DE19535095A1 - Kieferorthopädisches Teil aus Metall - Google Patents
Kieferorthopädisches Teil aus MetallInfo
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- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C7/00—Orthodontics, i.e. obtaining or maintaining the desired position of teeth, e.g. by straightening, evening, regulating, separating, or by correcting malocclusions
- A61C7/12—Brackets; Arch wires; Combinations thereof; Accessories therefor
- A61C7/14—Brackets; Fixing brackets to teeth
- A61C7/16—Brackets; Fixing brackets to teeth specially adapted to be cemented to teeth
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Description
Die Erfindung geht aus von einem kieferorthopädischen Hilfsteil aus Metall mit
den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Ein solches Hilfsteil ist als Bracket aus der DE-37 27 102 A1 bekannt. Es besteht
aus einem Fußteil oder Pad, mit welchem es auf einen Zahn geklebt wird, und
aus einem auf dem Fußteil angebrachten Funktionsteil, bei dem es sich im Falle
eines Brackets um einen oder zwei Körper mit Schlitzen und Flügeln handelt. Um
dem Klebstoff eine gute Verankerungsbasis zu bieten, ist es bekannt, an der Un
terseite des Fußteils ein Netzgeflecht vorzusehen oder der Unterseite des Fuß
teils durch erodierendes Bearbeiten eine Reliefstruktur zu verleihen. Nach dem
Aufkleben eines solchen Hilfsteils auf einen Zahn mittels eines aushärtenden
Klebers wird das Fußteil versiegelt. Ist oder wird die Versiegelung schadhaft,
kann allmählich Speichel in den Bereich der Klebestelle eindringen. Der Speichel
ist ein Elektrolyt und kann am Fußteil zur Korrosion, insbesondere zum Lochfraß
führen. Da sich die Korrosion an der Rückseite des Fußteils abspielt, entdeckt
man sie erst nach dem Abnehmen des Hilfsteils. Leider ist es so, daß die Korrosi
on am Zahn zu braunen bis dunkelbraunen Flecken führt, die je nach Korrosions
fortschritt nicht mehr entfernbar sind und für den Patienten eine lebenslange Be
einträchtigung des Aussehens seiner Zähne mit sich bringen.
Es ist auch bekannt, Brackets vollständig aus Titan herzustellen. Titan ist ein
Werkstoff, der wegen seiner Biokompatibilität Eingang in die Kieferorthopädie ge
funden hat. Bei Verwendung von Titan tritt im Speichel keine Korrosion auf. Der
große Nachteil des Titans besteht jedoch in seiner dunkelgrauen Farbe. Brackets
und andere kieferorthopädische Hilfsteile sind wegen ihres schmuddeligen Aus
sehens bei Patienten nicht beliebt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit aufzu
zeigen, wie man zu freundlich aussehenden kieferorthopädischen Hilfsteilen aus
Metall kommt, bei denen nicht die Gefahr besteht, daß sie Korrosionsflecken auf
den Zähnen hinterlassen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch kieferorthopädische Hilfsteile mit den im An
spruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung eignet sich vornehmlich für Brackets, aber auch für andere Hilfstei
le, die ähnlich wie Brackets an Zähnen befestigt werden, z. B. Bukkalröhrchen.
Die Kombination eines Funktionsteils aus rostfreiem Stahl mit einem Fußteil aus
Titan oder einer Titanbasislegierung stellt eine sowohl unter wirtschaftlichen als
auch unter ästhetischen Gesichtspunkten befriedigende Lösung dar. Dadurch,
daß das den ästhetischen Eindruck in erster Linie bestimmende Funktionsteil aus
einem rostfreien Stahl besteht, der nicht das stumpfe Grau des Titans, sondern
ein blankes Aussehen zeigt werden ästhetische Anforderungen erfüllt, insbeson
dere dann, wenn ein nickelarmer, heller Stahl genommen wird. Besonders
geeignet ist der Stahl Nr. 1.4456 nach DIN, welcher 16 bis 20% Mangan, 16 bis
20% Chrom, 1,8 bis 2,5% Mangan und weniger als 0,3% Nickel, nicht mehr als
0,1% Kohlenstoff, nicht mehr als 1% Silizium, nicht mehr als 0,05% Phosphor
und nicht mehr als 0,05% Schwefel, zum Rest Eisen enthält.
Dadurch, daß für das Fußteil bzw. für die dem Zahn zugewandte Klebestelle ein
korrosionsfester Titanwerkstoff verwendet wird, wird das Entstehen von Korrosi
onsflecken auf den Zähnen zuverlässig unterbunden. Außerhalb der Klebestelle
auftretende Korrosionen am Funktionsteil aus Stahl sind hinnehmbar, da sie die
Aufgabe des Funktionsteils nicht beeinträchtigen und nicht zu einer Schädigung
der Zähne führen. Durch die Verwendung eines Stahls für das Funktionsteil, ins
besondere des rostfreien Automatenstahls 1.4456, bleibt die leichte Bearbeitbar
keit des Funktionsteils erhalten, welche im Falle eines insgesamt aus Titan be
stehenden Hilfsteils nicht gegeben ist.
Da das Funktionsteil das Fußteil weitgehend überdeckt, sind Reste des Fußteils,
die nicht abgedeckt sind, für den ästhetischen Eindruck nicht bestimmend. Es ist
darüberhinaus leicht möglich, den nachteiligen Einfluß des Titans auf die Ästhetik
vollständig zu beseitigen, indem man für das Funktionsteil Außenmaße wählt, die
im Grundriß mit denen des Fußteils übereinstimmen, oder indem man bereits das
Fußteil zweilagig ausbildet, nämlich mit einer rückseitigen Lage aus Titan und ei
ner vorderseitigen Lage aus Stahl. Vorzugsweise sieht man in beiden Fällen vor,
daß der Titanwerkstoff und der Stahl deckungsgleich sind oder man sieht einen
geringen, nicht mehr als 1 mm, vorzugsweise nicht mehr als 0,5 mm betragen
den Überstand des Teils aus Titan vor. Ein Überstand des Teils aus Stahl wäre
nicht so günstig, weil dann die Möglichkeit bestünde, daß Klebstoff in die unver
meidliche Trennfuge zwischen Titan und Stahl eindringt,was unerwünscht ist.
Die Teile aus Titan und Stahl können in herkömmlicher Weise miteinander ver
bunden werden, insbesondere durch Löten, Schweißen oder Laser-Schweißen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen
dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Bracket in einer Draufsicht,
Fig. 2 zeigt dasselbe Bracket in einer Seitenansicht gemäß Pfeil II in
Fig. 1,
Fig. 3 zeigt dasselbe Bracket in einer Seitenansicht gemäß Pfeil III in
Fig. 1,
Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Brackets in einer
Draufsicht,
Fig. 5 zeigt das Bracket aus Fig. 4 in einer Seitenansicht gemäß dem
Pfeil V in Fig. 4, und
Fig. 6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Brackets in einer Seiten
ansicht gemäß Fig. 3.
Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Bracket besteht aus einem Fußteil oder
Pad 1 in Gestalt einer Platte aus Titan, auf deren Unterseite ein Netz 2 aus Titan
geschweißt ist, welches dazu dient, die Verzahnung mit einem Klebstoff zu ver
bessern, mit welchem das Pad 1 auf einen Zahn geklebt wird.
Das Pad 1 trägt ein Funktionsteil 3 aus Edelstahl bestehend aus einem Basisteil
4, welches mit dem Pad verschweißt oder verlötet ist, und zwei auf dem Basisteil
angeordneten Doppelflügeln 5 und 6, welche durch miteinander fluchtende, längs
verlaufende Schlitze 7 und 8 sowie durch eine quer verlaufende Nut 9 unterteilt
sind. Die Abmessungen der Flügel 5 und 6 sind so auf die Abmessungen des
Pads abgestimmt, daß die Enden 10 und 11 der Flügel in der Draufsicht bis an
die Längsränder 12 bzw. 13 oder etwas darüberhinaus ragen. Die
Längserstreckung L des Basisteils 4 ist so gewählt, daß das aus Titan bestehen
de Pad 1 über die beiden schmalen Enden 14 und 15 des Basisteils 4 geringfü
gig, nämlich um ungefähr 0,5 mm übersteht; dieser Überstand soll verhindern,
daß Klebstoff in den Fügespalt 16 zwischen Pad und Basisteil 4 eindringt.
Das aus hellem, blankem Edelstahl bestehende Funktionsteil 3 überdeckt in der
Draufsicht das graue Pad aus Titan weitgehend und verbessert dadurch das äs
thetische Erscheinungsbild des Brackets erheblich.
Das in den Fig. 4 und 5 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
vom ersten Ausführungsbeispiel dahingehend, daß der geringe Überstand des
Pads 1 über die schmalen Enden 14 und 15 des Basisteils auf Null verringert ist,
wodurch der Einfluß des grauen Titans auf das Erscheinungsbild des Pads noch
mal vermindert worden ist.
Das in Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von den bei
den vorhergehenden Ausführungsbeispielen darin, daß schon das Pad selbst
zweilagig ausgebildet ist, bestehend aus einer unteren Lage 1a aus Titan und ei
ner oberen Lage 1b aus Edelstahl, insbesondere aus demselben Werkstoff, aus
welchem auch das Funktionsteil 3 besteht. Im übrigen kann der Aufbau dieses
Brackets übereinstimmen mit dem ersten oder mit dem zweiten
Ausführungsbeispiel.
Bei diesem dritten Ausführungsbeispiel ist vom Titan nach außen hin nichts
sichtbar, wenn das Bracket auf einem Zahn angebracht ist.
Die beiden Lagen 1a und 1b können miteinander verklebt, verlötet oder ver
schweißt sein.
Claims (10)
1. Kieferorthopädisches Hilfsteil aus Metall insbesondere Bracket, bestehend
aus einem Fußteil (1) zum Ankleben an einem Zahn und aus einem auf dem
Fußteil angebrachten Funktionsteil (3) aus einem rostfreien Stahl, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fußteil (1) aus Titan oder aus einer überwiegend
Titan enthaltenden korrosionsfesten Legierung besteht.
2. Hilfsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es im rückseitigen
Klebebereich aus Titan oder aus einer überwiegend Titan enthaltenden Le
gierung besteht und in den in der Draufsicht sichtbaren Bereichen aus einem
rostfreien Stahl.
3. Hilfsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil
(1) zweilagig ausgebildet ist, mit einer rückseitigen Lage (1a) aus Titan oder
aus einer überwiegend Titan enthaltenden Legierung und mit einer vordersei
tigen Lage (1b) aus rostfreiem Stahl.
4. Hilfsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Funktionsteil (3) aus Stahl im Grundriß im wesentlichen deckungsgleich ist
mit dem Fußteil (1).
5. Hilfsteil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil
(1) und das Funktionsteil (3) bzw. die beiden Lagen (1a, 1b) des Fußteils
deckungsgleich sind.
6. Hilfsteil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die rücksei
tige Lage (1a) bzw. das Fußteil (1) dort, wo es annähernd randbündig unmit
telbar mit dem Funktionsteil (3) verbunden ist, maximal 1 mm, noch besser
maximal maximal 0,5 mm, über den Rand der vorderseitigen Lage (1b) bzw.
des Funktionsteils (3) überstehen.
7. Hilfsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der rostfreie Stahl ein nickelarmer Stahl ist.
8. Hilfsteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der rostfreie Stahl
höchstens 1,5 Gew.-% Nickel enthält.
9. Hilfsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der rostfreie Stahl ein Chrom-Mangan-Stahl ist.
10. Hilfsteil nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch die Verwendung des
Werkstoffs 1.4456 (nach DIN) als rostfreier Stahl.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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ID=7772779
Family Applications (1)
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| DE (1) | DE19535095A1 (de) |
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- 1995-09-21 DE DE19535095A patent/DE19535095A1/de not_active Withdrawn
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1996
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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