DE19652832A1 - Leckagemeßvorrichtung - Google Patents
LeckagemeßvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Leckage
meßverfahren und eine dasselbe anwendende Leckagemeßvor
richtung.
Bislang gibt es zum Messen einer Leckage aus einem Pro
dukt, das eine Luftundurchlässigkeit bzw. Dichtheit erfor
dert, zwei Verfahren, nämlich ein Druckabfallverfahren und
ein Druckdifferentialverfahren. Im Druckabfallverfahren
wird aus einem Druckabfall in einem Leckagemeßsystem, in
welchem sich ein Meßgegenstand in einem luftdicht abge
schlossenen Zustand befindet, die Leckage nach dem Aufbrin
gen eines bestimmten Drucks auf den Gegenstand gemessen. Im
Differentialdruckverfahren wird aus einer Druckdifferenz
zwischen einem Mustergegenstand als Referenz und dem Gegen
stand, an dem die Messung durchzuführen ist, die Leckage
gemessen.
Bei diesen Verfahren zum Messen einer Leckage, wobei
wie vorstehend beschrieben eine Druckänderung zum Einsatz
kommt, muß jedoch, um die Genauigkeit der Messung zu ver
bessern, die Druckänderung vergrößert werden. Eine große
Druckänderung kann jedoch eine Volumenänderung in einem
Rohr, einer Spannvorrichtung oder dergleichen verursachen
oder eine Änderung in einem Prüfdruck hervorrufen. Daher
ist es schwierig, speziell eine geringfügige Leckagemenge
mit einem hohen Grad an Genauigkeit zu messen. In der JP-A-
56-126734 wurde eine andere Leckagemessvorrichtung vorge
schlagen, die von einer Membran Gebrauch macht, wobei je
doch die Leckage nicht direkt gemessen werden kann.
Um die Leckage mit einem hohen Grad an Genauigkeit zu
messen, ist es zudem wichtig, daß der Prüfdruck auf einem
konstanten Wert gehalten wird. Beim Anordnen des Gegen
stands, an dem die Messung durchzuführen ist, kann jedoch
eine Volumenänderung hervorgerufen werden und der Innen
druck variieren. Daher ist es schwierig, den Prüfdruck si
cher zu stabilisieren.
Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die
vorstehend erwähnten Probleme verwirklicht; eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Leckagemeßverfahren
sowie eine dasselbe anwendende Vorrichtung vorzusehen, die
in der Lage ist, eine geringe Leckagemenge mit einem hohen
Grad an Genauigkeit zu messen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine Leckage
messvorrichtung zum Messen einer Leckagegröße bzw. einer
Leckagemenge aus einem Gegenstand eine Meßunterlage, an
der der Gegenstand angebracht ist, eine Druckerzeugungs
bzw. Druckaufbringvorrichtung, um ein Meßmedium unter
Druck zu setzen und das Meßmedium mit einem bestimmten
Druck auf den Gegenstand aufzubringen, eine Volumenmessein
richtung, die eine Membran aufweist, mit dem Gegenstand
derart in Fluid-Verbindung steht, daß eine Meßmedium
leckage aus dem Gegenstand an die Membran übertragen wird,
die einer Änderung eines Leckagevolumens entsprechend ver
setzt wird, und ein den Versetzungsbetrag der Membran ange
bendes Signal ausgibt, sowie eine Berechnungseinheit zum
Berechnen des Leckagevolumens in Abhängigkeit vom Signal
von der Volumenmesseinrichtung auf. Die Leckagemeßvorich
tung weist ferner eine zweite Druckaufbringvorrichtung zum
Einleiten eines Meßmediums mit einem bestimmten Prüfdruck
in ein Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand und der Vo
lumenmesseinrichtung, ein Schließventil zum Schließen bzw.
Unterbrechen einer Verbindung zwischen der zweiten Druck
aufbringvorrichtung und dem Verbindungsrohr sowie eine
Überwachungsvorrichtung zum Überwachen einer Änderung des
Signals der Volumenmesseinrichtung bei geschlossenem Ventil
auf.
Da das Leckagevolumen aus der Volumenänderung des Meßmediums
direkt gemessen werden kann, kann das Leckagevolu
men auf diese Weise gemessen werden, ohne dabei von einer
Druckänderung beeinflußt zu werden; ferner kann die Genau
igkeit der Messung verbessert werden. Zudem kann eine de
fekte Dichtung im Meßsystem durch das Überwachen der Volu
menänderung des Meßmediums erfaßt werden.
Die Leckagemessvorrichtung kann vorzugsweise ferner ei
ne mit der Volumenmesseinrichtung in Fluid-Verbindung ste
hende Stabilisiereinrichtung aufweisen, um einen Einfluß
einer äußeren Störung auf die Membran der Volumenmessein
richtung zu unterdrücken. Die Stabilisiereinrichtung kann
ferner einen luftdicht abgeschlossenen Behälter mit einem
Volumen aufweisen, das in ausreichendem Maß größer ist als
eine durch den Versetzungsbetrag der Membran definierte Vo
lumenänderung.
Die Leckagemessvorrichtung kann vorzugsweise ferner ei
ne zwischen dem Gegenstand und der Volumenmesseinrichtung
befindliche Schutzvorrichtung zum Schutz der Membran auf
weisen, um zu verhindern, daß die Leckage des Meßmediums
an die Membran geleitet bzw. übertragen wird, wenn das
Leckagevolumen des Meßmediums größer ist als ein bestimm
ter Wert. Dementsprechend wird eine Beschädigung der Mem
bran durch eine übermäßige Leckagemenge verhindert.
Die Leckagemessvorrichtung kann vorzugsweise ferner ei
nen Drucksensor zum Erfassen eines auf die Membran übertra
genen Leckagedrucks des Meßmediums aufweisen. Dementspre
chend kann eine Unannehmlichkeit verhindert und das Lecka
gevolumen mit einem hohen Grad an Stabilität gemessen wer
den.
Weitere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfin
dung werden unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungs
figuren aus einem besseren Verständnis der nachstehend be
schriebenen bevorzugten Ausführungsformen ersichtlich.
Nachstehend erfolgt eine kurze Beschreibung der Zeich
nung, wobei
Fig. 1 ein Blockschema ist, das eine Leckagemessvor
richtung gemäß einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungs
form zeigt,
Fig. 2 ein erläuterndes Schema zur Verdeutlichung des
Grundprinzips der Leckagemessung in der ersten Ausführungs
form ist,
Fig. 3 eine graphische Abbildung ist, die einen Zusam
menhang zwischen einem Versetzungsbetrag einer Membran und
einer Volumenänderung zeigt,
Fig. 4 eine schematische Ansicht ist, die einen Verset
zungsbetrag h und einen Radius r der Membran zeigt,
Fig. 5 ein Blockschema ist, das eine Abwandlung der er
sten Ausführungsform zeigt,
Fig. 6 ein Blockschema ist, das eine Leckagemessvor
richtung gemäß einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungs
form zeigt,
Fig. 7 ein Blockschema ist, das eine Abwandlung der
zweiten Ausführungsform zeigt,
Fig. 8 ein Blockschema ist, das eine Leckagemessvor
richtung gemäß einer dritten Ausführungsform zeigt,
Fig. 9 eine schematische Ansicht ist, die einen Haupt
abschnitt der Leckagemessvorrichtung gemäß der dritten Aus
führungsform zeigt, und
Fig. 10 eine weitere schematische Ansicht ist, die ei
nen Hauptabschnitt der Leckagemessvorrichtung gemäß der
dritten Ausführungsform zeigt.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung werden nun die er
findungsgemäßen Ausführungsformen beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Leckagemessvorrichtung gemäß einer
ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Gemäß
Fig. 1 schützt eine Versetzungsreguliervorrichtung 2 eine
Membran-Volumenmesseinrichtung 1 vor einer übermäßigen Be
lastung. Ein Gegenstand 4, an dem die Messung durchzuführen
ist, ist an einer Meßunterlage 3 luftdicht angebracht. Ei
ne Stabilisiereinrichtung 5 steht mit der Membran-Volumen
messeinrichtung in Verbindung.
Ein Leckagemeßsystem 7 ist derart aufgebaut, daß die
Meßunterlage 3, die Versetzungsreguliervorrichtung 2, die
Membran-Volumenmesseinrichtung 1 sowie die Stabilisierein
richtung 5 über Fluidwege 6a bis 6c in dieser Reihenfolge
luftdicht angeschlossen sind. Eine Druckerzeugungs- bzw.
Druckaufbringvorrichtung 8 setzt ein Leckagemeßmedium un
ter Druck und beaufschlagt den an der Meßunterlage 3 ange
brachten Gegenstand mit dem Leckagemeßmedium. Das Meßmedium
kann ein Gas oder eine Flüssigkeit sein.
Im Fluidweg 6a, der die Membran-Volumenmesseinrichtung
1 mit der Versetzungsreguliervorrichtung 2 verbindet, ist
ein Öffnungs-/Schließventil 9 eingerichtet, das mit der At
mosphäre in Verbindung steht. Ferner ist an der Meßunter
lage 3 bzw. an der Stabilisiereinrichtung 5 jeweils ein
Schließventil 10 bzw. 11 vorgesehen. Daneben ist an der
Meßunterlage 3 desweiteren ein Drucksensor 12 zum Erfassen
eines Innendrucks des Leckagemeßsystems 7 eingerichtet.
Signale, die von der Membran-Volumenmesseinrichtung 1 und
dem Drucksensor 12 ausgegeben werden, werden in eine Verar
beitungseinheit 13 eingegeben. Die Verarbeitungseinheit 13
weist eine zentrale Verarbeitungseinheit, Speichereinrich
tungen RAM, ROM oder dergleichen und Eingabe-/Aus
gabeschnittstelleneinrichtungen auf (wobei diese Kompo
nenten in der Figur nicht dargestellt sind). Die Verarbei
tungseinheit führt zur Berechnung eines Leckageausmaßes
bzw. einer Leckagemenge ein bestimmtes Verarbeitungspro
gramm durch und überwacht in Abhängigkeit von dem durch den
Drucksensor 12 gemessenen Innendruck des Leckagemeßsystems
7 eine Anomalie an der Stelle, an der der Gegenstand 4 an
der Meßunterlage 3 angebracht ist, sowie eine Betriebsan
omalie der Versetzungsreguliervorrichtung 2. Die Verarbei
tungseinheit führt ferner beim Erfassen der Anomalie an der
Stelle, an der Gegenstand 4 angebracht ist, oder der Be
triebsanomalie der Versetzungsreguliervorrichtung 2 einen
Sperr- bzw. Verriegelungsprozeß durch. Der Drucksensor 12
wird so gewählt, daß dessen Druckaufnahmeabschnitt eine ge
genüber der Druckänderung schwache bzw. geringfügige Volu
menänderung aufweist, so daß ein Einfluß auf die Leckage
messung ausgeschlossen wird.
Die Membran-Volumenmesseinrichtung 1 ist in zwei Körper
21a bzw. 21b aufgeteilt, die sich jeweils auf der linken
bzw. rechten Seite befinden; zwischen den Körpern 21a und
21b erstreckt sich eine Membran 22 luftdicht. Die Membran
22 ist so gewählt, daß sie auf eine durch die Fluidwege 23a
und 23b übertragene geringfügige Volumenänderung empfind
lich reagiert. Die Membran kann vorzugsweise aus einem Ma
terial SUS410 mit einer Dicke von 0,05 mm hergestellt sein.
An den Körpern 21a bzw. 21b sind jeweils konkave Abschnitte
24a bzw. 24b ausgebildet, in welchen die Membran 22 ver
setzt wird, wobei die konkaven Abschnitte 24a bzw. 24b je
weils mit den Fluidwegen 23a bzw. 23b in Verbindung stehen.
Wenn aus dem Gegenstand 4 das Leckagemeßmedium austritt,
wird die Membran 22 der Volumenänderung des Leckagemeßme
diums entsprechend geringfügig versetzt. Wie es in Fig. 2
gezeigt ist, wird die Größe bzw. der Betrag der geringfügi
gen Versetzung der Membran 22 über einen Versetzungssensor
25 gemessen, der im allgemeinen als ein Drucksensor zum Er
fassen einer Reaktanzänderung verwendet wird, wobei ein Si
gnal vom Versetzungssensor 25 in die Verarbeitungseinheit
13 eingegeben wird.
Der Zusammenhang zwischen dem Versetzungsbetrag h (mm)
der Membran 22 und der Volumenänderung (mm3) des Leckage
meßmediums wird durch die folgenden Formel bzw. Vorschrift
(1) ausgedrückt:
V = πh (3r2 + h2)/6 (1)
wobei r (mm) ein Radius der Membran 22 ist, wie es in
Fig. 4 gezeigt ist.
Durch das Setzen des Radius r der Membran 22 auf einen
geeigneten Wert kann ein linear proportionaler Zusammenhang
zwischen der Versetzung h und der Volumenänderung V ge
schaffen werden, wie es in Fig. 3 gezeigt ist. Infolgedes
sen kann, da keine komplexe Korrektur ausgeführt werden
muß, um die Volumenänderung V des Leckagemeßmediums zu be
rechnen, die Leckagemenge mit einem einfachen Aufbau gemes
sen werden.
Im Fall einer übermäßigen Leckage aus dem Gegenstand 4
oder dergleichen schützt die Versetzungsreguliervorrichtung
2 die Membran 22, indem sie das Aufbringen einer übermäßi
gen Belastung auf die Membran-Volumenmesseinrichtung 1 ver
hindert. Die Versetzungsreguliervorrichtung 2 ist in zwei
Körper 26a bzw. 26b aufgeteilt, die sich jeweils auf der
oberen bzw. unteren Seite befinden. Zwischen den Körpern
26a und 26b erstreckt sich eine Schutzfolie bzw. ein
Schutzfilm 27 luftdicht. An der oberen Seite ist am Körper
26a ein konkaver Abschnitt 28a mit einer halbkugelförmigen
Gestalt ausgebildet. Bei einer normalen Leckagemessung wird
der Schutzfilm 27 um einen Weg versetzt, der vom Leckagevo
lumen abhängt. Im Fall einer übermäßigen Leckage kommt der
Schutzfilm 27 jedoch in engen Kontakt mit einer Oberfläche
des konkaven Abschnitts 28a, so daß eine weitere Versetzung
des Schutzfilms 27 verhindert wird. Dementsprechend wird
die Volumenänderung der Membran 22 in einem zulässigen
Bereich gehalten, so daß die Membran 22 vor einer Be
schädigung geschützt wird. In den Körpern 26a bzw. 26b sind
jeweils Fluidwege 29a bzw. 29b ausgebildet, die mit den
Fluidwegen 6a bzw. 6b kommunizieren.
In diesem Fall kann der Schutzfilm 27 vorzugsweise aus
einem Metallmaterial SUS304 mit einer Dicke von 0,005 mm
hergestellt werden.
Für den Fall, daß das Leckagemeßmedium eine Flüssig
keit ist, kann die Versetzungsreguliervorrichtung 2 an ei
ner Position, die höher ist als die Position, an der der
Gegenstand 4 angebracht ist, horizontal eingerichtet sein.
Bei einer derartigen Anordnung ist der Schutzfilm 27 paral
lel zum Körper 26b horizontal angeordnet, wobei die ur
sprüngliche Position ständig beibehalten werden kann.
In der Meßunterlage 3 sind ein mit dem Fluidweg 6b in
Verbindung stehender Fluidweg 31a sowie senkrecht zum
Fluidweg 31a Fluidwege 31b und 31c ausgebildet, die jeweils
mit dem Fluidweg 31a in Verbindung stehen. Im Fluidweg 31a
ist der Drucksensor 12 vorgesehen, um den Innendruck des
Leckagemeßsystems 7 zu messen und ein den gemessenen In
nendruck angebendes Signal an die Verarbeitungseinheit 13
zu liefern. Der Fluidweg 31b kommuniziert mit dem an der
Unterlage 3 luftdicht angebrachten Gegenstand 4. Ferner
kommuniziert der Hydraulik- bzw. Fluidweg 31c mit dem mit
der Atmosphäre in Verbindung stehenden Ventil 10.
Die Stabilisiereinrichtung 5 unterdrückt einen Einfluß
äußerer Störungen, beispielsweise von Schwankungen des At
mosphärendrucks und Umgebungskonvektion, auf die Membran 22
in der Membran-Volumenmesseinrichtung 1. Die Stabilisier
einrichtung 5 weist einen luftdicht abgeschlossenen Behäl
ter mit einem bestimmten Volumen auf, so daß sie von einer
Druckänderung nicht beeinflußt wird, und steht über den
Fluidweg 6c mit dem Fluidweg 23a in der Membran-Volumenmes
seinrichtung 1 in Verbindung. Da das Volumen des Behälters
der Stabilisiereinrichtung 5 gegenüber der Versetzungsände
rung der Membran 22 ausreichend größer ist, tritt mit der
Versetzungsänderung der Membran 22 im Behälter der Stabili
siereinrichtung 5 nur eine schwache Druckänderung auf und
kann daher ignoriert werden.
Für den Fall, daß die Membran 22 in der Membran-Volu
menmesseinrichtung 1 aufgrund einer thermischen Ausdehnung
des in das Leckagemeßsystems eingefüllten Leckagemeßmedi
ums um einen bestimmten Wert bzw. Betrag oder mehr in eine
Richtung versetzt wird, wird eines der im Fluidweg 6a bzw.
in der Stabilisiereinrichtung 5 eingerichteten Öffnungs-/Schließ
ventile 9 bzw. 11 geöffnet, so daß das Leckagemeß
system 7 mit der Atmosphäre in Verbindung gebracht wird.
Mit dem Öffnen eines der Öffnungs-/Schließventile 9 und 11
kehrt die Membran in ihre ursprüngliche Position zurück.
Als nächstes erfolgt die Beschreibung eines Betriebs
der Leckagemessvorrichtung mit dem vorstehenden Aufbau für
den Fall, daß das Leckagevolumen aus einem Kraftstoffein
spritzventil gemessen wird, das als der Gegenstand 4 ver
wendet wird. Der Gegenstand 4 wird an der Meßunterlage 3
luftdicht angebracht, und die Druckaufbringvorrichtung be
aufschlagt das Leckagemeßmedium mit einem bestimmten Druck
und transportiert es zum Gegenstand 4. Wenn am Gegenstand 4
eine geringfügige Leckage eintritt, wird das Leckagevolumen
durch die Fluidwege 31b und 6b zum Schutzfilm 27 befördert
und über den Schutzfilm 27 weiter auf die Membran 22 über
tragen. Die Membran 22 wird durch die Volumenänderung dem
zu ihr übertragenen Leckagevolumen entsprechend versetzt.
Die Volumenänderung, die durch den Versetzungssensor 25 als
eine Versetzung der Membran 22 gemessen wurde, wird an die
Verarbeitungseinheit 13 ausgegeben. Die Verarbeitungsein
heit 13 berechnet aus der Formel (1), die den in Fig. 3 ge
zeigten Zusammenhang zwischen der Versetzung h (mm) der
Membran 22 und der Volumenänderung V (mm3) ausdrückt, die
Leckagemenge.
Wie es vorstehend beschrieben ist, erfaßt bei diesem
Leckagemeßverfahren die Leckagemessvorrichtung gemäß die
ser Ausführungsform eine Volumenänderung des in das luft
dicht abgeschlossene Leckagemeßsystem 7 eingefüllten
Leckagemeßmediums anstelle einer Druckänderung des Lecka
gemeßmediums. Daher kann die Leckagemenge durch das Messen
der Versetzung der extrem flexiblen Membran 22, die selbst
auf eine geringfügige Volumenänderung empfindlich reagiert,
direkt gemessen werden. Außerdem kann durch eine Verwendung
der extrem flexiblen Membran 22 eine so geringe bzw. schwa
che Versetzung geschaffen werden, daß eine während der
Meßzeit durch andere Faktoren im Leckagemeßsystem 7 her
vorgerufene Druckänderung ignoriert werden kann. Daher kann
die Leckagemenge mit einem hohen Grad an Genauigkeit gemes
sen werden, ohne dabei von einer Druckänderung beeinflußt
zu werden.
Die Versetzungsreguliervorrichtung 2, die verhindert,
daß die Membran 22 um einen bestimmten Weg oder mehr ver
setzt wird, ist zum Schutz der Membran 22 gegen eine Be
schädigung vorgesehen. Außerdem wird der Innendruck des
Leckagemeßsystems 7 durch den Drucksensor 12 gemessen, um
einen anomalen Betrieb der Versetzungsreguliervorrichtung 2
zu überwachen. Daher kann ein durch einen anomalen Betrieb
hervorgerufenes Problem behoben werden.
Für den Fall, daß die Leckagestelle des Gegenstands, an
welchem die Messung auszuführen ist, nicht identifiziert
werden kann, kann das Leckagevolumen durch eine Leckage
messvorrichtung mit einem in Fig. 5 gezeigten Aufbau gemes
sen werden. Der Gegenstand 44, an dem die Messung durchzu
führen ist, befindet sich in einem luftdicht abgeschlosse
nen Behälter 45. Wenn die Druckaufbringvorrichtung 8 auf
den Gegenstand 44 einen Druck aufbringt, tritt in dem Be
hälter 45 eine dem Leckagevolumen aus dem Gegenstand 44
entsprechende Volumenänderung ein. Die Volumenänderung wird
durch den Fluidweg 6b, die Versetzungsreguliervorrichtung 2
und den Fluidweg 6a auf die Volumenmesseinrichtung 1 über
tragen, wodurch das Leckagevolumen gemessen werden kann.
Als nächstes wird unter Bezugnahme auf Fig. 6 eine
zweite Ausführungsform beschrieben. Die Beschreibung des
Aufbaus von Teilen oder Komponenten sowie von Betriebsvor
gängen gemäß der zweiten Ausführungsform, die denen der er
sten Ausführungsform identisch oder äquivalent sind, wird
ausgelassen.
Gemäß Fig. 6 weist eine Membran-Volumenmesseinrichtung
1 eine flexible Membran auf. Die Membran wird in Abhängig
keit von dem Leckagevolumen aus dem Gegenstand 4, an dem
die Messung durchzuführen ist, versetzt. Der Aufbau der
Membran-Volumenmesseinrichtung 1 im Detail entspricht dem
der ersten Ausführungsform.
Eine Einstellvorrichtung 14 hat denselben Aufbau wie
die Membran-Volumenmesseinrichtung 1, sie hat aber anstelle
der flexiblen Membran eine extrem harte Membran. Mit einem
elektro-pneumatischen Wandler 15 wird die harte Membran so
um einen bestimmten Weg oder mit einer bestimmten Zeitrate
versetzt, daß das Meßmedium mit einem bestimmten Volumen,
das dem Volumen des vom Gegenstand 4 ausgetretenen Meßme
diums äquivalent ist, in ein Leckagemeßsystem eingeführt
wird. Die Einstellvorrichtung 14 ist in der Meßvorrichtung
während der ganzen Zeit stationär eingerichtet. Da die Mem
bran der Einstellvorrichtung 14 ausreichend härter ist als
die Membran der Membran-Volumenmesseinrichtung 1, kann ein
durch die Versetzung der harten Membran der Einstellvor
richtung 14 hervorgerufener Fehler ignoriert werden. Durch
das Ausführen eines derartigen der Leckage äquivalenten Be
triebs mit der Einstellvorrichtung 14 und dem elektro-pneu
matischen Wandler 15 in bestimmten Intervallen kann die
Meßgenauigkeit der Meßvorrichtung aufrechterhalten und
leicht gesteuert werden.
Eine Verarbeitungseinheit 113 wandelt ein analoges Si
gnal von der Membran-Volumenmesseinrichtung 1 in ein digi
tales Signal um und führt den Prozeß zur Berechnung des
Leckagevolumens aus. Außerdem steuert die Verarbeitungsein
heit 113 den elektro-pneumatischen Wandler 15 in Abhängig
keit von einem Ausgangssignal der D/A-Umwandlung und führt
in Abhängigkeit von einem Signal von einem Drucksensor 12
einen Verriegelungsprozeß aus.
Eine Leckagemeßmediumsversorgungsvorrichtung 80 bringt
auf den Gegenstand 4 einen bestimmten Druck auf; ein Lecka
gemeßmediumversorgungskreis wird ferner durch Ventile 81
bis 84 gesteuert. Das Ventil 81 verbindet die Leckagemeß
mediumsversorgungsvorrichtung 80 mit dem Gegenstand 4, und
das Ventil 82 steuert die Versorgung des Leckagemeßmedi
ums. Das Ventil 83 bringt bei einer Dichtheitsprüfung einen
Flüssigkeitssäulendruck auf. Das Ventil 84 zirkuliert das
Leckagemeßmedium, wenn keine Leckagemessung durchgeführt
wird.
Anschließend erfolgt die Beschreibung eines vollständi
gen Betriebs dieser Ausführungsform für den Fall, daß eine
Flüssigkeit als das Leckagemeßmedium verwendet wird. Vor
(oder nach) der Leckagemessung wird in einem Zustand, in
dem der Gegenstand 4 an der Meßunterlage 3 angeordnet ist,
die Dichtheitsprüfung durchgeführt, um festzustellen, ob in
dem Zustand, in dem der Gegenstand 4 angeordnet ist, in der
Meßvorrichtung selbst eine Leckage vorliegt oder nicht. In
diesem Fall kann auch festgestellt werden, ob der Gegen
stand 4 luftdicht angeordnet ist oder nicht. Im besonderen
wird in dem Zustand, in dem die Ventile 82 und 84 geschlos
sen und die Ventile 81 und 83 geöffnet sind, bei einem of
fenen Sitzabschnitt des Gegenstands 4, der eine Ventilöff
nungs-/schließfunktion hat, ein im voraus eingestellter
Flüssigkeitssäulendruck auf die Meßvorrichtung aufge
bracht. Dann wird der Sitzabschnitt luftdicht geschlossen
und eine Änderung eines Ausgangswerts der Volumenmessein
richtung beobachtet. Falls dabei eine Leckage auftritt,
zeigt die Volumenmesseinrichtung eine negative Änderung
oder einen Abfall an, da der dem Flüssigkeitssäulendruck
entsprechende Ausgangswert nicht aufrechterhalten werden
kann. Auf diese Weise kann die Dichtheitsprüfung durchge
führt werden. Als eine Folge davon kann ein stabiler Prüf
druck vorgesehen werden.
Als nächstes wird eine Leckagemessung durchgeführt. In
dem Zustand, in dem das Ventil 83 geschlossen und das Ven
til 82 geöffnet ist, wird mittels der Leckagemeßmediumver
sorgungsvorrichtung 80 ein bestimmter Druck auf den Lecka
gemeßgegenstand 4 aufgebracht. Dabei sind die Öffnungs-/Schließ
ventile 9, 10 und 11 geschlossen. Falls eine Lecka
ge aus dem Gegenstand 4 eintritt, wird die Membran der Mem
bran-Volumenmesseinrichtung 1 dem Leckagevolumen entspre
chend versetzt, das über eine Versetzungsreguliervorrich
tung 2 an die Membran übertragen wird. In diesem Fall wird
ein von der Membran-Volumenmesseinrichtung 1 ausgegebenes
Signal an die Verarbeitungseinheit 13 geliefert und in das
Leckagevolumen umgewandelt. Das Verfahren zur Umwandlung
des aus gegebenen Signals in das Leckagevolumen kann die
Formel (1) gemäß der ersten Ausführungsform oder eine Glei
chung verwenden, die durch einen Mustergegenstand bereits
bekannter Leckagegrößen kalibriert wird. Gemäß den vorste
hend beschriebenen Betriebsweisen ist es möglich, eine ge
ringfügige Leckagemenge mit einem hohen Grad an Zuverläs
sigkeit und einem hohen Grad an Genauigkeit zu messen, wo
bei eine Selbstdiagnose für die Dichtheitsprüfung angewen
det wird.
Anschließend wird eine Mustergegenstandsprüfung für die
tägliche Wartung und Behandlung der Meßvorrichtung be
schrieben. Ein leckagefreier Gegenstand wird an der Meßun
terlage 3 angeordnet. In dem Zustand, in dem die Öffnungs-/Schließ
ventile 9, 10 und 11 geschlossen sind, bringt der
durch die Verarbeitungseinheit 13 gesteuerte elektro-pneum
tatische Wandler 15 auf eine Seite der Einstellvorrichtung
14 einen Druck auf. Der Zusammenhang zwischen dem auf die
Einstellvorrichtung 14 aufgebrachten Druck und dem Leckage
volumen wird im voraus kalibriert. Die Membran der Ein
stellvorrichtung 14 wird versetzt, wobei das Leckagemeßme
dium mit einem dem Leckagevolumen aus dem Gegenstand 4
äquivalenten Volumen durch den elektro-pneumatischen Wandler
15 in das Meßsystem eingeleitet wird. Durch einen Ver
gleich des von der Membran-Volumenmesseinrichtung 1 erhal
tenen Meßwerts mit dem eingefüllten Leckagemeßmedium (dem
Leckagevolumen) mittels der Einstellvorrichtung 14 kann die
Meßgenauigkeit gewährleistet werden.
Bei der zweiten Ausführungsform wird, wie es bereits
bei der ersten Ausführungsform erwähnt ist, die Leckage aus
dem Produkt (dem Gegenstand 4, an dem die Messung durchzu
führen ist) als eine Volumenänderung im Leckagemeßsystem
statt als eine Druckänderung gemessen. Ferner kann durch
eine Verwendung einer extrem flexiblen Membran in der Mem
bran-Volumenmesseinrichtung die Versetzung der Membran
klein genug gehalten werden, so daß eine Druckänderung wäh
rend der Meßzeit ignoriert werden kann. Auf diese Weise
kann ein Leckagemeßverfahren erzielt werden, das von einer
Druckänderung nicht beeinflußt wird.
Bei dieser Ausführungsform wird ein Sensor mit demsel
ben Aufbau wie die Membran-Volumenmesseinrichtung als eine
Einstellvorrichtung verwendet, die in der Anlage während
der ganzen Zeit eingerichtet ist, um in Verbindung mit dem
elektro-pneumatischen Wandler als ein Wartungs-/Be
handlungsmustergegenstand zu dienen. Dementsprechend
kann eine Leckage mit einem hohen Grad an Genauigkeit ge
messen werden.
Wenn die Leckagestelle nicht identifiziert werden kann,
kann die Leckagemenge durch eine Leckagemessvorrichtung mit
einem in Fig. 7 gezeigten Aufbau gemessen werden. Ein Ge
genstand 19, an dem die Messung durchzuführen ist, wird in
einem luftdicht abgeschlossenen Behälter 18 angeordnet, der
mit einer Druckaufbringvorrichtung in Verbindung steht. Bei
dieser Anordnung wird eine Leckage aus dem Gegenstand 19 an
die Volumenmesseinrichtung 1 übertragen, die in der Lage
ist, die Leckagemenge zu messen. Eine Dichtheitsprüfung
kann auf dieselbe Art und Weise wie bei der zweiten Ausfüh
rungsform durchgeführt werden, wobei eine Vorrichtung 20
zum Aufbringen eines Dichtheitsprüfdrucks verwendet wird.
Dadurch kann ein stabiler Prüfdruck vorgesehen werden.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 8 bis 10 wird nun eine
dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrie
ben. Eine Beschreibung derselben Effekte und Merkmale wie
bei der ersten Ausführungsform wird ausgelassen.
Gemäß Fig. 8 weist eine Innendruckreguliermembran 101
eine harte Membran auf. Die Innendruckreguliermembran 101
reguliert das Volumen eines von einem konkaven Abschnitt
103a und der Innendruckreguliermembran 101 eingeschlossenen
Innendruckregelraums 103e derart, daß das Volumen eines
Leckagemeßsystems reguliert wird. Die Innendruckregulier
membran 101 ist dicht bzw. eng an einer Meßunterlage 103
angebracht.
Die Innendruckreguliermembran 101 wird durch eine In
nendruckreguliermembranversetzungsvorrichtung 102 (die spä
ter beschrieben wird) mechanisch betätigt. Das Volumen des
Leckagemeßsystems wird durch einen Biegebetrag der Innen
druckreguliermembran 101 eingestellt. Die Innendruckregu
liermembranversetzungsvorrichtung 102 ist in dieser Ausfüh
rungsform eine Meßschraube.
Die Messunterlage 103 weist den konkaven Abschnitt
103a, einen ersten Verbindungsweg 103b, einen zweiten Ver
bindungsweg 103c, einen dritten Verbindungsweg 103d, den
Innendruckregulierraum 103e, einen Endabschnitt 103f und
ein Dichtmaterial (einen O-Ring) 103g auf.
Ein Drucksensor 104 überwacht einen Druck im Leckage
meßsystem. Eine Membran-Volumenmesseinrichtung 105 mißt
die Leckagemenge und gibt einen das Leckagevolumen angeben
den Wert aus. Eine Versetzungsreguliervorrichtung 106
schützt die Membran-Volumenmesseinrichtung 105 vor einer
hohen Leckage.
Eine Stabilisiereinrichtung 107 schützt die Membran-Vo
lumenmesseinrichtung 105 vor Störungen, wie z. B. einer Um
gebungskonvektion und einer Atmosphärendruckänderung. Öff
nungs-/Schließventile 108, 109 stellen die Kommunikation
mit der Atmosphäre her oder unterbrechen diese. Eine Verar
beitungseinheit 110 berechnet aus dem von der Membran-Volu
menmesseinrichtung 105 aus gegebenen Wert ein Leckagevolumen
und weist einen Betrieb der Meßschraube 102 als die Innen
druckreguliermembranversetzungsvorrichtung dem Ausgang des
Drucksensors 104 entsprechend an. Eine Druckaufbringvor
richtung 112 bringt auf einen Gegenstand 111, an dem die
Messung durchzuführen ist, einen Druck auf.
Anschließend wird ein Betrieb der Leckagemessvorrich
tung gemäß der dritten Ausführungsform beschrieben.
Beim Anbringen des Gegenstands 111 an der in Fig. 8 ge
zeigten Leckagemeßunterlage 103 ändert sich das Volumen im
Leckagemeßsystem durch eine Verformung des Dichtmaterials
(des O-Rings) 103g und der Innendruck des Leckagemeßsy
stems steigt an. Um einen Anstieg des Innendrucks zu ver
hindern, wird die Meßschraube 102 vor der Anordnung des
Gegenstands 111 in eine Richtung verstellt, in welche die
Innendruckreguliermembran 101 derart an eine Anfangspositi
on verstellt wird, daß das Volumen des Innendruckregulier
raums 103e verringert wird, wie es in Fig. 10 gezeigt ist.
In diesem Zustand gibt der Drucksensor 104 den Atmosphären
druck an.
Als nächstes wird der Gegenstand 111 am Endabschnitt
103f der Unterlage 103 angeordnet. Während der Überwachung
des Anstiegs des Innendrucks unter Verwendung des Drucksen
sors 104 wird die Position der Innendruckreguliermembran
101 in eine das Volumen des Innendruckregulieraums 103e er
höhende Richtung zurückgestellt, wobei die Meßschraube 102
verwendet wird, um den Anstieg des Innendrucks auf Null zu
steuern. Dadurch kann ein durch einen Anstieg des Innen
drucks hervorgerufenen Meßfehler (eine Änderung des Prüf
drucks) beseitigt werden, welcher beim Anordnen des Gegen
stands 111 auftreten kann.
Dann wird unter Verwendung der Druckaufbringvorrichtung
112 auf den Gegenstand 111 ein Druck aufgebracht. Dadurch
kann das Leckagevolumen mit einem hohen Grad an Genauigkeit
gemessen werden.
Ferner wird für die Anwendung einer Zuverlässigkeits
funktion bzw. eines Zuverlässigkeitsbetriebs, der verhin
dert, daß ein defektes Produkt als ein nicht defektes Pro
dukt bestimmt wird, die Innendruckreguliermembran 101 in
die das Volumen des Innendruckregulierraums 102 vergrö
ßernde Richtung verstellt, wobei die Meßschraube 102 ver
wendet wird, um den Innendruck auf einen negativen Wert
einzustellen bzw. zu regeln. Auf diese Weise hat eine
Leckage aus einem verschlossenen bzw. abgedichteten Ab
schnitt des Gegenstands 111, einer Spannvorrichtung oder
eines Rohrsystems dieselbe Richtung wie die Leckage aus dem
Gegenstand 111, wobei ein Zuverlässigkeitsbetrieb erhalten
werden kann, bei dem das defekte Produkt immer durch "eine
Leckage liegt vor" bestimmt werden kann.
Unter Bezugnahme auf Fig. 8 werden nun Meßbetriebsvorgänge
genauer beschrieben. Die Öffnungs-/Schließventile
108 und 109 werden zur Atmosphäre geöffnet. Dann wird die
Innendruckreguliermembran 101 in eine Richtung verstellt,
in welche das Volumen des konkaven Abschnitts 103a mit der
Meßschraube 102 um einen bestimmten Weg derart verringert
wird, daß das Volumen des Leckagemeßsystems verkleinert
wird.
Im Anschluß daran wird der Leckagemeßgegenstand 111
auf der Unterlage 103 angeordnet. Der Anstieg des
Innendrucks wird dabei, während der Ausgang des
Drucksensors 104 überwacht wird, durch das Zurückstellen
der Innendruckreguliermembran 101 mit der Meßschraube 102
auf Null reduziert. Dann werden die Öffnungs-/Schließ
ventile 108, 109 geschlossen, und die
Druckaufbringvorrichtung 112 bringt auf den Gegenstand 111
einen Druck auf. Dadurch kann das Leckagevolumen mit einem
hohen Grad an Genauigkeit gemessen werden.
Für die Anwendung des Zuverlässigkeitsbetriebs wird die
Innendruckreguliermembran 101 ferner durch die Verwendung
der Meßschraube 102 in eine Richtung versetzt, in der der
Druck des Innendruckregulierraums 103e so eingestellt wird,
daß er negativ wird. Auf diese Weise wird der Innendruck
des Leckagemeßsystems so eingestellt, daß er um einen be
stimmten Wert negativ ist. Ein Schutzfilm einer Verset
zungsreguliervorrichtung 106 wird dabei so versetzt, daß er
nicht mit einem konkaven Abschnitt, der eine halb
kugelförmige Oberfläche aufweist, in Kontakt kommt, wie es
in Fig. 8 durch eine gestrichelte Linie gezeigt ist.
In diesem Zustand werden die Öffnungs-/Sehließventile
108 und 109 luftdicht verschlossen, und die Leckage wird
gemessen. Falls aus dem Gegenstand 111 eine Leckage ein
tritt, wird die Membran der Membran-Volumenmesseinrichtung
105 versetzt, so wie es mit der gestrichelten Linie in Fig.
8 gezeigt ist, und die Membran-Volumenmesseinrichtung 105
gibt einen dem Versetzungsbetrag der Membran entsprechenden
Wert aus. Der Wert wird durch die Verarbeitungseinheit 110
in das Leckagevolumen umgewandelt.
Außerdem tritt für den Fall, daß aus der Spannvorrich
tung oder dem Rohrsystem eine Leckage vorliegt, Fluid von
der Außenseite ein, da der Innendruck negativ ist. Die Ver
setzung der Membran der Membran-Volumenmesseinrichtung 105
hat dieselbe Richtung wie die Leckage aus dem Leckagemeß
gegenstand 111, und die Leckage aus der Spannvorrichtung,
dem Rohrsystem oder dergleichen wird zur Leckage aus dem
Meßgegenstand 111 hinzugegeben, so daß der Zuverlässig
keitsbetrieb erfüllt wird, bei der das defekte Produkt
nicht als ein nicht defektes Produkt bestimmt wird.
Gemäß der vorstehend beschriebenen Erfindung kann das
Innenvolumen des Leckagemeßsystems eingestellt bzw. gere
gelt werden, ohne eine Leckage zu verursachen, und durch
die Beseitigung einer Prüfdruckabweichung, die von einer
Innendruckänderung verursacht wird, welche beim Anordnen
des Gegenstands auftreten kann, kann das Leckagevolumen mit
einem hohen Grad an Genauigkeit gemessen werden.
Wenn der Innendruck des Leckagemeßsystems auf einen
negativen Wert eingestellt wird, ist es ferner möglich, ei
ne höchst zuverlässige Leckagemessvorrichtung und ein
Leckagemeßverfahren mit einem Zuverlässigkeitsbetrieb
bereitzustellen, der selbst für den Fall, daß die
Meßvorrichtung versagt, die Bestimmung eines defekten
Gegenstands als einen nicht defekten Gegenstand verhindert.
Bei dem Leckagemeßverfahren gemäß dieser Ausführungs
form wird die Leckage zwar auf der Leckseite gemessen, sie
kann aber ebenso auch auf der Druckversorgungsseite gemes
sen werden.
D. h., daß die in Fig. 8 gezeigte Innendruckregulier
membran 101 und Meßschraube 102 auf der Druckbeaufschla
gungsseite eingerichtet werden.
Nach dem Aufbringen eines bestimmten Drucks auf den Ge
genstand wird der Meßkreis durch beispielsweise ein Ventil
luftdicht geschlossen. Dabei kann der Innendruck durch die
Betätigung bzw. den Betrieb des Ventils beeinflußt werden.
In diesem Fall wird die Leckage jedoch an der Druckbeauf
schlagungsseite gemessen, wodurch die Abweichung bzw. Ände
rung des Innendrucks die Messung nicht beeinflussen kann.
Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf
die bevorzugten Ausführungsformen gezeigt und beschrieben
wurde, ist es für einen Fachmann ersichtlich, daß Änderun
gen in der Form und Einzelheit ausgeführt werden können,
ohne dabei vom Rahmen der Erfindung abzuweichen, wie sie in
den anhängigen Ansprüchen definiert ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine Leckage
messvorrichtung somit eine Volumenmesseinrichtung mit einer
Membran, die in Abhängigkeit von einer Volumenänderung des
aus einem Gegenstand ausgetretenen und an die Membran über
tragenen Meßmediums versetzt wird, eine Dichtheitsprüf
druckaufbringvorrichtung zum Aufbringen eines Meßmediums
mit einem bestimmten Prüfdruck in einem Verbindungsrohr
zwischen dem Gegenstand und der Volumenmesseinrichtung, ein
Schließventil zum Schließen einer Verbindung zwischen der
Dichtheitsprüfdruckaufbringvorrichtung und dem Verbindungs
rohr sowie eine Überwachungsvorrichtung zum Überwachen ei
ner Signaländerung der Volumenmesseinrichtung bei geschlos
senem Sehließventil auf. Auf diese Weise kann, da das
Leckagevolumen aus einer Volumenänderung des Meßmediums
direkt gemessen werden kann, das Leckagevolumen ohne eine
Beeinflussung von einer Druckänderung gemessen und die Ge
nauigkeit der Messung verbessert werden. Desweiteren kann
eine defekte Dichtung im Meßsystem durch eine Überwachung
der Volumenänderung des Meßmediums erfaßt werden.
Claims (13)
1. Leckagemessvorrichtung zum Messen eines Leckagevolu
mens aus einem Gegenstand (4, 111), an dem die Messung
durchzuführen ist, mit:
einer Messunterlage (3, 103), an der der Gegenstand an gebracht ist,
einer Druckaufbringvorrichtung (8, 80, 82, 112), um ein Meßmedium unter Druck zu setzen und einen bestimmten Leckagemeßdruck des Meßmediums auf den Gegenstand (4, 111) aufzubringen,
einer Volumenmesseinrichtung (1, 105), die eine Membran (22) aufweist, mit dem Gegenstand (4, 111) derart in Fluid-Ver bindung steht, daß eine Leckage des Meßmediums aus dem Gegenstand (4, 111) an die Membran (22) übertragen wird, die einer Leckagevolumenänderung entsprechend versetzt wird, und ein den Versetzungsbetrag der Membran (22) ange bendes Signal ausgibt,
einer Berechnungseinheit (13, 110, 113) zur Berechnung eines Leckagevolumens in Abhängigkeit von dem Signal von der Volumenmesseinrichtung (1, 105),
einer zweiten Druckaufbringvorrichtung (83) zum Auf bringen eines Meßmediums mit einem bestimmten Prüfdruck in einem Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 405),
einem Sehließventil (81) zum Unterbrechen der Verbin dung zwischen der zweiten Druckaufbringvorrichtung (83) und dem Verbindungsrohr, und
einer Überwachungsvorrichtung zur Überwachung einer Än derung des Signals der Volumenmesseinrichtung (1, 105) bei einem geschlossenen Sehließventil.
einer Messunterlage (3, 103), an der der Gegenstand an gebracht ist,
einer Druckaufbringvorrichtung (8, 80, 82, 112), um ein Meßmedium unter Druck zu setzen und einen bestimmten Leckagemeßdruck des Meßmediums auf den Gegenstand (4, 111) aufzubringen,
einer Volumenmesseinrichtung (1, 105), die eine Membran (22) aufweist, mit dem Gegenstand (4, 111) derart in Fluid-Ver bindung steht, daß eine Leckage des Meßmediums aus dem Gegenstand (4, 111) an die Membran (22) übertragen wird, die einer Leckagevolumenänderung entsprechend versetzt wird, und ein den Versetzungsbetrag der Membran (22) ange bendes Signal ausgibt,
einer Berechnungseinheit (13, 110, 113) zur Berechnung eines Leckagevolumens in Abhängigkeit von dem Signal von der Volumenmesseinrichtung (1, 105),
einer zweiten Druckaufbringvorrichtung (83) zum Auf bringen eines Meßmediums mit einem bestimmten Prüfdruck in einem Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 405),
einem Sehließventil (81) zum Unterbrechen der Verbin dung zwischen der zweiten Druckaufbringvorrichtung (83) und dem Verbindungsrohr, und
einer Überwachungsvorrichtung zur Überwachung einer Än derung des Signals der Volumenmesseinrichtung (1, 105) bei einem geschlossenen Sehließventil.
2. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 1, mit deswei
teren:
einer mit der Volumenmesseinrichtung (1, 105) in Fluid-Ver bindung stehenden Stabilisiereinrichtung (5) zum Unter drücken eines Einflusses einer äußeren Störung auf die Mem bran (22) der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
einer mit der Volumenmesseinrichtung (1, 105) in Fluid-Ver bindung stehenden Stabilisiereinrichtung (5) zum Unter drücken eines Einflusses einer äußeren Störung auf die Mem bran (22) der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
3. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 2, wobei
die Stabilisiereinrichtung (5) einen luftdicht abge
schlossenen Behälter mit einem Volumen aufweist, das aus
reichend größer ist als eine durch den Versetzungsbetrag
der Membran (22) definierte Volumenänderung.
4. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 1, mit deswei
teren:
einer zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumen messeinrichtung (1, 105) angeordneten Schutzvorrichtung (2) zum Schutz der Membran (22), wobei sie verhindert, daß die Leckage des Meßmediums an die Membran (22) übertragen wird, wenn ein Leckagevolumen des Meßmediums gleich oder größer als ein bestimmter Wert ist.
einer zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumen messeinrichtung (1, 105) angeordneten Schutzvorrichtung (2) zum Schutz der Membran (22), wobei sie verhindert, daß die Leckage des Meßmediums an die Membran (22) übertragen wird, wenn ein Leckagevolumen des Meßmediums gleich oder größer als ein bestimmter Wert ist.
5. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 4, wobei:
die Schutzvorrichtung (2) einen Schutzfilm (27) auf weist, der dem Leckagevolumen des Meßmediums entsprechend versetzt wird, und
eine Versetzung des Schutzfilms (27) um einen bestimm ten Betrag oder größer einen größeren Betrag verhindert wird.
die Schutzvorrichtung (2) einen Schutzfilm (27) auf weist, der dem Leckagevolumen des Meßmediums entsprechend versetzt wird, und
eine Versetzung des Schutzfilms (27) um einen bestimm ten Betrag oder größer einen größeren Betrag verhindert wird.
6. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 5, wobei:
die Schutzvorrichtung (2) an einer höheren Position als der Gegenstand (4, 111) horizontal angeordnet ist.
die Schutzvorrichtung (2) an einer höheren Position als der Gegenstand (4, 111) horizontal angeordnet ist.
7. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 1, mit deswei
teren:
einem Drucksensor (12, 104) zur Erfassung eines Drucks des Meßmediums in einem Verbindungsrohr zwischen dem Ge genstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
einem Drucksensor (12, 104) zur Erfassung eines Drucks des Meßmediums in einem Verbindungsrohr zwischen dem Ge genstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
8. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 1, wobei
der Gegenstand (4, 111) einen Ventilabschnitt aufweist, und
das Meßmedium mit dem bestimmten Prüfdruck von der zweiten Druckaufbringvorrichtung (82) über den Ventilab schnitt im Verbindungsrohr aufgebracht wird.
der Gegenstand (4, 111) einen Ventilabschnitt aufweist, und
das Meßmedium mit dem bestimmten Prüfdruck von der zweiten Druckaufbringvorrichtung (82) über den Ventilab schnitt im Verbindungsrohr aufgebracht wird.
9. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 8, wobei das
Sehließventil der Ventilabschnitt des Gegenstands (4, 111)
ist.
10. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 1, mit deswei
teren:
einer Volumenänderungsvorrichtung (14) zum Verändern des Volumens des Meßmediums im Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
einer Volumenänderungsvorrichtung (14) zum Verändern des Volumens des Meßmediums im Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
11. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 10, mit des
weiteren:
einer Vergleicheinheit (113) zum Vergleichen des Si gnals von der Volumenmesseinrichtung (1, 105) und der Ände rung des Volumens des Meßmediums im Verbindungsrohr zwi schen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrich tung (1, 105) durch die Volumenänderungsvorrichtung (14).
einer Vergleicheinheit (113) zum Vergleichen des Si gnals von der Volumenmesseinrichtung (1, 105) und der Ände rung des Volumens des Meßmediums im Verbindungsrohr zwi schen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrich tung (1, 105) durch die Volumenänderungsvorrichtung (14).
12. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 1, mit deswei
teren:
einer Druckänderungsvorrichtung (102) zum Verändern ei nes Drucks im Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
einer Druckänderungsvorrichtung (102) zum Verändern ei nes Drucks im Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105).
13. Leckagemessvorrichtung nach Anspruch 12, wobei
die Druckänderungsvorrichtung (102) eine Membran (101) aufweist, die härter ist als die (22) der Volumenmessein richtung (1, 105), und
der Druck im Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105) durch eine Versetzung der Membran (101) der Druckänderungsvorrichtung (102) eingestellt wird.
die Druckänderungsvorrichtung (102) eine Membran (101) aufweist, die härter ist als die (22) der Volumenmessein richtung (1, 105), und
der Druck im Verbindungsrohr zwischen dem Gegenstand (4, 111) und der Volumenmesseinrichtung (1, 105) durch eine Versetzung der Membran (101) der Druckänderungsvorrichtung (102) eingestellt wird.
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