DE19631161A1 - Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer mit differentiell gepumpter Kollisionszelle - Google Patents
Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer mit differentiell gepumpter KollisionszelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach
dem Oberbegriff des Anspruch 1.
Bei der Flugzeit-Massenanalyse gibt es einen Start-Zeitpunkt, ab wel
chem eine Gruppe von Ionen im Flugzeit-Massenspektrometer gestartet
wird. Am Ende einer Flugstrecke wird die Zeit gemessen, welche das
jeweilige ankommende Ion benötigt hat und hieraus die Masse des be
treffenden Ions ermittelt.
Sollen mittels eines Flugzeit-Massenspektrometers Ionen bzw. zu er
zeugende Ionen aus der Gasphase nachgewiesen werden, so versteht man
unter Abzugsvolumen denjenigen Raumbereich der Ionenquelle, aus wel
chem, beginnend ab dem Start-Zeitpunkt, Ionen auf die Oberfläche des
Detektors des Flugzeit-Massenspektrometers gelangen können. Die Bah
nen, auf welchen sich die Ionen dabei bewegen, sind bestimmt durch die
vorhandenen elektrischen Felder und ergeben sich in einfacher Weise aus
den physikalischen Gesetzen.
Der Start-Zeitpunkt der Flugzeit-Analyse kann z. B. gegeben sein durch
- - den Zeitpunkt, in dem neutrale Teilchen eines im Abzugsvolumen befindlichen zu untersuchenden Gases durch den Puls einer das Ab zugsvolumen durchstrahlenden Laserstrahl- oder Elektronenstrahl quelle ionisiert werden.
- - den Zeitpunkt des Anschaltens der Elektrodenspannungen der Io nenquelle. In diesem Fall handelt es sich meist darum, Ionen zu untersuchen, da Ionen nur dann in das Abzugsvolumen gelangen können, wenn an den Elektroden der Ionenquelle keine Spannun gen anliegen.
Bei Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometern gibt es generell mindes
tens zwei Flugstrecken, auf welchen Ionen durch ihre unterschiedlichen
Flugzeiten ihrer Muse nach aufgetrennt werden. Dabei bildet immer der
Endort der vorangehenden Flugstrecke den Startort der folgenden.
Üblicherweise wird mittels der ersten Flugstrecke eine bestimmte Io
nenmuse vorselektiert, welche entweder vor oder nach der Selektion ei
ner beliebigen Wechselwirkung unterworfen wird. Diese Wechselwirkung
kann z. B. die Einwirkung eines Laserstrahls sein, das Kreuzen mit einem
zweiten Ionenstrahl oder auch das Durchfliegen einer Zelle mit Kollisi
onsgas sein.
Die Selektion bzw. Auswahl einer bestimmten Ionenmasse am Ende
der ersten bis zur vorletzten Flugstrecke kann nach dem Stand der Tech
nik durch eine Reihe von Methoden bewirkt werden:
- - Sind die Flugstrecken orthogonal zueinander angeordnet, so kann die Selektion am Ende der einen bzw. am Anfang der folgenden Flugstrecke dadurch bewirkt werden, daß zum Ankunfts-Zeitpunkt einer bestimmten Ionenmasse die an diesem Ort plazierte Ionen quelle des folgenden Flugzeit-Massenspektrometers angeschaltet wird, was die Ablenkung und den Einschuß genau dieser Ionenmasse in das folgende Flugzeit-Massenspektrometer bewirkt.
- - Sind die Flugstrecken kolinear zueinander angeordnet, so kann am
Ende der einen bzw. am Anfang der folgenden Flugstrecke eine
Vorrichtung zum gepulsten Ablenken der Ionen vorgesehen werden:
- a) Eine solche Vorrichtung kann z. B. aus zwei zueinander paral lel angeordneten Platten bestehen, welche normalerweise auf unterschiedlichen Potentialen liegen, wodurch die hindurch fliegenden Ionen abgelenkt werden. Werden diese Platten nun kurzzeitig auf gleiches Potential gelegt, so kann nur die Ionen masse passieren, welche sich gerade kurz vor den Platten be findet und während der Passage kein ablenkendes Feld spürt.
- b) Eine solche Vorrichtung kann auch durch zwei kammartige Strukturen bewirkt werden, deren Zähne aus feinen Drähten bestehen, wobei die Zähne der einander gegenüberliegenden kammartigen Strukturen mittig ineinander greifen und alle zu jeweils einer kammartigen Struktur gehörenden Zähne elek trisch leitend miteinander verbunden sind. Werden diese bei den Strukturen auf Potentiale gelegt, die in ihrem Wert sym metrisch zum Potential der Driftstrecke sind, so heben sich die von den beiden kammartigen Strukturen erzeugten elek trischen Felder schon in sehr kurzem Abstand auf. Ein sol ches Ionenschaltgitter kann schon mit vergleichsweise gerin gen Spannungen durchtretende Ionen so stark ablenken, daß sie den Bahnbereich der Flugstrecken verlassen. Außerdem beeinflußt dieses Schaltgitter nur die Ionen in seiner allernäch sten Nähe, was eine Selektion mit hoher Massenauflösung der gewünschten Ionenmuse bewirkt. Ein solches Ionenschaltgit ter ist beispielsweise in der Veröffentlichung von D.J. Beuss man et al. beschrieben. (Analytical Chemistry, Bd. 67, Seiten 3952-3957, 1995).
Durch die nach oder vor der Selektion ausgeführte Wechselwirkung
wird der innere Zustand der selektierten Ionenmasse geändert. Meist
wird Energie zugeführt, um einen Zerfall dieser Ionenmasse in Bruch
stücke zu bewirken. Die Massen dieser Bruchstücke lassen dann oft
Rückschlüsse auf den Aufbau der ursprünglichen Ionenmasse zu und die
nen so der Strukturaufklärung komplexer Moleküle. Die Massen dieser
Bruchstücke werden nun durch Messen der Flugzeit in der zweiten Flug
strecke des Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometers bestimmt.
Müssen noch mehr Einzelheiten als nur die Massen der Bruchstücke
bestimmt werden, so können die Bruchstücke selbst einer weiteren Wech
selwirkung unterworfen werden, man kann nach Durchfliegen der zweiten
Flugstrecke eine bestimmte Ionenmasse herausfiltern, deren Bruchstücke
man dann in der dritten Flugstrecke bestimmt.
Soll der selektierten Ionenmasse durch Wechselwirkung mit einem
Kollisionsgas Energie zugeführt werden, so werden in den meisten Fällen
die Gase Helium, Stickstoff, oder Argon verwendet, wobei sich in vielen
Untersuchungen Helium als das günstigste Kollisionsgas erwiesen hat.
Zum Stand der Technik finden sich zwei Anordnungen, welche Kolli
sionsgas in einem Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer zur Erzeugung
von Fragment-Ionen verwenden:
- a) B. Spengler et al. (Journal of Physical Chemistry, Bd. 96, Sei ten 9678-9684, 1992) untersuchen die Fragmentation des Mo leküls Cytochrom C, indem sie verschiedene Gase bis zu einem Druck von 4 · 10-5 mbar in die Flugstrecke ihres Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometers einlassen.
- b) T.J. Cornish et al. (Rapid Communications in Mass Spectrometry, Bd. 7, Seiten 1037-1040, 1993) untersuchen die Fragmentation von Molekülen in ihrem Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer, indem sie mittels einer gepulsten Düse Argon oder Helium in eine Kolli sionszelle einlassen, welche sich zwischen den beiden Flugstrecken ihrer Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer-Anordnung befindet.
B. Spengler et al. haben hierbei die einfachste Ausführungsform ge
wählt. Das Kollisionsgas einfach in die Driftstrecke des Flugzeit-Massen
spektrometers einzulassen, stellt die billigste, und am leichtesten zu reali
sierende Möglichkeit dar, Fragmente durch Stöße mit Gasmolekülen oder
-atomen zu erzeugen. Nachteilig ist allerdings, daß bei Helium, dem
am häufigsten verwendeten Kollisionsgas nicht soviel Gas in die Drift
strecke eingelassen werden kann, so daß eine ausreichende Anzahl der
Primärionen fragmentierbar wäre. Der Helium-Gasdruck, der notwendig
für eine ausreichende Fragmentation wäre, würde elektrische Entladun
gen im Flugzeit-Massenspektrometer hervorrufen, welche seine Funktion
beeinträchtigen würden, unter Umständen auch zur Zerstörung von Kom
ponenten, insbesondere des Detektors führen könnten.
Bei Vielkanalplatten, welche häufig in den Detektoren der
Flugzeit-Massenspektrometer verwendet werden, wird als maximaler Arbeitsdruck
10-4 mBar angegeben. Elektrische Entladungen an hochspannungsführen
den Bauteilen können ab einem Druck von ca. 10-3 mBar auftreten.
T.J. Cornish et al. können auch mit Helium als Kollisionsgas ausrei
chende Fragmentation bei den zu untersuchenden Ionenmassen hervor
rufen. Dies wird hier erreicht, indem sie mit einer gepulsten Düse einen
Heliumstrahl hoher Dichte in die Kollisionszelle einlassen. Durch ausrei
chende Wartezeit bis zum nächsten Primärionenpuls wird ein Druckan
stieg im Flugzeit-Massenspektrometer verhindert, der elektrische Entla
dungen bzw. Zerstörungen an Komponenten des Instruments hervorrufen
könnte. Durch die niedrige Repetitionsfrequenz infolge der langen War
tezeiten zwischen Primärionenpulsen wird jedoch die Empfindlichkeit des
Flugzeit-Massenspektrometers in kaum vertretbarer Weise herabgesetzt.
Dementsprechend ist es Aufgabe der Erfindung, ein
Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer anzugeben, bei welchem mit vertretbarem techni
schen Aufwand und ohne Einbußen bei der Musenauflösung oder Emp
findlichkeit ein ausreichender Druck des Kollisionsgases für die verschie
denen Möglichkeiten der Fragmentation zur Verfügung steht. Insbeson
dere ist es Aufgabe der Erfindung, bei einem zur Fragmentation ausrei
chendem Druck, keine Entladungen an den spannungsführenden Teilen
des Massenspektrometers entstehen zu lassen.
Diese Aufgaben werden durch die kennzeichnenden Merkmale des An
spruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vor der Kammer, wel
che den Reflektor enthält, eine weitere Kammer, im folgenden Streukam
mer genannt, angeordnet, welche dann die Kollisionszelle enthält. Zwi
schen Streukammer und Reflektorkammer können sich Gas-Strömungs
impedanzen befinden, wodurch in der Kollisionszelle eine sehr hohe Gas
dichte erzielbar ist, bei gleichzeitig nur geringfügigem Druckanstieg in
der Reflektorkammer.
Dadurch, daß die Kollisionszelle auf diese Weise nun vergleichbar nahe
am Abzugsvolumen des Flugzeit-Massenspektrometers angeordnet ist,
können auch bei großer Divergenz der Ionenbahnen die Querschnitte der
Strömungsimpedanzen kleiner gewählt werden, ohne die Empfindlichkeit
herabzusetzen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprü
chen angegeben.
Als besonders vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung gemäß
den Unteransprüchen können somit bereits vorhandene Komponenten
des Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometers als Gas-Strömungsimpedan
zen verwendet werden, um einen möglichst großen Druckunterschied zwi
schen Reflektorkammer bzw. Ionenquellenkammer und der Streukammer
bzw. der Kollisionszelle hervorzurufen.
Im Folgenden wird nun anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele die Erfindung näher beschrieben und erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 3 eine Ausführungsform der Kollisionszelle mit integriertem
Ionenselektor.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen An
ordnung. Gezeigt sind die Ionenquellenkammer 1 mit der Ionenquelle 21,
und dem darin enthaltenen Abzugsvolumen 11. Die Ionenquellenkammer
ist mit einer Pumpe 6 verbunden, die ein Vakuum, vorzugsweise unter
halb 10-6 mBar erzeugt. Zum Start-Zeitpunkt werden von dem zu unter
suchenden Gas- bzw. Ionenstrahl 10 die am Detektor 34 nachzuweisenden
Ionen auf ihrer Bahn 12 ins Flugzeit-Massenspektrometer gestartet.
Kurz hinter der Ionenquellenkammer ist die Streukammer 2 ange
ordnet, verbunden über das Verbindungsrohr 4, welches gleichzeitig als
Strömungsimpedanz zwischen beiden Kammern dienen kann. In der
Streukammer befindet sich die Kollisionszelle 22. Über eine Gasleitung
24 und das Dosierventil 25 wird das Kollisionsgas zugeführt. Die Streu
kammer ist mit einer Pumpe 7 verbunden, die ein Vakuum, vorzugsweise
unterhalb 10-5 mBar erzeugt. Innerhalb der Kollisionszelle kann zusätz
lich ein Ionenselektor 23 angeordnet sein.
Über das Verbindungsrohr 5 ist die Reflektorkammer 3 angeschlossen.
Um die eingeschossenen Ionen gegenüber Streufeldern des Detektors 34
abzuschirmen, kann man entweder ein Abschirmblech 31 zwischen der
Ionenbahn und dem Detektor oder ein Einschußrohr 32 verwenden. Das
Einschußrohr 32 wirkt mit dem Verbindungsrohr 5 zusammen als Gas
strömungsimpedanz. Es kann, wie in Fig. 1 dargestellt, einen geringeren
Querschnitt als das Verbindungsrohr 5 aufweisen. Es kann aber auch ein
größerer Querschnitt gewählt werden. Durch Auswahl eines Einschuß
rohrs 32 mit vorgegebenem Querschnitt kann somit die Gasströmungs
impedanz in einem gewissen Bereich eingestellt werden. Die Ionen wer
den im Reflektor 33 um 180° umgelenkt und treffen auf einen Detektor
34, der sich in relativer Nähe zur Eintrittsöffnung der Reflektorkammer
befindet. Die Reflektorkammer ist mit einer Pumpe 8 verbunden, die ein
Vakuum, vorzugsweise unterhalb 10-6 mBar erzeugt.
Diese Anordnung schützt den Detektor und Reflektor vor zu ho
hen Drücken, wobei insbesondere der Detektor mit seinen Vielkanal
platten ein empfindliches Bauteil darstellt, an welchem zuerst Probleme
durch einen Druck von mehr als 10-4 mBar entstehen würden. In die
ser Ausführungsform befindet sich die Ionenquelle in einer eigenen, dif
ferentiell gepumpten Kammer, da auch an der Ionenquelle mit seinen
spannungsführenden Elektroden bei Drücken von mehr als 10-3 mBar
Entladungen auftreten könnten.
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen An
ordnung. Hier sind die Ionenquellenkammer und die Streukammer in eine
Vakuumkammer integriert, die mittels einer Blende 26, die auch als Elek
trode der Ionenquelle dienen kann, in die beiden differentiell gepumpten
Bereiche aufgetrennt wird. In die Blende bzw. Elektrode kann dann auch
die Strömungsimpedanz eingearbeitet sein.
Innerhalb des Verbindungsrohrs 5 von der Streukammer 2 zur Re
flektorkammer 3 bzw. des Einschußrohrs 32 in die Reflektorkammer ist
ein Rohr 35 angeordnet. Dieses Rohr dient dazu, den Strömungswider
stand zwischen Streukammer und Reflektorkammer zu erhöhen. In der
in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform erstreckt es sich innerhalb sowohl
des Verbindungsrohrs 5 als auch der Einschußrohrs 32 und hat demzu
folge einen Durchmesser, der kleiner ist als die Durchmesser der beiden
genannten Rohre. Das Rohr 35 kann sich aber auch nur innerhalb ei
nes der beiden Rohre befinden. Das Rohr 35 bietet somit eine weitere
Möglichkeit zur Einstellung der Gasströmungsimpedanz.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform einer Kollisionszelle 22 mit inte
griertem Ionenselektor. Der Ionenselektor 23 ist hier in der Ausführungs
form eines Ionenschaltgitters dargestellt und wird von den Keramikringen
27 getragen. Die Kollisionszelle selbst besteht aus den beiden Hälften
22a, 22b, welche durch eine beliebige Vorrichtung zum Klemmen, die
hier nicht gezeigt werden muß, mit den Keramikringen des Ionenselek
tors zusammengehalten werden können. Da die beiden Hälften der Kol
lisionszelle aus Metall gefertigt werden können, läßt sich diese gesamte
Einheit auch auf einfache Weise innerhalb der Streukammer befestigen
und positionieren. Das Kollisionsgas wird über die Gasleitung 24 zu
geführt, die ihren Durchtritt nahe des Ionenselektors hat, welcher in der
hier gezeigten Ausführung in einer zur ionenoptischen Achse senkrech
ten Ebene angeordnet ist, und die Kollisionszelle in zwei symmetrische
Hälften teilt. Dadurch, daß das Kollisionsgas nahe der Mitte der Kolli
sionszelle zugeführt wird, wird in der Mitte der maximal mögliche Druck
erzeugt, gleichzeitig bei minimaler Gasbelastung der Streukammer.
Claims (16)
1. Flugzeit- Flugzeit-Massenspektrometer, mit einer Ionenquelle (21),
einem Reflektor (33), und einem Detektor (34), und einer Kollisi
onszelle (22) aufweist, in der ein Fremdgas enthalten ist, durch wel
ches Primärionen infolge der Kollision mit Fremdatomen oder
-molekülen in Fragment-Ionen zerfallen,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer in differentiell gepumpte Bereiche unterschiedlichen Druckes aufgeteilt ist,
- - daß einer dieser Bereiche durch eine, den Reflektor enthaltende Reflektorkammer (3) gebildet ist,
- - daß ein weiterer Bereich die Kollisionszelle (22) enthält, und
- - daß dieser Bereich in Flugrichtung der Ionen vor der Reflek torkammer angeordnet ist.
2. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ionenquelle in einer separaten, differen
tiell gepumpten Ionenquellen-Kammer (1) angeordnet ist, und daß
der die Kollisionszelle enthaltende Bereich durch eine differentiell
gepumpte Streu-Kammer (2) gebildet ist, welche zwischen Reflek
torkammer (3) und Ionenquellen-Kammer angeordnet ist.
3. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß Reflektor und Detektor in ein- und
demselben differentiell gepumpten Bereich enthalten sind.
4. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem die
Kollisionszelle enthaltenden Bereich und der Reflektorkammer eine
Gasströmungsimpedanz (5, 32, 35) angeordnet ist.
5. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gasströmungsimpedanz (5, 32, 35) minde
stens teilweise durch ein Verbindungsrohr (5) zwischen beiden Kam
mern gebildet ist.
6. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sich das Verbindungsrohr (5) von einer Aus
laßöffnung des die Kollisionszelle enthaltenden Bereichs bis zu einer
Einlaßöffnung der Reflektorkammer erstreckt und daß mindestens
ein weiterer Teil der Gasströmungsimpedanz durch ein Einschuß
rohr (32) gebildet ist, das sich von der Einlaßöffnung aus in die
Reflektorkammer erstreckt.
7. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem oder mehreren
der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein weiterer Teil der Gas-Strömungsimpedanz durch ein Rohr (35)
gebildet ist, das
- - kleineren Durchmesser als das Verbindungsrohr (5) und/oder das Einschußrohr (32) aufweist, und
- - innerhalb eines oder beider dieser Rohre angeordnet ist.
8. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Ionenquelle (21)
und Kollisionszelle (22) in ein- und derselben Vakuumkammer un
tergebracht sind, jedoch innerhalb dieser Kammer in unterschiedli
chen, differentiell gepumpten Bereichen angeordnet sind, zwischen
denen eine Trennwand mit einer Blende angeordnet ist.
9. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
die Kollisionszelle enthaltenden Bereich und der Ionenquellenkam
mer (1) eine Gas-Strömungsimpedanz (4, 26) angeordnet ist.
10. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ionenquelle (21) Elektroden enthält und
daß mindestens ein Teil der Gasströmungsimpedanz (26) in eine der
Elektroden integriert ist.
11. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kollisions
zelle (22) ein Ionenselektor (23) angeordnet ist.
12. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kollisions
zelle (22) eine Eintritts- (22a) und eine Austritts- Strömungsimpe
danz (22b) enthält, und der Ionenselektor (23) zwischen beiden Strö
mungsimpedanzen angeordnet ist.
13. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung des Ionenselektors
durch die Eintritts- bzw. Austritts-Strömungsimpedanz (22a, 22b)
der Kollisionszelle gebildet ist.
14. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der Ansprüche 11
bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionenselektor in einer
zur ionenoptischen Achse senkrechten Ebene angeordnet ist, und
die Kollisionszelle in zwei symmetrische Hälften teilt.
15. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der Ansprüche 11
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionenselektor ein Schalt
gitter ist, welches aus zwei kammartigen, mittig ineinandergreifen
den Strukturen besteht, bei denen die Zähne jeweils einer Kamm
struktur elektrisch leitend miteinander verbunden sind.
16. Flugzeit-Flugzeit-Massenspektrometer nach einem der Ansprüche 11
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionenselektor aus zwei
gegenüberliegenden Platten besteht, die parallel zur ionenoptischen
Achse angeordnet sind.
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