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Verschluß für Spraydosen Schoeler - Beschreibung Blatt -1- 29.10.1969
Beschreibung Der Erfindungsgegenstand ist ein Verschluß für Spraydosen, dahinzielend
konstruiert, daß eine weitgehendst automatisierte Montage des Verschlusses realisiert
werden kann, wobei der Erfindungsgegenstand aus einer möglichst geringen Anzahl
von Einzelteilen besteht, was die automatisierte Montage erst ermöglicht, und zwar
so, daß diese wirtschaftlich und mit geringem Maschinenaufwd durchgeführt werden
kann.
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Die Verschlusseinheiten bekannter Verschlüsse für Spraydosen sind
aus fünf bis sechs, oder mehr Einzelteilen zusainmengebaut.
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Diese Einzelteile sind ein Blechformteil ein Gummiring ein Ventilstift
eine Ventilfeder ein Ventilkörper ein Schlauch.
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Der Erfindungsgegenstand besteht hingegen aus nur drei Bauteilen:
ein Blechformteil ein Ventilkörper ein Ventilstift.
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Außer dem Bleehformteil werden alle Teile im rationellen Spritzgußverfahren
hergestellt und werden anschließend auf einfachste Weise vollautomatisch zusammengefügt.
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Es versteht sich von selbst, daß dieser neue Verschluß wesentlich
kostenniedriger erstellt werden kann, als bisher bekannte Verschlüsse dieser Art.
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n Verschluß für Spraydoserl " Schoeler - Beschreibung Blatt
29.10.1969 An Hand der Zeichnungen wird der Erfindungsgegenstand wie folgt beschrieben:
Abb. 1 zeigt einen Querschnitt durch die Verschlusseinheit.
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Abb. 2 zeigt einen weiteren Querschnitt durch die Verschlusseinheit.
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Abb. 3 zeigt einen Querschnitt durch die gerschlusseinheit mit aufgesetzter
Betätigungskappe.
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Abb. 4 Detailschnitt Abb. 5 Detailschnitt Abb. 6 zeigt eine Draufsicht
auf die Betätigungskappe.
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Abb. 7 zeigt eine Seitenansicht der Betätigungskappe.
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Abb. 8 zeigt einen Querschnitt.
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Abb. 9 zeigt einen Querschnitt.
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Abb. 10 zeigt einen Querychnitt.
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Abb. 11 Detailquerschnitt.
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Abb. 12 Detailquerschnitt.
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Abb. 13 zeigt einen Querschnitt0 Abb. 14 Detailquerschnitt.
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Abb. 15 zeigt einen Querschnitt.
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Abb. 16 zeigt einen Querschnitt.
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Abb. 17 zeigt einen Detailquerschnitt.
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Abb. 18 zeigt einen Querschnitt.
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Abb. 19 zeigt einen Querschnitt.
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Abb0 20 Detailansicht des Ventilstiftes.
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n Verschluß für SpraPioecn Schoeler - Beschreibung Blatt
29.10.1969 Abb. 21 Detailansicht des Ventilstiftes.
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Abb. 22 Detailansicht des Ventilstiftes.
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Abb. 23 Detailansicht des Ventilstiftes.
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Abb. 24 Detailansicht des Ventilstiftes.
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Abb. 25 Detailansicht des Ventilstiftes.
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Abb. 26 Detailquerschnitt.
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Abb. 27 Detailquerschnitt.
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Abb. 28 Detailquerschnitt.
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Abb. 29 Detailquerschnitt.
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Abb. 30 Detailquerschnitt.
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Abb. 31 Detailquerschnitt.
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Wie aus Abb. 1 ersichtlich, besteht die Verschlusseinheit aus den
Hauptbauteilen ein Blechformteil (1) ein Ventilkörper (2) ein Ventilstift (3).
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Das Blechformteil ist ein nach unten gezogener Napf, die Oberkante
des Napfes bildet praktisch die Oberkante der Spraydose. sodaß nur ein einfach nach
unten gezogenes Blechformteil entsteht, gegenüber anderen Lösungen bei welches das
Blechformteil zunächst nach unten gezogen wird um dann den Napf wieder hochzustellen.
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Die gesamten Bauteile-Verschlusseinheit des Erfindungsgegenstandes
liegen geschützt unterhalb der Spraydosenoberkante bei einfachster Fertigung des
Blechformteiles (1).
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Innerhalb des Bledlinapfes liegt der Ventilkörper (2), welcher aus
elastischem Kunststoff gespritzt ist.
Verschluß für Spraydosen Schoeler
- Beschreibung Blatt -
29.10.1969 An der Unterseite des Ventilkörpers (2) ist das Steigrohr (5) mit angespritzt.
Bei den heute bekannten Spritzgußmaschinen mit sehr hohen-Einspritzdrücken mit großen
Einspritzgeschwindigkeiten ist die Fertigung eines derartigen Rohres kein Problem.
Es versteht sich von selbst, daß die Innenwandung und die Außenwandung eine geringe
Konizität aufweist.
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An der Oberseite des Ventilkörpers (2) befinden sich mit angesprSzte
Federlaschen (4). Diese Pederlasche (4) kann rundumlaufend ausgeführt sein, sie
kann jedoch auch unterbrochen ausgeführt sein (8)o Sie ist so ausgeführt, daß sie
mit einer Vorspannung den Ventilstift (3) nach oben drückt und beim Niederdrücken
des Betätigungsknopfes (6) elastisch nach unten nachgibt, um nach dem Loslassen
des Betätigungsknopfes (6) diesen wieder mit in die Ruhelage zurückdrückt. In der
in Abb. 1 dargestellten Ruhelage wirkt auf den Ventilstift (3) der Doseninnendruck
derart, daß der Ventilstift (3) sicher in der Ruhelage verbleibt unter zusätzlicher
Mitwirkung der Rückstellkraft der Federlaschen (4.).
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Der Ventilkörper (2) wird durch Einsickungen am Blechformteil ( fixiert.
Diese Einsickungen (9) können punktweise am Umfang des Blechformteiles (1) geformt
sein, oder auch rundumlaufend. Die Einsickung (9) drückt den Ventilkörper auch so
nach unten, daß eine sichere Abdichtung entsteht.
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Wie aus Abb. 10 ersichtlicht, kann der Napf zylindrisch oder konisch,
oder teilweise konisch geformt sein.
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Die unten am Napf abgebogenen Kanten (13) liegen vorteilhafterweise
dicht am Steigrohr (5) an, jedoch nicht zwingend. Die konische Formung des Napfes
ergibt eine der Hauptabdichtflächen. Wie aus Abb. 15 ersichtlich erhält der TenXlkörper
(2) Dichtlippen oder Diohtungevorsprünge (14) und (15) und (16) sowie eine entsprechende
Ausnehmung ( 17 ). Durch die Ausnehmung (17) wird der verbleibende Außenring (18)
durch den Innendruck der Dose gegen die Napfwand gepresst.
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Verschluss für Spraydosen Schoeler - Beschreibung Blatt
29.10.1969 Wie aus Abb. 3 ersichtlich kann die untere Napfseite in Art einer Bördelung
nach oben gestellt werden um so einen Dichtring zu erzeugen.
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Die Oberseite des Ventilstiftes (3) hat in Abb.1 einen ausweitenden
Tellerförmigen Abschluß und erhält ihre obere Begrenzung durch die Sickung (10).
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In Abb02 ist als mögliche Ausfffhrungsvariante ein Ventilstift so
geformt, daß dieser die Federlaschen (4) angeformt hat. Der Ventilkörper (2) ist
seitlich hochgeformt, sodaß nur eine Sickung (10) Dichtung und obere Begrenzung
bewirkt.
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Ein Teil des Umfanges des Betätigungsknopfes (6) ragt in Stiftform
in den Napf hinein, dadurch ermöglicht, daß die obere Platte des Ventilstiftes (3)
entsprechend freigeformt ist, ebenso in Abb.2 die Abdeckplatten (11) und (12).
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Das Druckrohr (7) des Betätigungsknopfes (6) legt sich konisch dichtungserzwingend
an den Ventilstift(3) an.
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In Abb. 18 ist der Ventilstift (3) in mediumdurchlassender Stellung
dargestellt. Der Ventilstift (3) ist über den Betätigungsknopf (63 nach unten gedrückt.
Das zu ver3prüherde Medium wird nun durch die Öffnung ( 20 j zum Ausströmen freigegeben.
Wie in Abb. 20 bis Abb. 25 dargestellt kann die Öffnung (20) verschiedene Formen
des Durchlasquerschnittes erhalten. Es können sowohl eine Öffnung (20) vorhanden
sein, als auch bieiblg mehrere.
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Durch die Betätigung des Ventilstiftes (3) nach unten, wird die Öffnung
(20) allmählig freigegeben und nur so weit, so der Betätigungsweg ausgeführt wird.
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In Abb. 24 ist z.B. ein vertikal stehender Längsschlitz ausgeführt,
welcher praktisch als Mengenregulierung dient.
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Je weiter der Stift (3) nach unten gedrückt wird, desto größer wird
der Durchlasßquerechnitt. Ebenso bewirken anderweitige Formen der Durchlassöffnung
(2po) gleichlaufende Wirkung. Auch bewirken mehrere Bohrungen æ.B.
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mit runder Form die kontinuierliche Mengenregelung, wenn diese in
ihrer Höhenlage versetzt angeordnet sind.
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n Verschluss für Spraydosen n Schoeler - Beschreibung Blatt
29.10.1-969 Die vom Ventilkörper (2) nach unten ragenden Dichtlippen (23) pressen
sich durch eigene Vorspannung an ihrer Unterkante, und durch den Doseninnendruck
an den Ventilstift (3) fest an.
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Wie aus Abb.17 ersichtlich, sind die Dichtlippen (23) im nichtdurchstoßenen
Zustand an ihrer Unterkante leicht nach innen eingeformt, Jedoch nur so weit, daß
sie vom Ventilstift (3) auseinandergedrückt werden können.
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Diese Formgebung bewirkt eine einwandfreie Abdichtung.
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Auch in Stellung Sprühen"' bewirken die Dichtlippen (23) 80 die Abdichtung.
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Die Wirkung der Dichtlippen (23) kann durch seitlich angeformte Rippen
(22) verstärkt und gesichert werden.
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Ebenso durch längsseits außen angeformte Wülste (24) wie in Abb.26
und Abb.29 ersichtlich.
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Wie schon erwähnt können die Psderlaschen (4) in beliebiger Formgebung,
sowohl am Ventilstift (3) als auch am Ventilkörper (2) fest angeformt sein.
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Als Ausführungsvariante ergeben sich die Möglichkeiten, daß die fest
angeformten Federlaschen (4) durch anderweitige Federelemente ersetzt werdenXkönnen.
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So z.B. durch ein federndes Gummistck etc. (25) oder durch eine Wendelfeder
(26), auch durch elastische Formteile (27) und (28).
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Wie in Abb. 27 dargestellt, können die Federlaschen (4) halb und halb
am Ventilstift (3) und am Ventilkörper (2) fest angeformt sein, um mit Vorspannung
gegeneinander zu drücken.
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Wie in Abb.9 gezeigt können die Federlaschen (4) unten am Ventilstift
(3) an einem Teller (29) z.B, gegen ein eingesetzt es Steigrohr drücken; auch kann
an diesem Platz und in dieser Anordnung eine Peder (26) wirksam sein, oder anderweitige
vorerwähnte Federelemente. Auch kann ein zusätzlicher Dichtring (30) eingelegt werden.
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n Verschluss für Spraylover. Schoeler - Beschreibung Blatt
29.10.1969 In Abb08 ist die Begrenzung des Hubes des VentilstiStes (3) so realisiert,
daß dieser nach dem Einbau an seiner Unterseite durch warmformende bördelartige
Umbiegung seiner Unterkante einen vorstehenden Ring (31) erhält.
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Dieser Ring (31) sichert die Begrenzung des Hubes nach oben, dadurch
wird die Sickung (10) weggelassen.
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In Abb.10 und in Abb015 ist am Ventilstift unten ein zusätzlicher
konisch geformter Ring (52) angebracht.
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Die Fixierung dieses Ringes (32) erfolgt durch aufpressen oder durch
Warmumbördeln eines Bolzens (33).
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Auch kann der konische Ring (32) wie in Abb. 13 dargestellt fest am
Ventilstift (3) angeformt sein.
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Dieser Ring kann außer seiner konischen Form auch anderweitig geformt
sein, wie z.B. in Abb.11 und in Abb.12 und in Abb.14 gezeigt und zusätzliche Dichtringe
usw. aufnehmen.
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Abb.6 zeigt den Betätigungsknopf (6) in einer Draufsicht.
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Dieser ist in Dreiecksform ausgerührt. Die der Sprühdüse gegenüberliegende
Seite ist gerundet. Auf der Oberseite ist ein markanter Richtungspfeil aufgeformt,
welcher Querrillen zur Griffigkeit aufweist.
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Der Betätigungsknopf ist zweigeteilt. Die beiden Teile werden durch
Passbolzen mit Press-Sitz und durch Kleben miteinander verbunden. In eine oder in
beide der Knopfhälften ist der Kanal zur Düse hin mit eingeformt. Die Düse selbst
ist mit eingeformt, sodaß die Anfertigung und das Einbringen einer getrennten Düse
entfällt. Die Fertigung einer getrennten Düse bereitet als Kleinstteil Schwierigkeiten,
ebenso das Einbringen dieses Kleinstteiles in den ietätigungsknopf. Für eine automatisierte
Montage ergibt die Zweiteilung des Betätigungsknopfes wesentliche Vorteile, unter
Wegfall eines Düseneinsatzes.