[go: up one dir, main page]

DE19635005A1 - Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zu dessen Durchführung - Google Patents

Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zu dessen Durchführung

Info

Publication number
DE19635005A1
DE19635005A1 DE1996135005 DE19635005A DE19635005A1 DE 19635005 A1 DE19635005 A1 DE 19635005A1 DE 1996135005 DE1996135005 DE 1996135005 DE 19635005 A DE19635005 A DE 19635005A DE 19635005 A1 DE19635005 A1 DE 19635005A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
separator
turbidity
basin
reaction
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1996135005
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Becker
Hermann Becker
Bernhard Becker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1996135005 priority Critical patent/DE19635005A1/de
Publication of DE19635005A1 publication Critical patent/DE19635005A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D21/00Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
    • B01D21/02Settling tanks with single outlets for the separated liquid
    • B01D21/08Settling tanks with single outlets for the separated liquid provided with flocculating compartments
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F2103/00Nature of the water, waste water, sewage or sludge to be treated
    • C02F2103/44Nature of the water, waste water, sewage or sludge to be treated from vehicle washing facilities
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F2209/00Controlling or monitoring parameters in water treatment
    • C02F2209/11Turbidity

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser insbesondere in einer Fahr­ zeugwaschanlage. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Bei Reinigungsvorgängen insbesondere in Waschanlagen oder -straßen für Kraftfahrzeuge fällt ein mit relativ viel Verunreinigungen und Schmutzpartikeln versehenes Abwasser an. Aus Umweltschutzgründen ist es notwendig, dieses Abwasser zunächst zu reinigen, bevor es in die Kanalisa­ tion abgegeben oder wiederverwendet werden darf.
Es ist bekannt, für die Abwasserreinigung Flüssigkeitsab­ scheider einzusetzen, bei denen infolge Schwerkraft die spezifisch leichteren Anteile, beispielsweise Öl, Benzin etc. an die Wasseroberfläche aufsteigen, während die spezifisch schweren Anteile, insbesondere die größeren Schmutzpartikel, sich am Boden des Abscheiderbehälters absetzen. Bei relativ großen anfallenden Abwassermengen, wie sie bei den genannten Waschanlagen auftreten, sind die in den Abscheiderbehältern vorgesehenen Sammelräume bereits nach kurzer Betriebsdauer gefüllt, so daß die Abscheiderbehälter mit speziellen Saugfahrzeugen leerge­ pumpt werden müssen. Die abgepumpte Leichtflüssigkeit sowie der sich am Boden ansammelnde Schlamm müssen dann entsorgt werden. Dieses Vorgehen ist einerseits aufwendig und kostenintensiv und andererseits können relativ lange Stillstandszeiten für die Waschanlage auftreten, wenn eine Entleerung des Abscheiderbehälters nicht kurzfristig nach Erreichen des maximalen Füllungsgrades erfolgen kann. Darüber hinaus hat sich gezeigt, daß das mittels eines Flüssigkeitsabscheiders gereinigte Abwasser insbe­ sondere beim Anfall größerer Abwassermengen häufig nicht ohne weitere Behandlungen zum erneuten Gebrauch in der Waschanlage verwendet werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der genannten Art zu schaffen, mit dem das Abwasser in hohem Maße gereinigt und somit wiederverwendet werden kann. Darüber hinaus soll eine Vorrichtung vorgesehen werden, mit der das Verfahren in einfacher Weise durch­ führbar ist.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens dadurch gelöst, daß das Abwasser zunächst einen Separator durch­ läuft, in dem Schwebeteilchen abgeschieden werden, und anschließend nach Zugabe von Flockungsmittel in ein Reaktionsbecken eingeleitet wird, in dem sich Verschmut­ zungsflocken bilden, die sich am Boden des Reaktions­ beckens als Sediment absetzen, wobei das im oberen Be­ reich des Reaktionsbeckens befindliche Wasser bei Unter­ schreiten eines ersten Trübungsgrenzwertes in ein Sammel­ becken für aufbereitetes Wasser abgeleitet und an­ schließend das Sediment durch den Separator und das Reaktionsbecken so lange im Kreis geführt wird, bis ein vorbestimmter zweiter Trübungsgrenzwert unterschritten ist.
Das in der Waschanlage anfallende Abwasser wird entweder direkt oder unter Zwischenschaltung eines Abwasserbeckens mittels einer Pumpe dem Separator zugeführt, in dem Schwebe- bzw. Schmutzteilchen oberhalb einer vorbestimm­ ten Größe, beispielsweise 70 µm, in hohem Maße abgeschie­ den werden. Als Separator kann entweder ein Schwerkraft-Separator oder vorzugsweise ein Zentrifugalkraft- Separa­ tor verwendet werden. Die abgeschiedenen Schmutzteilchen werden einem Schlammbecken zugeführt.
Dem im Separator vorgereinigten Abwasser wird dann ein Flockungsmittel beigegeben, wobei eine Durchmischung des Abwassers und des Flockungsmittels in einem statischen Mischer erfolgen kann. Das mit Flockungsmittel durch­ mischte Abwasser wird anschließend in das Reaktionsbecken eingeleitet, in dem sich relativ große Schmutzflocken bilden, die sich am Boden des Reaktionsbeckens als Sedi­ ment absetzen.
Der sich an der Wasseroberfläche im Reaktionsbecken ansammelnde Schmutzfilm bzw. die dorthin aufschwimmende Leichtflüssigkeit kann durch eine Niveauanhebung über einen am oberen Rand des Reaktionsbeckens ausgebildeten Überlauf bzw. ein Wehr über eine Ablaufrinne in das Schlammbecken ausgetragen werden.
Nachdem das Abwasser sich eine vorbestimmte Sedimenta­ tionszeit im Reaktionsbecken befindet, hat sich im oberen Bereich des Füllstandes relativ sauberes Wasser angesam­ melt, während sich am Boden das Sediment gebildet hat. Das im oberen Bereich befindliche Abwasser wird dann hinsichtlich seiner Trübung untersucht. Dies kann bei­ spielsweise dadurch erfolgen, daß eine Probe des im Reaktionsbecken befindlichen Abwassers nach einer vorbe­ stimmten Verweilzeit aus einer vorbestandenen Füllstands­ höhe dem Reaktionsbecken entnommen und hinsichtlich seiner Trübung untersucht wird. Falls der erste Trübungs­ grenzwert noch nicht unterschritten sein sollte, wird die Verweilzeit des Abwassers im Reaktionsbecken um ein vorbestimmtes Intervall, beispielsweise 2 min., verlän­ gert, woraufhin eine erneute Überprüfung der Trübung erfolgt. Dieses Vorgehen wird so lange wiederholt, bis der erste Trübungsgrenzwert unterschritten ist, woraufhin das gereinigte Wasser aus dem oberen Bereich des Reak­ tionsbeckens einem Sammelbecken für aufbereitetes Wasser zugeleitet wird, aus dem es für den erneuten Gebrauch in der Waschanlage entnommen werden kann.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung kann vorge­ sehen sein, daß zwischen dem Reaktionsbecken und dem Sammelbecken zumindest ein weiterer Separator angeordnet ist. Der weitere Separator kann im Abwasser eventuell verbliebene restliche Schmutzpartikel aus diesem entfer­ nen. In praktischer Ausgestaltung hat sich die Hinterein­ anderschaltung von zwei Separatoren bewährt.
Des weiteren kann zwischen dem Reaktionsbecken und dem Sammelbecken eine Filtervorrichtung angeordnet sein, die vorzugsweise aus mehreren in Reihe geschalteten, abge­ stuften Filtern, beispielsweise Filtersäcken besteht. Die Filter sind den weiteren Separatoren nachgeschaltet und entfernen feinste Restpartikel aus dem Abwasser.
Im Reaktionsbecken verbleibt nach Entnahme des Abwassers aus dem oberen Bereich ein Sediment-Wasser-Gemisch, d. h. ein Schlamm-Wasser-Gemisch. Um auch das darin enthaltene Wasser zurückzugewinnen, wird das Gemisch in den Separa­ tor zurückgeführt und durch den Separator und das Reak­ tionsbecken so lange im Kreis geführt, bis ein vorbe­ stimmter zweiter Trübungsgrenzwert unterschritten ist. In diesem Zustand befindet sich im Reaktionsbecken im Boden­ bereich ein relativ sauberes Wasser, so daß ein neuer Zyklus durch Ansaugen von Abwasser aus der Waschanlage bzw. deren Abwasserbecken durchgeführt werden kann.
Es hat sich gezeigt, daß sich die Schmutzflocken im Reaktionsbecken nicht nur am Boden, sondern teilweise auch an der Behälterwandung absetzen und dort durch einfaches Abpumpen nicht entfernt werden können. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist deshalb vorgesehen, daß das Sediment bzw. das Sediment-Wasser-Ge­ misch beim erneuten Einbringen in das Reaktionsbecken von oben über Düsen eingespritzt wird, so daß an der Behäl­ terwandung anhaftende Verschmutzungen gelöst und zum Boden des Reaktionsbeckens gespült werden. Da das Sedi­ ment durch den Separator und das Reaktionsbecken im Kreis geführt wird, können die an der Behälterwandung anhaften­ den Verschmutzungen annähernd vollständig entfernt wer­ den.
Die Menge des nach dem ersten Durchlaufen des Separators zugeführten Flockungsmittels sollte an den Verschmut­ zungsgrad des Abwassers angepaßt werden. Zu diesem Zweck kann vorgesehen sein, daß das aus dem Separator austre­ tende Abwasser zumindest beim ersten Durchlauf auf Unter­ schreiten eines dritten Trübungsgrenzwertes untersucht wird. Wenn der dritte Trübungsgrenzwert noch nicht unter­ schritten ist, wird das Abwasser vorzugsweise direkt, d. h. ohne das Reaktionsbecken zu durchlaufen, an eine Stelle stromauf des Separators zurückgeführt, so daß es nochmals durch den Separator hindurchläuft und dort nochmals gereinigt wird. Wenn der dritte Trübungsgrenz­ wert unterschritten ist, wird das Flockungsmittel in Abhängigkeit von dem festgestellten Trübungsgrad des Abwassers zugegeben. Auf diese Weise kann erreicht wer­ den, daß stets eine optimal an den Verschmutzungsgrad des Abwassers angepaßte Menge an Flockungsmittel eingesetzt wird.
Hinsichtlich der Vorrichtung zur Durchführung des Verfah­ rens wird die oben genannte Aufgabe durch einen Separa­ tor, durch den das zu reinigende Abwasser hindurchführbar ist, eine stromab des Separators angeordnete Dosiervor­ richtung zur Zugabe von Flockungsmittel und ein nachge­ schaltetes Reaktionsbecken mit einer Probenentnahmevor­ richtung gelöst, in der der Trübungsgrad der Abwasser­ probe feststellbar ist, wobei das Reaktionsbecken über eine Rückführleitung mit einem Leitungsabschnitt stromauf des Separators verbindbar ist. Auf diese Weise kann erreicht werden, daß das nach Entnahme des gereinigten Abwassers aus dem oberen Bereich des Reaktionsbeckens in diesem verbleibende Sediment durch den Separator und das Reaktionsbecken so lange im Kreis geführt werden kann, bis annähernd alle Verschmutzungen entfernt sind.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorge­ sehen, daß stromab des Separators ein Trübungsmesser für das den Separator verlassende Abwasser angeordnet ist, der die Dosiervorrichtung in Abhängigkeit von dem festge­ stellten Trübungsgrad steuert. Als Trübungsmesser kann beispielsweise ein Photometer Verwendung finden.
Da das mit Flockungsmittel durchmischte Abwasser längere Zeit in dem Reaktionsbecken verbleiben muß, können die anderen Baukomponenten der Vorrichtung wirtschaftlich eingesetzt werden, wenn mehrere Reaktionsbecken parallel angeordnet und unabhängig voneinander betreibbar sind.
Zusätzliche konstruktive Merkmale der Vorrichtung ergeben sich aus der vorgenannten Erläuterung des erfindungsge­ mäßen Verfahrens.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich, wobei die einzige Figur eine schematische Darstellung der Komponen­ ten der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zeigt.
In der Figur ist auf der linken Seite ein Abwasserbecken 13 angedeutet, in dem das bei einer Waschanlage für Kraftfahrzeuge anfallende Abwasser gesammelt wird. Aus dem Abwasserbecken 13 kann das Abwasser mittels einer Pumpe 15 über eine Leitung L₁ in einen Separator S₁ befördert werden. Zur Steuerung des Durchflusses ist stromauf der Pumpe 15 ein Ventil V₁ angeordnet. In dem Separator S₁ können gröbere Schmutzteilchen aus dem Abwasser entfernt werden, die dann über eine Leitung L₁₀, in der ein Ventil V₄ angeordnet ist, einem Schlammbecken 19 zugeführt werden.
Vom Separator S₁ führt eine Leitung L₄, in der ein Ven­ til V₅ angeordnet ist, zu einem Reaktionsbecken 11 und mündet in dessen oberen Bereich in Sprühdüsen 24. Strom­ auf des Ventils V₅ zweigt von der Leitung L₄ eine Lei­ tung L₂ ab, die im unteren Bereich des Reaktions­ beckens 11 in diesem mündet und in der zwei Ventile V₆ und V₇ hintereinandergeschaltet sind. Zwischen den beiden Ventilen V₆ und V₇ zweigt von der Leitung L₂ eine Leitung L₃ ab, die die Leitung L₂ mit der Leitung L₁ an einer Stelle stromauf der Pumpe 15 verbindet und in der ein Ventil V₁₀ angeordnet ist.
Des weiteren ist ein Behälter 16 für Flockungsmittel vorgesehen, aus dem das Flockungsmittel mittels einer Pumpe 17 über eine Leitung L₅, in der ein Ventil V₁₃ angeordnet ist, stromab des Separators S₁ in die Leitung L₄ eingebracht werden kann.
Zwischen dem Separator S₁ und dem Ventil V₅ zweigt von der Leitung L₄ eine Leitung L₁₂ ab, in der ein Trübungs­ messer 21 in Form eines Photometers angeordnet ist. Stromauf des Trübungsmessers 21 ist ein Ventil V₃ in der Leitung L₁₂ angeordnet. Die Leitung L₁₂ mündet in dem Schlammbecken 19.
Aus dem Reaktionsbecken 11 ist mittels einer Leitung L₇ eine Flüssigkeitsprobe in vorbestimmter Füllstandshöhe entnehmbar. Die durch die Leitung L₇ entnommene Probe wird nach Durchströmen eines Trübungsmessers 18 in Form eines Photometers ebenfalls dem Schlammbecken 19 zugeführt.
Des weiteren ist in dem Reaktionsbecken 11 in der vorge­ nannten vorbestimmten Füllstandshöhe das saugseitige Ende einer Entnahmeleitung L₆ mit einem Ventil V₁₁ angeordnet. Mit Hilfe einer Pumpe 20 kann das im oberen Bereich des Reaktionsbeckens 11 befindliche Wasser durch die Entnah­ meleitung L₆ angesaugt und anschließend durch zwei in Reihe geschaltete Separatoren S₂ und S₃ sowie eine daran anschließende Filtervorrichtung 14 in Form von zwei in Reihe geschalteten abgestuften Filtern F₁ und F₂ beför­ dert und einem Sammelbecken 12 für das aufbereitete Wasser zugeführt werden. Die in den Separatoren S₂ und S₃ abgeschiedenen Schmutzpartikel können über Leitungen L₈ bzw. L₉, in denen jeweils ein Ventil V₈ bzw. V₉ ange­ ordnet ist, dem Schlammbecken 19 zugeführt werden.
Unmittelbar vor Eintreten in das Sammelbecken 12 können dem gereinigten Abwasser aus einem Vorratsbehälter 23 über eine mit einem Ventil V₁₂ versehenen Leitung L₁₁ sowie eine Pumpe 22 Zuschläge, beispielsweise ein Biozit, zugegeben werden.
Im folgenden wird der Betrieb der dargestellten Vorrich­ tung anhand eines Zyklus im einzelnen erläutert.
Im Ausgangszustand sind zunächst alle Ventile geschlossen und im Reaktionsbecken 11 befindet sich im Bodenbereich ein Rest von relativ sauberem Wasser.
Zu Beginn des Zyklus wird das Ventil V₁ geöffnet und aus dem Abwasserbecken 13 wird mittels der Pumpe 15 das Abwasser über die Leitung L₁ dem Separator S₁ zuge­ führt. Nach Entnahme einer ausreichenden Abwassermenge wird das Ventil V₁ wieder geschlossen. In dem Separa­ tor S₁ wird das Abwasser von größeren Schwebeteilchen mit einer Größe von mehr als 70 µm weitestgehend gerei­ nigt. Die abgeschiedenen Teilchen werden nach Öffnung des Ventils V₄ über die Leitung L₁₀ dem Schlammbecken 19 zu­ geführt. Das vorgereinigte Abwasser strömt aus dem Sepa­ rator S₁ in die Leitung L₄, wobei durch kurzzeitiges Öffnen des Ventils V₃ das Abwasser in dem Trübungsmes­ ser 21 einer Überprüfung hinsichtlich des Trübungsgrades unterworfen werden kann. Wenn das im Separator S₁ vor­ gereinigte Abwasser einen dritten Trübungsgrenzwert noch nicht unterschreitet, wird es nach Öffnen der Ventile V₆ und V₁₀ über die Leitungen L₂ und L₃ an eine Stelle stromauf der Pumpe 15 zurückgeführt, so daß es an­ schließend den Separator S₁ nochmals durchläuft.
Wenn der Trübungsmesser 21 feststellt, daß das im Separa­ tor S₁ vorgereinigte Wasser den dritten Trübungsgrenz­ wert unterschreitet, wird anhand des festgestellten Trübungsgrades in einer nicht dargestellten Steuer­ einrichtung die Menge an Flockungsmittel errechnet, die dem Abwasser bei dem aktuell festgestellten Trübungs­ grad zugegeben werden muß. Anschließend wird die Pumpe 17 aktiviert, mittels der über die Leitung L₅ nach kurzzeitigem Öffnen des Ventils V₁₃ dem Abwasser strom­ ab des Separators S₁ die errechnete Menge an Flockungs­ mittel zugeführt wird. Das mit dem Flockungsmittel durch­ mischte Abwasser wird dann über die Leitung L₄ und die Leitung L₂ nach Öffnen der Ventile V₆ und V₇ im unte­ ren Bereich des Reaktionsbeckens 11 in dieses eingeleitet. Es verbleibt in dem Reaktionsbecken 11 für eine vorbe­ stimmte Zeitspanne, die sogenannte Sedimentationszeit. Während der Sedimentationszeit sammeln sich die im Ab­ wasser befindlichen Schmutzflocken am Boden des Reak­ tionsbeckens 11 an, während im oberen Bereich der Füllstandshöhe relativ sauberes Wasser verbleibt. Nach Ablauf der Sedimentationszeit wird über die Leitung L₇ in vorbestimmter Füllstandshöhe eine Wasserprobe ent­ nommen und in dem Trübungsmesser 18 auf seinen Trü­ bungsgrad hin untersucht. Wenn ein vorbestimmter erster Trübungsgrenzwert noch nicht unterschritten ist, wird die Sedimentationszeit um ein vorbestimmtes Intervall, beispielsweise 2 min., verlängert, woraufhin eine er­ neute Wasserprobe entnommen und hinsichtlich des Trü­ bungsgrades untersucht wird. Die Wasserprobe wird nach Durchlaufen des Trübungsmessers 18 über die Leitung L₇ dem Schlammbecken 19 zugeführt.
Wenn der erste Trübungsgrenzwert unterschritten ist, wird die Pumpe 20 aktiviert, die das im oberen Bereich des Reaktionsbeckens 11 anstehende saubere Wasser über die Leitung L₆ nach Öffnen des Ventils V₁₁ angesaugt und durch die Separatoren S₂ und S₃ sowie die nach­ geschalteten Filter F₁ und F₂ dem Sammelbecken 12 für das aufbereitete Wasser zuführt. Die in den Separatoren S₂ und S₃ abgeschiedenen Schmutzteilchen werden über die Leitung L₈ bzw. L₉ nach Öffnen der darin befind­ lichen Ventile V₈ bzw. V₉ dem Schlammbecken 19 zuge­ führt.
Dem gereinigten Wasser kann nach Durchströmen der Filter F₁ und F₂ aus dem Vorratsbehälter 23 mittels der Pumpe 22 über die Leitung L₁₁ ein Biozid beigemischt werden.
Nach Entnahme des gereinigtes Abwassers aus dem oberen Be­ reich des Reaktionsbeckens 11 verbleibt in dessen unteren Bereich ein Sediment-Wasser-Gemisch, das nach Öffnen der Ventile V₇ und V₁₀ über die Leitungen L₂ und L₃ von der Pumpe 15 aus dem Reaktionsbecken 11 angesaugt und nochmals dem Separator S₁ zugeführt wird, in dem größere Schmutz­ teilchen abgeschieden werden. Eine erneute Zugabe von Flockungsmittel findet nicht statt. Das aus dem Sepa­ rator S₁ austretende, vorgereinigte Sediment-Wasser-Ge­ misch wird über die Leitung L₄ nach Öffnen des Ventils V₅ über die Sprühdüsen 24 im oberen Bereich des Reaktions­ beckens 11 in dieses eingesprüht, so daß an der Behälter­ wandung des Reaktionsbeckens 11 eventuell anhaftende Ver­ schmutzungen abgelöst werden können. Das Sediment-Wasser-Gemisch wird über die Leitungen L₂, L₃ und L₄ so lange zwischen dem Reaktionsbecken 11 und dem Separator S₁ im Kreis geführt, bis mittels des Trübungsmessers 21 das Unterschreiten eines zweiten Trübungsgrenzwertes festge­ stellt wird. Somit ist wieder der Ausgangszustand erreicht, in dem im Bodenbereich des Reaktionsbeckens 11 ein Rest an relativ sauberem Abwasser ansteht. Anschließend kann ein neuer Zyklus durch Ansaugen von neuem Abwasser aus dem Abwasserbecken 13 durchgeführt werden.
Im Schlammbecken 19 bildet sich ein stichfester Schlamm­ kuchen. Wenn das Schlammbecken 19 vollständig gefüllt sein sollte, kann es gegen ein gleichartiges leeres Schlammbecken ausgetauscht werden.

Claims (16)

1. Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwas­ ser, insbesondere in einer Fahrzeugwaschanlage, wobei das Abwasser zunächst einen Separator (S₁) durchläuft, in dem Schwebeteilchen abgeschieden werden, und anschließend nach Zugabe von Flockungs­ mittel in ein Reaktionsbecken (11) eingeleitet wird, in dem sich Verschmutzungsflocken bilden, die sich am Boden des Reaktionsbeckens (11) als Sediment absetzen, wobei das im oberen Bereich des Reaktions­ beckens (11) befindliche Wasser bei Unterschreiten eines ersten Trübungsgrenzwertes in ein Sammelbecken (12) für aufbereitetes Wasser abgeleitet und an­ schließend das Sediment durch den Separator (S₁) und das Reaktionsbecken (11) so lange im Kreis geführt wird, bis ein vorbestimmter zweiter Trü­ bungsgrenzwert unterschritten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Separator (S₁) austretende Abwas­ ser auf Unterschreiten eines dritten Trübungsgrenz­ wertes untersucht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwasser bei Überschreiten des dritten Trübungsgrenzwertes an eine Stelle stromauf des Separators (S₁) zurückgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Flockungsmittel bei Unterschreiten des dritten Trübungsgrenzwertes in Abhängigkeit von dem festgestellten Trübungsgrad des Abwassers zuge­ geben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das im Reaktionsbecken (11) befindliche Abwasser nach einer vorbestimmten Ver­ weilzeit in einer vorbestimmten Füllstandshöhe hinsichtlich seiner Trübung auf Unterschreiten des ersten Trübungsgrenzwertes untersucht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verweilzeit im Reaktions­ becken (11) bei Überschreiten des ersten Trübungs­ grenzwertes um ein vorbestimmtes Intervall verlän­ gert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Reaktionsbecken (11) und dem Sammelbecken (12) zumindest ein weite­ rer Separator (S₂, S₃) angeordnet ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Reaktionsbecken (11) und dem Sammelbecken (12) eine Filtervorrich­ tung (14) angeordnet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtervorrichtung (14) mehrere in Reihe geschaltete Filter (F₁, F₂) umfaßt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Sediment beim erneuten Einbringen in das Reaktionsbecken (11) von oben über Düsen (16) eingespritzt wird.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit einem Separator (S₁), durch den das zu reinigende Abwasser hin­ durchführbar ist, einer stromab des Separators (S₁) angeordneten Dosiervorrichtung (16, 17) zur Zugabe von Flockungsmittel und einem nachgeschalteten Reaktionsbecken (11) mit einer Probenentnahmevor­ richtung (18), in der der Trübungsgrad der Abwasser­ probe feststellbar ist, wobei das Reaktionsbecken (11) über eine Rückführleitung (L₂₁, L₃) mit einem Leitungsabschnitt stromauf des Separators (S₁) verbindbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich­ net, daß stromab des Separators (S₁) ein Trübungs­ messer (21) für das den Separator (S₁) verlassene Abwasser angeordnet ist, der die Dosiervorrichtung (16, 17) in Abhängigkeit von dem festgestellten Trübungsgrad steuert.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich­ net, daß der Trübungsmesser (21) ein Photometer ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß dem Reaktionsbecken (11) eine Entnahmeleitung (L₆) zugeordnet ist, über die gereinigtes Abwasser einem Sammelbecken (12) zuführbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich­ net, daß in der Entnahmeleitung (L₆) zumindest ein weiterer Separator (S₂, S₃) und/oder einer Filtervorrichtung (14) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Reaktionsbecken (11) parallel angeordnet und unabhängig voneinander betreibbar sind.
DE1996135005 1996-08-30 1996-08-30 Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zu dessen Durchführung Withdrawn DE19635005A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1996135005 DE19635005A1 (de) 1996-08-30 1996-08-30 Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zu dessen Durchführung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1996135005 DE19635005A1 (de) 1996-08-30 1996-08-30 Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zu dessen Durchführung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19635005A1 true DE19635005A1 (de) 1998-03-05

Family

ID=7804071

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1996135005 Withdrawn DE19635005A1 (de) 1996-08-30 1996-08-30 Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zu dessen Durchführung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19635005A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006057617A1 (en) * 2004-11-29 2006-06-01 Conlib Ab Process for purifying water from a vehicle wash installation
DE102005036364A1 (de) * 2005-07-29 2007-02-01 Aggerverband, Körperschaft Öffentlichen Rechts Vorrichtung zum Abzug von Prozesswasser
CN102366680A (zh) * 2011-08-23 2012-03-07 浙江省海洋开发研究院 一种海水混凝除浊系统
CN117923710A (zh) * 2024-01-24 2024-04-26 山东正晨科技股份有限公司 一种自助洗车机废液回收方法及系统

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006057617A1 (en) * 2004-11-29 2006-06-01 Conlib Ab Process for purifying water from a vehicle wash installation
DE102005036364A1 (de) * 2005-07-29 2007-02-01 Aggerverband, Körperschaft Öffentlichen Rechts Vorrichtung zum Abzug von Prozesswasser
DE102005036364B4 (de) * 2005-07-29 2009-04-16 Aggerverband, Körperschaft Öffentlichen Rechts Vorrichtung zum Abzug von Prozesswasser
CN102366680A (zh) * 2011-08-23 2012-03-07 浙江省海洋开发研究院 一种海水混凝除浊系统
CN117923710A (zh) * 2024-01-24 2024-04-26 山东正晨科技股份有限公司 一种自助洗车机废液回收方法及系统

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3538539C2 (de)
EP0537516B1 (de) Verfahren zur Aufbereitung einer Rückspülflüssigkeit eines Rückspülfilters sowie Sedimentationseinrichtung für Reinigungsflüssigkeiten
DE3207279A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum reinigen von becken
DE4116082C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abwasseraufbereitung bei Autowaschanlagen
DE69801308T2 (de) Apparat und Methode zum Reinigen von Wasser
DE4231837A1 (de) Verfahren und Anlage zum Reinigen von ölverschmutztem und emulgiertem Bilgewasser auf Schiffen
EP0787686A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Abwasser von Fahrzeugwaschanlagen
DE4340318C1 (de) Verfahren zum Regenerieren einer Reinigungsflüssigkeit und Anlage zur industriellen Reinigung von Werkstücken mittels einer Reinigungsflüssigkeit
DE9208900U1 (de) Anordnung zum Reinigen von Abwasser
DE3500236A1 (de) Vorrichtung zum abscheiden von teilchen aus einer loesung
DE19635005A1 (de) Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Abwasser und Vorrichtung zu dessen Durchführung
DE3042619A1 (de) Vorrichtung zum kanal- und grubenreinigung
EP0893162A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Lackoverspray-Partikeln aus einer wässrigen Trübe
DE3732008A1 (de) Verfahren zur aufbereitung von schadstoff-belasteten, insbesondere stichfesten sedimenten aus abwasserkanaelen und deren einrichtungen sowie von artverwandten stoffen und anlage zur durchfuehrung des verfahrens
EP0588778A1 (de) Anlage zur Reinigung von Waschwasser, insbesondere bei Fahrzeugwaschanlagen
DE4231790A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Abwässern
DE2409864A1 (de) Autowaschmaschine
DE19908852A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Agrarprodukten
EP0105225B1 (de) Verfahren zum Reinigen eines Flüssigkeitsfilters und einer dieses enthaltenden Abscheideranlage
DE3300103A1 (de) Verfahren und anlage zum reinigen von mit organischen abfallstoffen, wie z.b. fetten, schlachthof- und grosskuechenabfaellen beladenen abwaessern
DE3303958C2 (de)
DE29810474U1 (de) Vorrichtung zum Eindicken von Schlämmen
DE2359477A1 (de) Vorrichtung zur automatischen abwasseraufbereitung
DE4440353C2 (de) Verfahren zum Bearbeiten von mit Fremdstoffen belasteten Flüssigkeiten, die beim Abbeizen von Lacken und/oder Farben anfallen
AT404356B (de) Reinigungsvorrichtung für mit lack-, beiz- und/oder klebersystem verschmutztes brauchwasser

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee