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DE19646975A1 - Aufhängungssystem für gelenkte Räder bei einem Fahrzeug - Google Patents

Aufhängungssystem für gelenkte Räder bei einem Fahrzeug

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Publication number
DE19646975A1
DE19646975A1 DE19646975A DE19646975A DE19646975A1 DE 19646975 A1 DE19646975 A1 DE 19646975A1 DE 19646975 A DE19646975 A DE 19646975A DE 19646975 A DE19646975 A DE 19646975A DE 19646975 A1 DE19646975 A1 DE 19646975A1
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DE
Germany
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vehicle
wheel
steering
wheels
vehicle body
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Application number
DE19646975A
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English (en)
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DE19646975B4 (de
Inventor
Hajime Kajiwara
Yasuji Shibahata
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Honda Motor Co Ltd
Original Assignee
Honda Motor Co Ltd
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Publication date
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Publication of DE19646975A1 publication Critical patent/DE19646975A1/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G3/00Resilient suspensions for a single wheel
    • B60G3/18Resilient suspensions for a single wheel with two or more pivoted arms, e.g. parallelogram
    • B60G3/20Resilient suspensions for a single wheel with two or more pivoted arms, e.g. parallelogram all arms being rigid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Aufhängungssystem für gelenkte Räder bei einem Fahrzeug, insbesondere ein Lenk-Rad- Aufhängungssystem, welches in der Lage ist, auf linke und rechte gelenkte Räder verschiedene Antriebskräfte oder Brems­ kräfte zu verteilen, welche Räder durch linke und rechte Aufhängungen aufgehängt sind.
Die Fig. 11 zeigt diagrammatisch ein Vorderradantriebsfahr­ zeug mit vorne liegender Maschine, welches gelenkt wird. Achselschenkelbolzenachsen KL und KR, welche Lenkzentren von linken und rechten gelenkten Rädern WFL und WFR sind, welche die angetriebenen Räder sind, sind bezüglich Grundpunkten GL und GR der linken und rechten gelenkten Räder WFL und WFR an einer Fahrzeugkarosserie nach einwärts versetzt. Daher bestehen Zentrum-Versätze OSL und OSR zwischen den Achsschenkelbolzen­ achsen KL und KR und den Grundpunkten GL und GR. Wenn Antriebs­ kräfte TL und TR der Maschine auf die linken und rechten Vor­ derräder WFL und WFR ausgeübt werden, dann wird ein Moment ML (ML = TL × OSL), welches versucht das linke Vorderrad WFL in Uhrzei­ gerrichtung (einer Kurvenrichtung) um die Achsschenkelbolzen­ achse KL zu lenken, auf das linke Vorderrad WFL ausgeübt, wel­ ches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs ein Außenrad ist, und ein Moment MR (MR = TR × OSR) welches versucht, das rechte Vorderrad WFR in einer Gegenuhrzeigerrichtung (einer Richtung entgegengesetzt zur Lenkrichtung) um die Achsschenkelbolzen­ achse KR zu lenken, wird auf das rechte Vorderrad WFR ausgeübt, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs ein Innenrad ist.
Bei einem herkömmlichen Vorderradantriebsfahrzeug mit vorne liegender Maschine wird die Antriebskraft der Maschine gleich­ mäßig auf die linken und rechten Vorderräder WFL, WFR durch ein Differential übertragen. Ferner sind die linken und rechten Zentrum-Versätze OSL und OSR zueinander gleich gesetzt, und daher ist das Lenkmoment ML des linken Vorderrads WFL, das
während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das Außenrad ist, durch das Lenkmoment MR für das rechte Vorderrad WFR, welches während des Kurvenfahrens das Innenrad ist, ausgeglichen. Daher besteht kein Problem darin, daß ein Lenkrad während des Kurvenfahren des Fahrzeugs in unbeabsichtigter Weise aufgrund der Lenkmomente ML und MR nach innen oder außen gelenkt wird.
Bei einem Fahrzeug, bei dem beispielsweise beim Lenken des Fahrzeugs im Uhrzeigersinn eine größere Antriebskraft TL auf ein linkes Vorderrad WFL übertragen wird, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs ein Außenrad ist, und eine klei­ nere Antriebskraft TR auf ein rechtes Vorderrad WFR übertragen wird, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs ein Innenrad ist, um das Kurvenverhalten des Fahrzeugs zu verbes­ sern, ist das Lenkmoment (ML = TL × OSL) für das Außenrad größer als das Lenkmoment (MR = TR × OSR) für das Innenrad, was zu dem Problem der Erzeugung eines sogenannten Gegenwirkungsphänomens eines Lenkrads führt, bei welchem das Lenk-Rad in unbeabsich­ tigter Weise aufgrund der Differenz zwischen den Lenkmomenten ML und MR in der Kurvenrichtung des Fahrzeugs nach innen ge­ dreht wird.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mittel vorzusehen, um vorab die Erzeugung des Gegenwirkungsphänomens des Lenkrads eines Fahrzeugs zu verhindern, bei welchem ver­ schiedene Antriebskräfte oder Bremskräfte auf die linken und rechten gelenkten Räder verteilt werden können.
Um die vorangehende Aufgabe zu lösen, ist gemäß einem ersten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung ein Aufhängungs­ system für gelenkte Räder in einem Fahrzeug vorgesehen, in welchem verschiedene Antriebskräfte oder Bremskräfte auf linke und rechte gelenkte Räder verteilt werden können, die durch linke und rechte Aufhängungen aufgehängt sind, worin jede der Aufhängungen wenigstens zwei unabhängige Aufhängungsarme umfaßt, von welchen jeder schwenkbar an seinem einen Ende an einer Fahrzeugkarosserie gehalten ist und an seinem anderen Ende an einem Achsschenkel gehalten ist, und worin jedes der gelenkten Räder um eine imaginäre Achsschenkelbolzenachse (Phantom-Achsschenkelbolzenachse) gelenkt werden kann, welche durch einen Schnittpunkt der Verlängerungen der beiden un­ abhängigen Aufhängungsarme hindurchgeht.
Gemäß dem ersten Merkmal der vorliegenden Erfindung können Zentrum-Versätze auf kleine Werte gesetzt werden, während ein gegenseitiges Stören der Aufhängungsarme mit Radfelgen der gelenkten Räder vermieden wird, wodurch die Erzeugung eines Lenkmoments aufgrund von Antriebskräften oder Bremskräften für die gelenkten Räder minimiert wird. Zusätzlich können die Zentrum-Versätze durch das Lenken der gelenkten Räder variiert werden, um dadurch in freier Art und Weise den Betrag des aufgrund der Antriebskräfte oder Bremskräfte des gelenkten Rads erzeugten Lenkmoments zu steuern.
Gemäß einem zweiten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfin­ dung sind, zusätzlich zu dem ersten Merkmal, dann, wenn die Abstände zwischen Grundpunkten der gelenkten Räder und Ver­ längerungspunkten auf einer Straßenoberfläche von Schnitt­ punkten der imaginären Achsschenkelbolzenachsen der gelenkten Räder mit Achsen bei Betrachtung in einer Längsrichtung als Zentrum-Versätze definiert sind, die Zentrum-Versätze derart gesetzt, daß der Zentrum-Versatz eines während des Kurvenfah­ rens des Fahrzeugs äußeren Rads kleiner ist als der Zentrum- Versatz eines während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs inneren Rads, wenn die gelenkten Räder gelenkt werden.
Gemäß dem zweiten Merkmal können, selbst wenn eine größere Antriebskraft oder Bremskraft auf das Außenrad während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs und eine kleinere Antriebskraft oder Bremskraft auf das Innenrad während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs verteilt werden, um das Kurvenverhalten zu verbes­ sern, Lenkmomente des äußeren und des inneren Rads während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs aufgrund der Antriebs- oder Brems­ kräfte effektiv gegeneinander ausgeglichen werden, wodurch die Erzeugung von Lenkmomenten vollständig vermieden werden kann.
Gemäß einem dritten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfin­ dung ist, zusätzlich zu dem zweiten Merkmal, ein Verbindungs­ punkt zwischen einem Achsschenkel und einem der beiden un­ abhängigen Aufhängungsarme, welcher einen größeren Neigungs­ winkel (θ₂) bezüglich der Mittenlinie einer Fahrzeugkarosserie aufweist, an der Fahrzeugkarosserie an einem weiter innen gelegenen Ort angeordnet als ein Verbindungspunkt zwischen dem Achsschenkel und dem anderen Aufhängungsarm, welcher einen kleineren Neigungswinkel (θ₁) bezüglich der Mittenlinie der Fahrzeugkarosserie aufweist.
Gemäß dem dritten Merkmal der vorliegenden Erfindung kann durch einen einfachen Aufbau der Zentrum-Versatz des Außenrads während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs auf einen kleineren Wert gesetzt werden als der Zentrum-Versatz des Innenrads während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs.
Die vorangehenden und weitere Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung einer bevor­ zugten Ausführungsform augenscheinlich, wenn diese in Ver­ bindung mit den beiliegenden Zeichnungen betrachtet wird.
Fig. 1 ist eine Skelettdarstellung eines Kraftübertra­ gungssystems eines Vorderantriebfahrzeugs mit vorne liegender Maschine;
Fig. 2A bis 2C sind Diagramme, welche die Beziehung zwischen der Anzahl an Zähnen jedes Ritzels und eines Sonnen­ rads darstellen;
Fig. 3 ist eine Rückansicht einer Aufhängung für ein linkes Vorderrad;
Fig. 4 ist eine Draufsicht der Aufhängung für das linke Vorderrad;
Fig. 5 ist eine diagrammatische Darstellung entsprechend der Fig. 3;
Fig. 6 ist eine diagrammatische Darstellung entsprechend der Fig. 4;
Fig. 7 ist eine Darstellung zum Erklären des Betriebs des Kraftübertragungssystems der Fig. 1 während des Kurvenfah­ rens des Fahrzeugs im Uhrzeigersinn;
Fig. 8 ist eine Darstellung zum Erklären des Betriebs des Kraftübertragungssystems der Fig. 1 während des Kurvenfah­ rens des Fahrzeugs im Gegenuhrzeigersinn;
Fig. 9 ist eine Darstellung zum Erklären der Änderungen der Zentrum-Versätze der äußeren und inneren Räder während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs;
Fig. 10 ist ein Graph, welcher eine Variation des Zen­ trum-Versatzes darstellt; und
Fig. 11 ist eine Darstellung zum Erklären eines Lenkmo­ ments, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs auf gelenkte Räder ausgeübt wird.
Die vorliegende Erfindung wird nun anhand bevorzugter Aus­ führungsformen und mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Wenn man sich der Fig. 1 zuwendet, so ist ein Getriebe M mit dem rechten Ende einer Maschine E verbunden, welche horizontal an einem vorderen Abschnitt einer Fahrzeugkarosserie angeord­ net ist, und ein Drehmomentübertragungsmittel T ist hinter der Maschine E und dem Getriebe M angeordnet. Ein linkes Vorderrad WFL und ein rechtes Vorderrad WFR, welche angetriebene Räder und gelenkte Räder sind, sind mit einer linken Antriebsachse AL bzw. einer rechten Antriebsachse AR verbunden, welche sich von einem linken bzw. einem rechten Ende des Drehmomentübertra­ gungsmittels T nach links bzw. nach rechts erstrecken.
Das Drehmomentübertragungsmittel T umfaßt ein Differential D, auf welches eine Antriebskraft von einem externen Zahnrad 3 übertragen wird, das mit einem Eingangszahnrad 2 in Kämmein­ griff steht, das an einer Eingangswelle 1 angebracht ist, welche sich von dem Getriebe M erstreckt. Das Differential D umfaßt ein Hohlrad 4, umfassend einen Planetenradmechanismus des Doppelritzeltyps, integral mit dem externen Zahnrad 3, ein Sonnenrad 5, welches koaxial zu dem Hohlrad 4 angeordnet ist, und einen Planetenträger 8, welcher ein äußeres Planetenrad 6 trägt, das in Kämmeingriff mit dem Hohlrad 4 steht, und ein inneres Planetenrad 7 trägt, das in Kämmeingriff mit dem Sonnenrad 5 steht, in einem Zustand, in dem die inneren und äußeren Planetenräder 6, 7 miteinander in Kämmeingriff stehen. In dem Differential D dient das Hohlrad 4 als ein Eingangs­ element, und das Sonnenrad 5, das als eines der Ausgangsele­ mente dient, ist mit dem linken Vorderrad WFL durch ein linkes Ausgangselement 9 L verbunden. Zusätzlich ist der als das andere Ausgangselement dienende Planetenradträger 8 mit dem rechten Vorderrad WFR durch eine rechte Ausgangswelle 9 R verbunden.
Ein Trägerelement 11 ist drehbar um einen Außenumfang der linken Ausgangswelle 9 L getragen und umfaßt vier Ritzelwellen 12, welche in Umfangsrichtung mit Abständen von 90° angeordnet sind. Dreifach-Ritzelelemente 16, welche jeweils ein erstes, ein zweites und ein drittes Ritzel 13, 14 und 15 integral daran ausgebildet aufweisen, sind jeweils drehbar auf Ritzel­ wellen 12 getragen. Die Anzahl N der Dreifach-Ritzelelemente 16 ist vier, ist jedoch nicht auf vier beschränkt und kann zwei oder mehr sein (N = 2, 3, 4, 5, 6, ---).
Ein erstes Sonnenrad 17 ist drehbar um den Außenumfang der linken Ausgangswelle 9 L getragen und steht in Kämmeingriff mit dem ersten Ritzel 13. Das erste Sonnenrad 17 ist mit dem Planetenträger 8 des Differentials D verbunden. Ein zweites Sonnenrad 18 ist an dem Außenumfang der linken Ausgangswelle 9 L festgelegt und steht in Kämmeingriff mit dem zweiten Ritzel 14. Ferner ist ein drittes Sonnenrad 19 drehbar auf dem Außen­ umfang der linken Ausgangswelle 9 L getragen und steht in Kämm­ eingriff mit dem dritten Ritzel 15.
Die Anzahlen der Zähne der ersten, zweiten und dritten Ritzel 13, 14 und 15 und der ersten, zweiten und dritten Sonnenräder 17, 18 und 19 sind wie folgt:
Anzahl Z₂ der Zähne des ersten Ritzels 13 = 17
Anzahl Z₄ der Zähne des zweiten Ritzels 14 = 17
Anzahl Z₆ der Zähne des dritten Ritzels 15 = 34
Anzahl Z₁ der Zähne des ersten Sonnenrads 17 = 32
Anzahl Z₃ der Zähne des zweiten Sonnenrads 18 = 28
Anzahl Z₅ der Zähne des dritten Sonnenrads 19 = 32.
Wenn Module des ersten Ritzels 12 und des ersten Sonnenrads 17, die miteinander in Kämmeingriff stehen, zueinander iden­ tisch sind, Module des zweiten Ritzels 14 und des zweiten Sonnenrads 18 zueinander identisch sind und Module des dritten Ritzels 15 und des dritten Sonnenrads 18 zueinander identisch sind; es ist jedoch nicht erforderlich, daß die Module der ersten, zweiten und dritten Ritzel 13, 14 und 15 und der ersten, zweiten und dritten Sonnenräder 17, 18 oder 19 iden­ tisch zueinander sind.
Wie man aus den Fig. 2A bis 2C erkennen kann, können die Anzahlen der Zähne der ersten, zweiten und dritten Ritzel 13, 14 und 15 auf irgendeinen Wert von M, 2M, 3M, 4M, 5M, . . . gesetzt werden, worin M die minimale Anzahl an Zähnen dersel­ ben ist. In der Ausführungsform sind die minimalen Anzahlen der Zähne derart gesetzt, daß die minimalen Anzahlen M der ersten und zweiten Ritzel 13 und 14 gleich 17 sind und die minimale Anzahl des dritten Ritzels 15 2M = 34 ist.
Die Anzahlen der Zähne der ersten, zweiten und dritten Sonnen­ räder 17, 18 und 19 sind, beruhend auf der Anzahl N der Drei­ fach-Ritzelelemente 16, auf irgendeinen Wert von N, 2N, 3N, 4N, 5N, --- gesetzt, was vielfache von N sind. In der Ausfüh­ rungsform gilt: N = 4, und die Anzahl der Zähne der ersten und dritten Sonnenräder 17 und 19 ist auf 8N = 32 gesetzt, und die Anzahl der Zähne des zweiten Sonnenrads 18 ist auf 7N = 28 gesetzt.
Das dritten Sonnenrad 19 kann mit einem Gehäuse 20 durch eine Drehzahlübersetzungs-(erhöhungs)-kupplung Ca gekoppelt werden, und die Anzahl an Umdrehungen des Trägerelements 11 wird durch das Einrücken der Drehzahlübersetzungskupplung Ca erhöht. Das Trägerelement 11 kann mit dem Gehäuse 20 durch eine Drehzahl­ untersetzungs-(verringerungs)-kupplung Cd gekoppelt werden, und die Anzahl an Umdrehungen des Trägerelements 11 wird durch das Einrücken der Drehzahluntersetzungskupplung Cd verringert.
Die Drehzahluntersetzungshydraulikkupplung Cd und die Dreh­ zahlübersetzungshydraulikkupplung Ca werden über eine Hydrau­ likschaltung 24 durch eine elektronische Steuer/Regeleinheit 23 gesteuert/geregelt, in welche eine Fahrzeuggeschwindigkeit V und ein Lenkwinkel θ eingegeben werden.
Die Struktur einer Aufhängung S für das linke Vorderrad WFL wird nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 3 bis 6 beschrie­ ben. Die Struktur einer Aufhängung S für das rechte Vorderrad WFR ist spiegelsymmetrisch zu derjenigen des linken Vorderrads WFL und daher wird eine wiederholte Beschreibung derselben hier weggelassen.
Eine Nabe 33 ist drehbar an einem Achsschenkel 31 durch ein Kugellager 32 getragen. Eine Achse 34 ist an der Mitte der Nabe 33 durch eine Mutter 35 festgelegt, und eine Bremsscheibe 36 und ein Rad 37 sind gemeinsam an einem Außenumfang der Nabe 33 durch Bolzen 38 gehalten. Ein seitlich äußeres Ende der linken Antriebsachse AL ist mit einem seitlich inneren Ende der Achse 34 durch eine Universalverbindung 39 verbunden, so daß die Drehung der linken Antriebsachse AL durch die Universalver­ bindung 39 (Universalgelenk 39), die Achse 34, die Nabe 33, die Bremsscheibe 36 und das Rad 37 auf einen Reifen 40 über­ tragen wird.
Ein oberer Arm 41, der mit gabelartiger Form ausgebildet ist, ist an seinem freien Ende an einem oberen Ende eines Arms 31₁ gehalten, welcher sich von dem Achsschenkel 31 nach oben erstreckt, vermittels einer Kugelverbindung (Kugelgelenk) 42 für den oberen Arm. Die gegabelten Basisenden des oberen Arms 41 sind schwenkbar durch zwei Gummibuchsenverbindungen (Gelen­ ke) 43 und 44 an der Fahrzeugkarosserie gehalten.
Ein unterer Arm 46 ist an seinem Basisende schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie durch eine Gummibuchsenverbindung 45 gehal­ ten und ist an seinem freien Ende mit einem unteren Abschnitt des Achsschenkels 31 durch eine Kugelverbindung 47 für den unteren Arm verbunden. Eine Schubstrebe (Radiusstange) 49 ist an ihrem Basisende schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie durch eine Gummibuchsenverbindung 48 gehalten und ist an ihrem freien Ende an dem unteren Ende des Achsschenkels 31 durch eine Kugelverbindung 50 für die Schubstrebe gehalten. Der untere Arm 46 ist im wesentlichen horizontal angeordnet, und die Schubstrebe 49 ist in einer geneigten Lage angeordnet, derart, daß ihr Basisende an einem Vorderabschnitt der Fahr­ zeugkarosserie angeordnet ist und daß ihr freies Ende in einer Richtung der Fahrzeugkarosserie angeordnet ist. D.h. die Schubstrebe 49 weist einen Neigungswinkel θ₁ bezüglich der Mittenlinie der Fahrzeugkarosserie auf. Die Kugelverbindung 47 für den unteren Arm, welche den unteren Arm 46 mit dem Achs­ schenkel 31 verbindet, ist an demjenigen Punkt der Fahrzeug­ karosserie angeordnet, welcher um einen Abstand L weiter innen liegt (näher an der Mittenlinie der Fahrzeugkarosserie) als die Kugelverbindung 50 für die Schubstrebe, welche die Schub­ strebe 49 mit dem Achsschenkel 31 verbindet (siehe Fig. 6).
Ferner ist eine Spurstange 51 (Zugstange 51), welche mit einem Lenkrad verbunden ist, durch eine Kugelverbindung 52 mit einem freien Ende eines Arms 31₂ verbunden, welcher sich von dem Achsschenkel 31 nach hinten erstreckt, und ein Zwischenab­ schnitt des unteren Arms 46 und die Fahrzeugkarosserie sind durch einen Dämpfer 53 miteinander verbunden.
Wie man in Fig. 5 erkennen kann, ist in einem Zustand, in welchem das linke Vorderrad WFL in einer Längsrichtung betrach­ tet wird, eine imaginäre oder Phantom-Achsschenkelbolzenachse VK derart ausgebildet, daß sie durch die Kugelverbindung 42 des oberen Arms am freien Ende des oberen Arms 41 und einen Schnittpunkt a einer Verlängerung des unteren Arms 46 mit einer Verlängerung der Schubstrebe 49 hindurchläuft, und das linke Vorderrad WFL wird um die imaginäre Achsschenkelbolzen­ achse VK gelenkt. Wenn ein Grundpunkt des Reifens 40 durch b wiedergegeben ist, ein Schnittpunkt der imaginären Achsschen­ kelbolzenachse VK und der Achse 34 durch c wiedergegeben ist und ein Verlängerungspunkt des Punkts c auf die Straßenober­ fläche durch c′ wiedergegeben ist, dann ist ein Abstand zwi­ schen dem Punkt b und dem Punkt c′ als ein Zentrum-Versatz OSL definiert. Wenn eine Antriebskraft TL auf den Grundpunkt b des Reifens 40 ausgeübt wird, dann wird ein Lenkmoment ML (ML = TL × OSL) um die imaginäre Achsschenkelbolzenachse VK auf das linke Vorderrad WFL ausgeübt. In gleicher Weise wird ein Lenkmoment MR (MR = TR × OSR) um die imaginäre Achsschenkelbolzenachse VK auf das rechte Vorderrad WFR ausgeübt.
Der Betrieb der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit dem vorangehend beschriebenen Aufbau wird nachfolgend be­ schrieben.
Während einer Geradeausfahrt des Fahrzeugs sind sowohl die Drehzahluntersetzungshydraulikkupplung Cd als auch die Dreh­ zahlübersetzungshydraulikkupplung Ca in einen ausgerückten Zustand gebracht. Somit ist die Beschränkung des Trägerele­ ments 11 und des dritten Sonnenrads 19 freigegeben, wodurch ermöglicht wird, daß die linke Achse 9 L, die rechte Achse 9 R, der Planetenträger 8 des Differentials D und das Trägerelement 11 zusammen gedreht werden. Während dieser Zeit wird ein Drehmoment der Maschine E von dem Differential D gleichmäßig auf die linken und rechten Vorderräder WFL und WFR übertragen, wie in Fig. 1 durch einen schräg gestrichelten Pfeil gezeigt.
Während des Lenkens des Fahrzeugs im Uhrzeigersinn wird die Drehzahluntersetzungshydraulikkupplung Cd vermittels der elektronischen Steuer/Regeleinheit 23 und der Hydraulikschal­ tung 24 in den eingerückten Zustand gebracht, wie in Fig. 7 gezeigt, wodurch das Trägerelement 11 mit dem Gehäuse 20 gekoppelt wird, um das Trägerelement 11 anzuhalten. Zu dieser Zeit sind die linke Ausgangswelle 9 L, welche mit dem rechten Vorderrad WFL integral verbunden ist, und die rechte Ausgangs­ welle 9 R, welche mit dem rechten Vorderrad WFR verbunden ist (und somit dem Planetenträger 8 des Differentials D) in Zu­ ständen, in welchen sie miteinander durch das zweite Sonnenrad 18, das zweite Ritzel 14, das erste Ritzel 13 und das erste Sonnenrad 17 verbunden sind, und daher ist die Anzahl NL der Umdrehungen des linken Vorderrads WFL in einem Verhältnis, das durch die folgende Gleichung wiedergegeben ist, bezüglich der Anzahl an Umdrehungen des rechten Vorderrads WFR erhöht.
NL/NR = (Z₄/Z₃) × (Z₁/Z₂) = 1,143 (1).
Wenn die Anzahl NL an Umdrehungen des linken Vorderrads WFL in der vorangehend beschriebenen Art und Weise bezüglich der Anzahl an Umdrehungen des rechten Vorderrads WFL erhöht wird, dann kann ein Teil des Drehmoments des rechten Vorderrads WFR, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs ein Innenrad ist, auf das linke Vorderrad WFL übertragen werden, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs ein Außenrad ist, wie in Fig. 7 mit einem schräg gestrichelten Pfeil gezeigt.
Wenn die Eingriffskraft der Drehzahluntersetzungshydraulikkupp­ lung Cd in geeigneter Art und Weise reguliert wird, um die Anzahl an Umdrehungen des Trägerelements 11 zu verringern, anstelle das Trägerelement 11 durch die Drehzahluntersetzungs­ hydraulikkupplung Cd vollständig anzuhalten, dann kann die Anzahl NL an Umdrehungen des linken Vorderrads WFL bezüglich der Anzahl NR an Umdrehungen des rechten Vorderrads WFR in Antwort auf eine derartige Verringerung der Anzahl an Umdrehungen des Trägerelements 11 erhöht werden, wodurch irgendein beliebiges Drehmoment von dem rechten Vorderrad WFR, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das innere Rad ist, auf das linke Vorderrad WFL übertragen wird, welches während des Kurvenfah­ rens des Fahrzeugs das äußere Rad ist.
Andererseits wird während des Lenkens des Fahrzeugs im Gegen­ uhrzeigersinn die Drehzahlübersetzungshydraulikkupplung Ca vermittels der elektronischen Steuer/Regeleinheit 23 und der Hydraulikschaltung 24 in den eingerückten Zustand gebracht, wie in Fig. 8 gezeigt, und das dritte Ritzel 15 wird mit dem Gehäuse 20 durch das dritte Sonnenrad 19 gekoppelt. Als Ergeb­ nis daraus wird die Anzahl an Umdrehungen des Trägerelements 11 bezüglich der Anzahl an Umdrehungen der linken Ausgangs­ welle 9 L erhöht, und die Anzahl NR an Umdrehungen des rechten Vorderrads WFR wird gemäß einer durch die folgende Gleichung wiedergegebenen Beziehung bezüglich der Anzahl NL an Umdrehun­ gen des linken Vorderrads WFL erhöht.
NR/NL = {1 - (Z₅/Z₆) × (Z₂/Z₁)}/{1 - (Z₅/Z₆) × (Z₄/Z₃)} = 1,167 (2).
Wenn die Anzahl NR an Umdrehungen des rechten Vorderrads WFR bezüglich der Anzahl an Umdrehungen NL des linken Vorderrads WFL in der vorangehend beschriebenen Art und Weise erhöht wird, dann kann ein Teil des Drehmoments des linken Vorderrads WFL, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das Innenrad ist, auf das rechte Vorderrad WFR übertragen werden, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das Außenrad ist, wie in Fig. 8 durch einen schräg gestrichelten Pfeil gezeigt. Selbst in diesem Falle kann, wenn die Eingriffskraft der Drehzahlübersetzungshydraulikkupplung Ca in geeigneter Weise reguliert wird, um die Anzahl an Umdrehungen des Trägerele­ ments 11 zu erhöhen, die Anzahl NR an Umdrehungen des rechten Vorderrads WFR bezüglich der Anzahl NL an Umdrehungen des linken Vorderrads WFL in Antwort auf ein derartiges Erhöhen der Anzahl an Umdrehungen des Trägerelements 11 erhöht werden, wodurch irgendein beliebiges Drehmoment von dem linken Vorderrad WFL, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das Innenrad ist, auf das rechte Vorderrad WFR übertragen werden kann, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das Außenrad ist.
Wie aus dem Vergleich der Gleichungen (1) und (2) miteinander hervorgeht, können die Zunahmerate (ungefähr 1,143) von dem rechten Vorderrad WFR zu dem linken Vorderrad WFL und die Zunah­ merate (ungefähr 1,167) von dem linken Vorderrad WFL auf das rechte Vorderrad WFR im wesentlichen gleich zueinander gemacht werden, indem die Anzahlen an Zähnen der ersten, zweiten und dritten Ritzel 13, 14 und 15 und der ersten, zweiten und dritten Sonnenräder 17, 18 und 19 so wie vorangehend beschrie­ ben gesetzt werden.
Wenn die durch die Gleichungen (1) und (2) wiedergegebenen Zunahmeraten zusätzlich zum Setzen der Anzahlen an Zähnen der ersten, zweiten und dritten Ritzel 13, 14 und 15 und der ersten, zweiten und dritten Sonnenräder 17, 18 und 19 derart gesetzt werden, daß sie die vorangehend beschriebenen Bedin­ gungen erfüllen, dann kann jegliche Drehmomentverteilung zwischen den linken und rechten Vorderrädern WFL und WFR bei herkömmlichen Fahrzuständen des Fahrzeugs durch Regulieren der Eingriffskräfte der Drehzahluntersetzungshydraulikkupplung Cd und der Drehzahlübersetzungshydraulikkupplung Ca erhalten werden. Somit kann während des Fahrens des Fahrzeugs mit einer mittleren oder einer niederen Geschwindigkeit auf ein während das Kurvenfahrens des Fahrzeugs äußeres Rad ein größeres Moment übertragen werden als auf ein während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs inneres Rad, um dadurch das Kurvenverhalten zu verbessern.
Die Aufhängung S gemäß der vorliegenden Ausführungsform ist dazu ausgebildet, die vorderen Räder WFR und WFL um die imagi­ näre Achsschenkelbolzenachse VK zu lenken, welche durch den Schnittpunkt a der Verlängerungen des unteren Arms 46 und der Schubstrebe 49 hindurchgeht. Daher ist es möglich, die imagi­ näre Achsschenkelbolzenachse VK nahe an dem Reifen 40 auszu­ bilden, um die Zentrum-Versätze OSL und OSR möglicherweise zu reduzieren, während ein gegenseitiges Stören des freien Endes des unteren Arms 46 und der Schubstrebe 49 mit den Bremsschei­ ben und den Rädern (Felgen) 37 der Vorderräder WFL und WFR vermieden wird. Somit ist es möglich, die Erzeugung eines Lenkmoments aufgrund einer Differenz zwischen Antriebskräften für linke und rechte Vorderräder WFR und WFL zu minimieren.
Ferner werden, wenn das Fahrzeug eine Kurve im Uhrzeigersinn fährt, wie in Fig. 9 gezeigt, der linke unter Arm 46 und die Schubstrebe 49 in Richtungen von Pfeilen A₁ bzw. A₂ ver­ schwenkt, wenn das linke Vorderrad WFL, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das äußere Rad ist, nach rechts gelenkt wird. Zu dieser Zeit wird der Schnittpunkt a (der Punkt, durch welchen die imaginäre Achsschenkelbolzenachse VK hindurchläuft) der Verlängerungen des unteren Arms 46 und der Schubstrebe 49 bezüglich der Fahrzeugkarosserie nach hinten zu einem Punkt a′ bewegt, wird jedoch nur geringfügig bezüglich der Fahrzeugkarosserie seitlich bewegt und wird bezüglich der Fahrzeugkarosserie um einen kleinen Abstand αL nach innen bewegt. Andererseits werden der rechte untere Arm 46 und die Schubstrebe 49 in Richtungen von Pfeilen A₃ bzw. A₄ ver­ schwenkt, wobei das rechte Vorderrad WFR, welches während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs das Innenrad ist, nach rechts gelenkt wird. Zu dieser Zeit wird der Schnittpunkt a der Verlängerungen des unteren Arms 46 und der Schubstrebe 49 bezüglich der Fahrzeugkarosserie zu einem Punkt a′ nach vorne bewegt und wird bezüglich der Fahrzeugkarosserie um einen relativ großen Abstand αR nach einwärts bewegt.
Wenn die Position des Punkts a bezüglich der Fahrzeugkarosse­ rie in der vorangehend beschriebenen Art und Weise nach ein­ wärts bewegt wird, wie in Fig. 5 zu erkennen, dann wird die Position des Punkts c, nämlich die Position des Punkts c′, ebenso bezüglich der Fahrzeugkarosserie nach einwärts bewegt, und daher werden die Zentrum-Versätze OSL und OSR erhöht. In diesem Falle wird bei dem während des Kurvenfahrens des Fahr­ zeugs äußeren Rad der Zentrum-Versatz OSL nur geringfügig erhöht, da der Betrag αL des Punkts a, welcher bezüglich der Fahrzeugkarosserie nach einwärts bewegt wird, äußerst klein ist. Bei dem während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs inneren Rad wird jedoch der Zentrum-Versatz OSR in großem Ausmaß er­ höht, da der Betrag αR des bezüglich der Fahrzeugkarosserie einwärts bewegten Punkts a relativ groß ist. Somit sind die Zentrum-Versätze OSL und OSR der linken und rechten Räder WFL und WFR nicht ausgeglichen.
Dies wird nachfolgend mit Bezug auf einen Graphen in Fig. 10 beschrieben. Der Zentrum-Versatz OSL des während des Kurvenfah­ rens des Fahrzeugs äußeren Rads wird mit einer Zunahme des Lenkwinkels geringfügig verkleinert und wird dann erhöht. Wenn beispielsweise der Lenkwinkel 20° ist, dann wird der Zentrum- Versatz OSL von 24 mm bei dem Lenkwinkel von 0° auf 26 mm erhöht. Andererseits wird der Zentrum-Versatz OSR des während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs inneren Rads beim Lenken unmittelbar erhöht. Wenn beispielsweise der Lenkwinkel -20° ist, dann wird der Zentrum-Versatz OSR von 24 mm bei dem Lenk­ winkel von 0° auf 38 mm erhöht. In dem Graphen der Fig. 10 ist der Lenkwinkel in der Einwärtsrichtung bezüglich der Fahrzeugkarosserie als ein negativer Wert genommen, und der Lenkwinkel in der Auswärtsrichtung bezüglich der Fahrzeug­ karosserie ist als ein positiver Wert genommen.
In Fig. 11 ist das Lenkmoment ML in der Kurvenrichtung, wel­ ches durch die Antriebskraft TL, welche auf das äußere Rad WFL während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs ausgeübt wird, gemäß ML = TL × OSL vorgesehen und das Lenkmoment MR in einer zur Kurven­ richtung entgegengesetzten Richtung, welches durch die An­ triebskraft TR, die auf das während des Kurvenfahren des Fahr­ zeugs innere Rad WFR ausgeübt wird, ist gemäß MR = TR × OSR vorgesehen. Selbst wenn die Antriebskraft TL für das äußere Rad WFL erhöht wird und die Antriebskraft für das während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs innere Rad verringert wird, um das Kurvenverhalten während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs zu verbessern, wird der Zentrum-Versatz OSL während des Kurvenfah­ rens des Fahrzeugs äußeren Rads WFL geringfügig erhöht, wogegen der Zentrum-Versatz OSR des während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs inneren Rads WFR stark erhöht wird. Daher sind das Lenkmoment ML in der Kurvenrichtung und das Lenkmoment MR in der zur Kurvenrichtung entgegengesetzten Richtung zueinander im wesentlichen gleich und in effektiver Weise ausgeglichen. Somit kann, selbst wenn die Antriebskraft während des Kurven­ fahrens des Fahrzeugs auf das linke und rechte Vorderrad WFL und WFR verteilt wird, die Gesamtsumme der Lenkmomente ML und MR der Vorderräder WFR und WFL durch eine derartige Verteilung unverändert bleiben, wodurch die Erzeugung eines Lenkmitnahme­ phänomens, welches vorangehend beschrieben worden ist, ver­ mieden wird.
Vorangehend ist der Fall beschrieben worden, in dem das Fahr­ zeug im Uhrzeigersinn gelenkt wird, doch selbst wenn das Fahrzeug im Gegenuhrzeigersinn gelenkt wird, werden gleiche Funktionen und Effekte, wie die vorangehend beschriebenen, erhalten.
Die imaginäre oder Phantom-Achsschenkelbolzenachse VK ist durch die zwei Arme (den unteren Arm 46 und die Schubstrebe 49) gebildet, die in der Ausführungsform unter dem Achsschen­ kel 31 angeordnet sind, der obere Arm 41 kann jedoch in zwei Arme aufgeteilt sein, um eine imaginäre Achsschenkelbolzen­ achse VK zu bilden. Selbst in diesem Fall werden, wenn ein Schnittpunkt a von Verlängerungen der beiden Arme bezüglich der Fahrzeugkarosserie nach innen bewegt wird, die Zentrum- Versätze OSL und OSR erhöht, und wenn der Schnittpunkt a bezü­ glich der Fahrzeugkarosserie nach außen bewegt wird, dann werden die Zentrum-Versätze OSL und OSR verringert (siehe Fig. 5). Aus diesem Grund ist es erforderlich, den Verbindungspunkt zwischen dem Arm mit dem größeren Neigungswinkel bezüglich der Mittenlinie der Fahrzeugkarosserie mit dem Achsschenkel 31 weiter innen bezüglich der Fahrzeugkarosserie anzuordnen als den Verbindungspunkt zwischen dem Arm mit dem kleineren Nei­ gungswinkel bezüglich der Mittenlinie der Fahrzeugkarosserie und dem Achsschenkel 31.
Obgleich vorangehend die Ausführungsform der Erfindung detail­ liert beschrieben worden ist, ist es selbstverständlich, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die vorangehend beschrie­ bene Ausführungsform beschränkt ist, und verschiedene Modifi­ kationen in der Ausgestaltung können durchgeführt werden, ohne vom Gegenstand und vom Umfang der in den Ansprüchen definier­ ten Erfindung abzuweichen.
Beispielsweise ist in der Ausführungsform der Fall beschrieben worden, in dem die gelenkten Räder die angetriebenen Räder sind; die vorliegende Erfindung ist jedoch ebenso bei einem Fahrzeug anwendbar, in welchem die gelenkten Räder Mitlaufrä­ der sind, und eine Antriebskraft auf eines der Mitlaufräder übertragen wird, während eine Bremskraft auf das andere Mit­ laufrad übertragen wird. Zusätzlich können selbst dann gleiche Funktionen und Effekte erhalten werden, wenn die Positions­ beziehung zwischen dem Arm mit dem größeren Neigungswinkel bezüglich der Mittenlinie der Fahrzeugkarosserie und dem Arm mit dem kleineren Neigungswinkel bezüglich der Mittenlinie der Fahrzeugkarosserie in Längsrichtung vertauscht bzw. ersetzt ist.
Ein Aufhängungssystem für die gelenkten Räder (WFL, WFR) eines Fahrzeugs umfaßt Achsschenkel (31), deren unterer Abschnitt schwenkbar an freien Enden eines unteren Arms (46) und einer Schubstrebe (49) durch zwei Kugelverbindungen (47, 50) gehal­ ten ist. Jedes der gelenkten Räder (WFL, WFR) ist um eine imagi­ näre Achsschenkelbolzenachse (VK) gelenkt, welche durch einen Schnittpunkt a von Verlängerungen des unteren Arms (46) und der Schubstrebe (49) hindurchläuft, so daß während es Lenkens des Fahrzeugs im Uhrzeigersinn der Punkt a eines während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs äußeren Rads nur geringfügig bewegt wird, während ein Punkt a eines während des Kurvenfah­ rens des Fahrzeugs inneren Rads bezüglich einer Fahrzeugkaros­ serie um einen Abstand (αR) einwärts bewegt wird, wodurch ein Abstand zwischen einem Grundpunkt b des inneren Rads und der imaginären Achsschenkelbolzenachse (VK) größer als ein Abstand zwischen einem Grundpunkt b des äußeren Rads und der imaginä­ ren Achsschenkelbolzenachse (VK) und daher werden linke und rechte Lenkmomente, welche durch Antriebskräfte der linken und rechten gelenkten Räder (WFL, WFR) erzeugt werden, gegeneinander ausgeglichen, wodurch die Erzeugung unnötiger Lenkmomente insgesamt vermieden wird.

Claims (5)

1. Aufhängungssystem für gelenkte linke und rechte Räder (WFL, WFR) in einer Fahrzeugkarosserie, in welchem ver­ schiedene Antriebskräfte (TL, TR) oder Bremskräfte jeweils auf die linken und rechten gelenkten Räder (WFL, WFR) verteilt werden können, wobei das Aufhängungssystem Mit­ tel zum Aufhängen jedes Rads umfaßt, umfassend:
  • - einen Achsschenkel (31), an dem das Rad zur Drehung angebracht ist,
  • - wenigstens zwei unabhängige Aufhängungsarme (46, 49), von welchen jeder mit einem Ende schwenkbar mit der Fahr­ zeugkarosserie verbunden ist und mit seinem anderen Ende schwenkbar mit dem Achsschenkel (31) verbunden ist,
  • - wobei die Aufhängungsarme (46, 49) winkelmäßig zuein­ ander verschoben sind, wobei Verlängerungen der Aushän­ gungsarme (46, 49) einen Schnittpunkt definieren,
  • - eine imaginäre Achsschenkelbolzenachse (VK), welche durch den Schnittpunkt der Verlängerungen der Aufhän­ gungsarme (46, 49) hindurchläuft, und
  • - Mittel zum Lenken jedes Rads um die imaginäre Achs­ schenkelbolzenachse (VK).
2. Aufhängungssystem für gelenkte Räder (WFL, WFR) in einem Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Grundpunkt (b) eine Rads auf einer Straßenober­ fläche bezüglich eines Schnittpunkts (c) der imaginären Achsschenkelbolzenachse (VK) mit der Achse (34), welcher auf die Straßenoberfläche verlängert ist, in einer Längs­ richtung einen Zentrum-Versatz (OSL, OSR) definiert, und daß während des Lenkens der Räder der Zentrum-Versatz für jedes Rad derart gesetzt ist, daß der Zentrum-Versatz (OSL, OSR) eines während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs äußeren Rads kleiner ist als der Zentrum-Versatz (OSL, OSR) eines während des Kurvenfahrens des Fahrzeugs inneren Rads.
3. Aufhängungssystem für gelenkte Räder (WFL, WFR) in einem Fahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verbindungspunkt zwischen dem Achsschenkel (31) und einem der beiden unabhängigen Aufhängungsarme (46, 49), welcher einen größeren Neigungswinkel (θ₂) bezüglich der Mittenlinie einer Fahrzeugkarosserie aufweist, an der Fahrzeugkarosserie an einem weiter innen gelegenen Ort angeordnet ist als ein Verbindungspunkt zwischen dem Achsschenkel (31) und dem anderen Aufhängungsarm (49), welcher einen kleineren Neigungswinkel (θ₁) bezüglich der Mittenlinien des Fahrzeugs aufweist.
4. Aufhängungssystem für gelenkte Räder (WFL, WFR) in einem Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ferner eine Vorrichtung vorgesehen ist zum Erzeugen einer Differenz der Anzahl an Umdrehungen zwischen dem rechten und dem linken Rad (WFR, WFL), worin die Antriebs­ kräfte auf die linken und rechten Räder (WFL, WFR) durch die Vorrichtung verteilt werden.
5. Aufhängungssystem für gelenkte Räder (WFL, WFR) in einem Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden unabhängigen Aufhängungsarme (46, 49) an unteren Abschnitten des Achsschenkels (31) angebracht sind.
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