DE19613513A1 - Verfahren zum Eingrenzen, Erfassen und Absaugen von Dunst, Staub oder dergleichen sowie Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Eingrenzen, Erfassen und Absaugen von Dunst, Staub oder dergleichen sowie Einrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Eingrenzen, Erfassen und
Absaugen von Dunst, Staub, Dampf und dgl. fluiden Medien, die an Küchenherden,
Kochstellen und industriellen Arbeitsstellen auftreten. Die Erfindung kann jedoch in
weiterem Sinn auch für das Erfassen und Absaugen von anderen fluiden Medien, z. B.
Lösungen, Dispersionen oder Suspensionen angewendet werden. Im Besonderen betrifft
die Erfindung Dunstabzugshauben für den Einsatz in der Küchentechnik und in der
Reinraumtechnik.
Dämpfe, Stäube, Dunststoffe und dergl. stellen in der Regel Schmutzstoffe dar, die aus
einem fluiden Medium, insbesondere Luft, durch Absaugung über einen Filter, z. B.
Dunstabzugshauben, aus dem Medienstrom entfernt werden sollen. Diese Stoffe treten
häufig in sehr schnellen und turbulenten Strömungen auf. Eine reine Ansaugströmung ist
in der Regel ungeeignet zum Erfassen solcher Strömungen, da sie weder in bezug auf
Stärke, noch Struktur, noch Stabilität in der Lage ist, eine turbulente Strömung umzulen
ken und abzusaugen. Aus diesem Grunde wird der Absaug-Volumenstrom erheblich
größer gewählt als der Schmutzstoff-Volumenstrom, oder es wird ein großer Absaug
schirm verwendet, der über eine hohe Absaugleistung verfügt.
Aus der DE-PS 39 18 870 C2 ist ein Verfahren zum Verbessern des Ansaugströmungs
feldes einer Dunstabzugshaube bekannt. Ein nach unten gerichteter Freistrahl und ein zur
Absaugfläche gerichteter Wandstrahl erzeugen miteinander zusammenwirkend einen
Frontwirbel, dessen Strömungsfeld eine aerodynamische Wand um die Dunstabzugs
haube erzeugen soll.
Aus der DE 42 03 916 C1 ergibt sich ein Verfahren, die Blasströmung nach DE 39 18 870
so zu gestalten, daß sie mit höherer Eigenstabilität und helikal ausgebildet wird und den
Frontwirbel an den Seiten der Dunstabzugshaube weiterführt. Nachteilig bei beiden vor
genannten Methoden ist insbesondere der aufwendige Aufbau einer Doppelschlitzdüse
für die Erzeugung des Frontwirbels und des Wandstrahles sowie das Problem, den Front
wirbel an den Ecken von Dunstabzugshauben abzuleiten.
Aus DE 33 04 262 C2 ergibt sich eine Rezirkulationshaube, die um die Seiten einer
Dunstabzugshaube herum einen Luftvorhang ausbildet. Wie sich aus Schlierenaufnahmen
eines derartigen Luftvorhanges ergibt, wird hierbei keine scharfe Front erzeugt. Insbeson
dere eine derartige Rezirkulationshaube soll mit vorliegender Erfindung weiterentwickelt
und verbessert werden.
Aus der Meteorologie ist der Begriff der "Front" als eine Grenze zwischen unterschied
lichen Luftmassen bekannt. Eine Front ist ein stark konvergenter Strömungsbereich, an
dem extreme Gradienten, z. B. von Temperatur oder Feuchte, vorzugsweise in der Nähe
von Begrenzungsflächen, wie dem Boden oder einer Wand auftreten können. Eine
derartige Front wird auch im Falle vorliegender Erfindung als Strömungsbereich zwischen
dem Dunstabschnitt und dem Ausblasbereich der Abzugshaube erzeugt.
Aufgabe der Erfindung ist, das Ansaugströmungsfeld an einer Abzugshaube für Dämpfe,
Stäube und Dunststoffe so zu verbessern, daß Dunst, Dampf und/oder Staub und Umge
bungsluft voneinander getrennt werden und dabei eine Front entsteht.
Dies wird gemäß der Erfindung mit einem Verfahren nach dem Kennzeichen des Anspru
ches 1 sowie mit einer Abzugshaube mit den Merkmalen des Kennzeichens des Anspru
ches 6 erreicht. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteran
sprüche.
Hierzu wird ein im Bereich der Haubenvorderkante austretender Blasstrahl in eine zur
Ansaugfläche hin gerichtete Bewegung umgelenkt und in einen Wirbel oder eine
gekrümmte Scherströmung bzw. Scherschicht umgeformt. Ein Wirbel besteht im
Idealfall aus einem starr rotierenden Kern, der von einer Scherschicht oder Scherströ
mung umgeben ist. Ausschlaggebend für die Erzeugung einer Front ist, daß diese
Scherströmung ein die Front erzeugendes, konvergentes Strömungsfeld aufbauen
kann, wenn die Strömung auf eine Wand oder auf eine Gegenströmung auftrifft. Mit der
Erfindung werden sowohl Frontwirbel als auch Wirbel- bzw. Scherströmungen erzeugt,
und Einrichtungen vorgeschlagen, die eine auf der Unterseite der Abzugshaube ausgebil
dete Front stabiler und wirksamer aufbauen und desweiteren helikale Ansaugströmungen
erzeugen.
Die Umlenkung eines Strahls zur Erzielung einer gekrümmten Wirbel- bzw. Scherströ
mung wird gemäß vorliegender Erfindung auf unterschiedliche Weise erreicht.
- 1. Eine direkte Saugwirkung wirkt auf einen Strahl ein. Der Strahl wird an der Hauben vorderkante in den Bereich unterhalb der Haube ausgeblasen und durch eine tiefer im inneren Randbereich der Haube ausgebildete Spaltabsaugung zur Haubenunterseite umgelenkt. Dabei hängt die optimale Orientierung des Strahles von der Stärke und dem Abstand der Randabsaugung vom Blasschlitz ab. Zweckmäßigerweise ist der Strahl im Winkel von ± 30° zur Vertikalen orientiert, um eine einwandfreie Erzeugung eines Frontwirbels und einer Front zu erzielen. Die Öffnung des Ansaug schlitzes ist zur Haubenmitte hin vorgesehen. Austrittsöffnung und Ansaugöffnung sind in der einfachsten Ausführungsform durch eine gerade Fläche voneinander getrennt, wobei der Abstand sich nach dem Krümmungsradius richtet. Die Ansaug geschwindigkeit liegt in der Größenordnung der Ausblasgeschwindigkeit und beträgt z. B. 3-5 m/sec. Dem Ansaugschlitz kann eine Mulde vorgelagert sein, die als Auf fangmulde und als Umlenkvorrichtung für den angesaugten Freistrahl und die von diesem Freistrahl mitgerissenen Dunstelemente dient.
- 2. Die Strahlumlenkung wird durch Wirkung des Coandaeffektes auf einen Wandstrahl
über einer gekrümmten Oberfläche bzw. durch schräges Ausblasen über eine ebene
Fläche erzielt. Die auf einen Freistrahl einwirkende krümmende Saugwirkung kann
auch vom Freistrahl selbst erzeugt werden, indem das Ausblasen über eine gekrümm
te Oberfläche erfolgt. Ein solcher Strahl haftet auf der gekrümmten Oberfläche an und
wird bis zu 240° umgelenkt. Dieser Effekt ist als Coandaeffekt bekannt und erzeugt
eine Wirbelströmung bzw. Scherströmung. Die gekrümmte Oberfläche übernimmt
dabei teilweise oder ganz die Funktion eines Wirbelkernes. Wenn in der Krümmung
eine Abrißkante vorgesehen wird, kann an dieser Abrißkante ein Wirbel erzeugt
werden. Über ein Kreisprofil oder ein Teilkreisprofil in horizontaler Richtung wird der
Strahl nach außen gerichtet und erzeugt dort eine Strömung, die auf der Hauben
unterseite gegen das Haubeninnere gerichtet ist. Damit ein solcher Wandstrahl an
einer gekrümmten Oberfläche besser haftet, kann eine Grenzschichtabsaugung in den
Ablösebereichen der Strömung von der Oberfläche vorgesehen werden.
Eine weitere Möglichkeit, einem Strahl einen krummlinigen Verlauf zu geben, besteht darin, ihn in einem Winkel α zur Austrittsrichtung auf eine schräggestellte Platte, ein entsprechend geneigtes Profil oder eine Krümmung auszublasen, wenn der Strahl sich in einem Winkel von 0 < α < 50° an die Platte anlegt. Dies ist im Falle einer ange strömten Platte für den angegebenen Winkelbereich möglich. Das Anlegen des Strahls erfolgt in einem Abstand von 5-30% der Dicke des Ausblasschlitzes hinter dem Schlitz in einem Winkel von 25° < α < 30°.
Eine andere Möglichkeit der Strahlumlenkung besteht darin, daß das Ausblasen auf eine gerade Oberfläche in tangentialer Richtung erfolgt, d. h., daß α = 0° und der Strahl ein Wandstrahl ist. An diese gerade Oberfläche schließt eine Krümmung oder ein Profil an, um eine entsprechende Strömung zu erzeugen. Wird z. B. ein halb kreisförmiges, kreissegmentförmiges, profiliertes oder in sonstiger Weise gekrümmtes Stück zwischen den vertikalen Blasstrahl und den horizontalen Wandstrahl einer Düse nach DE 39 18 870 C2 eingesetzt, wird damit auch die Wirkung des erfindungsge mäßen Verfahrens verbessert, da der Kern des erzeugten Frontwirbels nicht oder nur zum Teil aufgebaut werden muß. Deshalb kann ein größerer Anteil des Strahles in eine eine Front erzeugende Wirbelströmung umgesetzt werden. - 3. Eine andere Möglichkeit der Strahlumlenkung ergibt sich dadurch, daß ein an der Haubenvorderkante austretender Freistrahl so gegen ein Profil gerichtet wird, daß der Strahl in Richtung zur Haubenunterseite und zum Haubeninneren umgelenkt wird, wodurch eine gekrümmte Wirbel- oder Scherströmung erzeugt wird. Diese Strahlumlenkung zur Haubenunterseite entspricht der Wirkung eines Flugzeug vorflügels, der bei hohen Anstellwinkeln die Anströmung zum Tragflügelprofil hin lenkt.
- 4. Eine vierte Möglichkeit der Strahlumlenkung besteht darin, daß die Erzeugung eines Frontwirbels oder einer frontwirbelartigen Strömung nach den vorstehenden Möglich keiten 2. und 3. wahlweise mit einer Randabsaugung nach 1. kombiniert wird, wobei in diesem Fall auf eine Flächenabsaugung verzichtet werden kann.
Werden mehrere Gebläse für eine Dunstabzugshaube verwendet, können entweder alle
Gebläse im Absaugbetrieb verwendet und ein Teil der Absaugluft für den Strahl abge
zweigt werden, oder aber es werden getrennte Gebläse für die Absaugung oder Gebläse
für das Ausblasen eingesetzt. Erstere Methode ist bei der Verwendung eines einzigen
Gebläses von selbst gegeben, wobei hier im Abluftbetrieb der Nachteil besteht, daß die
Luftmenge für den Strahl vom Leitungswiderstand der Abluftleitung abhängt. In diesem
Fall sollte das Verhältnis von Strahlvolumenstrom zu Abluftvolumenstrom je nach der
benutzten Abluftleitung durch Drosseln im Abluftkanal und im Blasluftkanal eingestellt
werden, so daß sich diese Methode für Hauben im Umluftbetrieb anbietet, wobei die
angesaugte Luft in den Blasstrahl und in den Umluftstrom aufgeteilt wird; die Umluft kann
dabei ähnlich wie bei normalen Umlufthauben in den Bereich oberhalb der Haube
ausgeblasen werden.
Im zweitgenannten Fall können Drosseln entfallen, weil zwischen Absauggebläse und
Gebläse für die Strahl- und Fronterzeugung, das als Wirbelgebläse bezeichnet wird, unter
schieden wird. Ein Wirbelgebläse saugt ab, bläst aber durch den Ausblasschlitz wieder
aus. Der entsprechende Volumenstrom ist gerätespezifisch. Ein Wirbelgebläse kann so
wohl über einen Flächenfilter als auch über die Randabsaugung oder aus der Umgebung
oberhalb der Haube absaugen, und ein Absauggebläse kann über beide Absaugungen
betrieben werden.
Das Ansaugströmungsfeld kann durch entsprechende konstruktive Ausgestaltungen ver
bessert werden. Eine Möglichkeit besteht in der Homogenisierung der Strömung. Ist die
Haubengrundform kreissegmentförmig, ellipsoidsegmentförmig oder hat eine anders ge
staltete, gekrümmte Form, ist der Frontwirbel durchgehend und wird nicht durch Ecken
oder scharfe Kanten gestört, die nur an den Wandanschlüssen der Abzugshaube vorhan
den sind. Eine ringförmig geschlossene Grundform ohne seitliche Begrenzung und Stö
rung des Frontwirbels ist besonders für Insel-Dunstabzugshauben geeignet. Dies gilt
grundsätzlich für alle Absaugverfahren, die mit einer Wirbelströmung oder einem Front
wirbel zur Erzeugung einer Front längs der Haubenvorderkante arbeiten, also auch für
Abzugshauben auf der Grundlage der DE 39 18 870.
Bei eckigen bzw. rechteckförmigen Abzugshauben mit Randabsaugung ist es zweck
mäßig, die Ansaugströmung teilweise zu unterbrechen, um U-wirbelförmige Absaug
zellen zu erhalten und die Frontlänge zu vergrößern. Die Breite dieser Unterbrechungen
liegt in der Größenordnung des zwei- bis zwanzigfachen der Dicke des Ansaugschlitzes,
während die Länge der Ansaugöffnungen in der Größenordnung vom zwei- bis dreißig-
fachen der Dicke des Ansaugschlitzes liegt. Die Länge der Unterbrechungen und Öffnun
gen entlang der Absaugkante kann entweder durchgehend gleich groß oder auch unter
schiedlich sein.
Bei Dunstabzugshauben und ähnlichen Absaughauben ohne Randabsaugung kann die auf
die Filterfläche gerichtete Strömung durch zungen- oder wellenförmige Ausbildungen der
Ansaugfläche strukturiert sein. An den Stellen, an denen eine Zunge näher am Hauben
rand positioniert ist, entsteht ein Konvergenzbereich, während an den Stellen, an denen
eine Lücke zwischen zwei benachbarten Zungen vorhanden ist, an der Haubenunterseite
ein Divergenzbereich entsteht. Jeder Zunge ist ein Längswirbelpaar zugeordnet, das aus
den benachbarten Lücken an der Haubenunterseite zur Zunge und Absaugung hin dreht.
Wird bei einer eine Front erzeugenden Abzugshaube eine Blasströmung verwendet, kann
diese durch eine zusätzliche Wellung des Haubenrandes und des Ausblasschlitzes ge
formt werden. Dies geschieht in der Weise, daß die Strömung bei der Umlenkung an der
Haubenvorderseite jeweils eine Komponente zur Mittellinie der Ausbuchtung erhält. Die
Ausbuchtungen bzw. Wellenberge sind Konvergenzbereiche, die Wellentäler Divergenz
bereiche unterhalb der Haube. Dadurch ergeben sich Längswirbel in der Strömung.
Bei einer speziellen Ausführungsform einer Dunstabzugshaube nach der Erfindung mit
Coandaeffekt und rechteckförmiger Haubengrundfläche hat es sich als zweckmäßig
herausgestellt, die Ausblasöffnung von der Haubenvorderkante weg nach innen (zur
Haubenmitte zu) zu versetzen, um die Ansaugwirkung des Strahles unter dem Vorbau auf
den vorderen Halbraum unterhalb der Abzugshaube zu begrenzen. Im Vergleich zu einer
Ausblasöffnung direkt an der Haubenvorderkante wird dadurch die Ansaugwirkung des
Strahls verstärkt. Der Abstand hierfür beträgt bei einer speziellen Ausführungsform z. B.
50 mm. In der Regel ist es ausreichend, nur an der Vorderseite der Haube auszublasen,
wobei der Ausblasschlitz z. B. 4-5 mm, die Ausblasgeschwindigkeit z. B. 2-3 m/sec und
der Rohrdurchmesser z. B. 38 mm beträgt. An den seitlichen Begrenzungen des überbla
senen Rohres bilden sich dabei Längswirbel aus, die das Entweichen des Dunstes an den
seitlichen Rändern der Abzugshaube unterdrücken. Damit eine einwandfreie und gute
Auswirkung dieser Längswirbel erreicht wird, sollen diese ebenfalls unter einer Abschir
mung angeordnet sein. Das Ende des Ausblasschlitzes und des Rohres muß deshalb auch
von den seitlichen Rändern um etwa 50 mm beabstandet sein. Beim Umluftbetrieb ist es
zweckmäßig, den Teil der Umluft, der nicht über die Krümmung ausgeblasen wird, mög
lichst langsam und großflächig austreten zu lassen. Diese Austrittsstelle ist möglichst weit
entfernt von der Haubenvorderseite vorzusehen, da diese Strömung ebenfalls eine Sog
wirkung auf den Dampf ausüben kann, wodurch der Haubenbetrieb entscheidend
verschlechtert wird.
Nach einer weiteren speziellen Ausführungsform der Erfindung ist die Abzugshaube so
ausgebildet, daß zwei oder mehr Blasstrahlen mit jeweils einer eine gekrümmte Scher
strömung erzeugenden Vorrichtung vorgesehen sind, die parallel zueinander arbeiten,
wobei ein Blasstrahl im Inneren der Abzugshaube in zwei getrennte Strahlen aufgeteilt
wird, die sich am Haubenrand in ihrem seitlichen Krümmungsbereich überlappen, derart,
daß die äußere gekrümmte Wand kürzer ist als die innere gekrümmte Wand, so daß zwei
voneinander beabstandete Scherströmungen erzielt werden.
Eine spezielle Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Coandawirbelhaube, bei der
die Ausblasöffnung von der Haubenvorderkante nach hinten verlegt bzw. beabstandet ist.
Hierdurch wird erreicht, daß die Ansaugwirkung des Strahles unter dem Vorbau auf den
Halbraum begrenzt wird, und daß im Vergleich zu einer Ausblasöffnung direkt an der
Haubenvorderkante die Ansaugwirkung des Strahles verstärkt wird. Hierbei ist es ausrei
chend, nur an der Vorderseite der Haube auszublasen. Dabei bilden sich an den seitli
chen Begrenzungen des überblasenen Rohres Längswirbel, die ein Entweichen des
Dunstes an den Seitenrändern der Haube verhindern - bei vergleichbaren bekannten
Anordnungen wurden diese Längswirbel durch spezielle Umlenkvorrichtungen erzeugt.
Für eine gute Ausbildung dieser Längswirbel ist entscheidend, daß diese unterhalb einer
Abschirmung ausgebildet werden. Das Ende des Ausblasschlitzes und des Rohres muß
deshalb auch von den Seitenrändern beabstandet vorgesehen sein. Bei Umluftbetrieb ist
es zweckmäßig, den Teil der Umluft, der nicht über die Krümmung ausgeblasen wird,
möglichst langsam und großflächig austreten zu lassen. Die Austrittsstelle soll dabei
möglichst weit von der Haubenvorderkante beabstandet sein, da diese Strömung ebenfalls
eine Sogwirkung auf den Dunst bzw. Dampf ausüben kann, was die Funktion der Haube
verschlechtern würde.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand von
Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung der Erzeugung einer Front durch Frontwirbel,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung der Erzeugung einer Front durch eine Wirbel- bzw.
Scherströmung,
Fig. 3 eine Prinzipdarstellung einer Haubenvorderseite mit Blasstrahl und
Randabsaugung,
Fig. 4 eine Prinzipdarstellung einer Abzugshaube mit Blasstrahl, Randabsaugung,
Absaugmulde und Flächenabsaugung,
Fig. 5 eine Prinzipdarstellung einer Haubenvorderseite mit gekrümmter Blasstrahlführung
und mit Grenzschichtabsaugung,
Fig. 6 eine Prinzipdarstellung einer Haubenvorderseite mit schräger Blasstrahlführung
und mit Abrißkante,
Fig. 7 eine Prinzipdarstellung einer Haubenvorderseite mit Blasstrahlführung über eine
vertikale und anschließende gekrümmte Fläche,
Fig. 8 eine Prinzipdarstellung einer Dunstabzugshaube mit gekrümmter Blasstrahl
führung, mit Absaugmulde, mit Randabsaugung und Absaugringkanal,
Fig. 8a eine Aufsicht auf die Darstellung nach Fig. 8 längs der Schnittlinie A-A,
Fig. 9 eine Haubenanordnung mit gemeinsamem Ansaugraum für Wirbelgebläse und
Absauggebläse mit Freistrahlabsaugung über einen Profilkörper,
Fig. 10a, 10b und 10c eine halbkreisförmige, eine kreisförmige und eine
halbellipsenförmige Grundform einer Dunstabzugshaube mit jeweils
umgebender Front,
Fig. 11 eine Dunstabzugshaube mit Randabsaugung und Unterbrechungen im
Ansaugspalt,
Fig. 11a eine Aufsicht auf die Darstellung nach Fig. 11,
Fig. 12 eine zungenförmige Absaugfläche zur Ausbildung von Konvergenz- und
Divergenzbereichen,
Fig. 13 eine Darstellung der Haubenvorderkante und des Ausblasschlitzes mit Wellung
im Seitenschnitt,
Fig. 13a die Darstellung der Fig. 13 in einer Ansicht von unten,
Fig. 14 eine schematische Darstellung einer Dunstabzugshaube mit Coandaeffekt in
seitlicher Schnittdarstellung,
Fig. 15 eine Dunstabzugshaube mit Coandaeffekt in Schnittansicht von vorne, und
Fig. 16 eine schematische Darstellung eines Haubenvorderrandes mit Doppelblasstrahl
in seitlicher Schnittansicht.
Nach Fig. 1 wird eine Front 1 um eine Dunstabzugshaube, deren Unterseite mit 8
bezeichnet ist, durch einen Frontwirbel 2 erzeugt, während in Fig. 2 die Front 1 durch
eine gekrümmte Scher- bzw. Wirbelströmung 3 erzeugt wird. Die Fig. 1 und 2 zeigen den
Unterschied in einer Dunstabzugshaubenanordnung zwischen einem Frontwirbel 2 und
einer gekrümmten Scher- bzw. Wirbelströmung 3, wie sie beim Umströmen einer
gekrümmten Fläche 4 auftritt. Die schematischen Strömungsprofile 5 (Fig. 1) und 6 (Fig.
2) zeigen, daß der Kern 48 des Frontwirbels 2 starr rotiert und sich nach außen hin eine
Scherschicht 7 anschließt, und daß beim Umströmen einer Krümmungsfläche 4, die im
Falle der Fig. 2 ein Kreisprofil mit dem gleichen Radius wie der Kern 48 des Frontwirbels
2 hat, eine Grenzschicht 49 auftritt, an die von der umströmten Wand weg eine Scher
schicht 7 anschließt. Die beiden Strömungsbereiche 7 und 49 sind in Fig. 2 durch eine
gestrichelte Linie getrennt. Die Scherschichten 7 entsprechen sich in ihrer Wirkung. Im
Zusammenwirken mit der Haubenunterseite 8 entsteht dabei eine eine Front 1 erzeu
gende konvergente Strömung. Die Front 1 ist dynamisch, sie wird durch eine Wirbel
bzw. Scherströmung hervorgerufen.
Bei einer Abzugshaube nach Fig. 3 ist die Erzeugung eines Frontwirbels 2 und einer Front
1 mit Hilfe einer Randabsaugung durch den Ansaugschlitz 10 dargestellt. Der Frontwirbel
2 wird dabei durch Umlenken eines an der Haubenvorderseite 1 3 austretenden Freistrahls
9 erzeugt. Das Profil 12 zeigt, daß die Ansaugströmung 11 vor dem Ansaugschlitz 10 in
die Scherschicht 7 des Frontwirbels 2 übergeht.
Fig. 4 zeigt eine Dunstabzugshaube mit einer Haubenvorderseite entsprechend Fig. 3,
jedoch mit einer zusätzlichen Absaugmulde 50 und einer Absaugung durch einen Flä
chenfilter 25. Der Dampf, Dunst oder dgl. wird dabei entweder durch den Ansaugschlitz
10 der Randabsaugung erfaßt und durch den Randfilter 51 abgesaugt, oder am Haubenbo
den zurückgedrängt und durch einen Flächenfilter 25 abgesaugt. Mit 60 ist die Blasluft
strömung gestrichelt angedeutet, mit 26 die austretende Umluft. 27 bezeichnet den Aus
blasschlitz, durch den die Blasluft 60 die Haube verläßt. Bei einer Dunstabzugshaube mit
einem Gebläuse 52 bzw. mehreren Gebläsen, von denen die Blasluft abgezweigt wird,
kann im Abluftbetrieb der notwendige Blasvolumenstrom mit Hilfe von Drosseln 32, 33
in der Abluftleitung 54 und im Blaskanal 15 eingestellt werden. Wird eine derartige Ab
zugshaube nur für Umluftbetrieb verwendet, können einstellbare Drosseln 32, 33 ent
fallen. Die über den Filter 25 angesaugte Luft tritt entweder als Umluft 26 durch einen
oder mehrere Schlitze 58, oder als Blasluft 60 durch den Ausblasschlitz 27 aus. Durch
entsprechende Dimensionierung der Schlitze 58 und 27 wird das Verhältnis von Umluft
60 zu Blasluft 26 bestimmt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 strömt die Blasluft 15 aus dem Ausblaskanal längs
einer gekrümmten Oberfläche 14 in Form einer Randabsaugung und bildet die Front 1.
Die gekrümmte Oberfläche 14 weist Öffnungen 16 auf, die durch Grenzschichtabsau
gung das Haften des Strahles verbessern, damit unter dem Einfluß destabilisierender
Dunstströmungen größere Umlenkungen möglich werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 erfolgt das Ausblasen der Blasluft aus dem Blasluft
kanal 15 über eine schräggestellte Platte 17 unter dem Winkel α zur Ausblasrichtung. Die
dabei erzeugte gekrümmte Scher- bzw. Wirbelströmung ist mit 3 angedeutet. Hierbei ist
eine Abrißkante 18 vorgesehen, die einen Ablösewirbel 19 erzeugt, der auf die Front 1
einwirkt.
Eine Variante der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 ist in Fig. 7 dargestellt. Hier tritt
die Blasluft über eine ebene Fläche 53 als Wandstrahl 20 mit einem Winkel von α = 0°
aus dem Blasluftkanal aus und strömt um eine daran anschließende Krümmungsfläche 4,
wobei eine gekrümmte Scher- bzw. Wirbelströmung 3 entsteht, die gegen die Front 1 ge
richtet ist.
Eine weitere Variante einer Dunstabzugshaube nach der Erfindung ergibt sich aus der Fig.
8, bei der eine Flächenabsaugung und eine Randabsaugung mit einer Ausblasung über
eine Krümmung oder Anblasung eines Profils kombiniert werden. Ein Absauggebläse 23
saugt durch einen Ringkanal 22 mit Ansaugschlitz 10 über einen Randfilter 51 Luft aus
dem Dunstbereich an. Ein weiteres Gebläse 24 saugt über einen Flächenfilter 25 im Zen
trum der Haube Luft aus dem Dunstbereich an und bläst diese Luft durch den Blaskanal
15 zum Ausblasschlitz 27. Eine derartige Ausführungsform einer Dunstabzugshaube ist
besonders geeignet für das Absaugen von ölhaltigen Dämpfen - das Öl kann sich in der
Auffangrinne 28 niederschlagen. Die Gebläse 23 und 24 weisen getrennte Absaugräume
29, den Raum zwischen Wirbelgehäuse 24 und Filter 25, und den Ringkanal 22 auf. Wie
in Fig. 8a durch Schnitt A-A gezeigt, hat diese Dunstabzugshaube etwa halbkreisförmige
Gestalt.
Bei einer Dunstabzugshaube nach Fig. 9 wird eine gekrümmte Wirbelströmung 3 dadurch
erzeugt, daß die Blasluft über ein Profil 21, z. B. ein Tragflächenprofil, und gegen eine
Front gerichtet wird, die den Dunstbereich auf der anderen Seite begrenzt und über ein
Flächenfilter 25 ansaugt. Wirbelgebläse 24 und Absauggebläse 23 werden aus einem
gemeinsamen Saugraum 30 gespeist. Sind separate Wirbelgebläse vorgesehen, wie dies
bei der Ausführungsform nach Fig. 9 der Fall ist, ist der Blasvolumenstrom unabhängig
vom Strömungswiderstand der dem Anschluß 54 folgenden Abluftleitung.
Bei den Grundformen von Dunstabzugshauben nach Fig. 10a, Fig. 10b und Fig. 10c
handelt es sich um eine halbkreisförmige Haube 34, eine kreisförmige Haube 35 und
eine halbellipsenförmige Haube 36, die jeweils eine Front erzeugen können, deren
schematische Form mit 1 bezeichnet ist. Eine Dunstabzugshaube, wie sie in Fig. 8
dargestellt ist, zeigen die Fig. 11 und 11a, wobei in Fig. 11 eine rechteckförmige Haube
dargestellt ist, die Unterbrechungen 38 des Ansaugschlitzes 10 der Randabsaugung
aufweist.
Die Darstellung nach Fig. 12 zeigt einen Flächenfilter 25, der Zungen oder Wellenberge
40, die eine Konvergenz 41 der Ansaugströmung ergeben, sowie dazwischen angeord
nete Vertiefungen oder Wellentäler 55 aufweisen, die eine Divergenz 42 der Ansaug
strömung ergeben.
Den Verlauf der Strömung aufgrund von Wellungen einer gekrümmten Haubenvorder
seite 13 ist in Fig. 13 und Fig. 13a dargestellt. Letztere zeigt die Unterseite einer Haube,
während Fig. 13 einen vertikalen Schnitt der Haubenvorderseite 13 und des Blasluftkanals
15 zeigt. Die durch den Blasluftkanal 15 strömende Ausblasströmung 47 wird in der Um
lenkung 43 des Wellenberges 57 der Haubenvorderseite 13 reflektiert und zu den Mittel
linien 44 der Wellentäler hin gerichtet, so daß entlang dieser Linie unter der Haube eine
Konvergenz 41 entsteht. In den Mittenlinien 45 der Wellentäler 56 entsteht eine Diver
genz 42. Die erzeugten helikalen Längswirbel 46 unterhalb der Haube sind auf der Ver
längerung der Mittellinien der Wellenberge schematisch dargestellt.
Die Ausführungsform nach den Fig. 14 und 15 betrifft eine Dunstabzugshaube mit
Coandaeffekt, die einen rechteckförmigen Querschnitt hat und die in Fig. 14 als
Umlufthaube ausgebildet ist. Die Haube 61 ist an der Haubenvorderseite 62, die
Auslaßöffnung für die Blasluft am Haubenboden 64 im Abstand zur Vorderkante bzw.
nach hinten versetzt in einem Abstand von z. B. 50 mm angeordnet. Der Ausblasspalt 63
hat eine Schlitzbreite von etwa 4-5 mm und ist nach hinten durch ein überblasenes Rohr
65 begrenzt, das bei einer speziellen Ausführungsform einen Rohrdurchmesser von 38
mm aufweist. Die Ausblasgeschwindigkeit der Blasluft beträgt bei dieser Ausführungsform
2-3 m/sec. Durch Verlegen des Ausblasspaltes 63 nach hinten im Abstand zur Vorder
kante der Haube wird die Ansaugwirkung des Strahles unter dem Vorbau auf den Halb
raum begrenzt und dadurch die Ansaugwirkung des Strahles im Vergleich zu einer Aus
blasöffnung direkt an der Haubenvorderkante verstärkt. Mit 66 ist in Fig. 14 der Austritt
der Umluft angedeutet. An den seitlichen Begrenzungen des überblasenen Rohres 65
werden Längswirbel 67, 68 erzeugt, die ein Ausweichen des Dunstes an den Haubensei
tenrändern unterdrücken. Für eine einwandfreie Ausbildung dieser Längswirbel ist
wesentlich, daß sich die Längswirbel unterhalb einer Abschirmung 69, 70 befinden. Das
Ende des Ausblasschlitzes 63 und des Rohres 65 muß deshalb auch von den seitlichen
Rändern beabstandet sein, wie in Fig. 15 dargestellt.
Die in Fig. 16 schematisch dargestellte Doppelstrahl-Abzugshaube weist zwei
voneinander getrennte Ausblaskanäle 71, 72 auf, die Blasstrahlen 73, 74 nach abwärts
und nach innen richten und eine gekrümmte Scher- bzw. Wirbelströmung erzeugen. Die
beiden Austrittsstellen der Ausblaskanäle sind voneinander in ihrer Höhe beabstandet
bzw. versetzt angeordnet.
Claims (23)
1. Verfahren zum Eingrenzen, Erfassen und Absaugen von Dunst, Staub oder dergl. mit
Hilfe von Absaugeinrichtungen, vorzugsweise Dunstabzugshauben, bei dem der
Dunst oder Staub von einem Ansauggebläse durch eine Filtervorrichtung über Luft
kanäle angesaugt wird und im vorderen unteren Haubenbereich eine dem aufstei
genden Dunst entgegenwirkende Luftströmung erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Haubenvorderkante der ausgeblasene
Strahl in eine Scherströmung umgelenkt wird, derart, daß durch Zusammenwirken
mit der Haubenunterkante eine den Dunst abschirmende Front entsteht und eine den
Dunst an die Ansaugstellen transportierende Wirbelströmung erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Gebläseluft über eine
Formfläche tangential oder schräg in den Dunstraum ausgeblasen wird, derart, daß
unterhalb des Haubenbodens eine umgelenkte Scher- bzw. Wirbelströmung und eine
den Dunst eingrenzende Front, sowie eine den Dunst an die Absaugflächen
transportierende Wirbelströmung erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine profilierte
(gerade oder gekrümmte) Profilfläche durch einen Freistrahl aus der Haube angebla
sen und umgelenkt wird, derart, daß eine den Dunst unterhalb der Haube eingren
zende Front und eine den Dunst erfassende und den Absaugflächen zuführende
Wirbelströmung entsteht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die umge
lenkte Scher- bzw. Wirbelströmung bzw. der umgelenkte Freistrahl mit einer Rand
absaugung kombiniert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der
Haube austretende Blasluft zwischen einem etwa vertikalen Freistrahl und einem
etwa horizontalen Wandstrahl über eine profilierte, gekrümmte oder ebene Fläche
geführt wird.
6. Dunstabzugshaube zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1-5, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Haubenende eine Vorrichtung zum
Umlenken des aus der Haube austretenden Blasluftstromes vorgesehen ist, die eine
Scher- bzw. Wirbelströmung erzeugt, daß die Umlenkung so erfolgt, daß eine den
Dunst an die Ansaugstellen bewegende Wirbelströmung entsteht, und daß durch
Umlenken der Scher- bzw. Wirbelströmung aufgrund des Zusammenwirkens mit dem
Haubenboden eine den Dunstbereich abschirmende Front gebildet wird.
7. Dunstabzugshaube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung
einer Front am Blasluftaustritt auf der dem Dunstbereich zugeordneten Seite der
Haube eine gekrümmte oder ebene Fläche vorgesehen ist, die den nach unten aus
tretenden Blasluftstrom in einen gekrümmten oder geradlinigen Scherstrom unterhalb
des Haubenbodens umwandelt.
8. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gekrümmte
oder geradlinige Fläche Kreissegmentform hat.
9. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche eine
gekrümmte, profilierte Fläche ist.
10. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche eine
schräg angestellte ebene Platte ist.
11. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 6 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fläche eine Kombination aus einer gerade angeströmten Platte und einer daran
anschließenden gekrümmten bzw. schräg angestellten Fläche ist.
12. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am gewölbten
Blasluftaustritt ein Profil, insbesondere ein Tragflügelprofil, im Strömungsweg des
austretenden Freistrahles angeordnet ist und so angeströmt wird, daß eine gekrümmte
Scher- bzw. Wirbelströmung und eine Front erzeugt wird. (Fig. 9).
13. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 6-12, dadurch gekennzeichnet, daß
vom Blasluftaustritt beabstandet im Haubenboden ein Ansaugschlitz vorgesehen ist
und daß die Ansaugströmung so gerichtet ist, daß sie die Front gegen den Dunststrom
richtet (Fig. 3).
14. Dunstabzugshaube nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Ansaugschlitz anschließend der Haubenboden eine nach innen und oben gekrümm
te Ansaugmulde aufweist, die eine Verengung des Ansaugkanals zum Filter ausbildet.
15. Dunstabzugshaube nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ansaug
schlitz im Ansaugkanal ein Randfilter zugeordnet ist (Fig. 4).
16. Dunstabzugshaube nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausblas
kanal gekrümmt (z. B. kreisförmig gekrümmt) und nach unten sich verengend ausge
bildet ist, und daß der Ansaugkanal Teilringform hat sowie einen Randfilter auf
nimmt (Fig. 8).
17. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 7-16, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Einstellung des Volumenstromes Drosseln im die Ausblasströmung führenden
Blaskanal und in die Ansaugströmung führenden Abluftkanal angeordnet sind (Fig.
4).
18. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauben
vorderseite als sich am Austritt verengender, gekrümmter Blaskanal ausgebildet ist,
dessen innere Begrenzungswand teilkreisförmigen Querschnitt hat, daß der Blasstrom
entlang der Außenseite der inneren Begrenzungswand strömend den gekrümmten
Scherstrom und die Front ausbildet, und daß die Begrenzungswand in den Flächen
filter übergeht (Fig. 7).
19. Dunstabzugshaube nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß in der teil
kreisförmigen Begrenzungswand Durchströmöffnungen zur Grenzschichtabsaugung
vorgesehen sind (Fig. 5).
20. Dunstabzugshaube nach Anspruch 18, 19, dadurch gekennzeichnet, daß an die
Innenseite des gekrümmten Blaskanals eine etwa vertikale ebene Fläche zur Aus
bildung eines Wandstrahls anschließt, die in die gekrümmte Fläche mit teilkreis
förmigem Querschnitt übergeht.
21. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Haubenvorderseite als sich am Austritt verengender gekrümmter Blaskanal ausgebil
det ist, dessen innere Begrenzungswand eine nach unten und innen geneigte (Winkel
α) verlaufende ebene Platte mit einer Abreißkante ist, an die sich eine nach innen
gekrümmte Fläche anschließt, die in den Flächenfilter übergeht, derart, daß unterhalb
der Platte eine gekrümmte Scherströmung und an der gekrümmten Fläche ein
Ablösewirbel entsteht (Fig. 6).
22. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 7-21, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ansauggebläse und das Blasluftgebläse mit einem gemeinsamen Ansaugraum
hinter den Filterflächen verbunden sind.
23. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 7-21, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ansauggebläse und das Blasluftgebläse mit getrennten Ansaugräumen verbunden
sind.
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