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DE19619065A1 - Trokarhülse mit einem Ventil - Google Patents

Trokarhülse mit einem Ventil

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DE19619065A1
DE19619065A1 DE1996119065 DE19619065A DE19619065A1 DE 19619065 A1 DE19619065 A1 DE 19619065A1 DE 1996119065 DE1996119065 DE 1996119065 DE 19619065 A DE19619065 A DE 19619065A DE 19619065 A1 DE19619065 A1 DE 19619065A1
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Germany
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trocar
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seal
valve
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DE1996119065
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DE19619065C2 (de
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Norman Dr Schiff
Uwe Bacher
Frank Doll
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Karl Storz SE and Co KG
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Karl Storz SE and Co KG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3498Valves therefor, e.g. flapper valves, slide valves

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Trokarhülse, die im Trokarkopf ein den Trokarkanal verschließendes Ventil aufweist, das eine Dichtung und eine Ventilklappe auf­ weist, die schräg im Trokarkanal angeordnet ist.
Trokarhülsen dienen beispielsweise dazu, Operations­ instrumente in die Bauchhöhle eines Patienten einzu­ setzen. Hierzu wird in den Trokarkanal der Trokarhülse ein sogenannter Trokardorn eingeschoben, mit dessen Hilfe eine Öffnung in die Bauchdecke gestoßen wird, so daß sich das distale Ende der Hülse in der Körperhöhle, also beispielsweise in der Bauchhöhle befindet, während das proximale Ende der Trokarhülse außerhalb des Kör­ pers verbleibt. Anschließend wird der Trokardorn aus dem Trokarkanal entnommen, so daß in den Trokarkanal Instrumente, wie beispielsweise Endoskope, Zangen, Scheren oder dgl. eingeführt werden können, mit deren Hilfe der therapeutische oder diagnostische Eingriff vorgenommen wird.
Bei Trokarhülsen ist es seit langem - hierzu wird bei­ spielsweise auf das DE-GM 70 04 051 verwiesen - Stand der Technik, im Trokarkopf ein Ventil und insbesondere ein Klappventil vorzusehen, dessen Ventilklappe den Trokarkanal dann verschließt, wenn sich kein Instrument bzw. kein Trokardorn im Trokarkanal befindet. Hierdurch wird die Gefahr von Verunreinigungen und damit von Infektionen in der Körperhöhle verringert, in die die Trokarhülse eingesetzt ist.
Klappventile für Trokarhülsen sind in den verschieden­ sten Ausführungen bekannt: Beispielsweise sind Trokar­ hülsen auf dem Markt, bei denen die Ventilklappe im geschlossenen Zustand senkrecht zur Längsachse der Trokarhülse angeordnet ist. Weiterhin ist es - z. B. durch eine auf dem Markt befindliche Trokarhülse der Fa. Ethicon - bekannt, die Ventilklappe im geschlosse­ nen Zustand schräg im Trokarkanal anzuordnen.
Praktisch unabhängig von der Stellung der Ventilklappe im geschlossenen Zustand tritt jedoch bei den bekannten Trokarhülsen folgendes Problem auf:
Werden in den Trokarkanal dünne Instrumente, wie bei­ spielsweise Nadeln mit gebogener Spitze, eingesetzt, deren Durchmesser deutlich kleiner als der des Trokar­ kanals ist, so können diese Instrumente (Nadeln) bei der Entnahme die Dichtung des Ventils beschädigen.
Deshalb ist in der DE 39 23 243 C2 ein Mechanismus be­ schrieben, mit dem die Ventilklappe "aktiv", d. h. über einen externen Mechanismus und nicht über das in den Trokarkanal eingesetzte Instrument geöffnet und vor allem offen gehalten werden kann. Diese aktive Öffnung bedeutet aber andererseits, daß der Arzt bei der Ent­ nahme beispielsweise einer in den Trokarkanal einge­ setzten Nadel einen zusätzlichen Bedienungsvorgang, nämlich das Öffnen der Ventilklappe ausführen muß.
Ferner sind Einwegtrokare auf dem Markt, bei denen eine im Körper befindliche Nadel ohne aktive Betätigung der Ventilklappe aus dem Körper über den Trokar herausgezo­ gen werden kann. Bei den bekannten Einwegtrokaren wird jedoch des öfteren die Dichtung des Trokars beschädigt. Dies wird allerdings hingenommen, da der Einwegtrokar nach der Durchführung einer Operation sowieso nicht mehr eingesetzt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trokar­ hülse mit einem den Trokarkanal verschließenden Ventil anzugeben, bei der ein Instrument und insbesondere eine im Körper befindliche Nadel durch den Trokar ohne akti­ ve Öffnung der Ventilklappe entfernt werden kann, ohne daß die Trokardichtung beschädigt wird.
Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 angegeben. Weiterbildungen der Er­ findung sind Gegenstand der Ansprüche 2f.
Erfindungsgemäß wird zur Lösung der gestellten Aufgabe von einer Trokarhülse gemäß dem Oberbegriff des Patent­ anspruchs 1 ausgegangen, also von einer Trokarhülse mit einem Klappventil, dessen Ventilklappe im geschlossenen Zustand schräg im Trokarkanal angeordnet ist.
Anders als bei den bekannten gattungsgemäßen Trokarhül­ sen mit schräggestellter Ventilklappe ist bei der er­ findungsgemäßen Trokarhülse die Dichtung in die Ventil­ klappe des Klappventils eingesetzt und gegenüber der Oberfläche der Ventilklappe versenkt. Ferner ist das freie Ende der Ventilklappe zur proximalen Seite hin abgerundet.
Aufgrund dieser Ausführung kann beispielsweise eine in den Trokarkanal eingesetzte Nadel durch die "nur wenig geöffnete" Ventilklappe entnommen werden, ohne daß - auch ohne aktive Öffnung der Ventilklappe - die Dich­ tung des Ventils verletzt wird.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Ventils kann selbstverständlich auch bei Einweg-Trokaren eingesetzt werden, die erfindungsgemäße Ausbildung eignet sich jedoch besonders für "Mehrweg"-Trokare, da es bei die­ sen besonders wichtig ist, die Dichtung des Ventils nicht durch Entnahmevorgänge der Nadel zu beschädigen.
Bei der im Anspruch 2 angegebenen Weiterbildung ist im Trokarkopf eine schmale umlaufende Dichtkante vorge­ sehen, an der die in der Ventilklappe vorgesehene Dich­ tung anliegt. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß trotz der "versenkten Anordnung" der Dichtung ein die Dichtheit gewährleistender Sitz der Ventilklappe sichergestellt ist.
Im Anspruch 3 ist gekennzeichnet, daß in den Trokarkopf ein Rohrabschnitt eingesetzt ist, an dem die Ventil­ klappe anliegt und die eine umlaufende Fase mit gleich­ bleibendem Winkel (Anspruch 5) aufweist. Diese Aus­ bildung stellt insbesondere zusammen mit der im An­ spruch 6 angegebenen Ausbildung, gemäß der im Trokar­ kopf distalseitig von der Ventilklappe richtungsbestim­ mende Führungskanten vorgesehen sind, sicher, daß beim Zurückziehen einer beispielsweise an einem Faden be­ festigten Nadel die in der Ventilklappe versenkt ange­ ordnete Dichtung nicht beschädigt wird, da die Nadel auf einem "quasi vorbestimmten Weg" entnommen wird.
Darüberhinaus hat diese Ausbildung fertigungstechnische Vorteile; diese fertigungstechnischen Vorteile werden noch dadurch erhöht, daß die Dichtkante an dem Rohrab­ schnitt vorgesehen ist.
In den Ansprüchen 7 bis 9 ist eine besonders einfache Ausgestaltung der Ventilklappe mit versenkter Dichtung gekennzeichnet. Diese Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil, daß im Falle von Verschleiß der Dichtung die Dichtung leicht vom Anwender selbst ausgewechselt wer­ den kann.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungs­ beispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung exempla­ risch beschrieben, auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung aller im Text nicht näher erläuterten er­ findungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Trokarkopf einer erfindungsgemäß ausgebildeten Trokarhülse,
Fig. 2a und b auseinandergezogene Darstellungen in verschiedenen perspektivischen Ansichten des in Fig. 1 dargestellten Trokarkopfs.
In den Figuren ist (teilweise) der Trokarkopf einer erfindungsgemäß ausgebildeten Trokarhülse dargestellt. Der Trokarkopf 1 weist einen Trokarkanal 2 auf, in den ein Instrument, wie beispielsweise eine an einem Faden 3 befestige Nadel 4 mit einer Spitze 4′ eingesetzt werden kann.
Der Trokarkanal kann durch ein Klappventil verschlossen werden, das eine um eine Schwenkachse 5 schwenkbare Ventilklappe 6 aufweist. In der proximalen Seite der Ventilklappe 6 ist eine Ausnehmung vorgesehen, in die eine Dichtscheibe 7 aus einem elastischen Material, beispielsweise einem Gummi- oder Silikonmaterial, eingesetzt ist. Auf die Dichtscheibe 7 ist eine aus einem harten Material, beispielsweise einem Edelstahl gefertigte Scheibe 8 aufgesetzt. Die Scheibe 8 hat einen derartigen Durchmesser, daß nur ein schmaler ringförmiger Bereich der Dichtscheibe 7 frei zugänglich bleibt. Die Scheibe 8 ist an der Ventilklappe 6 über einen Zentrierbolzen 9 und eine Schraube 10 befestigt.
Erfindungsgemäß ist das freie Ende 6′ der Ventilklappe 6 zur proximalen Seite hin abgerundet. Ferner ist in den Trokarkopf ein Rohrabschnitt 11 eingesetzt, an dem die Ventilklappe 6 im geschlossenen Zustand anliegt, wobei sie schräg im Trokarkanal 2 steht. Der Rohrab­ schnitt 11 weist eine umlaufende Fase 12 mit gleich­ bleibendem Winkel auf, der zwischen 10° und 30° liegt. Ferner ist an ihm eine Dichtkante 13 vorgesehen, an der die Dichtung 7 anliegt.
Weiterhin weist der Trokarkopf 1 im Bereich der Ventil­ klappe 6 richtungsbestimmende Führungskanten 14 auf, die bei der Entnahme die Nadel in den Spalt zwischen Ventilklappe 6 und Rohrabschnitt 11 führen.
Durch diese Ausbildung kann die Nadel 4 ohne aktive Öffnung der Ventilklappe 6 entnommen werden, ohne daß sie die Dichtscheibe 7 beschädigt.
Vorstehend ist die Erfindung anhand eines Aus­ führungsbeispiels beschrieben worden. Innerhalb des allgemeinen, in den Ansprüchen niedergelegten Er­ findungsgedankens sind selbstverständlich die ver­ schiedensten Modifikationen möglich. Insbesondere ist es möglich, zusätzlich zu der erfindungsgemäßen Aus­ bildung eine aktive Öffnung der Ventilklappe vorzu­ sehen, wie sie beispielsweise in der DE 39 23 243 C2 beschrieben ist.

Claims (9)

1. Trokarhülse, die im Trokarkopf ein den Trokarkanal verschließendes Ventil aufweist, das eine Dichtung und eine Ventilklappe aufweist, die im geschlossenen Zustand schräg im Trokarkanal angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (7) in die Ventilklappe (6) eingesetzt und gegenüber dieser ver­ senkt ist, und daß das freie Ende (6′) der Ventilklappe zur proximalen Seite hin abgerundet ist.
2. Trokarhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Trokarkopf (1) eine schmale umlaufende Dichtkante (13) vorgesehen ist, an der die in der Ventilklappe vorgesehene Dichtung an­ liegt.
3. Trokarhülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Trokarkopf (1) ein Rohrabschnitt (11) eingesetzt ist, an dem die Ventil­ klappe anliegt, und der eine umlaufende Fase (12) mit gleichbleibendem Winkel aufweist.
4. Trokarhülse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtkante an dem Rohrabschnitt vorgesehen ist.
5. Trokarhülse nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen 10° und 30° liegt.
6. Trokarhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Trokarkopf (1) distal­ seitig von der Ventilklappe richtungsbestimmende Füh­ rungskanten (14) vorgesehen sind.
7. Trokarhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ventilklappe (6) eine Ausnehmung vorgesehen ist, in die eine Dichtungs­ scheibe (7) aus einem elastischen Material eingelegt ist, und
daß auf der Dichtungsscheibe (7) mittig eine weitere Scheibe (8) angeordnet ist, deren Durchmesser kleiner als der der Dichtungsscheibe ist, und die aus einem harten Material besteht.
8. Trokarhülse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Scheibe (8) aus Edelstahl besteht.
9. Trokarhülse nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Scheibe (8) eine abgerundete Umfangsfläche hat.
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