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DE19612510A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Plasmareinigen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Plasmareinigen

Info

Publication number
DE19612510A1
DE19612510A1 DE19612510A DE19612510A DE19612510A1 DE 19612510 A1 DE19612510 A1 DE 19612510A1 DE 19612510 A DE19612510 A DE 19612510A DE 19612510 A DE19612510 A DE 19612510A DE 19612510 A1 DE19612510 A1 DE 19612510A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
arrangement according
cleaning
gas
plasma
electrical voltage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19612510A
Other languages
English (en)
Inventor
Joachim Buechler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19612510A priority Critical patent/DE19612510A1/de
Publication of DE19612510A1 publication Critical patent/DE19612510A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B7/00Cleaning by methods not provided for in a single other subclass or a single group in this subclass
    • B08B7/0035Cleaning by methods not provided for in a single other subclass or a single group in this subclass by radiant energy, e.g. UV, laser, light beam or the like
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G5/00Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

Gegenstand der Anmeldung, Anwendungsbereiche
Die Anmeldung beschreibt eine Anordnung und ein Verfahren zur Reinigung und Entfettung von Teilen, insbesondere aus Metallen, mittels einer Niederdruck- Gasentladung (Plasma). Die Reinigung und Entfettung von Teilen ist in der industri­ ellen Praxis vielfältig erforderlich. Bei der Herstellung und Bearbeitung werden Me­ tallteile verschmutzt, z. B. durch Bohröl. Weiterhin werden Öle und Wachse zur temporären Konservierung von Metallteilen zwischen den Fertigungsschritten ver­ sendet. Vor einer Oberflächenbehandlung durch Lackieren (ggfs. mit Vorbehand­ ungsschritten wie Phosphatierung) oder Galvanisieren wie auch vor Montagevor­ hängen müssen die Teile gereinigt und ggfs. entfettet werden. Das hier beschriebene Verfahren ermöglicht dieses mit ökonomischen und ökologischen Vorteilen ge­ genüber dem Stand der Technik.
Stand der Technik
Die Reinigung und Entfettung erfolgt derzeit in der im allgemeinen durch chemische Bäder. Die chemischen Bäder bestehen aus Laugen oder Säuren von naturgemäß aggressivem Verhalten. Da sich die Chemikalien bei Benutzung verbrauchen, fallen große Mengen (Sonder)mülls zur Entsorgung an oder es werden aufwendige Auf­ bearbeitungsanlagen benötigt. Weiterhin werden die Bäder zur besseren Aktivierung häufig beheizt, was einen erheblichen Energieaufwand erfordert. Anschließende Trocknungsschritte benötigen ggfs. ebenfalls viel Energie.
Mechanische Verfahren, wie Schleifen, Polieren, Bürsten, Sandstrahlen oder Glas­ perlen werden häufig zusätzlich, jedoch nur selten alternativ eingesetzt. Da sich mechanische und chemische Wirkung kaum substituieren, sind damit zur Reinigung und Entfettung von Teilen häufig zwei Arbeitsgänge nötig.
Aufgabenstellung für die vorliegende Erfindung war es, ein neues Verfahren zur Reinigung und Entfettung von Metallteilen zu schaffen, das dieses in einem Arbeits­ schritt leistet (chemische und mechanische Wirkung) und keine chemischen Bäder benötigt, um die Umwelt- und Entsorgungsproblematik präventiv zu lösen. Weiterhin soll das Verfahren wenig Energie benötigen. Außerdem soll durch die entfallende Entsorgung bzw. Aufbearbeitung von Reinigungsbädern ein Kostenvorteil erzielt werden.
In der Plasmatechnik gibt es diverse Beschichtungs- und Ätzverfahren (siehe z. B. Rutscher/Deutsch: Plasmatechnik, VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1983). Das Plas­ maätzen wird in der Halbleiterindustrie eingesetzt, während beim Kathodenzerstäu­ ben ein sogenanntes Sputterätzen als Vorbehandlungsschritt für die anschließende Beschichtung dient.
Beschreibung der Verfahrens
Die Aufgabenstellung wird erfindungsgemäß durch einen Plasmabehandlungsschritt in einem Plasmabehandlungsapparat (Fig. 1) gelöst. Hierzu wird das Werkstück (1) in eine Vakuumkammer (2) eingebracht, welche durch eine Vakuumpumpenanord­ nung (3) evakuiert wird. Daraufhin wird ein Prozeßgas eingelassen (4) und mittels einer Spannungsversorgung (5) eine Gasentladung gezündet.
Die Spannungsversorgung wird dabei für die Reinigung von Metallteilen vorzugs­ weise eine Gleichspannungsquelle sein, deren negativer Pol elektrisch leitend mit dem zu behandelnden Werkstück verbunden wird und deren positiver Pol an die Kammer (Masse) angeschlossen wird. Alternativ können Wechselspannungs-, Mit­ telfrequenz-, Hochfrequenz-, oder Mikrowellenversorgungen mit diversen Elektro­ den- und Antennenkonfigurationen verwendet werden. Dies ist insbesondere zur Reinigung von nichtleitenden Teilen notwendig.
Die Reinigungswirkung beruht auf zwei Mechanismen: Der chemischen und der physikalischen Ätzwirkung. In der Gasentladung entstehen geladene (ionisierte) Teilchen, die aufgrund der thermischen Plasmaenergie eine kinetische Energie (Geschwindigkeit) besitzen und durch elektrische Feldstärken beschleunigt werden. Diese Teilchen prallen auf die Oberfläche des zu behandelnden Werkstückes und bewirken eine mechanische Reinigung derselben. Weiterhin entstehen im Plasma Radikale des ionisierten Gases, die je nach Zusammensetzung des Prozeßgases eine wirksame chemische Ätzwirkung hervorrufen. Edelgase wie Argon bewirken demnach eine primär mechanische Reinigung, während Reaktivgase unterschiedli­ che chemische Reinigungswirkungen erzeugen. Durch Mischung des Prozeßgases kann die Kombination dieser Reinigungswirkungen beeinflußt werden.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, daß keine Bäder benötigt werden und die damit verbundenen Probleme, wie Umweltbelastung, Entsorgung und Aufbereitung ver­ mieden werden. Die Plasmaheizung ist sehr effektiv und damit energiesparend. Falls für spezielle Verschmutzungen als Prozeßgasanteil giftige Reaktivgase ver­ wendet werden müssen, so werden diese durch die Radikalbildung sehr effizient eingesetzt. Es werden also nur sehr geringe Mengen benötigt, die einfacher ent­ sorgt werden können als bei herkömmlichen Verfahren.

Claims (10)

1. Verfahren und Anordnung zur Reinigung von Teilen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Reinigung ein Plasma verwendet wird, das durch eine Gasentladung erzeugt wird.
2. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reinigungsprozeß in einer Vakuumkammer durchgeführt wird, die mittels Va­ kuumpumpen evakuiert wird, in die ein Prozeßgas eingelassen wird, und in der mittels einer elektrischen Stromquelle eine Gasentladung gezündet wird.
3. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Gleichspannung verwendet wird.
4. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Wechselspannung verwendet wird.
5. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Mittelfrequenzspannung verwendet wird.
6. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Hochfrequenzspannung verwendet wird.
7. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mikrowellen verwendet werden.
8. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Prozeßgas ein Edelgas oder Inertgas, wie z. B. Stickstoff oder Argon, verwendet wird.
9. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Prozeßgas ein Reaktivgas (z. B. Sauerstoff, Chlor, Fluorkohlenstoff) verwendet wird.
10. Verfahren und Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Prozeßgas ein Gemisch aus verschiedenen Gasen verwendet wird.
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