DE19637932C1 - Verfahren und Einrichtung zum Herstellen eines Tamponapplikators für die Frauenhygiene - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Herstellen eines Tamponapplikators für die FrauenhygieneInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum
Herstellen eines Tamponapplikators für die Frauenhygiene aus
spritzfähigem Material, der aus einer etwa zylindrischen
Außenhülse und einer etwa zylindrischen Innenhülse besteht,
wobei der Außendurchmesser der Innenhülse kleiner als der
Innendurchmesser der Außenhülse bemessen ist, in welcher die
Innenhülse teleskopartig verschiebbar angeordnet werden kann.
Das Verfahren betrifft das Einspritzen von spritzfähigem
Material in einen Formhohlraum mit einem Kern für die
Außenhülse und in einen Formhohlraum mit einem Kern für die
Innenhülse des Tamponapplikators.
DE-PS 40 02 975 beschreibt einen Tamponapplikator, insbeson
dere für die Frauenhygiene, bei dem eine Außenhülse und eine
Innenhülse einteilig aus Kunststoff geformt und durch minde
stens eine Sollbruchstelle zwischen dem hinteren Ende der
Außenhülse und dem Vorderende der Innenhülse miteinander ver
bunden sind. Aus DE-Gbm 90 14 464 ist ein aus Kunststoff
bestehender Tamponapplikator, insbesondere für die Frauen
hygiene, bekannt, bei dem in das hintere Ende einer zylindri
schen Außenhülse ein hohles Griffstück axial unverschieblich
eingesetzt ist, in dem ein Schieber axial bewegbar angeordnet
ist, wobei das Vorderende des Schiebers durch mindestens eine
Sollbruchstelle mit der Innenwand des Griffstücks verbunden
ist. Ferner sind in EP 0 661 032 ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Einsetzen einer Innenhülse in eine Außenhülse
beschrieben. Dabei werden die beiden Hülsen jeweils auf einem
an eine Vakuumquelle angeschlossenen Teil durch ein Vakuum
gehalten, ehe mittels einer Stange die Innenhülse in die
Außenhülse eingeschoben und anschließend das Vakuum
abgeschaltet wird, um die Hülsenanordnung, die einen Tampon
applikator bilden kann, zu entfernen. Die der Durchführung des
Verfahrens dienende Vorrichtung besteht aus den beiden Hülsen
angepaßten Halteteilen zur Aufnahme der Hülsen in koaxialer
Ausrichtung, sowie einem Stößel für die Innenhülse zum Über
führen derselben in die Außenhülse sowie einer Steuervorrich
tung, mittels welcher die Bewegung des Stößels über eine
bestimmte Wegstrecke und Zeit für das Einsetzen der Innenhülse
in die Außenhülse steuert.
Bei Verfahren und Einrichtungen der vorgenannten bekannten
Gattung ist es bekannt, die Innenhülse und die Außenhülse
getrennt herzustellen und nach ihrer Herstellung in einem
weiteren Arbeitsgang den Tamponapplikator durch Einsetzen der
Innenhülse in die Außenhülse zu montieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und
die Einrichtung zum Herstellen eines Tamponapplikators aus
spritzfähigem Material wesentlich zu vereinfachen und
wirtschaftlicher zu gestalten sowie ggfls. mit einer Montage
des Tamponapplikators zu verbinden.
Die Erfindung gibt zur Lösung dieser Aufgabe ein Verfahren an,
das durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
- a) das spritzfähige Material wird aus mindestens einem Verteilerkanal etwa gleichzeitig in den Formhohlraum einer Spritzeinheit für die Außenhülse und in den Formhohlraum einer Schließeinheit für die Innenhülse eines Formwerkzeugs unter Bildung mindestens einer Sollbruchstelle zwischen dem hinteren Ende der Außenhülse und dem vorderen Ende der Innenhülse eines einteiligen Applikatorspritzlings eingespritzt;
- b) man läßt den einteiligen Applikatorspritzling in dem Formhohlraum aushärten;
- c) die Außenhülse des einteiligen Applikatorspritzlings wird entformt, wobei die Außenhülse ihren Kern umgibt;
- d) die Außenhülse des einteiligen Applikatorspritzlings wird von ihrem Kern befreit, indem der Kern der Außenhülse durch deren Vorderende koaxial zurückgezogen wird;
- e) der einteilige Applikatorspritzling wird durch Abstreifen seiner Innenhülse von deren Kern, der innerhalb des Innenhülsen-Formhohlraums der Schließeinheit angeordnet ist, aus dem Innenhülsen-Formhohlraum der beweglichen, geöffneten Schließeinheit ausgeworfen.
Besondere Vorteile bietet das Verfahren gemäß der Erfindung
für die Herstellung eines Tamponapplikators, dessen Außenhülse
und Innenhülse jeweils mit kugelsegmentförmigen Lippen am
Vorderende versehen sind. Denn das erfindungsgemäße Verfahren
gestattet es, diese Lippen beim Herstellen des einteiligen
Applikatorspritzlings gleichzeitig an den Vorderenden der
Außenhülse und der Innenhülse anzuformen. Ebenso ermöglicht
das erfindungsgemäße Verfahren, eine Tamponsperre an der
Innenseite der Wand der Außenhülse im Bereich ihres hinteren
Endes sowie einen axialen Führungsschlitz in der Wand der
Innenhülse des einteiligen Applikatorspritzlings bei der
Herstellung desselben anzubringen. Hierdurch ist die
Innenhülse in der Außenhülse gegen Verlust gesichert und
innerhalb der Außenhülse nur begrenzt verschiebbar. Außerdem
kann mit dieser bekannten Ausgestaltung eine kompaktere Form
des Tamponapplikators geschaffen werden, bei welcher der
Tampon innerhalb der Innenhülse angeordnet ist, die in die
Außenhülse eingeschoben ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Einrichtung zur
Durchführung des Verfahrens zum Herstellen des Tampon
applikators für die Frauenhygiene, bestehend aus einer
Spritzeinheit und einer Schließeinheit, die im geschlossenen
Zustand einen Formhohlraum mit einem Kern bilden. Gemäß der
Erfindung ist eine Einrichtung dieser bekannten Bauart dadurch
gekennzeichnet, daß der Formhohlraum mit einem Kern für die
Außenhülse in der Spritzeinheit und der Formhohlraum mit einem
Kern für die Innenhülse in der Schließeinheit eines
gemeinsamen Formwerkzeugs angeordnet und im Schließzustand des
Formwerkzeugs zu einem einzigen Formhohlraum für einen
einteiligen Applikatorspritzling verbunden sind, wobei in der
geschlossenen Spritzposition des Formwerkzeugs im Bereich
seiner Teilungsebene mindestens ein Verteilerkanal zwischen
dem Innenhülsen-Formhohlraum und dem Außenhülsen-Formhohlraum
zur Herstellung mindestens einer Sollbruchstelle zwischen dem
rückwärtigen Ende der Außenhülse und dem Vorderende der
Innenhülse des einteiligen Applikatorspritzlings vorgesehen
ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung betreffen die axiale
Bewegbarkeit des Innenkerns für die Außenhülse innerhalb der
Spritzeinheit, so daß der die Außenhülse des einteiligen
Applikatorspritzlings tragende Kern in Anlage an dem Kern für
die Innenhülse in der Schließeinheit auf einem ersten
Öffnungshub derselben synchron mitbewegt werden kann. Dadurch
liegt die mit der Innenhülse einteilig gespritzte Außenhülse
in dem Zwischenraum zwischen Spritzeinheit und geöffneter
Schließeinheit des Formwerkzeugs frei. Anschließend kann der
Kern der Außenhülse in die Spritzeinheit zurückbewegt werden.
Eine in der Schließeinheit auf dem Kern der Innenhülse axial
hin und her bewegbare Abstreifhülse kann anschließend in
Ausschubrichtung gegen das rückwärtige Ende der Innenhülse
gefahren und diese von ihrem Kern in der Schließeinheit
abgestreift werden, so daß der einteilige Applikatorspritzling
aus der Einrichtung ausgeworfen und einer weiteren Behandlung
zugeführt werden kann.
Darüber hinaus bietet die Erfindung jedoch den besonderen
Vorteil einer vollständigen Montage des Tamponapplikators nach
der Herstellung des einteiligen Applikatorspritzlings, wenn
dessen Außenhülse, wie beschrieben, in den Zwischenraum
zwischen der Spritzeinheit und der Schließeinheit hineinragt
und mit seiner Innenhülse noch auf dem Innenkern in der
Schließeinheit sitzt. Für die Montage des Tamponapplikators
ist eine Handhabungsvorrichtung angeordnet, die parallel und
senkrecht zu der Werkzeugtrennebene des Formwerkzeugs bewegbar
ist. Mittels dieser Handhabungsvorrichtung kann die Außenhülse
auf ihrem Umfang umfaßt werden. Ist dies geschehen, kann die
Abstreifhülse in der Schließeinheit die Innenhülse abstreifen
und in die von der Handhabungsvorrichtung gehaltene Außenhülse
unter Zerstörung der mindestens einen Sollbruchstelle zwischen
der Innenhülse und der Außenhülse hineinschieben. Damit ist
der Montagevorgang beendet. Die Handhabungsvorrichtung kann
dann den fertig montierten Tamponapplikator aus dem
Formwerkzeug herausbewegen und der weiteren Verarbeitung
zuführen.
Die Erfindung ist nachstehend anhand einer Einrichtung zur
Herstellung eines einteiligen Applikatorspritzlings und zur
Montage eines aus dem Spritzling hergestellten
Tamponapplikators näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines einteiligen,
vollständig aus spritzfähigem Material hergestellten
Applikatorspritzlings in einem Mittellängsschnitt;
Fig. 2 einen Querschnitt II-II gemäß Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt III-III gemäß Fig. 1;
Fig. 4 die erste Ausführungsform des einteiligen
Applikatorspritzlings in Fig. 1 bis 3 in einer
schaubildlichen Ansicht;
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform eines einteiligen
Applikatorspritzlings in schaubildlicher Ansicht;
Fig. 6 ein geschlossenes Formwerkzeug einer Spritzguß
maschine zur gleichzeitigen Herstellung beider
Ausführungsformen des einteiligen Applikator
spritzlings gemäß Fig. 1 bis 5 in Draufsicht;
Fig. 7 einen senkrechten Mittellängsschnitt VII-VII des
geschlossenen Formwerkzeugs in Fig. 6;
Fig. 8 das geschlossene Formwerkzeug für die erste
Ausführungsform des einteiligen Applikator
spritzlings gemäß Fig. 1 bis 4 in einem zur
Zeichenebene in Fig. 6 parallelen Mittellängsschnitt
in größerem Maßstab und weggebrochener Darstellung;
Fig. 9 einen Querschnitt IX-IX des Formwerkzeugs für die
Innenhülse in Fig. 8, in einer um 90° um die
Hauptachse des Formwerkzeugs gedrehten Ansicht;
Fig. 10 das geschlossene Formwerkzeug für die erste
Ausführungsform des einteiligen Applikatorspritz
lings gemäß Fig. 1 bis 4 in größerem Maßstab;
Fig. 11 eine Ansicht ähnlich Fig. 10, in der die
Schließeinheit für den Applikatorspritzling in Fig.
1 bis 4 eine erste Öffnungshubstellung einnimmt;
Fig. 12 eine Ansicht ähnlich Fig. 11, mit der Schließeinheit
in einer zweiten Öffnungshubstellung, wobei der Kern
der Außenhülse wieder seine Ausgangsstellung
eingenommen hat;
Fig. 13 eine dritte Öffnungshubstellung der Schließeinheit,
in der die geöffnete Innenhülsenform mit einer
Abstreifhülse in ihrer Abstreifhub-Endstellung und
ausgeworfenem Applikatorspritzling in einem
Mittellängsschnitt in vergrößerter, teilweise
weggebrochener Darstellung zu sehen sind;
Fig. 14 eine Ansicht ähnlich Fig. 13, mit geöffneter
Innenhülsenform und dem Applikatorspritzling sowie
einer Handhabungsvorrichtung für die Montage des
Applikators in einer Spritzgußmaschine;
Fig. 15 eine Ansicht ähnlich Fig. 14, mit der geöffneten
Innenhülsenform und dem Applikatorspritzling, wobei
die Außenhülse von der Handhabungsvorrichtung erfaßt
ist; und
Fig. 16 eine Ansicht ähnlich Fig. 15, welche die Montage des
Tamponapplikators mittels der Handhabungsvorrichtung
darstellt.
In Fig. 1 bis 4 ist ein einteiliger Applikatorspritzling 30
für einen Tamponapplikator für die Frauenhygiene aus
spritzfähigem, vorzugsweise biologisch abbaubarem Material
gezeigt. Falls gewünscht, kann der Applikatorspritzling 30 aus
einem einzigen spritzfähigen Material oder aber auch aus zwei
spritzfähigen Materialien unterschiedlicher Eigenschaften
hergestellt werden, die z. B. einerseits für die Außenhülse und
andererseits für die Innenhülse des Tamponapplikators
besonders geeignet oder erwünscht sind. Es versteht sich, daß
ggfls. auch übliche Kunststoffe für das Spritzgießen des
Applikatorspritzlings 30 in Betracht kommen.
Der Applikatorspritzling 30 setzt sich aus einer im
wesentlichen zylindrischen Außenhülse 32 und einer im
wesentlichen zylindrischen Innenhülse 34 mit einem
Außendurchmesser zusammen, der kleiner als der Innen
durchmesser der Außenhülse 32 bemessen ist. Die Außenhülse 32
und die Innenhülse 34 sind durch mindestens eine
Sollbruchstelle 36 miteinander verbunden, so daß die
Außenhülse 32 und die Innenhülse 34 als der einteilige
Applikatorspritzling 30 in nur einem Formwerkzeug einer
Spritzgußmaschine hergestellt werden können, wie weiter unten
erläutert wird. Die Sollbruchstelle 36 ist in einem vorderen
Querschnittsbereich der Innenhülse 34 vorgesehen, der sich vor
einem Vorderende 42 eines an beiden Enden geschlossenen
Führungsschlitzes 44 bzw. an einer Lippenwurzel 46 von nach
außen gewölbten, sich zum vorderen Ende verjüngenden z. B.
kugelsegmentförmigen, elastischen Lippen 48 der Innenhülse 34
befindet.
Die mindestens eine Sollbruchstelle 36 besteht aus einer
dünnen Haut 38 (Fig. 3), die sich über 360° des
Applikatorumfanges erstrecken kann und eine in Fig. 1
gezeigte, hintere Stirnseite 40 der Außenhülse 32 mit der
Außenseite des vorderen Endes des zylindrischen Teils der
Innenhülse 34 verbindet. Die Sollbruchstelle 36 kann
vorzugsweise auch nur auf voneinander getrennten
Umfangsabschnitten des Applikatorspritzlings 30 jeweils in
Form der dünnen, steg- oder punktförmigen Haut 38 vorgesehen
sein.
Gemäß Fig. 1 ist auch die Außenhülse 32 am Vorderende mit
sechs elastischen, kugelsegmentförmigen, nach vorne verjüngten
und jeweils nach außen gewölbten Lippen 60 versehen. Die
Lippen 60, 48 der Außenhülse 32 und der Innenhülse 34 sind an
ihren Rändern und freien, vorderen Enden abgerundet, wobei
ihre Enden konzentrisch zur Mittellängsachse des
Tamponapplikators 30 hingebogen sind und eine relativ große,
mittlere Öffnung 62 bzw. 64 der Außenhülse 32 bzw. der
Innenhülse 34 freilassen (Fig. 1, 2 und 4).
Gemäß Fig. 1 und 3 befindet sich eine Ansatzstelle 66 einer
Tamponsperre 50 im beidseitigen Umfangsabstand von drei Lippen
48 der Innenhülse 34. Die federbügelartig ausgebildete
Tamponsperre 50 ist an der Innenseite einer etwa zylindrischen
Wand 52 der Außenhülse 32 im axialen Abstand vor der hinteren
Stirnseite 40 der Außenhülse 32 angeordnet und erstreckt sich
in einer zur Mittellängsachse der Außenhülse 32 radialen Ebene
und im spitzen Winkel schräg in Richtung zum Vorderende der
Außenhülse 32.
Der axiale Führungsschlitz 44 der Innenhülse 34 des
einteiligen Applikatorspritzling 30 ist durch die
Sollbruchstelle 36 gegenüber der Tamponsperre 50 der
Außenhülse 32 im Abstand koaxial ausgerichtet und breiter als
die Tamponsperre 50 bemessen. Infolgedessen können die Soll
bruchstellen 36 durch Ausübung eines axialen Drucks auf die
Innenhülse 34 zerstört und die Innenhülse 34 in die Außenhülse
32 so eingeschoben werden, daß die Tamponsperre 50 zunächst
durch die Lippenwurzel 46 der Innenhülse 34 gegen die
Innenseite der Wand 52 der Außenhülse 32 elastisch
zurückgebogen und dabei vorgespannt wird, bevor sie infolge
ihrer Biegevorspannung automatisch in den Führungsschlitz 44
radial unter Schnappwirkung eingreift und im entspannten
Zustand wieder ihre ursprüngliche Stellung einnimmt. Dieser
Montageschritt wird in der Regel noch durch eine gewisse,
radiale, elastische Ausweichbewegung des Vorderendes 42 der
Innenhülse 34 zum Innern der Innenhülse 34 hin unterstützt.
Die Länge der Tamponsperre 50 ist so bemessen, daß ein in Fig.
1 strichpunktiert angedeuteter Tampon 54 in einer
strichpunktiert gezeigten Montagestellung der Innenhülse 34
innerhalb der Außenhülse 32 mit seinem vorderen,
kugelkalottenförmigen Ende 55 an der Innenseite der Lippen 48
der Innenhülse 34 und mit seinem hinteren Ende 56 an dem
freien Ende der Tamponsperre 50 anliegt und in seiner axialen
Lage fixiert ist.
Die Innenhülse 34 in Fig. 1 bis 4 ist am rückwärtigen Ende im
axialen Abstand vor einem endseitigen Griffwulst 68 mit einer
ringförmigen Sperrnut 71 versehen. Die hintere Stirnseite 40
der Außenhülse 32 wird von einem Griffwulst 70 gebildet.
Die zweite Ausführungsform eines einteiligen Applika
torspritzlings 230 in Fig. 5 unterscheidet sich von der ersten
Ausführungsform lediglich dadurch, daß eine Außenhülse 232 an
ihrem Vorderende nur vier Lippen 260 aufweist, die eine
vordere Öffnung 262 zum Ausstoßen eines Tampons bilden. Ferner
ist vor einem hinteren Griffwulst 270 der Außenhülse 232 ein
Längenabschnitt mit einer aufgerauhten Griffläche 233 zur
besseren Handhabung des fertigen Tamponapplikators beim
Einführen eines Tampons vorgesehen. Eine Innenhülse 234
unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform im
wesentlichen durch einen Führungsschlitz 244, der auf
mittlerer Länge schmaler als die Tamponsperre 50 breit ist.
Infolgedessen wird die Innenhülse 234 in diesem Bereich durch
die Tamponsperre 50 gespreizt und geweitet, um eine sichere
Führung der Innenhülse 234 und ein leichtes Ausschieben oder
Überführen des Tampons 54 in die Außenhülse 232 zu erreichen.
Die Innenhülse 234 ist am rückwärtigen Ende ebenfalls mit
einem Griffwulst 268 versehen, vor dem im axialen Abstand ein
ringförmiger Sperrwulst 272 angeordnet ist.
Da bei der Zerstörung der Sollbruchstellen 36 an der
Innenseite der Wand 52 der Außenhülse 32 bzw. 232 Reste der
Sollbruchstellen 36 in Form von nicht gezeigten Ansätzen
zurückbleiben, können diese Ansätze als Sperrhaken oder
Sperrippen dienen, die am Ende der Einschubbewegung der
Innenhülse 34 in die Außenhülse 32 in die Sperrnut 71 unter
Rastwirkung eingreifen bzw. über den Sperrwulst 272 rastend
hinweggleiten, um dadurch die Innenhülse 34 bzw. 234 in ihrer
in die Außenhülse 32 bzw. 232 eingeschobenen Stellung lösbar
festzuhalten.
In Fig. 6 und 7 ist eine Einrichtung zur gleichzeitigen
Herstellung der ersten Ausführungsform des einteiligen
Applikatorspritzlings 30 in Fig. 1 bis 4 und der zweiten
Ausführungsform des Applikatorspritzlings 230 in Fig. 5 in dem
Formwerkzeug einer Spritzgußmaschine mit einer Spritzeinheit
300 und einer z. B. ölhydraulisch angetriebenen Schließeinheit
302 dargestellt.
Gemäß Fig. 6 und 7 besteht die Spritzeinheit 300 u. a. aus
einer Aufspannplatte 305, mit der eine Distanzplatte 308, eine
Aufnahmeplatte 318 und eine Trägerplatte 320 für in Fig. 7
gezeigte Außenhülsen-Formeinsätze 324, 328 mit Formhohlräumen
301, 303 für die Außenhülsen 32; 232 mittels
Distanzankerschrauben 322 fest verspannt sind. Fig. 7 zeigt
weiterhin Kühlkammern 326, 330 für Kühlflüssigkeit am Umfang
der Formeinsätze 324, 328.
Ferner ist in Fig. 6, 7 und 8 ein aus seitlich bewegbaren
Innenhülsen-Formbacken 388, 390 bestehendes Innenhülsen-
Formwerkzeug 304 mit Formhohlräumen 307, 309 für die
Innenhülsen 34 bzw. 234 als Bestandteil der Schließeinheit 302
zu sehen.
Gemäß Fig. 7 enthält der Formhohlraum 301 des Formwerkzeugs
EP einen Kern 358 für die Außenhülse 32 des einteiligen
Applikatorspritzlings 30 in Fig. 4. Ebenso ist in dem
Formhohlraum 303 des Formwerkzeugs US ein Kern 360 für die
Außenhülse 232 des einteiligen Applikatorspritzlings 230 in
Fig. 5 vorgesehen.
Ferner ist in Fig. 6 und 7 an der Rückseite der Aufspannplatte
305 der Spritzeinheit 300 eine Zentrierung 310 mittels Schrau
ben 312 befestigt. Die Zentrierung 310 ist gleichzeitig die
Schnittstelle zu einer nicht dargestellten Spritzschnecke der
Spritzgußmaschine. Mit der Zentrierung 310 ist ein
Einspritzrohr 314 verbunden, an dessen Ende eine Einspritzdüse
316 angeordnet ist.
Gemäß Fig. 6 sind an gegenüberliegenden Schmalseiten der
angußseitigen Aufnahmeplatte 318 Winkelstücke 332, 334 durch
Schrauben 336, 338 befestigt. Diese Winkelstücke 332, 334
tragen jeweils eine Kolben-Zylinder-Einheit 340, 342, deren
Kolbenstangen 344, 346 durch Schrauben 348, 349 mit einer
Tragplatte 350 verbunden sind. Die Tragplatte 350 erstreckt
sich parallel zu der Aufspannplatte 305 und ist mittels der
Kolben-Zylinder-Einheiten 340, 342 in bezug auf die
Schließeinheit 302 auf Führungsstangen 352 mittels
Führungsbuchsen 354 hin und her verschiebbar gelagert.
Gemäß Fig. 7 sind an der beweglichen Tragplatte 350 zwei Pro
filkerne 356; 362 befestigt, die in der Aufnahmeplatte 318 für
die Trägerplatte 320 längs verschiebbar gelagert sind und sich
jeweils durch eine hintere Längsbohrung 325; 329 in den
Formeinsätzen 324; 328 in diese hinein erstrecken. Das
Querprofil dieser Profilkerne 356; 362 bestimmt die Größe und
Kontur der vorderen Öffnung 62; 262 der Außenhülsen 32; 232 in
Fig. 4 und 5. Am vorderen Ende sind die Profilkerne 356; 362
mit ihren, im Durchmesser vergrößerten Kernen 358; 360 für die
Außenhülsen 32; 232 versehen, die in den Formhohlräumen 301
bzw. 303 der Formeinsätze 324; 328 für die Außenhülsen 32; 232
der Applikatorspritzlinge 30; 230 gemäß Fig. 4 und 5
angeordnet sind.
Gemäß Fig. 8 ist der Außenhülsenkern 358 an seinem vorderen,
der Schließeinheit 302 abgekehrten Stirnende mit einer nach
außen gewölbten Stirnfläche 359 versehen, welche mit
zungenförmigen, kugelsegmentartigen, nicht dargestellten
Ausnehmungen zum Formen der sechs Lippen 60 der Außenhülse 32
versehen ist. Es versteht sich, daß der Außenhülsenkern 360 in
Fig. 7 ebenfalls den vier Lippen 260 der Außenhülse 232
entsprechende, nicht dargestellte Ausnehmungen an seinem
vorderen, der Schließeinheit 302 abgekehrten, abgerundeten
Stirnende aufweist.
Gemäß Fig. 7, 8, 10 und 11 enthalten die Profilkerne 356, 362
jeweils axiale Kühlmittelkanäle 364, 366, die bis in die
Außenhülsenkerne 358, 360 geführt und gemäß Fig. 7 über je
einen Verteilerblock 368, 369 in der beweglichen Tragplatte
350 (Fig. 6) an nicht dargestellte, unter Druck stehende
Kühlmittelquellen angeschlossen sind.
In Fig. 6, 7, 10 bis 12 ist an den gegenüberliegenden, zu den
Hauptachsen der Formwerkzeuge EP; US parallelen Längsseiten
der angußseitigen Trägerplatte 320 für die Außenhülsen-
Formeinsätze 324, 328 je eine Steuerkurvenplatte 370, 372
mittels Schrauben 376 befestigt (Fig. 7, 10 und 11). Die
Steuerkurvenplatten 370, 372 sind jeweils auf ihrer Innenseite
mit einer Steuerkurve 378, 380 versehen. Wie Fig. 6 und 7
zeigen, erstrecken sich die Steuerkurven 378, 380 parallel zur
Bewegungsrichtung x der Schließeinheit 302 und sind an ihren
der Spritzeinheit 300 abgekehrten Enden in bezug auf die
Längsmitte der Spritzvorrichtung nach außen auf einem
Abschnitt 382 abgekröpft (Fig. 6), der jedoch wiederum
parallel zur Bewegungsrichtung x der Schließeinheit 302
gerichtet und am Ende offen ist.
Gemäß Fig. 7 ist das innere Ende von zwei Steuerbolzen 384,
386 an je einer der beiden Innenhülsen-Formbacken 388, 390 des
in Fig. 6 oder 8 dargestellten Formwerkzeugs 304 befestigt.
Mit ihren äußeren Enden greifen die Steuerbolzen 384, 386 in
die Steuerkurven 378, 380 beweglich ein. Befinden sich die
Steuerbolzen 384; 386 in dem abgekröpften Abschnitt 382 der
Steuerkurven 378, 380, dann ist das normalerweise geschlossene
Innenhülsen-Formwerkzeug 304 geöffnet (Fig. 11 und 12).
Die Schließeinheit 302 weist eine Aufspannplatte 311 auf, die,
wie Fig. 6 zeigt, mit Bohrungen 396 versehen ist, mittels
welcher die Schließeinheit 302 über eine Formschlußmechanik an
einen Formschlußantrieb angeschlossen werden kann, wie es an
sich bekannt und daher nicht dargestellt ist. Gemäß Fig. 7
haben die Aufspannplatte 311 und die Befestigungsplatte 412
eine zentrale Bohrung 402, durch die sich eine Koppelstange
404 erstreckt. Das vordere Ende der Koppelstange 404 ist
mittels einer Koppelschraube 406 mit der Aufspannplatte 407
und der Abstreiferplatte 408 fest verbunden, die infolgedessen
mittels der an einen vorzugsweise ölhydraulischen Antrieb
angeschlossenen Koppelstange 404 in Maschinenrichtung hin und
her bewegbar
ist.
Gemäß Fig. 6 und 7 erstreckt sich zwischen der Aufspannplatte
311 der Schließeinheit 302 und einer Führungsplatte 375 ein
Distanzrahmen 398, der einen Raum 399 freihält, in welchem die
Führungsplatte 375 parallel zu sich selbst hin und her
bewegbar angeordnet ist. Gemäß Fig. 6, 7 und 10 trägt die
Führungsplatte 375 an ihrer der Spritzeinheit 300 zugekehrten
Seite das Formwerkzeug 304 für die Innenhülsen 34, 234, das
mittels einer Befestigungsplatte 374 an der Führungsplatte 375
mittels Schrauben 377 befestigt ist.
Gemäß Fig. 6 und 8 sind die beiden Innenhülsen-Formbacken 388,
390 des Formwerkzeugs 304 auf schrägen Führungsbolzen 392, 393
geführt, die in der angußseitigen Trägerplatte 320 befestigt
sind und mit der Mittellängsachse der Spritzvorrichtung einen
spitzen Winkel bilden, der sich in Richtung der Schließeinheit
302 öffnet. Infolgedessen können die Innenhülsen-Formbacken
388, 390 aus der in Fig. 6 und 7 gezeigten Schließstellung in
eine Offenstellung seitlich verschoben werden, wenn die
Steuerbolzen 384, 386 bei dem Öffnungshub der Schließeinheit
302 in den nach außen gekröpften Abschnitt 382 der
Steuerkurven 378, 380 eintreten und umgekehrt. Die
Innenhülsen-Formbacken 388, 390 sind mit Bohrungen 394 für
Kühlmittelflüssigkeit ausgestattet.
Gemäß Fig. 6 und 7 ist die Aufspannplatte 311 der
Schließeinheit 302 an ihrer der Spritzeinheit 300 zugekehrten
Seite durch Ankerschrauben 400 mit einer Befestigungsplatte
412 fest verbunden, in welcher Kerne 414 bzw. 418 für die
Innenhülsen 34 bzw. 234 befestigt sind. Die im wesentlichen
zylindrischen Innenhülsenkerne 414, 418 erstrecken sich nach
vorne in einen kugelsegmentförmigen Teil, in dem sich axial
nach vorne und radial nach außen gewölbte Formhohlräume 458
(Fig. 8) zum Formen der Lippen 48 der Innenhülse 34 befinden.
Von dem kugelsegmentförmigen Teil erstrecken sich die
Innenhülsen 34 bzw. 234 mit vorderen, konisch zulaufenden
Zentrierspitzen 446 bzw. 447 bis in etwa entsprechend
geformte, konische Öffnungen der Außenhülsenkerne 358 bzw.
360, wenn das Formwerkzeug geschlossen ist, wie Fig. 7 zeigt.
In Fig. 8 ist nur eine dieser Öffnungen mit 442 bezeichnet.
Die Innenhülsenkerne 414, 418 sind mit Kühlmittelkanälen 422,
424 versehen, die an die nicht gezeigte Kühlmittelquelle
angeschlossen sind. Ferner sind in der Befestigungsplatte 412
Führungsstangen, von denen nur eine mit 410 bezeichnet ist,
achsparallel zur Hauptachse des Formwerkzeugs befestigt.
Gemäß Fig. 6 und 7 ist vor der Befestigungsplatte 412 eine
Aufspannplatte 407 angeordnet, an welcher eine
Abstreiferplatte 408 mittels Senkschrauben 409 befestigt ist.
In der Abstreiferplatte 408 sind zwei Abstreifhülsen 426; 428
befestigt, die jeweils auf einem der beiden Innenhülsenkerne
414, 418 koaxial verschiebbar gelagert sind und sich durch die
Führungsplatte 375 bis in das Innenhülsen-Formwerkzeug 304
erstrecken. In Fig. 7 ist außerdem zu sehen, daß sowohl die
Aufspannplatte 407 als auch die Abstreiferplatte 408 mittels
Führungshülsen 415 auf den Führungsstangen 410 beweglich
geführt sind.
Aus Fig. 8 und 9 ist ersichtlich, daß die Innenhülsen-
Formbacke 388 mit einer Formleiste 389 für den Führungsschlitz
44 der Innenhülse 34 versehen ist. In der in Fig. 8 und 9
gezeigten Schließstellung des Formwerkzeugs 304 liegt die
Formleiste 389 auf dem Innenhülsenkern 414 dicht auf, so daß
der Führungsschlitz 44 beim Spritzgießen der Innenhülse 34
ausgespart wird. Die Formbacke 388 ist außerdem mit einer
weiteren, jedoch nicht dargestellten Formleiste zur
Herstellung des Längsschlitzes 244 in der Innenhülse 234 des
Applikatorspritzlings 230 in Fig. 5 versehen.
Gemäß Fig. 8 sind Verteilerkanäle 430, 431 und Einspritzkanäle
456 sowie ferner ein Wulsthohlraum 452 für die Außenhülse 32
und ein Wulsthohlraum 453 für den Griffwulst 68 der Innenhülse
34 oberhalb und unterhalb der von den Innenhülsen-Formbacken
388, 390 des Formwerkzeugs 304 gebildeten Formhohlräume 301,
307 bzw. 303, 309 (Fig. 7) im Bereich einer Werkzeugtrennebene
306 zwischen der Spritzeinheit 300 und der Schließeinheit 302
vorgesehen. Die Verteilerkanäle 430, 431 sind durch eine
Trennwand 433 getrennt. Infolgedessen können durch diese
beiden Verteilerkanäle 430, 431 spritzfähige Materialien
unterschiedlicher Konsistenz und/oder Farbe in die Formhohl
räume 301, 303, 307, 309 eingespritzt werden, um sowohl die
Außenhülsen 32, 232 als auch in Verbindung mit diesen die
Innenhülsen 34, 234 der einteiligen Applikatorspritzlinge 30,
230 gleichzeitig herzustellen, wie die geschlossene Einspritz
stellung der Formwerkzeuge EP und US in Fig. 7 erkennen läßt.
Gegebenenfalls kann die Trennwand 433 auch wegfallen, wenn
durch die Verteilerkanäle 430, 431 nur ein spritzfähiges
Material in die Formhohlräume eingespritzt werden soll. Unter
Umständen ist es aber auch denkbar, trotz Wegfall der
Trennwand 433 durch die Verteilerkanäle 430 ein spritzfähiges
Material einer ganz bestimmten Eigenschaft, z. B. Konsistenz
und/oder Farbe, einzuspritzen und gleichzeitig durch die
anderen Verteilerkanäle 431 ein spritzfähiges Material mit
einer gegenüber dem erstgenannten, spritzfähigen Material
unterschiedlichen Eigenschaft, z. B. Konsistenz und/oder Farbe,
in den Formhohlraum 301, 307 bzw. 303, 309 einzuspritzen.
Fig. 8 zeigt das Formwerkzeug 304 für die erste Aus
führungsform des Applikatorspritzlings 30 gemäß Fig. 4 in ver
größertem Maßstab. Es ist deutlich erkennbar, daß die
konische Öffnung 442 im vorderen Ende des Außenhülsenkerns 358
im Formeinsatz 324 mit dem Kühlmittelkanal 364 im
Außenhülsenkern 358 durch einen koaxialen Verbindungskanal 444
verbunden ist. Dieser Verbindungskanal 444 ist in der
Einspritzposition des Innenhülsen-Formwerkzeugs 304 gemäß Fig.
8 durch die konische Zentrierspitze 446 des Innenhülsenkerns
414 verschlossen.
In Fig. 8 ist ein seitlicher Hohlraum 448 zum Formen der
Tamponsperre 50 in der Wand der konischen Öffnung 442 des
Außenhülsenkerns 358 zu sehen. Der Hohlraum 448 steht mit den
Formhohlräumen 301 und 307 für die Außenhülse 32 und die
Innenhülse 34 in Verbindung, so daß die einheitliche
Herstellung der Tamponsperre 50 an der Innenseite der Wand 52
der Außenhülse 32 zusammen mit der Innenhülse 34 möglich ist
(Fig. 1 bis 3). Zu diesem Zweck münden in den Formhohlraum 301
des Formeinsatzes 324 die darin enthaltenen, konisch
zulaufenden Einspritzkanäle 450, die bei geschlossenem
Formwerkzeug mit den Verteilerkanälen 431 in den Innenhülsen-
Formbacken 388, 390 verbunden sind. Die Verteilerkanäle 430
münden in die radialen Einspritzkanäle 456, die mit dem
Formhohlraum 307 für die Innenhülse 34 hinter einem
Wulsthohlraum 452 für den Griffwulst 70 in Verbindung stehen.
Durch die Verteilerkanäle 430, 431 kann die zum Spritzen des
einteiligen Applikatorspritzlings 30 notwendige Menge einer
einzigen Spritzmaterialsorte, wie z. B. Polyethylen oder
Polypropylen, eingespritzt werden. Wie erwähnt, können
wahlweise die Verteilerkanäle 430, 431 aber auch an
voneinander getrennte Spritzmaterialquellen angeschlossen
sein. Im letzteren Fall können ggfls. die verwendeten
Spritzmaterialien nach Farbe und Konsistenz unterschiedlich
beschaffen sein, wenn es erwünscht ist, die spezielle Funktion
der Außenhülse 32 mit der Tamponsperre 50 oder der Innenhülse
34 eines Tamponapplikators stärker zu berücksichtigen. Dabei
können die Spritzmaterialien unterschiedlicher Beschaffenheit
und/oder Farbe gleichzeitig oder nur mit geringer zeitlicher
Versetzung in das Formwerkzeug 304 und in die Formeinsätze 324
bzw. 328 eingespritzt werden. Es hat sich gezeigt, daß in
diesem Fall die im Einspritzbereich eintretende Vermischung
der beiden Spritzmaterialarten geringfügig ist und daher
vernachlässigt werden kann.
Fig. 10 zeigt in größerem Maßstab die Spritzposition des
Formwerkzeuges EP, so daß die Formhohlräume 307, 309 des
Formwerkzeuges 304 für die Innenhülsen 34, 234 und die
Formhohlräume 301, 303 für die Außenhülsen 32, 232 in den
Formeinsätzen 324, 328 der Trägerplatte 320 einen gemeinsamen
Formhohlraum für den einteiligen Applikatorspritzling 30; 230
bilden.
In den Fig. 11, 12 und 13 sind drei aufeinanderfolgende
Öffnungshubstellungen der Schließeinheit 302 (Fig. 7) der
klareren Darstellung wegen in größerem Maßstab nur anhand der
wichtigsten Bestandteile des Formwerkzeugs EP für den
einteiligen Applikatorspritzling 30 in Fig. 4 dargestellt,
weil das Formwerkzeug US entsprechend funktioniert.
In Fig. 11 ist die Schließeinheit 302 (Fig. 7) nach dem
Spritzen eines einteiligen Applikatorspritzlings und dessen
kurzzeitiger Aushärtung mit dem Innenhülsen-Formwerkzeug 304
auf einem ersten Öffnungshub in eine erste Öffnungsstellung
bewegt worden. Die beiden Steuerbolzen 384, 386 (Fig. 7) für
die Formbacken 388, 390 (Fig. 6) des Innenhülsen-Formwerkzeu
ges 304 (Fig. 6) befinden sich dabei in einer Position, die
auf etwa mittlerer Länge der Steuerkurven 378, 380 (Fig. 6, 7)
liegt. Mit der Öffnungsbewegung der Schließeinheit 302 werden
die Kolben-Zylinder-Einheiten 340, 342 (Fig. 6) derart betä
tigt, daß gemäß Fig. 11 der an der Tragplatte 350 befestigte
Profilkern 356 mit seinem Außenhülsenkern 358 in dichter Anla
ge an der konischen Zentrierspitze 446 (Fig. 8) des Innenhül
senkernes 414 (Fig. 7) aus dem entsprechenden Formeinsatz 324
mit synchroner Geschwindigkeit in Öffnungsrichtung der
Schließeinheit 302 herausgefahren wird. Der Innenhülsenkern
414 greift somit weiterhin abdichtend mit seiner konischen
Zentrierspitze 446 in die konische Zentrieröffnung 442 des
Innenkerns 358 für die Außenhülse 32 ein. Als Variante sind in
Fig. 11 lediglich die Verteilerkanäle 431 gezeigt, durch die
das spritzfähige Material in die Formhohlräume 301, 307; 303;
309 (Fig. 7) eingespritzt wird.
In Fig. 12 ist die Einrichtung in einer zweiten Öffnungshub
stellung dargestellt. Diese Position ist durch zwei voran
gehende Bewegungsvorgänge gekennzeichnet: Durch die Bewegung
der Tragplatte 350 (Fig. 6, 10, 11) mittels der Kolben-Zylin
der-Einheiten 340, 342 (Fig. 6) in Richtung der Spritzeinheit
300 wurde der Kern 358 aus der ihn umgebenden Außenhülse 32
des einteiligen Applikatorspritzlings in den Formeinsatz 324
vollständig zurückgefahren. Während dieser Rückfahrt des
Außenhülsen-Innenkerns 358 wurden die Lippen 60 am Vorderende
der nunmehr in einen Zwischenraum 436 zwischen der Spritzein
heit 300 und der Schließeinheit 302 frei vorstehenden Außen
hülse 32 gespreizt; die Lippen 60 haben aber aufgrund des für
Spritzmaterial, wie Kunststoff, typischen Rückstellvermögens
oder s.g. Memory-Effektes wieder ihre rundkuppenartige Form
angenommen, nachdem der Kern 358 aus der Außenhülse 32 voll
ständig herausbewegt worden ist. Die Steuerbolzen 384, 386
haben nunmehr eine in Öffnungsrichtung x liegende erste
Endstellung ihrer geradlinigen Bewegung in den Steuerkurven
378, 380 der Steuerkurvenplatten 370, 372 eingenommen, so daß
die Innenhülsen-Formbacken 388, 390 immer noch geschlossen
sind.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6, 10 und 13 kann der Betrieb des
Formwerkzeuges für die Herstellung des einteiligen Applikator
spritzlings nunmehr dadurch beendet werden, daß durch Betä
tigung der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten 340, 342
die Schließeinheit 302 in Fig. 6 und 7 weiter in Richtung des
Pfeiles x in eine dritte Öffnungsstellung bewegt wird. Dabei
gleiten die Steuerbolzen 384, 386 des Innenhülsen-Formwerk
zeugs 304 in eine zweite, letzte Endstellung in dem nach außen
abgekröpften Abschnitt 382 der Steuerkurvenplatten 370, 372
und bewegen die Innenhülsen-Formbacken 388, 390 dabei in eine
Offenstellung, die in Fig. 14 gezeigt ist. Danach ist, wie
Fig. 14 zeigt, die bewegliche Abstreiferplatte 408 (Fig. 7)
mit der Abstreifhülse 426 in Richtung der Spritzeinheit 300
bewegt und der einteilige Applikatorspritzling 30 aus dem
Innenhülsen-Formwerkzeug 304 ausgestoßen worden. Dabei hat die
(Fig. 7) vordere Stirnfläche der in Richtung zur Spritzeinheit
300 bewegten Abstreifhülse 426 die hintere Stirnfläche des
Griffwulstes 68 der auf ihrem Innenkern 414 (Fig. 7) sitzenden
Innenhülse 34 beaufschlagt, die, wie beschrieben, durch die
angespritzten Sollbruchstellen 36 mit der Außenhülse 32 des
einstückigen Applikatorspritzlings 30 verbunden ist. An
schließend kann der einteilige Applikatorspritzling 30
weiteren, nicht dargestellten Arbeitsstationen zugeführt und
ein neuer Spritzzyklus eingeleitet werden.
Die Erfindung ermöglicht jedoch nicht nur die einteilige
Herstellung des Applikatorspritzlings 30 bzw. 230, sondern
darüber hinaus auch eine Fertigmontage des Tamponapplikators
innerhalb der Spritzgußmaschine. Diese weiteren
Verfahrensschritte sind nachstehend anhand der Fig. 14 bis 16
erläutert.
Fig. 14 entspricht der in Fig. 12 gezeigten Endstellung des
Öffnungshubes der Schließeinheit 302, in welcher der
Zwischenraum 436 zwischen der Spritzeinheit 300 und der
Schließeinheit 302 vorhanden ist. Dadurch ist gemäß Fig. 12
dieser Zwischenraum 436 zwischen der Spritzeinheit 300 und der
Schließeinheit 302 groß genug, damit eine in Fig. 14 gezeigte
Handhabungsvorrichtung 460 betätigt werden kann, die sowohl
senkrecht als auch parallel zur Hauptachse des Formwerkzeugs
bewegbar ist. Infolgedessen kann die Handhabungsvorrichtung
460 gemäß Fig. 14 in den Zwischenraum 436 zwischen der Spritz
einheit 300 und der geöffneten Schließeinheit 302 hineinfahren
und gemäß Fig. 15 durch eine anschließende, zum Innenhülsen-
Formwerkzeug 304 (Fig. 6) koaxiale Bewegung die Außenhülse 32
des einteiligen Applikatorspritzlings 30 in einer Aufnahme
bohrung 440 aufnehmen, deren Durchmesser dem Außendurchmesser
der Außenhülse 32 angepaßt ist.
Danach wird gemäß Fig. 16 die in Fig. 7 gezeigte, bewegliche
Abstreiferplatte 408 der Schließeinheit 302 in Richtung der
Spritzeinheit 300 vorgefahren, so daß das vordere Ende der
Abstreifhülse 426 das rückwärtige Ende der Innenhülse 34
erfaßt und unter Zerstörung der Sollbruchstellen 36 zwischen
Innenhülse 34 und Außenhülse 32 des Applikatorspritzlings 30
die Innenhülse 34 in die Außenhülse 32 hineinschiebt, die
gleichzeitig vollständig in die Aufnahmebohrung 440 der Hand
habungsvorrichtung 460 eingeführt wird. Bei der Zerstörung der
Sollbruchstellen 36 (Fig. 3) entstehen die genannten hakenför
migen Ansätze an der Innenseite der Außenhülse 32 bzw. 232
sowie an der Außenseite der Innenhülse 34 bzw. 234. Beim Ein
schieben der Innenhülse 34 in die Außenhülse 32 greifen die
Ansätze an der Innenseite des Wulstes 70 der Außenhülse 32 als
Sperrhaken in die ringförmige Sperrnut 71 am hinteren Ende der
Innenhülse 34 rastend ein (Fig. 4).
Beim Einschieben der Innenhülse 234 in die Außenhülse 232 in
Fig. 5 werden die sich aus der Zerstörung der Sollbruchstellen
36 ergebenden Sperrhaken über den ringförmigen Sperrwulst 72
hinwegbewegt und legen sich rastend gegen die Umfangsfläche
der Innenhülse 234, die sich zwischen dem Sperrwulst 72 und
dem Griffwulst 268 erstreckt. Selbstverständlich könnten auch
die Innenhülse 34 in Fig. 4 mit einem Sperrwulst und die
Innenhülse 234 in Fig. 5 mit einer Sperrnut versehen sein.
Außerdem können entsprechend wirkende Sperrmittel auch nur auf
Teilen des Umfangs vorgesehen sein, die in der Fluchtrichtung
der von den zerstörten Sollbruchstellen herrührenden
Sperrhaken liegen.
Die vorstehend beschriebene Verrastung der in die Außenhülse
32 bzw. 232 eingeschobenen Innenhülse 34 bzw. 234 stellt
sicher, daß diese Einschublage der Innenhülse in der
Außenhülse während der weiteren Handhabung des
Tamponapplikators, z. B. beim Einsetzen des Tampons in die
Innenhülse und der Verpackung des Tamponapplikators,
beibehalten wird. Gleichzeitig ist aber gewährleistet, daß die
Ingebrauchnahme des Tamponapplikators zunächst durch
Herausziehen der Innenhülse 34 oder 234 aus der entsprechenden
Außenhülse 32 oder 232 nicht behindert wird, weil die
Rastverbindung infolge der Elastizität der Hülsen leicht
aufgehoben werden kann.
Beim Einschieben der Innenhülse 34 in die Außenhülse 32 wird
die federblattartige Tamponsperre 50 durch das Vorderende der
Innenhülse 34 zunächst gegen die elastisch nachgebende Wand 52
der Außenhülse 32 gebogen, ehe sie anschließend in den
Führungsschlitz 44 der Innenhülse 34 zurückspringt und diesen
mit der Außenhülse 32 axial beweglich verriegelt. Damit ist
die Herstellung und Montage der Tamponapplikatoren
abgeschlossen.
Zusammenfassend ist daher das erfindungsgemäße Verfahren zum
Herstellen eines Tamponapplikators aus Kunststoff für die
Frauenhygiene durch folgende Verfahrensschritte zu
umschreiben:
Im Schließzustand der Einrichtung wird zunächst spritzfähiges
Material aus mindestens einem Verteilerkanal 430; 431 etwa
gleichzeitig in die Formhohlräume 301, 303 der Spritzeinheit
300 für die Außenhülsen 32; 232 sowie in die Formhohlräume
307, 309 der Schließeinheit 302 für die Innenhülsen 34; 234
der Formwerkzeuge EP; US unter Bildung mindestens einer
Sollbruchstelle 36 zwischen dem hinteren Ende der Außenhülsen
32; 232 und dem vorderen Ende der Innenhülsen 34; 234
eingespritzt. Danach läßt man den einteiligen
Applikatorspritzling 30; 230 in den Formhohlräumen 307; 309
für die Innenhülse 34; 234 bis auf eine bestimmte Temperatur
aushärten. Die Außenhülsen 32; 232 des einteiligen
Applikatorspritzlings 30; 230 werden sodann entformt, wobei
die Außenhülsen 32; 232 ihren Kern 358, 360 umgeben. Die
Außenhülsen 32; 232 der einteiligen Applikatorspritzlinge oder
-rohlinge 30; 230 werden anschließend von ihren Kernen 358;
360 befreit, indem die Kerne 358; 360 der Außenhülsen 32; 232
durch deren vordere Öffnungen 62 bzw. 262 zurückgezogen
werden. Die einteiligen Applikatorspritzlinge 30; 230 werden
daraufhin durch Abstreifen ihrer Innenhülsen 34; 234 von den
Innenhülsenkernen 358; 360, die innerhalb der Innenhülsen-
Formhohlräume 307; 309 der Schließeinheit 302 angeordnet sind,
aus den Innenhülsen-Formhohlräumen 307; 309 der Schließeinheit
302 ausgeworfen.
Beim Einspritzvorgang werden jeweils kugelsegmentförmige
Lippen 60; 260 am vorderen Ende der Außenhülsen 32; 232 und
der Innenhülsen 34; 234 angeformt. Beim Zurückziehen der
Kerne 358; 360 aus den Außenhülsen 32; 232 der ganzteiligen
Applikatorspritzlinge 30; 230 werden die kugelsegmentförmigen
Lippen 60; 260 der Außenhülsen 32; 232 durch die
Außenhülsenkerne 358; 360 vorübergehend gespreizt und bilden
anschließend wieder ein gewölbtes Vorderende der Außenhülsen
32; 232. Ferner werden beim Einspritzvorgang eine elastische,
zungenförmige Tamponsperre 50 an der Innenseite der Wand 52
der Außenhülsen 32; 232 und gleichzeitig je ein
unterschiedlicher Führungsschlitz 44; 244 in der Wand der
Innenhülsen 34; 234 geformt, der koaxial zur Tamponsperre 50
angeordnet ist. Außerdem werden nach dem Zurückziehen der
Außenhülsenkerne 358; 360 die frei in den Zwischenraum 436 des
geöffneten Formwerkzeugs EP; US ragenden Außenhülsen 32; 232
der einteiligen Applikatorspritzlinge 30; 230 um ihren Umfang
herum erfaßt, und es werden die Innenhülsen 34; 234 von ihren
Kernen 414; 418 in der Spritzeinheit 300 in die im
wesentlichen axial unverschieblich gehaltenen Außenhülsen 32;
232 eingeschoben. Dabei wird gleichzeitig die mindestens eine
Sollbruchstelle 36 zwischen den Außenhülsen 32; 232 und den
Innenhülsen 34; 234 der Applikatorspritzlinge 30; 230
zerstört. Beim Einschieben der Innenhülsen 34; 234 in die
Außenhülsen 32; 232 werden zunächst die blattfederartigen
Tamponsperren 50 durch die elastischen Lippenwurzeln 46 der
Innenhülsen 34; 234 gegen die Innenseite der Wand 52 der
Außenhülsen 32; 232 gebogen. Anschließend greifen die
Tamponsperren 50 in die zugehörigen Führungsschlitze 44; 244
ein, die in der Wand der Innenhülsen 34; 234 koaxial zu ihrer
entsprechenden Tamponsperre 50 ausgerichtet und an beiden
Enden geschlossen sind.
Ein wesentlicher Vorteil der vorstehend beschriebenen Vor
richtung besteht darin, daß die Innenhülsen 34, 234 sich in
dem Innenhülsen-Formwerkzeug 304 der Schließeinheit 302
befinden. Durch diese Anordnung ist es möglich, die äußere
Oberfläche der Innenhülsen 34, 234 mit Beschriftungen zu
versehen, z. B. mit einer Gebrauchsanweisung für die Handha
bung des Tamponapplikators. Eine derartige Gebrauchsanweisung
könnte z. B. aus einem Richtungspfeil und der Beschriftung
"ZIEHEN" und/oder "PULL" bestehen. Sind die Innenhülsen 34,
234 aus ihren Außenhülsen 32, 232 herausgezogen worden, kann
beispielsweise auf der dann freigewordenen Fläche der
Innenhülsen 34; 234 ein Pfeil angebracht sein, der in die
entgegengesetzte Richtung zeigt und mit der Beschriftung
versehen ist "SCHIEBEN" und/oder "PUSH".
Die Erfindung ermöglicht es somit, durch die Einspritzkanäle
sowohl die Außenhülsen als auch die Innenhülsen der
Tamponapplikatoren in einem einzigen Spritzvorgang axial
deckungsgleich in ein und derselben Form abzuspritzen und
durch bestimmte Formöffnungshübe und Ausstoßhübe die
einteiligen Tamponapplikatoren in der Spritzgußmaschine zu
montieren, d. h. die Innenhülsen unter Zerstörung der
Sollbruchstellen in die Außenhülsen der Applikatorspritzlinge
in genauer, koaxialer Ausrichtung zueinander einzuschieben,
derart, daß die Tamponsperre 50 an der Innenseite der
Außenhülsen 32; 232 in den zugehörigen Längsschlitz 44; 244
der Innenhülsen 34; 234 eingreift und die Außenhülsen mit der
zugehörigen Innenhülse gewissermaßen miteinander verriegelt
werden. Die Handhabungsvorrichtung 460 kann aus einer
Spreizbrille oder Lochplatte 462 bestehen, die in die
Vorrichtung einfährt, sich um die Griffwulste 70; 270 der
Außenhülsen 32; 232 herumlegt und die Tamponapplikatoren aus
den Formhohlräumen herausfährt
und einer weiteren Verarbeitungsstation zuführt, während das
Formwerkzeug einen neuen Herstellungszyklus beginnen kann.
Bezugszeichenliste
30 einteiliger Applikatorspritzling
32 Außenhülse
34 Innenhülse
36 Sollbruchstelle
38 Haut
40 hintere Stirnseite der Außenhülse
42 Vorderende (Führungsschlitz)
44 Führungsschlitz d. Innenhülse
46 Lippenwurzel
48 Lippen (Innenhülse)
50 Tamponsperre
52 Wand der Außenhülse
54 Tampon
55 Vorderende (Tampon)
56 hinteres Tamponende
60 Lippen (Außenhülse)
62, 64 vordere Öffnung Außenhülse bzw. Innenhülse
66 Ansatzstelle
68 Griffwulst (Innenhülse)
70 Griffwulst (Außenhülse)
71 Sperrnut
230 einteiliger Applikatorspritzling
232 Außenhülse
233 Griffläche
234 Innenhülse
244 Führungsschlitz (Innenhülse)
260 Lippen (Außenhülse)
262 Vordere Öffnung (Außenhülse)
268 Griffwulst (Innenhülse)
270 Griffwulst (Außenhülse)
272 Sperrwulst
300 Spritzeinheit
301 Formhohlraum (Außenhülse EP)
302 Schließeinheit
303 Formhohlraum (Außenhülse US)
304 Innenhülsen-Formwerkzeug
305 Aufspannplatte
306 Werkzeugtrennebene
307 Formhohlraum (Innenhülse EP)
308 Distanzplatte
309 Formhohlraum (Innenhülse US)
310 Zentrierung
311 Aufspannplatte
312 Schrauben
314 Einspritzrohr
316 Einspritzdüse
318 Aufnahmeplatte
320 feststehende Trägerplatte
322 Distanzankerschrauben
324 Formeinsatz (Außenhülse EP)
325 Längsbohrung
326 Kühlkammern
328 Formeinsatz (Außenhülse US)
329 Längsbohrung
330 Kühlkammern
332, 334 Winkelstücke
336, 338 Schrauben
340, 342 Kolben-Zylinder-Einheit
344, 346 Kolbenstangen
348, 349 Schrauben
350 Tragplatte
352 Führungsstangen
354 Führungsbuchsen
356 Profilkern
358 Außenhülsenkern
359 gewölbte Stirnfläche
360 Außenhülsenkern
361 kugelsegmentförmige Ausnehmung
362 Profilkern
364, 366 Kühlmittelkanäle
368, 369 Verteilerblock
370, 372 Steuerkurvenplatte
374 Befestigungsplatte
375 Führungsplatte
376 Schrauben
377 Schrauben
378, 380 Steuerkurve
382 abgekröpfter Abschnitt
384, 386 Steuerbolzen
388, 390 Innenhülsen-Formbacken
389 Führungsschlitz-Formleiste
392 Führungsbolzen
393 Führungsbolzen
394 Kühlmittelbohrungen (Innenhülsen-Formbacken)
396 Befestigungsbohrungen
398 Distanzrahmen
399 Freiraum
400 Ankerschrauben
402 zentrale Bohrung
404 Koppelstange
406 Koppelschraube
407 Aufspannplatte
408 Abstreiferplatte
409 Senkschrauben
410 Führungsstangen
412 Befestigungsplatte
414 Innenhülsenkern u. Zentrierbolzen
415 Führungshülsen
418 Innenhülsenkern u. Zentrierbolzen
422, 424 Kühlkanäle
426, 428 Abstreifhülsen
430, 431 Verteilerkanäle
433 Trennwand
436 Zwischenraum
440 Aufnahmebohrung
442 konische Öffnung (Innenkern)
443 axiale Vertiefung
444 koaxialer Verbindungskanal
446 konische Zentrier-Spitze (Innenhülsenkern-Zentrierbolzen)
447 konische Zentrier-Spitze
448 Hohlraum
450 konischer Einspritzkanal
452 Wulsthohlraum
453 Wulsthohlraum
456 radialer Einspritzkanal
458 gewölbte Formhohlräume
460 Handhabungsvorrichtung
462 Lochplatte
32 Außenhülse
34 Innenhülse
36 Sollbruchstelle
38 Haut
40 hintere Stirnseite der Außenhülse
42 Vorderende (Führungsschlitz)
44 Führungsschlitz d. Innenhülse
46 Lippenwurzel
48 Lippen (Innenhülse)
50 Tamponsperre
52 Wand der Außenhülse
54 Tampon
55 Vorderende (Tampon)
56 hinteres Tamponende
60 Lippen (Außenhülse)
62, 64 vordere Öffnung Außenhülse bzw. Innenhülse
66 Ansatzstelle
68 Griffwulst (Innenhülse)
70 Griffwulst (Außenhülse)
71 Sperrnut
230 einteiliger Applikatorspritzling
232 Außenhülse
233 Griffläche
234 Innenhülse
244 Führungsschlitz (Innenhülse)
260 Lippen (Außenhülse)
262 Vordere Öffnung (Außenhülse)
268 Griffwulst (Innenhülse)
270 Griffwulst (Außenhülse)
272 Sperrwulst
300 Spritzeinheit
301 Formhohlraum (Außenhülse EP)
302 Schließeinheit
303 Formhohlraum (Außenhülse US)
304 Innenhülsen-Formwerkzeug
305 Aufspannplatte
306 Werkzeugtrennebene
307 Formhohlraum (Innenhülse EP)
308 Distanzplatte
309 Formhohlraum (Innenhülse US)
310 Zentrierung
311 Aufspannplatte
312 Schrauben
314 Einspritzrohr
316 Einspritzdüse
318 Aufnahmeplatte
320 feststehende Trägerplatte
322 Distanzankerschrauben
324 Formeinsatz (Außenhülse EP)
325 Längsbohrung
326 Kühlkammern
328 Formeinsatz (Außenhülse US)
329 Längsbohrung
330 Kühlkammern
332, 334 Winkelstücke
336, 338 Schrauben
340, 342 Kolben-Zylinder-Einheit
344, 346 Kolbenstangen
348, 349 Schrauben
350 Tragplatte
352 Führungsstangen
354 Führungsbuchsen
356 Profilkern
358 Außenhülsenkern
359 gewölbte Stirnfläche
360 Außenhülsenkern
361 kugelsegmentförmige Ausnehmung
362 Profilkern
364, 366 Kühlmittelkanäle
368, 369 Verteilerblock
370, 372 Steuerkurvenplatte
374 Befestigungsplatte
375 Führungsplatte
376 Schrauben
377 Schrauben
378, 380 Steuerkurve
382 abgekröpfter Abschnitt
384, 386 Steuerbolzen
388, 390 Innenhülsen-Formbacken
389 Führungsschlitz-Formleiste
392 Führungsbolzen
393 Führungsbolzen
394 Kühlmittelbohrungen (Innenhülsen-Formbacken)
396 Befestigungsbohrungen
398 Distanzrahmen
399 Freiraum
400 Ankerschrauben
402 zentrale Bohrung
404 Koppelstange
406 Koppelschraube
407 Aufspannplatte
408 Abstreiferplatte
409 Senkschrauben
410 Führungsstangen
412 Befestigungsplatte
414 Innenhülsenkern u. Zentrierbolzen
415 Führungshülsen
418 Innenhülsenkern u. Zentrierbolzen
422, 424 Kühlkanäle
426, 428 Abstreifhülsen
430, 431 Verteilerkanäle
433 Trennwand
436 Zwischenraum
440 Aufnahmebohrung
442 konische Öffnung (Innenkern)
443 axiale Vertiefung
444 koaxialer Verbindungskanal
446 konische Zentrier-Spitze (Innenhülsenkern-Zentrierbolzen)
447 konische Zentrier-Spitze
448 Hohlraum
450 konischer Einspritzkanal
452 Wulsthohlraum
453 Wulsthohlraum
456 radialer Einspritzkanal
458 gewölbte Formhohlräume
460 Handhabungsvorrichtung
462 Lochplatte
Claims (25)
1. Verfahren zum Herstellen eines Tamponapplikators für die
Frauenhygiene aus spritzfähigem Material, der aus einer
etwa zylindrischen Außenhülse (32; 232) und einer etwa
zylindrischen Innenhülse (34; 234) besteht, deren
Außendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser der
Außenhülse bemessen ist und die in der Außenhülse
teleskopartig verschiebbar angeordnet werden kann, wobei
das Verfahren das Einspritzen von spritzfähigem Material
in einen Formhohlraum mit einem Innenkern für die
Außenhülse und in einen Formhohlraum mit einem Innenkern
für die Innenhülse des Tamponapplikators umfaßt,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- a) das spritzfähige Material wird aus mindestens einem Verteilerkanal (430; 431) etwa gleichzeitig in den Formhohlraum (301; 303) für die Außenhülse (32; 232) in einer Spritzeinheit (300) und in den Formhohlraum (307; 309) für die Innenhülse (34; 234) einer Schließeinheit (302) eines Formwerkzeugs (EP; US) unter Bildung mindestens einer Sollbruchstelle (36) zwischen dem hinteren Ende der Außenhülse (32; 232) und dem vorderen Ende der Innenhülse (34; 234) eines einteiligen Applikatorspritzlings (30, 230) eingespritzt;
- b) man läßt den einteiligen Applikatorspritzling (30; 230) in den Formhohlräumen (301, 307; 303, 309) aushärten;
- c) die Außenhülse (32; 232) des einteiligen Applikatorspritzlings (30; 230) wird entformt, wobei die Außenhülse (32; 232) ihren Kern (360) umgibt;
- d) die Außenhülse (32; 232) des einteiligen Applikatorspritzlings (30; 230) wird von ihrem Kern (358; 360) befreit, indem der Kern (358; 360) der Außenhülse (32; 232) durch deren vordere Öffnung (62; 262) koaxial zurückgezogen wird;
- e) der einteilige Applikatorspritzling (30; 230) wird durch Abstreifen seiner Innenhülse (34; 234) von deren Kern (358; 360), der innerhalb des Innenhülsen-Formhohlraums der Schließeinheit (302) angeordnet ist, aus dem Innenhülsen-Formhohlraum der beweglichen, geöffneten Schließeinheit (302) ausgeworfen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
beim Verfahrensschritt a) am vorderen Ende der Außenhülse
(32; 232) und der Innenhülse (34; 234) jeweils
kugelsegmentförmige Lippen (60; 260) angeformt werden,
wobei beim Zurückziehen des Kerns (358; 360) der
Außenhülse (32; 232) gemäß Verfahrensschritt d) die
kugelsegmentförmigen Lippen (60; 260) der Außenhülse (32;
232) durch deren Kern (358; 360) vorübergehend gespreizt
werden und anschließend wieder ein gewölbtes Vorderende
der Außenhülse (32; 232) bilden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Verfahrensschritt a) eine elastische,
zungenförmige Tamponsperre (50) an der Innenseite der
Wand (52) der Außenhülse (32; 232) und gleichzeitig ein
Führungsschlitz (44; 244) in der Wand der Innenhülse
(34; 234) geformt werden, der koaxial zur Tamponsperre
(50) angeordnet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem Verfahrensschritt d) folgender Verfahrensschritt
durchgeführt wird:
die frei in einen Zwischenraum (436) zwischen der Spritzeinheit (300) und der Schließeinheit (302) ragende Außenhülse (32; 232) des einteiligen Applikatorspritzlings (30; 230) wird um ihren Umfang herum erfaßt, und es wird die Innenhülse (34; 234) von ihrem Kern (414; 418) in der Spritzeinheit (300) in die im wesentlichen axial unverschieblich gehaltene Außenhülse (32; 232) eingeschoben, wobei gleichzeitig die mindestens eine Sollbruchstelle (36) zwischen der Außenhülse (32; 232) und der Innenhülse (34; 234) des Applikatorspritzlings (30; 230) zerstört wird.
die frei in einen Zwischenraum (436) zwischen der Spritzeinheit (300) und der Schließeinheit (302) ragende Außenhülse (32; 232) des einteiligen Applikatorspritzlings (30; 230) wird um ihren Umfang herum erfaßt, und es wird die Innenhülse (34; 234) von ihrem Kern (414; 418) in der Spritzeinheit (300) in die im wesentlichen axial unverschieblich gehaltene Außenhülse (32; 232) eingeschoben, wobei gleichzeitig die mindestens eine Sollbruchstelle (36) zwischen der Außenhülse (32; 232) und der Innenhülse (34; 234) des Applikatorspritzlings (30; 230) zerstört wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß beim Einschieben der Innenhülse (34; 234)
in die Außenhülse (32; 232) zunächst die blattfederartige
Tamponsperre (50) durch das elastische Vorderende (46)
der Innenhülse (34; 234) gegen die Innenseite der Wand
(52) der Außenhülse (32; 232) gebogen wird, die
anschließend in einen Führungsschlitz (44; 244) beweglich
eingreift, der in der Wand der Innenhülse (34; 234)
koaxial zur Tamponsperre (50) ausgerichtet und an beiden
Enden geschlossen ist.
6. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum
Herstellen des Tamponapplikators für die Frauenhygiene
aus spritzfähigem Material nach einem der Ansprüche 1 bis
5, wobei die Einrichtung aus einer Spritzeinheit und
einer Schließeinheit besteht, die im geschlossenen
Zustand einen Formhohlraum mit Innenkern bilden, dadurch
gekennzeichnet, daß der Formhohlraum (301; 303) mit dem
Kern (358; 360) für die Außenhülse (32; 232) in der
Spritzeinheit (300) und der Formhohlraum (307; 309) mit
dem Kern (414; 418) für die Innenhülse (34; 234) in der
Schließeinheit (302) der Einrichtung angeordnet und im
Schließzustand des Formwerkzeugs (300; 302) einen
einzigen Formhohlraum (301, 307; 303, 309) für einen
einteiligen Applikatorspritzling (30; 230) bilden, wobei
in der geschlossenen Spritzposition des Formwerkzeugs (300; 302)
im Bereich seiner Teilungsebene (306)
mindestens ein Verteilerkanal (430; 431) zwischen den
Formhohlräumen (301, 307; 303; 309) zur Herstellung
mindestens einer Sollbruchstelle (36) zwischen dem
rückwärtigen Ende der Außenhülse (32; 232) und dem
Vorderende der Innenhülse (34; 234) des einteiligen
Applikatorspritzlings (30; 230) vorgesehen ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Formhohlraum (301; 303) für die Außenhülse (32;
232) von einem Formeinsatz (324; 328) gebildet und an
seiner der Schließeinheit (302) zugekehrten Seite offen
ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das der Schließeinheit (302)
abgekehrte Ende des Formeinsatzes (324; 328) für die
Außenhülse (32; 232) mit einer Längsbohrung (325; 329)
versehen ist, in welcher ein sich längs erstreckender
Profilkern (356; 362) axial beweglich gelagert ist,
dessen der Schließeinheit (302) zugekehrtes Ende den Kern
(358; 360) der Außenhülse (34; 234) bildet.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das der Schließeinheit (302)
abgekehrte Ende des Profilkerns (356; 362) an einer Trag
platte (350) befestigt ist, die in der Spritzeinheit
(300) parallel zu dieser und zur Schließeinheit (302)
mittels einer Antriebsvorrichtung hin und her bewegbar
gelagert ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung aus Kolben-
Zylinder-Einheiten (340, 342) besteht, die an einer
feststehenden Aufnahmeplatte (318) befestigt und deren
Kolben (344, 346) mit der Tragplatte (350) fest verbunden
sind.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kern (358; 360) für die
Außenhülse (32; 232) an seinem der Schließeinheit (302)
abgekehrten Ende eine gewölbte Stirnfläche (359) und
kugelsegmentförmige Ausnehmungen für die Ausformung der
Lippen (60; 260) am Vorderende der Außenhülse (32; 232)
aufweist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß eine axiale, kegelförmige Öffnung
(442) mit einer axialen Vertiefung (443) in der Wandung
der kegelförmigen Öffnung (442) zur Ausformung der
Tamponsperre (50) im vorderen Stirnende des
Außenhülsenkerns (358; 360) vorgesehen ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Formhohlraum (307; 309) für die
Innenhülse (34; 234) von einem Formwerkzeug (304)
gebildet ist, das an der der Spritzeinheit (300)
gegenüberliegenden Seite der Schließeinheit (302)
angeordnet ist und dessen Formbacken (388, 390) in
Abhängigkeit von der Hubbewegung der Schließeinheit (302)
auf Führungsbolzen (392, 393) in einer zur
Bewegungsrichtung der Schließeinheit (302) senkrechten
Ebene radial und synchron zur Seele des Innenhülsen-
Formhohlraums (307; 309) bewegbar sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
an den Formbacken (388, 390) der Innenhülsen-
Formwerkzeugs (304) Steuerbolzen (384, 386) befestigt
sind, und daß mit der Spritzeinheit (300)
Steuerkurvenplatten (370, 372) fest verbunden sind, in
deren Steuerkurven (378, 380) die Steuerbolzen (384, 386)
eingreifen, derart, daß die Innenhülsen-Formbacken (388, 390)
geöffnet und geschlossen werden können.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Formbacke (388) des Innenhülsen-Formwerkzeuges (304)
mit einer Führungsschlitz-Formleiste (389) versehen ist,
die im Schließzustand des Innenhülsen-Formwerkzeuges
(304) an dem Innenkern (414; 418) im Innenhülsen-
Formhohlraum (307; 309) zur Bildung des Führungsschlitzes
(44; 244) in der Innenhülse (34; 234) anliegt.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenhülsen-Formbacken (388,
390) mit Wulsthohlräumen (452, 453) zum Ausformen von
Griffwulsten (70; 270) an dem hinteren Ende der
Außenhülse (32; 232) und der Innenhülse (34; 234) ver
sehen sind.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenhülsen-Formbacken (388, 390)
auf einem einem Wulsthohlraum (452) für den Griffwulst
(70; 270) benachbarten Längenabschnitt mit fleckenartig
verteilten Ausnehmungen zur Ausformung einer aufgerauhten
Griffläche (233) an der Außenseite der Außenhülse (232)
versehen sind.
18. Einrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenhülsen-Formbacken (388, 390)
an ihrer der Spritzeinheit (300) zugekehrten Stirnseite
mit Verteilerkanälen (430, 431) versehen sind, die sich
um die der Spritzeinheit (300) zugekehrte Öffnung der
Innenhülsen-Formbacken (388, 390) herum erstrecken und in
der geschlossenen Spritzposition des Formwerkzeugs (300,
302) über konisch zulaufende Einspritzkanäle (450, 456)
in den Innenhülsen-Formbacken (388, 390) und in der der
Schließeinheit (302) zugekehrten Stirnseite des
Formeinsatzes (324; 328) mit dem Formhohlraum (301, 307; 303, 309)
und darin vorgesehenen Wulsthohlräumen (452;
453) für den einteiligen Applikatorspritzling (30, 230)
in Verbindung stehen.
19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Innenhülsenkern (414; 418) mit
seinem hinteren Ende an einer Befestigungsplatte (412)
der Schließeinheit (302) starr befestigt ist und sich
durch eine Abstreifhülse (426; 428) hindurch erstreckt
sowie am vorderen Ende als konische Zentrierspitze (446;
447) zur koaxialen Zentrierung des Innenhülsenkerns (414;
418) im Außenhülsenkern (358; 360) ausgebildet ist.
20. Einrichtung nach den Ansprüchen 13 und 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die konische Zentrierspitze (446;
447) eine Form hat, die der konischen Öffnung (442) im
Außenhülsenkern (324) mit Ausnahme des sich längs
erstreckenden Hohlraums (443) für die Tamponsperre (50)
entspricht und in der Spritzposition dicht in die
konische Öffnung (442) eingreift.
21. Einrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Abstreifhülse (426; 428) mit
ihrem hinteren Ende in einer mit einem Antrieb
verbundenen, beweglichen Abstreiferplatte (408) der
Schließeinheit (302) befestigt und auf dem
Innenhülsenkern (414; 418) sowie innerhalb einer in der
Schließeinheit (302) feststehenden Führungsplatte (375)
längs verschiebbar gelagert ist, derart, daß die
Innenhülse (34; 234) von dem Innenhülsenkern (414; 418)
im Innenhülsen-Formhohlraum (307; 309) abgestreift werden
kann.
22. Einrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Handhabungsvorrichtung (460) zur
Halterung der Außenhülse (32; 232) des einteiligen
Applikatorspritzlings (30; 230) vorgesehen ist, dessen
Innenhülse (34; 234) in dem Innenhülsen-Formwerkzeug
(304) gehalten ist, derart, daß beim Abstreifen der
Innenhülse (34; 234) von dem Innenhülsenkern (414; 418)
unter Zerstörung von mindestens einer Sollbruchstelle
(36) zwischen Innenhülse (34, 234) und Außenhülse (32;
232) die Innenhülse (34; 234) in die von der
Handhabungsvorrichtung (460) gehaltene Außenhülse (32;
232) einschiebbar ist und mit mindestens einem, durch die
Zerstörung der Sollbruchstelle (36) gebildeten Sperrhaken
gegenüber einem Sperrelement (71; 72) der Innenhülse (32;
232) in der Gebrauchsstellung verriegelbar ist.
23. Einrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß
die Handhabungsvorrichtung (460) aus einer Lochplatte
(462) besteht, die mit durchgehenden Aufnahmebohrungen
(440) für mindestens eine Außenhülse (32; 232) versehen
ist.
24. Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochplatte (462) mit ihren Aufnahmebohrungen
(440) in eine Aufnahmeposition für mindestens eine
Außenhülse (32; 232) innerhalb des Zwischenraums (436)
zwischen der Spritzeinheit (300) und der Schließeinheit
(302) bewegbar ist, in welcher die Aufnahmebohrungen
(440) der Lochplatte (426) der Außenhülse (32, 232) des
einteiligen Applikatorspritzlings (30; 230) koaxial
gegenüberliegen, der mit seiner zugehörigen Innenhülse
(34; 234) auf dem Innenhülsenkern (414; 418) innerhalb
des Innenhülsen-Formwerkzeugs (304) angeordnet ist, und
daß anschließend die Lochplatte (462) in Richtung der
Schließeinheit (302) koaxial zu der Außenhülse (32; 232)
in eine Position bewegbar ist, in welcher die Außenhülse
(32; 232) in eine Aufnahmebohrung (440) eingreift.
25. Einrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß
jede zylindrische Aufnahmebohrung (440) in der Lochplatte
(462) einen Durchmesser aufweist, der dem
Außendurchmesser der Außenhülse (32; 232) etwa
entspricht, derart, daß der Rand der Aufnahmebohrung
(440) einen Anschlag für den Griffwulst (70; 270) der
Außenhülse (32; 232) beim Einschieben der Innenhülse (34;
234) bildet.
Priority Applications (10)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19637932A DE19637932C1 (de) | 1996-09-17 | 1996-09-17 | Verfahren und Einrichtung zum Herstellen eines Tamponapplikators für die Frauenhygiene |
| EP97910291A EP0927098B1 (de) | 1996-09-17 | 1997-09-15 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines tamponapplikators für frauenhygiene |
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