DE19623601A1 - Tastkopf für Koordinatenmeßgeräte mit einer Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils des Tastkopfes - Google Patents
Tastkopf für Koordinatenmeßgeräte mit einer Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils des TastkopfesInfo
- Publication number
- DE19623601A1 DE19623601A1 DE19623601A DE19623601A DE19623601A1 DE 19623601 A1 DE19623601 A1 DE 19623601A1 DE 19623601 A DE19623601 A DE 19623601A DE 19623601 A DE19623601 A DE 19623601A DE 19623601 A1 DE19623601 A1 DE 19623601A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- probe
- clamping device
- probe according
- deflectable
- clamped
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B5/00—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
- G01B5/004—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring coordinates of points
- G01B5/008—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring coordinates of points using coordinate measuring machines
- G01B5/012—Contact-making feeler heads therefor
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01D—MEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01D11/00—Component parts of measuring arrangements not specially adapted for a specific variable
- G01D11/02—Bearings or suspensions for moving parts
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
Description
Die Tastköpfe von Koordinatenmeßgeräten las sen sich im
wesentlichen in zwei Kategorien einteilen, einmal in
sogenannte schaltende Tastköpfe, die lediglich die Berührung
des Taststifts bzw. der Tastkugel mit dem Werkstück
signalisieren, und in sogenannte messende Tastköpfe, die der
Auslenkung des beweglichen Taststiftträgers in einer oder
mehreren Koordinatenrichtungen proportionale Signale liefern.
Mit Tastköpfen des letztgenannten Typs lassen sich auch im
sogenannten Scanning-Betrieb die Oberflächen von Werkstücken
bei kontinuierlicher Anlage der Tastkugel am Werkstück
abfahren. Unter anderem in dieser Betriebsart ist es häufig
wünschenswert, die Auslenkung des beweglichen
Taststiftträgers in einer oder zwei Koordinatenrichtungen zu
blockieren, d. h. die Führungen, an denen der bewegliche
Taststiftträger aufgehängt ist, - das können beispielsweise
drei aneinander gehängte Federparallelogramme sein wie bei
dem in der DE-PS 22 42 355 beschriebenen Tastkopf - zu
klemmen.
Auch für den in der älteren Patentanmeldung
P 44 33 917.8 anhand der Fig. 7 und 8 beschriebenen
Tastkopf ist es bei bestimmten Messungen erforderlich, die
vertikale w-Achse zu klemmen, um beispielsweise den
Durchmesser eines zylindrischen Werkstücks auf einem Meridian
abzufahren.
Für den Einsatz in Tastköpfen von Koordinatenmeßgeräten
geeignete Klemmvorrichtungen haben allerdings zwei
wesentliche Nebenbedingungen zu erfüllen, insbesondere wenn
Wert auf eine möglichst geringe Meßunsicherheit des mit dem
Tastkopf ausgerüsteten Gerätes gelegt ist. Zum einen sollte
die Klemmvorrichtung keine oder nur sehr wenig
Verlustleistung in den Tastkopf einleiten. Denn andernfalls
verursacht die entstehende Wärme Längenänderungen, die zum
Auswandern der Tastkugel aus ihrer kalibrierten Nullage
führen. Zum anderen sollte die Klemmvorrichtung die Führungen
für den beweglichen Taststiftträger, d. h. z. B. die
Federparallelogramme, an denen der Taststiftträger aufgehängt
ist, nicht deformieren bzw. keine störenden Querkräfte auf
die Federparallelogramme ausüben.
Diese Forderungen wurden bisher nur mit verhältnismäßig hohem
konstruktiven Aufwand erfüllt. So ist beispielsweise in der
DE-PS 22 42 356 ein feinverstellbares Präzisionsgesperre
beschrieben, mit dem zwei gegeneinander bewegliche Teile
hinsichtlich ihrer Lage mechanisch geklemmt werden können.
Dieses Gesperre benutzt einen Elektromotor mit
Gewindespindel, um einen kinematisch gelagerten Doppelhebel
mit Hilfe einer Feder in eine Nut am anderen Teil zu drücken.
Hierbei werden jedoch störende Querkräfte senkrecht zur
Bewegungsrichtung der beiden gegeneinander verschiebbaren
Teile von dem einen auf das andere Teil ausgeübt. Diesen
Nachteil besitzt auch die in der Fig. 5 der DE-OS 43 31 655
dargestellte Klemmvorrichtung.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in einem
Tastkopf der eingangs genannten Art die Klemmvorrichtung zur
Klemmung des auslenkbaren Teils des Tastkopfs in mindestens
einer Koordinate konstruktiv möglichst einfach so
auszugestalten, daß bei Betätigung der Klemmvorrichtung nur
sehr geringe oder gar keine Querkräfte auf das auslenkbare
Teil des Tastkopfs ausgeübt werden.
Diese Aufgabe wird mit den im Anspruch 1 angegebenen
Maßnahmen gelöst.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird erreicht, daß die
Klemmkraft nur als innere Kraft innerhalb der
Klemmvorrichtung wirkt. Querkräfte auf den auslenkbaren Teil
des Tastkopfes sind fast vollständig ferngehalten. Wenn die
Verbindung zwischen der Klemmvorrichtung und dem auslenkbaren
Teil des Tastkopfes über ein biegeweiches Teil,
beispielsweise eine dünne und schlanke Blattfeder erfolgt,
dann wirkt nur noch die sehr geringe Biegekraft der
verwendeten Blattfeder auf das bewegliche Teil des Tastkopfes
zurück.
Zudem ist der gesamte Aufbau konstruktiv sehr einfach zu
gestalten und zwar auch so, daß die Klemmvorrichtung weder im
entklemmten noch im geklemmten Zustand, sondern nur während
der Schaltvorgänge zwischen diesen beiden Zuständen Energie
verbraucht. Das läßt sich beispielsweise mit einem
Elektromagneten erreichen, dessen Ankerplatte zwischen zwei
Stellungen schaltbar ist. Solche bipolaren schaltbaren
Magnete bestehen aus einem Elektromagneten und zusätzlich
einem Permanentmagneten, dessen Flußverlauf innerhalb des die
Magnete umgebenden Weicheisentopfes umschaltbar ist. Sie
finden beispielsweise Verwendung bei Tasterwechselein
richtungen wie sie u. a. in der DE-PS 33 20 127 und der
DE-OS 39 22 297 beschrieben sind.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß
sich bei geeigneter Ausbildung der Bestandteile der
Klemmvorrichtung eine genaue Justage dieser Bestandteile
zueinander erübrigt. Hierzu trägt insbesondere die
konstruktive Ausbildung mit den im Anspruch 9 genannten
Merkmalen bei, wobei die V-förmige Nut dann zweckmäßig so
angeordnet ist, daß sie senkrecht zur Bewegungsrichtung des
auslenkbaren Teils des Tastkopfes verläuft.
Um zu vermeiden, daß die Klemmvorrichtung oder die Führungen
des beweglichen Teils des Tastkopfes bei übermäßiger
Tastkraft zwischen Taststift und Werkstück beschädigt werden,
ist es zweckmäßig, wenn die Klemmvorrichtung bei
überschreiten einer definierten maximalen Haltekraft das
geklemmte Teil freigibt. Auch das läßt sich durch eine
geeignete federelastische Ausbildung der zwei Teile der
Klemmvorrichtung erreichen, die das biegeweiche Teil
zangenförmig umfassen.
Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn die Haltekraft der
Klemmvorrichtung einstellbar und damit den Bedürfnissen
entsprechend frei wählbar ist. Das ist z. B. wichtig, wenn mit
kleinen, dünnen Taststiften gemessen wird. Hier sind
geringere Klemmkräfte erforderlich als beim Arbeiten mit
dicken Taststiften, um die Gefahr von Taststiftbrüchen zu
vermeiden. Andererseits treten während eines Meßvorganges
auch Situationen auf, wo höhere Klemmkräfte gefordert werden.
Das ist beispielsweise beim Tasterwechsel der Fall, wenn der
Taststiftträger in die gabelförmige Aufnahme des
Wechselmagazins eingefahren wird, die diesem Einfahren hin
und wieder einen höheren Widerstand entgegensetzt und dann
versucht, den Taststiftträger aus der Klemmung
herauszudrücken.
Ein alternativer Ansatz zur Lösung des eingangs geschilderten
Problems ist in Anspruch 13 dargestellt. Er besteht darin,
Querkräfte bei der Klemmung des auslenkbaren Teils des
Tastkopfes zuzulassen, die aufgrund der Verformungen der
Führungen dann jedoch auftretende Abweichung der Lage der
Tastkugel anschließend rechnerisch zu korrigieren. Hierzu
kann beispielsweise die beim Betätigen der Klemmeinrichtung
auftretende Lageänderung des Taststiftträgers einmal gemessen
und anschließend als Korrekturparameter im Rechner oder in
der Steuerung des Koordinatenmeßgerätes zur anschließenden
soft- oder firmwaremäßigen Korrektur abgespeichert werden.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen und sind nachfolgend anhand der Fig. 1-4
der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 ist eine vereinfachte Prinzipskizze, die einen
Tastkopf mit in nur einer Koordinatenrichtung
auslenkbarem Taststift und mit einer
Klemmvorrichtung zur Arretierung der
Taststiftbewegung in der genannten Koordinate
zeigt;
Fig. 2 zeigt den in der Klemmvorrichtung (9) von Fig. 1
verwendeten bipolar schaltbaren Magneten im
Schnitt;
Fig. 3 ist eine detaillierte Ansicht der
Klemmvorrichtung (9) in Fig. 1 in vergrößertem
Maßstabe;
Fig. 4 ist eine perspektivische Darstellung der
Klemmvorrichtung nach Fig. 3;
Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung teils im
Schnitt, teils in Ansicht;
Fig. 6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung teils im
Schnitt, teils in Ansicht.
Der in Fig. 1 dargestellte Tastkopf besitzt ein am
Koordinatenmeßgerät (1) befestigtes erstes, feststehendes
Teil (2), gegenüber dem der bewegliche Taststiftträger (3)
wie durch den Pfeil (z) symbolisiert vertikal auslenkbar ist.
Hierzu ist das Teil (3) am Teil (2) mit Hilfe eines
Federparallelogramms befestigt. Die beiden Schenkel des
Federparallelogramms sind mit (4a und 4b) bezeichnet. Die bei
Tastköpfen üblicherweise vorhandenen Einrichtungen zur
Messung der Auslenkung und zur Gewichtsentlastung des
Taststiftträgers (3) sind hier nicht dargestellt. Am
Taststiftträger (3) ist über ein Halteteil (5) der Taststift
(6) mit der Tastkugel (7) des Tastkopfs angesetzt.
Um die Auslenkung in weitere Koordinatenrichtungen zu
ermöglichen, kann der Taststift (6) beispielsweise in dem
Halteteil (5) mittels eines Schwenkgelenks allseitig
nachgiebig gelagert sein oder es können weitere lineare
Führungssysteme für die Koordinatenrichtungen x und y
vorgesehen sein, beispielsweise zusätzliche in die beiden
anderen Raumrichtungen orientierte Federparallelogramme, die
zwischen dem Taststiftträger (3) und dem Halteteil (5)
angeordnet sein können.
Zur Arretierung des Taststifts (6) bezüglich der Koordinate
(z) ist am feststehenden Teil (2) des Tastkopfes über einen
Träger (8) eine Klemmvorrichtung (9) befestigt, die mit einem
in Richtung der Koordinate (z) starren, jedoch senkrecht dazu
in Richtung des Pfeils (24) biegeweichen Teil (13)
zusammenwirkt. Dieses Teil (13), vorzugsweise eine
Blattfeder, ist mit seinem unteren Ende mittels eines Halters
(12) am auslenkbaren Teil (3) des Tastkopfs befestigt und
erstreckt sich weit über den eigentlichen zulässigen
Bewegungsbereich des auslenkbaren Teils (3) hinaus in
Richtung der Koordinate (z) bis zur Klemmvorrichtung (9).
Dort trägt die Blattfeder (13) an ihrem anderen Ende eine
fest mit ihr verbundene Kugel (14). Diese Kugel (14) wird in
der Mittelstellung des auslenkbaren Teils (3) von zwei Teilen
(10) und (11) der Klemmvorrichtung zangenförmig von zwei
Seiten umfaßt. Während das am Träger (8) befestigte Teil (11)
eine V-förmige Nut (23) trägt und als Amboß wirkt, ist das
Teil (10) in Richtung des Pfeils (24) beweglich und dient als
Hammer, mit dessen Hilfe die Kugel (14) während des
Klemmvorganges in die V-Nut (23) gedrückt wird.
Zur Bewegung des Hammers (10) in die geklemmte und in die
entklemmte Stellung dient ein bipolar schaltbarer
Elektromagnet in der Klemmvorrichtung (9). Dieser Magnet ist
in Fig. (2) skizziert. Dieser Magnet, der beispielsweise
unter der Bezeichnung PEM 1515 von der Firma Thoma
Magnettechnik in Donaueschingen bezogen werden kann, besitzt
ein topfförmiges Weicheisengehäuse (15), in das ein
Permanentmagnet (16) sowie der Flußführungskörper (17) für
den Elektromagneten (18) zentrisch eingesetzt sind.
Geschlossen wird der Magnetfluß durch einen beweglichen Anker
(19), der im geklemmten Zustand auf dem Rand des topfförmigen
Weicheisenteils (15) aufliegt. Der Anker (19) ist mittels
einer Schraube (21) an eine Biegefeder (20) angeschraubt, die
in der gezeichneten Stellung vorgespannt ist. Wird nun der
Elektromagnet (18) durch einen kurzen Stromimpuls bezüglich
seines Magnetfelds gegensinnig zum Permanentmagneten (16)
erregt, entspannt sich die Feder (20) und löst den Anker (19)
vom Weicheisenteil (15) in die gestrichelt gezeichnete
Stellung. Dort verbleibt die Biegefeder mit dem Anker (19)
auch ohne weitere Stromzufuhr.
Schaltet man hingegen durch einen weiteren Stromimpuls mit
entgegengesetzter Stromrichtung den Elektromagneten (18) mit
seinem Feld gleichsinnig zum Permanentmagneten (16), dann
verstärken sich die beiden Magnetfelder, der Luftspalt zum
Anker (19) wird überbrückt und der Anker (19) wird wieder
gegen den Weicheisentopf (15) gezogen, wo er auch ohne
weitere Stromzufuhr verbleibt.
Die Biegefeder (20) steht über den Anker (19) über und trägt
an ihrem vorderen Ende den Hammer (10), der wie beschrieben
durch kurze Stromimpulse wechselnder Stromrichtung zwischen
den beiden gezeichneten Stellungen hin und her schaltbar ist.
Er ist einer der wesentlichen Bestandteile der
Klemmvorrichtung (9), die in den Fig. 3 und 4 nochmals
detaillierter dargestellt ist. Die Klemmvorrichtung besitzt
u. a. einen bügelförmigen Halter (22), der mit vier Schrauben
am feststehenden Teil (2) bzw. dem Halteteil (8) des in Fig.
1 dargestellten Tastkopfes befestigt werden kann. In dem
bügelförmigen Halter sind der bipolare Elektromagnet (15)
eingesetzt sowie das als Amboß wirkende Teil (11) mit der
V-förmigen Nut (23). An der Halterung (22) ist außerdem die
Biegefeder (20) befestigt, an die der Anker (19) des Magneten
(15) angeschraubt ist. Diese Biegefeder (20) wirkt als
elastisch nachgiebiger Klemmhebel, der die Kugel (14) am
oberen Ende der Blattfeder (13) mittels des Hammers (10) in
die Nut (23) des Amboßteils (11) drückt. Bei übermäßiger auf
den Taststift (6) in Richtung des Pfeils (z) wirkender Kraft
gibt die Biegefeder (20) jedoch nach, so daß die Kugel (14)
auch im geklemmten Zustand aus der durch die V-förmige Nut
(23) gebildeten Raste ausweichen kann.
Eine genaue Justage des Permanentmagneten, der Biegefeder
(20), des Amboß′ (11) mit V-Lager (23) sowie der Kugel (14)
ist nicht erforderlich, da sich letztere auch bei kleineren
Abweichungen von der exakten Mittelstellung des beweglichen
Teils (3) des Tastkopfes selbstzentrierend klemmen läßt.
Allerdings ist es nicht erforderlich, daß die Teile (10,11
und 14) in der beschriebenen Weise ausgebildet werden müssen.
Beispielsweise kann statt der V-Nut (23) im Amboß (11) auch
eine entsprechend ausgerichtete Walze verwendet sein, gegen
die eine Doppelkugel am Teil (13) gedrückt wird. Wenn mehrere
Taststellungen gewünscht werden, kann die Blattfeder (13)
auch mehrere hinter bzw. übereinander angeordnete Kugeln
enthalten. Schließlich ist es auch möglich, die Blattfeder
(13) bei beliebigen Auslenkungen des beweglichen Teils (3)
des Tastkopfes zu klemmen, wenn die Blattfeder (13) und das
Amboßteil (11) mit entsprechend gegenüberliegenden, rauhen
Oberflächen ausgebildet werden.
Bei dem zweiten, modifizierten Ausführungsbeispiel nach Fig.
5 sind gleiche oder ähnliche Teile mit einer um 100 höheren
Bezugsziffer versehen verglichen mit dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1-4. Hier ist der bügelförmige Halter 122,
an dem der bipolar schaltbare Elektromagnet (118) befestigt
ist, um eine Achse (102) am feststehenden Teil des Tastkopfes
schwenkbar gelagert und wird von einer schwachen Zugfeder
(112) gegen einen Anschlag (108) am feststehenden Teil des
Tastkopfes gezogen. An der Halterung (122) ist außerdem
wieder eine Biegefeder (120) befestigt, mit der das Ankerteil
(119) für den bipolaren Magneten verbunden ist.
Ein Schenkel (122a) der Halterung (122) trägt an seinem Ende
eine Kugel (111). Außerdem trägt auch die elastische
Biegefeder (120) an ihrem Ende und zwar an der der Kugel
(111) gegenüberliegenden stelle eine zweite Kugel (110). Der
Schenkel (122a) mit der Kugel (111) und die Biegefeder (120)
mit der Kugel (110) umfassen zangenförmig einen Steg (113)
des beweglichen Teils (103) des Tastkopfs. In diesem Steg
(113) ist auf der Seite der Kugel (111) eine V-förmige Nut
(123) eingearbeitet, die wieder als Raste wirkt. In der
gezeichneten Stellung klemmen die beiden Kugeln (110) und
(111) den Steg (113). Hierbei bewegt sich der Schenkel (122a)
vom Anschlag (108) weg und rastet in die V-Nut (123) ein.
Auch in dem hier beschriebenen Beispiel ist die
Klemmvorrichtung in den beiden Richtungen senkrecht zur
Auslenkbewegung des beweglichen Teils (103) - die
Auslenkbewegung erfolgt senkrecht zur Papierebene -
kräftemäßig entkoppelt. Die Entkopplung in Richtung des
Pfeils (124) stellt die Schwenkachse (102) sicher und die
Entkopplung in der verbleibenden dritten Richtung erfolgt
durch die entsprechende Anordnung der V-förmigen Nut (123).
Wieder stellt die Biegefeder (120) sicher, daß die Klemmung
bei überschreiten einer definierten durch ihre Federkonstante
vorgegebenen Kraft nachgibt, d. h. die Kugel (111) aus der Nut
(123) ausrasten kann.
Im dritten Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind gleiche oder
ähnliche Teile mit im Vergleich zum Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 1-4 um 200 höheren Bezugsziffern versehen. Bei
dieser Klemmvorrichtung ist die Haltekraft der
Klemmvorrichtung einstellbar. Dazu ist bei sonst gleicher
Funktion wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 der bipolar
schaltbare Elektromagnet (118) durch einen Miniatur-Elek
tromotor (218) ersetzt, der eine Gewindespindel (216)
antreibt. Die Biegefeder (220) ist anstelle des Ankers (119)
aus Fig. 5 mit einer Mutter (219) verbunden, die auf der
Spindel (216) sitzt, und sichert diese gleichzeitig gegen
Mitdrehen. Bei entsprechender Betätigung des Motors (218)
kann der zangenförmige Griff der beiden Kugeln (211) und
(210) um den Steg (213) verringert oder verstärkt werden und
die Haltekraft, mit der die Kugel (211) in der V-förmigen Nut
(223) festsitzt, nach Belieben variiert, d. h. verkleinert
oder vergrößert werden.
Claims (13)
1. Tastkopf für Koordinatenmeßgeräte mit einer
Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils
(3; 103; 203) gegenüber dem relativ dazu feststehenden
Teil (2) des Tastkopfes, wobei das zu klemmende Teil an
dem feststehenden oder beweglichen Teil
(2/3; 102/103; 202/203) des Tastkopfes befestigt ist und
von zwei Teilen (10/11; 110/111; 210/211) der
Klemmvorrichtung zangenförmig umfaßt ist.
2. Tastkopf nach Anspruch 1, wobei die Klemmvorrichtung
bezüglich mindestens einer Richtung (24; 124; 224)
senkrecht zur Bewegungsrichtung des auslenkbaren
Tastkopfteils (3; 103; 203) kräftemäßig vom feststehenden
Teil (2; 102; 202) bzw. beweglichen Teil (3; 103; 203)
entkoppelt ist.
3. Tastkopf nach einem der Ansprüche 1-2, wobei die
Klemmvorrichtung mit einem in Bewegungsrichtung (z) des
auslenkbaren Tastkopfteils (3) starren, jedoch in
mindestens einer anderen Richtung (24) biegeweichen Teil
(13) zusammenwirkt, das den feststehenden Teil (2) mit
dem auslenkbaren Teil (3) des Tastkopfes im geklemmten
Zustand miteinander verbindet, und das biegeweiche Teil
(13) mit einem Ende an dem feststehenden oder
beweglichen Teil (2/3) des Tastkopfes befestigt ist und
mit seinem anderen Ende geklemmt wird.
4. Tastkopf nach einem der Ansprüche 1-2, wobei die
Halterung (122; 222) der Klemmvorrichtung schwenkbar
gelagert ist.
5. Tastkopf nach einem der Ansprüche 1-4, wobei die
Klemmvorrichtung zwischen zwei Zuständen, einen
entklemmten und einen geklemmten Zustand schaltbar ist
derart, daß sie in beiden Zuständen zwischen den
Schaltvorgängen keine Energie verbraucht.
6. Tastkopf nach einem der Ansprüche 1-5, wobei die
Klemmvorrichtung einen Elektromagneten (15-19; 115-119)
enthält, dessen Ankerplatte (19; 119) zwischen zwei
Stellungen schaltbar ist.
7. Tastkopf nach Anspruch 6, wobei der Elektromagnet
zusätzlich einen Permanentmagneten (16; 116) enthält.
8. Tastkopf nach Anspruch 6, wobei die Ankerplatte (19; 119)
des Elektromagneten mit einem Hammer (10; 110) verbunden
ist, der gegen das zu klemmende Teil (13; 113) drückt.
9. Tastkopf nach Anspruch 8, wobei das zu klemmende Teil
eine an einer Blattfeder (13) befestigte Kugel (14) ist,
die in eine V-förmigen Nut (11) gedrückt und dort vom
Hammer (10) im geklemmten Zustand festgehalten ist.
10. Tastkopf nach Anspruch 1, wobei die Klemmvorrichtung
nachgiebig ist und bei überschreiten einer definierten
Haltekraft das geklemmte Teil (14) freigibt.
11. Tastkopf nach Anspruch 8 und 10, wobei der Hammer
(10; 110) federelastisch an der Ankerplatte (19; 119)
befestigt ist.
12. Tastkopf nach Anspruch 10, wobei die Haltekraft der
Klemmvorrichtung einstellbar ist.
13. Verfahren zur Korrektur der Meßwerte eines
Koordinatenmeßgerätes, dessen Tastkopf eine
Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils (3)
gegenüber dem relativ dazu feststehenden Teil (2) des
Tastkopfes enthält, wobei die bei Betätigung der
Klemmvorrichtung auftretenden Verformungen des
Tastkopfes bzw. Verlagerungen des Taststiftträgers (5)
ermittelt und in Form von Korrekturwerten gespeichert
werden, mit denen die anschließend im geklemmten Zustand
gemessenen Koordinatenmeßwerte berichtigt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19623601A DE19623601B4 (de) | 1995-06-21 | 1996-06-13 | Tastkopf für Koordinatenmeßgeräte mit einer Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils des Tastkopfes |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19522469.8 | 1995-06-21 | ||
| DE19522469 | 1995-06-21 | ||
| DE19623601A DE19623601B4 (de) | 1995-06-21 | 1996-06-13 | Tastkopf für Koordinatenmeßgeräte mit einer Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils des Tastkopfes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19623601A1 true DE19623601A1 (de) | 1997-01-02 |
| DE19623601B4 DE19623601B4 (de) | 2007-09-06 |
Family
ID=7764855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19623601A Expired - Fee Related DE19623601B4 (de) | 1995-06-21 | 1996-06-13 | Tastkopf für Koordinatenmeßgeräte mit einer Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils des Tastkopfes |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19623601B4 (de) |
| GB (1) | GB2302589B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19826666A1 (de) * | 1998-06-16 | 1999-12-23 | Kuchenhart Friedrich Wilhelm | Vorrichtung zum Definieren einer bevorzugten Auslenkrichtung eines Tastorgans |
| DE10250813B4 (de) * | 2002-10-23 | 2014-02-06 | Carl Zeiss Industrielle Messtechnik Gmbh | Tastkopf für Koordinatenmessgerät |
| WO2014161568A1 (de) | 2013-04-02 | 2014-10-09 | Carl Zeiss Industrielle Messtechnik Gmbh | Verfahren zum bestimmen einer formkontur an einem messobjekt |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP3075981B2 (ja) * | 1996-04-05 | 2000-08-14 | 松下電器産業株式会社 | 形状測定装置 |
| US9726481B2 (en) | 2012-04-18 | 2017-08-08 | Renishaw Plc | Method of analogue measurement scanning on a machine tool |
| WO2013156769A1 (en) | 2012-04-18 | 2013-10-24 | Renishaw Plc | A method of measurement on a machine tool and corresponding machine tool apparatus |
| US9733060B2 (en) | 2012-04-18 | 2017-08-15 | Renishaw Plc | Method of finding a feature using a machine tool |
| CN109373878B (zh) * | 2018-11-30 | 2020-08-04 | 西安工业大学 | 一种三维解耦型扫描测头 |
| CN109932318B (zh) * | 2019-04-04 | 2021-05-04 | 深圳市金圣科技有限公司 | 一种磁铁浮动夹紧夹具及空调窗体检测设备 |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2242356C3 (de) * | 1972-08-29 | 1975-04-10 | Fa. Carl Zeiss, 7920 Heidenheim | Feinverstellbares Präzisionsgesperre |
| DE2242355C2 (de) * | 1972-08-29 | 1974-10-17 | Fa. Carl Zeiss, 7920 Heidenheim | Elektronischer Mehrkoordinatentaster |
| DD120706A1 (de) * | 1975-06-02 | 1976-06-20 | ||
| DE3348472C2 (de) * | 1983-06-03 | 1994-09-29 | Zeiss Carl Fa | Taststiftwechselhalter |
| DE3922297A1 (de) * | 1989-07-07 | 1991-01-17 | Zeiss Carl Fa | Elektromagnetische haltevorrichtung |
| DE4331655C3 (de) * | 1993-09-17 | 2000-11-09 | Leitz Mestechnik Gmbh | Tastkopf vom messenden Typ für Koordinatenmeßgeräte |
| DE4433917A1 (de) * | 1994-09-23 | 1996-03-28 | Zeiss Carl Fa | Verfahren zur Messung von Werkstücken mit einem handgeführten Koordinatenmeßgerät |
-
1996
- 1996-05-14 GB GB9610095A patent/GB2302589B/en not_active Expired - Fee Related
- 1996-06-13 DE DE19623601A patent/DE19623601B4/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19826666A1 (de) * | 1998-06-16 | 1999-12-23 | Kuchenhart Friedrich Wilhelm | Vorrichtung zum Definieren einer bevorzugten Auslenkrichtung eines Tastorgans |
| DE10250813B4 (de) * | 2002-10-23 | 2014-02-06 | Carl Zeiss Industrielle Messtechnik Gmbh | Tastkopf für Koordinatenmessgerät |
| WO2014161568A1 (de) | 2013-04-02 | 2014-10-09 | Carl Zeiss Industrielle Messtechnik Gmbh | Verfahren zum bestimmen einer formkontur an einem messobjekt |
| US10060737B2 (en) | 2013-04-02 | 2018-08-28 | Carl Zeiss Industrielle Messtechnik Gmbh | Method and machine for determining a shape contour on a measurement object |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19623601B4 (de) | 2007-09-06 |
| GB2302589B (en) | 1998-11-11 |
| GB2302589A (en) | 1997-01-22 |
| GB9610095D0 (en) | 1996-07-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0128464B1 (de) | Taststiftwechselhalter | |
| EP0332575B1 (de) | Taster zur Messwertbildung beim Antasten eines Werkstückes | |
| DE2724808B2 (de) | Antriebsvorrichtung für die Quervorschubbewegung des Werkzeugs an Einrichtungen zum Material abtragenden Bearbeiten von Drehteilen | |
| DE4023311A1 (de) | Verstellvorrichtung fuer mikrobewegungen | |
| EP0225984A2 (de) | Selbstzentrierende Lünette | |
| DE2242355B1 (de) | Elektronischer Mehrkoordinatentaster | |
| DE3417991A1 (de) | Tastkopf einer messmaschine | |
| DE3824549A1 (de) | Lagerung fuer tastkoepfe | |
| EP0006160B1 (de) | Einrichtung zur reproduzierbaren Zuordnung zweier mechanischer Elemente | |
| DE3725207A1 (de) | Tastkopf fuer koordinatenmessgeraete | |
| EP0374611A2 (de) | Tastkopf vom schaltenden Typ | |
| EP1348104B1 (de) | Tastkopf für ein koordinatenmessgerät | |
| DE19623601A1 (de) | Tastkopf für Koordinatenmeßgeräte mit einer Klemmvorrichtung zur Klemmung des auslenkbaren Teils des Tastkopfes | |
| EP0997801B1 (de) | Lineare Vorschubantrieb-Einrichtung für Bearbeitungswerkzeuge | |
| EP0163070B1 (de) | Zahnmesstaster | |
| DE4331655C2 (de) | Tastkopf vom messenden Typ für Koordinatenmeßgeräte | |
| AT512802A1 (de) | Positionsausgleichssystem in einem Transferzentrum zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken | |
| DE3738106C2 (de) | Vorrichtung für ein Härtemeßgerät | |
| DE1294144B (de) | Vorrichtung zum Einstellen eines beweglichen Maschinentisches | |
| DE3016782A1 (de) | Sonde zur messung von werkstuecken | |
| DE69601251T2 (de) | Tischvorrichtung für Werkzeugmaschinen | |
| DE19954369A1 (de) | Werkstückeinspannvorrichtung | |
| DE3137149A1 (de) | Luenette mit zwei oder mehreren auf ein einzuspannendes werkstueck einwirkenden haltegliedern | |
| WO1998021548A1 (de) | Messvorrichtung | |
| DE3219766A1 (de) | Messeinrichtung und verwendung derselben |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: CARL ZEISS INDUSTRIELLE MESSTECHNIK GMBH, 73447 OB |
|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |