DE1956847C3 - Brechwalzenanordnung für eine Walzenschrämmaschine - Google Patents
Brechwalzenanordnung für eine WalzenschrämmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Breehwalzenanordnung für eine Walzenschrämmaschine, die sich mit einem
Portalschlitten auf dem Strebfördermittel verfahrbar führt und das Flöz in beiden Fahrtrichtungen mit
zwei seitlich in den Abbaustoß vorspringenden Schrämwalzen löst, welche an schwenkbaren Tragarmen,
um waagerechte Achse'n drehbar angeordnet sind und über die beiden Maschinenenden vorstehen.
Es sind Walzenschrämmaschinen bekannt, die mit zwei auf einer Längsseite des Mas '.inenkörpers angeordneten
Schrämwalzen, die seitlich in den Abbaustoß vorspringen, ausgerüstet sind. Beide Schrämwalzen
dieser auf einem Portalschlitten liegenden und über dem Strebfördermittel verfahrbaren Walzenschrämmaschine
werden von zwei um waagerechte Gehäuseachsen schwenkbaren Tragarmen gehalten. Ein gemeinsames Gehäuse nimmt die den Tragarmen
als Lagerung dienenden waagerechten Schwenkachsen auf und besitzt zwischen den beiden Schwenkachsen
eine weitere waagerechte Achse, um die sich eine Brechwalze dreht. Diese Brechwalze hat lediglich
die Aufgabe, die zwischen den beiden Schrämwalzen grobstückig hereinbrechende Kohle zu zerkleinern,
um den Haufwerksaustrag mit Hilfe des unter ihr befindlichen Querfördermittels zu verbessern.
Dazu nimmt sie ihre Anlriebsbewegung von dem ersten Rad einer in den beiden Tragarmen der Schrämwalzen
angeordneten Räderkette ab.
Hs gehören Walzenschrämmaschinen zum Stand der Technik, die auf dem Strebfordermittel verfahrbnr
sind imJ das Flöz mit Schrämwalzcn abbauen,
die \on schwenkbaren, über die Enden des Maschinenkörpers
vorstehenden Tragarmen gehalten werden. Diese vor den Stirnseiten der Maschine liegenden
Schrümwal/en tragen mit ihren schraubenlinienförmig
verlaufenden Mitnahmerleisten das Haufwerk seitlich wir und hinter -!er Walzenschrämmaschine in
■.las Strebfordermitiel aus. Ein Portalschlitten trägt
c.ie Walzenschrämmaschine. Er läßt den Teil des
Haufwerks unter den Maschinenkörper hindurch, der von dem Sirebfördermittel, das unabhängig von
der Maschinenfahrtrichtung ständig in gleicher Richtung umläuft, in seine Hintrittsöffnung hineingezogen
wird. Beim Anfall grobstückiger Kohle können am Portaleinlanf jedoch Stauungen auftreten, die das
Anfördern des Gutes stören.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Walzenschrämmaschinen der vorstehenden Gattung
das Auftreten solcher Stauungen zu verhindern.
Zur Lösung die. es Problems geht die Erfindung \'on einer Breehwalzenanordnung für eine Walzenschrämmaschine
aus. die sich mit ihrem Portalschlitten auf dem Strebfördermittc! verfahrbar führt und
das Flöz in beiden Fahrtrichtungen mit zwei seitlich in den Abbaustoß vorspringenden Schrämwalzen
löst, welche an schwenkbaren Tragarmen, um waagerechte Achsen drehbar angeordnet sind und über die
beiden Maschinenenden vorstehen. Die Lösung der Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß die Brechwalze
an dem der Eintrittsöffnung des Portaischlittens für das Fördermittel benachbarten Tragarm der
Walzenschrämmaschine auf der ue.n Abbaustoß abgewand'cn
Tragarmseite zentiisch oder exzentrisch zur Drehachse der Schrämwalze angeordnet ist.
Diese Brechwalze, deren Breite so bemessen ist, daß sie mitten über dem Strebfordermittel liegt, zerkleinert
die auf der Seite der Eintrittsöffnung des Portalschlittens herangeführte Kohle und verhindert dadurch
Stauungen und das Überfließen des Haufwerks.
Zweckmäßigerweise liegt die tiefste Stelle der Kopfbaiin der Brechwalzenwerkzeuge etwa in der
Ebene, in der sich die obere Kante der Eintrittsöffnung des Portalschlittens befindet, wenn die Ebene
des Liegenden die Kopfbahn der Schrämwalzenwerkzeuge tangiert. Eine so bemessene und eingestellte
Brechwalze kann bei normaler Schrämwalzenstellung, in der die Schrämwalzenwerkzeuge das Liegende
freischneiden, mit ihren Werkzeugen nur die Haufwerksteile erfassen, die über die Oberkante der
Eintrittsöffnung hinausragen. Dadurch wird jede Zerkleinerung der in das Strebfördermittel aufgegebenen
Kohle vermieden und die Brechwalze immer nur dann belastet, wenn tatsächlich Stauungen zu befürchten
sind.
Zweckmäßigerweise sind der Brechwalzendurchmesser und der Schrämwalzendurchmesser so aufeinander
abgestimmt, daß die Brechwalzenwerkzeuge auch bei der tiefsten Schrämwalzenstellung nicht in
die Laufbahn der Mitnehmer des Strebfördermittels hineinragen. Kollisionen zwischen dem Strebfördermittel
und den Werkzeugen der Brechwalze sind infolgedessen ausgeschlossen.
Die Brechwalze kann ihre Aniriebsbewetiung, wie
an sieh bekannt, son den innerhalb des Tragarmes befindlichen Antriebselementen, also der in ihnen
befindlichen Räderkette ableiten. Dadurch erübrigt sich ein nur für die Brechwalze erforderlicher, besonderer
Antriebsmechanismus, der den baulichen Aufwand für eine Walzenschrämmaschine unnötig \ergrößein
würde.
Im folgenden wird die Hrfindung an Hand des in
der Zeichnung dargestellten Alisführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F- i U- 1 eine Doppelwalzenmaschine im Grundriß,
F ig. 2 die Vorderansic1 . dieser Walzenschrämmaschine
mit geschnittenem .Mrebfördermittel.
F i g. 3 die Brechwalzenlagerung im Schnitt als «Einzelheit.
Die Walzenschrämmaschine ist mit 1 ^bezeichnet. Sie ist auf dem Strebfördermittel 2 verfahrbar und
löst das Flöz 3 mit Hilfe ihrer beiden Schrämwalzen 4, 4', die an schwenkbaren 1 ragarmen 5, 5' des
Maschinenkörpers drehbar »elagert sind. In der Regel
führt die in Fahrtrichtung jeweils vordere der beiden Schrämwalzen 4, 4' den Hangendschnitt aus,
während der unter der vorderen Schrämwalze stehenbleibende Kohlestreifen 6 von der jeweils hinteren
Schrämwalze 4, 4' hereingewonnen wird. Schraubenlinienförmig verlaufende Mitnelimerleisten7 der
Schrämwalzen 4, 4' tragen das Haufwerk seitlich in das Strebfördermittel 2 aus. Da beide Scbrrmwalzen
dem Maschinenkörper vor- bzw. nachlaufen, wird das Haufwerk gleichzeitig vor und hinter dem Maschinenkörper
in das Strebfördermittel 2 aufgegeben und, je nach Umlaufrichtung des Strebfördermittels
und Fahrtrichtung der Walzenschrämmaschine 1, entweder das Aufgabegut der hinteren Schrämwalze
4' oder das Aufgabegut der vorderen Schrämwalze 4 unt.r der Schrämmaschine hindurchgezogen. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel läuft das Strebfördermittel 2 in Richtung des Pfeiles 8 um, während
die Walzenschrämmaschine 1 sich in Richtung des Pfeiles 9 bewegt. In diesem Fall muß also das Haufwerk
der Schrämwalze 4' unter dem Maschinenkörper hindurchgeführt werden und dabei den Portalschlitten
31, der die Walzenschrämmaschine 1 trägt, passieren.
Um die dabei «eiegenllich auftretenden StauunL.;i
iles Haufwerks zu \ermeiden, ist der Tragarm 5 :.i
dom Ausfülirunusbeispiel mit einer gleichachsig , .;r
Schrämwalze 4' angeordneten Brechwalze 10 be-·.·;,·-., die sich auf der dem Abbaustoß abgewandten Ί ;, .·-
armseite befindet und daher über dem Strehlen; : mittel 2 liegt. Diese Brechwalze 10. die auch ·.;,-gleichachsig
zur Schrämwalze 4' liegen kann. ... \i von einer Welle Il getragen, ist mit ihr durch
Paßfeder 12 \i_iinmden und durch eine Wurfscheibe 13 gesichert. Wälzlager 14, 15, die in ;, r Bohrung 16 eines zylindrischen Ansatzes 17 . ■-geordnet sind, halten die Welle U drehbar und ■'■■■■■ j nach außen durch Dichtungen 18 abgeschlossen. ,>..·-■ die Welle II umschließende Ansatz 17 ist mit sei;, v, Flansch 19 fest mit dem Tragarm 5' verschraub; 1.. J mit seinem Bund 20 in der Bohrung 21 des Tra-.:■:■.-mes 5' zentriert. Ein K^pplungsstück 22 vorhin.·.:.·ί die Welle 11 mit dem let?len Zahnrad 23 des Tras;. rmes 5'. Es greift mit seinem Ende in eine Sackb'iv rung 24 des Wellenendes ein und wird hier duuh eine Paßfeder 25 gehalten, wählend es mit cLt Außenverzahnung 26 seines anderen Endes in die innen verzahnte Bohrung 27 des Zahnrades 23 eingreift.
Paßfeder 12 \i_iinmden und durch eine Wurfscheibe 13 gesichert. Wälzlager 14, 15, die in ;, r Bohrung 16 eines zylindrischen Ansatzes 17 . ■-geordnet sind, halten die Welle U drehbar und ■'■■■■■ j nach außen durch Dichtungen 18 abgeschlossen. ,>..·-■ die Welle II umschließende Ansatz 17 ist mit sei;, v, Flansch 19 fest mit dem Tragarm 5' verschraub; 1.. J mit seinem Bund 20 in der Bohrung 21 des Tra-.:■:■.-mes 5' zentriert. Ein K^pplungsstück 22 vorhin.·.:.·ί die Welle 11 mit dem let?len Zahnrad 23 des Tras;. rmes 5'. Es greift mit seinem Ende in eine Sackb'iv rung 24 des Wellenendes ein und wird hier duuh eine Paßfeder 25 gehalten, wählend es mit cLt Außenverzahnung 26 seines anderen Endes in die innen verzahnte Bohrung 27 des Zahnrades 23 eingreift.
Die so angetriebene Brechwalze 10 ist so bemessen,
daß der Kopfkreis ihier Werkzeuge 28 selbst bei tiefster Schrämwalzenlage die umlaufenden Mitnehmer
29 des Strebfördermittels 2 oder dessen Rinne nicht berühren kann. Auch empfiehlt es sich, um
einer unnötigen Zerkleinerung der Kohle vorzubeugen, die Brechwalze 10 so an dem Tragarm 5' anzuordnen
bzw. sie so zu bemessen, daß sie nur die über die obere Begrenzungskante der Eintrittsöffnung
30 des Portalschlittens 31 hinausragenden Haufwerksteile mit ihren Brechwerkzeugen 28 erfaßt.
Grobstückige Kohle, die sich vor dem Portalschlitten 30 stauen könnte, wird daher augenblicklich
von der Brechwalze zerkleinert. In der anderen Maschinenfahrtrichtung, bei der die Schrämwalze 4' am
Hangenden und die Schrämwalze 4 am Liegenden arbeitet, muß der sich gegebenenfalls vor dem Portalschlitten
31 bildende Haufwerksstau durch kurzzeitiges Absenken des vorderen Tragarmes 5' mit Hilfe
der Brechwalze 10 beseitigt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Üicchwalzenanordnung fi'ii eine Walzenschrämmaschine,
die sich mit einem Portalschliiten auf dem Slrehfördermitiel \erfahrbar führt
und das Flöz in beiden Fahrtrichtungen mit zwei seitlich in den Abbausioü vorspringenden
Schrämwalzen löst, welche an schwenkbaren Tragarmen,
um waagerechte Achsen drehbar angeordnet sind und über die beiden Maschinellenden
wirstehen, d a d u r c h a c L ο η η zeichnet. dal.i die Brechwalze (10) an dem der Hintri'lsöifnun»
(30) des Portalschlittens (31) für das Fördermittel (2) benachbarten Tragarm (5') der
Walzenschrämmaschine (I) auf der dem Abbausioü abgew andien 1 ragarmseite zentrisch oder
exzentrisch zur Drehachse der Schrämwalze (4') angeordnet i..l.
2. Brechwalzenanordnimg nach Anspruch I,
dadurch gekennzeichnet, daß die tiefste Stelle der Kopibahn der Brechwal/enwerkzeuge (28) etwa
in der Fbcne liest, in der sich die obere Kante
der Eintntlsöffnung (30) des Portalsehlittens (31)
befinde' wenn die Ebene ues Liegenden die Kopfbahn der Schrämwerkzeuge tangiert.
3. Breehwalzenanordnung nach den Ansprüchen
I und 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Brechwalzend 'tvhmesser und der Schrämwalzendurchmesser
so aufeinander abgestimmt sind, daß die Brechwalzeiivverkzcuge (2b) auch bei der tiefsten
Schrämwalzenstellung nicht in die Laufbahn der Mitnehmer (29) des StreufördermiUels (2)
hineinragen.
4. Breehwalzenanordnung nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Brechwalze (9. 9'), wie an sich bekannt, ihre Antnebsbewegung
von den innerhalb des Tragarmes (5. 5') befindlichen Antriebselementen (23) ableitet.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19691956847 DE1956847C3 (de) | 1969-11-12 | 1969-11-12 | Brechwalzenanordnung für eine Walzenschrämmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691956847 DE1956847C3 (de) | 1969-11-12 | 1969-11-12 | Brechwalzenanordnung für eine Walzenschrämmaschine |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1956847A1 DE1956847A1 (de) | 1971-05-19 |
| DE1956847B2 DE1956847B2 (de) | 1973-04-26 |
| DE1956847C3 true DE1956847C3 (de) | 1973-11-08 |
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ID=5750884
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691956847 Expired DE1956847C3 (de) | 1969-11-12 | 1969-11-12 | Brechwalzenanordnung für eine Walzenschrämmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB1533674A (en) * | 1976-06-16 | 1978-11-29 | Dresser Europe Sa | Auxiliary device for a connection to a mining machine |
| GB1534749A (en) * | 1976-12-23 | 1978-12-06 | Dresser Europe Sa | Longwall mining machine |
-
1969
- 1969-11-12 DE DE19691956847 patent/DE1956847C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1956847A1 (de) | 1971-05-19 |
| DE1956847B2 (de) | 1973-04-26 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |