DE19603866A1 - Vorrichtung zur Beseitigung der Schad- und Aromastoffe aus einem dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luftstrom - Google Patents
Vorrichtung zur Beseitigung der Schad- und Aromastoffe aus einem dem Fahrzeuginnenraum zugeführten LuftstromInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beseitigung der Schad- und
Aromastoffe aus einem dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luft
strom nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der DE 35 17 105 C1 ist eine Vorrichtung zum kontinuierlichen
Entfernen von Schadstoffen aus einem Luftstrom beschrieben. Es ist
eine mit einem Sorbens gefüllte Trommel vorgesehen, wobei die Luft
die Trommel in radialer Richtung durchströmt und mittels sich in
radialer Richtung fortsetzender Leitungen abgeleitet wird. Die Trom
mel weist Heizelemente auf, die bereichsweise den Luftstrom erwär
men, so daß eine Desorption eintritt und die desorptierten
Schadstoffe durch eine Leitung abgeführt werden können. Nachteilig
an der bekannten Vorrichtung ist, daß in der Trommel keine definier
ten Luftströmungswege gebildet sind. Die Beaufschlagung der Adsorp
tions- und Desorptionszone durch den Luftstrom ist im wesentlichen
von den Strömungswiderständen innerhalb des Sorbens und von der An
ordnung der abgehenden Leitungen abhängig. Aufgrund der Schüttungs
dichte in der Trommel entstehen hohe Druckverluste, so daß ein
großer Energieaufwand zur Erzeugung des Luftstromes erforderlich
ist. Darüberhinaus muß die Trommel drehbar ausgebildet sein, damit
das Sorbens in eine Adsorptions- und eine Desorptionszone gebracht
werden kann. Bei Verwendung von elektrischen Heizelementen sind für
den Abgriff entsprechende Schleifkontakte notwendig, die eine be
grenzte Lebensdauer aufweisen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur
Beseitigung der Schad- und Aromastoffe zu schaffen, die einen hohen
Reinheitsgrad des dem Fahrzeuginnenraum zugeleiteten Luftstroms ge
währt und die einen kontinuierlichen und wartungsfreien Betrieb er
möglicht.
Diese Aufgabe wird durch die in dem Patentanspruch 1 aufgeführten
Merkmale gelöst.
Die wesentlichen Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß von dem
insgesamt vorhandenen Adsorbermaterial stets ein definierter Teil
als Adsorber im zu reinigenden Luftstrom liegt, während der andere
Teil mittels eines Desorptionsluftstromes gereinigt wird. Auf diese
Weise ist stets ein hohes Adsorptionsvermögen bei völlig wartungs
freiem Betrieb gegeben. Die Gesamtmenge des Adsorbermaterials kann
gering gehalten werden, da stets regeneriertes Material zur Verfü
gung steht und keine mit der Betriebsdauer zunehmende Kontaminierung
auftritt. Aufgrund der getrennten Luftströmungswege ergibt sich eine
definierte Beaufschlagung des Reaktormaterials, und die Ausbildung
als flächiges Wandelement hat den Vorteil, daß der Strömungswider
stand bzw. der Druckabfall gering gehalten wird. Durch die gegensin
nige Luftströmung wird erreicht, daß der Abschnitt des Reaktors mit
der größten Kontaminierung der Fortluftöffnung zugewandt ist. Vor
teilhafterweise ist der Reaktor und das darin enthaltene Heizelement
ortsfest angeordnet, so daß keine Antriebsorgane zum Antrieb dersel
ben erforderlich sind. Dadurch, daß der Luftstrom durch getrennte
Luftströmungswege innerhalb der Reaktoren geführt wird, kann eine
vorgegebene Heiztemperatur sicher eingestellt werden, ohne daß die
Temperatur innerhalb eines benachbarten Reaktors beeinflußt wird. Es
lassen sich somit innerhalb der Reaktoren durch die Heizelemente
Temperaturen einstellen, wobei keine Störung durch die Temperatur
verhältnisse in einem benachbarten Reaktor auftritt.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Luft
strömungswege durch eine gemeinsame Lufthauptkammer und zwei ge
trennte Luftnebenkammern gebildet. Jeder der Reaktoren ist zwischen
der Lufthauptkammer und einer der Luftnebenkammern angeordnet, wobei
Luftstromsteuerorgane in der Lufthauptkammer und den Luftnebenkam
mern vorgesehen sind, durch die wechselseitig die Reaktoren vom Ad
sorptionsbetrieb zum Desorptionsbetrieb umsteuerbar sind. Dabei sind
der im Adsorptionsbetrieb befindliche Reaktor abströmseitig mit dem
Fahrzeuginnenraum, und der im Desorptionsbetrieb befindliche Reaktor
abströmseitig mit der Außenseite des Fahrzeugs verbunden. Eine sol
che Anordnung hat den Vorteil, daß die Reaktoren ruhend angeordnet
sind, wobei die Luftströme mittels der Luftstromsteuerorgane nach
vorgegebenen Zyklen alternierend durch die Reaktoren geleitet wer
den.
Vorteilhafterweise sind die Heizelemente als elektrische Heizele
mente ausgebildet. Damit ein vorgegebener Temperaturwert innerhalb
des Reaktors schnell erreicht werden kann, kann das Heizelement als
PTC-Heizelement ausgebildet sein. Alternativ kann das Heizelement
auch als wasserdurchströmter Heizkörper ausgebildet sein.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist der Reaktor mehrere
plattenförmige Heizsegmente als PCT-Heizelement auf, zwischen denen
jeweils ein profiliertes Abstandelement angeordnet ist. Dieses
Abstandelement besteht aus einem wärmeleitenden Material, so daß
eine innige Erwärmung des dieses umgebenden Adsorbermaterials
gewährleistet ist.
Zur Erzeugung des erforderlichen Luftstroms ist mindestens ein Ge
bläse vorzusehen, wobei durch geeignete Ausgestaltung der das Ge
bläse verlassende Gesamtluftstrom in einen Desorptions- und einen
Adsorptions-Luftstrom aufgeteilt wird. Es ist jedoch auch möglich,
für den Desorptionsluftstrom ein separates Gebläse vorzusehen. Die
ses zusätzliche Gebläse kann zusammen mit dem Reaktor in Strömungs
richtung entweder zwischen dem Gebläse und der Klima- bzw. Heizan
lage oder vor dem Gebläse angeordnet sein. Um eine Verschmutzung des
Adsorbermaterials durch Partikel zu vermeiden, können im Luftweg vor
den Reaktoren Partikelfilter herkömmlicher Bauart angeordnet sein.
Als Adsorbermaterialien kommen Aktivkohle, Zeolith, Aluminiumoxyd
und Silikagel in Betracht. Dabei ist es möglich, daß der Reaktor aus
einer Kombination oder Mischung von mindestens zwei dieser Materia
lien besteht. Die Kombination oder Mischung unterschiedlicher Adsor
ber hat den Vorteil, daß das Spektrum der adsorbierten Schad- und
Aromastoffe vergrößert wird. Sofern sich bestimmte Adsorbermateria
lien aufgrund ihrer Struktur nicht zur Mischung eignen, kann die
Kombination der Adsorbermaterialien dadurch erreicht werden, daß die
verschiedenen Materialien in quer zur Luftströmungsöffnung verlau
fenden Schichten angeordnet sind.
Insbesondere bei Reaktoren, die zumindest teilweise Zeolith oder Si
likagel umfassen, wird neben der Schad- und Aromastoffbeseitigung
dem Luftstrom Feuchtigkeit entzogen, so daß nicht nur gereinigte,
sondern auch partiell getrocknete Luft dem Fahrzeuginnenraum zuge
führt wird. Dem Desorptionsluftstrom wird in der Desorptionsphase
auch die Feuchtigkeit aus dem Reaktor ausgetrieben.
Der Reaktor kann als Monolith oder Schüttung aus Adsorbermaterial
ausgeführt sein. Es ist jedoch auch möglich, aus einer Trägerstruk
tur das Adsorptionsmaterial in Form einer Beschichtung aufzubringen,
wobei die Trägerstruktur ein wärmeübertragendes Metall oder Metall
gitter sein kann. Die Heizelemente können dabei in einem Bereich
zwischen der Trägerstruktur und dem Adsorptionsmaterial angeordnet
sein.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung eine
Steuereinheit auf, die sowohl zur Steuerung des Steuerorgans als
auch zur Steuerung der Heizelemente dient. Mit der Steuereinheit
lassen sich gleichzeitig das Steuerorgan und die Heizelemente steu
ern bzw. ein- oder ausschalten. Durch die gekoppelte Steuerung von
dem Steuerorgan einerseits und den Heizelementen andererseits kann
auf einfache Weise ein eindeutiger Desorptions- und Adsorptionsbe
trieb eingestellt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der
Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Luftreinigungsvor
richtung für ein Kraftfahrzeug;
Fig. 2 eine Darstellung der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in einer
zweiten Betriebsstellung;
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Luftreinigungsvor
richtung für ein Kraftfahrzeug nach einem zweiten Aus
führungsbeispiel und
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer Steuerung der Erfindung.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung 1 zur Reinigung eines
dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luftstromes 2 umfaßt zwei in einem
Gehäuse 3 angeordnete Reaktoren 4 und 5, die parallel zueinander an
geordnet sind und zwischen denen eine gemeinsame Hauptluftkammer 6
gebildet ist. Die Reaktoren 4, 5 sind als flächige Wandelemente aus
gebildet und begrenzen mit der anderen Seite jeweils eine Nebenluft
kammer 7 und 8, die sich parallel zur Längsrichtung der Reaktoren
erstrecken. Jeder Reaktor 4, 5 bildet eine luftdurchlässige Wand
zwischen den Nebenluftkammern 7, 8 und der Hauptluftkammer 6. Die
Hauptluftkammer 6 und die Nebenluftkammern 7, 8 sind an ihren einer
Lufteintrittskammer 9 zugewandten Enden offen ausgebildet.
In jeder Nebenluftkammer 7, 8 und der Hauptluftkammer 6 ist ein
Steuerorgan bestehend aus Steuerklappen 11, 12, 13 angeordnet, die
sich diagonal in der jeweiligen Kammer 6, 7, 8 erstrecken und je
weils um eine Schwenkachse S₁, S₂, S₃ in der Klappenmitte schwenkbar
sind, so daß die Klappen 11, 12, 13 zwischen den durch die Diagona
len der Luftkammer 6, 7, 8 bestimmten Endlagen umschaltbar sind.
Alle Steuerklappen 11, 12, 13 werden gleichzeitig betätigt, vorzugs
weise von einem gemeinsamen Antrieb. Die Steuerklappe 11 in der
Hauptluftkammer 6 teilt diese in jeder der beiden möglichen Stellun
gen in einen vorderen Bereich 6′ und einen hinteren Bereich 6′′. An
einer Öffnung 14 im Bereich 6′′ der Hauptluftkammer 6 ist ein zu dem
in der Zeichnung nicht gezeigten Fahrzeuginnenraum führender Luftka
nal 15 angeschlossen. In den Nebenluftkammern 7 und 8 sind Fortluft
öffnungen 16, 17 vorgesehen, die sich an den der Lufteintrittskammer
entfernt liegenden Enden befinden und an die Fortluftkanäle 16′, 17′
angeschlossen sind. Die Fortluftöffnungen 16, 17 sind je nach Stel
lung der Steuerklappen 12 und 13 schließbar, wobei stets eine der
Fortluftöffnungen 16, 17 geschlossen und die andere geöffnet ist.
An dem Gehäuse 3 ist vor der Lufteintrittskammer 9 ein Gebläse 18
mit einem Radiallaufrad 19 angeordnet, das Luft gemäß Pfeil 20 an
saugt - dies kann beispielsweise aus dem Fahrzeuginnenraum abge
führte Luft sein - und einen Luftstrom durch einen Diffusor 21 in
die Lufteintrittskammer 9 erzeugt. Dieser Luftstrom wird in einen
Adsorptionsluftstrom 22 und einen Desorptionsluftstrom 23 aufgeteilt.
Der Adsorptionsluftstrom 22 wird gemäß Fig. 1 aufgrund der Stellung
der Steuerklappen 11, 12 und 13 durch den Reaktor 4 geführt und dort
gereinigt, wobei diese Reinigung eine Adsorption von Schad- und Aro
mastoffen ist. Aus dem Reaktor 4 tritt der Adsorptionsluftstrom in
den Bereich 6′′ der Hauptluftkammer 6 und verläßt letztere durch die
Öffnung 14 und den Luftkanal 15 als gereinigter Luftstrom 2, der dem
Fahrzeuginnenraum zugeführt wird. Der Desorptionsluftstrom 23 tritt
in den Bereich 6′ der Hauptluftkammer 6 ein und wird aufgrund der
Stellung der Steuerklappe 11 durch den Reaktor 5 geführt und nimmt
dort die an der Oberfläche des Adsorbermaterials eingelagerten
Schad- und Aromastoffe auf. Zur Erwärmung des Desorptionsluftstroms
23 innerhalb des Reaktors 5 bzw. 4 weisen die Reaktoren 4 und 5 je
weils ein Heizelement 24 bzw. 25 auf. Der den Reaktor 5 verlassende
Desorptionsluftstrom 23 tritt durch die in der Nebenluftkammer 8 be
findliche Fortluftöffnung 17 aus und wird an die Umgebungsluft abge
geben. Werden die Steuerklappen 11, 12 und 13 in die zweite mögliche
Stellung gebracht, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, so dient der
Reaktor 5 aufgrund der Stellung der Steuerklappen 11, 12 und 13 zur
Reinigung des Adsorptionsluftstromes 22, der vor der Nebenluftkammer
8 in den Bereich 6′′ der Hauptluftkammer 6 gelangt und von dort als
gereinigter Luftstrom 2 dem Fahrzeuginnenraum zugeführt wird.
Gleichzeitig wird der Desorptionsluftstrom 23 durch den Reaktor 4 in
die Nebenluftkammer 7 geleitet und tritt durch die Fortluftöffnung
16 und den Fortluftkanal 16′ aus.
Die Heizelemente 24 und 25 erstrecken sich als PTC-Heizelemente je
weils in Längsrichtung der Reaktoren 4 bzw. 5, wobei die Heizdrähte
vorzugsweise wendelförmig ausgebildet sind und sich fortlaufend quer
zur Luftströmungsrichtung des durch die Reaktoren 4 und 5 geleiteten
Luftstroms erstrecken. Außenseitig an den Reaktoren 4 und 5 sind je
weils ein Stromanschluß Q1 des Heizelements 25 und ein Stromanschluß
Q2 des Heizelements 24 angeordnet, über die Heizelemente 24 und 25
mit elektrischem Strom versorgt werden. Die Stromanschlüsse Q1 und
Q2 sind, wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, mit einer Steuereinheit 26
verbunden, die eine elektrische Stromversorgungseinrichtung aufweist
und die wechselweise eine Ansteuerung der Heizelemente 24, 25 im
Zusammenwirken mit der Steuerung der Steuerklappen 11, 12 und 13 be
wirkt.
Die Heizelemente 24 und 25 können als plattenförmige Heizsegmente
ausgebildet sein, die mit Abstand nebeneinander im wesentlichen in
Strömungsrichtung angeordnet sind. Zwischen diesen plattenförmigen
Heizsegmenten können profilierte Abstandhalter aus einem wärmelei
tenden Material, vorzugsweise aus Aluminium, angeordnet sein. Diese
Abstandhalter können rippenförmig oder wellenförmig ausgebildet
sein, wobei die Zwischenräume zwischen den Rippen bzw. Wellentälern
und -bergen durch das Adsorbermaterial ausgefüllt sind, so daß der
Luftstrom durch die das gleichmäßig erwärmte Adsorbermaterial auf
weisenden Zwischenräume geleitet wird. Die sich zwischen den plat
tenförmigen Heizsegmenten erstreckenden Abstandhalter dienen zum
einen zur Ausrichtung und Abstandsfestlegung der Heizsegmente selbst
und zum anderen zur Förderung der Wärmeleitung von den Heizsegmente
zu dem Adsorbermaterial. Auf diese Weise läßt sich eine gleichmäßige
und ausreichende Erwärmung des Adsorbermaterials erzielen. Alterna
tiv kann der wärmeleitende Abstandhalter auch mit einem Adsorbermate
rial, vorzugsweise mit Aktivkohle beschichtet sein. Die Struktur des
Abstandhalters ist dabei so gewählt, daß der Zwischenraum zwischen
den benachbarten Flanken der Erhebungen des Abstandhalters im we
sentlichen mit dem Adsorbermaterial ausgefüllt ist. Vorzugsweise be
steht der Abstandhalter aus im wesentlichen rechtwinkligen Erhebun
gen, wobei sowohl die flächigen Erhebungen als auch die zwischen
diesen angeordneten flächigen Vertiefungen an einer Wandung des
Heizsegments anliegen.
Die Steuerklappen 11, 12 und 13 sind über ein elektrisches Stellor
gan 27 mit der Steuereinheit 26 verbunden, wobei das elektrische
Stellorgan 27 als Schrittmotor ausgebildet ist, der das von der
Steuereinheit 26 abgegebene Signal in eine Schwenkbewegung der Steu
erklappen 11, 12 und 13 in die eine oder die andere Endlage über
trägt. Die Steuereinheit 26 weist eine elektronische Steuereinrich
tung auf, die gleichzeitig einerseits die Steuerklappen 11, 12 und
13 umschaltet und andererseits die Heizelemente 24 und 25 ein- bzw.
ausschaltet. Befindet sich beispielsweise der Reaktor 4 in dem Ad
sorberbetrieb und der Reaktor 5 in dem Desorberbetrieb, erfolgt eine
Umschaltung des Reaktors 4 in den Desorberbetrieb dadurch, daß das
Heizelement 24 eingeschaltet und das Heizelement 25 ausgeschaltet
wird sowie die Steuerklappen 11, 12 und 13 in die entgegengesetzte
Endlage geschaltet werden. Je nach den Erfordernissen der Vorrich
tung läßt sich somit mittels der Steuereinheit 26 eine bestimmte
vorgegebene Temperatur innerhalb der Reaktoren 4 und 5 einstellen,
wobei eine Kopplung zwischen der Betätigung der Heizelemente 24, 25
einerseits und der Steuerklappen 11, 12 und 13 andererseits gegeben
ist.
Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2
wird nach einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 der den
Reaktoren 4 und 5 zugeführte Luftstrom in einer vor den Reaktoren 4
und 5 angeordneten Verzweigungsstelle 28 geteilt. Abstromseitig von
den Reaktoren 4 und 5 ist eine Verzweigungsstelle 29 angeordnet, in
der die sich von den Reaktoren 4 und 5 erstreckenden Luftkanäle zu
sammengeführt werden, so daß der gereinigte Luftstrom 2 durch einen
Verdampfer 30 einer nicht gezeigten Klimaanlage und einem Heizkörper
31 in Richtung des Fahrzeuginnenraumes 32 geleitet wird. Abstromsei
tig von den Reaktoren 4 und 5 sind jeweils eine Steuerklappe 34 bzw.
35 abgeordnet, die den Luftstrom im Desorptionsbetrieb in Richtung
der Umgebungsluft umleiten. Eingangsseitig von den Reaktoren 4 und
5, vorzugsweise in einem Bereich der Verzweigungsstelle 28, kann ein
Steuerorgan angeordnet sein, das die Luftvolumina der den Reaktoren
4 und 5 zugeleiteten Luftströme einstellt. Beispielsweise kann die
Stellung dieses Steuerorgans derart gesteuert sein, daß dem Reaktor
4 im Adsorberbetrieb eine größere Luftmenge zugeführt wird als dem
im Desorptionsbetrieb befindlichen Reaktor 5. Über ein nicht darge
stelltes Steuergerät kann die Einstellung des Steuerorgans mit der
Stellung der Steuerklappen 34 und 35 sowie der Beschaltung der Heiz
elemente 24 und 25 gekoppelt sein.
Die zuvor beschriebenen Vorrichtungen können je nach Art des Adsor
bermaterials unterschiedliche Schad- und Aromastoffe aufnehmen, wo
bei die Mischung oder Kombination verschiedener Materialien das
Spektrum der elminierten Stoffarten wesentlich vergrößert. Als Bei
spiele für die zu beseitigenden Stoffe sind insbesondere Kohlenwas
serstoffe, Benzole, NOx und CO, zu nennen. Besonders hervorzuheben
ist außerdem, daß durch die Vorrichtung auch alle restlichen Abgas
bestandteile, die die Fahrzeuge an die Luft abgeben, ausgefiltert
werden und ebenso deren Reaktionsprodukte, von denen insbesondere
Ozon zu nennen ist. Die Reinigung der dem Fahrzeuginnenraum zuge
führten Luft stellt einen für das Wohlbefinden der Fahrzeuginsassen
wichtigen Beitrag dar und erhöht außerdem die Verkehrssicherheit. Da
aufgrund des Entzugs der Feuchtigkeit aus dem Adsorptionsstrom dem
Fahrzeuginnenraum trockene Luft zugeführt und dadurch ein Beschlagen
der Scheiben vermieden wird.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Beseitigung der Schad- und Aromastoffe aus ei
nem dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luftstrom (2) mit einem
Luftführungsgehäuse (3), in dem mindestens ein die Schad- und
Aromastoffe adsorbierender Reaktor (4, 5) angeordnet ist, der
Heizelemente (24, 25) aufweist zur Erwärmung eines Desorpti
onsluftstromes, dadurch gekennzeichnet,
- - daß in dem Luftführungsgehäuse (3) mindestens zwei vonein ander getrennte parallele Luftströmungswege ausgebildet sind,
- - daß mindestens zwei Reaktoren (4, 5) als flächige Wand mit einem Adsorbens ausgebildet sind, wobei jeweils einem Reak tor (4, 5) ein Luftströmungsweg zugeordnet ist,
- - daß mindestens ein Steuerorgan (11, 12, 13) vorgesehen ist, so daß die Reaktoren (4, 5) wechselseitig von einem Adsorb tionsbetrieb in einen Desorptionsbetrieb und umgekehrt steuerbar sind, und
- - daß in einem Adsorptionsbetrieb des ersten Reaktors (4) bzw. in einem Desorptionsbetrieb des zweiten Reaktors (5) das dem ersten Reaktor (4) zugeordnete Heizelement (24) ausgeschaltet und das dem zweiten Reaktor (5) zugeordnete Heizelement (25) eingeschaltet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Luftströmungswege durch eine gemeinsame Hauptluftkammer (6)
und zwei getrennte Nebenluftkammern (7, 8) gebildet sind und
jeder der Reaktoren (4, 5) zwischen der Hauptluftkammer (6)
und einer der Nebenluftkammern (7, 8) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der in dem Adsorptionsbetrieb befindliche Reaktor (4, 5)
abströmseitig mit dem Fahrzeuginnenraum und der in dem Desorp
tionsbetrieb befindliche Reaktor (4, 5) abströmseitig mit der
Außenseite des Fahrzeugs verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Heizelement (24) als elektrisches Heizelement, vorzugsweise
als PTC-Heizelement ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Heizelement als wendelförmiger Draht ausgebildet ist, der sich
quer zur Strömungsrichtung des Desorptionsluftstroms (23) in
nerhalb des Reaktors (4, 5) erstreckt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan mindestens eine
Steuerklappe (11) aufweist, die in der Hauptluftkammer (6) an
geordnet ist und die wechselweise einen ersten Reaktor (4, 5)
in einen in den Fahrzeuginnenraum mündenden Luftströmungsweg
schaltet, wobei sich der erste Reaktor (4, 5) in einem
Adsorptionsbetrieb befindet.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Steuereinheit (26) zur Steuerung des Steu
erorgans (11, 12, 13) und der Heizelemente (24, 25) vorgesehen
ist, derart, daß die Reaktoren (4, 5) durch gleichzeitiges Um
schalten des Steuerorgans (11, 12, 13) und Ein- bzw. Ausschal
ten der Heizelemente (24, 25) von dem Adsorptionsbetrieb in
den Desorptionsbetrieb und umgekehrt geschaltet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß in der Nebenluftkammer (7, 8) eine Steuerklappe
(12, 13) vorgesehen ist, die den der Nebenluftkammer (7, 8)
zugeführten Luftstrom (22) wechselweise in Richtung des an
grenzenden Reaktors (4, 5) öffnet oder schließt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hauptluftkammer (6) eine Steuerklappe (11)
aufweist, die einen von der Nebenluftkammer (8, 9) durch den
angrenzenden im Adsorptionsbetrieb befindlichen Reaktor (4, 5)
durchströmenden Luftstrom als Adsorptionsluftstrom (23) in
Richtung des Fahrzeuginnenraums und einen in die Hauptluftkam
mer (6) einströmenden Luftstrom durch den angrenzenden im
Desorptionsbetrieb befindlichen Reaktor (4, 5) in die Neben
luftkammer zur Ableitung in die Umgebungsluft führt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Luftströmungswege verzweigt ausgebildet
sind, wobei den Luftführungszweigen jeweils ein Reaktor (4, 5)
zugeordnet ist, der von einem von einer Verzweigungsstelle
(28) strömenden Luftstrom beaufschlagt ist, und abströmseitig
ein Steuerorgan ausgebildet ist, welches in Abhängigkeit von
dem Desorptions- oder Adsorptionsbetrieb des Reaktors (4, 5)
den aus dem Reaktor (4, 5) ausströmenden Luftstrom zur Umge
bungsluft ableitet bzw. dem Fahrzeuginnenraum zuführt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Verbindungsstelle (29) abströmseitig von den Reaktoren (4, 5)
angeordnet ist zur Zusammenführung der Luftführungszweige und
zur Weiterleitung des gereinigten Luftstroms zu einem nachge
schalteten Verdampfer (30) einer Klimaanlage und/oder einem
Heizkörper (31).
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Heizelemente (24, 25)
Heizsegmente aufweisen, die derart voneinander beabstandet
sind, daß das zwischen diesen angeordnete Adsorbermaterial
gleichmäßig erwärmt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Heizsegmente plattenförmig ausgebildet sind und sich im we
sentlichen in Strömungsrichtung erstrecken, wobei zwischen den
benachbarten Heizsegmenten profilierte, wärmeleitende Abstand
halter angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996103866 DE19603866A1 (de) | 1996-02-03 | 1996-02-03 | Vorrichtung zur Beseitigung der Schad- und Aromastoffe aus einem dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luftstrom |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996103866 DE19603866A1 (de) | 1996-02-03 | 1996-02-03 | Vorrichtung zur Beseitigung der Schad- und Aromastoffe aus einem dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luftstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19603866A1 true DE19603866A1 (de) | 1997-08-07 |
Family
ID=7784400
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996103866 Ceased DE19603866A1 (de) | 1996-02-03 | 1996-02-03 | Vorrichtung zur Beseitigung der Schad- und Aromastoffe aus einem dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luftstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19603866A1 (de) |
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