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DE1960958C3 - Verfahren zur Rückgewinnung von Metallen wie Nickel, Kobalt, Eisen oder Kupfer aus Altmetallen durch Elektrolyse - Google Patents

Verfahren zur Rückgewinnung von Metallen wie Nickel, Kobalt, Eisen oder Kupfer aus Altmetallen durch Elektrolyse

Info

Publication number
DE1960958C3
DE1960958C3 DE19691960958 DE1960958A DE1960958C3 DE 1960958 C3 DE1960958 C3 DE 1960958C3 DE 19691960958 DE19691960958 DE 19691960958 DE 1960958 A DE1960958 A DE 1960958A DE 1960958 C3 DE1960958 C3 DE 1960958C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metals
bath
scrap
electrolysis
anode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19691960958
Other languages
English (en)
Other versions
DE1960958A1 (de
DE1960958B2 (de
Inventor
Alexander Iskander Gullspaang Aue
Gotthard Prof. Djursholm Bjoerling
Sven Agden Gullspaang Johansson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gullspaangs Elektrokemiska Gullspaang (schweden) AB
Original Assignee
Gullspaangs Elektrokemiska Gullspaang (schweden) AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gullspaangs Elektrokemiska Gullspaang (schweden) AB filed Critical Gullspaangs Elektrokemiska Gullspaang (schweden) AB
Publication of DE1960958A1 publication Critical patent/DE1960958A1/de
Publication of DE1960958B2 publication Critical patent/DE1960958B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1960958C3 publication Critical patent/DE1960958C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Rückgewinnung von Metallen wie Nickel, Kobalt, Eisen oder Kupfer aus Altmetallen, das zusätzlich ein oder mehrere Metalle mit hohem Schmelzpunkt wie Chrom, Molybden oder Wolfram enthält, durch Elektrolyse, wobei das Altmetall als Anode geschaltet wird.
Aufgrund der technischen Entwicklung der letzten Jahre werden häufig legierte metallische Materialien mit speziellen Eigenschaften wie großer Stärke bei hohen Temperaturen, guter Korrosionsbeständigkeit, außergewöhnlichen magnetischen Eigenschaften und dergleichen verwendet. Diese Legierungen enthalten in der Regel verschiedene Metalle wie Nickel, Kobalt, Eisen und Kupfer als Grundmetall und eine Zumischung aus einem oder mehreren Metallen mit hohem Schmelzpunkt, d. h. hauptsächlich aus schweren Metallen aus den Gruppen IVa, Va, VIa und Vila des Periodensystems. Typische Beispiele solcher hochschmelzender Metalle sind Chrom, Molybden und Wolfram.
Um die Metallkomponente in dem Altmaterial verwenden zu können, ist aus der DE-PS 9 12 634 ein Verfahren zur Aufarbeitung von Werkstoffen bekannt, die Carbide hochschmelzender Metalle enthalten. Hierbei wird der Werkstoff einer Elektrolyse in oxydierend wirkenden Säuren unterworfen, wobei vorzugsweise eine Spannung von 4 V und mehr angewendet wird. Die Karbide der hochschmelzenden Metalle werden in Oxyde überführt und nach Beendigung der Elektrolyse aus dem Elektrolyten abfiltriert und weiterverarbeitet.
Will man die an der Kathode niedergeschlagenen Metalle in reiner Form erhalten, so ist dieses Verfahren nicht anwendbar, da nicht ausgeschlossen werden kann, daß die hochschmelzenden Metalle gelöst und ebenfalls mit niedergeschlagen werden. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die hochschmelzenden Metalle von vornherein in Form von Karbiden in dem Werkstoff vorliegen müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren zu schaffen, welches erlaubt, aus Altmetallen, die hochschmelzende Metalle in gebundener Form oder ungebundener Form enthalten, die übrigen Metalle in reiner Form zu erhalten.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren der eingangs genannten Gattung gelöst, das die in dem Kennzeichen des Hauptanspruchs enthaltenen Merkmale aufweist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Die mit der Erfindung erzielbare»! Vorteile bestehen darin, daß unabhängig von der Form der in dem Altmetall vorhandenen Metalle mit hohem Schmelzpunkt eine Rückgewinnung der übrigen Metalle in reiner Form möglich ist.
Die Erfindung beruht im Prinzip auf der elektrolytischen Lösung und Abscheidung des Grundmetalles, wobei das Verfahren so durchgeführt wird, daß die Anwesenheit des hochschmelzenden Metalls in einem gebundenen Zustand sichergestellt ist. Sie werden nicht gelöst, sondern bleiben in einem Metallprodukt zurück, das getrennt verarbeitet werden kann. Dieses Zwischenprodukt kann aus einem Anodenschlamm oder einer an der Anode anhaftenden Schicht, d. h. einem Anodenmantel, bestehen. Durch Zugabe nicht-metallischer Substanzen, die zu einer der Gruppen III, IV des Periodensystems gehören, z. B. Bor, Kohlenstoff, Silizium, Stickstoff und/oder Phosphor, ist es möglich, eine Bindung von ungebundenem hochschmelzendem Metall, das möglicherweise in dem verwendeten Altmaterial vorhanden ist, an das Anodenmaterial zu erreichen. Eine solche Bindung der hochschmelzenden Metalle stellt sicher, daß diese Metalle in dem Anodenschlamm oder -mantel verbleiben. Auf diese Weise wird eine bestimmte Trennung zwischen den hochschmelzenden Metallen und den Grundmetallen erreicht. Durch die Verwendung einer porösen Membran ist es ferner möglich, von dem sich um die Anode bildenden Elektrolyten, d. h. dem Anolyten, in vorteilhafter Weise Gebrauch zu machen und ihn einem speziellen Reinigungsverfahren zu unterziehen, wonach die ι gereinigte Lösung als Katholyt in die Umgebung der Kathode abgegeben wird.
In der Praxis wird ein neutrales oder ein saures Elektrolytbad aus Metallsalzen verwendet, die keine Oxydationswirkung haben. Die Spannung in dem Elektrolyten wird auf einem Wert unter 4 V gehalten. Dadurch wird sichergestellt, daß die Metalle mit dem hohen Schmelzpunkt in der Anode eingeschlossen werden, d. h., daß sie nicht gelöst oder abgebaut werden.
Im folgenden wird die Erfindung an zwei Beispielen näher erläutert
Beispiel 1
Abfallstücke aus einer Legierung mit Nickel als Grundmetall und einem Gehalt von etwa 50% Nickel und Kobalt, etwa 20% Chrom und etwa 5% Molybden sowie etwa 5% Wolfram werden zusammen mit Kohlenstoff geschmolzen, so daß der Kohlenstoffgehalt etwa 3% beträgt Ein erheblicher Teil der Metalle mit hohem Schmelzpunkt wird dadurch als Carbid gebunden. Aus der Beschickung werden Anoden gegossen, die in einem neutralen oder einem sauren Bad elektrolysiert werden. Um die Kathode bildet sich dann eine Legierung, die aus dem Grundmetall besteht während die hochschmelzenden Metalle in dem Mantel verbleiben, der an der Anode anhaftet Dieser Mantel enthält einen erheblichen Anteil Chromcarbid, das einen bestimmten Prozentsatz Molybdencarbid und Wolframcarbid enthält je nach den Mengen an Molybaen und Wolfram in dem Abfallmaterial.
Beispiel 2
Altmaterial, bestehend aus einer Legierung mit Nickel als Grundmetall, das etwa 60% Nickel und Kobalt, etwa 20% Chrom, etwa 5% Molybden, etwa 5% Wolfram, etwa 3% Aluminium, etwa 1,5% Titan und im übrigen Rest Eisen enthält wird zusammen mit Silizium geschmolzen, so daß der Prozentsatz an Silizium etwa 7% beträgt Ein erheblicher Teil des hochschmelzenden Metalls wird dabei an das Silizium gebunden. Aus der Beschickung werden Anoden gegossen, die im wesentliche η wie im Beispiel 1 behandelt werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Rückgewinnung von Metallen wie Nickel, Kobalt, Eisen oder Kupfer aus Altmetallen, das zusätzlich ein oder mehrere Metalle mit hohem Schmelzpunkt wie Chrom, Molybden oder Wolfram enthält, durch Elektrolyse, wobei das Altmetall als Anode geschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere der Metalle mit hohem Schmelzpunkt in eine Verbindung überführt werden, daß derart vorbehandelte Altmetalle in einem neutralen oder schwach sauren Bad aus einem Metallsalz von Säuren, die keine Oxydationswirkung haben, elektrolysiert werden und die Spannung in dem Bad so niedrig gehalten wird, daß die Komponente oder die Komponenten des Metalles oder der Metalle mit dem hohen Schmelzpunkt nicht gelöst oder abgebaut werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Altmetalle vor der Durchführung der Elektrolyse mit einem oder mehreren Nichtmetallen) der Gruppen III, IV und/oder V des Periodensystems vorbehandelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung in dem Bad auf einem Wert unter 4 V gehalten wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Anodenplatten aus dem Altmaterial gegossen und diese Platten in dem elektrolyt'ischen Bad verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Anode in dem Bad granuliertes Altmaterial verwendet wird, das in Körben oder dergleichen aus inertem Material aufgenommen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Membran zwischen den Elektroden in dem elektrolytischen Bad angeordnet wird und daß als Elektrolyt eine Lösung verwendet wird, die eine andere Zusammensetzung als der Anolyt hat.
DE19691960958 1968-12-09 1969-12-04 Verfahren zur Rückgewinnung von Metallen wie Nickel, Kobalt, Eisen oder Kupfer aus Altmetallen durch Elektrolyse Expired DE1960958C3 (de)

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Publication Number Publication Date
DE1960958A1 DE1960958A1 (de) 1970-06-25
DE1960958B2 DE1960958B2 (de) 1979-07-12
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB9217414D0 (en) * 1992-08-15 1992-09-30 British Nuclear Fuels Plc Removal of metal from graphite
DE19653273C2 (de) * 1996-12-20 2000-09-14 Lpw Anlagen Gmbh Verfahren zur Wiedergewinnung zumindest eines auf einem Substrat abgeschiedenen Metalls

Also Published As

Publication number Publication date
GB1273170A (en) 1972-05-03
DE1960958A1 (de) 1970-06-25
SE346018B (de) 1972-06-19
DE1960958B2 (de) 1979-07-12

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