DE19647488A1 - Optischer Verstärker für Signale einer großen Bandbreite und optisches Übertragungssystem mit einem solchen optischen Verstärker - Google Patents
Optischer Verstärker für Signale einer großen Bandbreite und optisches Übertragungssystem mit einem solchen optischen VerstärkerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen optischen Verstärker gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 Außerdem betrifft die Erfindung ein optisches
Übertragungssystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 5 oder
Anspruchs 6.
Ein optischer Verstärker mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegeben Merkmalen ist z. B. aus der Patentschrift EP-B1-0 550 145
bekannt. Die Patentschrift befaßt sich mit einem rauscharmen optischen
Verstärker, dem ein Verlustelement nachgeschaltet ist. Als Beispiele für
optische Verstärker sind ein optischer Halbleiterverstärker und ein
faseroptischer Verstärker genannt, die in optischen Übertragungssystemen,
dazu dienen, in Lichtwellenleitern geführte optische Signale zu verstärken.
Die Lichtwellenleiter bilden ein zwischen einem optischen Sender und einem
optischen Empfänger bestehendes Lichtwellenleiternetz.
Es ist ein faseroptischer Verstärker angegeben, der eine mit einem
Seltenerdelement (z. B. Erbium) dotierte aktive Faser, eine Pumplichtquelle
und einen Koppler hat. Durch den Koppler wird von der Pumplichtquelle
ausgesendetes Pumplicht der aktiven Faser zugeführt, um diese optisch zu
pumpen. Der aktiven Faser kann das Pumplicht auf verschiedene Weise
zugeführt werden: in Ausbreitungsrichtung des optischen Signals (co
directional pumping), entgegen der Ausbreitungsrichtung des optischen
Signals (contra-directional pumping) oder in und entgegen der
Ausbreitungsrichtung des optischen Signals (bi-directional pumping).
Für optische Halbleiterverstärker ist angegeben, daß diese elektrisch
gepumpt werden, um dem optischen Halbleiterverstärker Energie
zuzuführen.
Als Eingangssignal wird dem faseroptischen Verstärker ein optisches Signal
zugeführt, das durch einen bekannten Verstärkungsmechanismus in der
aktiven Faser verstärkt wird. Aus dem faseroptischen Verstärker triff ein
Ausgangssignal aus, das dem Verlustelement zugeführt wird. Das
Verlustelement kann ein passives oder aktives optisches Element sein, z. B.
ein Faserkoppler. Es ist angegeben, daß das Verlustelement vorzugsweise
ein passives optisches Element ist, das keine nichtlinearen Eigenschaften
hat. Mit Hilfe dieses Verlustelements wird erreicht, daß sich vor allem die
verstärkte stimulierte Emission ASE weniger auf die Rauscheigenschaften
auswirken.
Von faseroptischen Verstärkern, z. B. von mit Erbiumionen dotierten
faseroptischen Verstärkern (EDFA) ist bekannt, daß das optische Spektrum
des Ausgangssignals vom optischen Spektrum und der optischen Leistung
des Eingangssignals abhängig ist. Bei der Verstärkung eines
Eingangssignals, das eine hohe Bandbreite (z. B. eine Halbwertsbreite Δλ<
30 nm) hat, ändert sich die Form des optischen Spektrums des
Ausgangssignals. Außerdem ist die Verstärkung (Verstärkungsfaktor) des
faseroptischen Verstärkers sehr von der optischen Leistung des
Eingangssignals abhängig.
Eine solche Abhängigkeit des optischen Spektrums des Ausgangssignals
vom Eingangssignal ist für einige Anwendungsgebiete von faseroptischen
Verstärkern unerwünscht. Solche Anwendungsgebiete sind z. B. bekannte
WDM Systeme und optische CDMA Systeme; ein optisches CDMA System ist
z. B. aus L. Möller, "An Optical CDMA Method Based on Periodic Spectrum
Encoding", Proceedings of the Thirteenth Annual Conference on European
Fibre Optic Communications and Networks, Brighton, England, 1995,
Seiten 178 bis 181 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen optischen Verstärker
anzugeben, bei dem die Abhängigkeit des optischen Spektrums des
Ausgangssignals vom Eingangssignal minimiert ist. Ein die Aufgabe
lösender optischer Verstärker ist Gegenstand des Anspruchs 1. Der
Erfindung liegt außerdem die Aufgabe zugrunde, ein optisches
Übertragungssystem mit einem solchen optischen Verstärker anzugeben.
Ein optisches Übertragungssystem ist Gegenstand des Anspruchs 5. Ein
weiteres optisches Übertragungssystem ist Gegenstand des Anspruchs 6.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Ein Vorteil der Erfindung ist, daß der Dynamikbereich eines optischen
Verstärkers wesentlich erhöht wird; für einen großen Bereich des
Leistungspegels des Eingangssignals wird eine nahezu konstante
wellenlängenunabhängige Verstärkung erzielt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß im faseroptischen Verstärker keine
zusätzliche elektronische Regelung erforderlich ist. Desweiteren ist es von
Vorteil, daß bereits in ein optisches Übertragungssystem installierte
faseroptische Verstärker auf eine einfache Weise aufgewertet werden
können, um optische Signale zu verstärken, die eine hohe Bandbreite
haben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisch gezeigtes Ausführungsbeispiel eines faseroptischen
Verstärker und
Fig. 2 ein schematisches optisches Übertragungssystem mit einem
faseroptischen Verstärkers.
In Fig. 1 ist als Beispiel für einen optischen Verstärker ein faseroptischer
Verstärker gezeigt, der eine aktive Faser 1, einen Koppler 2, eine
Pumplichtquelle 3, einen optischen Isolator 7 und eine Faser 4 hat. Einem
Eingang 5 des faseroptischen Verstärkers wird als Eingangssignal ein
optisches Signal zugeführt, das verstärkt an einem Ausgang 6 des
faseroptischen Verstärkers austriff. Die aktive Faser 1 und die Faser 4 sind
durch den Koppler 2 miteinander so verbunden, daß das optische Signal
der Wellenlänge λs von links nach rechts zuerst durch die Faser 4 und dann
durch die aktive Faser 1 läuft. Daran anschließend tritt das verstärkte
optische Signal am Ausgang 6 aus dem faseroptischen Verstärker aus. Von
der Pumplichtquelle 3 ausgesendetes Pumplicht der Wellenlänge λp wird
durch den Koppler 3 so in die aktive Faser 1 eingekoppelt, daß es sich in
der aktiven Faser 1 in Richtung des optischen Signals ausbreitet (co
directional pumping).
Das Pumplicht kann auch entgegen der Ausbreitungsrichtung (contra
directional pumping) des optischen Signals oder in und entgegen der
Ausbreitungsrichtung des optischen Signals (bi-directional pumping)
zugeführt werden. Im letztgenannten Fall sind zwei Pumplichtquellen und
zwei Koppler vorhanden. Beim Zuführen von Pumplicht entgegen der
Richtung des optischen Signal ist jedoch darauf zu achten, daß der Faser 4
kein Pumplicht zugeführt wird. Mit Hilfe eines optischen Isolators oder eines
optischen Filters kann z. B. verhindert werden, daß Pumplicht, das sich
entgegen der Richtung des optischen Signals ausbreitet, in die Faser 4
eintritt. Die Faser 4 wird demnach nicht gepumpt.
In Fig. 1 ist der optische Isolator 7 zwischen der Faser 4 und dem Koppler 2
angeordnet. Der optische Isolator 7 sperrt Licht, das sich entgegen der
Ausbreitungsrichtung des optischen Signals ausbreitet, dazu gehört auch
Licht, das von der verstärkten spontanen Emission herrührt.
Der Grundgedanke der Erfindung ist, daß in Ausbreitungsrichtung des
optischen Signals vor oder hinter der aktiven Faser 1 ein optisches
Dämpfungsglied angeordnet ist, das eine wellenlängenabhängige
nichtlineare Absorptionseigenschaft hat und daß dem optischen
Dämpfungsglied nur das optische Signal zuführbar ist. Das
Dämpfungsglied ist in Fig. 1 die Faser 4. Je höher die optische Leistung des
optischen Signals ist, desto höher ist die Absorption von Licht in der Faser 4;
dieser Zusammenhang ist nichtlinear.
Die Faser 4 ist mit dem gleichen Seltenerdelement dotiert, wie die aktive
Faser 1, d. h. im vorliegenden Fall ebenfalls mit Erbiumionen. Die Faser 4
absorbiert somit einen Teil der optischen Leistung des optischen Signals; sie
wirkt als Dämpfungsfaser (Dämpfungsglied), deren Dämpfung u. a. von
der Faserlänge und der Konzentration der Erbiumionen abhängig ist.
Gemäß dem Grundgedanken der Erfindung werden durch die Faser 4
diejenigen Wellenlängenbereiche des optischen Signals am stärksten
gedämpft, die in der aktiven Faser 1 die höchste Verstärkung erfahren
würden. Dadurch wird ein ausgeglicheneres optisches Spektrum des
verstärkten optischen Signals erzielt.
Die Beschreibung des erfindungsgemäßen optischen Verstärkers erfolgte
anhand eines faseroptischen Verstärkers. Die Erfindung kann aber auch bei
einem optischen Halbleiterverstärker und einem optischen Verstärker
angewendet werden, der in integriertoptischer Ausführung vorliegt, d. h. die
Lichtwellenleiter sind in einem Substrat integriert.
Es ist außerdem anzumerken, daß die Beschreibung der Erfindung anhand
eines faseroptischen Verstärkers erfolgte, bei dem die Faser 4 Teil des
faseroptischen Verstärkers ist. Es gibt jedoch auch eine Definition von
faseroptischen Vestärkern, bei der nur die aktive Faser 1, der Koppler 2, die
Pumplichtquelle 3 und evtl. eine Steuerelektronik Teil des faseroptischen
Verstärkers sind. In diesem Fall ist die Erfindung so zu verstehen, daß die
Faser 4 vor dem faseroptischen Verstärker angeordnet ist.
Ein Beispiel für diesen Fall ist in dem in Fig. 2 gezeigten optischen
Übertragungssystems dargestellt, das schematisch als Punkt-zu-Punkt
Verbindung gezeigt ist. Ein optischer Sender 9 und ein optischer Empfänger
11 sind an ein Lichtwellenleiternetz 12 angeschlossen, in das ein optischer
Verstärker 10 eingefügt ist. Der optische Sender sendet Licht aussendet, das
z. B. eine Wellenlänge λs von ca. 1,5 µm hat. Sind im optischen
Übertragungssystems mehrere optische Sender vorhanden, ist das optische
Signal ein Gemisch aus Licht, das von unterschiedlichen optischen Sendern
ausgesendet wird. In der vorliegenden Beschreibung der Erfindung wird
auch ein solches Gemisch als optisches Signal bezeichnet, das eine
Wellenlänge λs hat. Der Bereich der Wellenlänge λs ist dabei jedoch so
gewählt, daß er im Bereich der Verstärkung eines faseroptischen Verstärkers
liegt, bei dem die Wellenlänge λp des Pumplichts bei ca. 0,98 µm liegt.
In Ausbreitungsrichtung des optischen Signals ist vor dem optischen
Verstärker 10 ein Dämpfungsglied 13 angeordnet, das z. B. die in Fig. 1
gezeigte Faser 4 ist. Das Dämpfungsglied 13 kann auch nach dem
optischen Verstärker 10 angeordnet sein. Der optische Verstärker 10 kann
z. B. ein faseroptischer Verstärker sein, der z. B. in einem bereits
installiertem optischen Übertragungssystem vorhanden ist. Durch Einfügen
des Dämpfungsgliedes 13 in das Lichtwellenleiternetz 12, vor oder hinter
dem optischen Verstärker 10, wird eine einfache Erweiterung des optischen
Verstärker erzielt, d. h. das optische Übertragungssystem wird aufgewertet,
so daß optische Signale übertragen werden können, die eine hohe
Bandbreite haben.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß das optische Spektrum des
Ausgangssignals eines optischen Verstärkers nahezu unabhängig vom
optischen Spektrum und der optischen Leistung des Eingangssignal ist.
Damit kann ein optisches Übertrgagungssystem geschaffen werden, in dem
optische Signale übertragen werden können, die eine hohe Bandbreite
haben.
Claims (8)
1. Optischer Verstärker, mit einem aktiven Lichtwellenleiter (1), der ein ihm
zuführbares optisches Signal verstärkt, und mit einer Einrichtung (2, 3), um
dem aktiven Lichtwellenleiter (1) Energie zuführen zu können,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Ausbreitungsrichtung des optischen Signals vor oder hinter dem
aktiven Lichtwellenleiter (1) ein optisches Dämpfungsglied (4) angeordnet
ist, das eine wellenlängenabhängige nichtlineare Absorptionseigenschaft
hat, und daß dem optischen Dämpfungsglied (4) nur das optische Signal
zuführbar ist.
2. Optischer Verstärker nach Anspruch 1, bei dem das optische
Dämpfungsglied (4) ein Lichtwellenleiter (4) ist, der mit dem gleichen
Seltenerdelement dotiert ist, wie der aktive Lichtwellenleiter (1).
3. Optischer Verstärker nach Anspruch 2, bei dem die Dämpfung des
Lichtwellenleiters (4) durch die Länge des Lichtwellenleiters (4) und die
Konzentration des Seltenerdelements einstellbar ist.
4. Optischer Verstärker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
dem Mittel (7) vorhanden sind, die zwischen dem aktiven Lichtwellenleiter
(1) und dem optischen Dämpfungsglied (4) so angeordnet sind, daß sie
Pumplicht und/oder Licht sperren, das sich entgegen der
Ausbreitungsrichtung des optischen Signals ausbreitet.
4. Optischer Verstärker nach Anspruch 3, bei dem die Mittel ein optischer
Isolator oder ein optisches Filter sind.
5. Optisches Übertragungssystem, bei dem mindestens ein optischer Sender
(9) und mindestens ein optischer Empfänger (10) an ein
Lichtwellenleiternetz (12) angeschlossen sind, bei dem mindestens ein
optischer Verstärker (10) in das Lichtwellenleiternetz (12) eingefügt ist, bei
dem der mindestens eine optische Verstärker (10) einen aktiven
Lichtwellenleiter (1), der ein ihm zuführbares optisches Signal verstärkt, und
eine Einrichtung (2, 3) hat, um dem aktiven Lichtwellenleiter (1) Energie
zuführen zu können,
daß der mindestens eine faseroptische Verstärker (10) ein optisches
Dämpfungsglied (4) hat, das in Ausbreitungsrichtung des optischen Signals
vor oder hinter dem aktiven Lichtwellenleiter (1) angeordnet ist und das eine
wellenlängenabhängige nichtlineare Absorptionseigenschaft hat, und daß
dem optischen Dämpfungsglied (4) nur das optische Signal zuführbar ist.
6. Optisches Übertragungssystem, bei dem mindestens ein optischer Sender
(9) und mindestens ein optischer Empfänger (11) an ein
Lichtwellenleiternetz (12) angeschlossen sind, bei dem mindestens ein
optischer Verstärker (10) in das Lichtwellenleiternetz (12) eingefügt ist, bei
dem der mindestens eine optische Verstärker (10) einen aktiven
Lichtwellenleiter (1), der ein ihm zuführbares optisches Signal verstärkt, und
eine Einrichtung (2, 3) hat, um dem aktiven Lichtwellenleiter (1) Energie
zuführen zu können,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Ausbreitungsrichtung des optischen Signals vor oder hinter dem
mindestens einen optischen Verstärker ein optisches Dämpfungsglied (4)
angeordnet ist, das eine wellenlängenabhängige nichtlineare
Absorptionseigenschaft hat, und daß dem optischen Dämpfungsglied (4)
nur das optische Signal zuführbar ist.
7. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 5 oder 6, bei dem Mittel
(7) vorhanden sind, die zwischen dem mindestens einen optischen
Verstärker dem optischen Dämpfungsglied (4) so angeordnet sind, daß sie
Pumplicht und/oder Licht sperren, das sich entgegen der
Ausbreitungsrichtung des optischen Signals ausbreitet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19647488A DE19647488A1 (de) | 1996-11-16 | 1996-11-16 | Optischer Verstärker für Signale einer großen Bandbreite und optisches Übertragungssystem mit einem solchen optischen Verstärker |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19647488A DE19647488A1 (de) | 1996-11-16 | 1996-11-16 | Optischer Verstärker für Signale einer großen Bandbreite und optisches Übertragungssystem mit einem solchen optischen Verstärker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19647488A1 true DE19647488A1 (de) | 1998-05-20 |
Family
ID=7811891
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|---|---|---|---|
| DE19647488A Withdrawn DE19647488A1 (de) | 1996-11-16 | 1996-11-16 | Optischer Verstärker für Signale einer großen Bandbreite und optisches Übertragungssystem mit einem solchen optischen Verstärker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19647488A1 (de) |
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|---|---|---|---|
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