DE19535257A1 - MR-Anordnung zur Bestimmung der Kernmagnetisierungsverteilung mit einer Oberflächenspulen-Anordnung - Google Patents
MR-Anordnung zur Bestimmung der Kernmagnetisierungsverteilung mit einer Oberflächenspulen-AnordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine MR-Anordnung zur Bestimmung der Kernmagnetisie
rungsverteilung in einem Untersuchungsbereich mit einer mindestens zwei Spulen
umfassenden, zylinderförmigen Oberflächenspulen-Anordnung, wobei die Spulen
jeweils als Schleife ausgestaltet sind.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Kopfspulen-Anordnung mit einer mindestens
zwei Spulen umfassenden Oberflächenspulen-Anordnung, wobei die Spulen jeweils
als Schleife ausgestaltet sind.
Die Bestimmung der Kernmagnetisierungsverteilung in einem Untersuchungsbereich
mittels einer aus mindestens zwei Oberflächenspulen bestehenden Oberflächen
spulen-Anordnung hat den Vorteil, daß das Signal-zu-Rauschverhältnis wesentlich
besser ist als bei Spulen, die Kernresonanzsignale aus dem gesamten Untersuchungs
bereich empfangen. Eine Oberflächenspulen-Anordnung ist aus Magnetic Resonance
in Medicine 16, P. 192-225, 1990, bekannt. Die Bilder der einzelnen
Oberflächenspulen werden dabei nach einem geeigneten Verfahren zu einem
Gesamtbild zusammengesetzt. Der Nachteil einer Oberflächenspulen-Anordnung
besteht darin, daß die Empfindlichkeit örtlich inhomogen ist, d. h. davon abhängt,
wo im Untersuchungsbereich das MR-Signal auftritt.
Aus 2nd SMR, Book of Abstracts, p. 1103, 1994, ist eine Kopfspulen-Anordnung
bekannt. Eine aus sechs Elementen bestehende, um den Kopf wickelbare
Spulenanordnung ist dabei ergänzt um eine aus zwei Elementen bestehende
Butterfly-Spule, die über dem Schädeldach des Patienten angeordnet ist. Dadurch
wird zwar erreicht, daß auch MR-Signale aus dem Bereich des Kopfendes
empfangen werden, jedoch ist die Empfindlichkeit der beiden Butterfly-Elemente
nicht sehr homogen, so daß sich Probleme bei der Kombination der einzelnen Bilder
zu einem Gesamtbild ergeben. Außerdem sind für die zwei Butterfly-Elemente zwei
weitere Empfangskanäle erforderlich.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit geringem Aufwand
eine eingangs beschriebene MR-Anordnung im Hinblick auf Empfindlichkeit und
Auflösung zu verbessern. Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
eingangs genannte Kopfspulen-Anordnung zu verbessern.
Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelöst, daß die Spulen
Winkelspulen sind, bei denen ein Teil der Schleife zum Innenbereich der
Oberflächenspulen-Anordnung hin abgewinkelt ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß aus einem Untersuchungsbereich
größere MR-Signale empfangen werden können, wenn sich die Empfangsspulen
möglichst nahe an dem Untersuchungsobjekt befinden und sich über einen möglichst
großen Teil der Oberfläche des Untersuchungsobjekts erstrecken.
Bei der erfindungsgemäßen MR-Anordnung sind die Winkelspulen derart
abgewinkelt, daß sie sich möglichst nahe an der Oberfläche des Untersuchungs
objekts befinden. Insbesondere bei einer MR-Anordnung zur Untersuchung des
Kopfes befinden sich die abgewinkelten Teile der Schleifen direkt oberhalb des
Schädeldaches. Dadurch wird erreicht, daß gegenüber den bekannten Anordnungen
auch aus dem oberen Bereich des Kopfes deutlich stärkere MR-Signale empfangen
werden können. Vorteilhaft ist bei der erfindungsgemäßen MR-Anordnung
insbesondere, daß keine zusätzlichen Empfangskanäle erforderlich sind, da die
Anzahl der Spulen der Oberflächenspulen-Anordnung gleich bleiben kann. Es
werden lediglich die Spulen als Winkelspulen ausgestaltet.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der abgewinkelte Teil
der Schleife um maximal 90° zum Innenbereich der Oberflächenspulen-Anordnung
hin abgewinkelt ist. Bei genau um 90° abgewinkelten Schleifenteilen eignet sich die
MR-Anordnung besonders gut zur Verwendung als Kopfspulen-Anordnung. Davon
ausgehend ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die abgewinkelten Teile der
Schleifen in einer gemeinsamen Ebene liegen, wodurch die Homogenität des
Empfangsprofils der MR-Anordnung deutlich verbessert wird.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Winkelspulen auf
einem als geradem Kreiszylinder ausgestalteten Spulenträger aufgebracht sind. Auch
dadurch wird ein besonders homogenes Empfangsprofil innerhalb des Zylinders
erreicht, weshalb sich die MR-Anordnung besonders zur Untersuchung des Kopfes
eignet.
Um die gegenseitige Kopplung der Spulen der Oberflächenspulen-Anordnung
möglichst gering zu halten, sieht eine Ausgestaltung erfindungsgemäß vor, daß sich
benachbarte Spulen der Oberflächenspulen-Anordnung teilweise überlappen. Dabei
kann eine Überlappungsbreite gefunden werden, bei der die Kopplung zweier
benachbarter Spulen minimal ist. Die Schleifen der Spulen sind dabei so
ausgestaltet, daß sich an den Kreuzungspunkten zweier Spulen die Schleifen im
rechten Winkel kreuzen, wobei die Schleifen an den Kreuzungspunkten durch
Isolierplättchen voneinander getrennt sind.
Um das Signal-zu-Rauschverhältnis weiter zu verbessern, ist in einer Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen, daß in die Schleife einer Spule der Oberflächen
spulen-Anordnung mindestens ein Kondensator geschaltet ist. Der Kondensator und
die Spule bilden dabei einen Schwingkreis, der durch Wahl der Größe des
Kondensators auf die Larmor-Frequenz abgestimmt werden kann.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß in die
Oberflächenspulen-Anordnung eine Gradientenspulen- und/oder
Sendespulen-Anordnung integriert ist. Damit können deutlich höhere
Sendefeldstärken in dem zu untersuchenden Objekt, beispielsweise dem Kopf,
erzeugt werden, was insbesondere für Angiographiemethoden sehr von Vorteil ist.
Gegenüber einer Anordnung mit herkömmlichen Körperspulen, die deutlich weiter
vom Kopf entfernt sind, kann damit eine wesentlich bessere Auflösung erzielt
werden.
Die Aufgabe, eine Kopfspulen-Anordnung mit mindestens zwei, jeweils als Schleife
ausgestalteten Spulen zu verbessern, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Spulen Winkelspulen sind, bei denen ein Teil der Schleife zum Innenbereich der
Oberflächenspulen-Anordnung hin abgewinkelt ist. Ein erster Teil der Schleife
umschließt dann eine in einer ersten Ebene liegende Fläche und ein zweiter Teil der
Schleife umschließt eine in einer zweiten, zur ersten Ebene unter einem Winkel
verlaufenden Ebene liegende Fläche.
Ein besonders homogenes Empfangsprofil und ein großes Signal-zu-Rauschverhältnis
ergibt sich mit Ausgestaltungen, bei denen die erste und zweite Ebene sich unter
einem Winkel von 90° schneiden und bei denen die Spulen zylinderförmig derart
angeordnet sind, daß die zweiten Ebenen eine gemeinsame Ebene bilden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines MR-Untersuchungsgerätes, das die Erfindung
beinhalten kann,
Fig. 2 eine Darstellung einer Kopfspulen-Anordnung mit acht Winkelspulen,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Winkelspule mit zwischengeschalteten Kondensatoren
und
Fig. 4 eine Darstellung einer Kopfspulen-Anordnung mit integrierter
Sendespulen-Anordnung.
In dem in Fig. 1 schematisch dargestellten Blockschaltbild ist mit 1 ein
vorzugsweise supraleitender Magnet bezeichnet, der in einem Untersuchungsbereich,
in dem sich ein Patient befinden kann, ein stationäres homogenes Magnetfeld
erzeugt. Der dafür erforderliche Strom wird von einer Einheit 2 geliefert. Mit 3 ist
eine Gradientenspulen-Anordnung bezeichnet, mit der ein magnetisches
Gradientenfeld erzeugt werden kann, das in Richtung des stationären Magnetfeldes
verläuft und dessen Gradienten entweder in der gleichen Richtung oder in zwei dazu
und zueinander senkrechten Richtungen verläuft. Die Ströme hierfür werden von
einer Treiberschaltung 4 geliefert, wobei der zeitliche Verlauf der Ströme von einer
Steuereinheit 5 gesteuert wird, die mittels eines geeignet programmierten Prozessors
realisiert werden kann.
Außerdem ist ein Hochfrequenzgenerator 6 vorgesehen, der impulsweise
Schwingungen mit der Larmorfrequenz der Atomart, deren Kernmagnetisierungs
verteilung bestimmt werden soll, erzeugen kann. Der Hochfrequenzgenerator 6 ist
mit einer üblicherweise zylinderförmig ausgestalteten Körperspulen-Anordnung 7
verbunden, die bei der MR-Untersuchung den Körper des Patienten auf einer
bestimmten Länge umschließt und in diesem ein im wesentlichen homogenes
Hochfrequenz-Magnetfeld erzeugt.
Darüber hinaus ist eine aus mehreren Oberflächenspulen bestehende
Oberflächenspulen-Anordnung 8 vorgesehen. Die Oberflächenspulen-Anordnung 8
ist mit einer Empfängereinheit 9 verbunden, wobei die Empfängereinheit 9 für jede
Spule der Oberflächenspulen-Anordnung 8 je einen Kanal enthält, in dem das von
der jeweiligen Spule empfangene MR-Signal verstärkt, in einen niedrigeren
Frequenzbereich transponiert und digitalisiert wird und in dem aus den digitalisierten
MR-Signalen jeweils ein MR-Bild rekonstruiert werden kann. Die in der Empfänger-
und Verarbeitungseinheit 9 erzeugten MR-Bilder sind auf einem Monitor 10
darstellbar.
Die Einheiten 4, 6, 8, 9 werden von der Steuereinheit 5 gesteuert. Im Sendebetrieb
werden die vom Hochfrequenzgenerator 6 erzeugten Schwingungen der
Körperspulen-Anordnung 7 zugeführt, die im Untersuchungsbereich ein
Hochfrequenzmagnetfeld erzeugt. Während des Sendebetriebs ist die
Oberflächenspulen-Anordnung 8 unwirksam, beispielsweise dadurch, daß jede
einzelne Spule dieser Anordnung während des Sendebetriebes verstimmt ist. Im
Empfangsbetrieb werden die im Untersuchungsbereich entstehenden MR-Signale mit
der Oberflächenspulen-Anordnung 8 empfangen. Dabei ist die
Körperspulen-Anordnung 7 verstimmt. Dadurch sind diese Spulen-Anordnungen
induktiv voneinander entkoppelt.
In Fig. 2 ist eine Oberflächenspulen-Anordnung 20 mit acht Winkelspulen 21 bis 28
dargestellt. Die Winkelspulen 21 bis 28 sind auf einem zylinderförmig ausgestalteten
Spulenträger 19 aus nichtleitendem Material, beispielsweise Plexiglas, aufgebracht.
Die Winkelspulen 21 bis 28 und der Spulenträger 19 sind derart bemessen, daß sich
diese Oberflächenspulen-Anordnung 20 zur Verwendung als Kopfspulen-Anordnung
eignet. Der Kopf eines Patienten befindet sich während der Untersuchung im
Inneren des zylinderförmigen Spulenträgers 19.
Jede der acht Winkelspulen 21 bis 28 ist als geschlossene Schleife aus leitendem
Material ausgestaltet. Der in der Figur obere Teil jeder Schleife ist um 90° zur
Zylinderachse 29 hin, also zum Innenbereich der Oberflächenspulen-Anordnung 20
hin, abgewinkelt. Die derart abgewinkelten Teile der Schleifen der Winkelspulen 21
bis 28 liegen alle in derselben Ebene 30, die der oberen Abschlußebene des
zylinderförmigen Spulenträgers 19 entspricht.
Diese Anordnung ist deutlich empfindlicher für Signale, die im oberen Bereich der
zylinderförmigen Anordnung 20 gemessen werden sollen. Gegenüber der bekannten
Anordnung, bei der die Spulen als geschlossene Schleifen nur auf der Außenfläche
31 des Zylinders aufgebracht sind und keinen abgewinkelten Teil aufweisen, wird
auch eine deutliche Erhöhung des Signal-zu-Rauschverhältnisses erreicht. Die von
einzelnen Winkelspulen 21 bis 28 gemessenen Einzelbilder werden nach einem
bekannten Verfahren, beispielsweise dem Verfahren der Summe der Quadrate zu
einem Gesamtbild zusammengesetzt, das eine deutlich verbesserte Auflösung zeigt.
Jede der Winkelspulen 21 bis 28 überlappt sich teilweise mit den Schleifen der
beiden benachbarten Winkelspulen. Dadurch kann die magnetische Kopplung zweier
benachbarter Winkelspulen minimiert werden, wobei eine ideale Überlappungsbreite
gefunden werden kann, bei der die magnetische Kopplung minimal ist.
In Fig. 3 ist eine einzelne erfindungsgemäße Winkelspule 32 gezeigt. Zu erkennen
ist, daß sich die Ebene, in der die von einem ersten Schleifenteil umschlossene
Fläche 33 bzw. die von dem zweiten Schleifenteil umschlossene Fläche 34 liegen,
unter einem Winkel von 90° entlang der gestrichelten Linie 41 schneiden. Der
Winkel ist dabei gemessen zwischen der Linie 42, also einer gedachten Fortsetzung
des die Fläche 33 umschließenden Schleifenteils, und der Fläche 34. In die Schleife
32 sind vier Kondensatoren 35 bis 38 geschaltet. Dadurch kann die Spule, die
zusammen mit den Kondensatoren einen Schwingkreis bildet, auf die
Larmorfrequenz der zu messenden Atome abgestimmt und somit eine Erhöhung des
Signal-zu-Rauschverhältnisses erreicht werden.
Die Spule kann aus Metall oder aus einem anderen leitfähigen Material, wie
beispielsweise leitfähigem Kunststoff oder Leiterfarbe, bestehen. Die Spulen können
als rohrförmige Leiter ausgestaltet sein oder aus ein- oder mehrlagigem geätztem
Multilayermaterial direkt auf den Spulenträger aufgebracht sein. In einer praktischen
Ausführung bestehen die Spulen aus 10 mm breiten und 0,2 mm dicken
Kupferstreifen, die direkt auf einem Plexiglaszylinder aufgeklebt sind.
In Fig. 4 ist die in Fig. 2 gezeigte Oberflächenspulen-Anordnung 20 mit der
Übersichtlichkeit halber nur drei Winkelspulen 21, 22, 23 dargestellt. In die
Oberflächenspulen-Anordnung 20 ist eine Sendespulen-Anordnung, die aus zwei
Sattelspulen 39, 40 besteht, integriert. Die Sattelspulen 39, 40 verlaufen ebenfalls
auf der Außenfläche 31 des zylinderförmigen Spulenträgers 19, könnten aber auch in
etwas größerem Abstand von der Zylinderachse 29 angeordnet sein. Mit einer
derartigen Sendespulen-Anordnung kann gegenüber einer Ganzkörper
sendespulen-Anordnung ein deutlich höheres Sendefeld und damit eine höhere
Auflösung erreicht werden.
Nicht dargestellt ist eine Ausführung, bei der in die Oberflächenspulen-Anordnung
20 eine Gradientenspulen-Anordnung integriert ist. Diese Integration könnte in
gleicher Weise wie die in der Fig. 4 gezeigte Integration der
Sendespulen-Anordnung erfolgen. Auch dadurch kann eine verbesserte Auflösung
erreicht werden gegenüber einer MR-Anordnung mit herkömmlicher
Gradientenspulen-Anordnung.
Die verwendeten Winkelspulen können auch eine andere als in den Fig. 2 bis 4
gezeigte Form, beispielsweise eine elliptische Form aufweisen. Auch kann die
Größe der verwendeten Winkelspulen in einer Oberflächenspulen-Anordnung
unterschiedlich sein. In der praktischen Ausführung einer Kopfspulen-Anordnung
sind die vor dem Gesicht befindlichen Spulen etwas größer ausgestaltet und weiter
von der Kopfoberfläche entfernt angeordnet als die am Hinterkopf befindlichen
Spulen. Außerdem weist der Spulenträger direkt vor dem Gesichtsfeld des Patienten
einen Schlitz auf, wo auch keine Spule aufgebracht ist, um das Engegefühl des
Patienten in der Kopfspulen-Anordnung zu verringern.
Um beispielsweise dem Arzt für Operationen von der Oberseite des Kopfes her
freien Zugang zu ermöglichen, kann die Kopfspulen-Anordnung derart gestaltet sein,
daß der obere Teil mit den abgewinkelten Schleifenteilen abnehmbar ist, so daß ein
restlicher Teil der Kopfspulen-Anordnung mit nicht abgewinkelten Spulen verbleibt.
Um auch dann noch Messungen vornehmen zu können, wird statt dessen ein
Ringaufsatz ohne abgewinkelte Schleifenteile auf den restlichen Teil aufgesetzt.
Die Ausgänge der einzelnen Winkelspulen sind jeweils mit einer
Transformationsschaltung verbunden, die den Widerstand der Spule auf den
optimalen Rauschwiderstand des Eingangstransistors des Vorverstarkers
transformiert. Um die Anzahl der Empfangskanäle der MR-Anordnung zu
reduzieren, können die Ausgänge zweier zu jeweils einer Spule gehöriger
Vorverstärker kombiniert werden, wobei mittels eines einem der beiden
Vorverstärkerausgänge nachgeschalteten Phasenschiebers eine Fokussierung auf eine
bestimmte Gewebetiefe im Untersuchungsobjekt erreicht werden kann.
Für die Erfindung spielt die Anzahl der verwendeten Winkelspulen keine Rolle.
Auch muß der abgewinkelte Teil nicht um 90° abgewinkelt sein, denkbar wäre auch
ein anderer Winkel, beispielsweise 60° oder 45°. Vorstellbar ist auch eine
Oberflächenspulen-Anordnung mit abwechselnd einer Winkelspule und einer Spule
ohne abgewinkelten Teil.
Mit der erfindungsgemäßen MR-Anordnung wird gegenüber der bekannten
Anordnung eine deutlich bessere Auflösung und homogenere Empfindlichkeit über
einen größeren Bereich erreicht. Insbesondere mit der erfindungsgemäßen
Kopfspulen-Anordnung können MR-Bilder des gesamten Kopfes mit gleichbleibend
hoher Auflösung im gesamten Untersuchungsbereich erstellt werden. Wird die
Kopfspulen-Anordnung noch erweitert um eine Brust- und/oder Nacken
spulen-Anordnung, deren Einzelbilder auch bei der Erstellung des Gesamtbildes
berücksichtigt werden, so können Bilder vom Schädeldach bis zum 5. Brustwirbel
erstellt werden.
Claims (9)
1. MR-Anordnung zur Bestimmung der Kernmagnetisierungsverteilung in einem
Untersuchungsbereich mit einer mindestens zwei Spulen (21 . . . 28) umfassenden,
zylinderförmigen Oberflächenspulen-Anordnung (8, 20) , wobei die Spulen (21 . . . 28)
jeweils als Schleife ausgestaltet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (21 . . . 28) Winkelspulen sind, bei denen ein
Teil der Schleife zum Innenbereich der Oberflächenspulen-Anordnung (8, 20) hin
abgewinkelt ist.
2. MR-Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der abgewinkelte Teil der Schleife um maximal 90°
zum Innenbereich der Oberflächenspulen-Anordnung (8, 20) hin abgewinkelt ist.
3. MR-Anordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die abgewinkelten Teile der Schleifen in einer
gemeinsamen Ebene (30) liegen.
4. MR-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelspulen (21 . . . 28) auf einem als geradem
Kreiszylinder ausgestalteten Spulenträger (19) aufgebracht sind.
5. MR-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenspulen-Anordnung (8, 20) sechs bis
vierundzwanzig Winkelspulen (21 . . . 28) aufweist.
6. MR-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sich benachbarte Spulen der Oberflächenspulen-
Anordnung (8, 20) teilweise überlappen.
7. MR-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Schleife einer Spule (21 . . . 28) der
Oberflächenspülen-Anordnung (8, 20) mindestens ein Kondensator (35 . . . 38)
geschaltet ist.
8. MR-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Oberflächenspulen-Anordnung (8, 20) eine
Gradientenspulen- und/oder Sendespulen-Anordnung (39, 40) integriert ist.
9. Kopfspulen-Anordnung (20) mit einer mindestens zwei Spulen (21 . . . 28)
umfassenden Oberflächenspulen-Anordnung (8, 20), wobei die Spulen (21 . . . 28)
jeweils als Schleife ausgestaltet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (21 . . . 28) Winkelspulen sind, bei denen ein
Teil der Schleife zum Innenbereich der Oberflächenspulen-Anordnung (8, 20) hin
abgewinkelt ist.
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