DE19654110C1 - Bett, insbesondere Kranken- oder Pflegebett - Google Patents
Bett, insbesondere Kranken- oder PflegebettInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bett, insbesondere ein Kranken- oder Pflegebett.
Aus der DE 25 35 233 C2 ist ein sogenanntes Profilbett mit einem Matratzen
rahmen vorbekannt, das drei verstellbare Betteile besitzt, die über drei ge
trennte Steuerkreise jeweils getrennt steuerbar sind. Der Antrieb erfolgt über
drei getrennte Niedervoltmotoren, die in die eine oder andere Richtung antreib
bar sind. Die drei Bereiche des Profilbettes umfassen eine Rückenstütze, die
zur Bewegung um eine quer zur Längsachse des Bettes verlaufende Achse
schwenkbeweglich ist. Es ist auch eine entsprechend schwenkbewegliche
Beinstütze vorhanden. Ein erster Motor dient zum Heben und Absenken der
Rückenstütze, während ein zweiter Motor zum Anheben und Absenken der
Beinstütze vorgesehen ist. Es sind auch sogenannte elektronische Logik-Bau
teile vorhanden, um Winkelbereiche und -lagen zu erfassen. Diese Logik-Bau
teile ermitteln vorgegebene Winkelwerte und steuern demgemäß die Elektro
motoren durch einen Vergleich mit den abgespeicherten Winkelbereichen. Die
reversiblen Elektromotoren steuern dabei automatisch Korrekturen aus, derart,
daß ein eingestellter Neigungswinkel der Beinstütze den vorgegebenen Teil
des Neigungswinkels der Rückenstütze bildet. Diese Vorveröffentlichung zeigt
somit "Grenz-Umriß-Schalter", die Lagen zwischen den Endlagen der Antriebe
von Kopfteil und Knieteil (Oberschenkelteil) markieren. Bei Erreichen dieser
Grenzlagen wird das jeweils gemeinsame Anheben von Kopf- und Fußteil un
terbrochen. Die dort verwendete Logik bewirkt somit die wechselweise Ver
knüpfung der Grenzschalter- und Steuersignale von Kopf- und Oberschenkel
teil, und eine gewisse, jedoch keine absolute Begrenzung des Relativwinkels
zwischen Kopfteil und Oberschenkelteil.
Ein Bett mit den vorerwähnten Merkmalen zeigt auch das sogenannte "IDEO"-
Bett der Firma IDEO, Box 40 57, S-800 04 Gävle, das unter anderem auch in
Prospekten beschrieben ist, die im Mai 1986 ohne Verpflichtung zur Geheim
haltung an einen unbeschränkten Personenkreis ausgegeben wurden.
Ein solches Bett ist ebenfalls in der EP 0 498 111 und in der GB-A-2 209 464
beschrieben.
Durch die oben beschriebenen Vorveröffentlichungen ist ebenfalls ein Bett vor
bekannt, das einen Liegeflächenrahmen aufweist sowie Einrichtungen zum
Variieren der Höhe dieses Liegeflächenrahmens. Ferner sind gesonderte, mit
Kraft angetriebene Betätigungselemente vorgesehen, von denen eines für das
kopfseitige Ende und eines für das fußseitige Ende des Bettes bestimmt ist.
Besonders durch die DE 25 35 233 C2 ist es außerdem vorbekannt, einen Ni
veausensor mit beiden Betätigungselementen zu verbinden, um einen vorbe
stimmten Neigungswinkel der Plattform gegenüber dem Sensor durch Einstel
lung der Kraftzufuhr, nämlich der Stromzufuhr zu den betreffenden
Betätigungselementen (Niedervoltmotoren) zu steuern. Ein ähnliches Bett ist im
übrigen durch die EP 0 488 552 B1 Stand der Technik.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bett, insbesondere ein Kranken-
oder Pflegebett, zu schaffen, das unter Beibehaltung der Vorteile, die sich mit
der Einhaltung eines vorbestimmten Minimalwinkels zwischen Rückenlehne
und Oberschenkelteil ergeben, konstruktiv einfach ausbilden läßt.
Die Aufgabe wird durch die in Patentanspruch 1 wiedergegebenen Merkmale
gelöst.
Bei der Erfindung werden zur Überwachung eines vorbestimmten Minimalwin
kels zwischen Rückenlehne und Oberschenkelteil nur zwei Endschalter ver
wendet. Diese Endschalter stellen sicher, daß der Winkel zwischen der
Rückenlehne und dem Oberschenkelteil nicht kleiner als der jeweils vorgege
bene Grenzwert wird, um eine komfortable und ungefährliche Liegeposition des
Patienten sicherzustellen. Komplizierte elektronische Steuerungen sind deshalb
nicht erforderlich. Beim Kommando "Rückenlehne herunterfahren" ist die
Rückenlehne durch Energiezufuhr zu dem ihr zugeordneten motorischen An
trieb nach unten fahrbar, während der motorische Antrieb für das Oberschen
kelteil unbeeinflußt bleibt. Beim Kommando "Oberschenkelteil hochfahren" ist
bei einer ersten Variante beim Aktivieren beider Endschalter das Kommando
"Oberschenkelteil hochfahren" gesperrt.
Die Merkmale a) und b) des Patentanspruches 1 sind aus der DE 25 35 233 C2
vorbekannt, während das Merkmal c) insoweit vorbekannt ist, als dort ebenfalls
die Signale der Grenzschalter mit den Steuersignalen beider Antriebe jeweils
wechselweise durch eine einfache Steuerlogik verknüpft werden.
In den Patentansprüchen 2 bis 4 sind weitere vorteilhafte und erfinderische
Ausgestaltungen beschrieben.
Bei Anwendung der Lehre nach Patentanspruch 2 wird eine diskrete Logik
schaltung verwendet, die keinen Mikrokontroller und auch keinen Mikroprozes
sor benötigt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn zum motorischen Antrieb Linearmotoren,
insbesondere Elektromotoren, zum Einsatz kommen, aus deren Gehäuse eine
Antriebsstange herausgeführt ist, die mit ihren Enden die jeweiligen Endschal
ter aktivieren (betätigen) - Patentanspruch 3.
Patentanspruch 4 beschreibt eine Lösung für das Kommando "Rückenlehne
hochfahren". Hierbei wird das Oberschenkelteil so lange nach unten gefahren,
bis der zweite Endschalter nicht mehr aktiviert ist. Während dieser Zeit bleibt
die Rückenlehne auf der aktuellen Position stehen. Sobald der dem Ober
schenkelteil zugeordnete Endschalter nicht mehr aktiv ist, fährt die Rücken
lehne weiter hoch, während das Oberschenkelteil auf seiner Position stehen
bleibt.
Bei der zweiten Variante zum Kommando "Oberschenkel hochfahren" wird die
Rückenlehne so lange nach unten gefahren, bis der dem Rückenlehnenantrieb
zugeordnete Endschalter nicht mehr bedämpft (aktiviert) ist. Während dieser
Zeit bleibt das Oberschenkelteil auf der aktuellen Position stehen. Sobald der
Endschalter nicht mehr aktiv ist, fährt das Oberschenkelteil weiter hoch, wäh
rend die Rückenlehne auf der aktuellen Position verbleibt.
E1 Kommando Rückenlehne hoch
E10 Kommando Rückenlehne runter
E2 Kommando Oberschenkelteil hoch
E20 Kommando Oberschenkelteil runter
S1 Rückenlehne über Grenzposition
S2 Oberschenkelteil über Grenzposition
M1 Rückenlehne hoch
M10 Rückenlehne runter
M2 Oberschenkelteil hoch
M20 Oberschenkelteil runter
U logisch UND
UN logisch UND NlCHT
O logisch ODER
ON logisch ODER NlCHT
= Zuweisung des logischen VKE
E10 Kommando Rückenlehne runter
E2 Kommando Oberschenkelteil hoch
E20 Kommando Oberschenkelteil runter
S1 Rückenlehne über Grenzposition
S2 Oberschenkelteil über Grenzposition
M1 Rückenlehne hoch
M10 Rückenlehne runter
M2 Oberschenkelteil hoch
M20 Oberschenkelteil runter
U logisch UND
UN logisch UND NlCHT
O logisch ODER
ON logisch ODER NlCHT
= Zuweisung des logischen VKE
Um das Schaltungsprinzip möglichst einfach darzustellen wurde auf die Dar
stellung einer Verriegelung gegenläufiger Kommandos verzichtet.
ln der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel - teils sche
matisch - in Anwendung auf ein sogenanntes Gliederrahmenbett veranschau
licht, das vorliegend beispielsweise als Krankenbett ausgebildet ist.
Das Bezugszeichen 1 bezeichnet ein Untergestell, das durch Rollen 2 auf ei
nem Boden verfahrbar angeordnet ist. Es sind insgesamt vier solcher Rollen
angeordnet, von denen nur eine mit einem Bezugszeichen versehen worden
ist. Beispielsweise können zwei gegenüberliegende Rollen festbremsbar aus
gebildet sein (nicht dargestellt).
Im Abstand zum Untergestell 1 ist ein Rahmen 3 angeordnet, dem - was eben
falls nicht dargestellt ist -, fuß- und bettseitig je ein Betthaupt zugeordnet sein
kann. Der Rahmen 3 ist über mehrere Lenkerelemente 4, 5 höhenverstellbar
und kopf- bzw. fußseitig im Bedarfsfalle neigbar anzuordnen und in der jeweils
gewünschten Neigungs- und/oder Höhenstellung zu arretieren. Hierzu sind ge
eignete, nicht dargestellte Antriebe vorgesehen. Die Höhen- und/oder Nei
gungsverstellung kann die übliche Ausgestaltung besitzen, so daß sie aus
Gründen der Vereinfachung hier nicht näher erläutert wird.
Das Bezugszeichen 6 bezeichnet eine Rückenlehne, die über eine horizontale
Achse 7 schwenkbeweglich und in der gewünschten Neigungsstellung arretier
bar angeordnet ist.
Mit dem Bezugszeichen 8 ist ein Mittelteil bezeichnet, dem ein Oberschenkelteil
9 nachgeordnet ist, das ebenfalls über eine horizontale Achse 10 schwenkbe
weglich und in der gewünschten Neigungsstellung auch arretierbar angeordnet
ist. Mit dem Oberschenkelteil 9 ist über eine horizontale Achse 11 ein Fußteil
12 verbunden.
Bei 13 und 14 ist je ein motorischer Antrieb angeordnet. Die motorischen An
triebe 13 und 14 sind als Linearmotoren, insbesondere als reversierbare Nie
dervoltmotoren, ausgebildet.
Der Antriebsmotor 13 für die Rückenlehne 6 weist eine kolbenstangenförmige
Antriebsstange 15 auf, die über eine Schwenkachse 16 mit einem Hebel 17 in
vertikaler Ebene schwenkbeweglich gekuppelt ist. Der Hebel 17 ist fest mit der
Rückenlehne 6 getrieblich verbunden. Auf diese Weise kann durch Ein- und
Ausfahren der Antriebsstange 15 die Rückenlehne 6 in Richtung A bzw. B, also
in vertikaler Richtung, hin und her geschwenkt und durch Stillsetzen des An
triebes 13 auch in der jeweils gewünschten Winkelstellung auch arretiert wer
den.
Die Antriebsstange 15 weist an ihrem freien Ende einen Schaltnocken 18 mit
schräger Anlauffläche 19 auf, die mit einem Schaltstift 20 eines ersten End
schalters 21 zusammenwirkt.
Bei 22 ist ein elektrisches Kabel veranschaulicht.
Der motorische Antrieb 14 weist ebenfalls eine kolbenstangenförmige An
triebsstange 23 auf, die ebenfalls durch den motorischen Antrieb 14 in Richtung
ihrer Längsachse, also hin und her anzutreiben ist, wodurch die Winkelstellung
des Oberschenkelteils 9 und damit auch des Fußteils 12 zu verändern und in
der jeweils gewünschten Winkelstellung auch zu arretieren ist. An ihrem Ende
trägt die Schaltstange 23 einen Schaltnocken 24, der mit einem Schaltstift 25
eines zweiten Endschalters 26 zusammenwirkt. Bei 27 ist ein elektrisches Ka
bel veranschaulicht.
Mit α ist der Winkel zwischen Rückenlehne 6 und einer Verbindungslinie zwi
schen den Mittelpunkten der Achse 7 und der Achse 11 bezeichnet. Ein vorge
gebener Minimalwinkel α wird durch die beiden Endschalter 21 und 26 über
wacht. Die hier vorgeschlagene Lösung basiert auf einer diskreten Logikver
schaltung, ohne Mikrokontroller und Mikroprozessor.
Das Oberschenkelteil 9 wird so lange nach unten gefahren, bis der zweite
Endschalter 26 nicht mehr aktiv ist. Während dieser Zeit bleibt die
Rückenlehne 6 auf der aktuellen Position stehen. Sobald der zweite
Endschalter 26 nicht mehr aktiviert ist, fährt die Rückenlehne 6 weiter
hoch. Das Oberschenkelteil 9 bleibt auf seiner Position.
Die Rückenlehne 6 fährt nach unten. Kein weiterer Einfluß auf die An
triebe 13 und 14.
Solange die beiden Endschalter 21 und 26 aktiviert sind, ist das Kom
mando "Oberschenkelteil 9 hochfahren" gesperrt.
Die Rückenlehne 6 wird solange durch Einschalten ihres Antriebs nach
unten gefahren, bis der erste Endschalter 21 nicht mehr aktiviert ist.
Während dieser Zeit bleibt das Oberschenkelteil 9 auf der aktuellen Posi
tion stehen. Sobald der erste Endschalter 21 nicht mehr aktiv ist, fährt das
Oberschenkelteil 9 weiter hoch, die Rückenlehne 6 bleibt auf der aktuellen
Position stehen.
Das Oberschenkelteil 9 fährt nach unten. Kein weiterer Einfluß auf andere
Komponenten.
Die in der Zusammenfassung, in den Patentansprüchen und in der Beschrei
bung beschriebenen sowie aus der Zeichnung ersichtlichen Merkmale können
sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der
Erfindung wesentlich sein.
Claims (4)
1. Bett, insbesondere Kranken- oder Pflegebett, mit
- a) je einem eigens steuerbaren Antrieb (13, 14) für die Rückenlehne (6) und das Oberschenkelteil (9);
- b) je einem Grenzschalter (21, 26) im Bereich zwischen den Endlagen des jeweiligen Antriebs,
- c) einer Steuerlogik, die den einen Antrieb (z. B. 13) in Heberichtung sperrt, wenn der durch den Grenzschalter (z. B. 14) definierte Grenz winkel (2) bei dem jeweils anderen Antrieb (z. B. 14) überschritten ist.
2. Bett nach Anspruch 1, mit einer diskreten Logikschaltung für die motori
schen Antriebe (13, 14).
3. Bett nach Anspruch 1 und/oder 2, wobei die motorischen Antriebe (13, 14)
als Linearmotoren mit je einer in ihrer Längsachsrichtung in beiden Rich
tung antreibbaren Antriebsstange (15, 23) ausgebildet sind.
4. Bett nach Anspruch 1, wobei die Steuerlogik den jeweils anderen Antrieb
(z. B. 13) bis mindestens zu dem Grenzwinkel (α) in Absenkrichtung an
steuert, und dann das Heben durch den einen Antrieb (z. B. 14) freigibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996154110 DE19654110C1 (de) | 1996-12-23 | 1996-12-23 | Bett, insbesondere Kranken- oder Pflegebett |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996154110 DE19654110C1 (de) | 1996-12-23 | 1996-12-23 | Bett, insbesondere Kranken- oder Pflegebett |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19654110C1 true DE19654110C1 (de) | 1998-01-22 |
Family
ID=7816079
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996154110 Expired - Fee Related DE19654110C1 (de) | 1996-12-23 | 1996-12-23 | Bett, insbesondere Kranken- oder Pflegebett |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19654110C1 (de) |
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-
1996
- 1996-12-23 DE DE1996154110 patent/DE19654110C1/de not_active Expired - Fee Related
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| US8069513B2 (en) | 2006-01-19 | 2011-12-06 | Hill-Rom Services, Inc. | Patient support apparatus having auto contour |
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Owner name: HILL-ROM GMBH, 47906 KEMPEN, DE |
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