[go: up one dir, main page]

DE1960504C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Be handeln einer Dialysatlosung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Be handeln einer Dialysatlosung

Info

Publication number
DE1960504C3
DE1960504C3 DE1960504A DE1960504A DE1960504C3 DE 1960504 C3 DE1960504 C3 DE 1960504C3 DE 1960504 A DE1960504 A DE 1960504A DE 1960504 A DE1960504 A DE 1960504A DE 1960504 C3 DE1960504 C3 DE 1960504C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zirconium phosphate
dialysate solution
urease
urea
dialysate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1960504A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1960504B2 (de
DE1960504A1 (de
Inventor
Michael Arnold Los Angeles Greenbaum
Laurence Boyd Sherman Oaks Marantz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cci Life Systems Inc (ndgesd Staates Delaware) Van Nuys Calif (vsta)
Original Assignee
Cci Life Systems Inc (ndgesd Staates Delaware) Van Nuys Calif (vsta)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cci Life Systems Inc (ndgesd Staates Delaware) Van Nuys Calif (vsta) filed Critical Cci Life Systems Inc (ndgesd Staates Delaware) Van Nuys Calif (vsta)
Publication of DE1960504A1 publication Critical patent/DE1960504A1/de
Publication of DE1960504B2 publication Critical patent/DE1960504B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1960504C3 publication Critical patent/DE1960504C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/14Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis
    • A61M1/16Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes
    • A61M1/1694Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes with recirculating dialysing liquid
    • A61M1/1696Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes with recirculating dialysing liquid with dialysate regeneration

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Urology & Nephrology (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln einer Dialysatlösung, die an der Membran einer künstlichen Niere zur Entfernung von Harnstoff vorbeizirkuliert, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung eines derartigen Verfahrens.
Beim Stoffwechsel des Proteins wird Harnstoff als Hauptendprodukt gebildet. Harnstoff hat ein äußerst starkes Diffusionsvermögen und verteilt sich daher im Wasser aller Gewebe. Harnstoff hat normalerweise keine nützliche Funktion im Körper und wird fast vollständig durch die Nieren ausgeschieden. Der Harnstoff im Plasma wird durch den (Jlomerulus der Miere, d. h. durch die Gefäßknäulchen der Nierenrinde gefiltert. Unter normalen Bedingungen diffundieren jedoch annähernd 40% des gefilterten Anteils wieder zurück in das Blut.
Durch eine beeinträchtigte Nierenfunktion wird eine erhöhte Harnstoffkonzentration im Blutstrom verursacht. Eine erhöhte Harnstoffkonzentration entsteht bei einer Anzahl pathologischer Zustände auf Grund einer erhöhten Harnstoffbildung im Laufe eines beschleunigten Proteinstoffwechsels und/oder einer beeinträchtigten Nierenfunktion. Bei einer konstanten. Zufuhr an Protein hängt der Grad der Azotämie ab vom Ausmaß und von der Art der Nierenschädigung. Eine Urämie (uremia) wird angezeigt durch Übelkeit, Erbrechen. Kopfschmerzen, Schwindelanfalle, Sehstörungen und schließlich durch Koma oder Krämpfe 3 oder Tod.
Eine bevorzugte Behandlungsart dieses toxischen Zustandes ist die Nieren-Homotransplantation. In manchen Fällen ist jedoch die Nieren-Homotransplantaiior. auf Grund anderer medizinischer Probleme
■ ο beim Patienten nicht möglich. Außerdem muß der Patient so lange am Leben gehalten werden, bis ein Geeigneter Spender tür das Nierentransplantat gefunden worden ist. Man hat daher zur Beseitigung von Harnstoff Dialysen entwickelt.
ö Bei der peri'tonealen Dialyse wird eine erwärmte sterile Dialysatlösung in den peritonealen Hohlraum eines urämischen Patienten gepumpt. Wie bereits oben erwähnt, besitzt Harnstoff ein extrem starkes Diffusionsvermögen, so daß er in die Dialysatlösunc im peritonealen Hohlraum diffundiert. Dadurch wild bei der Entfernung der Dialysatlösung auch ein Teil de- Harnstoffs aus dem Körper entfernt, und dadurch wird also die Harnstoffkon/entration reduziert. Bei den zur Zeit verwendeten peritonealen Dialyscsystemen wird die Dialvsatlosung injiziert, die Dialysatlösung nimmt ilen Harnstoff auf und wird dann entfernt. Bei dieser Behandlung sind große Mengen an steriler Dialysatlösung erforderlich.
Bei einer niedrigen Harnstoffkonzentration in Fällen chronischer Nicrenschadigungen vvird die Hämodialyse angewendet. Dabei wird arterielles Blut dem Patienten entnommen, auf der einen Seite einer Dialysemembian vorbeigeführt und dann wieder in die Vene des Patienten zurückgeführt. Wenn ein geringer Druckabfall auf der Blutflußseite der Dialysemembran erzeug, wiiu, verursacht der Blutdruck allein eine Zirkulationt Jedoch erfordert ein geringer Druckabfall große und iaüge Führungswege, und vnn das Volumen des Blutes, das sich außerhalb des Patienten befindet, im Oberschuß ist, muß Blut von einem Spender zugeführt werden. Dadurch entstehen Gefahren für das Blut des Spenders, wie beispielsvu >e bei der Transfusion. Auf der anderen Seite der Dialysemembran befindet sich die Dialysatlösung, in die Harnstoff aus dem Blutstrom diffundiert. Bei den bisherigen Vorrichtungen fließt die Dialysatlösung entlang der Dialysemembran und vvird so lange verwendet, bis die Harnstoffkonzentration in der Dialysatlösung die Diffusion des Harnstoffes aus dem Blut beeinträchtigt. Anschließend vvird die Dialysatlösung durch eine frische Lösung ersetzt. Die Diffusionsrate von Harnstoff in die Dialysatlösung nimmt mit steigender Harnstoff konzentration in der Dialysatlösung ab, so daß zur Gewährleistung möglichst hoher Diffusionsraten ein häufiger Wechsel der Dialysatlösung erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mittels der die an der Membran einer künstlichen Niere vorbeizirkulierende Dialysatlösung so behandelt vvird, daß die Harnstoffkonzentration auf einem niedrigen Wert verbleibt und die Dialysatlösung daher fortlaufend verwendet werden kann.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Behandeln einer Dialysatlösung, die an der Membran einer künstlichen Niere zur Entfernung von Harnstoff vorbeizirkuliert, das erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß Urease und ein Zirkoniumphosphät-Ionenaustau-
scher mit der Dialysatlösung /usanin-iigehracht werden. Durch die Urease %ird der in d;j Dialvsatlösun.c eingewanderte Harnstoff /u Ammoniumionen abgebaut, die durch den Zirkoniumphosphat-IonenaustausJier aus der Dialysatlösung entfernt werden Durch das Verfahren nach der Erfindung wird also die Harns:.^konzentration der Dialysatlösung im wesentliche!.!uf Höhe gehalten, so daß mc fortlaufend weiter verw.-.i-Jet werden kann. Der Zirkoniumphosphat-Ionen..":stauscher wird zvveckmäßigcrweise in Form von Tauchen der Dialjsatlösung zugesetzt. Die Urease wird /weckmäßigerweise in der Diaiysatlö.-un« aufgelöst. Insbesondere können der Dialysatlösuns Teilchen zugesetzt werden, die aus Zirkoniumphosphatloneri.iustauscher bestehen, ,n dem Urease absorbiert ist.
Dv Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens rau.· der F: "findung ist gekennzeichnet durch ein Zirkulation wem für eine Harnstoff aufnehmende Oialysai .ng. in dem Urease und ein /irkoniiimphosphat-Ιοί. ; .:iistauscher vorgesehen sind. Zv-eckmäßiger- ν,α-- ^i im Zirkulations.systeni ei-: mit Zirkoniumpli,· ι hat-Ionenaustauschcr geschichtete Säule ange- or·· : Insbesondere kann im Zirkulation^stem ein Z\r. 1 ■ niumphosphat-Ioneraustauscher vorgesehen sein, 2-an -.!em Urease absorbiert i.st. Im Zirkulationssystem ka:· < in einer zu der nut Zirkoniumphosphat-lonenauv iiischer beschichteten Säule eine Zirkulationspui;;pe angeordnet sein.
Die Windung wird nun an Hand der Zeichnung näher erläutert, die eine bevorzugte Ausfiihrungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung zeigt.
.'ie in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung 10 enthält einen herkömmlichen Dialysator 12, insbesontiere einen herkömmlichen Hüniodialysator. Bei den herkömmlichen Hämodialysatoren wird die Dialysatlösung vom Blut mittels einer Dialysemembran getrennt. An Stelle des Hämodialysators 12 können auch Einleitung^- und Herausleitungshohlnadeln verwendet werden mit Kanülen für das Anzapfen des peritonealen Hohlraums. Die Rezirkulierungsvorrichtung nach der Erfindung kann bei der Peritonealdialyse verwendet werden. Da sie jedoch vorzugsweise bei der Hämodialyse verwendet wird, wird auch die Beschreibung an Hand der Hämodialyse durchgeführt.
Bei der obenerwähnten Hämodialysevorrichtung wird der Blutstrom vom Patienten durch den Dialysator 12 gefühlt, wobei der Dialysator eine Dialysemembrane besitzt, die das Blut vom Dialysat trennt. Dazu wird eine geeignete Dialysatlösung verwendet, die sich für eine dialytische Wanderung der Vennreinigungen im Blutstrom vom Blutstrom durch die Membran in das Dialysat eignet. Während eine Anzahl von Faktoren im Blut in den Fällen der chronischen Urämie entfernt werden müssen, sind die Vorrichtung und das Verfahren nach der Erfindung auf die Entfernung von Harnstoff gerichtet, so daß sich das hier diskutierte Dialysat insbesondere zu diesem Zweck eignet. Das Dialysat ist daher vorzugsweise eine Natriumchlorid-Giukose-Wasserlösung im sterilen Zustand. Das Dialysat, das praktisch keinen Harnstoff und keine Ammoniumionen enthält, passiert in den Dialysator 12 aus der Einlaßleitung 14. Der Harnstoff wird vom BlutSuomfluß auf der einen Seite der Membran in das Dialysat mit einer Dialysiergeschwindigkeit geführt, die von der Harnstoffkonzentration im Blutstrom, von den Membraneigenschaften und von der Dialysatart abhängt. Die Harnstoffkonzentration im Dialysat besitzt einen höheren Stickstoffwert, wenn das Dialysat den Dialysator 12 durch die Ausführungsleitung 16 verläßt. Die Zirkulation durch den Dialysator 12 wird mittels der Pumpe 20 durchgeführt, die so verbunden ist, daß sie vom Dialysator ansaugt. Die Pumpe 20 wird auf der Säule 22 entleert, in der der Stickstoffaktor bei der Zirkulation aus dem Dialysat entfernt wird.
Die Urease ist ein Enzym, das durch verschiedene Mikroorganismen gebildet wird und die Umwandlung von Harnstoff in Ammoniumkarbonat hervorrufen kann. Die Urease wird in der Vorrichtung in zwei Arten verwendet. Bei der ersten wird die Urease im Dialysat aufgelöst, so daß der Harnstoff nach dem Passieren der Membran in das Dialysat in Ammoniumkarbonat umgewandelt wird. Das Ammoniumkarbonai wird in dem Dialysat aufgelöst und ionisiert, und die Ammoniumionen müssen entfernt werden, um den Stickstoffgehalt des Dia!" ats ausreichend niedrig zu halten, damit Harnstoff durch die Dialysemembran weiter aufgenommen werden kann. Weiterhin stören die Ammoniumionen in der Einlaßleitung zum Dialysator 12, weil die Ammoniumioiien in den Blutstrom zurückdiffundieren können.
Um die Ammoniumionen zu entfernen, ist die Säule 22 mit Zirkoniumphosphat gefüllt. Das Zirkoniumphosphat hat Austauscheigenschaften und bindet und tauscht die Ammoniumionen aus der Lösung aus gegen Natriumionen, die ursprünglich aus dem Austauscher absorbiert waren. Wenn das Dialysat durch die Säule 22 läuft, werden die Ammoniumionen gebunden und Natriumionen freigemacht. Die Natriumionen sind im Dialysat in großen Mengen vorhanden, wirken sich aber nicht nachteilig auf die Hämodialyse des Harnstoffs aus.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung wird Urease verwendet, die auf dem Zirkoniumphosphat absorbiert ist. Es ist festgestellt worden, daß Urease auf dem Zirkoniumphosphat absorbiert werden kann, indem eine wäßrige Lösung von Urease mit Zirkon;umphosphatkristallen geschüttelt wird. Das Ausmaß der Absorption ist eine Funktion der Ureasekonzemration, der Schüttelzeit, der Temperatur und der anschließenden Behandlung des Zirkoniumphosphats. Beispielsweise wird eine Lösung von 20 mg Urease in 100 ml destilliertem Wasser mit 5 g Zirkoniumphosphatkristallen über einen Zeitraum von 2 Stunden bei 220C geschüttelt. Das Absorbat wurde dreimal mit destilliertem Wasser gespült. Dadurch erhielt man 67% der ursprünglichen Ureaseaktivität auf dem Zirkoniumphosphat. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird das Zirkoniumpnosphat mit der absorbierten Urease in der Säule 22 gepackt, so daß die Umbildung des Harnstoffs zu Ammoniumkarbonat in der Säule stattfindet zugleich m;t der sofortigen Fixierung der Ammoniumionen. Falls notwendig, wird die Säule 22 entlüftet, um Kohlendioxidgas zu entfernen. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung erhält man ein Dialysat, das am Eingang des Dialysators 12 im wesentlichen eine Nullkonzentration an Ammoniuittionen besitzt.
Bei einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach der Erfindung werden 2 1 Dialysatlösung verwendet, zu denen 2 g Urease und 1000 g Zirkoniumphosphat (Sieböffnung 0,149 bis 0,074 mm) zugesetzt wurden. Es kann jede geeignete Dialysatlösung verwendet wer-
5 6
den, und die Lösung kann die verschiedensten Be- Form dargestellt, die man für ihre chemische Zu· standteile für bestimmte Zwecke im Zusammenhang sammensetzung hält, jedoch sollen diese Bezeich· mit der Blutzusammensetzung enthalten. Bei dem nungen nur eine theoretische Darstellung sein und vorliegenden Beispiel wurde die Dialysatlösung mit keine Beschränkung. Beispielsweise kann Zirkoniumeiner Geschwindigkeit von 200 cm3 je Minute durch 5 phosphat als Zr(HPOJ2-H2O dargestellt werden das System zirkuliert, und man konnte feststellen, daß Bei dieser und bei ähnlichen Strukturen der Verbinausreichend Harnstoff aus der Dialysatlösung entfernt dung kann Wasserstoff in einem Austauschprozeß ir wurde, so daß die Lösung wieder versvendet werden einem verschiedenen Ausmaß ersetzt werden. Dahci konnte. Die typische Gleichung für die Ureascwirkung können diese Materialien als anorganische Austauist wie folgt: ίο schermaterialien mit aktivem Wasserstoff bezeichnel O werden. In einer ähnlichen Weise wirken die Natrium-Ij und die Kaliumform als Ionenaustauscher. Das hiei H2N-C-NH2 -I- Urease+(NH1),, CO.., angegebene Zirkoniumphosphat kann nach verschiedenen Verfahren hergestellt werden. Solche Verfahren
Die Entfernung der Ammoniumionen durch das 15 sind beispielsweise beschrieben in »Synthetic Inorganic
Zirkoniumphosphat läuft nach der folgenden Gleichung Ion Exchange Materials I«, »Zirconium Phosphate«
ab: von C. B. Amphlett, L. A. McDonald and
0 NlI f j- 7WNnPD ϊ .μη M. J. Redman, Journal of Inor. Nucl. Chem.,
ζ iNi ι., ϊ- £ruw^2 nju Band 6) s 220, 1958, und in dem Buch »Inorganic Ion
->^r(.iNn4rw4;2 η2υ -f- ζ iNd ^ Exchangers<<i VQn c B Amphlett, S. 93 bis 111
Die in der Beschreibung verwendete Bezeichnung (veröffentlicht 1964 durch Elsevier Publishing Compa-
Zirkoniumphosphat betrifft Zirkoniumphosphnt- ny). Wie bereits erwähnt, soll das Zirkoniumphosphal
Ionenaustauscher im allgemeinen wie beispielsweise die Natriumionen in der Zirkoniumverbindung er-
die Zirkoniumphosphatnatriumform, wie sie in der setzen. Es können die jeweils geeigneten Konzentra-
Gleichung angegeben wird. Der Natriumgehalt des 45 tionen an Urease und Zirkoniumphosphat in der
Natriumsalzes ist auf eine Lösung eingestellt, die sich Lösung verwendet werden.
für den besonderen Zweck der Lösung eignet. Als B:i einer anderen Ausführungsform kann die
Zirkoniumphosphat-Ionenaustauscher können auch Urease in der zirkulierenden Dialysatflüssigkeit auf-
(a) die Zirkoniumphosphat-Kalium/Wassersloff-Form gelöst werden, und das Zirkoniumphosphat kann in
und (b) die Zirkoniumphosphat-Wasserstoff-Form 30 der Form von Teilchen zugesetzt werden, so daß eine
verwendet werden. Abgesehen von einigen kristallinen zirkulierende Aufschlämmung entsteht. In diesem Fall
Formen ist die genaue chemische Struktur dieser braucht die Säule 22 nicht verwendet zu werden. Bei
Materialien nicht genau bestimmt worden. Die Be- einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Urease
zeichnung Zirkoniumphosphat-Ionenaustauscher be- auf dem Zirkoniumphosphat absorbiert werden, und
trifft Zirkoniumphosphate, die sich entweder in einer 35 das so hergestellte Produkt kann der Dialysatlösung
gelatineartigen oder in einer kristallinen Form befin- zugesetzt werden, um eine zirkulierende Aufschläm-
den. Diese Verbindungen werden in einer allgemeinen mung zu erzeugen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
3601*

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Behandeln einer Dialysatlösung, die an der Membran einer künstlichen Niere zur Entfernung \on Harnstoff vorbeizirkuliert, dadurch gekennzeichnet, daß Urease und ein Zirkoniumphospliat-lonenaustauscher mit der Dialysatlösung zusammengebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zirkoniumphosphat-Ioner.austauscher in Form von Teilchen der Dialysatlösung zugesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Urease in der Dialysatlösung aufgelöst wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dialysatlösung Teilchen zugesetzt werden, die aus Zirkoniumphosphat-lonenaustauscher bes-dien, an dem Urease absorbiert ist.
5. Diaivsevorrichtung zur Durchführung des \ erfahren-· nach Anspruch 1, gekennzeichne; durch ein Zirkulationssystem (10) für eine Harnstoff aufnehmende Dialysatlösung. in dem Urease und ein Zirkoniumpho.iphat-lonenaustauseher vorgesehen Mild.
6. vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Zirkulationssystem eine mit Zirkoniuinphosphat-lonenaustauscher beschickte Sanie (22) -ipgeordnet ist.
7. Vorrictitung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Zirl.tilationss>stem (10; ein Zirkoniumphosphat-Ionenaustauscher vorgesehen ist. an den; Urease adsorbier, ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Zirkulationssystem in Reihe zu der mit Zirkoniumphosphat-Ionenaustauscher beschickten Säule eine Zirkulationspumpe (20) angeordnet ist.
DE1960504A 1968-12-02 1969-12-02 Verfahren und Vorrichtung zum Be handeln einer Dialysatlosung Expired DE1960504C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US78041768A 1968-12-02 1968-12-02

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1960504A1 DE1960504A1 (de) 1970-06-11
DE1960504B2 DE1960504B2 (de) 1973-04-26
DE1960504C3 true DE1960504C3 (de) 1973-11-15

Family

ID=25119541

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1960504A Expired DE1960504C3 (de) 1968-12-02 1969-12-02 Verfahren und Vorrichtung zum Be handeln einer Dialysatlosung

Country Status (3)

Country Link
JP (1) JPS4922438B1 (de)
DE (1) DE1960504C3 (de)
GB (1) GB1267105A (de)

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3669880A (en) * 1969-06-30 1972-06-13 Cci Aerospace Corp Recirculation dialysate system for use with an artificial kidney machine
JPS57145221A (en) * 1981-03-03 1982-09-08 Tanaka Precious Metal Ind Sealed reed switch
DE3224815A1 (de) * 1982-07-02 1984-01-05 August Fröscher GmbH & Co KG, 7141 Steinheim Stuhl mit befestigungsmitteln fuer anreihverbindungselemente und/oder armlehnen oder schreibplatten
US7241272B2 (en) 2001-11-13 2007-07-10 Baxter International Inc. Method and composition for removing uremic toxins in dialysis processes
US7776210B2 (en) * 2004-06-09 2010-08-17 Renal Solutions, Inc. Dialysis system
DE102012002372B4 (de) * 2012-02-08 2013-11-21 Fresenius Medical Care Deutschland Gmbh Konzentrat für eine Dialysierflüssigkeit und daraus hergestellte Dialysierflüssigkeit
EP2777801B1 (de) 2013-03-15 2019-08-28 Maquet Cardiopulmonary AG Vorrichtung zur CO2-Eliminierung von Patientenblut

Also Published As

Publication number Publication date
GB1267105A (de) 1972-03-15
DE1960504B2 (de) 1973-04-26
JPS4922438B1 (de) 1974-06-08
DE1960504A1 (de) 1970-06-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3101159C2 (de) Verfahren zur Reinigung von Blut und künstliche Niere zur Durchführung des Verfahrens
DE102007039939B4 (de) Vorrichtung zur Einsparung von Diafiltrat
DE2011330A1 (de) Vorrichtung zur Entfernung von Harnstoff aus dem Blut eines Kranken durch Dialyse oder Ultrafiltration
DE69027052T2 (de) Dialysat-produktionssystem mit pillen
EP3554577B1 (de) System zur extrakorporalen blutbehandlung und behandlungsvorrichtung
DE69929555T2 (de) Verwendung einer Flüssigkeit zur Herstellung einer Dialyselösung für die kontinuierliche rezirkulierende Peritonealdialyse
DE69103190T2 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Substitutionsflüssigkeit.
DE69025053T2 (de) Einrichtung zur Blutreinigung
DE3110128A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur entgiftung und regeneration von blut, blutbestandteilen und bei der blutreinigung anfallenden loesungen sowie kit fuer die durchfuehrung des verfahrens
DE60127657T2 (de) Blutreinigungssystem
DE2239254A1 (de) Kolonne fuer ein zirkulierendes dialysat-system mit unloeslicher urease
DE2213158A1 (de) Dialysevorrichtung
DE69625279T2 (de) Kombinierter Halter und Anschluss für einen Dialysator
DE60037233T2 (de) Hämofiltrationsvorrichtung
DE19654746C2 (de) Dialyselösung
DE2512212A1 (de) Verfahren zur entfernung eines giftstoffes aus der dialysefluessigkeit eines umlauf-dialysesystems
DE1960504C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Be handeln einer Dialysatlosung
DE2825134A1 (de) Automatisches intermittierendes blutreinigungsverfahren
DE19854338B4 (de) Verfahren und Einrichtung zur Nierenersatztherapie
DE102013102914A1 (de) Abmischvorrichtung zur Herstellung einer Dialyselösung
DE4102693C2 (de)
EP0490307A2 (de) Spezialkonzentrat für die Bicarbonat-Dialyse und seine Verwendung
DE102019109646A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Blut
EP1827532B1 (de) Vorrichtung zur abreicherung wenigstens einer komponente eines fluiden mediums
DE60314073T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur in-line Vorbereitung von Flüssigkeit für eine Vorrichtung zur Behandlung von Blut durch einen extrakorporalen Kreislauf

Legal Events

Date Code Title Description
SH Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EGA New person/name/address of the applicant