DE19629887A1 - Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung und Bremssteuerungsvorrichtung - Google Patents
Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung und BremssteuerungsvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Anmeldung basiert auf den prioritätsbe
gründenden Japanischen Patentanmeldungen Hei 7-187121 und
8-128617, deren Offenbarungsgehalt hiermit in vollem Umfang
in den Offenbarungsgehalt vorliegender Anmeldung übernommen
wird.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gefäl
lezustand-Erfassungsvorrichtung, die ein Gefälle erfassen
kann, wie zum Beispiel eine schneebedeckte Straße oder ähn
liches, bei der Rutschen wahrscheinlich ist, und auf eine
Bremssteuerungsvorrichtung, die die Antiblockiersteuerung
und ähnliches auf der Grundlage eines Gefällezustands, der
durch diese Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung erfaßt
wurde, aus führen kann.
In den letzten Jahren war eine verstärkte Implementie
rung von elektronischer Steuerung, die sich auf die Aufhän
gung eines Fahrzeugs bezieht, zu verzeichnen; die Anti
blockiersteuerungsvorrichtung ist als repräsentatives Bei
spiel dafür bekannt.
Entsprechend dieser Antiblockiersteuerungsvorrichtung,
wie diese in Fig. 17 gezeigt ist, wird eine geschätzte
Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit auf der Grundlage der Radge
schwindigkeit berechnet, die durch Radgeschwindigkeitssen
soren erhalten wird, die an den Fahrzeugrädern angeordnet
sind; eine geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung, die eine
Änderung bei der geschätzten Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit
anzeigt (d. h. die eine Neigung einer geschätzten Fahrzeug
aufbaugeschwindigkeit anzeigt) wird aus der geschätzten
Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit berechnet. Dementsprechend
kann die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung, die auf
diese Weise berechnet wurde, als Straßenoberfläche-Rei
bungskoeffizienten(µ)-Information verwendet werden; diese
geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung kann als Steuerparame
ter für eine Antiblockiersteuerung verwendet werden.
Das heißt, daß, wenn die Antiblockiersteuerung ausge
führt wird, die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung auf
einanderfolgend zu jeder Zeiteinheit berechnet wird, die
Steuerung des hydraulischen Bremsdrucks entsprechend den
Werten der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung ausgeführt
wird und die hydraulische Steuerung, die dem Straßenober
fläche-Reibungskoeffizienten entspricht, implementiert
wird.
Jedoch können sich bei einem Fahrzeug, das mit einer
Antiblockiersteuerungsvorrichtung, wie zum Beispiel dieser,
ausgerüstet ist, wenn ein Bremsen auf einem Gefälle mit
niedrigem Reibungskoeffizienten ausgeführt wird, das gegen
über Rutschen empfindlich ist, wie z. B. einer schneebedeck
ten Straße oder ähnlichem, die Räder durch die Wirkung
eines niedrigen hydraulischen Drucks zur Steuerung durch
die Antiblockiersteuerung und von Gravitationskräften, die
in Gradientenrichtung des Gefälles wirken, bedingt gegen
über dem, was vorhergesagt war, übermäßig drehen; aufgrund
dessen kann ein Abfall der geschätzten Fahrzeugaufbauverzö
gerung, die auf der Grundlage der Radgeschwindigkeit ausge
drückt wurde, auftreten.
Das heißt, daß, wenn das Bremsen auf einem Gefälle aus
geführt wurde, das gegenüber Rutschen empfindlich ist, wie
zum Beispiel einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem,
die Radgeschwindigkeit im Vergleich mit einem Fall größer
wird, in dem ein Bremsen auf einer horizontalen Straße aus
geführt wurde, die einen ähnlichen Straßenoberfläche-Rei
bungskoeffizienten hat; als Ergebnis davon wird eine ge
schätzte Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit groß, wie es durch
die gestrichelte Linie in Fig. 17 gezeigt ist. Aus diesem
Grund wird die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung (d. h.
die Neigung des Graphen), die aus dieser geschätzten Fahr
zeugaufbaugeschwindigkeit berechnet wurde, klein.
Das heißt, daß das Ausmaß des Rutschens, da die ge
schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung auf einem Gefälle klei
ner als auf einer horizontalen Straße wird, selbst wenn das
Gefälle und die horizontale Straße ähnliche schneebedeckte
Straßen sind, auf dem Gefälle, selbst bei ähnlichen hydrau
lischen Bremsdruck, als größer betrachtet wird (als eine
Straße mit äußerst niedrigem Reibungskoeffizienten, zum
Beispiel eine vereiste Straße); um das Rutschen zu verrin
gern, wird die Steuerung auf der Seite des niedrigeren hy
draulischen Bremsdrucks ausgeführt. Als Ergebnis liegt ein
Problem darin vor, daß die Bremsleistung auf einem Gefälle
im Vergleich mit dem Fall, im dem das Bremsen auf einer ho
rizontalen Straße ausgeführt wird, verringert ist.
Dementsprechend ist es die Aufgabe der vorliegenden Er
findung, eine Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung, die ein
Gefälle genau erfassen kann, wie zum Beispiel eine schnee
bedeckte Straße oder ähnliches, auf der Rutschen wahr
scheinlich ist, und eine Bremssteuerungsvorrichtung, die
eine Antiblockiersteuerung oder ähnliches auf der Grundlage
des Erfassungsergebnisses ausführen kann, vorzusehen.
Ferner soll eine Bremssteuerungsvorrichtung vorgesehen
werden, die die Erhöhung der Fahrzeugaufbauverzögerung an
einem Gefälle bewirken kann und einen Bremsweg eines Fahr
zeugs verkürzen kann, indem der hydraulische Bremsdruck er
höht wird, der an ein Element angelegt wird, das die Erzeu
gung einer Radbremskraft auf einer Straße mit Gefälle be
wirkt.
Die vorstehende Aufgabe wird entsprechend einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gelöst, indem
ein System vorgesehen wird, in dem Informationen, die sich
auf eine Radgeschwindigkeit, die sich an die Verringerung
des hydraulischen Bremsdrucks anschließt, beziehen, durch
eine Radgeschwindigkeitsinformation-Erfassungsvorrichtung
bestimmt werden, die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung
auf der Grundlage dieser Informationen, die sich auf die
Radgeschwindigkeit beziehen, durch eine Berechnungsvorrich
tung für die geschätzte Verzögerung berechnet wird, ein
Straßenreibungskoeffizient durch eine Straßenreibungskoef
fizient-Berechnungseinrichtung auf der Grundlage dieser In
formationen, die sich auf die Radgeschwindigkeit beziehen,
berechnet wird und der Zustand einer Straße mit Gefälle auf
der Grundlage dieses Straßenreibungskoeffizienten und der
geschätzten Radverzögerung durch eine Gefällezustand-Erfas
sungsvorrichtung erfaßt wird.
Das heißt, daß entsprechend dieser Erfindung ein Zu
stand der Straße mit Gefälle auf der Grundlage eines
Straßenreibungskoeffizienten und der geschätzten Fahrzeug
aufbauverzögerung, die aus den Informationen erhalten wird,
die sich auf die Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit beziehen,
erfaßt werden kann. Auf diese Weise kann das System einen
Gefällezustand eines Gefälles mit niedrigem Reibungs
koeffizienten einer Straßenoberfläche mit einem Straßen
oberfläche-Reibungskoeffizienten, der kleiner als der einer
Straßenoberfläche mit zusammengedrückten Schnee, wie z. B.
einer Spiegelflächenstraße, oder gleich diesem ist, auf der
Grundlage der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung und
eines Straßenreibungskoeffizienten erfassen.
Vorzugsweise wird die Radgeschwindigkeit als Informa
tion verwendet, die sich auf die Radgeschwindigkeit bezieht
und die bei der Berechnung der geschätzten Fahrzeugaufbau
verzögerung verwendet wird. Es ist ebenfalls zu bevorzugen,
daß die Radgeschwindigkeit oder die Radbeschleunigung als
Information verwendet wird, die sich auf die Radgeschwin
digkeit bezieht und die bei der Berechnung eines Straßen
reibungskoeffizienten verwendet wird.
Wenn zum Beispiel die Radbeschleunigung verwendet wird,
um die Größe der Straßenreibung (Straßen-µ bzw. Straßenrei
bungskoeffizient) zu bestimmen, unterscheidet sich ein Zu
stand der Änderung der Radbeschleunigung für eine Straße
mit niedrigem Reibungskoeffizienten, wie zum Beispiel einer
schneebedeckten Straße oder ähnlichem, und für eine Straße
mit äußerst niedrigem Reibungskoeffizienten, wie zum Bei
spiel einer vereisten Straße oder ähnlichem, wie es in den
Fig. 18A und 18B gezeigt ist; auf diese Weise kann die
Größe des Straßenreibungskoeffizienten aus diesem Ände
rungszustand erhalten werden. Ferner wird in der folgenden
Erläuterung, um die Größe des Straßenreibungskoeffizienten
anzuzeigen, eine Straße mit niedrigem Reibungskoeffizienten
als Straße mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffizienten
bezeichnet und eine Straße mit äußerst niedrigem Reibungs
koeffizienten als Straße mit vergleichsweise niedrigem Rei
bungskoeffizienten bezeichnet.
Zusätzlich kann dort, wo zum Beispiel die Radgeschwin
digkeit verwendet wird, um die Größe der Straßenreibung zu
bestimmen, die Größe der Straßenreibung in Erfahrung ge
bracht werden, indem eine Unterscheidung entsprechend einem
Betrag ausgeführt wird, um den sich die Radgeschwindigkeit
im Anschluß an eine Verringerung des hydraulischen Brems
drucks erholt (d. h., das Ausmaß der Erholung bezüglich der
Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit vor der Druckverringerung),
wobei Ähnlichkeit zum Fall der Radbeschleunigung besteht.
Auf diese Weise kann das System die Radgeschwindigkeit
oder die Radbeschleunigung als Informationen verwenden, die
sich auf die Radgeschwindigkeit beziehen und die bei der
Berechnung eines Straßenreibungskoeffizienten verwendet
wird.
Ferner kann bevorzugterweise die Größe des Straßenrei
bungskoeffizienten auf der Grundlage der Zeit von einem
Radbeschleunigungsspitzenwert (Spitze G) bis zur Änderung
auf einen vorbestimmten Pegel (zum Beispiel 0G) bestimmt
werden. Ferner ist es ebenfalls annehmbar, die Spitzenwert
größe beim Bestimmen des Straßenreibungskoeffizienten zu
berücksichtigen, wobei eine Aufgabe die Verbesserung der
Genauigkeit der Erfassung ist.
Außerdem ist es ebenfalls zu bevorzugen, daß ein Gefäl
lezustand als ein Zustand eines Gefälles mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten von aufgebrachten Schnee oder ähnlichem
bestimmt wird, wenn die geschätzte Fahrzeugaufbauverzöge
rung ein vorbestimmter Wert oder kleiner ist und der
Straßenreibungskoeffizient ein vorbestimmter Wert oder
größer ist.
Um dieses Prinzip besser zu erläutern, ist die Radge
schwindigkeit auf einem Gefälle mit niedrigem Reibungskoef
fizienten, wie zum Beispiel einer schneebedeckten Straße
oder ähnlichem, ein höherer Wert als auf einer horizontalen
Straße; somit wird die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung
(DVB) kleiner, wie es in Fig. 1A gezeigt ist; wohingegen
der Straßenreibungskoeffizient, der aus der Radbeschleuni
gung und ähnlichem berechnet wurde, entsprechend dem
Straßenzustand des Gefälles einen niedrigen Reibungskoeffi
zienten (d. h., nicht kleiner als ein vorbestimmter Wert,
der eine Grenze zum äußerst niedrigen Reibungskoeffizienten
anzeigt) aufweist, wie es in Fig. 18B gezeigt ist; wenn die
geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung und der Straßenrei
bungskoeffizient in Erfahrung gebracht wurden, kann somit
die Bewegung des Fahrzeugs auf einem Gefälle, das einen
niedrigen Reibungskoeffizienten hat, einer schneebedeckten
Straße oder ähnlichem erfaßt werden.
Auf diese Weise führt das System die Bestimmung aus,
wobei die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung ein vorbe
stimmter Wert oder kleiner ist und ein Straßenreibungskoef
fizient ein vorbestimmter Wert oder größer ist; auf diese
Weise kann dieses einen Gefällezustand mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten einer schneebedeckten Straße oder ähnli
chem genau erfassen.
Es ist ebenfalls zu bevorzugen, daß die Erfassung eines
Gefällezustand an jedem der Räder durchgeführt wird; auf
diese Weise kann der hydraulische Bremsdruck der Räder in
geeigneter Weise gesteuert werden.
Es ist ebenfalls zu bevorzugen, daß ein Mittelwert der
geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung während einer vorbe
stimmten Periode als geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung
verwendet wird; auf diese Weise wird die Genauigkeit der
geschätzten Fahrzeugbeschleunigung verbessert; dadurch be
dingt wird die Genauigkeit der Erfassung eines Gefällezu
stand ebenfalls verbessert.
Darüber hinaus ist es zu bevorzugen, daß ein Gefällezu
stand als ein Zustand eines Gefälles mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten von aufgebrachten Schnee oder ähnlichem
bestimmt wird, wenn ein Mittelwert der geschätzten
Fahrzeugaufbauverzögerung ein vorbestimmter Wert oder klei
ner ist und ein Straßenreibungskoeffizient an den linken
und rechten Rädern ein vorbestimmter Wert oder größer ist.
Dementsprechend kann ein Gefällezustand genauer als bei der
Bestimmung im Fall von lediglich den einzelnen Rädern, der
vorstehend beschrieben ist, erfaßt werden.
Es ist ebenfalls zu bevorzugen, daß die Bremssteuerung
des Fahrzeugs auf der Grundlage des Gefällezustand ausge
führt wird, der durch die Gefällezustand-Erfassungsvorrich
tung bestimmt wurde; auf diese Weise kann zum Beispiel die
Antiblockiersteuerung oder ähnliches vorteilhaft ausgeführt
werden. Auch ist es möglich, daß der hydraulische Brems
druck auf eine Seite geregelt wird, auf der sich die Fahr
zeugradbremskraft erhöht, und die Antiblockiersteuerung
ausgeführt wird, wenn der Zustand des Gefälles mit niedri
gem Reibungskoeffizienten von aufgebrachtem Schnee oder
ähnlichem durch die Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung
erfaßt wurde.
Die Prinzipien der Antiblockiersteuerung, die auf der
Grundlage des Ergebnisses des Erfassens eines Gefällezu
stand ausgeführt wird, werden unter Bezugnahme auf die
Fig. 1A bis 1C beschrieben.
Die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung, die Radge
schwindigkeit und der hydraulische Bremsdruck haben sich
geändert, wenn die Antiblockiersteuerung auf einem Gefälle
mit niedrigem Reibungskoeffizienten einer schneebedeckten
Straße oder ähnlichem ausgeführt wird, wie es durch die
Vollinien in den Fig. 1A bis 1C gezeigt ist. Das heißt,
daß die Radgeschwindigkeit auf einem Gefälle mit niedrigem
Reibungskoeffizienten durch die Gravitationskraft und ähn
liches groß wird, somit sinkt die geschätzte Fahrzeugauf
bauverzögerung (DVB) ab und eine horizontale Straße mit
äußerst niedrigem Reibungskoeffizienten (auf der das Rut
schen stark ist) wird bestimmt; die Steuerung zur Verringe
rung des hydraulischen Bremsdrucks (die durch die Vollinie
in Fig. 1C gezeigt ist) wird ausgeführt. Das heißt, daß der
hydraulische Bremsdruck verringert wird, um einer Straße
mit äußerst niedrigem Reibungskoeffizienten zu entsprechen,
obwohl diese in Wirklichkeit eine Straße mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten ist; auf diese Weise wird die Bremslei
stung verringert.
In dieser Hinsicht kann ein Gefälle mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten durch die vorstehend beschriebene Gefäl
lezustand-Erfassungsvorrichtung entsprechend dieser Erfin
dung genau erfaßt werden; somit kann in diesem Fall die
Bremsleistung verbessert werden, indem die Steuerung des
hydraulischen Bremsdrucks (die durch die Vollinie in Fig.
1C gezeigt ist) entsprechend einer Straße mit äußerst nied
rigem Reibungskoeffizienten, wie im Stand der Technik, un
terbunden wird und eine Steuerung verwendet wird (die durch
die gestrichelte Linie in Fig. 1C gezeigt ist), die einer
Straße mit niedrigem Reibungskoeffizienten entspricht, das
heißt, indem ein höherer hydraulischer Bremsdruck als im
Stand der Technik aufgebaut wird.
Es ist ebenfalls möglich, daß der hydraulische Brems
druck auf eine Seite geregelt wird, auf der sich die Rad
bremskraft erhöht, und die Antiblockiersteuerung ausgeführt
wird, wenn der Zustand eines Gefälles mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten von aufgebrachten Schnee oder ähnlichem
an jedem Rad durch die Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung
erfaßt wurde. Dementsprechend kann die Antiblockiersteue
rung vorzugsweise für jedes einzelne Rad ausgeführt werden.
Ferner wird vorzugsweise der hydraulische Bremsdruck
auf eine Seite geregelt, auf der sich die Bremskraft aller
Räder erhöht, und die Antiblockiersteuerung bezüglich allen
Rädern ausgeführt wird, wenn der Zustand eines Gefälles mit
niedrigem Reibungskoeffizient von aufgebrachtem Schnee oder
ähnlichem bezüglich allen Rädern durch die Gefällezustand-
Erfassungsvorrichtung erfaßt wurde.
Das heißt, daß die Antiblockiersteuerung in geeigneter
Weise bezüglich allen Rädern entsprechend einem Zustand
eines Ist-Gefälles in geeigneter Weise ausgeführt werden
kann; somit wird die Bremsleistung im Vergleich mit einem
Fall, in dem die Antiblockiersteuerung lediglich bezüglich
den Rädern ausgeführt wird, stark verbessert.
Es ist zu bevorzugen, daß das System eine Vorrichtung
aufweist, die das Schalten einer Steuerreferenz ausführt,
um das Start- und Endzeitverhalten des sich ändernden
Druckausgangs des hydraulischen Bremsdrucks zu bestimmen;
die Regulierung des Betrages des sich ändernden Druckaus
gangs des hydraulischen Bremsdrucks kann als Antiblockier
steuerung verwendet werden, die an einer Seite ausgeführt
wird, an der sich die Fahrzeugradbremskraft von jedem der
Fahrzeugräder erhöht. Das heißt, daß in der vorliegenden
Erfindung die Start- und Endzeitverhalten des sich ändern
den Druckausgangs des hydraulischen Bremsdrucks insbeson
dere geregelt werden; somit kann die Steuerung schnell und
genau im Vergleich mit einem Fall ausgeführt werden, in dem
lediglich eine Regulierung des Betrages des sich ändernden
Druckausgangs allein ausgeführt wird.
Vorzugsweise wird die Druckerhöhungssteuerung des hy
draulischen Bremsdrucks, der durch eine Steuerungsvorrich
tung für den sich ändernden Druck an eine Bremskrafterzeu
gungsvorrichtung angelegt wird, ausgeführt, wenn eine mo
mentane Bewegungsoberfläche durch eine Gefällezustand-Er
fassungsvorrichtung als Gefällezustand bestimmt wurde.
Das heißt, daß, da sich die Räder durch die Wirkung
einer Kraft, die in Gradientenrichtung wirkt, gemäß Vorbe
schreibung gegenüber dem Vorhergesagten übermäßig drehen
können, wenn eine Antiblockiersteuerung ausgeführt wird,
eine Druckänderungsvorrichtung in einer Antiblockiersteue
rungsvorrichtung oder ähnlichem, verwendet wird, so daß
sich der hydraulische Druck auf einen hydraulischen Brems
druck erhöht, der der durch diesen Gradienten bedingten Ro
tationskraft des Rades und einer Straßengrenze bezüglich
diesem Fahrzeug und der Straße entspricht; der Bremsfluid
druck, der an ein Element angelegt wird, das die Erzeugung
der Radbremskraft verursacht, wird erhöht. Wenn dieses aus
geführt wurde, kann die Radverzögerung einer Straße mit Ge
fälle in ausreichendem Maße in Erfahrung gebracht werden
und der Fahrzeuganhalteweg ebenfalls verkürzt werden.
Wenn der durch einen Straßenreibungszustand einer
Straße mit Gefälle bedingte anwachsende Druck während der
Ausführung der Druckerhöhung durch die Steuerungsvorrich
tung des sich ändernden Drucks auf einer Straße mit Gefälle
begrenzt wird, ist es ferner zu bevorzugen, daß die Steue
rung, die den Druck nicht erhöht, auf einer Straße mit
äußerst niedrigem Reibungskoeffizienten ausgeführt werden
kann, auf der z. B. eine Straßengrenze schnell erreicht ist
und eine beträchtliche Verzögerung nicht ausgeführt wird.
Aufgrund dessen kann das Auftreten eines übermäßigen Rad
blockierzustandes verhindert werden; es ist möglich, eine
höhere Fahrzeugstabilität abzusichern. Wenn ein Straßenrei
bungszustand zum Zeitpunkt der Begrenzung der Erhöhung des
Bremsfluiddrucks, der an ein Element angelegt ist, das eine
Radbremskraft erzeugt, ein Straßenreibungskoeffizient ist,
der mit einer schneebedeckten Straße äquivalent ist, ist es
zusätzlich möglich, weiter zu beschleunigen, wenn eine Er
höhung des Drucks auf einer Straße mit Gefälle ausgeführt
wurde.
Weitere Merkmale der Erfindung werden in ihrer an
schließenden Beschreibung deutlich.
Zusätzliche Vorteile der vorliegenden Erfindung sind
aus der folgenden detaillierten Beschreibung ihrer bevor
zugten Ausführungsbeispiele in Zusammenhang mit den beilie
genden Zeichnungen ersichtlich, in denen:
die Fig. 1A-1C graphische Darstellungen sind, die eine
Steuerungswellenform und ähnliches eines hydraulischen
Bremsdrucks entsprechend einem ersten bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung zeigen,
Fig. 2 die Gesamtstruktur einer Antiblockiersteuerungs
vorrichtung, die als Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung
verwendet wird, entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel
zeigt,
Fig. 3 ein Blockschaltbild ist, das eine Verarbeitungs
sequenz entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel zeigt,
Fig. 4 ein Fließbild ist, das die Gefällezustand-Erfas
sungsverarbeitung im ersten Ausführungsbeispiel zeigt,
Fig. 5 ein Fließbild ist, das die Gefällezustand-Be
stimmungsgestattungsverarbeitung im ersten Ausführungsbei
spiel zeigt,
die Fig. 6A und 6B graphische Darstellungen sind, die
einen Zustand der Änderung der Radgeschwindigkeit während
der Änderung des Straßenzustands im ersten Ausführungsbei
spiel zeigen,
Fig. 7 ein Fließbild ist, das die Berechnungsverarbei
tung der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung im ersten
Ausführungsbeispiel zeigt,
Fig. 8 ein Fließbild ist, das die Radbeschleunigung-In
formationsentzugsverarbeitung entsprechend dem ersten Aus
führungsbeispiel zeigt,
Fig. 9 ein Fließbild ist, das die Straßenreibungskoef
fizienthöhenerfassungsverarbeitung entsprechend dem ersten
Ausführungsbeispiel zeigt,
Fig. 10 ein Fließbild ist, das die Antiblockiersteue
rungsverarbeitung entsprechend dem ersten Ausführungsbei
spiel zeigt,
die Fig. 11A-11D Antiblockiersteuerungssignale im
ersten Ausführungsbeispiel zeigen,
Fig. 12 ein Blockschaltbild ist, das eine Verarbei
tungssequenz entsprechend einem zweiten bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigt,
Fig. 13 ein Fließbild ist, das die Gefällezustand-Er
fassungsverarbeitung entsprechend dem zweiten Ausführungs
beispiel zeigt,
Fig. 14 ein Fließbild ist, das die Antiblockiersteue
rungsverarbeitung entsprechend dem zweiten Ausführungsbei
spiel zeigt,
Fig. 15A und 15B graphische Darstellungen sind, die die
Antiblockiersteuerungsprozesse im zweiten Ausführungsbei
spiel zeigen,
Fig. 16 ein Fließbild ist, das die Verarbeitung ent
sprechend dem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung zeigt,
Fig. 17 eine graphische Darstellung ist, die die Anti
blockiersteuerung entsprechend dem Stand der Technik zeigt,
und
die Fig. 18A und 18B graphische Darstellungen sind, die
einen Zustand der Änderung bei der Radbeschleunigung ent
sprechend dem Stand der Technik zeigen.
Ausführungsbeispiele dieser Erfindung werden nachfol
gend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
Fig. 2 zeigt die Struktur eines Antiblockiersteuerungs
systems mit einer Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung ent
sprechend dieser Erfindung. Dieses Ausführungsbeispiel wird
auf ein Fahrzeug mit Frontmotor und Heckantrieb angewendet.
Elektromagnet- oder Elektromagnetwiderstands-Radge
schwindigkeitssensoren 5-8 befinden sich jeweils am vorde
ren rechten Rad 1, vorderen linken Rad 2, hinteren rechten
Rad 3 und hinteren linken Rad 4 und geben Impulssignale
aus, die Impulsdauern haben, die der Drehung der Räder 1-4
entsprechen. Jeweilige hydraulische Bremsvorrichtungen
(Radzylinder) 11-14 befinden sich an den Rädern 1-4, um
Bremskräfte auf die Räder 1-4 auszuüben. Der hydraulische
Druck von einem Hauptzylinder 16 wird über Stellglieder 21-
24 und die hydraulischen Leitungen Radzylindern 11-14 zuge
führt.
Ein niedergedrückter Zustand eines Bremspedals 25 wird
durch einen Anhalteschalter 26 erfaßt. Ein "Ein"-Signal
wird von diesem Anhalteschalter 26 ausgegeben, wenn das
Bremspedal 25 niedergedrückt ist, und das Bremsen des Fahr
zeugs gestartet wird.
Die Behälter 28a und 28b speichern zeitweilig Brems
fluid, das von den Radzylindern 11-14 während der Anti
blockiersteuerung zum Zeitpunkt der Verringerung des Radzy
linderdrucks und ähnlichem ausgegeben werden. Das in den
Behältern 28a und 28b gespeichert Bremsfluid wird durch
die hydraulischen Pumpen 27a und 27b, die durch einen Motor
(nicht gezeigt) angetrieben werden, aufgenommen und während
des Aufrechterhaltens von hohem Druck abgegeben.
Die Stellglieder 21-24 werden durch eine elektronische
Steuereinheit (ECU) 40 gesteuert, regeln den hydraulischen
Bremsdruck, der an die Radzylinder 11-14 während der Anti
blockiersteuerung angelegt wird, und steuern die Bremskraft
bezüglich den jeweiligen Rädern 1-4. Die Stellglieder 21-24
sind elektromagnetische Dreiwegeventile mit einem Drucker
höhungsmodus, einem Druckverringerungsmodus und einem
Druckhaltemodus; das Stellglied 21 erhöht den Radzylinder
druck des Radzylinders in einer Position A, hält den Radzy
linderdruck in einer Position B und gestattet das Entwei
chen des Bremsfluids, daß an den Radzylinder 11 angelegt
ist, und verringert den Radzylinderdruck in einer Position
C. Die anderen Stellglieder 22-24 können ebenfalls ähnliche
Operationen ausführen. Darüber hinaus ist dieses Dreiwege
ventil im nichterregten Zustand im Druckerhöhungsmodus; im
erregten Zustand nimmt dieses entsprechend einem Strompegel
von diesem den Halte- oder Druckverringerungsmodus ein.
Die elektronische Steuereinheit 40 ist ein Mikrorech
ner, der eine CPU, ROM, RAM, eine Eingabe/Ausgabe-Schnitt
stelle und ähnliches aufweist. Diese elektronische Steuer
schaltung 40 wird mit Energie von einer Energiequelle
(nicht gezeigt) gespeist, wenn ein Zündschalter 41 einge
schaltet wird, nimmt Signale von den Radgeschwindigkeits
sensoren 5-8 auf, führt eine Betriebssteuerung und ähnli
ches für die Bremskraftsteuerung aus und gibt Antriebssteu
ersignale für die Stellglieder 21-24 aus.
Das Erfassungsverarbeiten für einen Gefällezustand, das
durch die elektronische Steuereinheit 40 ausgeführt wird,
wird als nächstes unter Bezugnahme auf die Fig. 3-9 be
schrieben. Als erstes wird ein Überblick über die Verarbei
tungssequenz entsprechend diesem Ausführungsbeispiel unter
Bezugnahme auf das Blockschaltbild von Fig. 3 gegeben.
In dieser Figur werden Signale der Radgeschwindigkeits
sensoren 5-8 in einer arithmetischer Radgeschwindigkeits
einheit A1 eingegeben; die Radgeschwindigkeit, die durch
diese arithmetische Radgeschwindigkeitseinheit A1 berechnet
wird, wird zu einer arithmetischen Einheit A2 für die ge
schätzte Fahrzeuggeschwindigkeit, einer arithmetischen Rad
beschleunigungseinheit A3 und eine Steuereinheit A4 ausge
geben.
Die geschätzte Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit, die durch
die arithmetische Einheit A2 für die geschätzte Fahrzeug
geschwindigkeit berechnet wird, wird zur Steuereinheit A4
und einer arithmetischen Einheit A5 für die geschätzte
Fahrzeugaufbauverzögerung ausgegeben; die geschätzte Auf
bauverzögerung, die durch diese arithmetische Einheit A5
für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung berechnet
wird, wird zur Steuereinheit A4 und einer Gefällezustand-
Erfassungseinheit A7a einer Gefällezustand-Ausgleicheinheit
A7 ausgegeben.
Die Radbeschleunigung, die durch die arithmetische Rad
beschleunigungseinheit A3 berechnet wird, wird zur Steuer
einheit A4, zu einer Spitzenwerterfassungseinheit A7b und
zur 0-G-Zeitmeßeinheit A7c der Gefällezustand-Ausgleichein
heit A7 ausgegeben.
Die Information über das Vorliegen oder Nichtvorliegen
der Antiblockiersteuerung von der Steuereinheit A4 wird zu
einer Erfassungseinheit A7d des stabilen Steuerbereiches
der Gefällezustand-Ausgleicheinheit A7 ausgegeben.
Die Information darüber, ob der stabile Steuerbereich
(in dem eine Erfassung des Gefällezustand gestattet ist)
durch die Erfassungseinheit A7d des stabilen Steuerbereichs
erfaßt wurde, wird zur Spitzenwerterfassungseinheit A7b und
zur 0-G-Zeitmeßeinheit A7c sowie zu einer Erfassungseinheit
A7e eines hohen bzw. niedrigen Straßenreibungskoeffizienten
ausgegeben.
Ein Spitzenwert zur positiven Seite der Radbeschleuni
gung nach der Verringerung des hydraulischen Bremsdrucks,
der durch die Spitzenwerterfassungseinheit A7b erfaßt
wurde, wird zur 0-G-Zeitmeßeinheit A7c und zur Erfassungs
einheit A7e des hohen bzw. niedrigen Straßenreibungskoeffi
zienten ausgegeben; die Zeit vom Spitzenwert zur positiven
Seite der Radbeschleunigung nach der Druckverringerung bis
zu 0G, die durch die 0-G-Zeitmeßeinheit A7c gemessen wurde,
wird zur Erfassungseinheit A7e des hohen bzw. niedrigen
Straßenreibungskoeffizienten ausgegeben.
Der Straßenreibungskoeffizient (Straßen-µ), der durch
die Erfassungseinheit A7e des hohen bzw. niedrigen Straßen
reibungskoeffizienten erfaßt wurde, wird zur Gefällezu
stand-Erfassungseinheit A7a ausgegeben.
Die Information darüber, ob die Straße ein Gefälle hat,
das gegenüber Rutschen empfindlich ist, wie z. B. eine
schneebedeckte Straße oder ähnliches, die durch die Gefäl
lezustand-Erfassungseinheit A7a auf der Grundlage der vor
stehend vorgesehenen Fahrzeugaufbauverzögerung und der Höhe
des Straßenreibungskoeffizienten erfaßt wurde, wird zu
einer Steuerungsausgleicheinheit A7f ausgegeben.
Informationen über das Steuerschema für den sich än
dernden Druck des hydraulischen Bremsdrucks, der durch die
Steuerungsausgleicheinheit A7f entsprechend dem vorstehen
den Gefällezustand eingestellt wurde, werden zur Steuerein
heit A4 ausgegeben.
Dementsprechend wird die Ausgabe zur Steuerung der
Stellglieder 21-24 an der Steuereinheit A4 auf der Grund
lage der vorstehenden arithmetischen Ergebnisse vorgenom
men; der hydraulische Bremsdruck der Räder 1-4 wird gesteu
ert.
Als nächstes wird ein Überblick über die Verarbeitung
zur Erfassung eines Gefällezustands, die an jedem der Räder
ausgeführt wird, unter Bezugnahme auf das Fließbild von
Fig. 4 gegeben. Diese Verarbeitung wird gestartet, wenn der
Zündschalter 41 eingeschaltet wird.
Als erstes wird in Schritt 110 bestimmt, ob es gestat
tet ist, die Gefällebestimmung vorzunehmen, wie es in nach
folgend unter Bezugnahme auf Fig. 5 detailliert beschrieben
wird. Wenn dem so ist, geht die Verarbeitung zu Schritt
120; wenn dem nicht so ist, geht die Verarbeitung zu
Schritt 150. Die Verarbeitung dieser Gefällebestimmungsge
stattung verbessert die Genauigkeit der erfaßten Ergeb
nisse, indem ein Gefällezustand erfaßt wird, der nachfol
gend als stabiler Steuerbereich beschrieben wird.
In Schritt 150 wurde die Gefällebestimmungsgestattung
nicht gewährt; somit werden die Gefällezustandflags KF, die
einen Zustand des Gefälles mit niedrigem Reibungskoef
fizienten einer schneebedeckten Straße oder von ähnlichem
für jedes Rad anzeigen, jeweils für alle Räder rückgesetzt;
diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Währenddessen bestimmt Schritt 120, ob die festgelegte
Fahrzeugaufbauverzögerung 0,3 G oder weniger ist, wie es de
tailliert nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 9 beschrie
ben wird. Wenn dem so ist, geht die Verarbeitung zu Schritt
130; wenn dem nicht so ist, geht die Verarbeitung zu
Schritt 160.
In Schritt 130 wird bestimmt, ob die Straßenoberfläche
eine niedrigen Reibungskoeffizienten (vergleichsweise ho
her Reibungskoeffizienten) einer schneebedeckten Straße
oder ähnliches hat, wie es nachstehend unter Bezugnahme auf
die Fig. 8 und 9 detailliert beschrieben ist. Wenn dem so
ist, geht die Verarbeitung zu Schritt 140; wenn dem nicht
so ist, geht die Verarbeitung zu Schritt 160. Wie es vor
stehend beschrieben wurde, zeigt "vergleichsweise hoher
Reibungskoeffizient" einen Zustand mit niedrigem Reibungs
koeffizienten einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem
an, wobei der Reibungskoeffizient im Vergleich mit dem
äußerst niedrigen Reibungskoeffizienten einer vereisten
Straße oder ähnlichem groß ist; diese Bezeichnung
"vergleichsweise hoher Reibungskoeffizient" wird zur Un
terscheidung bezüglich einem hohen Reibungskoeffizienten
einer gewöhnlichen Straße und ähnlichem verwendet.
In Schritt 140 wurde durch die vorhergehenden Schritten
120 und 130 bestimmt, daß die geschätzte Fahrzeugaufbauver
zögerung klein ist und daß darüber hinaus ein vergleichs
weise hoher Reibungskoeffizient vorliegt; somit werden die
Gefällezustandflags KF für die jeweiligen Räder gesetzt,
für die die Bestimmung von diesen ausgeführt wird, um anzu
zeigen, daß die Straße, auf der sich bewegt wird, ein Ge
fälle mit niedrigem Reibungskoeffizienten einer schneebe
deckten Straße oder ähnlichem ist; diese Verarbeitung wird
abgeschlossen.
Hingegen ist im Schritt 160 ein Zustand, in dem die ge
schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung klein ist und die Straße
eine Oberfläche mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffi
zienten hat, nicht erfüllt; somit werden die jeweiligen Ge
fällezustandflags KF, die den vorstehend beschriebenen Ge
fällezustand anzeigen, für die jeweiligen Räder rückge
setzt; diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Als nächstes wird die Verarbeitung zum Gestattung der
Bestimmung eines Gefälles, die in Schritt 100 ausgeführt
wird, unter Bezugnahme auf das Fließbild von Fig. 5 und die
graphischen Darstellungen der Fig. 6A und 6B beschrieben.
Als erstes wird in Schritt 210 bestimmt, ob die Anti
blockiersteuerung (ABS-Steuerung) ausgeführt wird. Wenn dem
so ist, geht der Ablauf zu Schritt 220; wenn dem nicht so
ist, geht der Ablauf zu Schritt 260.
Schritt 220 bestimmt, ob ein Straßenübergang vorliegt.
Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt 230; wenn
dem nicht so ist, geht die Ausführung zu Schritt 260. Das
heißt, daß dieser Schritt aus dem Zustand des Abfalls der
Radgeschwindigkeit bestimmt, ob eine Änderung bei der
Straßenoberfläche von einer Straße mit niedrigem Reibungs
koeffizienten zu einer Straße mit hohem Reibungskoeffizien
ten oder eine Änderung bei der Straßenoberfläche von einer
Straße mit hohem Reibungskoeffizienten zu einer Straße mit
niedrigem Reibungskoeffizienten vorliegt. Genauer gesagt
treten Radgeschwindigkeitsänderungen, wie z. B. die in Fig.
6A gezeigten, in einem Fall der Änderung bei der Straßen
oberfläche von einer Straße mit niedrigem Reibungskoeffi
zienten zu einer Straße mit hohem Reibungskoeffizienten
auf; Radgeschwindigkeitsänderungen, wie die in Fig. 6B ge
zeigten, treten in einem Fall der Änderung der Straßenober
fläche von einer Straße mit hohem Reibungskoeffizienten zu
einer Straße mit niedrigem Reibungskoeffizienten auf; auf
diese Weise wird aus dem Zustand des Abfalls der Radge
schwindigkeit, der durch schräge Linien in den zwei Zeich
nungen angezeigt ist, bestimmt, ob ein Straßenübergang vor
liegt. Diese Bestimmung wird ausgeführt, um den Gefällezu
stand in einem stabilisierten Zustand zu erfassen.
Schritt 230 bestimmt, ob ein Allradstufenerhöhungsmodus
vorliegt. Das heißt, daß dieser Schritt bestimmt, ob ein
Zustand vorliegt, in dem der Druck allmählich und stabil
normal und stufenweise erhöht wird. Wenn dem so ist, geht
die Ausführung zu Schritt 250; im umgekehrten Fall geht die
Ausführung zu Schritt 260, wenn dem nicht so ist.
In Schritt 260 wird ein Flag KHF, das die Gefällebe
stimmungsgestattung anzeigt, gesetzt; diese Verarbeitung
wird abgeschlossen.
Währenddessen wird im bereits erwähnten Schritt 260 ein
Gefällezustand berücksichtigt, bei dem kein stabiler Steu
erbereich vorliegt, sondern ein Zustand vorliegt, in dem
ein Gefällezustand nicht mit guter Genauigkeit erfaßt wer
den kann, wobei das Flag KHF, das die Gefällebstimmungsge
stattung anzeigt, rückgesetzt wird; diese Verarbeitung wird
abgeschlossen.
Als nächstes wird ein Verfahren zum Berechnen der ge
schätzten Fahrzeugaufbauverzögerung, das im bereits erwähn
ten Schritt 120 verwendet wird, unter Bezugnahme auf das
Fließbild von Fig. 7 beschrieben.
Als erstes wird in Schritt 310 die Radgeschwindigkeit
auf der Grundlage der Signale von den Radgeschwindigkeits
sensoren 5-8 berechnet.
Anschließend berechnet Schritt 320 die geschätzte Fahr
zeugaufbaugeschwindigkeit Vb des Fahrzeugs auf der Grund
lage dieser Radgeschwindigkeit. Hierbei wird die größte
Geschwindigkeit der Radgeschwindigkeiten der Räder 1-4 als
Vs angesehen; die bereits erwähnte Fahrzeugaufbaugeschwin
digkeit Vb wird entsprechend der Gleichung (1) berechnet:
Vb(n) = MED[Vb(n-1) - Kdown*ΔT, Vs(n),
Vb(n-1) + Kup*ΔT] (1)
wobei Vb die Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit ist, MED
eine Medianwertfunktion ist, Kdown eine Radverzögerungskon
stante für die untere Grenze ist, ΔT eine Berechnungs
periode ist, Vs eine maximale Radgeschwindigkeit ist, Kup
eine Radverzögerungskonstante für die obere Grenze ist und
n die Anzahl der Berechnungen ist.
Beim Berechnen der Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit Vb
wird ein festgelegter Wert von z. B. 1,2 G ("G" zeigt die
Fallbeschleunigung an) als die bereits erwähnte Radverzöge
rungskonstante Kdown für die untere Grenze verwendet und
ein festgelegter Wert von z. B. 0,6 G für die Radverzöge
rungskonstante Kup für die obere Grenze verwendet.
Anschließend wird in Schritt 330 die Fahrzeugaufbauver
zögerung δVb auf der Grundlage der Fahrzeugaufbaugeschwin
digkeit berechnet, die im bereits erwähnten Schritt 310 be
rechnet wird. Hierbei wird der Betrag der Änderung der
Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit Vb während der Zeit δt als
mittlere Fahrzeugaufbauverzögerung δVbx durch nachstehende
Gleichung (2) berechnet; diese mittlere Fahrzeugaufbauver
zögerung δVbx wird in nachstehender Gleichung (3) verwen
det, um einen berechneten Wert zu erhalten, wobei der Be
trag der Änderung vom berechneten Wert der Fahrzeugaufbau
geschwindigkeit entsprechend der vorherigen Berechnung als
geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung δVb begrenzt wurde:
δVbx (n) = [Vb(n-1) - Vb(n)]/δt (2)
wobei δt die Berechnungsperiode und n die Anzahl der
Berechnungen sind, und
δVb (n) = MED[δVb (n-1) - Kpdown*ΔT, δVbx(n)
δVb(n-1) + Kpup*ΔT] - KGH (3)
δVb(n-1) + Kpup*ΔT] - KGH (3)
wobei δVb die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung ist,
MED eine Medianwertfunktion ist, Kpdown eine Verzöge
rungsänderungsschutzvariable für die untere Grenze ist, ΔT
die Berechnungsperiode ist, δVbx die mittlere Fahrzeugauf
bauverzögerung ist, Kpup die Verzögerungsänderungsschutzva
riable für die obere Grenze ist, n die Anzahl der Berech
nungen ist und KGH eine Ausgleichvariable ist.
Wenn die mittlere Fahrzeugaufbauverzögerung δVbx, die
der berechnete Wert aus Gleichung (2) ist, kleiner als Null
ist, wird die zuvor berechnete mittlere Fahrzeugaufbauver
zögerung δVbx in Gleichung (3) verwendet, ohne daß der be
rechnete Wert in der momentanen Berechnung verwendet wird.
Zusätzlich werden auf der Grundlage eines Radrutschverhält
nisses und eines Magnetspulenantriebssteuerungsschema für
die Räder die Verzögerungsänderungsschutzvariable Kpdown
für die untere Grenze, die Verzögerungsänderungsschutzva
riable Kpup für die obere Grenze und die Ausgleichvariable
KGH bestimmt.
Darauf folgend werden die geschätzte Fahrzeugaufbauver
zögerung δVbx, die in Schritt 330 berechnet wurde, und der
Bestimmungswert 0,3 G im bereits erwähnten Schritt 120 ver
glichen.
Als nächstes wird die Bestimmungsverarbeitung für den
vergleichsweise hohen Reibungskoeffizienten, die im bereits
erwähnten Schritt 130 verwendet wird, unter Bezugnahme auf
das Fließbild von Fig. 8 beschrieben.
Diese Verarbeitung
(Radbeschleunigungsinformationsentzugsverarbeitung) dient
der Erfassung eines Spitzenwertes der Radbeschleunigung und
mißt die Zeit vom Spitzenwert, bis 0G erreicht ist.
Als erstes wird in Schritt 410 bestimmt, ob der Zustand
der Gefällebestimmungsgestattung vorliegt. Wenn dem so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 420; wenn dem nicht so ist,
wird die Verarbeitung abgeschlossen.
In Schritt 420 wird bestimmt, ob der vorherige Druck
verringerungsmodus wirkt. Das heißt, daß bestimmt wird, ob
der Druckverringerungsmodus zur Verringerung des hydrauli
schen Bremsdrucks bereits eingestellt ist. Wenn dem so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 430; wenn dem nicht so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 530.
In Schritt 530 wird bestimmt, ob der momentane Druck
verringerungsmodus wirkt. Wenn dem so ist, geht die Ausfüh
rung zu Schritt 540; wenn dem nicht so ist, wird die Verar
beitung beendet.
In Schritt 540 wurde der Druckverringerungsmodus für
die erste Zeit entsprechend den Bestimmungen der bereits
erwähnten Schritte 420 und 530 eingestellt; somit ist ein
Flag KK zur Messungsgestattung gesetzt. Das heißt, daß die
Verarbeitung zum Gestatten der Messung der bereits erwähn
ten Untersuchungsänderung bei der Radbeschleunigung in die
sem Schritt ausgeführt wird.
Anschließend wird in Schritt 550 ein Wert eines Radbe
schleunigungsspitzenwertes (Spitze G) auf 0G gesetzt; an
schließend wird in Schritt 560 ein Zeitzähler auf 0 ge
setzt; diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Hingegen wird im Schritt 430, dem eine Ausführung vor
ausgeht, bei der in Schritt 420 eine Ja-Entscheidung ge
troffen wurde, bestimmt, ob der momentane Druckverringe
rungsmodus wirkt. Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu
Schritt 450; wenn dem nicht so ist, wird diese Verarbeitung
abgeschlossen.
In Schritt 450 wird bestimmt, ob der Spitzenwert G 0G
übersteigt. Dieser Spitzenwert G zeigt einen Extremwert an
(Punkt P1), bei dem sich die Radbeschleunigung zum Anfang
vom Anwachsen zum Fallen ändert, wie es in den vorstehend
beschriebenen Fig. 18A und 18B gezeigt ist; dieser Schritt
überprüft, ob dieser Spitzenwert G ein positiver Wert ist.
Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt 460; wenn
dem nicht so ist, springt die Ausführung zu Schritt 500.
In Schritt 460 ist der Spitzenwert G positiv und ein
geeigneter Wert zum Ausführen der Messung; somit wird der
Zeitzähler inkrementiert.
Anschließend wird in Schritt 470 bestimmt, ob die Rad
beschleunigung kleiner als 0G ist (Punkt P2), wie es in den
Fig. 18A und 18B gezeigt ist. Das heißt, daß dieser Schritt
bestimmt, ob die zeitliche Regelung zum Abschließen der
Messung wirkt. Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu
Schritt 480; wenn dem nicht so ist, springt die Ausführung
zu Schritt 500.
In Schritt 480 wird eine Straßenreibungskoeffizienthö
henerfassungsverarbeitung ausgeführt, die unter Bezugnahme
auf Fig. 9 nachstehend detailliert beschrieben wird. Dann
wird in Schritt 490 die zeitliche Regulierung zum Beenden
der Messung und zum Unterbinden der Messung ausgeführt.
Anschließend wird im Schritt 500 bestimmt, ob der Spit
zenwert G kleiner als die momentan berechnete Radbeschleu
nigung ist. Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt
510; wenn dem nicht so ist, wird die Verarbeitung abge
schlossen.
In Schritt 510 ist die momentan berechnete Radbeschleu
nigung größer als der Spitzenwert G; somit wird dieser Wert
der Radbeschleunigung als Spitzenwert G hergenommen. An
schließend wird in Schritt 520 der Zeitzähler auf 0 ge
setzt; diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Als nächstes wird die Straßenreibungskoeffizienthöhen
erfassungsverarbeitung, die im bereits erwähnten Schritt
480 ausgeführt wird, unter Bezugnahme auf Fig. 9 beschrie
ben. Da diese Verarbeitung dem Erfassen der Höhe des
Straßenreibungskoeffizienten auf der Grundlage der Änderung
der Radbeschleunigung dient, wird ein Prinzip von dieser
detailliert beschrieben.
Der Zustand der Abnahme der Radgeschwindigkeit (VW),
die durch eine Verringerung des hydraulischen Bremsdrucks
hervorgerufen wird, und eine Änderung der Radbeschleunigung
(DVW), die dadurch bedingt ist, sind in einem vergrößerten
Abschnitt (die Einzelheit des Raderhohlungszustands) von
Fig. 1B gezeigt; die Größe der Straßenreibung wird aus die
ser Änderung bei der Radbeschleunigung berechnet.
Genauer gesagt ist im Fall einer Straße mit niedrigem
Reibungskoeffizienten (d. h. einer Straße mit vergleichswei
se hohem Reibungskoeffizienten, zum Beispiel eine Straße
mit einem Reibungskoeffizienten im Bereich von 0,3 bis 0,4
G) einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem der Spitzen
wert G der Radbeschleunigung groß; darüber hinaus wird die
Zeit vom Spitzenwert G bis 0G kurz, wie es in Fig. 18A ge
zeigt ist. Hingegen ist im Fall einer Straße mit äußerst
niedrigem Reibungskoeffizienten (d. h. einer Straße mit ver
gleichsweise niedrigem Reibungskoeffizienten, zum Beispiel
einer Straße mit einem Reibungskoeffizienten im Bereich von
0,1 bis 0,2 G oder weniger) einer eisbedeckten Straße oder
ähnlichem der Spitzenwert G der Radbeschleunigung klein;
darüber hinaus ist die Zeit vom Spitzenwert G bis 0G im
Vergleich mit einer Straße mit niedrigem Reibungskoef
fizienten, wie es in Fig. 18B gezeigt ist, lang. Dement
sprechend kann aus der Differenz bei dieser Änderung der
Radbeschleunigung bestimmt werden, ob die Straße einen
niedrigen Reibungskoeffizienten oder einen äußerst niedri
gen Reibungskoeffizienten hat.
Als nächstes wird die Straßenreibungkoeffizienthöhen-
Erfassungsverarbeitung, die auf diesem Prinzip basierend
ausgeführt wird, unter Bezugnahme auf Fig. 9 beschrieben.
In Schritt 610 in Fig. 9 wird bestimmt, ob ein Zustand
vorliegt, in dem die Gefällebestimmung gestattet ist. Wenn
dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt 620; wenn dem
nicht so ist, geht die Ausführung zu Schritt 660.
In Schritt 660 wird ein Radbeschleunigungs-(Rad G)-In
formationszähler gelöscht; diese Verarbeitung wird beendet.
Dieser Rad-G-Informationszähler wird verwendet, um die
Straßenreibung, wie es nachstehend beschrieben ist, genau
zu bestimmen.
Hingegen wird in Schritt 620 bestimmt, ob der Spitzen
wert G ein großer Wert ist, der +5 G übersteigt. Wenn dem
so ist, geht die Ausführung zu Schritt 630; im umgekehrten
Fall geht die Ausführung zu Schritt 650, wenn dem nicht so
ist.
In Schritt 630 wird bestimmt, ob die gemessene Zeit ein
kleiner Wert (der einen großen Grad an Konvergenz aufweist)
von 20 ms oder weniger ist. Wenn dem so ist, geht die Aus
führung zu Schritt 640; im umgekehrten Fall geht die Aus
führung zu Schritt 650, wenn dem nicht so ist.
Da in den bereits erwähnten Schritten 620 und 630 be
stimmt wurde, daß der Spitzenwert G groß ist und die Kon
vergenzzeit groß ist, d. h., da bestimmt wurde, daß der Zu
stand der Straße mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffi
zienten mit einem großen Straßenreibungskoeffizienten statt
einer Straße mit vergleichsweise niedrigem Reibungskoeffi
zienten erfüllt war, wie es in den Fig. 18A und 18B ge
zeigt ist, wird in Schritt 640 der Rad-G-Zähler inkremen
tiert.
Da in den bereits erwähnten Schritten 620 und 630 be
stimmt wurde, daß die Spitzen-G klein ist und die Konver
genzzeit lang ist, d. h., da bestimmt wurde, daß der Zustand
einer Straße mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffizien
ten nicht erfüllt war, wird hingegen in Schritt 650 der
Rad-G-Zähler dekrementiert.
Anschließend wird in Schritt 670 bestimmt, ob der Rad-
G-Informationszähler zumindest 3 beträgt, um den Zustand
der Straßenoberfläche genauer zu bewerten. Wenn dem so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 680; wenn dem nicht so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 680.
In Schritt 680 wird bestimmt, daß eine Straße mit ver
gleichsweise hohem Reibungskoeffizienten vorliegt; das Be
stimmungsflag KMF für die Straße mit vergleichsweise hohem
Reibungskoeffizienten wird gesetzt, und diese Verarbeitung
ist abgeschlossen. Alternativ dazu wird in Schritt 690 be
stimmt, daß eine Straße mit vergleichsweise niedrigem Rei
bungskoeffizienten vorliegt; das Bestimmungsfleck KMF für
die Straße mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffizienten
wird rückgesetzt; diese Verarbeitung ist abgeschlossen.
Wenn die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerungszeit als
kleiner als ein vorbestimmter Wert oder als gleich diesem
bestimmt wird und der Straßenreibungskoeffizient ein ver
gleichsweise hoher Reibungskoeffizient ist, der auf der
Grundlage des Prinzips der Erfassung des vorstehend be
schriebenen Gefälles mit niedrigem Reibungskoeffizienten
einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem einen niedrigen
Reibungskoeffizient anzeigt, wird bei Gewährung der Gefäl
lebestimmungsgestattung und Vorliegen eines stabilen Steue
rungszustands entsprechend der vorstehend beschriebenen Ge
fällezustand-Erfassungsvorrichtung bestimmt, daß der Ge
fällezustand zu verlassen ist; somit wird eine deutliche
Wirkung, bei der der Gefällezustand genau erfaßt werden
kann, demonstriert.
Das heißt, daß eine Möglichkeit dahingehend besteht,
daß in Abhängigkeit vom Straßenoberflächenzustand eine ge
naue Information, die sich auf die Radgeschwindigkeit be
zieht, nicht erhalten werden kann und eine ungenaue Steue
rung ausgeführt wird; entsprechend diesem Ausführungsbei
spiel kann jedoch eine Straßenoberfläche, über die sich ein
Fahrzeug bewegt, als ein Gefälle mit niedrigem Reibungs
koeffizienten einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem
genau erfaßt werden.
Insbesondere kann entsprechend diesem Ausführungsbei
spiel ein Gefällezustand an jedem der Räder erfaßt werden;
somit liegt ein Vorteil darin vor, daß der hydraulische
Bremsdruck für jedes der Räder in geeigneter Weise gesteu
ert werden kann, wie es nachstehend beschrieben wird.
Als nächstes wird eine Antiblockiersteuerung, die auf
der Grundlage eines Erfassungsergebnisses ausgeführt wird,
das durch die vorstehend beschriebene Gefällezustand-Erfas
sungsverarbeitung erhalten wird, unter Bezugnahme auf das
Fließbild der Fig. 10 bis 13 beschrieben.
Schritt 710 von Fig. 10 bestimmt auf der Grundlage der
Erfassungsergebnisse der bereits erwähnten Schritte 140 und
160, ob ein Gefällezustand für die Räder vorliegt. Wenn dem
so ist, geht die Ausführung zu Schritt 720; wenn dem nicht
so ist, geht die Ausführung zu Schritt 730.
In Schritt 720 wird eine Steuerschaltanforderung für
die Seite mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffizienten
bezüglich jedem der Räder ausgeführt, für das ein Vorliegen
des Gefällezustand bestimmt wurde. Diese Steuerschaltanfor
derung für die Seite mit vergleichsweise hohem Reibungs
koeffizienten ist eine Anforderung zur Steuerung des hy
draulischen Bremsdrucks zur Verringerung hin, um mit dem
Bremsen während der Bewegung auf einer Straße mit ver
gleichsweise hohem Reibungskoeffizienten kompatibel zu
sein.
Genauer gesagt wird dort, wo die Steuerschaltanforde
rung zur Seite mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffi
zienten vorliegt, wie es in den Fig. 11C und 11D gezeigt
ist, die Steuerung zur Erhöhung des hydraulischen Brems
drucks ausgeführt, indem die Stellglieder 21-24, die Ma
gnetventile sind, von einem Vorreguliervorgang zu einem
Nachreguliervorgang, wie es in den Figuren gezeigt ist, ge
schaltet werden, und indem eine Verringerung des Betrages
der Druckverringerung und eine Erhöhung des Betrages der
Druckerhöhung ausgeführt werden. Aufgrund dessen wird der
hydraulische Bremsdruck erhöht, wie es durch die gestri
chelte Linie in Fig. 11B gezeigt ist. Außerdem sieht die
Steuerungsreferenz in der Zeichnung ein vorbestimmtes Ver
ringerungs-Startzeitverhalten und ein Druckerhöhungs-Start
zeitverhalten vor, wie es nachstehend beschrieben wird.
Währenddessen wird in Schritt 730 die Steuerungs
schaltanforderung für die Seite mit vergleichsweise hohem
Reibungskoeffizienten für die Räder gelöscht, die als nicht
im Gefällezustand vorliegend bestimmt wurden. Anschließend
wird in Schritt 740 die Antiblockiersteuerung ausgeführt,
indem die Steuersignale zu den Stellgliedern 21 und 24 ge
führt werden und der hydraulische Bremsdruck auf der Grund
lage des Zustandes der Steuerschaltanforderung für die
Seite mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffizienten ge
steuert wird; diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Auf diese Weise wird entsprechend diesem Ausführungs
beispiel im Fall einer Gefällestraße mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten (d. h. vergleichsweise hohem Reibungs
koeffizienten) einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem,
da die Steuerung ausgeführt wird, um den hydraulischen
Bremsdruck stärker als im Fall einer Straße mit äußerst
niedrigem Reibungskoeffizienten zu erhöhen statt einen
niedrigen hydraulischen Bremsdruck vorzusehen, der einer
Gefällestraße mit äußerst niedrigem Reibungskoeffizienten
(d. h. mit vergleichsweise niedrigem Reibungskoeffizienten)
einer vereisten Straße oder ähnlichem wie im Stand der
Technik entspricht, d. h. da der hydraulische Bremsdruck,
der für den momentanen Straßenoberflächenzustand geeignet
ist, hergestellt ist, eine deutliche Wirkung demonstriert,
wobei die Bremsleistung verbessert werden kann.
Darüber hinaus wird entsprechend diesem Ausführungsbei
spiel ein Gefällezustand bezüglich den Rädern erfaßt, und
ein hoher hydraulischer Bremsdruck an die Radzylinder
selbst beim ABS angelegt; dieser Gefällezustand stellt je
doch nicht lediglich ein Gefälle dar, sondern kann eben
falls zum Beispiel einen abfallenden Abschnitt einer ver
gleichsweise großen Unebenheit unter einem Rad abdecken.
Ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorlie
genden Erfindung erfaßt einen Gefällezustand, der sich
nicht auf die Räder, sondern auf das gesamte Fahrzeug be
zieht, und führt eine detaillierte Antiblockiersteuerung
auf der Grundlage davon aus. Die Beschreibung von Abschnit
ten, die dem vorstehend beschriebenen ersten Ausführungs
beispiel ähnlich sind, wird weggelassen oder abgekürzt.
Als erstes wird ein Überblick einer Folge einer Gefäl
lezustand-Erfassungsverarbeitung entsprechend diesem Aus
führungsbeispiel unter Bezugnahme auf das Blockschaltbild
von Fig. 12 beschrieben.
Entsprechend diesem Ausführungsbeispiel weicht nur die
Gefällezustandausgleicheinheit A7 vom entsprechenden Ab
schnitt des vorstehend genannten ersten Ausführungsbei
spiels ab. Und zwar wird der Ausgang von der arithmetischen
Einheit A5 für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung in
eine arithmetische Einheit A7g für den Mittelwert der ge
schätzten Fahrzeugaufbauverzögerung der Gefällezustandaus
gleicheinheit A7 eingegeben, ein Mittelwert der geschätzten
Fahrzeugaufbauverzögerung während einer vorbestimmten Peri
ode durch diese arithmetische Einheit A7g für den Mittel
wert der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung berechnet,
dieser Mittelwert zur Gefällezustand-Erfassungseinheit A7a
ausgegeben und im Anschluß die Verarbeitung ähnlich der des
ersten Ausführungsbeispiels ausgeführt.
Als nächstes wird die Gefällezustand-Erfassungsverar
beitung dieses Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf
das Fließbild von Fig. 13 beschrieben.
Als erstes wird in Schritt 810 bestimmt, ob die Anti
blockiersteuerung (ABS-Steuerung) ausgeführt wird. Wenn dem
so ist, geht die Ausführung zu Schritt 820; wenn dem nicht
so ist, geht die Ausführung zu Schritt 940. In Schritt 820
wird bestimmt, ob ein Straßenübergang vorliegt. Wenn dem so
ist, geht die Ausführung zu Schritt 830; wenn dem nicht so
ist, geht die Ausführung zu Schritt 940.
In Schritt 940 ist dies Bedingung der Gefällezustand-Er
fassung nicht erfüllt; somit wird ein Fahrzeuggefällezu
standflag SKF, das anzeigt, daß sich das gesamte Fahrzeug
(nicht die einzelnen Räder) auf einem Gefälle mit niedrigem
Reibungskoeffizienten einer schneebedeckten Straße oder
ähnlichem bewegt, rückgesetzt; diese Verarbeitung wird ab
geschlossen.
Alternativ dazu wird in Schritt 830 bestimmt, ob die
Gestattung die Gefällebestimmung auszuführen gewährt wurde.
Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt 840; wenn
dem nicht so ist, geht die Ausführung zu Schritt 950.
In Schritt 950 werden die Gefällezustand-Flags KF, die
den Zustand eines Gefälles mit niedrigem Reibungskoeffi
zienten einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem für je
des der Räder anzeigen, bezüglich allen Rädern jeweils
rückgesetzt; diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Hingegen wird in Schritt 840 bestimmt, ob die geschätz
te Fahrzeugaufbauverzögerung 0,3G oder kleiner ist. Wenn
dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt 850; wenn dem
nicht so ist, geht die Ausführung zu Schritt 870.
In Schritt 850 wird bestimmt, ob der vergleichsweise
hohe Reibungskoeffizient an jedem der Räder vorliegt. Wenn
dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt 860; wenn dem
nicht so ist, geht die Ausführung zu Schritt 870.
In Schritt 860 wurde bestimmt, daß die geschätzte Fahr
zeugaufbauverzögerung klein ist, und darüber hinaus, daß
ein vergleichsweise hoher Reibungskoeffizienten vorliegt;
somit werden die Radgefällezustand-Flags KF, die den be
reits erwähnten Gefällezustand anzeigen, gesetzt, um anzu
zeigen, daß der Zustand der Straße, über die sich die Rä
der, für die die Bestimmung vorgenommen wurde, bewegen, in
einem Gefällezustand mit niedrigem Reibungskoeffizienten
einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem ist.
Hingegen ist in Schritt 870 die Bedingung, daß die ge
schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung klein ist und darüber
hinaus ein vergleichsweise hoher Reibungskoeffizient vor
liegt, nicht erfüllt; somit werden die Radgefällezustand-
Flags KF, die den Zustand eines Gefälles mit niedrigem Rei
bungskoeffizienten einer schneebedeckten Straße oder ähnli
chem für jedes der Räder anzeigen, jeweils bezüglich allen
Rädern rückgesetzt; diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Anschließend wird in Schritt 880 bestimmt, ob zwei Se
kunden vergangen sind, um einen Mittelwert der geschätzten
Fahrzeugaufbauverzögerung zu berechnen. Wenn dem so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 890; wenn dem nicht so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 930.
In Schritt 930 sind zwei Sekunden noch nicht vergangen;
somit wird ein Zwei-Sekunden-Zähler zum Zählen von diesen
inkrementiert; die Integration der geschätzten Fahrzeugauf
bauverzögerung (DVB) wird unter Verwendung eines Integrier
zählers für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung ausge
führt; diese Verarbeitung wird abgeschlossen.
Hingegen sind in Schritt 890 zwei Sekunden vergangen;
somit wird der integrierte Wert für die geschätzte Fahr
zeugaufbauverzögerung durch die Anzahl der Integrationen
geteilt, um den Mittelwert für die geschätzte Fahrzeugauf
bauverzögerung zu erhalten; es wird bestimmt, ob dieser
Mittelwert 0,3 G oder kleiner ist. Wenn dem so ist, geht
die Ausführung zu Schritt 900; wenn dem nicht so ist, geht
die Ausführung zu Schritt 920.
Um einen Gefällezustand genauer zu erfassen, wird in
Schritt 900 geprüft, ob eine Straße mit vergleichsweise ho
hem Reibungskoeffizienten bezüglich den linken und rechten
Rädern vorliegt. Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu
Schritt 910; wenn dem nicht so ist, geht die Ausführung zu
Schritt 920.
In Schritt 910 wird das Fahrzeuggefällezustand-Flag SKF
gesetzt, um einen Zustand anzuzeigen, in dem sich das ge
samte Fahrzeug auf einem Gefälle mit niedrigem Reibungs
koeffizienten einer schneebedeckten Straße oder ähnlichem
bewegt. Anschließend wird in Schritt 920 der bereits er
wähnte Zwei-Sekunden-Zähler gelöscht; im Zusammenhang damit
wird der Integrierzähler für die geschätzte Fahrzeugaufbau
verzögerung gelöscht; diese Verarbeitung wird abgeschlos
sen.
Dieses Ausführungsbeispiel erfaßt nicht nur einen Ge
fällezustand an den Rädern, sondern ebenfalls einen Gefäl
lezustand, der sich auf das gesamte Fahrzeug bezieht; somit
wird eine Wirkung dahingehend demonstriert, daß ein Gefäl
lezustand genauer erfaßt werden kann.
Insbesondere wird entsprechend diesem Ausführungsbei
spiel, wenn ein Gefällezustand, der sich auf das ganze
Fahrzeug bezieht, erfaßt wird, ein Gefälle mit niedrigem
Reibungskoeffizienten einer schneebedeckten Straße oder
ähnlichem nur dann als vorliegend bestimmt, wenn ein Mit
telwert einer geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung ein
vorbestimmter Wert oder kleiner als dieser ist und der Zu
stand einer Straße mit vergleichsweise hohem Reibungskoef
fizienten für das linke und rechte Rad vorliegt; somit
liegt ein Vorteil dort vor, wo die Erfassung eines detail
lierten Gefällezustands ausgeführt werden kann.
Als nächstes wird eine Antiblockiersteuerung, die auf
der Grundlage des vorstehend beschriebenen Ergebnisses der
Gefällezustand-Erfassung ausgeführt wird, unter Bezugnahme
auf das Fließbild in Fig. 14 und die graphischen Darstel
lungen von Fig. 15A und 15B beschrieben.
In Schritt 1010 von Fig. 14 wird bestimmt, ob ein Ge
fällezustand, der sich auf das gesamte Fahrzeug bezieht,
vorliegt. Wenn dem so ist, geht die Ausführung zu Schritt
1020; wenn dem nicht so ist, geht die Ausführung zu Schritt
1030.
In Schritt 1020 liegt ein Gefällezustand, der sich auf
das gesamte Fahrzeug bezieht, vor; somit wird eine Schalt
anforderung zur Steuerung aller Räder auf eine Seite mit
vergleichsweise hohem Reibungskoeffizienten ausgeführt; die
Ausführung geht zu Schritt 1070, der nachstehend beschrie
ben wird. Alternativ dazu liegt in Schritt 1030 ein Gefäl
lezustand, der sich auf das gesamt Fahrzeug bezieht, nicht
vor; somit wird die bereits erwähnte Schaltanforderung zur
Steuerung auf die Seite mit vergleichsweise hohem Reibungs
koeffizienten gelöscht.
Nachfolgend wird in Schritt 1040 erfaßt, ob ein Gefäl
lezustand bezüglich den Rädern vorliegt. Wenn dem so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 1050; wenn dem nicht so ist,
geht die Ausführung zu Schritt 1060.
In Schritt 1050 wird die Steuerungsschaltanforderung
für die Seite mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffizien
ten bezüglich jedem der Räder ausgeführt, für das das Vor
handensein eines Gefällezustand bestimmt wurde. Alternativ
dazu wird in Schritt 1060 die Steuerungsschaltanforderung
für die Seite mit vergleichsweise hohem Reibungskoeffizien
ten bezüglich jedem der Räder, für das das Nichtvorhanden
sein des Gefällezustand bestimmt wurde, gelöscht.
Anschließend wird in Schritt 1070 die Antiblockier
steuerung auf der Grundlage des Zustandes der Steuer
schaltanforderung für die Seite mit vergleichsweise hohem
Reibungskoeffizienten bezüglich allen Rädern oder einzelnen
Rädern ausgeführt, indem den Stellgliedern 21-24 Steuer
signale zugeführt werden und der hydraulische Bremsdruck
gesteuert wird; diese Verarbeitung wird beendet.
Insbesondere führt dieses Ausführungsbeispiel bei der
Steuerung des hydraulischen Bremsdrucks, wenn ein Gefälle
zustand, der sich auf das gesamte Fahrzeug bezieht, erfaßt
wurde, nicht nur das Schalten des Steuerschemas für die Ma
gnetventile wie des Steuerschemas des vorstehend beschrie
benen ersten Ausführungsbeispiels aus, sondern schaltet
gleichzeitig ebenfalls die Steuerungsreferenz, wie es in
Fig. 15B gezeigt ist.
Diese Steuerungsreferenz stellt eine Verringerung von
einigen Prozent bei der geschätzten Fahrzeugaufbaugeschwin
digkeit dar, die auf der Grundlage der Radgeschwindigkeit
berechnet wurde; das Druckverringerungszeitverhalten ist
eine Zeit, bei der die Radgeschwindigkeit die Steuerungsre
ferenz überstriffen hat und kleiner als diese geworden ist;
das Druckerhöhungszeitverhalten ist eine Zeit, bei der die
Radgeschwindigkeit die Steuerungsreferenz überstriffen hat
und größer als diese geworden ist. Folglich wird, wenn
diese Steuerungsreferenz zur unteren Seite geschaltet wird,
wie es durch die gestrichelte Linie in den Fig. 15A und
15B gezeigt ist, der hydraulische Bremsdruck zur Druckerhö
hungsseite gesteuert, wie es durch die gestrichelte Linie
in diesen Figuren angezeigt ist.
Auf diese Weise steuert dieses Ausführungsbeispiel,
wenn ein Gefällezustand, der sich auf das gesamte Fahrzeug
bezieht, erfaßt wurde, den hydraulischen Bremsdruck zu
einer Druckerhöhungsseite, indem eine Steuerungsreferenz
geschaltet wird und das Druckverringerungszeitverhalten und
Druckerhöhungszeitverhalten entsprechend den vorstehend be
schriebenen detaillierten Bestimmungen geändert werden, und
schaltet darüber hinaus ein Druckverringerungs- und
Druckerhöhungssteuerschema ähnlich dem bereits erwähnten
ersten Ausführungsbeispiel, um den hydraulischen Bremsdruck
zu einer Druckerhöhungsseite zu steuern. Aus diesem Grund
kann die Steuerung des hydraulischen Bremsdrucks auf einem
Gefälle mit niedrigem Reibungskoeffizienten einer schneebe
deckten Straße oder ähnlichem zuverlässig ausgeführt wer
den; somit wird eine Wirkung dahingehend demonstriert, daß
das ausgeführte Bremsen stark verbessert wird.
Außerdem wird ein Druckverringerungs- und Druckerhö
hungssteuerschema geschaltet und der hydraulische Brems
druck zu einer Druckerhöhungsseite hin gesteuert, wenn das
Vorhandensein des Gefällezustand bei einzelnen Rädern be
stimmt wurde, selbst wenn bestimmt wurde, daß der Zustand
nicht der Gefällezustand ist, der sich auf das gesamte
Fahrzeug bezieht; es liegt der Vorteil vor, daß die erfor
derliche Steuerung des hydraulischen Bremsdrucks ausgeführt
wird und die Bremsleistung verbessert werden kann.
Entsprechend dem vorstehend beschriebenen ersten und
zweiten Ausführungsbeispiel wurde ein Gefällezustand auf
der Grundlage der Fahrzeugaufbaugeschwindigkeit und des
Straßenreibungszustands erfaßt, die Steuerungsreferenz bei
der Antiblockiersteuerung auf einer Gefällestraße einer
schneebedeckten Straße geändert und der an einen Radzylin
der angelegte hydraulische Bremsdruck wurde ein hoher hy
draulischer Bremsdruck. Entsprechend diesem dritten Ausfüh
rungsbeispiel wird jedoch ein Gefällezustand durch z. B.
einen Gradientensensor oder ähnliches (nicht gezeigt) er
faßt und der an einen Radzylinder angelegte hydraulische
Bremsdruck entsprechend einem Ergebnis davon erhöht, wie es
in Fig. 16 gezeigt ist.
Als erstes wird in Schritt 1100 bestimmt, ob die Anti
blockiersteuerung gestartet wurde. Wenn dem so ist, geht
die Ausführung zum nachfolgenden Schritt. In Schritt 1110
wird der Gradient der momentanen Bewegungsoberfläche durch
einen Gradientensensor erfaßt. In Schritt 1120 wird der
Ausgangswert KS vom Gradientensensor mit einem vorbestimm
ten Wert KKS verglichen; es wird bestimmt, ob die momentane
Bewegungsoberfläche des Fahrzeugs eine Straße mit vorbe
stimmten Gefälle oder mehr ist. Wenn dem so ist, geht die
Ausführung zu Schritt 1130; wenn dem nicht so ist, wird die
Verarbeitung abgeschlossen.
In Schritt 1130 wird die ABS-Druckerhöhungssteuerung
ausgeführt. Bei dieser ABS-Druckerhöhungssteuerung ist es,
wie es detailliert für die vorstehend beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiele beschrieben wurde, annehmbar, eine Steue
rungsreferenz für die Antiblockiersteuerung zu ändern, um
den an die Radzylinder angelegten hydraulischen Bremsdruck
zu erhöhen, und ist es ebenfalls annehmbar, lediglich die
Druckerhöhungszeit des hydraulischen Bremsdrucks, der an
die Radzylinder angelegt wird, ohne Berücksichtigung einer
Steuerungsreferenz zu verlängern. Zu diesem Zeitpunkt ist
ebenfalls annehmbar, z. B. die Druckerhöhung mit Priorität
bezüglich der Vorderradseite auszuführen, was eine große
Radbremskraft demonstriert, die von der Verschiebung der
Fahrzeuglast begleitet wird.
Auf diese Weise kann ein Radbremszustand von zumindest
einigen Rädern schnell und zuverlässig eine Straßenoberflä
chengrenze erreichen, selbst wenn ein Gefällezustand erfaßt
wird; der Radzylinderdruck wird ohne Berücksichtigung des
Straßenreibungszustands erhöht; somit kann die Fahrzeugver
zögerung weiter implementiert werden. Da die Druckverringe
rung oder das Halten des hydraulischen Bremsdrucks, der auf
der Grundlage von z. B. dem Radrutschverhältnis oder ähnli
chem, an die Radzylinder angelegt wird, bei der herkömmli
chen Antiblockiersteuerung ausgeführt wird, wenn die
Straßenoberflächengrenze erreicht ist, kann darüber hinaus
das Fahrzeugverhalten sichergestellt werden, selbst wenn
die Erhöhung des Radzylinderdrucks auf einer Gefällestraße
konstant ausgeführt wird.
Ferner ist es ebenfalls annehmbar, einen Schritt hinzu
zufügen, um den Straßenreibungszustand zwischen dem Schritt
1120 und dem Schritt 1130 im Fließbild von Fig. 16 ent
sprechend diesem Ausführungsbeispiel zu erfassen. Zu diesem
Zeitpunkt ist es ebenfalls annehmbar, die Ausführung der
ABS-Druckerhöhungssteuerung in Schritt 1130 auf einer
Straße mit äußerst niedrigem Reibungskoeffizienten einer
vereisten Straße oder ähnlichem zu unterbinden. Das heißt,
daß eine steuerbare Spanne bezüglich der Straßenoberflä
chengrenze auf einer vereisten Straße inhärent klein ist
und die Möglichkeit der Ausübung eines günstigen Einflusses
auf das Fahrzeugverhalten und die Fahrzeugaufbauverzögerung
gering ist. Dementsprechend ist es annehmbar, die Erhöhung
des Radzylinderdrucks zu einem solchen Zeitpunkt zu unter
binden. Außerdem ist es ebenfalls annehmbar, einen Straßen
reibungszustand zu erfassen und den Betrag der Druckerhö
hung des hydraulischen Bremsdrucks, der an einem Radzylin
der angelegt wird, entsprechend diesem Straßenreibungszu
stand zu erhöhen. Das heißt, daß es annehmbar ist, daß der
Betrag der Druckerhöhung auf einer schmutzigen Straße oder
einer nassen Asphaltstraße mit etwas höherem Reibungskoef
fizienten im Vergleich zum Betrag der Druckerhöhung in
einem Straßenreibungszustand, der einer schneebedeckten
Straße entspricht, erhöht wird. Wenn dieses ausgeführt
wird, kann die Fahrzeugaufbauverzögerung weiter erhalten
werden.
Darüber hinaus ist diese Erfindung nicht auf die vor
stehend beschriebenen Ausführungsbeispiele begrenzt, son
dern kann natürlich auf zahlreiche Weise im Geltungsbereich
ausgeführt werden, der nicht vom Wesensgehalt der Ausfüh
rungsbeispiele abweicht.
Zum Beispiel kann der Gefällezustand entsprechend dem
bereits erwähnten ersten und zweiten Ausführungsbeispiel
erfaßt werden; somit ist es möglich, die Erfindung nicht
nur auf einer Antiblockiersteuerung sondern ebenfalls auf
eine Antischlupfregelung und eine Gierregelung und ähnli
ches anzuwenden.
Obwohl die vorliegende Erfindung vollständig in Verbin
dung mit dem bevorzugten Ausführungsbeispiel von dieser un
ter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben
ist, ist festzuhalten, daß zahlreiche Änderungen und Ab
wandlungen für den Fachmann offensichtlich sind. Solche Än
derungen und Abwandlungen sind als im Geltungsbereich der
vorliegenden Erfindung liegend, wie dieser durch die bei
liegenden Ansprüche definiert ist, aufzufassen.
Ein Gefällezustand-Erfassungssystem, das ein Gefälle
wie zum Beispiel eine schneebedeckte Straße oder ähnliches,
auf der Rutschen wahrscheinlich ist, genau erfassen kann,
bestimmt somit, ob die Gestattung (KHF) die Gefällebestim
mung auszuführen gewährt wurde. Wenn dem so ist, wird be
stimmt, ob die festgelegte Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb)
0,3G oder kleiner ist. Wenn dem so ist, bestimmt das Sy
stem, ob eine Straßenoberfläche von jedem der Räder einen
niedrigen Reibungskoeffizienten (µ) hat, der einer schnee
bedeckten Straße oder ähnlichem entspricht. Wenn die ge
schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb) klein ist und
einen vergleichsweise hohen Reibungskoeffizienten hat, wer
den die Gefällezustand-Flags (KF) für die jeweiligen Räder
gesetzt, für die die Bestimmung von diesen vorgenommen
wurde, um anzuzeigen, daß der Zustand (KF, SKF) einer
Straße, auf der sich bewegt wird, ein Zustand eines Gefäl
les mit niedrigem Reibungskoeffizienten einer schneebedeck
ten Straße oder ähnlichem ist.
Claims (17)
1. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung, die aufweist:
Radgeschwindigkeiterfassungseinrichtungen (5-8), die Informationen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) im Anschluß an die Verringerung des hydraulischen Bremsdrucks an Rädern (1-4) eines Fahrzeugs beziehen, er fassen und Signale erzeugen, die die Informationen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) beziehen, dar stellen,
eine Berechnungseinrichtung (40, A5) für die ge schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung, die die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb) auf der Grundlage der Si gnale berechnet, die Informationen darstellen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) beziehen,
eine Straßenreibungskoeffizientberechnungseinrichtung (40, A7e), die einen Straßenreibungskoeffizienten (µ) auf der Grundlage der Signale berechnet, die Informationen dar stellen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) beziehen, und
eine Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a), die einen Gefällezustand (KF, SKF) auf der Grundlage der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb), die durch die Berechnungseinrichtung (40, A5) für die geschätzte Fahr zeugaufbauverzögerung berechnet wurde, und des Straßenrei bungskoeffizienten (µ), der durch die Straßenreibungskoef fizientberechnungseinrichtung (40, A7e) berechnet wurde, erfaßt.
Radgeschwindigkeiterfassungseinrichtungen (5-8), die Informationen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) im Anschluß an die Verringerung des hydraulischen Bremsdrucks an Rädern (1-4) eines Fahrzeugs beziehen, er fassen und Signale erzeugen, die die Informationen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) beziehen, dar stellen,
eine Berechnungseinrichtung (40, A5) für die ge schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung, die die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb) auf der Grundlage der Si gnale berechnet, die Informationen darstellen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) beziehen,
eine Straßenreibungskoeffizientberechnungseinrichtung (40, A7e), die einen Straßenreibungskoeffizienten (µ) auf der Grundlage der Signale berechnet, die Informationen dar stellen, die sich auf die Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW) beziehen, und
eine Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a), die einen Gefällezustand (KF, SKF) auf der Grundlage der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb), die durch die Berechnungseinrichtung (40, A5) für die geschätzte Fahr zeugaufbauverzögerung berechnet wurde, und des Straßenrei bungskoeffizienten (µ), der durch die Straßenreibungskoef fizientberechnungseinrichtung (40, A7e) berechnet wurde, erfaßt.
2. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
1, bei der die Informationen, die sich auf die Fahrzeugrad
geschwindigkeit (VW) beziehen und die bei der Berechnung
der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb) verwendet
werden, Fahrzeugradgeschwindigkeits (VW)-Informationen sind.
3. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
1, bei der die Informationen, die sich auf die Fahrzeugrad
geschwindigkeit (VW) beziehen und die bei der Berechnung
des Straßenreibungskoeffizienten (µ) verwendet werden, zu
mindest eine Fahrzeugradgeschwindigkeit (VW)-Information
oder Fahrzeugradbeschleunigungs (DVW)-Information sind.
4. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
1, bei der die Straßenreibungskoeffizientberech
nungseinrichtung (40, A7e) den Straßenreibungskoeffizienten
(µ) auf der Grundlage einer Zeit berechnet, die erforder
lich (40, A7b) ist, damit sich die Fahrzeugradbeschleuni
gung (δVb) von einem Spitzenwert (P1) zu einem vorbestimm
ten Wert (P2) ändert.
5. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
1, bei der die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40,
A7a) einen Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem
Reibungskoeffizienten (µ) erfaßt, wenn die geschätzte Fahr
zeugaufbauverzögerung (δVb), die durch die Berechnungsein
richtung (40, A5) für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzöge
rung berechnet wurde, einen vorbestimmten Wert nicht über
steigt und wenn ein Straßenreibungskoeffizient (µ), der
durch die Straßenreibungskoeffizientberechnungseinrichtung
(40, A7e) berechnet wurde, zumindest ein vorbestimmter Wert
ist.
6. Gefällezustand-Erfassungsvorrichung nach Anspruch
1, bei der die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40,
A7a) den Gefällezustand (KF, SKF) für jedes der Fahrzeugrä
der (1-4) erfaßt.
7. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
1, bei der die Berechnungseinrichtung (40, A7a) für die ge
schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung einen Mittelwert (δVbx)
der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb) während
einer vorbestimmten Periode (δt) als geschätzte Fahrzeug
aufbauverzögerung (δVb) verwendet.
8. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
7, bei der die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40,
A7a) einen Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem
Reibungskoeffizienten (µ) erfaßt, wenn der Mittelwert (δ
Vbx) der geschätzten: Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb), der
durch die Berechnungseinrichtung (40, A5) für die ge
schätzte Fahrzeugaufbauverzögerung berechnet wurde, nicht
größer als ein vorbestimmter Wert ist und wenn der Straßen
reibungskoeffizient (µ) am linken und rechten Rad, der
durch die Reibungskoeffizientberechnungseinrichtung (40,
A7e) berechnet wurde, zumindest ein vorbestimmter Wert ist.
9. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
1, die ferner eine Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f,
21-24) aufweist, die den hydraulischen Bremsdruck im An
sprechen auf die Erfassung des Gefällezustand (KF, SKF)
durch die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a)
steuert.
10. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
9, bei der:
die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) ei nen Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Rei bungskoeffizienten (µ) erfaßt, wenn die geschätzte Fahr zeugaufbauverzögerung (δVb), die durch die Berechnungsein richtung (40, A5) für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzöge rung berechnet wurde, einen vorbestimmten Wert nicht über steigt und wenn der Straßenreibungskoeffizient (µ), der durch die Reibungskoeffizientberechnungseinrichtung (40, A7e) berechnet wurde, zumindest ein vorbestimmter Wert ist, und
die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f, 21-24) den hydraulischen Bremsdruck auf eine Seite des Fahrzeugs reguliert, an der sich die Fahrzeugradbremskraft erhöht, und die Antiblockiersteuerung ausführt, wenn ein Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Reibungskoeffizien ten (µ) durch die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) erfaßt wurde.
die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) ei nen Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Rei bungskoeffizienten (µ) erfaßt, wenn die geschätzte Fahr zeugaufbauverzögerung (δVb), die durch die Berechnungsein richtung (40, A5) für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzöge rung berechnet wurde, einen vorbestimmten Wert nicht über steigt und wenn der Straßenreibungskoeffizient (µ), der durch die Reibungskoeffizientberechnungseinrichtung (40, A7e) berechnet wurde, zumindest ein vorbestimmter Wert ist, und
die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f, 21-24) den hydraulischen Bremsdruck auf eine Seite des Fahrzeugs reguliert, an der sich die Fahrzeugradbremskraft erhöht, und die Antiblockiersteuerung ausführt, wenn ein Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Reibungskoeffizien ten (µ) durch die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) erfaßt wurde.
11. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
9, bei der:
die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) den Gefällezustand (KF, SKF) für jedes der Fahrzeugräder (1-4) erfaßt, und
die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f, 21-24) die Fahrzeugradbremskraft erhöht und die Antiblockiersteue rung bezüglich den Fahrzeugrädern (1-4) ausführt, wenn ein Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Reibungs koeffizienten (µ) an jedem Fahrzeugrad (1-4) durch die Ge fällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) erfaßt wurde.
die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) den Gefällezustand (KF, SKF) für jedes der Fahrzeugräder (1-4) erfaßt, und
die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f, 21-24) die Fahrzeugradbremskraft erhöht und die Antiblockiersteue rung bezüglich den Fahrzeugrädern (1-4) ausführt, wenn ein Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Reibungs koeffizienten (µ) an jedem Fahrzeugrad (1-4) durch die Ge fällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) erfaßt wurde.
12. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
11, wobei die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f, 21-
24) den Betrag des Ausgangs mit sich änderndem Druck des
hydraulischen Bremsdrucks reguliert, wenn die Antiblockier
steuerung an einer Fahrzeugseite ausgeführt wird, wobei
sich die Fahrzeugradbremskraft von jedem der Fahrzeugräder
(1-4) erhöht.
13. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
1, bei der:
die Berechnungseinrichtung (40, A5) für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung einen Mittelwert (δVbx) der ge schätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb) während einer vorbestimmten Periode (δt) als geschätzte Fahrzeugaufbau verzögerung (δVb) verwendet,
die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) ei nen Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Rei bungskoeffizienten (µ) erfaßt, wenn der Mittelwert (δVbx) der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb), der durch die Berechnungseinrichtung (40, A5) für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung berechnet wurde, nicht größer als ein vorbestimmter Wert ist und der Straßenreibungskoeffizi ent (µ) am linken (2, 4) und rechten (1, 3) Rad, der durch die Reibungskoeffizientberechnungseinrichtung (40, A7e) be rechnet wurde, zumindest ein vorbestimmter Wert ist, und
die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f, 21-24) die Fahrzeugradbremskraft erhöht und die Antiblockiersteue rung bezüglich allen Fahrzeugrädern (1-4) ausführt, wenn ein Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Rei bungskoeffizienten (µ) erfaßt wurde.
die Berechnungseinrichtung (40, A5) für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung einen Mittelwert (δVbx) der ge schätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb) während einer vorbestimmten Periode (δt) als geschätzte Fahrzeugaufbau verzögerung (δVb) verwendet,
die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) ei nen Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Rei bungskoeffizienten (µ) erfaßt, wenn der Mittelwert (δVbx) der geschätzten Fahrzeugaufbauverzögerung (δVb), der durch die Berechnungseinrichtung (40, A5) für die geschätzte Fahrzeugaufbauverzögerung berechnet wurde, nicht größer als ein vorbestimmter Wert ist und der Straßenreibungskoeffizi ent (µ) am linken (2, 4) und rechten (1, 3) Rad, der durch die Reibungskoeffizientberechnungseinrichtung (40, A7e) be rechnet wurde, zumindest ein vorbestimmter Wert ist, und
die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f, 21-24) die Fahrzeugradbremskraft erhöht und die Antiblockiersteue rung bezüglich allen Fahrzeugrädern (1-4) ausführt, wenn ein Zustand (KF, SKF) eines Gefälles mit niedrigem Rei bungskoeffizienten (µ) erfaßt wurde.
14. Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung nach Anspruch
13, bei der die Bremssteuerungseinrichtung (40, A4, A7f,
21-24) eine Steuerungsreferenz schaltet, um das Start- und
Endzeitverhalten des Ausgangs mit sich änderndem Druck des
hydraulischen Bremsdrucks zu bestimmen, und einen Betrag
des Ausgangs mit sich änderndem Druck des hydraulischen
Bremsdrucks reguliert, um eine Antiblockiersteuerung auf
einer Seite durchzuführen, wobei sich die Fahrzeugradbrems
kraft von jedem der Fahrzeugräder (1-4) erhöht.
15. Bremssteuerungsvorrichtung, die aufweist:
eine Fahrzeugradgeschwindigkeitsinfor mationserfassungseinrichtung (5-8), die die Information über die Geschwindigkeit eines Rads (1-4) eines Fahrzeugs erfaßt,
eine Radbremskrafterzeugungseinrichtung (11-14), die eine Fahrzeugradbremskraft an einem Fahrzeugrad (1-4) ent sprechend dem hydraulischen Bremsdruck während des Fahr zeugbremsens erzeugt,
eine Änderungseinrichtung (40, 21-24) für den hydrau lischen Bremsdruck, um den hydraulischen Bremsdruck zu än dern, der an die Radbremskrafterzeugungseinrichtung (11-14) angelegt ist, und
eine Gefälle-Erfassungseinrichtung (40, A7a) die einen Gefällezustand (KF, SKF) erfaßt, um zu erfassen, ob eine Bewegungsoberfläche des Fahrzeuges im Gefällezustand ist,
wobei die Änderungseinrichtung (40, 21-24) für den hy draulischen Bremsdruck die Drucksteuerung des hydraulischen Bremsdrucks erhöht, der an die Bremskrafterzeugungseinrich tung (11-14) angelegt ist, wenn die momentane Bewegungs oberfläche durch die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) als im Gefällezustand (KF, SKF) bestimmt wurde.
eine Fahrzeugradgeschwindigkeitsinfor mationserfassungseinrichtung (5-8), die die Information über die Geschwindigkeit eines Rads (1-4) eines Fahrzeugs erfaßt,
eine Radbremskrafterzeugungseinrichtung (11-14), die eine Fahrzeugradbremskraft an einem Fahrzeugrad (1-4) ent sprechend dem hydraulischen Bremsdruck während des Fahr zeugbremsens erzeugt,
eine Änderungseinrichtung (40, 21-24) für den hydrau lischen Bremsdruck, um den hydraulischen Bremsdruck zu än dern, der an die Radbremskrafterzeugungseinrichtung (11-14) angelegt ist, und
eine Gefälle-Erfassungseinrichtung (40, A7a) die einen Gefällezustand (KF, SKF) erfaßt, um zu erfassen, ob eine Bewegungsoberfläche des Fahrzeuges im Gefällezustand ist,
wobei die Änderungseinrichtung (40, 21-24) für den hy draulischen Bremsdruck die Drucksteuerung des hydraulischen Bremsdrucks erhöht, der an die Bremskrafterzeugungseinrich tung (11-14) angelegt ist, wenn die momentane Bewegungs oberfläche durch die Gefällezustand-Erfassungseinrichtung (40, A7a) als im Gefällezustand (KF, SKF) bestimmt wurde.
16. Bremssteuerungsvorrichtung nach Anspruch 15, die
ferner einer Einrichtung zum Begrenzen der Druckerhöhungs
steuerung entsprechend dem Fahrzeugbewegungsoberflächenzu
stand aufweist.
17. Bremssteuerungsvorrichtung nach Anspruch 16, bei
der der Bewegungsoberflächenzustand einen Straßenoberflä
chen-Reibungskoeffizienten anzeigt, der zumindest der einer
schneebedeckten Straße ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP18712195 | 1995-07-24 | ||
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| DE19629887A1 true DE19629887A1 (de) | 1997-01-30 |
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| DE19629887A Withdrawn DE19629887A1 (de) | 1995-07-24 | 1996-07-24 | Gefällezustand-Erfassungsvorrichtung und Bremssteuerungsvorrichtung |
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| JP (1) | JPH0995224A (de) |
| DE (1) | DE19629887A1 (de) |
Cited By (2)
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