalt von 25%, das durch Reaktion von Polypropylenoxydtriol mit einem OH-Wert von 300 mit einem 80:20-Gemisch von 2,4- und 2,6-Toluoldiisocyanat hergestellt worden ist, ein Gemisch hinzugefügt , das 20% (bezogen auf das Vorpolymerisat) Xylol und 2%(bezogen auf das Vorpolymerisat) Triäthylamin enthält. Die chemische Zubereitung wurde durch jedes Rohr injiziert. 20 Stunden später wurden die Probestücke aus der Presse genommen und durch Eintauchen in Wasser gehärtet. Nach 3 Tagen wurden Versuche durchgeführt, die Stahlrohre herauszuziehen, und die Ergebnisse zeigten, daß bei Verwendung des Sands mit einer Korngröße von 0,6 bis 1,2 mm zum Herausziehen eine Kraft von 1012,5 kg und bei Verwendung des Toyoura-Standardsandes eine solche von 1437,8 kg notwendig war. Es wurden also sehr große Auszieh-Scher-Widerstände von 12,5 kg/cm² bzw. 17,75 kg/cm² erzielt.
  • Versuch 2 Zmei 4,8 m lange Gasrohre von 1 Zoll Durchmesser wurden im angemessenen Abstand bis zu einer Tiefe von 4,8 m im rechten Winkel in eine 450 steile Böschung eingetrieben. Durch jedes dieser Rohre wurde das im Versuch 1 verwendete Vorpolymerisat injiziert, das jedoch mit 10/' Xylol verdünnt und mit 1/f (bezogen auf das verdünnte Vorpolymerisat) Triäthylamin vermischt war. Bei den Auslaßöffnungen (kolbenförmiger Teil) jedes Injektionsrohrs befand sich eine sandige Kiesschicht, die im Gemenge eine große Anzahl 50 bis 100 mm große Kiesel enthielt, In diesem Fall waren in die Injektionsrohre am Auslaßteil Auslaßlöcher von 3 mm Durchmesser in einem Abstand von 5 cm in zwei gestaffelten Reihen gebohrt, und zwar bei dem einen Rohr in einer Länge von 25 cm und bei dem anderen Rohr in einer Länge von 55 cm. Durch das Rohr mit Löchern in einem Bereich von 25 cm wurden einmal 3 kg und ein anderes Mal 12 kg chemische Zubereitung injiziert, und durch das Rohr mit Löchern im bereich von 55 cm wurden einmal 6 kg und ein anderes Mal 24 kg chemische Zubereitung injiziert. Es wurden Ausziehversuche in der axialen Richtung der Rohre durchgeführt. Zum Vergleich wurden auch Rohre geprüft, durch die keine chemische Zubereitung injiziert worden war. Die Ergebnisse der Versuche zeigten, daß die Ausreißkraft in dem Fall, wo keine chemische Zubereitung injiziert wurde, unterhalb 0,5 t betrug, wohingegen die Ausreißkraft bei der Injektion von 3 kg chemischer Zubereitung 3 t, bei 6 kg 5,6 t, bei 12 kg 6,G t und ei 24 kg 8 t betrug.
  • Die voranstehenden Ergebnisse zeigen, daß das erfindungsgemäß Verfahren ein ausgezeichnetes Verfahren ist.
  • Die Injektion der chemischen Zubereitung kazm nicht nur erfolgen, nachdem die Injektionsrohre in den Boden in eine vorbestimmte Tiefe getrieben worden sind, sondern die Injektion kann auch während des Vorgangs des Eintreibens des Injektionsrohrs erfolgen, aber auch während das Rohr, nachdem es in die vorbestimmte iefe vollkommen eingetrieben worden ist, wieder etwas herausgezogen wird.
  • An dem Injektionsrohr kaun auch ein spiralischer Vorsprung oder spiralische Rillen angeordnet sein, der bzw. die dem Injektionsrohr beim Eintreiben eine Drehbewegung verleiht b«.wO verleihen, was das Eintreiben in den Boden nicht nur erleichtert, sondern auch den Ausziehwiderstand sehr erhöht. Das Injektionsrohr kann den spiralischen Vorsprung oder die Rillen am unteren Teil oder am mittleren Teil haben; wenn es jedoch den spiralischen Vorsprung oder die Rillen an dem reil der äußeren Oberfläche hat, wo sich die Auslaßöffnungen befinden, so wird dadurch eine bessere Bindung zwischen den verfestigten Erdklumpen und dein spiralischen Vorsprung oder den Rillen erzielt, und man erhält ein besseres Ergebnis.
  • Ausführungsform 7 Ist, wie es in Fig. 11 gezeigt wird, der Außendurchmesser des Teils 82, in den die Auslaßöffnungen 81 gebohrt sind, des Injektionsrohrs 80 kleiner als der Durchmesser des übrigen Teils des Injektionsrohrs, so kann man nicht nur verhindern, daß die Öffnungen durch die Erde verstopft werden, und den Eintreibungswiderstand herabsetzen, sondern es wird auch die Bindungskraft zwischen den verfestigten Erdklumpen und dem Injektionsrohr 80 viel größer, was dann wirksam wird, wenn, wie in der Ausführungsform 6 beschrieben, das Injektionsrohr selbst als Ankerstab oder als Tragpfahl verwendet wird.
  • Ausführungsform 8 Fig, 12 zeigt eine abgeänderte Bauweise des Endes eines Injektionsrohrs 93, in das im Bereich der Auslaßöffnungen an bestimmten Stellen in bestimmter Entfernung von dem konusförmigen Endteil 90 eine Anzahl Löcher 91 gebohrt sind, wobei diese Löcher derart geneigt sind, daß ihre Achsen in Richtung auf das Innere des Injektionsrohrs mit der Zintreiberichtung des Injektionsrohrs einen spitzen Eiinkel Q bilden.
  • Selbst wenn bei Verwendung eines derartigen Injektionsrohrs eine gewisse menge Erde in die Auslaßöffnungen eindringt, so werden Erdteilchen beim Eintreiben des Rohrs durch die Schläge gemäß dem Trägheitsgesetz herausbewegt, so daß das Verstopfen der Auslaßöffnungen mit Erde beträchtlich verringert wird und das Ausfließen der chemischen Zubereitung sowohl in radialer als auch in axialer Richtung aus dem Injektionsrohr in den gew1alschten Bereichen sichergestellt wird; auf diese \weise ist es leichter, verfestigte Erdklumpen in der gewünschten Form und Größe zu erhalten; auch dient diese Abänderung zur Erhöhung des Ausziehwiderstands, wenn das Injektionsrohr selbst als Pfahl mit Ausziehwiderstand verwendet werfen soll.
  • Im Gegensatz dazu haben die herkömmlichen, in den Boden zu treibenden Injektionsrohre Auslaßöffnungen, bei denen die Lochachse mit der Längsachse des Injektionsrohrs einen rechten Winkel bildet, so daß es beim Eintreiben schwierig ist, das Eindringen von Erde in die Löcher und das schnelle Verstopfen der Löcher zu verhindern. Ein Verstopfen verringert nicht nur die Zahl der huslaßöffzungen, sondern verhindert auch, daß die chemische Zubereitung in die gewünschte Stelle der Bodenschicht eindringt, so daß die ursprünglich beabsichtigte Verfestigung der Erde in der Umgebung des Pfahls oder Ankers nicht erzielt wird; soll bei derartigen bekannten Verfahren das Injektionsrohr, wie bereits erwähnt, als Tragpfahl verwendet werden, so ist die Anzahl der von innen nach außen gehenden Verbindungen des Injektionsrohrs mit der verfestigten Masse, die ein wichtiges funktionelles Element zur Erhöhung des Aus zieh- oder Eintreib-Scher-';;'iderstands darstellen, verringert, so daß es schwierig ist, Anker oder Pfähle mit dem ursprünglich erwarteten Ausziehwiderstand oder der ursprünglich erwarteten Tragkraft zu erhalten.
  • Diese Schwierigkeiten werden bei Verwendung des in der Ausführungsform 8 beschriebenen Injektionsrohrs wirksam behoben. xs ist klar, daß diese Schwierigkeiten auch bei Verwendung der in der Ausführungsform 7 beschriebenen Injektionsrohre wirksam behoben werden, doch ist der in der Ausführungsform 8 beschriebene Injektionsrohrtyp vom Standpunkt der Herstellung viel praktischer.
  • Voranstehend sind Beispiele von verschiedenen Anwendungsformen des zugrundeliegenden Verfahrens der Erfindung beschrieben. Das Verfahren der Erfindung unterscheidet sich theoretisch völlig von den herkömmlichen Verfahren in der Art der Verfestigung der verwendeten chemischen Flüssigkeiten. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die verschiedenen Schwierigkeiten behoben, die von der unzulänglichen Steuerung der VerSestigungsgeschwindigkeit der chemischen Zubereitungen und den Ungenauigkeiten, die bei den herkömmlichen Verfahren unvermeidbar sind, herrühren.
  • Einige bevorzugte Ausführungsformen der erfindung wurden unter Bezugnahme auf die Figuren erläutert, doch können diese Ausführungsformen in vieler Hinsicht geändert werden. Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf diese Ausführungsform beschränkt ist, und es können die Ausführungsformen, soweit kein s.iderspruch vorliegt, gegeneinander ausgetauscht oder miteinander kombiniert werden0

Claims (1)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h Verfahren zum Bau von Ankern oder verstärkten Pfählen im Boden, dadurch gekennzeichnet, daß man in den Boden einen rohrförmigen Pfahl, der mit einem oder mehreren Auslaßöffnungen für eine fließbare Zubereitung versehen ist, die bei Berührung mit Wasser mit diesem unter Bildung einer wasserunlöslichen verfestigten Masse und unter Freisetzung eines Gases reagiert, einführt, die fließbare Zubereitung durch den Innenraum des rohrförmigen Pfahls und durch das bzw. die Auslaßöffnungen in den Boden injiziert und die fließbare Zubereitung in der iihe der Auslaßöffnung(en) mit aser reagieren läßt, wobei der Boden durch die durch das Reaktionsprodukt gebildeten verfestigten Erdklumpen in der Nähe der Auslaßöffnung(en) verfestigt wird und der rohrförmige Pfahl selbst zu einem Anker stab oder einem Tragpfahl mit einer im Boden befindlichen kolbenförmigen Erweiterung wird.
DE19691966479 1968-03-21 1969-03-21 Verfahren zum Herstellen von Verpreßankern oder mit Fußerweiterungen versehenen Pfählen im Boden Expired DE1966479C3 (de)

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