DE19533375A1 - Fahrgastraum für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Fahrgastraum für ein KraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fahrgastraum für ein Kraftfahrzeug,
insbesondere für ein Kompaktfahrzeug, mit einem Rücksitz oder
einer Rückbank, dessen bzw. deren Rückenlehne in relativ kurzem
Abstand zu der Heckwand steht.
In neuerer Zeit sind sogenannte Kompaktfahrzeuge entwickelt
worden, die bei geringen Außenabmessungen möglichst viel
Innenraum zur Verfügung stellen sollen. Bei solchen
Kompaktfahrzeugen, bei denen insbesondere nach hinten überhänge,
z. B. in der Form von Kofferräumen fehlen, besteht das Problem,
daß unter Sicherheitsaspekten zu wenig Knautschzonen vorhanden
sind. Sind nämlich die Rücksitze so nahe an die Heckwand des
Fahrgastraumes gerückt, daß nur noch relativ wenig Platz
zwischen Rückenlehne und Heckwand verbleibt, dann tritt bei
einem Heckaufprall die Gefahr auf, daß die Lehne unter den
Trägheitskräften der auf dem Rücksitz sitzenden Passagiere so
weit zurückverlagert wird, daß ein Kontakt mit dem dann
deformierten Heck des Fahrzeuges entstehen kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
solchen Kontakt zwischen Rückenlehne und Heckwand des Fahrzeuges
sicher zu vermeiden und eine Möglichkeit zu schaffen, daß die
Sicherheit der Fahrzeuginsassen von Kompaktfahrzeugen bei einem
Heckaufprall vergrößert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Fahrgastraum der
eingangs genannten Art die Anordnung eines von einem
Deformationsmelder aktivierbaren, aufblasbaren Prallsackes im
Bereich zwischen Rückenlehne und Heckwand vorgesehen. Durch
diese Ausgestaltung kann das Eindringen eines von hinten
kommenden Fahrzeuges registriert werden, und es wird in diesem
Moment der Prallsack zwischen Rücksitzlehne und deformierte
Fahrzeugzone geschossen. Der Prallsack dient somit zum einen als
Rückhalt für die Rückenlehne und die darauf sitzenden
Passagiere, zum anderen auch als Schutzbereich zwischen den
Passagieren und der deformierten Heckwand.
Aufblasbare Prallsäcke werden im Kraftfahrzeugbau mannigfach
eingesetzt. So ist es aus der DE 92 07 774 U1 beispielsweise
bekannt, Fahrzeugsitze querverschiebbar im Fahrzeug anzuordnen
und bei einem Seitenaufprall, ebenfalls über Sensoren gesteuert,
von der in Mitleidenschaft gezogenen Seitenwand wegzubewegen. In
den dadurch entstandenen Zwischenraum wird zusätzlich zum Schutz
der Fahrzeuginsassen ein Prallsack in der Form eines Luftkissens
hineinbewegt. Einen Prallsack aber zur Abstützung einer
Rückenlehne zu verwenden, wird dort nicht angesprochen.
Aus dem Abstract der japanischen Patentveröffentlichung 1-314645
(A) ist es auch bekannt, mehrere aufblasbare Luftkissen der
Rückenlehne unmittelbar zuzuordnen. Diese Luftkissen sind aber
auf der dem Fahrgast zugewandten Seite der Rückenlehne
angeordnet und dienen, wie auch sonst Prallsäcke, zum Abstützen
des Fahrgastes. Aus der DE 40 37 485 A1 sind aufblasbare
Prallsäcke bekannt, die man im Seitenbereich eines
Kraftfahrzeuges anordnet, und die mit einer Abdeckung nach außen
versehen sind, die im Fall einer seitlichen Kollision von den
Prallsäcken zum Schutz der Seitenwand ausgefahren werden. Das
Problem des geringen Deformationsabstandes zwischen Rücksitz und
Heckwand bei Kompaktfahrzeugen wird dort aber nicht
angesprochen.
In Weiterbildung der Erfindung kann der Prallsack an der
Heckwand, insbesondere an einer Heckklappe angeordnet sein. Er
kann auch an der Rückseite der Rückenlehne angeordnet werden
oder im Bereich des vor der Heckwand liegenden Dachrahmens.
In Weiterbildung der Erfindung kann der Deformationsmelder in
einer Heckstoßstange vorgesehen werden, so daß er am äußersten,
mit einem nachfolgenden Fahrzeug in Berührung kommenden Punkt
des Fahrzeuges angeordnet ist und einen Aufprall frühzeitig
melden kann.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der
Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden
beschrieben.
Die einzige Zeichnung zeigt dabei den Heckbereich eines
Kompaktfahrzeuges (1), auf das ein nachfolgendes Fahrzeug (2)
auffährt.
Das Kompaktfahrzeug (1) ist mit einem Rücksitz (3) ausgestattet,
der eine Rückenlehne (4) besitzt, die beispielsweise zur
Einstellung ihrer Neigung verstellbar an dem Tragrahmen für die
Sitzfläche angeordnet ist.
Bei einem Heckaufprall würde diese Rückenlehne (4) bedingt durch
die von einer auf dem Rücksitz (3) sitzenden Person (5)
ausgeübten Trägheitskräfte nach hinten ausgebogen, und sie
könnte, da der Abstand zwischen der Heckklappe (6) des
Kompaktfahrzeuges (1) und der Rückenlehne (4) verhältnismäßig
klein ist, bei einer Deformation der Heckklappe (6) durch das
Auffahren des Fahrzeugs (2) in Kontakt mit der dann deformierten
Heckwand (6) kommen, so daß die auf dem Rücksitz befindliche
Person (5) , insbesondere im Kopfbereich, ernsthaft verletzt
werden könnte.
Um dies zu vermeiden, ist in der Heckklappe (6) ein gefalteter
Prallsack (7) angeordnet, der mit einem in der Heckstoßstange (9)
angeordneten Deformationsmelder (8) in Verbindung steht.
Dieser Prallsack (7) wird in dem dargestellten Augenblick, wo
das Fahrzeug (2) auf die Stoßstange (9) des Kompaktfahrzeuges
(1) auftrifft, aktiviert und in bekannter Weise aufgeblasen, bis
er die gestrichelt dargestellte, aufgeblasene Stellung (7′)
einnimmt. In dieser Stellung sind Abdeckklappen (10), die bis
dahin den zusammengelegten Prallsack in der Heckklappe (6)
überdecken, aufgeklappt, und der Prallsack (7′) stützt die
Rückenlehne (4) ab, die auf diese Weise allenfalls in die
gestrichelt dargestellte Lage (4′) gelangen kann und dann vom
Prallsack abgestützt und in ihre Ausgangslage zurückgeführt
wird. Eine Berührung des Kopfbereiches der auf dem Rücksitz
sitzenden Person (5) mit einer deformierten Heckwand wird
dadurch ausgeschlossen.
Beim Ausführungsbeispiel ist der Prallsack (7) in der Heckklappe
(6) angeordnet. Es wäre auch möglich, ihn auf der Rückseite der
Rückenlehne (4) oder im Bereich des vor der Heckklappe (6)
liegenden Dachrahmens (11) anzuordnen und ihn von dort aus in
den Zwischenraum zwischen Heckklappe (6) und Rückenlehne (4)
einzuschießen.
Claims (5)
1. Fahrgastraum für ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein
Kompaktfahrzeug, mit einem Rücksitz oder einer Rückbank, dessen
bzw. deren Rückenlehne in relativ kurzem Abstand zu der Heckwand
steht,
gekennzeichnet durch
die Anordnung eines von einem Deformationsmelder (8)
aktivierbaren, aufblasbaren Prallsackes (7) im Bereich zwischen
Rückenlehne (4) und Heckwand (6).
2. Fahrgastraum nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Prallsack (7) an der Heckwand insbesondere an der Heckklappe
(6) angeordnet ist.
3. Fahrgastraum nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Prallsack (7) an der Rückseite der Rückenlehne (4)
angeordnet ist.
4. Fahrgastraum nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Prallsack (7) im Bereich des vor der Heckwand liegenden
Dachrahmens (11) angeordnet ist.
5. Fahrgastraum nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Deformationsmelder (8) in der Heckstoßstange (9) angeordnet
ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995133375 DE19533375C2 (de) | 1995-09-09 | 1995-09-09 | Fahrgastraum für ein Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE19533375A1 true DE19533375A1 (de) | 1997-03-13 |
| DE19533375C2 DE19533375C2 (de) | 1999-06-10 |
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Legal Events
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Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE KEIPER GMB |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE KEIPER GMB |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70327 STUTTGART, DE Owner name: KEIPER GMBH & CO.KG, 67657 KAISERSLAUTERN, DE |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLER AG, 70327 STUTTGART, DE Owner name: KEIPER GMBH & CO.KG, 67657 KAISERSLAUTERN, DE |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20110401 |