DE19573C - Neuerungen an Seilbahnen - Google Patents
Neuerungen an SeilbahnenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61B—RAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61B12/00—Component parts, details or accessories not provided for in groups B61B7/00 - B61B11/00
- B61B12/02—Suspension of the load; Guiding means, e.g. wheels; Attaching traction cables
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
I. Um Ausführungen von Seilbahnen mit Richtungsbrüchen oder Curven möglich zu
machen, ist es nothwendig, dafs der durch das Zugseil auf den Seilbahn wagen ausgeübte Seitendruck
während des Umfahrens der Curve durch Führungen aufgenommen werde, Zu
diesem Zwecke wird der Bügel B, Fig. 1, an welchem das Seilbahngefäfs hängt und welcher
seinerseits an dem mit P. R. No. 11614 patentirten
Seilbahnwagen W aufgehängt ist, entsprechend abgekröpft, und wird der Klemmapparat
so angeordnet, dafs zwischen ihm und dem Bügel genügend Raum vorhanden ist, durch welchen die das Zugseil führenden Rollen
hindurchgehen. Der Bügel wird aufserdem mit einer oder mehreren Horizontalrollen R
versehen, welche an einer nach der jeweiligen Curve gekrümmten, an der Seilbahnunterstützung,
Fig. 2, befestigten Schiene 5 anlaufen, wodurch der Klemmapparat K, welcher an das Zugseil
festgeklemmt ist, dieses von den in Fig. 3 bis 5 ersichtlichen Führungsrollen R \ welche die
Curve bilden, während des Durchfahrens seitlich abhebt, so dafs keinerlei Stofs oder Beschädigung
des Zugseiles stattfindet.
Die beiliegende Zeichnung zeigt die Anordnung für eine nach rechts gekrümmte Curve;
soll eine nach links gekrümmte Curve befahren werden, so wird an der Seilbahnunterstützung
die punktirt gezeichnete Zugseilführungsrolle R3 angebracht. Die Zugseilführungsrollen R'
bezw. R3 sind in einer Batterie angeordnet, deren Länge und Krümmung von den jeweiligen
Verhältnissen abhängig ist. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen diese Rollenbatterien in Ansicht
und Grundrifs. Die Rollen laufen auf nach der Antifrictionscurve construirten Zapfen g.
Das Schmieren geschieht durch Nadelöler N, welche so angeordnet sind, dafs die Nadel
seitlich vom Zapfen steht, um auf diese Weise die für die Nadel nothwendige Bewegung zu
erhalten. Der Träger für die Rollenbatterien ist aus Gufs- oder Schmiedeisen mit oberer
und unterer Gurte und Rippe G hergestellt, durch Stege s abgesteift. Um bei schwach gespanntem
Zugseil das Niederfallen desselben unter die horizontalen Rollen zu vermeiden, sind eine oder mehrere verticale Rollen R2 angebracht.
Je nach dem Grad der Richtungsänderung einer Seilbahn werden mehrere solcher Rollenbatteriesegmente an einander gesetzt.
II. Unterstützungen für die Tragseile oder Stangen.
Die Unterstützungen für Seilbahnen, Fig. 6 bis 11, versehe ich der Dauerhaftigkeit halber
mit einem gufseisernen Querhaupt, welches bei Bahnen, die in der Neigung oder Steigung geführt
werden, mit den Trägern T oder bei nicht in der Steigung liegenden Bahnen mit
den Seil- oder Stangenträgern T1 und T2 ausgerüstet
sind, indem dieselben direct angegossen oder auch aufgesetzt werden. Das gufseiserne
Querhaupt besteht aus einer runden oder viereckigen Kappe K, welche der tragenden Säule
aufgesetzt wird; an dieser Kappe sind die
Tragarme A entweder direct angegossen oder separat befestigt, wobei je nach Bedarf diese
Arme gleich oder ungleich sein können.
III. Verankerungen und Verbindungen der Tragseile oder Stangen.
a) Tragseilverankerung und Verbindung. Um dies in zuverlässiger Weise zu erzielen, werden
am Ende des Seiles cylindrische oder sonstwie geformte Stücke aus Eisen oder Stahl aufgesetzt,
welche, wie aus Fig. 12 bis 17 ersichtlich
, entweder aus einem einzigen konisch gebohrten Stück c, Fig. 15, 16 und 17, oder
aus einem konisch gebohrten Stück c1 und einem parallel zur Achse gebohrten Stück c2,
Fig. 12, 13 und 14, bestehen.
Die Anzahl und Weite der in die Stücke gebohrten Löcher entspricht der Anzahl und
Dicke der im Seile enthaltenen Drähte. Nachdem ein solches Stück auf das Seil aufgezogen
ist, werden die einzelnen Drähte mit Hülfe entsprechender Vorrichtungen vernietet. Die auf
solche Weise erhaltene Verdickung am Ende des Seiles dient zur Verbindung einzelner Seilstücke
unter einander, indem eine entsprechende Kuppelhülse darüber gesteckt wird oder auch
zur Verankerung der Tragseile am Ende oder an irgend einer Stelle der Seilbahn oder auch
bei Uebergängen der Tragseile in Tragstangen, wie dies bei grofsen Spannweiten nöthig ist.
b) Ein Uebergang vom Tragseil auf Tragstange ist in den Fig. 18, 19, 20 und 21 gezeigt.
T ist das Tragseil, 5 die Stange, K der auf das Seil aufgezogene Knopf, V die an der
Stange angebrachte Verdickung; G ist entweder ein aus Schmiedeisen hergestellter oder auch
gegossener Schuh mit den Rippen R, durch welche die Ankerstangen A gezogen sind, welche
wie gewöhnlich mit Links- und Rechtsgewinde gespannt werden. Um sowohl die Stange als
auch das Seil an dem Schuh G entsprechend zu befestigen, werden die hufeisenförmig gebogenen
Bleche B so übergesteckt, dafs sie sich zwischen die Verdickung V bezw. den
Knopf K und den an den Schuh angenieteten oder angegossenen Anschlag C' einlegen.
c) Die Verbindung und Verankerung von Stangen ist in den Fig. 22 bis 28 dargestellt.
Die Stangen S S : werden zu Haken H angeschweifst
und durch eine Laschenschleife L verbunden; damit die Schleife nicht abfällt, werden
Splinte oder Niete durchgezogen. Geschieht die Verbindung der Stangen auf einer Bahnunterstützung,
so wird die Schleife L in einen auf der Unterstützung befestigten Schuh G
eingelegt und angeschraubt, wie aus den Fig. 25 bis 28 ersichtlich. Die Rippen R R1 mit der
Zwischenrippe R2 dienen wieder zum Durchstecken
der Ankerstangen.
IV. Ein Wagen, Fig. 29 bis 31, welcher auf einer durch zwei Seil- oder Stangenlinien gebildeten
Bahn läuft. Er besteht aus dem Wagengestell WWW W, Fig. 31, welches mit vier
Rädern versehen ist und durch die Querwellen Q. und die Diagonalen D zusammengehalten
wird, dem bekannten Klemmapparat, welcher (Fig. 29 und 30) durch den Ständer S
getragen wird, dem Wagenkasten K, welcher an den Hängestangen H aufgehängt ist, und
der Windevorrichtung TQAB. Der Zweck
dieser Construction ist, dafs der Wagenkasten mit oder ohne Ladung beliebig gehoben und
gesenkt oder auch einerseits geneigt werden kann, und dafs trotz dieser Beweglichkeit der
Wagen während der Fahrt steif bleibt. Es gehen deshalb die Hängestangen H an ihrem
oberen Ende in Ketten über, welche durch die Gabelbügel G gezogen und um die auf der
Querwelle Q. befestigten Trommeln T geschlungen sind.
Die Querwellen werden durch den Schneckenbetrieb A mittelst der Handketten und Kettenräder
B bewegt.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Zusammenstellung von horizontalen Führungsrollen mit einem sich von oben auf das Zugseil setzenden Kuppelapparat, der an dem Seilbahnfördergefäfs befestigt ist, zum Zwecke der Befahrung von Seilbahnen mit Richtungsbrüchen (Curven), wie aus PIg. ι ersichtlich und, in der Beschreibung unter I. angegeben.
- 2. Die Ausrüstung der bei Richtungsbrüchen von Seilbahnen vorkommenden Curven mit einer Führungsschiene S zum Zwecke der Aufnahme des aus der Zugseilspannung resultirenden Seitendruckes, und mit Zugseilführungen, welche aus Rollenbatterien bestehen, wie in Fig. 2 bis 5 dargestellt und unter I. beschrieben.
- 3. Die Art des Aufsetzens von VerdickungenCC1 an den Enden von Drahtseilen durch Bohren einer der Zahl und der Dicke der Drähte entsprechenden Anzahl theils in convergirender, theils in paralleler Richtung liegender Löcher, durch welche die Drähte gezogen und dann vernietet werden, wie in den Fig. 12 bis 17 dargestellt und unter III a. beschrieben.
- 4. Die Verankerungsweise zwischen Stange und Seil durch Vermittelung des Kappenbleches B und des aus Schmiedeisen oder Gufs hergestellten Eisenschuhes G, an welchem die die Verankerung mit dem Terrain vermittelnden Zugstangen A direct angreifen, wie in den Fig. 18 bis 21 dargestellt und unter HIb. beschrieben.
- 5. Die Verbindung und Verankerung von Stangen S und S1 durch abgebogene oder ge-schweifste Haken H und Schleifenlaschen L unter sich und mit einem direct mit dem Terrain verankerten, aus Schmiedeisen oder Gufs hergestellten Schuh G, wie in den Fig. 22 bis 28 dargestellt und unter IIIc. beschrieben.
- 6. An Seilbahnwagen die Einrichtung zum Heben, Senken und Neigen des Wagenkastens , bestehend aus den Stangen U, welche durch Ketten mit den Seiltrommeln T verbunden sind, während letztere durch ein Vorgelege bewegt werden können, wie in den Fig. 29 bis 31 dargestellt und unter IV. beschrieben.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19573C true DE19573C (de) |
Family
ID=296378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19573C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0073935A1 (de) * | 1981-08-21 | 1983-03-16 | Josef Dipl.-Ing. Dr. Nejez | Ablenkvorrichtung für das Förderseil einer Seilförderanlage, insbesondere einer Einseilumlaufbahn, einer Sesselbahn oder eines Schleppliftes |
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- DE DENDAT19573D patent/DE19573C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0073935A1 (de) * | 1981-08-21 | 1983-03-16 | Josef Dipl.-Ing. Dr. Nejez | Ablenkvorrichtung für das Förderseil einer Seilförderanlage, insbesondere einer Einseilumlaufbahn, einer Sesselbahn oder eines Schleppliftes |
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