DE19609781A1 - Kämmaschine - Google Patents
KämmaschineInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G21/00—Combinations of machines, apparatus, or processes, e.g. for continuous processing
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- D01G19/04—Combing machines with pinned cylinders, e.g. rectilinear
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kämmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Solche Kämmaschinen sind bekannt. In ihnen ent
hält jeder Kämmkopf in der Regel ein Zangenaggregat, dem
eine zu kämmende Watte zugeführt wird und das im Betrieb
zwischen einer hinteren Endlage und einer vorderen Endlage
hin- und herbewegt wird. In der hinteren Endlage ist das
Zangenaggregat geschlossen und hält einen vorderen End
abschnitt der Watte einem rotierenden Rundkamm vor. Danach
wird das Zangenaggregat in die vordere Endlage bewegt und
geöffnet, das vordere Ende des vom Rundkamm ausgekämmten
Faserbartes legt sich auf den hinteren Endabschnitt des
zuvor gebildeten Kämmaschinenvlieses, das durch Rückwärts
drehen von Abreißzylindern zurückgespeist worden ist.
Anschließend werden die Abreißzylinder in Vorwärtsrich
tung gedreht, so daß sie den Faserbart von der im Zangen
aggregat liegenden Watte abreißen und mit dem Kämmaschi
nenvlies vereinigen. Dieser Vorgang wird als Löten be
zeichnet.
Die in den Kämmköpfen gebildeten Vlies e werden
durch je einen Trichter zu Einzelkopfbändern verformt, die
auf einen Auslauftisch laufen. Auf dem Auslauftisch werden
die Einzelkopfbänder umgelenkt und laufen dann parallel
zueinander, als Faserbandverbund, zu einem Streckwerk.
Nach dem Streckwerk (oder eventuell auch vor dem Streck
werk) ist in der Regel eine Sensoreinrichtung zum laufen
den Ermitteln der Stärke des Kämmaschinenbandes bzw. der
Masse des Faserbandverbundes angeordnet.
Derartige Einrichtungen sind z. B. aus dem Dokument EP-A-0 376 002 zu
entnehmen.
Bekannte Sensoreinrichtungen für diesen Zweck
ermitteln die Stärke des Kämmaschinenbandes in kurzen
Abständen und berechnen aus den ermittelten diskreten
Stärkewerten ein Mittelwertsignal und ein Schwankungs
signal. Die kurzen Abstände entsprechen beispielsweise
jeweils einer Bandlaufstrecke (nach dem Streckwerk) in der
Größenordnung von 1 Zentimeter oder einem Zeitintervall
von einigen Millisekunden. Das Mittelwertsignal stellt den
über einen längeren Abstand gemittelten Wert der Stärke
des Bandes dar. Das Schwankungssignal stellt beispiels
weise die für einen längeren Abstand berechnete Variation
der ermittelten diskreten Stärkewerte dar. Aus den dis
kreten Stärkewerten kann auch ein Spektrum der Bandstärke
schwankungen berechnet werden. Der längere Abstand kann
beispielsweise einer Bandlaufstrecke in der Größenordnung
von 100 Metern oder einem Zeitintervall in der Größenordnung
von 1 Minute entsprechen.
Eine Vergleichseinrichtung kann dann das Mittel
wertsignal und/oder das Schwankungssignal mit jeweils
einem Sollwert vergleichen. In bekannten Kämmaschinen
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 kann ein
Ausgangssignal der Vergleichseinrichtung dazu dienen, die
Kämmaschine abzustellen, wenn das Mittelwertsignal oder
das Schwankungssignal um mehr als eine vorgegebene Tole
ranz von dem betreffenden Sollwert abweicht.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die
Kämmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
so auszubilden, daß die Stärke des Kämmaschinenbandes im
Lauf der Zeit möglichst weitgehend konstant bleibt.
Die erfindungsgemäße Kämmaschine, mit der die
Aufgabe gelöst wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Vergleichseinrichtung Teil wenigstens eines Reglers zum
Erzeugen wenigstens eines Stellsignals für wenigstens ein
Element der Kämmköpfe, der genannten Mittel zum Vereinigen
oder des Streckwerks der Kämmaschine ist.
Mit Stellsignalen, die von einem solchen Regler
oder von solchen Reglern abgegeben werden, können ver
schiedene Elemente in der Kämmaschine beeinflußt werden,
um eine Vergleichmäßigung der Stärke des erzeugten Kämma
schinenbandes im Betrieb automatisch zu erreichen. Als
solche Elemente kommen beispielsweise in Frage: Eine
Antriebseinrichtung (z. B. Antriebsmotor) für Zangenaggre
gate in den Kämmköpfen (z. B. Änderung des Abreißabstandes,
d. h. der vorderen Endlage der Zangenaggregate),
Antriebseinrichtungen für in den Zangenaggregaten gelager
te Speisezylinder (Änderung der Speiselänge), eine An
triebseinrichtung für Abreißzylinder in den Kämmköpfen
(Änderung des Abreißzeitpunktes und/oder der Abreißlänge
und/oder der Abreißgeschwindigkeit und/oder des
Lötabstandes), Verstelleinrichtungen für Fixkämme in den
Kämmköpfen (Änderung der Einstechtiefe), Antriebsein
richtungen und/oder Verstelleinrichtungen für das Streck
werk (Änderung der Größe des Verzugs und/oder der Ab
stände oder der Belastung der Streckwerkszylinder) und
schließlich auch Verstelleinrichtungen für Umlenkrollen
für die Einzelkopfbänder auf einem Auslauftisch (Änderung
der Weglängen für die Einzelkopfbänder). Zur Beeinflussung
des Kämmprozesses ist es auch möglich, den Absaugunter
druck für die Kämmlinge durch Verstellung des dazu einge
setzten Gebläses zu variieren. Eine wesentliche Ursache
für kurzfristige Schwankungen der Stärke des Kämmaschinen
bandes (Schwankungen mit einer Wellenlänge von einigen
Zentimetern bis zu einigen Metern im verzogenen Kämmaschi
nenband) liegt in den Abreiß- und Lötvorgängen. Solche
kurzfristigen Schwankungen lassen sich zweckmäßig durch
Beeinflussung der Antriebseinrichtung für die Abreißzylinder
auf ein Minimum reduzieren. Längerfristige Änderungen
der Stärke des Kämmaschinenbandes lassen sich
beispielsweise durch Beeinflussung der Antriebseinrichtun
gen für das Streckwerk (Änderung der Größe des Verzugs)
kompensieren. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
sind in den abhängigen Patentansprüchen definiert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nach
stehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf Teile
einer Kämmaschine,
Fig. 2 eine schematische Vorderansicht zu Fig. 1,
Fig. 3 einen schematischen Vertikalschnitt durch
Teile eines der Kämmköpfe der Maschine,
Fig. 4 eine grafische Darstellung der von einer
Sensoreinrichtung der Maschine ermittelten Stärke des
gebildeten Kämmaschinenbandes,
Fig. 5 ein Spektrum der in Fig. 4 dargestellten
Schwankungen der Stärke des Kämmaschinenbandes und
Fig. 6 eine grafische Darstellung einer Hin- und
Herdrehung von Abreißzylindern in der Kämmaschine.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Kämmaschine
enthält eine Reihe von beispielsweise acht Kämmköpfen, die
je einen Wattewickel 1 tragen und ein Einzelkopfband 2 aus
gekämmtem Fasermaterial abgeben. Die Einzelkopfbänder 2
laufen auf einen Auslauftisch 3 und werden auf diesem
durch je eine Umlenkrolle 4 umgelenkt, so daß sie par
allel zueinander, einen Faserbandverbund 5 bildend, zu
einem Streckwerk 6 laufen. Von dem Streckwerk sind schema
tisch drei Walzenpaare 7, 8 und 9 dargestellt, die von
einer Antriebseinrichtung 10 kontinuierlich gedreht wer
den.
Am Ausgang des Streckwerks 6 ist eine Trompete 11
angeordnet, die das verzogene flache Band oder Vlies zu
einem etwa runden Band 12 formt. Dieses runde Kämmaschi
nenband 12 läuft dann durch eine Sensoreinrichtung 13 in
Form eines Meßtrichters, der laufend ein elektrisches
Signal abgibt, welches der Stärke des Kämmaschinenbandes
12 entspricht. Dieses Signal wird einem Prozessor 14
zugeführt.
In dem Prozessor 14 erfolgt zunächst eine Aufbe
reitung des die Stärke des Bandes 12 darstellenden Si
gnals. Es wird ein Mittelwertsignal gebildet, welches den
Mittelwert der Bandstärke darstellt. Ein zweites Signal
wird berechnet als prozentuale Abweichung der momentanen
Bandstärke von dem Mittelwert. Dieses zweite Signal,
Abweichung der momentanen Bandstärke von einem Mittelwert
d₀, ist in Fig. 4 für etwa 20 m Länge L des Bandes 12
grafisch dargestellt. Ferner wird in kurzen Abständen,
beispielsweise in Abständen von einigen Millisekunden (1
bis 10 Millisekunden oder 3 bis 6 Millisekunden) oder in
Abständen von etwa 1 cm (0,5 bis 2 cm) längs des verzoge
nen Bandes 12, die momentane Bandstärke di ermittelt und
daraus ein Variationskoeffizient
berechnet. Die Probenzahl n kann etwa in der Größenordnung
von 10⁴ liegen, entsprechend einem Abstand von bei
spielsweise 10 bis 100 Sekunden oder einem Abstand in der
Größenordnung von 100 m längs des Bandes 12. Ferner kann
ein Spektrum der Schwankungen der Bandstärke ermittelt
werden. Ein solches Spektrum, das heißt die grafische
Darstellung der Amplitude der Schwankungen in auf einander
folgenden Bereichen der Schwankungs-Wellenlänge λ, ist in
Fig. 5 dargestellt.
Der Prozessor 14 enthält ferner wenigstens einen
Regler. Eine Vergleichseinrichtung bildet einen Teil des
Reglers bzw. jedes der Regler. Die Vergleichseinrichtung
kann die vorstehend beschriebenen Signale, d. h. den Mit
telwert d₀ der Bandstärke und/oder den Variationskoeffi
zient CV und/oder das Spektrum der Bandstärkeschwankungen
(oder einen Teil dieses Spektrums) mit vorgebbaren Soll
werten vergleichen, die über Leitungen 15 zugeführt wer
den. Ein solcher Sollwert kann zum Beispiel ein vorgegebe
ner Grenzwert für die Größe einer Amplitude sein, wie im
Beispiel der Fig. 5 gezeigt ist. Das heißt, der Lötprozeß
ist entsprechend zu beeinflussen, so daß die Löt
stelle keine Amplitude erzeugt, die über den Grenzwert
hinausgeht. Abhängig vom Vergleichsresultat bzw. von den
Vergleichsresultaten erzeugt dann jeder Regler auf Leitun
gen 16 ein Stellsignal für jeweils ein Element der Kämm
köpfe oder für eine Verstelleinrichtung zum Verstellen von
Umlenkrollen 4 auf dem Auslauftisch 3 oder für das Streck
werk 6 und/oder für dessen Antriebseinrichtung 10.
Zusätzlich zu der Sensoreinrichtung 13 kann ein weiterer Sensor 13a (gestrichelt
gezeichnet) vor dem Streckwerk 6 angeordnet sein, welcher die dem Streckwerk 6
zugeführte Fasermasse mißt und das Signal ebenfalls an den Prozessor 14 abgibt.
In dem Prozessor 14 erfolgt dann ein Vergleich mit einem Sollwert. Der aus diesem
Vergleich resultierende Wert (Abweichung vom Sollwert) wird als Steuersignal
aufbereitet, um regulierend in das Antriebssystem des Streckwerks 6 einzugreifen.
Dadurch können insbesondere kurzzeitige Schwankungen der zugeführten
Fasermenge über die Regulierung des Streckwerks ausgeglichen werden, sofern
dies mit einer Regeleinrichtung ausgerüstet ist. Insbesondere kann mit dem Sensor
13a ein Bandbruch ermittelt werden und dadurch entsprechende Maßnahmen
ausgelöst werden. Es ist auch möglich, beide Signale der Sensoren 13 und 13a
miteinander zu kombinieren, um daraus ein Steuersignal für den Regeleingriff zu
bilden. Derartige Meß- und Regelsysteme sind aus der Praxis und aus der
Patentliteratur (z. B. aus der EP-A1 412 488) hinreichend bekannt, wodurch hier
nicht näher eingegangen wird.
Elemente der Kämmköpfe sind in der Fig. 3 dargestellt, die einen schematischen
Vertikalschnitt durch einen der Kämmköpfe zeigt. Im Gestell der Kämmaschine sind
eine Zangenwelle 20, eine Rundkammwelle 21, Wickelwalzen
22, welche den Wattewickel 1 tragen, Abreißzylinder 23
und Abzugswalzen 24 gelagert. Die Zangenwelle 20 trägt
Zangenarme 25, an denen das hintere Ende eines Unterzan
genrahmens 26 angelenkt ist. Im Betrieb wird die Zangen
welle 20 von einer schematisch lediglich in Blockform
dargestellten Antriebseinrichtung 27, z. B. einem Getriebe,
hin- und hergeschwenkt, um den Unterzangenrahmen 26 zwi
schen einer hinteren Endlage und der dargestellten vor
deren Endlage hin- und her zu bewegen. In der hinteren
Endlage des Unterzangenrahmens 26 ist das Zangenaggregat,
zu dem auch ein von Oberzangenarmen 28 getragenes Oberzan
genmesser 2.9 gehört, geschlossen, ein vorderer Endab
schnitt der Watte 30, die vom Wattewickel 1 abgewickelt
wird, ist zwischen dem Oberzangenmesser 29 und einer
Unterzangenplatte festgeklemmt und wird von einem Rund
kammsegment 31 ausgekämmt. Das Rundkammsegment 31 sitzt
auf der Rundkammwelle 21, die von einer Antriebseinrich
tung 32 kontinuierlich gedreht wird. Das Zangenaggregat
26, 28, 29 wird dann in die dargestellte vordere Endlage
bewegt und geöffnet, und das vordere Ende des vom Rund
kammsegment 31 ausgekämmten Faserbartes legt sich auf den
hinteren Endabschnitt des zuvor gebildeten Kämmaschi
nenvlieses 33, das durch Rückwärtsdrehen der Abreißzylinder
23 zurückgespeist worden ist.
Die Abreißzylinder 23 werden von einer Antriebs
einrichtung 34, vorzugsweise einem Servomotor, mit einer
Pilgerschrittbewegung hin- und hergedreht, wie sie in Fig.
6 grafisch dargestellt ist. Die Fig. 6 zeigt den Weg eines
Punktes auf dem Umfang eines der Abreißzylinder 23 wäh
rend einer Umdrehung der Rundkammwelle 21. Beim Drehwinkel
0 der Rundkammwelle ist der Unterzangenrahmen 26 in seiner
hinteren Endlage (nicht dargestellt). Bis zum Drehwinkel
90° drehen die Abreißzylinder 23 nur wenig. Etwa bei A
beginnt der Abreißvorgang mit dem Rückwärtsdrehen der
Abreißzylinder 23. Nach dem Rückwärtsdrehen erreicht das
Zangenaggregat wie schon erwähnt seine vordere Endlage und
legt das vordere Ende des ausgekämmten Faserbartes auf den
zurückgespeisten hinteren Endabschnitt des Vlieses 33. Die
Abreißzylinder 23 werden nun in Vorwärtsrichtung gedreht,
so daß sie den Faserbart erfassen, von der im Zangen
aggregat 26, 28, 29 liegenden Watte 30 abreißen, durch
einen auf dem Unterzangenrahmen 26 angeordneten Fixkamm 35
hindurchziehen und mit dem Vlies 33 vereinigen. Dieser
Vorgang wird als Löten bezeichnet. In Fig. 6 ist eine
Tangente t an den die Vorwärtsdrehung darstellenden Ab
schnitt der Bewegungskurve eingezeichnet; die Steilheit
dieser Tangente t entspricht der Abreißgeschwindigkeit.
Mit einem Doppelpfeil a ist die Abreißlänge dargestellt,
und ein Doppelpfeil 1 stellt den Lötabstand dar, das
heißt, den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Lötun
gen.
Die genannten Größen, nämlich die Lage des
Beginns A des Abreißvorgangs, die Abreißgeschwindigkeit
(t), die Abreißlänge a und der Lötabstand 1, können alle
einen Einfluß auf den Mittelwert und/oder auf die Schwan
kungen der Stärke des Kämmaschinenbandes 12 haben. Aus dem
Spektrum in Fig. 5 ist ersichtlich, daß Schwankungen mit
einer Wellenlänge λ von etwa 50 cm eine relativ große
Amplitude haben können. Diese Wellenlänge von etwa 50 cm
entspricht einem Lötabstand 1 von etwa 31 mm, wenn der
Verzug im Streckwerk 6 etwa sechzehn beträgt. Die relativ
starken Schwankungen entstehen also als Folge der Lötun
gen, und die Amplitude dieser Schwankungen kann durch
geregeltes Ändern einer oder mehrerer der genannten
Größen reduziert werden. Daher gibt in bevorzugten Aus
führungsformen der Erfindung der Regler oder wenigstens
einer der Regler im Prozessor 14 (Fig. 2) ein Stellsignal
für die Antriebseinrichtung 34 der Abreißzylinder 23 ab.
Wenn die Antriebseinrichtung 34 ein mechanisches Getriebe
ist, kann das Stellsignal beispielsweise eine Verstell
einrichtung für ein Element des Getriebes betätigen, um
die Lage des Beginns A (Fig. 6) des Abreißvorgangs zu
ändern. Die Antriebseinrichtung 34 ist jedoch vorzugsweise
ein Servomotor, und das Stellsignal kann dann eine Spei
seeinrichtung für den Servomotor steuern, um die Lage des
Beginns A des Abreißvorgangs oder die Abreißgeschwindig
keit (t) oder die Abreißlänge a oder den Lötabstand 1 zu
ändern.
Das die Abreißzylinder 23 verlassende Vlies 33
wird dann durch die Abzugswalzen 24 weitertransportiert.
Ein Trichter formt jedes der Vliese 33 zu einem Einzel
kopfband 2, das dann auf den Auslauftisch 3 läuft.
Auf dem Auslauftisch 3 werden die Einzelkopfbän
der 2 durch die Umlenkrollen 4 umgelenkt und zu dem Faser
bandverbund 5 zusammengeführt. In dem Faserbandverbund 5
liegen die durch die Lötungen verursachten Unregelmäßigkeiten
der Einzelkopfbänder nicht alle an der gleichen
Stelle, sondern bezüglich einander in der Längsrichtung
verschoben. Die Verschiebungen sind von den unterschiedli
chen Weglängen auf dem Auslauftisch 3 abhängig. Die Weg
länge für jedes Einzelkopfband 2 kann wiederum durch
Verstellen der zugeordneten Umlenkrolle 4 geändert werden,
um im Faserbandverbund 5 (und damit auch im verzogenen
Band 12 nach dem Streckwerk 6) eine gegenseitige Kompensa
tion der Einzelkopfband-Unregelmäßigkeiten zu erreichen.
Der Regler oder wenigstens einer der Regler im Prozessor
14 kann ein Stellsignal abgeben, das Verstelleinrichtungen
(nicht dargestellt) zum Verstellen von einigen oder allen
der Umlenkrollen 4 betätigt.
Längerfristige Änderungen der Stärke des Kämma
schinenbandes 12 (die von dem im Prozessor 14 gebildeten
Mittelwertsignal dargestellt werden) können am einfachsten
durch entsprechende Änderungen der Größe des im Streck
werk 6 bewirkten Verzuges kompensiert werden. In bevorzug
ten Ausführungsformen der Erfindung gibt der Regler oder
wenigstens einer der Regler im Prozessor 14 ein Stell
signal für die Antriebseinrichtung 10 des Streckwerks 6
ab. Mit diesem Stellsignal kann die Drehzahl des vorderen
Walzenpaars 9 und allenfalls auch die Drehzahl des mitt
leren Walzenpaars 8 im Streckwerk 6 so geregelt werden,
daß die mittlere Stärke des verzogenen Kämmaschinenbandes
12 annähernd konstant dem vorgegebenen Sollwert ent
spricht. Das Stellsignal kann beispielsweise eine Speise
einrichtung steuern, die einen die Streckwerkswalzen antreibenden Servomotor
speist.
Wie bereits zuvor beschrieben, können auch kurzfristige Schwankungen durch die
Anbringung eines weiteren Sensors 13a am Eingang des Streckwerks 6 ermittelt
und dem Prozessor 14 zur Ansteuerung des Streckwerksantriebes übermittelt
werden. Gleichfalls ist es auch möglich, aus den Signalen der Sensoren 13 und 13a
ein kombiniertes Signal zu bilden, das als Grundlage für den Eingriff in
Stellelemente für weitere Elemente (z. B. der separate Antrieb der Abreißzylinder)
der Kämmköpfe dient.
Ein Stellsignal, das von dem oder einem der im
Prozessor 14 enthaltenen Regler abgegeben wird, kann auch
noch andere Elemente der Kämmaschine steuern, um Änderungen
und/oder Schwankungen der Stärke des Kämmaschinenban
des 12, die von der Sensoreinrichtung 13 festgestellt
werden, auf einem Minimum zu halten.
So kann beispielsweise die Antriebseinrichtung 27
der Zangenwelle 20 gesteuert werden, um die vordere Endla
ge des Unterzangenrahmens 26 und damit den Abreißabstand
zu ändern. (Der Abreißabstand ist in der vorderen Endlage
des Zangenaggregates der Abstand von der Klemmlinie auf
der Unterzangenplatte zur Klemmlinie auf dem benachbarten
(hinteren) Abreißzylinder 23.
Eine Stromversorgung für einen Antriebs-Servomo
tor eines im Unterzangenrahmen 26 gelagerten Speisezylin
ders 36 kann gesteuert werden, um den Speisebetrag zu
ändern. Der Speisebetrag ist die Strecke, um welche der
intermittierend gedrehte Speisezylinder 36 die zulaufende
Watte 30 während jeder Hin- und Herbewegung des Zangen
aggregates 26, 28, 29 vorschiebt.
Eine Verstelleinrichtung für den in jedem Kämm
kopf auf dem Unterzangenrahmen 26 getragenen Fixkamm 35
kann mit einem Stellsignal betätigt werden, um die Ein
stechtiefe des Fixkamms in den Faserbart, der durch die
Abreißzylinder 23 abgerissen wird, zu ändern.
Eine Verstelleinrichtung für die Achsen der
Streckwerkswalzen 7, 8, 9 kann mit einem Stellsignal
betätigt werden, um die Abstände zwischen diesen Achsen zu
ändern.
Der Kämmprozeß kann auch durch Verstellung des
Gebläses beeinflußt werden, welches den Absaugunterdruck
erzeugt und zum Abführen der Kämmlinge und sonstiger
Verunreinigungen dient. Außerdem kann dadurch der Lötprozeß
beeinflußt werden.
Claims (7)
1. Kämmaschine mit mehreren Kämmköpfen zum Abgeben je eines
Einzelkopfbandes (2) aus gekämmtem Fasermaterial, mit Mitteln (3, 4) zum
Vereinigen der Einzelkopfbänder (2) zu einem Faserbandverbund (5), mit
einem Streckwerk (6) zum Verziehen des Faserbandverbundes, mit Mitteln
(11) zum Bilden eines Kämmaschinenbandes (12) aus dem verzogenen
Faserbandverbund, mit einer Sensoreinrichtung (13, 13a) zum laufenden
Ermitteln der Stärke des Kämmaschinenbandes (12) oder der Masse des
Faserbandverbundes (5) und mit einer Vergleichseinrichtung zum Vergleichen
wenigstens eines aufbereiteten Ausgangssignals der Sensoreinrichtung mit
einem vorgebbaren Sollwert, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vergleichseinrichtung Teil wenigstens eines Reglers zum Erzeugen
wenigstens eines Stellsignals (16) für wenigstens ein Element
(27; 32; 35; 36; 4; 6; 10) der Kämmköpfe, der genannten Mittel (3,4) zum
Vereinigen oder des Streckwerks (6, 10) der Kämmaschine ist.
2. Kämmaschine nach Anspruch 1, in welcher aus dem Signal der
Sensoreinrichtung (13) ein Schwankungssignal aufbereitet wird, das die
Variation der in vorbestimmten Abständen gemessenen Stärke des
Kämmaschinenbandes (12) oder der gemessenen Masse des
Faserbandverbundes (5) oder ein Spektrum der Schwankungen dieser Stärke
bzw. dieser Masse darstellt, und in welcher die Vergleichseinrichtung dieses
Schwankungssignal mit einem vorgebbaren Sollwert vergleicht, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vergleichseinrichtung Teil eines Reglers zum
Erzeugen eines Stellsignals für eine Antriebseinrichtung (34) für wenigstens
einen Abreißzylinder (23) in jedem der Kämmköpfe ist.
3. Kämmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch das
Stellsignal, das der vom Schwankungssignal gesteuerte Regler erzeugt, in der
Abreißzylinder-Antriebseinrichtung (34) wenigstens eine der folgenden
Größen verstellbar ist: Beginn (A) des Abreißvorgangs, Abreißlänge (a),
Abreißgeschwindigkeit (t), Lötabstand (1).
4. Kämmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abreißzylinder-Antriebseinrichtung (34) einen Servomotor enthält.
5. Kämmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in welcher auf einem
Auslauftisch (3) verstellbare Umlenkrollen (4) zum Umlenken der von den
Kämmköpfen abgegebenen Einzelkopfbänder (2) zum Streckwerk (6) hin
angeordnet sind und in welcher aus dem Signal der Sensoreinrichtung
(13, 13a) ein Schwankungssignal aufbereitet wird, das die Variation der in
vorbestimmten Abständen gemessenen Stärke des Kämmaschinenbandes
(12) oder der Masse des Faserbandverbundes (5) oder ein Spektrum der
Schwankungen dieser Stärke darstellt, und in welcher die Vergleichsein
richtung dieses Schwankungssignal mit einem vorgebbaren Sollwert
vergleicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichseinrichtung Teil eines
Reglers zum Erzeugen eines Stellsignals für Verstelleinrichtungen für die
Umlenkrollen (4) ist.
6. Kämmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, in welcher die
Sensoreinrichtung (13) nach dem Streckwerk (6) angeordnet ist und aus dem
Signal der Sensoreinrichtung ein Mittelwertsignal aufbereitet wird, das jeweils
nach Durchlauf eines vorbestimmten Länge des im Streckwerk (6) verzogenen
Kämmaschinenbandes (12) den Mittelwert der Stärke des Bandes darstellt,
und in welcher die Vergleichseinrichtung dieses Mittelwertsignal mit einem
vorgebbaren Sollwert vergleicht, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vergleichseinrichtung Teil eines Reglers zum Erzeugen eines Stellsignals für
eine Antriebseinrichtung (10) für das Streckwerk (6) ist.
7. Kämmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch das
Stellsignal, das der vom Mittelwertsignal gesteuerte Regler erzeugt, in der
Streckwerk-Antriebseinrichtung (10) die Größe des Verzugs im Streckwerk
(6) verstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH87795 | 1995-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=4197258
Family Applications (1)
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| DE19609781A Withdrawn DE19609781A1 (de) | 1995-03-28 | 1996-03-13 | Kämmaschine |
Country Status (4)
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| CN (1) | CN1077156C (de) |
| DE (1) | DE19609781A1 (de) |
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