DE19626665A1 - Vorrichtung zum Verpacken von Gegenständen - Google Patents
Vorrichtung zum Verpacken von GegenständenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Verpacken
von Gegenständen.
Diese Vorrichtungen haben üblicherweise eine Aufgabestelle,
an der die zu verpackenden Gegenstände einzeln oder als Sta
pel in die Vorrichtung eingegeben werden. Von dort werden sie
in eine in geöffnetem Zustand bereit gehaltene Verpackung
transportiert, beispielsweise mit einem Schieber. Anschlie
ßend wird die befüllte Verpackung geschlossen und aus der
Vorrichtung herausgeführt.
Die bekannten Vorrichtungen sind in der Regel als feste An
lagen ausgebildet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
dieser Art zu schaffen, die es mit geringem Aufwand möglich
macht, die Vorrichtung an unterschiedliche Gegebenheiten an
zupassen, beispielsweise an unterschiedliche Packungsgrößen.
Dabei sollen die Transportwege kurz gehalten werden, damit
eine möglichst hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit erreicht
werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Vorrich
tung mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen vor. Weiter
bildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Beispielsweise kann die Station, in der die Verpackung ge
schlossen wird, an einer festen Stelle angeordnet werden.
Sollen nun Verpackungen unterschiedlicher Größe gefüllt wer
den, so kann die Station zum Öffnen der Verpackung mit unter
schiedlichem Abstand gegenüber der festen Verschließstation
positioniert werden, wobei der Abstand gerade so gewählt
wird, daß der Transportweg der gerade befüllten Verpackung zu
der Verschließstation möglichst klein wird. Selbstverständ
lich ist es auch möglich, beispielsweise die Öffnungsstation
festzuhalten und die Verschließstation mit verschiedenem Ab
stand anzuordnen. Ebenfalls möglich ist es, beide Stationen
zu verschieben.
Die Stationen können insbesondere austauschbar an der minde
stens einen Schiene festlegbar sein. Es wird dadurch möglich,
ggf. Stationen durch andere Stationen unterschiedlicher Größe
oder Arbeitsgeschwindigkeit auszutauschen, oder aber auch
einfach eine zusätzliche Station einzusetzen. Dies ist insbe
sondere dann von Interesse, wenn der Betreiber die Vorrich
tung zunächst für eine Produktreihe kauft und nachträglich
von einer Produktreihe auf beispielsweise vier Reihen bzw.
Lagen umstellen will.
Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Vorrichtung eine
Einrichtung zur Erzeugung eines Luftkissens zwischen der
Schiene und der verschiebbaren Station aufweist. Dieses
Luftkissen wird dann erzeugt, wenn die Station verschoben
werden soll. Dadurch verringert sich die Reibung, so daß die
Stationen sich leicht verschieben lassen, ohne daß hierzu
teuere Kugelführungen o. dgl. erforderlich wären.
Die Befestigung der Stationen kann mit Hilfe von Klemmplatten
oder sonstigen Klemmelementen erfolgen, die beispielsweise
bei Werkzeugmaschinen bekannt sind.
Wenn es sich bei den zu verpackenden Gegenständen um solche
handelt, die vor dem Einbringen in die Verpackung komprimiert
werden sollen, beispielsweise Windeln, so kann erfindungsge
mäß die Vorrichtung eine Komprimierstation aufweisen, die
dann ebenfalls auswechselbar und längs der Schiene verstell
bar an dieser festgelegt werden kann. Sollen größere Ver
packungen beispielsweise mit zwei nebeneinanderliegenden Sta
peln von Windeln befüllt werden, so ermöglicht es die Vor
richtung, beispielsweise zwei identisch ausgebildete Kompri
mierstationen für jeweils einen Stapel nebeneinander anzuord
nen und bei Übergang zu der kleineren Verpackungsgröße wieder
zu entfernen.
Der die Gegenstände von der Aufgabestelle bis in die Ver
packung und zusammen mit dieser zur Abgabestelle befördernde
Schieber kann in Weiterbildung der Erfindung hin- und her
gehend ausgebildet sein, wobei erfindungsgemäß die Stelle, an
denen die Bewegung des Schiebers umgekehrt wird, verändert
werden kann. Auch hierdurch läßt sich einen höhere Verarbei
tungsgeschwindigkeit erzielen, da bei kleineren Verpackungen
der Schieber nicht mehr vollständig zurückgefahren werden
muß, sondern nur bis zur Aufgabestelle. Selbstverständlich
ist es denkbar, daß man den einen Umkehrpunkt der Bewegung
des Schiebers festhält, nämlich den Umkehrpunkt, der am Ende
der Vorrichtung angeordnet ist.
Die Realisierung des mindestens einen oder vorzugsweise der
beiden verstellbaren Umkehrpunkte kann beispielsweise dadurch
geschehen, daß der Schieber an einem Schlittenelement ange
bracht ist, das hin- und hergehend ausgebildet ist und bei
spielsweise von einem Servomotor angetrieben wird. Dann las
sen sich die Umkehrpunkte sehr einfach ändern.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß der Schieber bei
der Rückkehrbewegung aus der Bahn der Gegenstände heraus
bewegt werden kann. Dadurch kann bei der Rückwärtsbewegung
schon mit der Anlieferung der zu verpackenden Gegenstände
weitergemacht werden. Das Herausbewegen des Schiebers kann
erfindungsgemäß dadurch geschehen, daß an dem den Schieber
bewegenden Schlittenelement ein Getriebemotor angeordnet ist,
der über ein mitgeführtes Schleppkabel o. dgl. mit Energie
versorgt wird und an jeder gewünschten Stelle die Bewegung
des Schiebers aus der Bahn heraus und in diese herein durch
führen kann.
Zur nochmaligen Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit kann
erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß zwei abwechselnd wirk
same Schieber vorhanden sind, die derart geführt sind, daß
sie bei der Rückwärtsbewegung aus der Bahn des jeweils ande
ren Schiebers heraus bewegt werden. Für beide Schieber kann
ein eigener Linearantrieb vorgesehen werden, so daß auch der
Antrieb der beiden Schieber unabhängig voneinander erfolgen
kann.
Zum Einbringen der zu verpackenden Gegenstände in die Ver
packung kann ein in Transportrichtung verfahrbarer Schacht
vorgesehen sein, der ebenfalls zwischen zwei verstellbaren
Umkehrpunkten hin- und hergehend verfahrbar ausgebildet sein
kann. Dieser Schacht dient dazu, die ggf. komprimierten Ge
genstände aufzunehmen, und wird dann zusammen mit diesen in
die Verpackung eingefahren. Auch hier dient die Verstellung
der Umkehrpunkte der Bewegung dieses Schachtes dazu, die
Transportwege möglichst kurz zu halten.
Außerdem dient natürlich die Verstellung der Umkehrpunkte der
Bewegung dieses Schachtes dazu, die Anlage an unterschied
liche Packungsgrößen anpassen zu können.
Durch den verfahrbaren Schacht werden die im Stand der Tech
nik bislang eingesetzten Beutelspreiztüren ersetzt. Die Vor
richtung wird dadurch einfacher und es werden weniger Teile
benötigt. Bei Packungsformatwechsel wird die Umstellzeit
kürzer. Außerdem verbessert sich das Packungsbild deutlich.
Der Schacht wird bis zum Beutelboden in den Beutel eingefah
ren. Dadurch führt die Reibung zwischen dem Füllgut und dem
Beutel nicht mehr zum Verrutschen der äußeren Verpackungsla
ge, beispielsweise einer Windel. Dies verbessert ebenfalls
das Packungsbild.
Die Erfindung schlägt vor, daß die Seitenwände mindestens
teilweise in ihrer Wölbung der Wölbung der fertigen Packung
angepaßt werden. Dadurch wird ein zu starkes Überkomprimieren
der Produkte in der Komprimierstation verhindert.
Die Wölbung der Seitenteile kann in Transportrichtung sich
über die gesamte Tiefe des Beutels erstrecken. In dem Teil
des Schachtes, der dann nicht in den Beutel einfährt, können
die Seitenwände eben sein, d. h. an die Komprimierstation
angepaßt.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß die Seitenwände des
Schachtes mindestens teilweise hohl ausgebildet sind, so daß
ein Luftkissen erzeugt werden kann. Das Luftkissen kann ent
weder an den Innenseiten der Seitenwände gebildet werden,
d. h. zwischen dem Schacht und den zu verpackenden Gegenstän
den. Es kann aber auch an der Außenseite der Seitenwände ge
bildet werden, d. h. zwischen dem Beutel und dem Schacht.
Wenn aus irgendeinem Grund kein Beutel geöffnet worden ist,
lassen sich die zu verpackenden Gegenstände über den Schacht,
der in diesem Fall durch die geöffneten Schweißbacken der
Verschließstation hindurchfährt, ohne Anhalten der Maschine
aus dem Störbereich herausführen.
Die Verpackungen können insbesondere mit Vorteil Beutel sein,
vorzugsweise Beutel, die aus Kunststoffmaterial bestehen. In
diesem Fall kann die Station zum Öffnen der Beutel vorzugs
weise eine Saugeinrichtung aufweisen, die die beiden Wände
der zunächst flachliegenden Beutel voneinander trennt, wobei
zum Festhalten der Beutelwände, sobald sie geöffnet sind,
auch mechanische Einrichtungen, wie beispielsweise Haken,
vorgesehen sein können.
Die Saugeinrichtung weist beispielsweise zwei vertikal beweg
bare Sauger auf. Diese Sauger bewegen sich außerhalb des
Schachtbereichs, d. h. außerhalb des Bereichs des Querschnitts
des geöffneten Beutels. Beim Stand der Technik bewegen sich
die Sauger innerhalb des geöffneten Beutelquerschnitts. Durch
den Einsatz von verschwenkbaren Haken kann der Beutel sich in
nahezu offenem Zustand vom Sauger lösen.
Sobald der Beutel gefüllt ist und von dem Schieber um nur
einen kurzen Weg in Richtung auf die Verschließstation ge
schoben wurde, können die Sauger wieder abwärts gefahren
werden, um den nächsten Beutel anzusaugen. Dies führt zu
einer Ausbringungsleistung der Vorrichtung, die mit dem
bisherigen Verfahren nicht möglich war.
Die Haken schwenken unmittelbar nach Anheben des Beutels
durch den Sauger unter den Sauger und unterstützen diesen
beim Hochziehen des Beutels.
Zur Auf- und Abbewegung der Sauger kann insbesondere ein
Servogetriebemotor vorgesehen sein. Damit läßt sich der Hub
der Saugeinrichtung auch während des Betriebs der Vorrichtung
ändern. Aus diesem Grunde wird es möglich, einen Beutelstapel
von oben nach unten abzuarbeiten, ohne daß der Beutelstapel
angehoben zu werden braucht. Der jeweils oberste Beutel kann
also durchaus auf verschiedener Höhe liegen, ohne daß die
Vorrichtung dadurch langsamer wird. Auch diese Maßnahme der
Veränderung des unteren Umkehrpunktes der Saugeinrichtung
führt zu einer starken Vereinfachung der Zuführeinrichtung
für den Beutelstapel.
Im Fall der Verwendung von aus Kunststoff bestehenden Beuteln
ist die Verschließstation insbesondere eine Schweißstation,
die die Beutel nach ihrer Befüllung verschweißt.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge ergeben sich aus
den Patentansprüchen, deren Wortlaut durch Bezugnahme zum In
halt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden Beschrei
bung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie
anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht einer Vorrich
tung nach der Erfindung;
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Einrichtung zum Ver
fahren eines Schachtes;
Fig. 3 eine Stirnansicht der Anordnung der Fig. 2;
Fig. 4 eine Aufsicht auf zwei Schieber;
Fig. 5 eine Einzelansicht einer Möglichkeit zur Be
wegung eines Schiebers aus der Transportbahn
heraus;
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung
einer weiteren Möglichkeit zur Herausbewegung
des Schiebers aus der Transportbahn;
Fig. 7 in vergrößertem Maßstab eine Ansicht des
verfahrbaren Schachtes in Transportrichtung.
In Fig. 1 ist stark vereinfacht in einem Maschinenrahmen 1
eine Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Die Seiten
ansicht zeigt die Vorrichtung so, daß die Transportrichtung,
in der die Gegenstände durch die Vorrichtung transportiert
werden, von rechts nach links verläuft. In gleicher Richtung
werden auch die einzelnen Teile der Vorrichtung zunächst be
schrieben. Die zu verpackenden Gegenstände werden an einer
Aufgabestelle 2 in die Vorrichtung eingebracht. Das Einbrin
gen kann beispielsweise von hinten oder von vorn erfolgen,
also senkrecht zur Papierebene.
An die Aufgabestelle schließen sich in Transportrichtung zwei
Komprimierstationen 3 an, die auf zwei Schienen 4 aufgesetzt
und an diesen festgelegt sind. Unmittelbar hinter den Kompri
mierstationen 3, d. h. in Fig. 1 links, ist eine Station 5 zum
Öffnen einer Verpackung angeordnet, die die Verpackung be
reitstellt, öffnet und geöffnet hält.
In Transportrichtung hinter der Station zum Öffnen und Be
reitstellen der Verpackung ist eine Verschließstation 6 ange
ordnet, die dazu dient, die gefüllten Verpackungen an ihrer
Eingabeseite zu verschließen. Im dargestellten Beispiel han
delt es sich um eine Station, die mit Hilfe von zwei beweg
baren Schweißbacken 7 einen aus Kunststoff bestehenden Beutel
verschließt. Die beiden Schweißbacken sind mit Hilfe von
Schubstangen 8 bewegbar, wobei die Führungseinrichtung für
die Schweißbacken 7 aus Gründen der Vereinfachung nicht dar
gestellt ist. Beide Schubstangen 8 sind an einem Schwenkhebel
9 angelenkt, der von der Verschließstation um eine Achse 10
verschwenkt werden kann. Bei der Verschwenkung werden die
beiden Schweißbacken 7 aufeinanderzu bewegt, bis sie sich
etwa auf der halben Höhe der Verpackung treffen und dort den
Beutelmund verschweißen.
Auch die Verschließstation 6 ist auf den Schienen 4 aufge
setzt und an diesen festgelegt.
Die an der Aufgabestelle in die Vorrichtung eingeführten Ge
genstände werden zunächst zwischen die Backen 11 der Kompri
mierstationen eingeschoben, worauf die Backen 11 aufeinander
zu bewegt werden, um die Gegenstände zu komprimieren. In kom
primiertem Zustand werden sie in die von der Station 5 bereit
und geöffnet gehaltenen Beutel eingeschoben und nach dem Ein
schieben zusammen mit der Verpackung zwischen den geöffneten
Schweißbacken 7 hindurchgeschoben. In einer Endstellung blei
ben die Beutel mit den Gegenständen dann stehen, worauf die
Welle 10 verdreht wird, um den Beutel zu verschweißen.
Zum Verschieben der Gegenstände ist ein Schieber 12 vorge
sehen, der eine zum Angriff an den Gegenständen bestimmte
Schieberplatte 13 aufweist. Die Schieberplatte 13 ist mit
Hilfe eines Schwenkhebels 14 an der Schiebereinrichtung 12
angelenkt. Die Schiebereinrichtung 12 wird mit Hilfe eines
Linearantriebes 15 in Transportrichtung verschoben. Der in
Fig. 1 linke Umkehrpunkt für die Bewegung des Schieberele
mentes 12 ist so gewählt, daß der Schieber den gefüllten
Beutel in eine Position bringt, in der er von der Station 6
verschlossen werden kann. Von dort aus wird der Schieber 12
von dem Linearantrieb 15 wieder zurückbewegt. Damit die
Schieberplatte 13 damit nicht in Konflikt mit den erneut auf
die Aufgabestelle 12 aufgelegten Gegenständen gelangt, kann
die Schieberplatte 13 mit Hilfe eines Schwenkantriebes nach
oben verschwenkt werden. Dieser Schwenkantrieb kann in dem
Schieber 12 selbst angeordnet sein und beispielsweise den
Schwenkhebel 14 im Uhrzeigersinn anheben. Die Rückwärtsbewe
gung des Schiebers 12, in Fig. 1 also nach rechts, geschieht
soweit, bis die Schieberplatte 13 wieder vor den Gegenständen
angeordnet ist, in Fig. 1 also rechts von der Aufgabestelle.
Auch diese Umkehrposition, in der dann auch die Schieber
platte wieder in die dargestellte Position abgesenkt wird,
ist ebenfalls verstellbar.
Soll mit der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung eine klei
nere Verpackung gefüllt werden, so kann beispielsweise die
rechte der beiden Komprimierstationen 3 von den Schienen 4
abgenommen werden. Dann kann die Aufgabestelle 2 näher an die
verbleibende Komprimierstation 3 herangerückt werden und der
rechte Umkehrpunkt des Schiebers 12 ebenfalls entsprchend
abgeändert werden. Auf diese Weise ist dafür gesorgt, daß
kurze Transportwege nicht nur für die zu verpackenden Gegen
stände, sondern auch für den Schieber möglich sind.
In ähnlicher Weise kann auch, wenn dies gewünscht wird, eine
Änderung des Abstandes zwischen den Stationen 5 und 6 durch
geführt werden.
Fig. 2 zeigt nun in etwas größerer Einzelheit die Station 5
zum Bereitstellen, Öffnen und Geöffnethalten von Verpackun
gen, im dargestellten Beispiel von aus Kunststoff bestehenden
Beuteln 16.
Die Schiene 4 ist nur in einem Ausschnitt dargestellt. An der
Schiene 4 ist die Station 5 festgelegt. Zum Öffnen der Beu
tel, die in einer strichpunktiert dargestellten Beutelebene
17 angeliefert werden, dienen zwei zu beiden Seiten des
Transportweges angeordnete Sauger 18 einer Saugeinrichtung.
Die Sauger 18 sind auskragend an einer Führung angeordnet,
die eine vertikale Auf- und Abwärtsbewegung der Sauger 18
ermöglicht. Zum Antrieb dieser Einrichtung sind Zahnstangen
19 vorgesehen, an deren oberem Ende die Sauger 18 angebracht
sind. Mit der Verzahnung der Zahnstangen 19 kämmt ein drehan
getriebenes Zahnrad 20, das in Fig. 2 nur schematisch darge
stellt ist. Durch Verdrehen des Zahnrades 20 im Uhrzeigersinn
oder im Gegenuhrzeigersinn wird der Sauger 18 auf- und ab
wärts gefahren.
Die Sauger 18 sind so ausgebildet, daß sie die obere Wand
eines Beutels 16 zunächst anheben. Anschließend fährt ein
schwenkbar an dem Sauger 18 angebrachter, in Fig. 2 nur an
gedeuteter Haken 21 unter die obere Beutelseite, um den Beu
tel auf diese Weise besser zu halten. Durch das Aufwärts
fahren der Sauger 18 wird also der Beutel 16 geöffnet und in
geöffnetem Zustand gehalten.
Auch Fig. 3 zeigt die Anordnung der Sauger 18 an Führungen
22, die ebenfalls nur schematisch dargestellt sind. Für den
Antrieb der Zahnstangen 19 mit Hilfe der Zahnräder 20 dient
eine das Drehmoment übertragende Welle 23, die von einem
Antrieb 24 in Drehung versetzt werden kann, beispielsweise
einem Antriebsmotor.
Die Station 5 zum Öffnen und Geöffnethalten der Beutel 16 ist
auf einer Traverse 25 montiert, die an ihrer Unterseite zwei
Führungselemente 26 zum Führen auf den Schienen 4 aufweist.
Die Führungselemente 26 sind so ausgebildet, daß sie die
Schienen in deren oberem Bereich umfassen, so daß eine exakte
Führung und Ausrichtung der Station 5 gegeben ist. Die Fest
legung der Station 5 an der gewünschten Stelle in Längsrich
tung der Schienen 4 kann in beliebiger Weise erfolgen, bei
spielsweise mit Hilfe von Klemmelementen.
Zum Einbringen der zu verpackenden Gegenstände in die geöff
neten Beutel 16 dient ein zusätzlich vorhandener Schacht 27,
der ebenfalls in Transportrichtung der Vorrichtung hin- und
hergehend angetrieben werden kann. Zum Antrieb des Schachtes
27 dient eine Linearführung 28 mit einem Antriebsmotor 29,
siehe Fig. 2 und Fig. 3. Der Schacht 27 weist zwei Seiten
wände 30 auf, die durch einen Boden 31 miteinander verbunden
sind. Die Vorderkante der Seitenwände 30 des Schachtes 27 ist
mit einer abgerundeten Spitze versehen, zur Erleichterung des
Einfahrens in die geöffneten Beutel 16.
Der Boden 31 des Schachtes 27 ist über eine querverlaufende
Stange 32 mit der Linearführung 28 verbunden. Die Stange ist
an dem in Transportrichtung vorderen Ende des Bodens 30 befe
stigt, so daß der Schacht 37 fast vollständig in den geöffne
ten Beutel eingefahren werden kann.
Die zu verpackenden Gegenstände werden von dem Schieber 12
zunächst in den Schacht 27 eingeschoben, ggf. in komprimier
tem Zustand. Der Schacht 27 fährt sie dann in den Beutel 16
ein. Der Weitertransport geschieht dann wieder mit Hilfe des
Schiebers, was möglich ist, da der Schacht 27 oben offen ist.
Dieser wird dann wieder in die Ausgangsposition zurückgezo
gen. Der Verschiebungsweg des Schachtes 27 entspricht etwa
der Tiefe des die Verpackung bildenden Beutels 16. Bei unter
schiedlich großen Beuteln kann auch der Verschiebeweg des
Schachtes 27 eingestellt bzw. verändert werden.
Fig. 4 zeigt schematisch eine Aufsicht auf die Anlage mit
zwei Schiebern 12. Für jeden Schieber 12 ist ein eigener
Linearantrieb 15 vorgesehen. Beide Linearantriebe 15 können
unabhängig voneinander arbeiten, werden aber durch eine
Steuerung in der Anlage synchron gesteuert. Die beiden Schie
ber 12 arbeiten abwechselnd, so daß jeweils ein Schieber die
Gegenstände in die Verpackung einschiebt, während der andere
sich wieder in die Ausgangsposition zurückbewegt.
Die hin- und hergehende Bewegung der Schieber 12 kann bei
spielsweise mit Hilfe von umlaufenden Zahnriemen erfolgen,
die mit Hilfe von Motoren angetrieben werden. Die Drehrich
tung der Motoren ist umkehrbar. Dadurch können die Schieber
hin- und herbewegt werden. An jedem Schieber ist ein eigener
Antriebsmotor 33 vorgesehen, der mit Hilfe eines Getriebes
den Schieberarm 14 anheben und absenken kann. Dadurch wird es
möglich, die Schieberplatte 13 des jeweils zurückkehrenden
Schiebers 12 mit Hilfe des Schwenkarmes 14 anzuheben und nach
Erreichen der in Fig. 1 rechten Ausgangsposition wieder abzu
senken. Die Stromversorgung der Motore 33 kann über mitge
führte Schleppkabel erfolgen. In ähnlicher Weise wäre auch
die Versorgung eines Druckluftmotors o. dgl. über mitgeführte
Schläuche möglich.
Während bei den Schiebern 12 der Fig. 1 und 4 das Anheben
der Schieberplatte 13 durch ein Verschwenken eines Schieber
armes 14 geschieht, zeigt Fig. 5 eine andere Möglichkeit der
Bewegung der Schieberplatte 13 aus dem Bewegungsweg heraus.
Bei der Ausführungsform der Fig. 5 weist der Schieber 33 ein
von dem Linearantrieb 15 antreibbares Schlittenelement 34
auf, ähnlich wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis
4. Dieses Schlittenelement wird also nur linear hin- und her
bewegt. In dem Schlittenelement 34 ist quer zur Transport
richtung verschiebbar ein Arm 35 gelagert, der im Bereich
seines unteren Endes die Schieberplatte 13 aufweist. Der ge
radlinig verschiebbare Arm 35 enthält eine Zahnstange 36,
die mit einer Drehmomentwelle 37 direkt oder mit einem Zahn
rad kämmt. Die Drehmomentwelle 37 erstreckt sich über den
gesamten Linearantrieb und ist an beiden Enden in je einem
Lager 38 gelagert. Bei der Längsverschiebung des Schlittens
34 bleibt der Eingriff zwischen der Zahnstange 36 und der
Drehmomentwelle 37 erhalten, so daß durch Drehung der Welle
37 der Arm 35 an jeder beliebigen Stelle des Linearantriebes
auf- und abwärts bewegt werden kann.
Bei der Ausführungsform der Fig. 6 ist wiederum an dem Line
arantrieb 15 ein Schlittenelement 34 in Transportrichtung
verschiebbar angeordnet, das seinerseits einen quer zur
Transportrichtung verschiebbaren Arm 40 enthält. Am unteren
Ende des aus dem Schlittenelement 34 herausragenden Armes 40
ist ein Arm 39 angebracht, der an seinem vorderen freien Ende
zur Aufnahme der Schieberplatte 13 bestimmt ist. Die Bewegung
des Armes 40 gegenüber dem Schlittenelement 34 geschieht mit
Hilfe eines Druckkolbenzylinders, eines kolbenstangenlosen
Zylinders oder dergleichen. Hier kann die erforderliche Hy
draulikflüssigkeit mit einem mitgeführten Schlauch einge
speist werden.
Die Erfindung schafft eine Anlage, die durch Auswechseln von
Einzelteilen, Verändern von Abständen der an den Schienen 4
angebrachten Stationen und durch Ändern der Umkehrpunkte der
Bewegungen der sonstigen Elemente mit geringem Aufwand an
unterschiedliche Packungsgrößen und unterschiedliche, zu ver
packende Gegenstände angepaßt werden kann. Trotz der Möglich
keit der Anpassung der unterschiedliche Gegebenheiten weist
die Anlage dennoch kurze Transportwege auf, so daß sie mit
einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit arbeiten kann.
Fig. 7 zeigt nochmals in vergrößertem Maßstab stark verein
facht die gegenseitige Anordnung des Stapels von Beuteln, des
verfahrbaren Schachtes 27 und der Saugeinrichtung. Es ist da
bei zu sehen, daß die Sauger 18 den Beutel so öffnen, daß sie
selbst außerhalb des Querschnittsbereiches des Schachtes 27
angeordnet sind. Der Beutel wird soweit geöffnet, daß er
etwas größer ist als der Querschnitt des Schachtes, damit
dieser einfach in ihn einfahren kann. Die Seitenwände 30 des
Schachtes 27 sind leicht nach außen gewölbt, in einer Krüm
mung, die etwa der Form eines gefüllten und verschlossenen
Beutels entspricht. Dadurch wird eine Überkomprimierung der
zu verpackenden Gegenstände innerhalb des Schachtes 27 ver
mieden.
Die Krümmung der Seitenwände 30 ist nur in dem Bereich des
Schachtes gegeben, der bei vollständig in den Beutel einge
fahrenem Schacht in dem Beutel liegt. Derjenige Teil des
Schachtes, der dann noch außerhalb des Beutels liegt, weist
ebene Seitenwände auf. Diese sind an die Komprimierstation
angepaßt.
Die Seitenwände 30 können, wie dies schematisch dargestellt
ist, hohl bzw. doppelwandig sein, so daß sie mit einer Druck
luftquelle verbunden werden können. Durch ggf. über Ventile
steuerbare Öffnungen an der Außenseite und/oder Innenseite
der Seitenwände 30 kann dadurch ein Luftkissen erzeugt wer
den, entweder zwischen den Seitenwänden und den zu verpacken
den Gegenständen oder aber zwischen den Seitenwänden und der
Innenseite des Beutels.
Wenn der Beutel gefüllt ist, wird er von dem Schieber in
Fig. 1 nach links weitergeschoben. Während dieser Weiter
transport-Bewegung können die Sauger 18 der Saugeinrichtung
bereits wieder nach unten abgesenkt werden, um den nächsten
Beutel zu holen und diesen zu öffnen. Dies kann gleichzeitig
mit der Rückwärtsbewegung des Schachtes erfolgen.
Verringert sich während des Betriebes der Vorrichtung die
Höhe des Beutelstapels, so braucht dieser nicht angehoben zu
werden, da man die unteren Umkehrpunkte der Sauger 18 bei
ihrer vertikalen Bewegung verändern kann.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Verpacken von Gegenständen, mit
- 1.1 einer Aufgabenstelle (2), an der die zu ver packenden Gegenstände einzeln oder als Stapel in die Vorrichtung eingegeben werden,
- 1.2 einer Station (5) zum Bereitstellen und/oder Öffnen der Verpackung,
- 1.3 einer Station (6) zum Verschließen der gefüllten Verpackung,
- 1.4 einem Schieber (12) zum Transport der Gegenstän de von der Aufgabestelle (2) in die geöffnete Verpackung und mit dieser zu der Verschließsta tion (6), sowie mit
- 1.5 mindestens einer in Transportrichtung des Schie bers (12) verlaufenden Schiene (4), vorzugsweise einem Paar von Schienen (4), an denen
- 1.5.1 mindestens die Station (5) zum Öffnen der Ver packung und die Station (6) zum Veschließen der Verpackung festlegbar sind, wobei
- 1.5.2 mindestens eine der Stationen (5, 6) längs der Schiene(n) (4) verstellbar festlegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einer Einrichtung zur
Erzeugung eines Luftkissens zwischen der mindestens
einen Schiene (4) und der verstellbaren Station (5, 6).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der mindestens
eine Station (5, 6) austauschbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
einer Komprimierstation (3) zum Komprimieren der zu
verpackenden Gegenstände vor ihrem Einschieben in die
geöffnete Verpackung, wobei diese Station (3) auswech
selbar und längs der Schiene (4) verstellbar festlegbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der der Schieber (12, 13) zwischen zwei Umkehrpunkten
hin- und hergehend angeordnet ist und die Umkehrpunkte
verstellbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der zur Realisierung
der verstellbaren Umkehrpunkte der Schieber (12, 13) ein
mit einem Getriebemotor (33) versehenes Schlittenelement
(34) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der der Schieber (12, 13) bei seiner Rückkehrbewegung
aus der Bahn der Gegenstände heraus bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
zwei abwechselnd wirksamen Schieber (12, 13), die derart
geführt sind, daß sie bei der Rückwärtsbewegung aus der
Bahn des jeweils anderen Schiebers (12, 13) heraus be
wegt werden.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der der Schieber (12, 13) bei seiner Rückwärtsbewegung
nach oben bewegt, insbesondere verschwenkt wird.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
einem in Transportrichtung verfahrbaren Schacht (27),
der die Gegenstände aufnimmt und in die geöffnete Ver
packung eingefahren wird, wobei die Umkehrpunkte der
hin- und hergehenden Bewegung des Schachtes (27) ver
stellbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der der Schacht (27)
mindestens teilweise gewölbte, ggf. zur Erzeugung eines
Luftkissens hohle Seitenwände (30) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Verpackungen Beutel (16) sind und die Station
(5) zum Öffnen der Beutel (16) eine Saugeinrichtung auf
weist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Saugeinrich
tung zwei außerhalb des Querschnitts des geöffneten
Beutels angeordnete, inbesondere vertikal bewegbare
Sauger (28) aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, bei der
die Verschließstation (6) zwei Schweißbacken (7) zum
Verschweißen der aus Kunststoffbestehenden Beutel (16)
aufweist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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| JP9186036A JPH1059303A (ja) | 1996-07-03 | 1997-06-27 | 物品包装装置 |
| US08/885,272 US5950404A (en) | 1996-07-03 | 1997-06-30 | Apparatus for packing articles |
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