DE19635753A1 - Magic Mirror - Google Patents
Magic MirrorInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41H—APPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- A41H3/00—Patterns for cutting-out; Methods of drafting or marking-out such patterns, e.g. on the cloth
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Processing Or Creating Images (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Bilderzeugungsvorrichtung, die ein
Bild einer virtuellen bekleideten Person erzeugt und auf eine
Bildanzeige-Einrichtung ausgibt, wobei die darzustellende Klei
dung der Person durch den Benutzer vorwählbar ist (Magic Mir
ror).
Herkömmlicherweise muß ein Kunde bei der Auswahl von Kleidungs
stücken diese entweder anhand eines Kataloges auswählen oder
selbst das betreffende Kleidungsstück anprobieren. Im Fall der
Auswahl eines Kleidungsstückes aus dem Katalog ist dieses entwe
der alleine (bei Kleidern etc.) oder in einer bestimmten Kombi
nation mit anderen Kleidungsstücken dargestellt. Häufig stellt
sich jedoch das Problem, ein infragekommendes Kleidungsstück mit
ganz bestimmten anderen Kleidungsstücken zusammen darzustellen,
da für die Kaufentscheidung das "Zusammenpassen" unterschiedli
cher Farben oder Schnitte von erheblicher Bedeutung sind. Insbe
sondere bei der Auswahl von Blusen oder Jacken ist es beispiels
weise bei weiblichen Kaufinteressenten von Bedeutung, wie dieses
zu bestimmten Rock- oder Hosenschnitten und -farben wirkt. Bei
der Auswahl von Kleidungsstücken aus Katalogen ist daher ein
ganz erhebliches Vorstellungsvermögen des Kaufinteressenten er
forderlich und es kann aufgrund des Umstandes, daß bestimmte
Kombinationen eben nicht nebeneinander betrachtet sondern nur in
der Vorstellung kombiniert werden können, zu Fehlentscheidungen
kommen.
Ein weiterer Nachteil bei der Begutachtung von Kleidungsstücken
anhand von Katalogen besteht darin, daß die dargestellten Perso
nen vornehmlich Fotomodelle mit quasi Idealaussehen sind, die
hinsichtlich der Konfektionsgrößen "Idealmaße" aufweisen
(Konfektionsgröße 36 oder 38) und auch meist sehr jung sind. Es
besteht insbesondere bei älteren Personen und Personen mit er
heblich abweichenden Konfektions- oder Körpergrößen die Unsi
cherheit, ob ein bestimmtes im Katalog ansprechendes Kleidungs
stück tatsächlich an der eigenen Person auch gut aussieht.
Darüber hinaus besteht das Problem, daß Kleidungsstücke zu un
terschiedlichen Haarfarben und Haarlängen passen müssen und bei
erheblichen Abweichungen des Kaufinteressenten vom Aussehen des
im Katalog dargestellten Fotomodells auch die Unsicherheit be
steht, ob das betreffende Kleidungsstück zur eigenen Person
paßt.
Aus den oben geschilderten Gründen ist es daher bisher unumgäng
lich, die mühsame und zeitaufwendige Prozedur der Anprobe von
optisch ansprechenden Kleidungsstücken durchzuführen, wenn si
chergestellt werden soll, daß das betreffende Stück auch zur
Person paßt, also die Kaufentscheidung richtig getroffen wird.
Das Anprobieren von Kleidungsstücken ist, wie gesagt, mühsam und
umständlich, insbesondere, da häufig zu wenig Umkleidekabinen in
Kaufhäusern vorhanden sind, die Anzahl der in die Kabine mit zu
nehmenden Stücke beschränkt ist und beim Verlassen einer Umklei
dekabine mit einem anprobierten Kleidungsstück zur Begutachtung
vor einem Spiegel eine Diebstahlsgefahr für die in der Umkleide
kabine verbleibenden Gegenstände (insbesondere Portemonnaies,
Brieftaschen etc.), besteht. Ein Ankleidespiegel hat zudem den
Nachteil, daß eine Abbildung nicht "festgehalten" werden kann -
ein direkter Vergleich z. B. zweier Kleider, der Erinnerung
bedarf.
Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ei
ne Bilderzeugungsvorrichtung bereitzustellen, die ein Bild einer
virtuellen bekleideten Person erzeugt, wobei die dargestellte
Kleidung durch den Benutzer auswählbar ist, und wobei auf einfa
che Weise und zugleich zuverlässig durch einen Benutzer festge
stellt werden kann, ob das oder die ausgewählten Kleidungsstücke
zur eigenen Person passen. Die Vorrichtung soll ferner einfach
zu bedienen sein.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Arbeitsweise dieser Vor
richtung so zu gestalten, daß zum einen die Bereitstellung mit
den Daten für die darzustellenden Kleidungsstücke einfach erfol
gen kann, und zum anderen gleichzeitig eine Darstellung mit ho
her optischer Qualität möglich ist. Schließlich soll das System
trotz geringstmöglicher Eingaben durch den Benutzer ein reali
tätsnahes virtuelles Bild erstellen.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch die in den unabhän
gigen Ansprüchen genannten Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiter
bildungen des Erfindungsgedankens ergeben sich aus den Unteran
sprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnun
gen sowie anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläu
tert. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer
Bilderzeugungsvorrichtung;
Fig. 2 ein schematisches Blockschaltbild zur Erläuterung der
Funktionselemente der Vorrichtung;
Fig. 3 einen Grundriß einer Kabine mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer Ausführung der
Bilderzeugungsvorrichtung;
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht einer anderen Ausfüh
rung der Bilderzeugungsvorrichtung;
Fig. 6 ein schematisches Blockdiagramm des Aufbaus der Daten
verarbeitungseinrichtung; und
Fig. 7a, b schematische Darstellungen von Kleidungsstücken ohne
und mit "Aura".
In der folgenden Beschreibung wird stets von einer weiblichen
Benutzerin der Erfindung ausgegangen, da die oben geschilderte
Problematik auf weibliche Personen im besonderen zutrifft.
Selbstverständlich ist die Erfindung auch für männliche Benutzer
in gleicher Weise verwendbar.
Die erfindungsgemäße Bilderzeugungsvorrichtung 10 besteht im we
sentlichen aus einer Datenverarbeitungseinrichtung 12, welche
die wesentlichen Verfahrensabläufe der Erfindung verwirklicht.
Diese Datenverarbeitungseinrichtung 12 besteht normalerweise aus
einem Computer mit einer Zentralrecheneinheit 14
(Mikroprozessor), Speichereinrichtungen 16 (insbesondere umfas
send RAM, ROM, Festplatten, und/oder CD-ROM) und üblicher Peri
pheriegeräte sowie entsprechender Datenleitungen. Dabei sind
vorzugsweise die meisten nachfolgend genannten Funktionen und
"Einheiten" als Datenverarbeitungsprogramme ausgeführt, die in
der Speichereinrichtung 16 gespeichert sind. Alternativ ist es
auch möglich, die Datenverarbeitungseinrichtung 12 als festver
drahtete Einheit unter Verwendung üblicher diskreter oder fest
verdrahteter hochintegrierter Halbleiter auszubilden.
Die Datenverarbeitungseinrichtung 12 ist mit einer Eingabeein
heit 18 verbunden, über die von der Benutzerin Kommandos und Da
ten eingegeben werden können. Vorzugsweise ist diese Eingabeein
heit 18 als interaktiver, programmierbarer berührungs-sensitiver
Bildschirm, beispielsweise LCD-Schirm, ausgebildet, wodurch eine
auch für ungeübte Benutzerinnen problemlose Dateneingabe möglich
ist. Alternativ können natürlich auch andere Eingabemöglichkei
ten wie Tastaturen, Maus- oder Trackball-Einrichtungen, Sprach
eingabeeinrichtungen etc. verwendet werden. Darüber hinaus
besitzt die Datenverarbeitungseinrichtung 12 ferner einen nicht
dargestellten Anschluß für eine weitere Eingabeeinheit, insbe
sondere der letztgenannten Arten, um die Inbetriebnahme und
Steuerung der Bilderzeugungsvorrichtung 10 bzw. die Ein- und
Ausgabe von Daten etc. durch qualifiziertes Bedienungspersonal
zu ermöglichen. Zudem besteht die Möglichkeit, über ein Ma
gnet/Chip-Kartenlesegerät persönliche Körper- und Konfektionsda
ten des Kunden zu übertragen.
Die Datenverarbeitungseinrichtung 12 ist mit einer Bildanzeige
einrichtung 20 verbunden, die vorzugsweise als Computer-Monitor
oder als Fernsehgerät ausgebildet ist, wobei vorteilhafterweise
eine möglichst große Bildröhre verwendet wird, um eine möglichst
großflächige Darstellung des erzeugten Bildes zu ermöglichen.
Alternativ kann die Bildanzeigeeinrichtung auch ohne Bildröhre
verwirklicht werden, beispielsweise als LCD-Bildschirm oder
Plasmadisplay, als von der Benutzerin tragbares 3D-Display (das
von der Benutzerin brillenartig aufgesetzt wird, wobei kleine
Bildschirme getrennt für beide Augen zusammen ein quasi dreidi
mensionales Bild erzeugen). Alternativ ist es auch möglich, eine
Projektionsleinwand mit Farbprojektoren einzusetzen, wie diese
zur großflächigen Darstellung von Fernseh- und Computerbildern
häufig verwendet werden. Selbstverständlich ist es auch möglich,
mehrere der oben genannten Ausführungsmöglichkeiten als
Bildanzeigeeinrichtung 20 gemeinsam zu verwenden.
Die Datenverarbeitungseinrichtung 12 ist ferner mit einer Bild
aufnahmeeinrichtung 22 gekoppelt, die vorzugsweise als digitale
Mikrokamera ausgebildet ist. Diese Kamera ist derartig ange
bracht, daß sie den Kopf- und Oberkörperbereich der Benutzerin
aufnimmt. Daher ist diese, wie in Fig. 1 gezeigt, oberhalb der
Bildanzeigeeinrichtung 20 angeordnet jedoch so tief wie möglich,
so daß deren Objektiv 24 eine Aufnahme der in die Bildanzeige
einrichtung 20 blickenden Benutzerin anfertigen kann.
Wie in Fig. 2 dargestellt ist, ist die Bildanzeigeeinrichtung 20
über eine Spiegelungseinheit 26 mit der Datenverarbeitungsein
richtung 12 verbunden. Diese Spiegelungseinheit 26 dient zur
achsensymmetrischen wechselseitigen Spiegelung der rechten und
linken Bildhälfte des Eingangssignals, also des Signals für die
Bildanzeigeeinrichtung 20 und hat den Zweck, das von der Bild
aufnahmeeinrichtung 22 aufgenommene Bild der Benutzerin spiegel
bildlich auf der Bildanzeigeeinrichtung 20 wiederzugeben. Hier
durch wird erreicht, daß die in den Bildschirm blickende Benut
zerin ihr eigenes von der Bildaufnahmeeinrichtung 20 aufgenomme
nes Bild genauso betrachten kann, als wenn sie in einen Spiegel
blicken würde. Hierdurch wird erreicht, daß die Benutzerin ihr
eigenes Abbild betrachten und korrigieren kann (Flecken beseiti
gen, Haare kämmen, Kleidungsstücke zurechtrücken), als wenn sie
in einen normalen Spiegel blicken würde. Vor allen Dingen ist
der Benutzerin so eine gewohnte Bewegungsmimik möglich, da sich
ihr Spiegelbild in die gleiche Richtung bewegt. Alternativ ist
es auch möglich, die Spiegelungseinheit 26 nicht in die Aus
gangsleitung für die Bildanzeigeeinrichtung 20, sondern in die
Eingangsleitung der Bildaufnahmeeinrichtung 22 zu schalten.
In Fig. 2 ist ferner eine Druckeinrichtung 28 dargestellt, über
die auf Wunsch Ausdrucke erzeugter Bilder oder sonstiger Infor
mationen angefertigt werden können.
Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, umfaßt die Bilderzeugungsvorrich
tung 10 eine vorzugsweise etwa senkrecht stehende lichtdurchläs
sige Platte 30, hinter der die Anzeigeeinrichtung 20 angeordnet
ist und die einen rechteckigen durchsichtigen Bildbereich 32
aufweist, der seitlich und oben von Leuchtbereichen 34a, 34b,
34c umgeben ist.
Wie der schematischen Seitenansicht einer Ausführungsform der
Bilderzeugungsvorrichtung 10 in Fig. 4 zu erkennen ist, umfaßt
diese eine tischartige Tragestruktur 36, auf der die mit einer
Bildröhre 38 versehene Bildanzeigeeinrichtung 20 sowie die etwa
senkrecht stehende lichtdurchlässige Platte 30 abgestützt sind.
Oberhalb des Bildbereichs 32 der lichtdurchlässigen Platte 30
ist die Bildaufnahmeeinrichtung 22 (eine Mikrokamera) ange
bracht, deren Objektiv 24 durch die durchlässige Platte 30 ragt
oder hindurchblickt. Hierdurch wird erreicht, daß der Betrachter
auf eine ebene Platte blickt und nicht auf einen gewölbten Moni
tor, wodurch der Eindruck eines Spiegels verstärkt wird.
In der in Fig. 5 dargestellten alternativen Ausführungsform der
Bilderzeugungsvorrichtung ist hinter der lichtdurchlässigen
Platte 30 ein schräg angeordneter halbdurchlässiger Spiegel 40
vorgesehen, der die Strahlung aus der in dieser Ausführung ver
tikal nach oben abstrahlenden Bildanzeigeeinrichtung 20 um 90°
in die horizontale Richtung umlenkt. Hinter dem halbdurchlässi
gen Spiegel 40 ist die Bildaufnahmeeinrichtung 22 angeordnet und
zwar derart, daß sie einen auf das von der Bildanzeigeeinrich
tung 20 abgestrahlte Bild blickende Person erfaßt. Vorzugsweise
ist der Spiegel 40 nur in dem Bereich der Bildaufnahmeeinrich
tung 22 halbdurchlässig ausgebildet,im restlichen Bereich hinge
gen total reflektierend. Hierdurch werden die Verluste vermin
dert, das Bild erscheint somit heller. Zudem ist es so möglich
daß die Benutzerin wie in einem richtigen Spiegel sich direkt
selbst in die eigenen Augen sehen kann (gleiche optische Achse).
In dem in Fig. 5 zu erkennenden Leuchtbereich 34c, der oberhalb
des Bildbereichs 32 der lichtdurchlässigen Platte 30 vorgesehen
ist, sind nicht näher dargestellte Beleuchtungsmittel, bei
spielsweise nicht flimmernde Neonröhren o. ä. vorgesehen, so daß
der Bildbereich 32 an beiden Seiten und oben von leuchtenden Be
reichen umgeben ist. Alternativ wäre es auch denkbar die Platte
30 nur in der Größe des Bildbereiches 32 auszuführen und Leucht
mittel, beispielsweise in Form separater Glühbirnen, außen an
zubringen, um den Charakter eines Schminkstudio-Spiegels zu
vermitteln.
In Fig. 3 ist eine Anordnung für eine Kabine 44 dargestellt, in
der die Bilderzeugungsvorrichtung 10 aufgestellt ist. In der
dargestellten Ausführungsform besteht die Kabine aus drei wink
lig u-förmig zusammengestellten Seitenwänden 46a, 46b, 46c, die
einen Aufenthaltsraum 48 definieren. Der offene Bereich des Auf
enthaltsraums 48 ist durch ein ebenfalls u-förmig ausgebildetes
Bauteil 50 derart zumindest teilweise verschlossen, daß zwei
Durchgänge 52a und 52b verbleiben. Innerhalb des u-förmigen Bau
teils 50 ist die Bilderzeugungsvorrichtung 10 aufgestellt, die
äußerlich der Form eines Schminktisches angenähert ist, wie in
Fig. 1 dargestellt ist. Vor der Bilderzeugungsvorrichtung 10
kann im Aufenthaltsraum 48 ein (oder mehrere) Hocker 54 oder
Stuhl für die Benutzerin vorgesehen sein, der höhenverstellbar
ist.
In Fig. 6 ist schematisch ein Blockschaltbild der Funktionskom
ponenten der Datenverarbeitungseinrichtung 12 dargestellt. Die
einzelnen dargestellten Bestandteile können, wie bereits einlei
tend erwähnt, aus diskreten Bauteilen aufgebaut sein oder in
Form von Datenverarbeitungsprogrammen vorliegen, die in einem
Speicher (16 Fig. 2) abgelegt sind und von einer Zentralrechen
einheit 14 abgearbeitet werden. Wie in Fig. 6 zu erkennen ist,
gelangt das Eingangssignal der Bildaufnahmeeinrichtung 22 über
die weiter oben beschriebene Spiegelungseinheit 26 auf eine Ein
heit 60, die aus mindestens einem von der Bildaufnahmeeinrich
tung 22 aufgenommenen Bild des Kopf- und Oberkörperbereiches ei
ner Benutzerin ein Benutzerkopfbild generiert.
In diesem Zusammenhang wird definiert, daß im gesamten Umfang
dieser Patentanmeldung der Begriff "virtuell" eine elektronisch
erzeugte Struktur eines Körpers bezeichnet, die beispielsweise
in Form einer zweidimensionalen Abbildung oder eines dreidimen
sionalen Gebildes vorliegen kann. Eine "virtueller Puppe" kann
also eine zwei- oder dreidimensionale Darstellung einer Puppe,
die normalerweise in dieser Form nicht existiert. Wie weiter un
ten dargestellt wird, wird aus einer Abbildung einer realen
Puppe (beispielsweise der Konfektionsgröße 38) eine Reihe virtu
eller Puppen mit von der realen Puppe abweichenden Maßen
(Konfektionsgrößen 36, 38, 40, . . .) erzeugt, wobei zur Vereinfa
chung auch eine äußerlich mit der realen Puppe übereinstimmende
Puppe (Größe 38) aus der Reihe als virtuell bezeichnet wird.
In jedem Fall liegt die virtuelle Puppe als Datei vor, die über
die Bildanzeigeeinrichtung 20, im Fall einer dreidimensionalen
Struktur aus verschiedenen Blickwinkeln, betrachtet werden kann.
Die Benutzerkopfbild-Erzeugungseinheit 60 verarbeitet die von
der Bildaufnahmeeinrichtung 22 erzeugte mindestens eine Aufnahme
des Kopf- und Oberkörperbereichs der Benutzerin und filtert den
Bereich des Gesichts sowie der Haare zur Erzeugung des Benutzer
kopfbildes aus. Dabei wird der Bildhintergrund und die nicht
oben genannten Bereich gehörenden Körperteile automatisch
ausgeblendet. Die Ausblendung des Hintergrundes kann entweder
elektronisch geschehen, beispielsweise durch Bildvergleich zwi
schen einer Abbildung ohne die Benutzerin und einer Abbildung
mit der Benutzerin, oder durch entsprechende Wahl des Bildhin
tergrundes in einer Farbe oder Gestaltung, die ein Ausblenden
dieser Farbe gestattet ("Blue-Box-Effekt"). Für die Durchführung
des letztgenannten Verfahrens ist gemäß einer vorteilhaften
Ausbildung der Erfindung die der Bilderzeugungsvorrichtung 10
gegenüberliegende Rückwand 44c des in Fig. 3 dargestellten Auf
enthaltsraums 48 mit einer Platte oder Bespannung 61 in einer
derartigen ausblendbaren Farbe versehen. Um bei dem letztge
nannten Verfahren die nicht zum Benutzerkopfbild gehörenden Kör
perteile von der Benutzerkopfbild-Erzeugungseinheit 60 aus
blenden zu können, wird gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung
der Erfindung eine Abdeckung, vorzugsweise in Form eines Stoff-
Lätzchens, vorgesehen mit welcher der Oberkörper der Benutzerin
für die Anfertigung der Abbildung ihres Kopfes abgedeckt wird.
Diese Abdeckung ist in einer von der Benutzerkopfbild-
Erzeugungseinheit 60 elektronisch ausblendbaren Struktur oder
Farbe ausgeführt. Bei Ausführung der Erfindung zur Erzeugung
zweidimensionaler Abbildungen besteht das Benutzerkopfbild aus
der elektronisch gespeicherten farbigen Abbildung des Kopfes,
wobei zusätzlich bestimmte Bezugspunkte gespeichert werden
können, um die Zusammenführung des Benutzerkopfbildes mit den
weiteren Bestandteilen des zu erzeugenden virtuellen Bildes zu
erleichtern. Insbesondere können durch eine entsprechende Bild
bearbeitungs-Software die Koordinatenpunkte der Augen oder
Mundwinkel bestimmt und mit dem Bild gespeichert werden. Im
Falle einer dreidimensionalen virtuellen Darstellung reicht die
Anfertigung eines Abbildes der Benutzerin nicht aus. In diesem
Fall sind geeignete Mittel vorzusehen, durch welche die Benut
zerin oder die Kamera in Rasterschritten so bewegt werden kön
nen, daß mehrere Aufnahmen des Benutzerkopfes erstellt werden
und durch entsprechende Software zu einem einzigen Rundumbild
zusammengefaßt werden. Insbesondere ist bei einer zweckmäßigen
Weiterbildung der Erfindung der in Fig. 3 dargestellte Hocker 54
mit einer entsprechenden von der Datenverarbeitungseinrichtung
12 gesteuerten Antriebseinrichtung versehen, um den Hocker 54
und die darauf sitzende Benutzerin in regelmäßigen Intervallen
zu drehen, so daß mehrere, vorzugsweise acht Bilder vom Kopf aus
verschiedenen Perspektiven angefertigt werden können. Diese
mehreren Abbildungen des Benutzerkopfes werden von der entspre
chend ausgebildeten Benutzerkopfbild-Erzeugungseinheit 60 zur
Schaffung eines dreidimensionalen Benutzerkopfbildes zusammen
gefügt.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfaßt die
Benutzerkopfbild-Erzeugungseinheit 60 eine Einheit zur automati
schen Ermittlung der Augenfarbe und Haarfarbe der Benutzerin.
Wiederum bezugnehmend auf Fig. 6 enthält die Datenverarbeitungs
einrichtung 12 ferner eine Einheit 62 zur Ermittlung der Haut
farbe der Benutzerin aus dem Benutzerkopfbild. Die Hautfarben-
Ermittlungseinheit 62 ist daher entweder direkt mit der Bildauf
nahmeeinrichtung 22 oder mit der Benutzerkopfbild-Erzeugungsein
heit 60 gekoppelt. Die Hautfarben-Ermittlungseinheit 62 wählt
einen oder mehrere geeignete Ausschnitte aus dem Benutzerkopf
bild aus und ermittelt hieraus die Hautfarbe der Benutzerin. Als
Ausschnitt wird vorzugsweise ein Gesichtsbereich wie der Stirn- oder
Wangenbereich gewählt, in dem normalerweise die Hautfarbe
leicht ermittelt werden kann. Es können auch mehrere Bereiche
ausgewertet werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung werden von
den in dem gewählten Ausschnitt befindlichen Pixeln nur diejeni
gen selektiert, die einen bestimmten Schwellwert des Rotanteils
überschreiten und nur aus den selektierten Pixeln wird die häu
figste Farbe ermittelt.
Die Datenverarbeitungseinrichtung 12 enthält ferner eine Einheit
64, die mit der Eingabeeinheit 18 verbunden ist und die von der
Benutzerin eingegebenen Parameter auswertet. Insbesondere sind
dies die gewünschte Körpergröße, die die Benutzerin aus mehre
ren, vorzugsweise drei Bereichen auswählen kann. Hierzu gibt die
Benutzerin auf Anforderung ein, welcher der drei angegebenen
Körpergrößen sie am ehesten entspricht: ca. 160 cm, ca. 168 cm
und 176 cm. Selbstverständlich ist es auch möglich, die drei
Werte zu strecken oder weniger oder mehr als drei Werte zur Aus
wahl vorzugeben. In gleicher Weise wählt die Benutzerin eine der
angebotenen Konfektionsgrößen aus, insbesondere eine der Stan
dardkonfektionsgrößen 36 bis 50. Alternativ ist es im Rahmen der
Erfindung auch möglich, weitere Konfektionsgrößen, beispielswei
se die Konfektionsgrößen 036 bis 050 für Damen mit schlanker
Hüfte oder die Größen 536 bis 550 für Damen mit breiter Hüfte
vorzuwählen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß
die Erfindung zwar vornehmlich für weibliche Benutzer gedacht
ist und daher die weiblichen Konfektionsgrößen in der Beschrei
bung angegeben werden. Selbstverständlich kann die Erfindung
auch von männlichen Benutzern bei entsprechender Anpassung ver
wendet werden.
Die Puppen-Auswahleinheit 64 ermittelt auf der Grundlage der
Eingaben der Konfektionsgröße der Körpergröße sowie der von der
Hautfarben-Ermittlungseinheit 62 ermittelten Hautfarbe der Be
nutzerin eine aus einer Vielzahl von virtuellen Puppen 66, die
in einem Speicherbereich 68 gespeichert sind.
Die virtuellen Puppen 66 sind, je nach Ausführung der Erfindung,
zwei- oder dreidimensionale Darstellungen von Puppen in ver
schiedenen Körpergrößen, Konfektionsgrößen und Hautfärbungen.
Gemäß einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung sind 240 virtu
elle Puppen im Speicherbereich 68 gespeichert und zwar für die
drei auswählbaren Körpergrößen (160 cm, 168 cm 176 cm), acht
Konfektionsgrößen (36-50) sowie jeweils zehn verschiedene
Hautfärbungen. Die von der Puppen-Auswahleinheit 64 ausgewählte
virtuelle Puppe 66 wird einer Person-Erzeugungseinheit 70 zuge
führt, die das von der Benutzerkopfbild-Erzeugungseinheit 60 er
zeugte Benutzerkopfbild und die von der Puppen-Auswahleinheit 64
ausgewählte virtuelle Puppe zu einer virtuellen Person zusammen
fügt. Eine "virtuelle Person" ist eine 2D oder 3D-Personendar
stellung, welche die von der Benutzerin eingegebene
(vorzugsweise eigene) Größe und Konfektionsgröße sowie deren
Kopf aufweist. Die virtuelle Person stellt also eine angenäherte
Darstellung der Körperstatur der Benutzerin dar. Dabei wird ent
weder interaktiv durch entsprechende Eingaben der Benutzerin
über die Eingabeeinheit 18 oder aufgrund von Bildverarbeitungen
das Benutzerkopfbild auf die virtuelle Puppe "aufgepaßt". Ebenso
ist es möglich, Körperdaten einer Kundin, die in einem 3D-Scan
ner erfaßt worden sind und wie Magnetkarte etc. übermittelt wer
den, in eine exakte virtuelle Puppe umzusetzen, die dann nicht
nur annähernd sondern absolut den tatsächlichen Erscheinungsbild
entspricht.
Ebenfalls mit der Eingabeeinheit 18 verbunden ist eine Klei
dungs-Auswahleinheit 72, die aufgrund der interaktiven Auswahl
durch die Benutzerin eine aus einer Reihe von virtuellen Klei
dungsstücken 74 auswählt, die in einem Speicherbereich 76 abge
legt sind. Vorzugsweise sind die beiden erwähnten Speicherberei
che 68 und 76 Teil der in Fig. 2 dargestellten Speichereinrich
tungen 16. Insbesondere ist es von Vorteil, wenn die virtuellen
Puppen im Speicherbereich 68 auf einer Festplatte oder einem
Speicher mit wahlfreiem Zugriff (RAM) abgelegt sind. Für die
virtuellen Kleidungsstücke 74 im Speicherbereich 76 ist auch ei
ne Speicherung auf einer CD-ROM zweckmäßig, so daß auf einfache
Weise das darzustellende Kleidersortiment geändert werden kann.
Ebenso ist das System über ISDN bzw. Internet mit einem
zentralen Administrationsplatz verbunden, um eine aktuelle
Sortimentspflege zu ermöglichen.
Die virtuellen Kleidungsstücke 74 liegen in den von der Benutze
rin auswählbaren Konfektionsgrößen vor. Weiter unten wird erläu
tert, wie die virtuellen Kleidungsstücke und die virtuellen Pup
pen erzeugt werden.
Das von der Einheit 72 ausgewählte virtuelle Bekleidungsstück 74
wird in einer geeigneten Einheit, beispielsweise der bereits er
wähnten Person-Erzeugungseinheit 70 auf die erstellte virtuelle
Person aufgeblendet, wobei durch entsprechende vorgegebene Vor
rang-Informationen sichergestellt wird, daß bei der auf diese
Weise erzeugten bekleideten virtuellen Person die Kleidungsstücke
so erscheinen, wie es der Realität entspricht. Beispielsweise
hat eine dargestellte Jacke Priorität vor den überlappten Teilen
eines Rocks oder einer Hose mit der Folge, daß die entsprechen
den überlappenden Teile der Jacke die Hose an diesen Stellen
überdeckt. In gleicher Weise wird insbesondere bei den Extremi
täten der virtuellen Person, wie den Arm- und Handbereichen an
hand vorgegebener Daten festgestellt, ob diese vor oder hinter
dem Kleidungsstück liegen und die Hand o. ä. entweder angezeigt
oder nicht. Die von der Einheit 79 erzeugte virtuelle Person
wird anschließend auf der Bildanzeigeeinrichtung 20 dargestellt.
Hierzu werden die virtuellen Kleider in verschiedenen Bild-Ebe
nen übereinandergeblendet, wobei die Bildbestandteile einer
übergeordneten Bildebene die "darunter" liegenden Bildbestand
teile einer untergeordneten Bildebene überdecken. Virtuelle
Kleider können auch Bestandteile in verschiedenen Bildebenen
enthalten, so werden Blusen eine gegenüber Blazern, Westen o. dgl.
untergeordneten Bildebene aufweisen während die Blusen-Kra
gen, die über Blazern getragen werden, eine übergeordnete Bild
ebene aufweisen und daher den Blazer überdecken. Die einzelnen
Bestandteile eines virtuellen Kleidungsstücks mit verschiedenen
Bildebenen werden mit den zugeordneten Bildebenen-Informationen
in separaten Dateien gespeichert. Da Blusen sowohl über als auch
unter einem Rock getragen werden können, werden diese je nach
Situation in entsprechende Bildebenen gelegt. Auch ist es mög
lich, durch Zuordnung entsprechender Informationen interaktiv
durch den Benutzer bestimmen zu lassen, ob eine Bluse über oder
unter dem Rock dargestellt werden soll.
Ein Problem bei der Zusammenstellung von Kleidungsstücken kann
dann auftreten, wenn beispielsweise eine weite Bluse breiter wä
re als ein enganliegender darüber darzustellender Blazer. In
diesem Fall darf kein Teil der Bluse außerhalb der Begrenzungs
linien des Blazer sichtbar sein. Hierzu wird erfindungsgemäß bei
einer Kleidungsgraphik ein (im folgenden "Aura" genannter) Hin
tergrund-Vorrangbereich festgelegt, der den Bereich direkt au
ßerhalb der Begrenzungslinien eines Kleidungsstücks an bevorzug
ten Stellen betrifft und dafür sorgt, daß an diesen Stellen im
mer nur der jeweilige Hintergrund erscheint. Diese Aura ist ein
unsichtbarer Teil der Bekleidungsgraphik und wird durch den Al
pha-Kanal gesteuert.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß die Höhe des Taillenab
schlusses bei Hosen und Röcken beträchtlich variieren kann. Dies
hat zur Folge, daß je nach Hosen-/Rockbundhöhe die Einsteckhöhe
von Blusen, T-Shirts etc. variiert. Um zu vermeiden, daß alle
eingesteckten Blusen mit verschieden hohen Röcken/Hosen fotogra
phiert werden müssen und später je nach Bundhöhe die entspre
chende Datei einzublenden werden die Blusen bei der Aufnahme
sehr straff in den Rock oder die Hose gesteckt um zu erreichen,
daß diese so weit wie möglich an den Rändern geradlinig ver
läuft. Durch entsprechende Festlegung einer Aura des Rockes die
es somit möglich, eine eventuell vorhandene Überlappung zu ka
schieren. Die Form der Aura wird dabei so gewählt, daß weder ein
Teil der Blusenärmel abgedeckt wird, noch ein auffälliger Knick
am Übergang Bluse-Aura entsteht. Jedes virtuelle Kleidungsstück
kann mit einer Aura versehen sein, die nur gegenüber Kleidungs
stücken mit untergeordneter Bildebene wirksam ist.
In Fig. 7a und 7b ist ein Ausführungsbeispiel hierfür darge
stellt. 92a bezeichnet stilisiert einen Rock als ein virtuelles
Kleidungsstück und 94a eine Bluse, die "in den Rock gesteckt"
dargestellt werden sollte, jedoch fälschlich im Bereich 96 au
ßerhalb der Begrenzungslinien 98 des Rockes 92a zu sehen bleibt
und dadurch eine realitätsfremde Darstellung bilden würde. Daher
umfaßt das virtuelle Kleidungsstück Rock 94b erfindungsgemäß
beidseitig des oberen Bereiches Hintergrund-Vorrangbereiche 100a
und 100b, die zusammen eine Aura des virtuellen Rocks 94b bil
den. In diesem Aura-Bereich 100a und 100b wird, wie in Fig. 7b
zu erkennen ist, der untergeordnete Bereich (96 in Fig. 7a) der
Bluse 94b ausgeblendet bzw. durch den Hintergrund ersetzt.
Wie bereits weiter oben erwähnt, werden Blusen-Kragen oder Man
schetten, die aus dem Blaserärmel herausragen, als eigene Bild
datei erzeugt und auf eine eigene Ebene gelegt. Dadurch können
sie wie in der Realität Kleidungsstücke überdecken, die eigent
lich eine höhere Bildebene einnehmen als das virtuelle Klei
dungsstück, zu dem sie gehören. Die Aura der Kleidungsstücke
sorgt in diesem Fall dafür, daß die Übergänge natürlich wirken,
auch bei unterschiedlichen Armlängen etc. Die Aura zu jedem vir
tuellen Kleidungsstück wird vorzugsweise durch manuelles Nachar
beiten der Kleidungsgraphik erzeugt. Die Aura wird durch den bei
den gängigen Graphikkarten vorhandenen sog. Alpha-Kanal gesteu
ert.
In der weiter oben beschriebenen Person-Erzeugungseinheit 70
werden die virtuellen Kleidungsstücke 92, 94 unter Berücksichti
gung der Anzeigepriorität in Form der vorrangigen oder nachran
gigen Bildebenen sowie unter Auswertung der Aura 100 jedes vir
tuellen Kleidungsstücks 92b zu einem Abbild zusammengefügt.
Vorzugsweise umfaßt die Datenverarbeitungseinrichtung 12 ferner
eine Umgebungserzeugungseinrichtung 78, die auf entsprechende
Eingabe über die verbundene Eingabeeinheit 18 aus einer Anzahl
in einem Speicherbereich 80 gespeicherter virtueller Umgebungen
82 eine auswählt und diese virtuelle Umgebung einer Einheit,
vorzugsweise der Person-Erzeugungseinheit 70 unter Berücksichti
gung entsprechender Abdeckungsprioritäten zuführt. Beispielswei
se könnte eine auswählbare Umgebung eine "Party"-Darstellung mit
mehreren festliche gekleideten Personen sein, wobei einzelne
dargestellte Personen oder sonstige Gegenstände (Tische, Stühle)
vor der einzublendenden virtuellen Person liegen und der Ein
druck entsteht, daß die virtuelle Person mitten im Partygesche
hen verweilt.
In den Fig. 4 und 5 sind zwei Ausführungen für Bildaufnahmeein
richtungen 22 dargestellt, mittels der der Kopfbereich der Be
nutzerin aufgenommen wird. Bei der Ausführung gemäß Fig. 5 ist
eine echte spiegelartige Darstellung möglich, bei der sich die
Benutzerin quasi in die Augen sieht, da der Strahlengang der Ka
mera durch den mittleren Bereich von der Bildanzeigeeinrichtung
20 dargestellten Bildes verläuft. Demgegenüber erfaßt die Fig. 4
dargestellte Bildaufnahmeeinrichtung 22 den Kopf leicht von
oben, so daß ein von einem Blick in einen echten Spiegel gering
fügig abweichendes Abbild erzeugt wird. Alternativ zu der in
Fig. 4 dargestellten Ausführung ist es erfindungsgemäß möglich,
die Bildaufnahmeeinrichtung 22 oder eine periskop-artige Umlenk
einrichtung oder Shiftobjektive vorzusehen, die derart
verschoben oder verschwenkt werden kann, daß die Kamera die Be
nutzerin direkt von vorn aufnimmt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist
die Datenverarbeitungseinrichtung 12 mit einer Datenbank verse
hen oder über elektrische Leitungen mit einer solchen verbunden,
in der Informationen zu allen verfügbaren virtuellen Kleidungs
stücken 74 gespeichert sind, so daß an die Benutzerin eine In
formation ausgegeben werden kann, ob die von ihm ausgewählten
Kleidungsstücke in der betreffenden Konfektionsgröße verfügbar
sind. Im Falle einer Verbindung mit einer externen Datenbank ist
es zweckmäßig, die in modernen Kaufhäusern verfügbaren Waren-
Wirtschaftssysteme über geeignete Schnittstellen anzuzapfen.
Eine Fortbildung dieser Ausführung sieht vor, daß in der Nähe
der Kabine 44 ein Vorratsbereich für die verfügbaren Kleidungs
stücke vorgesehen wird, und auf entsprechende Eingabe durch die
Benutzerin entweder manuell durch Bedienstete oder ein automati
sches Fördersystem die ausgewählten Kleidungsstücke in den Auf
enthaltsraum 48 oder einen in der Nähe befindlichen Umkleideraum
zur Anprobe zwecks letztmaliger Überprüfung der getroffenen Aus
wahl gebracht wird.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die
in Fig. 3 dargestellten Seitenwände 46a, 46b der Kabine 44
oder Teile dieser Wände mit Scheiben versehen, die elektrisch
zwischen durchsichtig und undurchsichtig umschaltbar sind. Auf
diese Weise kann die Hemmschwelle von unerfahrenen Interessenten
am Ausprobieren der Bilderzeugungsvorrichtung 10 vermindert wer
den und diese veranlaßt werden, die Kabine 44 zu Detreten. Nach
der Aktivierung der Bilderzeugungsvorrichtung 10 durch Betäti
gung der Eingabeeinheit oder aufgrund anderer geeigneter Auslö
sesignale können dann die bisher durchsichtigen Scheiben automa
tisch auf milchglasartig undurchsichtig umgeschaltet werden.
Die Bildanzeigeeinrichtung 20 ist vorzugsweise so ausgebildet,
daß nebeneinander mehrere virtuelle Personen dargestellt werden
können, wobei die Benutzerin bei allen dargestellten virtuellen
Personen die Kleiderauswahl verändern kann. Auf diese Weise ist
es möglich, unterschiedliche Bekleidungskombinationen nebenein
ander im Vergleich darzustellen und den Auswahlprozeß damit we
sentlich zu verbessern.
Noch eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß die Da
tenverarbeitungseinrichtung eine Einheit 84 umfaßt, die aufgrund
vorgegebener Beurteilungskriterien eine selbsttätige Auswahl be
stimmter Bekleidungsstücke oder bestimmter Farben bei von der
Benutzerin ausgewählten Kleidungsstücken vornimmt. Vorzugsweise
ist die Einheit 84 in der Lage, über die angeschlossene Eingabe
einheit 18 die Benutzerin nach bestimmten Zusatzinformationen zu
fragen, beispielsweise die Augenfarbe, die Haarfarbe oder Lieb
lingsfarben bei Kleidungsstücken und aufgrund dieser Informatio
nen sowie vorgegebener Zuordnungstabellen, die in einem Spei
cherbereich 86 gespeichert sind, und aufgrund dieser Informatio
nen Bekleidungs- bzw. Kombinationsvorschläge macht, also anstel
le der Kleidungsauswahleinheit 72 virtuelle Kleidungsstücke 74
auswählt. Beispielsweise kann diese Einheit 84 dazu verwendet
werden, zu einer von der Benutzerin ausgewählten Hose eine far
blich oder hinsichtlich des Schnitts passende Bluse oder Jacke
vorzuschlagen.
Vorzugsweise umfaßt die Datenverarbeitungseinrichtung ferner ei
ne Datenbank 88, in der Informationen zu allen verfügbaren vir
tuellen Kleidungsstücken 74 gespeichert sind, so daß an die Be
nutzerin eine Information ausgegeben werden kann, ob die von ihr
ausgewählten Kleidungsstücke in der betreffenden Konfektionsgrö
ße verfügbar sind. Die Datenbank 88 kann auch über eine Verbin
dung 90 nach außen mit externen Datenquellen verbunden sein. Die
Datenbank 88 ist vorzugsweise mit der Person-Erzeugungseinheit
70 verbunden um gegebenenfalls mitzuteilen, falls ein ausgewähl
tes Kleidungsstück nicht mehr verfügbar ist.
Bisher wurde die erfindungsgemäße Bilderzeugungsvorrichtung 10
nebst der wichtigsten Bestandteile beschrieben. Nachfolgend wird
das erfindungsgemäße Verfahren erläutert, mittels dessen die im
Speicherbereich 68 gespeicherten virtuellen Puppen erzeugt wer
den.
Hierzu ist es erforderlich, mindestens eine lebensgroße Puppe in
einer vorgegebenen Konfektionsgröße und Körpergröße bereit zu
stellen. Beispielsweise wird eine Puppe verwendet, die den übli
cherweise in den Schaufenstern von Bekleidungsgeschäften für die
zur Schaustellung der angebotenen Bekleidungsstücke verwendeten
Puppen ähnelt. Um den nachfolgenden Datenverarbeitungsprozeß zu
erleichtern, ist es jedoch zweckmäßig, zwei Puppen mit auseinan
derliegenden Konfektionsgrößen zu verwenden, die jedoch bis auf
die unterschiedlichen Konfektionsgrößen, insbesondere im Hin
blick auf die Stellung und Haltung identisch sein müssen. Insbe
sondere können die Puppen in den Konfektionsgrößen 38 und 44
verwendet werden.
Von dieser oder diesen Puppen wird mindestens eine Bildaufnahme
mit einer elektronischen digitalen Kamera in einem genau festge
legten Aufnahmewinkel erstellt. Am zweckmäßigsten wird dazu eine
Studioeinrichtung verwendet, bei der die Kamera, die Beleuch
tungsmittel und die Position der aufzunehmenden Puppe(n) genau
definiert bzw. festgelegt sind. Sofern bei der erfindungsgemäßen
Ausführung eine zweidimensionale Erstellung der virtuellen Per
son vorgenommen wird, reicht die Anfertigung einer Aufnahme der
Puppen, die nach Eliminierung des Bildhintergrundes und sonsti
ger störender Bildbestandteile wie der Tragestützen für die
Puppe etc. als erste virtuelle Puppe(n) gespeichert werden. Im
Falle der dreidimensionalen Erstellung und der virtuellen Person
ist es erforderlich, mehrere Aufnahmen der realen Puppe aus ver
schiedenen, genau festgelegten Blickwinkeln vorzunehmen. Insbe
sondere wäre es hierfür zweckmäßig, acht gleichmäßig zueinander
beanstandete Aufnahmen aus um jeweils 45° zueinander versetzten
Richtungen zu machen.
Als nächstes wird mindestens eine Bildaufnahme mindestens eines
Fotomodells (einer Modellperson) in der oder den gleichen Hal
tung(en) und Ansicht(en) wie die Bildaufnahme(n) der realen
Puppe(n) anzufertigen. Das Fotomodell muß zum einen die gleiche
Konfektionsgröße und Körpergröße wie die entsprechende reale le
bensgroße Puppe aufweisen und muß für die Aufnahme(n) die exakt
gleiche Haltung wie entsprechende Puppe einnehmen. Hierzu wird
am einfachsten eine elektronische Überlagerung einerseits der
Abbildung der Puppe und andererseits der Abbildung des Fotomo
dells vorgenommen, so daß vor der Anfertigung der endgültigen
Aufnahme die Haltung und Position korrigiert werden kann.
Anschließend wird die erste virtuelle Puppe mit der Bildaufnahme
des Fotomodells überlagert mit dem Ergebnis, daß die erste vir
tuelle Puppe das Aussehen und den Hautton des Fotomodells an
nimmt und die durch die Studiobeleuchtung hervorgerufenen Be
leuchtungsschatten aufweist. Sofern geringfügige Abweichungen
zwischen den Außenkonturen der virtuellen Puppe und der Bildauf
nahme des Fotomodells bestehen, werden noch entsprechende Kor
rekturen, vorzugsweise von Hand vorgenommen. Sofern es um eine
dreidimensionale Darstellung der virtuellen Person geht, erfolgt
dieser Vorgang selbstverständlich für alle vorgegebenen Blick
winkel.
Als nächstes werden aus der ersten virtuellen Puppe auf der
Grundlage vorgegebener Konfektionsgrößen-Umrechnungstabellen
weitere virtuelle Puppen mit den anderen gewünschten Konfekti
onsgrößen erstellt. Wenn beispielsweise die reale Puppe eine
Konfektionsgröße von 38 hat, wird hieraus eine virtuelle Puppe
mit der Konfektionsgröße 36, eine weitere in 40, 44, usw. er
zeugt. Stehen hingegen zwei reale Puppen zur Verfügung, werden
die virtuellen Puppen mit den näherliegenden Konfektionsgrößen
daraus erstellt. Insbesondere werden die virtuellen Puppen 36,
40 und 42 aus der virtuellen Puppe der Konfektionsgröße 38 abge
leitet, während die virtuellen Puppen der Größen 40, 46 und 50
aus der virtuellen Puppe mit der Konfektionsgröße 44 abgeleitet
werden.
Die erwähnten Konfektionsgrößen-Umrechnungstabellen enthalten
von befugten Vereinigungen festgelegte Norm-Dimensionen wie
Brustumfang, Hüftumfang, Armlänge, Beinlänge etc., die als Norm
für die Kleidungsstücke mit der entsprechenden Konfektionsgröße
zu verwenden sind. Die größenmäßige Veränderung der Puppe aus
einer in eine andere Konfektionsgröße erfolgt vorzugsweise mit
tels bekannter Bildverarbeitungssysteme, sog. "Warping"-Systeme.
Vorzugsweise werden alle bisher erzeugten virtuellen Puppen in
mehrere, vorzugsweise drei verschiedene Körpergrößen gestreckt
bzw. gestaucht. Als bevorzugte Körpergrößen eignen sich die in
den Konfektionsgrößen-Umrechnungstabellen spezifizierten Zahlen
werte von 160, 168 und 176 cm. Somit werden aus den Abbildungen
zweier realer Puppen (in den Konfektionsgrößen 38 und 44) zu
nächst acht virtuelle Puppen (36, 38, 40, 44, 46, 48, 50) gebil
det; diese werden durch Streckung/Stauchung auf insgesamt 24
virtuelle Puppen vermehrt, wobei diese 24 Puppen im wesentlichen
die gängigen Größenbereiche der Masse der weiblichen Personen
abdecken.
Sofern das System auch für männliche Benutzer verwendet wird,
sind selbstverständlich die entsprechenden Konfektionsgrößen und
Körpergrößen zu verwenden.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die
Anzahl der virtuellen Puppen nochmals vervielfältigt und zwar
zur Darstellung von mehreren unterschiedlichen Haut-Farbtönen.
Hierdurch kann erreicht werden, daß das System sowohl von sehr
hellhäutigen bis sehr dunkelhäutigen Personen (Farbigen) benutzt
werden kann, wobei stets eine realistische Hautfarbendarstellung
erfolgt. Diese verschiedenen Hautfarbtöne können beispielsweise
auch in Form von Fotografien entsprechend gefärbter Personen
vorab angefertigt werden oder elektronisch erzeugt werden.
Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung
eines Satzes virtueller Kleidungsstücke 74 beschrieben.
Zunächst wird die bereits oben erwähnte reale lebensgroße Puppe
n der gleichen Ansicht oder den gleichen Ansichten wie bei
der/den Bildaufnahme(n) der realen der realen Puppe(n) zur Er
zeugung der virtuellen Puppe(n) verwendet. Im bevorzugten Aus
führungsbeispiel werden, wie bereits erwähnt, zwei reale Puppen
mit den Konfektionsgrößen 38 und 44 verwendet. Nun werden von
jedem zu erfassenden Kleidungsstück ein (bei der Ausführung mit
einer realen Puppe) oder zwei Exemplare, in diesen beiden Kon
fektionsgrößen bereitgestellt und Bildaufnahmen der bekleideten
realen Puppen angefertigt. Aus den Bildaufnahmen werden durch
Eliminierung des Bildhintergrundes und der unbekleideten Puppen
bereiche virtuelle Kleidungsstücke zunächst in der aufgenommenen
Konfektionsgröße erzeugt, die auf gleiche Weise wie bei der Er
zeugung der virtuellen Puppen auf der Grundlage der vorgegebenen
Konfektionsgrößen-Umrechnungstabellen in virtuelle Kleidungs
stücke der anderen Konfektionsgröße transformiert werden. Auf
diese Weise wird aus den beiden Exemplaren eines jeden aufzuneh
menden Kleidungsstückes ein Satz virtueller Kleidungsstücke in
den gewünschten Konfektionsgrößen (36-50) erzeugt. Um die Aus
blendung der unbekleidet bleibenden Teile der realen Puppe zu
erleichtern, weist diese vorzugsweise eine solche Farbe auf
(blau), die elektronisch durch ein Bildverarbeitungssystem aus
geblendet werden kann. Dieser Vorgang wird mit jedem aufzuneh
menden Kleidungsstück wiederholt.
Nachfolgend wird das Verfahren zur Benutzung der erfindungsgemä
ßen Bilderzeugungsvorrichtung 10 durch eine Benutzerin beschrie
ben. Diese betritt zunächst durch einen der in Fig. 3 darge
stellten Durchgänge 52a, 52b den Aufenthaltsraum 48 und nimmt
auf dem Hocker 54 Platz. Aufgrund erstmaliger Betätigung der
Eingabeeinheit 18 werden automatisch die bisher durchsichtigen
Scheibenbereiche der Seitenwände 46a und 46d auf undurchsichtig
geschaltet, so daß die Person gegenüber aufdringlichen Blicken
Dritter abgeschirmt ist. Zunächst wird durch die Person die Fig. 6
dargestellte Benutzerkopfbild-Erzeugungseinheit 60 aktiviert,
die das von der Bildaufnahmeeinrichtung 22 aufgenommene Bild des
Kopf- und Oberkörperbereichs der Benutzerin spiegelbildlich auf
der Bildanzeigeeinrichtung 20 quasi wie in einem realen Spiegel
wiedergibt. Die Benutzerin kann die oben erwähnte Abdeckung zur
Abdeckung des Oberkörpers anlegen und ihre Haare (falls diese
entsprechend lang sind) über die Abdeckung natürlich fallen las
sen, sich kämmen und sonstwie für die Aufnahme präparieren. Auf
entsprechende Betätigung über die Eingabeeinheit 18 wird an
schließend die Bildaufnahmeeinrichtung 22 veranlaßt, mindestens
eine Abbildung der Benutzerin anzufertigen, die wiederum von der
Benutzerkopfbild-Erzeugungseinheit 60 zur Erstellung des Benut
zerkopfbildes verarbeitet wird. Entweder manuell oder automa
tisch (mit manueller Korrekturmöglichkeit durch die Benutzerin)
erfolgt eine Ausrichtung des Benutzerkopfbildes derart, daß spä
ter der Kopf relativ zu der virtuellen Puppe korrekt abgebildet
wird. Bei manueller Korrektur wird vorzugsweise ein Bild eines
Schulterbereichs mit Halsansatz auf dem Bildschirm ausgegeben
und die Benutzerin kann das Benutzerkopfbild korrekt positio
nieren.
Anschließend gibt die Benutzerin ihre ungefähre Körpergröße ein,
wobei eine Auswahl zwischen drei vorgegebenen Werten (160 cm,
168 cm 176 cm) möglich ist. Schließlich erfolgt die Auswahl der
darzustellenden Konfektionsgröße (36-50) durch die Benutzerin.
Auf der Grundlage dieser Informationen erzeugt die Datenverar
beitungseinrichtung 12 mit den Bestandteilen 62, 64, 70, 72, 78,
84 eine virtuelle Person, d. h. eine künstlich erzeugte Darstel
lung/Abbildung einer Person, welche die besagten Maße
(Konfektionsgröße und Körpergröße) aufweist, dazu den Kopf der
Person mit den Kopfhaaren sowie dem ungefähren Hautton. Diese
virtuelle Person wird jedoch normalerweise noch nicht auf der
Bildanzeigeeinrichtung 20 angezeigt, da diese mehr oder minder
nackt aussehen würde. Durch interaktive Kommandoeingabe durch
die Person werden ein oder mehrere Kleidungsstücke von der Per
son ausgewählt, die auf die unter Berücksichtigung der zutref
fenden Konfektionsgröße auf die virtuelle Person aufgeblendet
werden, so daß für die Person der Eindruck entsteht, sie selber
sei mit der ausgewählten Kleidung dargestellt. Obtional kann die
Person neben der Änderung einzelner Kleidungsstücke oder der
Darstellung zweier virtueller Personen nebeneinander eine ge
wünschte Umgebung (Party, Arbeitsumgebung, Landschaft) einblen
den, um die Wirkung der ausgewählten Kleidungsstücke in dieser
Umgebung zu sehen.
Selbstverständlich besteht für die Person auch die Möglichkeit,
anstelle des eigenen Kopfes einen vorgespeicherten Kopf, bei
spielsweise der für die Erstellung der virtuellen Puppen aufge
nommenen Fotomodelle einzublenden, um beispielsweise andere Ty
pen oder andere Haarfarben auswählen zu können, insbesondere
wenn Bekleidungsstücke für andere Personen (Tochter, Mutter,
Freundin) gekauft werden sollen. Zu diesem Zweck kann es zweck
mäßig sein, eine entsprechende Datenbank mit vorgegebenen Kopf
partien mit unterschiedlich langen Haaren und/oder unterschied
lichen Frisuren und/oder unterschiedlichen Haarfarben vorzuse
hen, die bei Bedarf eingeblendet werden können.
Claims (30)
1. Bilderzeugungsvorrichtung, die ein virtuelles Bild einer be
kleideten Person erzeugt, wobei die dargestellte Kleidung
durch einen Benutzer auswählbar ist, mit folgenden Merkmalen:
- - eine Speichereinheit (16, 68, 76) zur Speicherung meh rerer virtueller Puppen (66) sowie einer Vielzahl virtueller Kleidungsstücke (74);
- - eine Eingabeeinheit (18) für die Eingabe mindestens ei ner Kleidungs-Konfektionsgröße, Angabe über die Körpergröße und Auswahleingaben über anzuzeigende Kleidungsstücke durch einen Benutzer;
- - eine Bildaufnahmeeinrichtung (22) zur Erzeugung minde stens eines Bildes des Kopfbereich des Benutzers;
- - eine Datenverarbeitungseinrichtung (12);
- - eine Bildanzeigeeinrichtung (20) zur Anzeige eines von der Datenverarbeitungseinrichtung (12) erzeugten virtuellen Bildes;
- - eine Spiegelungs-Einheit (26) zur achsensymmetrischen
wechselseitigen Spiegelung der rechten und linken Bildhälfte
des Eingangssignals der Bildaufnahmeeinrichtung (22) oder
des Ausgangssignals der Bildanzeigeeinrichtung (20);
wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (12) fol gende Bestandteile umfaßt: - - eine Einheit (60), die aus dem mindestens einem Bild des Benutzerkopfbereichs ein Benutzerkopfbild generiert und dabei den Bildhintergrund und die nicht zum Kopfbereich ge hörenden Körperteile ausblendet;
- - eine Einheit (62) zur Ermittlung der Hautfarbe des Be nutzers aus dem Bild des Benutzerkopfbereichs;
- - eine Einheit (64), die auf der Grundlage der Eingaben der Konfektionsgröße, der Körpergröße sowie der ermittelten Benutzerhautfarbe eine der virtuellen Puppen auswählt;
- - eine Einheit (70), die das Benutzerkopfbild und die ausgewählte virtuelle Puppe zu einer virtuellen Person zu sammenfügt;
- - eine Einheit (72, 70), die auf der Grundlage der einge gebenen Kleidungsstück-Auswahlangaben zugeordnete virtuelle Kleidungsstücke ermittelt und auf die virtuelle Person auf blendet.
2. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Speichereinheit (16, 68, 76) die virtuellen
Puppen (66) und die virtuellen Kleidungsstücke (74) als zwei
dimensionale Abbildungen gespeichert enthält und die Daten
verarbeitungseinrichtung (12) das Benutzerkopfbild sowie die
virtuelle Person als zweidimensionale Abbildungen erzeugt.
3. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Speichereinheit (16, 68, 76) die virtuel
len Puppen (66) und die virtuellen Kleidungsstücke (74) als
dreidimensionale Formen gespeichert enthält, die Bildaufnah
meeinrichtung (22) zwei oder mehr Bilder des Kopfbereichs zur
Erzeugung eines dreidimensionalen Benutzerkopfbildes erstellt
und die Datenverarbeitungseinrichtung (12) das Benutzerkopf
bild sowie die virtuelle Person als virtuelle dreidimensiona
le Körper erzeugt.
4. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Eingabeeinheit (18) eine Tastatur und/oder
eine Maus/Trackball-Anordnung ist.
5. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Eingabeeinheit (18) ein berührungs-sensiti
ver Bildschirm, vorzugsweise ein LCD-Schirm ist, der von der
Datenverarbeitungseinrichtung programmierbar ist.
6. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bildanzeigeeinrichtung (20) einen LCD-Schirm,
ein 3D-Kopf-Display oder einen Projektionsschirm um
faßt.
7. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bildanzeigeeinrichtung (20) eine Bildröhre
(38) umfaßt.
8. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet
durch einen zumindest teilweise halbdurchlässigen Spiegel
(40), der das ausgestrahlte Bild der Bildröhre (38) zum Be
nutzer umlenkt, wobei die Bildaufnahmeeinrichtung (22) hinter
dem halbdurchlässigen Spiegel (40) angeordnet ist und durch
diesen hindurch auf den Benutzer blickt.
9. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bildanzeigeeinrichtung (20) eine etwa senk
recht stehende lichtdurchlässige Platte (30) umfaßt, wobei in
einem mittigen rechteckigen Bildbereich (32) das von der
Bildröhre (38) erzeugte Bild betrachtbar ist und dieser Bild
bereich (32) mindestens oben und an den Seiten von Leuchtbe
reichen (34a, 34b, 34c) umgeben ist.
10. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bildaufnahmeeinrichtung (22) eine digitale
Mikrokamera ist.
11. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bildaufnahmeeinrichtung (22) unmittelbar
über der Bildanzeigeeinrichtung (20) angeordnet ist.
12. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bildaufnahmeeinrichtung (22) für die Er
stellung der Aufnahme(n) des Benutzers vor die Bildanzeige
einrichtung (20) bewegbar ist.
13. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung (12) mit ei
ner elektronischen Datenbank (88) mit den Daten aller verfüg
baren Kleidungsstücke (74) versehen oder verbunden (90) ist,
und eine Einheit (88) umfaßt, die prüft, ob ein bestimmtes
vom Benutzer ausgewähltes Kleidungsstück in der gewählten
Konfektionsgröße verfügbar ist.
14. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß diese eine Kabine (44) umfaßt, die Bildanzeige
einrichtung (10) entlang einer Kabineninnenwand (50) angeord
net ist und die gegenüberliegende Kabineninnenwand (46c) in
dem von der Bildaufnahmeeinrichtung (22) erfaßten Bereich
(61) eine Gestaltung, insbesondere Farbe, aufweist, die eine
elektronische Ausblendung der Wand ermöglicht.
15. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine oder mehrere Wände (46a, 46b) der Kabine
(44) Scheiben umfassen, die elektrisch zwischen durchsichtig
und undurchsichtig umschaltbar sind.
16. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß diese eine Ausgabeeinrichtung (28) zur Ausgabe
einer Abbildung der erzeugten virtuellen Person als Ausdruck
umfaßt.
17. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung (12) eine Um
gebungserzeugungseinrichtung (78) mit einer Speichereinheit
(80) zur Speicherung virtueller Umgebungen umfaßt, welche die
erzeugte virtuelle Person in eine auswählbare Umgebung proji
ziert.
18. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine Einheit (60) zur automatischen oder interaktiven
Anpassung des Benutzerkopfbildes an eine Schulter-Halspartie
der ausgewählten virtuellen Puppe.
19. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bildanzeigeeinrichtung (20) mehrere Abbil
dungen nebeneinander darstellen kann.
20. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß diese eine Einrichtung (60) zur Ermittlung der
Augenfarbe des Benutzers umfaßt.
21. Bilderzeugungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einheit (62) zur Ermittlung der Hautfarbe
mindestens einen Ausschnitt des Benutzerkopfbildes pixelweise
auswertet, wobei nur die Pixel mit einem deutlichen Rotanteil
ausfiltert und aus diesen die häufigste Farbe ermittelt.
22. Verfahren zur Erzeugung virtueller Puppen für die Bilderzeu
gungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, gekenn
zeichnet durch folgende Schritte:
- a) Anfertigen einer oder mehrerer Bildaufnahmen mindestens einer realen lebensgroßen menschlichen Puppe mit vorgegebener Kon fektionsgröße und Speicherung als erste virtuelle Puppe;
- b) Anfertigen einer oder mehrerer Bildaufnahmen mindestens einer Modellperson (Fotomodell) in der/den gleichen Haltung(en) und Ansicht(en) wie die Bildaufnahme(n) der realen Puppe;
- c) Überlagerung der ersten virtuellen Puppe mit der/den Bildauf nahme(n) der Modellperson, so daß die erste virtuelle Puppe das Aussehen der Modellperson erhält
- d) Rechnerische Erstellung weiterer virtueller Puppen mit ande ren Konfektionsgrößen aus der ersten virtuellen Puppe auf der Grundlage vorgegebener Konfektionsgrößen-Umrechnungstabellen;
- e) Proportionale einachsige Verkleinerung und/oder Vergrößerung der virtuellen Puppen zur Erzeugung weiterer virtueller Pup pen mit anderen Körpergrößen;
- f) Einfärben der virtuellen Puppen mit mehreren, vorzugsweise 5 bis 15, verschiedenen Hautfarbtönen zur Erzeugung weiterer virtueller Puppen.
23. Verfahren nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch die Anferti
gung von Bildaufnahmen von zwei realen Puppen auseinanderlie
gender Konfektionsgrößen sowie Erstellung zweier virtueller
Puppen daraus und rechnerische Erstellung weiterer virtueller
Puppen mit anderen Konfektionsgrößen aus den ersten virtuel
len Puppen auf der Grundlage der vorgegebenen Konfektionsgrö
ßen-Umrechnungstabellen.
24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bildaufnahmen der realen Puppe(n), der Modellperson(en) und
der mit Kleidungsstücken bekleideten realen Puppen in mehre
ren, vorzugsweise 3 bis 8, Blickwinkeln erfolgt, die in einer
horizontalen Ebene gleichmäßig zueinander beabstandet sind,
um dreidimensionale virtuelle Puppen bzw. Kleidungsstücke zu
erzeugen.
25. Verfahren zur Erzeugung eines Satzes virtueller Kleidungs
stücke für die virtuellen Puppen nach einem der Ansprüche 22
bis 24, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- a) Anfertigen einer oder mehrerer Bildaufnahmen der mit jedem der zu erfassenden Kleidungsstücken bekleideten realen Puppe in der/den gleichen Haltung(en) und Ansicht(en) wie die Bild aufnahme(n) der realen Puppe;
- b) Erzeugung eines ersten virtuellen Kleidungsstücks in der Kon fektionsgröße der realen Puppe durch Eliminierung des Bild hintergrundes und der unbekleideten Puppenbereiche aus der mindestens einen Bildaufnahme;
- c) Rechnerische Erstellung weiterer virtueller Kleidungsstücke des Satzes in anderen Konfektionsgrößen aus dem ersten virtu ellen Kleidungsstück auf der Grundlage der vorgegebenen Kon fektionsgrößen-Umrechnungstabellen.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die
reale Puppe eine Gestaltung oder Farbe aufweist, die eine
elektronische Ausblendung der unbekleideten Puppenbereiche
ermöglicht.
27. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die
virtuellen Kleidungsstücke (74, 92) Informationen über die
Anzeigepriorität erhalten, so daß Überlappungen mit anderen
virtuellen Kleidungsstücken (94) korrekt dargestellt werden.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die
virtuellen Kleidungsstücke (74, 92b) mit Hintergrund-Vorrang
bereichen (100a, 100b) versehen werden, so daß die überlap
pende Bereiche von prioritätsnachrangigen virtuellen Klei
dungsstücken (94b) ausgeblendet und dafür der Bildhintergrund
eingeblendet wird.
29. Verfahren zur Erzeugung einer mit virtuellen Kleidungsstücken
bekleideten virtuellen Person mit der Vorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 21, gekennzeichnet durch folgende Schrit
te:
- a) Anfertigen einer Bildaufnahme des Kopfbereichs des Benutzers mittels der Bildaufnahmeeinrichtung;
- b) Bereichsweise Eingabe der gewünschten Körpergröße, (ca. 160 cm, ca. 168 cm, ca. 176 cm) und einer Konfektionsgröße (36-50) durch den Benutzer;
- c) Interaktive Auswahl bestimmter Kleidungsstücke durch den Be nutzer;
- d) Erzeugung eines auszugebenden Bildes einer virtuellen Person mit der gewünschten Konfektionsgröße und Körpergröße, dem Ge sicht und der Hautfarbe des Benutzers und den ausgewählten Kleidungsstücken durch die Bilderzeugungsvorrichtung unter Berücksichtigung von Anzeigeprioritäten bei überlappenden Be reichen von Kleidungsstücken
30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die
nicht zum Kopf- und Kopfhaarbereich des Benutzers gehörenden
Körperteile vor der Anfertigung der Bildaufnahme(n) mit einer
Abdeckung, vorzugsweise aus Stoff, mit einer elektronisch
ausblendbaren Farbe bedeckt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996135753 DE19635753A1 (de) | 1996-09-03 | 1996-09-03 | Magic Mirror |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996135753 DE19635753A1 (de) | 1996-09-03 | 1996-09-03 | Magic Mirror |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19635753A1 true DE19635753A1 (de) | 1998-04-23 |
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ID=7804518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996135753 Withdrawn DE19635753A1 (de) | 1996-09-03 | 1996-09-03 | Magic Mirror |
Country Status (1)
| Country | Link |
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