DE19539246A1 - Airblast-Zerstäuberdüse - Google Patents
Airblast-ZerstäuberdüseInfo
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- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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- F23D11/00—Burners using a direct spraying action of liquid droplets or vaporised liquid into the combustion space
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Verbrennungs
technik. Sie betrifft eine Zerstäuberdüse zur Zerstäubung von
flüssigem Brennstoff in einem Brenner, welche nach dem air
blast-Prinzip arbeitet, sowohl für den Betrieb des Brenners
mit flüssigen als auch gasförmigen Brennstoffen geeignet ist
und insbesondere in schadstoffarmen Vormischbrennern der
Doppelkegelbauart eingesetzt werden kann.
Zur schadstoffarmen Vormischverbrennung muß der Brennstoff
vor der Verbrennung möglichst homogen mit der Verbrennungs
luft gemischt werden. Wird flüssiger Brennstoff verwendet, so
muß dieser vorher zerstäubt werden. Dabei wird der flüssige
Brennstoffstrahl in einzelne Tröpfchen aufgespalten, so daß
der Brennstoff eine möglichst große Verdampfungsoberfläche
erhält.
Zur Zerstäubung von flüssigen Brennstoffen in Brennkammern
kommen unter anderem auch sogenannte airblast-Zerstäuber zur
Anwendung (siehe A. H. Lefebvre, Airblast Atomization, Prog.
Energy Combust. Sci. Vol. 6, S. 233-261, 1980), welche insbe
sondere für den Betrieb von Gasturbinen geeignet sind. Diese
sind so konstruiert, daß der sich relativ langsam bewegende
flüssige Brennstoff durch einen Luftstrom großer Geschwin
digkeit zerstäubt wird. Der Brennstoff hat dabei keinen
Eigenimpuls. Die zu zerstäubende Flüssigkeit wird beispiels
weise als dünner Film mit etwa konstanter Dicke auf eine Zer
stäuberkante aufgebracht. Diese Zerstäuberkante wird von
einem Luftstrom beidseitig, d. h. von einem äußeren und von
einem inneren Luftstrom, umströmt, wobei die Zerstäubung des
Flüssigbrennstoffes dann an der Zerstäuberlippe im Scherfeld
der beiden Luftströme erfolgt (prefilming atomization).
Bekanntermaßen wird dabei der flüssige Brennstoff entweder
über zentrale Druckzerstäuber oder über sogenannte Filmleger,
die im Vorlauf der Zerstäuberkante in diesem Bauteil
integriert sind und daher ein relativ dickes Bauteil erfordern,
aufgebracht.
Um die Luft gezielt an die Zerstäuberkante zu lenken, wird
der innere Luftstrom entweder verdrallt und/oder über einen
Zentralkörper nach außen gelenkt.
Nachteilig an diesem bekannten Stand der Technik ist der
relativ große Bauteildurchmesser bzw. der hohe Druckabfall in
der Düse aufgrund des engen Querschnittes.
Im allgemeinen wird durch die Verdrallung des inneren Luft
stromes der Düsendurchmesser relativ groß. Zur Abhilfe wird
deshalb der airblast-Zerstäuber mit einem Verdrängungskörper
ausgeführt. Der Nachteil dieses Verdrängungskörpers besteht
in der Verursachung einer verstärkten Anfälligkeit zur Koks-
und Gum-Bildung im Nachlauf. Durch die Nähe zur Flamme ist
zusätzlich die Kühlung dieses Teiles in der Regel ein schwer
zu lösendes Problem.
Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermeiden. Ihr
liegt die Aufgabe zugrunde, eine airblast-Düse zur Zerstäu
bung von flüssigem Brennstoff zu entwickeln, die auch für den
Gasbetrieb einsetzbar ist und sich durch kleine Abmasse aus
zeichnet und deshalb beispielsweise gut geeignet ist für den
Einsatz in einem Vormischbrenner der Doppelkegelbauart, wobei
sich die Düse durch eine verringerte Anfälligkeit zur Verko
kung und zur Gum-Bildung auszeichnet. Weiterhin soll in der
Düse nur ein geringer Druckverlust entstehen. Schließlich
ist es Aufgabe der Erfindung, einen Mechanismus vorzuschlagen,
mit dem es gelingt, beim Gasbetrieb die Zerstäuberluft
abzudrosseln und beim Betrieb mit flüssigem Brennstoff die
benötigte Zerstäuberluft zuzumessen.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer airblast-Düse gemäß
Oberbegriff des Patentanspruches 1 dadurch erreicht, daß die
Zwischenwand zwischen innerem und äußerem Luftkanal über
innere und äußere Stützelemente gehalten wird, wobei die inneren
Stützelemente zwischen der Zwischenwand und dem Brenn
stoffrohr und die äußeren Stützelemente zwischen der
Zwischenwand und dem Düsenaußenkörper angeordnet sind, und daß
die Zerstäuberkanten in Richtung Düsenachse abgewinkelt sind.
Die Vorteile der Erfindung bestehen in der kompakten Bauweise
der airblast-Düse und ihrem minimalen Durchmesser, so daß
sie besonders in einem Vormischbrenner der Doppelkegelbauart
gut einsetzbar sind. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus,
daß keine Bauteile am Düsenaustritt mehr angeordnet werden
müssen, die zu Ablagerungen bzw. Überhitzung neigen. Außer
dem entsteht nur ein geringer Druckverlust in der Düse und
der Auslegungsdruckabfall ist an der Zerstäuberlippe.
Es ist besonders zweckmäßig, wenn das Flüssigbrennstoffrohr
axial verschiebbar ist, während der Düsenaußenkörper Be
standteil des Brenners und somit fest fixiert ist, wobei die
Schiebestelle zwischen den inneren Stützen am Flüssigbrenn
stoffrohr und der Zwischenwand zwischen dem inneren und dem
äußeren Luftkanal vorgesehen ist. Über das Verschieben des
Ölfilmsprühers wird somit die Wärmedehnung des Lanzenrohres
aufgefangen. Die Position der Zerstäuberkante relativ zum
Brenner bleibt daher unverändert. Ein weiterer Vorteil ist
die Einsparung der problematischen Abdichtung zwischen der
Pilotgasleitung und dem Zerstäuber, weil hier der äußere
Zerstäuberteil Bestandteil des Brenners ist. Schließlich be
steht ein weiterer Vorteil darin, daß der empfindliche Zer
stäuberteil bei der Montage der Brennstofflanze im Brenner
verbleiben kann und damit nicht beschädigt wird.
Als Ausführungsform ist es auch möglich, den Zerstäuber im
ganzen zu lassen und außerhalb zu schieben.
Schließlich wird mit Vorteil der Brennstoff über handelsüb
liche Druckzerstäuber, insbesondere Hohlkegelzerstäuber, auf
gebracht. Zum Aufbringen des Brennstoffes sind auch einfache
Bohrungen, die radial oder schräg am geschlossenen Ende der
Brennstoffleitung angebracht sind, geeignet. Hier ist es von
Vorteil, wenn über zusätzlich in der Zerstäuberkante angeord
nete Wehre der Brennstoffilm vergleichmässigt wird.
Es ist ferner vorteilhaft, wenn die inneren und/oder äußeren
Stützelemente als Drallschaufeln ausgebildet sind. Durch die
Verdrallung der Luft wird eine bessere Zerstäubung erreicht.
Die Verdrallung des inneren Luftstromes dient dabei einer
besseren Umströmung der Zerstäubungslippe, während die äußere
Verdrallung den Sprühwinkel α beeinflußt. Auch die Brenn
stoffauftragung kann verdrallt (radial oder schräg gegen die
Düsenachse) erfolgen.
Schließlich ist es bei einem Verfahren zum Betrieb der erfindungsgemäßen
airblast-Düse, wobei beim Betrieb mit gas
förmigem Brennstoff der Zustrom der Luft in den Brennerinnen
raum zumindestens teilweise abgedrosselt wird, von Vorteil,
daß die Drosselung infolge der unterschiedlichen Wärmedeh
nung des Flüssigbrennstoffrohres bei Gas- oder Ölbetrieb er
folgt. Dieser Drosselmechanismus ist recht einfach zu reali
sieren.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfin
dung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anordnung eines
mit einer airblast-Düse ausgestatteten Doppelkegel
brenners;
Fig. 2 einen Teillängsschnitt der airblast-Düse bei Ver
wendung eines konventionellen Öldruckzerstäubers;
Fig. 3 einen Teillängsschnitt der airblast-Düse, wobei
eine Flüssigbrennstoffleitung mit zur Düsenachse am
geschlossenen Ende schräg angeordneten Bohrungen
verwendet wird;
Fig. 4 einen Teillängsschnitt der airblast-Düse mit als
Drallschaufeln ausgebildeten Stützelementen und
einem Wehr;
Fig. 5 einen Teillängsschnitt der airblast-Düse mit ver
drallter Flüssigbrennstoffaufbringung;
Fig. 6 einen Teilquerschnitt entlang der Linie VI-VI in
Fig. 4;
Fig. 7 einen Teillängsschnitt des Brennerteiles und der
Brennstoffzuführung, wobei im oberen Teilbild der
Gasbetrieb und im unteren Teilbild der Ölbetrieb
veranschaulicht ist.
Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentli
chen Elemente gezeigt. Die Strömungsrichtung der Arbeitsmittel
ist mit Pfeilen bezeichnet.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispie
len und der Fig. 1 bis 7 näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der Anordnung
eines mit einer airblast-Düse ausgestatteten Vormischbrenners
der Doppelkegelbauart.
Im stromaufwärtigen Ende des Brenners 1 ist eine airblast-Düse 2
angeordnet. Sie wird über eine mit dem Doppelkegelbrenner 1
verbundene Brennstofflanze 3 mit flüssigem Brennstoff 4
und verdichteter Luft 5, welche zum Zerstäuben des Brennstof
fes 4 benutzt wird, versorgt. Außerdem liefert die Brenn
stofflanze 3 den gasförmigen Brennstoff 6 für den Doppelke
gelbrenner 1, während er seine Hauptbrennerluft 7 aus dem
Raum innerhalb der Brennerhaube 8 erhält. Die Luft 5 für die
airblast-Düse 2 kann auch aus einem sich außerhalb der Bren
nerhaube 8 befindenden Plenum (nicht dargestellt) zugeführt
werden. Außerdem wird in diesem Ausführungsbeispiel zum An
fetten der Brenngase in Achsnähe des Doppelkegelbrenners 1
über die Brennstofflanze 3 zusätzlicher gasförmiger Brenn
stoff (Pilotgas 9) in den Brenner 1 eingedüst. Stromabwärts
mündet der Brenner 1 in die Brennkammer 10.
Fig. 2 zeigt in einem vergrößerten Teillängsschnitt die air
blast-Düse 2. Sie weist ein um die Düsenachse 11 angeordnetes
Brennstoffrohr 12 für den Flüssigbrennstoff 4 auf und jeweils
einen dazu konzentrisch angeordneten inneren 13 und einen
äußeren Luftkanal 14 auf. Die beiden Luftkanäle 13, 14 sind
stromaufwärts mit einer Luftzuführungsleitung 15, in der die
Zerstäuberluft 5 zur Düse geführt wird, verbunden und münden
am Zerstäubungsquerschnitt 16 in den Brennerinnenraum 17. Die
Kanäle 13, 14 sind durch eine Zwischenwand 18, die erfin
dungsgemäß an ihrem stromabwärtigen Ende in Richtung Düsen
achse 11 abgewinkelt ist und dort die Zerstäuberkante 19 mit
der Zerstäuberlippe 20 bildet, voneinander getrennt, so daß
die Zerstäuberluft 5 in einen äußeren 5a und einen inneren
Luftstrom 5b aufgeteilt wird. Mit Hilfe von vorzugsweise in
gleichmäßigen Abständen über den Umfang angeordneten inneren
und äußeren Stützelementen 21 wird die Zwischenwand 18 ein
schließlich der Zerstäuberkante 19 zwischen Brennstoffrohr
12 und Düsenaußenkörper 23 gehalten. Die inneren Stützele
mente 21 sind dabei zwischen dem Brennstoffrohr 12 und der
Zwischenwand 18 angeordnet, während die äußeren Stützelemente
21 zwischen der Zwischenwand 18 und dem Düsenaußenkörper
23 angeordnet sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
im Brenner 1 ein Pilotgaskanal 22 vorgesehen, welcher Pilot
gas 9 zur Verfügung stellt, das dem Anfetten des gasförmigen
Brennstoffes 6 im Brennerinnenraum dient, wodurch der Stabi
litätsbereich des Brenners erweitert wird. Der Pilotgaskanal
22 wird gemäß Fig. 2 vom Düsenaußenkörper 23 und von der
Wand des Brenners 1 begrenzt. Nicht dargestellt ist in Fig. 2
die Verbindung der Düse 2 mit dem Brenner 1 und die Anspei
sung des Pilotgaskanales 22. Letzteres kann beispielsweise
durch eine in der Brennerwand angeordnete, hier nicht darge
stellte Anspeisungsbohrung für das Pilotgas realisiert wer
den. Die Düse 2 kann z. B. über einen nicht dargestellten
Deckel, der am stromaufwärtigen Ende des Pilotgaskanales 22
am Düsenaußenkörper 23 und an der Wand des Brenners 1 über
den ganzen Umfang angeschweißt ist und den Pilotgaskanal 22
abschließt, verbunden sein. Selbstverständlich kann in ande
ren Ausführungsbeispielen auch auf die Anordnung eines Pilot
gaskanales verzichtet werden.
Der flüssige Brennstoff 4, vorzugsweise Öl, wird über einen
auswechselbaren, handelsüblichen Druckzerstäuber 24 als
dünner Film auf die Zerstäuberkante 19 aufgebracht. Optimal sind
Hohlkegelzerstäuber, aber es können auch Vollkegelzerstäuber
mit gut zerstäubtem Brennstoffkern verwendet werden. Die Zer
stäuberkanten 19 sind erfindungsgemäß nach innen verengt, um
im Zerstäubungsquerschnitt 16 bzw. an der Zerstäuberlippe 20
einen maximale Luftgeschwindigkeit zu erhalten. Der im äußeren
Luftkanal 14 herangeführte äußere Luftstrom 5a wird
ebenfalls über eine Verengung an der Zerstäuberkante 19 an
die Zerstäuberlippe 20 herangeführt, wo der Brennstoffilm
durch die Scherkräfte der beiden Luftströme 5a, 5b fein zer
stäubt wird. Die hohe Luftgeschwindigkeit wirkt sich positiv
auf eine verbesserte Zerstäubungsqualität aus.
Der Sprühwinkel α kann dabei durch die Aufteilung der beiden
Luftmassenströme 5a, 5b und durch die Geometrie des Aus
trittsquerschnittes beeinflußt werden.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind im
oberen Teil der Figur die inneren Stützelemente 21 nicht fest
mit der Zwischenwand 18 verbunden, so daß an dieser Stelle
eine Schiebestelle 28 vorhanden ist. Das ermöglicht eine Ver
schiebung des Flüsssigbrennstoffrohres 12 einschließlich des
Öldruckzerstäubers 24, so daß auf diese Weise die Wärmedeh
nung der Brennstofflanze 3 aufgefangen werden kann und sich
die Position der Zerstäuberkante 19 relativ zum Doppelkegel
brenner 1 nicht verändert, was ein großer Vorteil ist. Diese
Anordnung erfordert lediglich eine etwas längere Zerstäuber
hülse (= Zwischenwand 18). Außerdem erspart diese Version
zusätzlich eine problematische Abdichtung zwischen dem Pilot
gaskanal 22 und dem Zerstäuber im Brenner 1, da der äußere
Zerstäuberteil Bestandteil der Brenners 1 würde. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, daß der empfindliche Zerstäuberteil
bei der Montage der Brennstofflanze 3 im Doppelkegelbrenner 1
verbleibt und damit nicht beschädigt wird.
Als eine weitere Ausführungsform, die im unteren Teil von
Fig. 2 verdeutlicht wird, ist es auch möglich, den Zerstäuber
im ganzen zu lassen, d. h. sowohl die inneren als auch die
äußeren Stützelemente 21 sind fest mit der Zwischenwand 18
sowie dem Flüssigbrennstoffrohr 12 bzw. dem Düsenaußenkörper
23 verbunden. Dann ist die Düse 2 als Ganzes nur von außen
verschiebbar (Schiebestelle 29).
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsvariante, bei der der Flüssig
brennstoff 4 über einfache Bohrungen 25 auf die Zerstäuber
kante 19 aufgebracht wird. Diese sind radial oder schräg am
geschlossenen Ende der Flüssigbrennstoffleitung 12 angeord
net. Zwecks Vergleichmäßigung des Brennstoffilmes und da
durch Verbesserung der Zerstäubungsqualität können in der
Zerstäubungskante 19 Wehre 26 angeordnet sein.
Eine weitere Ausführungsvariante ist in Fig. 4 dargestellt.
Hier sind im Unterschied zu Fig. 3 die Stützelemente 21 als
Drallschaufeln 27 ausgeführt. Es ist möglich, lediglich die
inneren Stützelemente 21 als Drallschaufeln anzuordnen, so
daß nur der innere Luftstrom 5b verdrallt wird, um eine bes
sere Umströmung der Zerstäuberlippe 20 zu erzielen. Wird nur
der äußere Luftstrom 5a verdrallt, so kann damit der Sprüh
winkel α beeinflußt werden. Selbstverständlich können auch,
wie aus Fig. 4 ersichtlich, beide Luftströme 5a, 5b verdrallt
werden, indem sowohl die inneren als auch die äußeren Stütz
elemente 21 als Drallerzeuger ausgebildet sind.
Da der Gasbetrieb des Doppelkegelbrenners 1 infolge der durch
die airblast-Düse 2 strömenden Zerstäuberluft 5 gestört wird,
wird zur Lösung dieses Problems gemäß Fig. 7 ein Mechanismus
vorgeschlagen, der die unterschiedliche Wärmedehnung der
Brennstoffleitung 12 bei Öl- und bei Gasbetrieb ausnutzt. Der
obere Teil von Fig. 7 bezieht sich auf den Gasbetrieb, der
untere Teil dagegen auf den Ölbetrieb. In der Fig. 7 ist die
airblast-Düse 2 am stromabwärtigen Ende der Ölleitung 12
nicht dargestellt. Beim Gasbetrieb wird die Zerstäuberluft 5
abgedrosselt, da die Ölleitung 12 durch die vom Verdichter
kommende Luft aufgeheizt wird und dementsprechend durch die
Wärmedehnung der Ölleitung der Eintrittsbereich der Zerstäu
berluft 5 in den Brennerteil verringert bzw. ganz geschlossen
wird. Im Gegensatz dazu wird beim Ölbetrieb bzw. bei Wasser
zugabe die benötigte Zerstäuberluft 5 auf Grund der geringe
ren Wärmedehnung der kälteren Ölleitung 12 bei diesen Be
triebsbedingungen zugemessen (siehe offener Eintrittsbereich
der Luft 5 im unteren Teilbild von Fig. 7). Voraussetzung
dafür ist, daß die Flüssigbrennstoffleitung 12 fest am
Gehäuse angebracht ist und der Brenner 1 fest an der in Fig.
7 nicht dargestellten Brennkammer 10 angeordnet ist.
Selbstverständlich sind zur Drosselung der Zerstäuberluft 5
der erfindungsgemäßen airblast-Düse bei Gasbetrieb auch an
dere, bereits bekannte Drosselmechanismen, wie beispielsweise
die Abdrosselung der Luft 5 durch Verdrängung mittels Pilot
gas 9 anwendbar.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß sich die er
findungsgemäße airblast-Düse durch folgende Eigenschaften
auszeichnet:
- - kompakte Bauweise mit minimalem Durchmesser
- - geringer Druckverlust in der Düse
- - Auslegungsdruckabfall an der Zerstäuberlippe
- - keine Bauteile am Düsenaustritt, die zu Ablagerung bzw. Überhitzung neigen
- - enger Sprühwinkel α
- - einfache Kalibrierbarkeit und Auswechselbarkeit der kritischen Ölquerschnitte.
Bezugszeichenliste
1 Brenner
2 airblast-Düse
3 Brennstofflanze
4 Flüssigbrennstoff
5 Luft für die airblast-Düse
5a äußerer Luftstrom
5b innerer Luftstrom
6 gasförmiger Brennstoff
7 Hauptbrennerluft
8 Brennerhaube
9 Pilotgas
10 Brennkammer
11 Düsenachse
12 Brennstoffrohr
13 äußerer Luftkanal
14 innerer Luftkanal
15 Luftzuführungsleitung
16 Zerstäubungsquerschnitt
17 Brennerinnenraum
18 Zwischenwand
19 Zerstäuberkante
20 Zerstäuberlippe
21 Stützelemente
22 Pilotgaskanal
23 Düsenaußenkörper
24 Öldruckzerstäuber
25 Bohrungen
26 Wehr
27 Drallerzeuger
28, 29 Schiebestelle
α Sprühwinkel
2 airblast-Düse
3 Brennstofflanze
4 Flüssigbrennstoff
5 Luft für die airblast-Düse
5a äußerer Luftstrom
5b innerer Luftstrom
6 gasförmiger Brennstoff
7 Hauptbrennerluft
8 Brennerhaube
9 Pilotgas
10 Brennkammer
11 Düsenachse
12 Brennstoffrohr
13 äußerer Luftkanal
14 innerer Luftkanal
15 Luftzuführungsleitung
16 Zerstäubungsquerschnitt
17 Brennerinnenraum
18 Zwischenwand
19 Zerstäuberkante
20 Zerstäuberlippe
21 Stützelemente
22 Pilotgaskanal
23 Düsenaußenkörper
24 Öldruckzerstäuber
25 Bohrungen
26 Wehr
27 Drallerzeuger
28, 29 Schiebestelle
α Sprühwinkel
Claims (11)
1. Airblast-Zerstäuberdüse (2) für den Betrieb eines mit
flüssigen und gasförmigen Brennstoffen (4, 6) betriebe
nen Brenners (1), wobei die Düse (2) im wesentlichen aus
einem zentral um die Düsenachse (11) angeordneten
Flüssigbrennstoffrohr (12) mit mindestens einem am Ende sich
befindenden Mittel zum Aufbringen des flüssigen Brenn
stoffs (4) auf eine Zerstäuberkante (19) besteht, sowie
aus zwei von einer Luftzuführungsleitung (15) gespeisten
konzentrischen Luftkanälen (13, 14) und wahlweise aus
einem konzentrisch dazu angeordneten Pilotgaskanal (22),
wobei die Kanäle (13, 14, 22) jeweils durch Zwischenwän
de (18) voneinander getrennt sind, sowie aus einem Dü
senaußenkörper (23), wobei die Luftkanäle (13, 14) am
Zerstäubungsquerschnitt (16) der Düse (2) in den Bren
nerinnenraum (17) münden, der äußere Luftkanal (13)
sich vor dem Zerstäubungsquerschnitt (16) verengt und
die Zwischenwand (18) zwischen innerem (14) und äußerem
Luftkanal (13) am stromabwärtigen Ende die Zerstäuber
kante (19) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zwischenwand (18) zwischen innerem (14) und äußerem Luft
kanal (13) über innere und äußere Stützelemente (21),
wobei die inneren Stützelemente zwischen der Zwischen
wand (18) und dem Brennstoffrohr (12) und die äußeren
Stützelemente (21) zwischen der Zwischenwand (18) und
dem Düsenaußenkörper (23) angeordnet sind, gehalten
wird und daß die Zerstäuberkanten (19) in Richtung
Düsenachse (11) abgewinkelt sind.
2. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Flüssigbrennstoffrohr (12) axial ver
schiebbar ist, während der Düsenaußenkörper (23) Be
standteil des Brenners (1) und somit fest fixiert ist.
3. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß ihre Einzelbestandteile fest fixiert sind
und die Düse (2) nur im ganzen axial verschiebbar ist.
4. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Schiebestelle (28) zwischen den in
neren Stützelementen (21) am Flüssigbrennstoffrohr (12)
und der Zwischenwand (18) zwischen dem inneren (14) und
dem äußeren Luftkanal (13) vorgesehen ist.
5. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Mittel zum Aufbringen des flüssigen
Brennstoffes (4) ein Öldruckzerstäuber (24) ist.
6. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Öldruckzerstäuber (24) ein Hohlkegel
zerstäuber ist.
7. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Öldruckzerstäuber (24) ein Vollkegel
zerstäuber ist.
8. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittel zum Aufbringen des flüssigen
Brennstoffes (4) radial oder schräg angeordnete Bohrun
gen (25) am geschlossenen Ende des Brennstoffrohres (12)
sind.
9. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Zerstäuberkante (19) Wehre (26)
angeordnet sind.
10. Airblast-Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die äußeren und/oder inneren Stützele
mente (21) als Drallerzeuger (27), insbesondere als
Drallschaufeln, ausgeführt sind.
11. Verfahren zum Betrieb eines Brenners (1) mit einer air
blast-Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem
die Flüssigbrennstoffleitung (12) fest am Gehäuse und
der Brenner (1) fest an der Brennkammer (10) angebracht
sind, wobei beim Betrieb mit gasförmigem Brennstoff (9)
der Zustrom der Luft (5) in den Brennerinnenraum (17)
zumindestens teilweise abgedrosselt wird, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drosselung infolge der unter
schiedlichen Wärmedehnung des Flüssigbrennstoffrohres
(12) bei Gas- oder Ölbetrieb erfolgt.
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