DE19525566A1 - Verfahren und Vorrichtung zur optischen Charakterisierung einer Oberfläche - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur optischen Charakterisierung einer OberflächeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur optischen Charakterisierung einer Oberfläche
und insbesondere einer goniochromatischen Oberfläche.
Eine Oberfläche wird goniochromatisch genannt, wenn optische
Meßgrößen, beispielsweise ihre Farbwerte, bei einer
Reflexionsmessung an der Oberfläche deutlich vom
Beleuchtungswinkel des zu reflektierenden Lichtes und vom
Meßwinkel oder Beobachtungswinkel des reflektierten Lichtes
abhängen. Solche Oberflächen können Metalliclackoberflächen
oder Perlglanzlackoberflächen (Interferenzfarboberflächen)
sowie andere entsprechende Effekte zeigende Oberflächen, im
besonderen mit eingelagerten Metallpartikeln oder
transparenten Partikeln versehene Kunststoffoberflächen,
sein.
Im folgenden wird der Begriff Deskriptoren verwendet, der
optische Meßgrößen wie etwa Farbwerte (Tristimulus-Werte),
Helligkeit, Farbton, Sättigungsstufe oder Reinheit bzw. in
solche Meßgrößen umrechenbare Größen wie Reflexionsfaktoren
bezeichnen soll.
Goniochromatische Oberflächen werden, vor allem aus
dekorativen Gesichtspunkten, in vielen Bereichen in Industrie
und Handwerk verwendet, beispielsweise bei Metallic- oder
Perlglanzlacken in der Automobilindustrie. Gleichermaßen sind
auch viele Kunststoffprodukte mit Oberflächen ausgestattet,
die einen Metallic-Effekt zeigen. Solche Oberflächen müssen
bei ihrer Herstellung oder Reparatur charakterisiert werden,
um eine möglichst objektive Dokumentierung auszuführen und
vor allem auch um einen möglichst objektiven Vergleich mit
einem vorgegebenen Standard zu ermöglichen. Dabei ist man
vielfach auf das naturgemäß subjektiv beeinflußte
Augenscheinsurteil gut ausgebildeter und erfahrener und
dementsprechend hochbezahlter Fachkräfte angewiesen.
Herkömmliche objektiv-physikalische Charakterisierungsver
fahren und -vorrichtungen sind kompliziert, langwierig und
damit teuer.
Bisher ging die Fachwelt davon aus, daß zur sinnvollen
Charakterisierung solcher goniochromatischer Oberflächen
zumindest drei Messungen bei verschiedenen Winkeln
erforderlich sind.
In der US-P-4,479,718 werden
beispielsweise drei Messungen mit 15°, 45° bzw. 110° zwischen
der Meßrichtung und der Richtung des nach dem auf die
goniochromatische Oberfläche bezogenen klassischen
Reflexionsgesetz gespiegelten Lichtstrahls verwendet. Zur
farblichen Charakterisierung müssen diese Messungen bei
verschiedenen Lichtwellenlängen durchgeführt werden.
Aus der starken Krümmung der Farbwert-über-Winkel-Kurven wird
der Schluß gezogen, daß diese Kurven mit einem Polynom
zumindest zweiter Ordnung beschrieben werden müssen, welches
im allgemeinen drei Parameter enthält. Gemäß der Lehre der
zitierten Patentschrift sind diese drei Parameter mit drei
Messungen bei verschiedenen Winkeln zu bestimmen und zu einer
hinreichend genauen Charakterisierung der goniochromatischen
Oberfläche erforderlich. Dies gleichermaßen gilt für die
winkelabhängigen Kurven verschiedener Deskriptoren.
Die Erfindung stellt sich das technische Problem, ein
Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, die eine
einfache, praktische und dennoch hinreichend genaue optische
Charakterisierung von insbesondere goniochromatischen
Oberflächen erlauben.
Dieses technische Problem wird gelöst mit einem Verfahren zur
optischen Charakterisierung einer goniochromatischen
Oberfläche durch Messung optischer Deskriptoren, bei dem die
goniochromatische Oberfläche mit einer
Beleuchtungseinrichtung in einer Beleuchtungsrichtung
beleuchtet und ein von der Oberfläche reflektierter Anteil
des Lichtes mit einer Detektoreinrichtung in einer
Meßrichtung gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Charakterisierung durch die Messung bei nur einem Beleuch
tungswinkel zwischen der Beleuchtungsrichtung und der
Oberfläche und nur einem Meßwinkel zwischen der Meßrichtung
und der Oberfläche durchgeführt wird bzw. einer Vorrichtung
zur optischen Charakterisierung einer Oberfläche nach einem
Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung auf den
Beleuchtungswinkel festgelegt und die Detektoreinrichtung auf
den Meßwinkel festgelegt ist.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde,
daß eine optische Charakterisierung mit nur einer
Winkeleinstellung der Beleuchtungseinrichtung, der
Detektoreinrichtung und der goniochromatischen Oberfläche für
die Bedürfnisse der Praxis, also z. B. bei der
Qualitätssicherung einer Lackiereinrichtung ausreicht. Im
Gegensatz zur bisherigen Meinung der Fachwelt und im
besonderen zur Lehre der zitierten amerikanischen
Patentschrift läßt sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine für
Praxisanwendungen hinreichende Genauigkeit erzielen.
Entgegen der Erkenntnis der US 4,479,718 müssen die dort
betrachteten drei Parameter eines Polynoms zweiter Ordnung im
vom gespiegelten Lichtstrahl gemessenen Winkel nicht
zwangsläufig drei unabhängigen Variablen, also drei
Freiheitsgraden, entsprechen. Man kann im Rahmen einer für
die Praxis hinreichenden Genauigkeit davon ausgehen, daß alle
drei Parameter in einem gewissen Funktionszusammenhang
stehen. Dies gilt insbesondere für Applikationen mit
Oberflächenschichten, und insbesondere Lacken, die eine
gleiche oder ähnliche chemische und physikalische
Beschaffenheit aufweisen. Es reicht also für die Bedürfnisse
der Praxis aus, zur Charakterisierung und zum Vergleich einer
goniochromatischen Probenoberfläche einen einzigen mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren bestimmten Meßwert heranzuziehen.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung enthält die Beleuch
tungseinrichtung oder die Detektoreinrichtung ein Farbfilter
zum farbspezifischen Messen. Damit können die genannten
Farbwerte ermittelt werden. Vorteilhafterweise wird eine
goniochromatische Oberfläche durch zwei farbspezifische
Messungen und eine Helligkeitsmessung vollständig
charakterisiert.
Zur Verbesserung der Meßgenauigkeit können die
Beleuchtungseinrichtung oder die Detektoreinrichtung ein
Wärmeschutzfilter enthalten. Auch kann damit eine
wärmeempfindliche goniochromatische Oberfläche geschützt
werden, wenn das Wärmeschutzfilter in der
Beleuchtungseinrichtung angeordnet ist.
Vorteilhafterweise ist der Meßwinkel vom Beleuchtungswinkel
verschieden, so daß die Detektoreinrichtung außerhalb des von
der goniochromatischen Oberfläche nach dem klassischen
Reflexionsgesetz reflektierten Strahls mißt. Zur besseren
Vergleichbarkeit mit konventionellen Meßverfahren ist es von
Vorteil, wenn der Beleuchtungswinkel ca. 45° beträgt.
Vorteilhafterweise liegt der Meßwinkel zwischen dem
Beleuchtungswinkel und 90°. Als ein besonders günstiger Meß
winkel hat sich der Winkel von ca. 65° herausgestellt.
Als ein vorteilhafter Meßwinkelbereich für die
Detektoreinrichtung ergibt sich ein Winkelbereich um den
zentralen Meßwinkel mit einem Öffnungswinkel von 6°. Als
vorteilhafter Beleuchtungswinkelbereich für die
Beleuchtungseinrichtung ergibt sich ein Winkelbereich um den
zentralen Beleuchtungswinkel mit einem Öffnungswinkel von ca.
3°.
Bei goniochromatischen Oberflächen mit eingelagerten Metall- oder
Interferenzplättchen, beispielsweise bei Metalliclack- oder
Perlglanzlackoberflächen, ist es wegen der endlichen
Größe dieser Plättchen sinnvoll, auf der zu vermessenden
Oberfläche einen ausgedehnten Flächenbereich zu beleuchten
und zu vermessen, um eine sinnvolle Mittelwertbildung schon
bei einer Messung zu erhalten. Vor allem in diesem Fall ist
es besonders wichtig, diesen Flächenbereich gleichmäßig
auszuleuchten. Vorteilhafterweise kann dazu eine Lampe in der
Beleuchtungseinrichtung eine diffus streuende Oberfläche
eines optischen Elements, beispielsweise einer
Streumattscheibe beleuchten, um die beleuchtete Oberfläche
auf die zu vermessende Oberfläche abzubilden.
Bei bestimmten Anwendungsfällen kann es sinnvoll sein, nicht
nur nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. mit der er
findungsgemäßen Vorrichtung gewonnene Meßwerte verschiedener
Oberflächen zu vergleichen, sondern auch die erfindungsgemäß
gewonnenen Meßwerte mit konventionell, beispielsweise wie
eingangs geschildert in drei Winkeleinstellungen, gewonnenen
Meßwerten in Beziehung zu setzen. Dazu kann es vorteilhaft
sein, aus der erfindungsgemäßen Messung ein Polynom zumindest
zweiter Ordnung im Austrittswinkel eines reflektierten
Lichtstrahls zum Vergleich mit solchen winkelaufgelösten
Messungen zu berechnen. Dieser Verfahrensschritt kommt quasi
einer Eichung auf die konventionelle Darstellung der Meßwerte
als Polynomparameter gleich.
Wie eingangs bereits erwähnt, tritt das Problem der
Vermessung goniochromatischer Oberflächen vielfach bei
Lackoberflächen, insbesondere Metallic- oder
Perlglanzlackoberflächen, auf. Hier liegt eine besonders
wichtige und vorteilhafte Anwendung für die Erfindung.
Insbesondere betrifft dies den Bereich der Automobilindustrie
und der Automobilwerkstätten. Ein maßgebliches
Anwendungsgebiet liegt demzufolge bei den
Automobilkarosserielackoberflächen.
Aus dem Vorstehenden ist klar ersichtlich, daß die Erfindung
nicht nur ein Verfahren, sondern auch eine Vorrichtung zur
optischen Charakterisierung einer goniochromatischen
Oberfläche betrifft. Dementsprechend sind die vorstehend
aufgezählten vorteilhaften Ausgestaltungen sowohl in bezug
auf das erfindungsgemäßes Verfahren, wie auch im Hinblick auf
die Vorrichtung nach der Erfindung zu verstehen. Insbesondere
ergibt sich für die erfindungsgemäße Vorrichtung, daß die
Beleuchtungseinrichtung auf den Beleuchtungswinkel und die
Detektoreinrichtung auf den Meßwinkel festgelegt ist. Damit
ist die Vorrichtung besonders einfach, kompakt und
preisgünstig konstruierbar.
Nach einer besonders einfachen und robusten Ausgestaltung
sind die Beleuchtungseinrichtung und die Detektoreinrichtung
in jeweiligen Aufnahmen in einem einen Vorrichtungskörper
bildenden Block, vorzugsweise einem Metallblock, eingebaut,
wobei die Aufnahmen den Beleuchtungswinkel bzw. den Meßwinkel
definieren. Der Block kann praktischerweise eine Anlage für
die zu vermessende goniochromatische Oberfläche aufweisen.
Ist eine Eingrenzung auf einen bestimmten Beleuchtungswinkel
(-bereich) bzw. Meßwinkel (-bereich) erwünscht, so können die
Beleuchtungseinrichtung bzw. die Detektoreinrichtung entspre
chende Blenden aufweisen.
Nach einer einfachen und vorteilhaften Ausgestaltung mißt die
Detektoreinrichtung das reflektierte Licht mit einem Fotoele
ment.
Da die erfindungsgemäße Vorrichtung aus den bereits genannten
Gründen kompakt und einfach konstruiert werden kann und die
Aufnahme der Beleuchtungseinrichtung und der
Detektoreinrichtung in einem massiven Block zu einer großen
Robustheit führt, kann zumindest ein die Beleuch
tungseinrichtung und die Detektoreinrichtung enthaltender
Teil, beispielsweise der erwähnte Block, per Hand bewegbar
und auf eine zu messende Oberfläche aufsetzbar ausgeführt
werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Zusammenhang mit
der Zeichnung.
Darin zeigt die einzige Figur in
schematisierter Weise einen Querschnitt durch eine
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die Fig. 1 zeigt einen Block 1 mit einer in eine Aufnahme in
dem Block eingesetzten Beleuchtungseinrichtung 2 und einer in
eine andere Aufnahme in dem Block eingesetzten
Detektoreinrichtung 3. Die Beleuchtungseinrichtung 2 weist
eine Lampe 4, eine von der Lampe beleuchtete Streumattscheibe
5 sowie eine an der Streumattscheibe auf der der Lampe
entgegengesetzten Seite angeordnete Blende 6 auf. Das von der
Blende 6 durchgelassene Licht wird von einer Sammellinse 7
gebündelt und beleuchtet die zu vermessende goniochromatische
Oberfläche.
Der beleuchtete Flächenbereich der goniochromatischen
Oberfläche wird dazu in einem Ausschnitt 8 in einer Anlage 9
angeordnet, indem die zu vermessende Oberfläche und die
Anlage 9 in flächige Berührung miteinander gebracht werden.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Anlage 9 an
einer an dem Block 1 über Schrauben lösbar angebrachten
Platte vorgesehen. So kann die Platte leicht ausgetauscht
werden, wenn sie beschädigt oder verschmutzt ist oder für
eine bestimmte Anwendung gegen eine anders gestaltete Platte
ausgewechselt werden soll.
Der Beleuchtungswinkel zwischen der optischen Achse der
Beleuchtungseinrichtung 2 und der zu vermessenden Oberfläche
beträgt 45°. Die optische Achse der Detektoreinrichtung 3
bildet einen Winkel von 70° zu der zu vermessenden
Oberfläche. Die Detektoreinrichtung 3 weist an ihrer der zu
vermessenden Oberfläche zugewandten Seite eine Sammellinse 10
auf, die von der goniochromatischen Oberfläche reflektiertes
Licht in Richtung auf eine Blende 11 bündelt, hinter der sich
ein Wärmeschutz-Filter 12 befindet. Hinter diesem Filter
wiederum ist eine weitere Linse 13 vorgesehen, durch die das
Licht auf ein Fotoelement 14 fällt.
Insgesamt sind die Beleuchtungseinrichtung 2 und die
Detektoreinrichtung 3 so aufgebaut, daß der
Beleuchtungswinkelbereich einen Öffnungswinkel von 3° und der
Meßwinkelbereich einen Öffnungswinkel von 6° aufweist.
Die Beleuchtungseinrichtung 2 ist in einem Rohrstück unterge
bracht, das nach Lösen eines Sicherungsgewindestiftes leicht
nach oben aus der Aufnahme in dem Block 1 herausgezogen
werden kann. Ferner ist die Lampe 4 auch ohne Ausbau des
Rohrstücks von hinten zugänglich und kann nach Lösen eines
weiteren Sicherungsgewindestiftes herausgezogen werden,
beispielsweise wenn sie ersetzt werden muß.
Die Detektoreinrichtung 3 ist mit Ausnahme der in den Rahmen
1 eingeklebten Sammellinse 10 in einem zweiten, eine
Außenschulter aufweisenden Rohrstück untergebracht, das bis
zum Anschlag der Außenschulter an einer Rahmenaußenfläche in
die entsprechende Aufnahme im Rahmen 1 eingeschoben und mit
einem weiteren Sicherungsgewindestift gesichert ist. Auch
dieses Rohrstück kann dementsprechend leicht nach außen
abgenommen werden.
Ferner ist der Block 1 mit der Beleuchtungseinrichtung 2 und
der Detektoreinrichtung 3 von einer in der Zeichnung nur
angedeuteten Gehäuse- und Rahmenkonstruktion umgeben. Diese
Gehäusekonstruktion beinhaltet ferner eine Steuer- und
Auswertelektronik, die eine an der der zu vermessenden
Oberfläche entgegengesetzten Seite der Vorrichtung außen am
Gehäuse angeordnete und nicht gezeigte Anzeigeeinrichtung,
nämlich ein elektronisches Display, ansteuert. Die gesamte
Vorrichtung wird von einer ebenfalls in dem Gehäuse
integrierten Batterie mit Energie versorgt, so daß sie
netzunabhängig als Handgerät betrieben und bewegt werden
kann.
Bezugszeichenliste
1 Block
2 Beleuchtungseinrichtung
3 Detektoreinrichtung
4 Lampe
5 Streumattscheibe
6 Blende
7 Sammellinse (Beleuchtungseinrichtung)
8 Ausschnitt
9 Anlage
10 Sammellinse (Detektoreinrichtung)
11 Blende
12 Filter
13 Linse
14 Fotoelement
2 Beleuchtungseinrichtung
3 Detektoreinrichtung
4 Lampe
5 Streumattscheibe
6 Blende
7 Sammellinse (Beleuchtungseinrichtung)
8 Ausschnitt
9 Anlage
10 Sammellinse (Detektoreinrichtung)
11 Blende
12 Filter
13 Linse
14 Fotoelement
Claims (22)
1. Verfahren zur optischen Charakterisierung einer
goniochromatischen Oberfläche durch Messung optischer
Deskriptoren, bei dem die goniochromatische Oberfläche
mit einer Beleuchtungseinrichtung (2) in einer
Beleuchtungsrichtung beleuchtet und ein von der
Oberfläche reflektierter Anteil des Lichtes mit einer
Detektoreinrichtung (3) in einer Meßrichtung gemessen
wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Charakterisierung durch
die Messung bei nur einem Beleuchtungswinkel zwischen
der Beleuchtungsrichtung und der Oberfläche und nur
einem Meßwinkel zwischen der Meßrichtung und der
Oberfläche durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die goniochromatische
Oberfläche durch eine Helligkeitsmessung charakterisiert
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Beleuchtungsein
richtung (2) ein Farbfilter (12) zum farbspezifischen
Messen enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die goniochromatische
Oberfläche durch zwei farbspezifische Messungen und eine
Helligkeitsmessung charakterisiert wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem die Beleuchtungseinrichtung (2)
und/oder die Detektoreinrichtung (3) ein
Wärmeschutzfilter (12) enthält.
6. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem der Meßwinkel vom Beleuchtungswinkel
verschieden ist.
7. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem der Beleuchtungswinkel 45° beträgt.
8. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem der Meßwinkel zwischen dem
Beleuchtungswinkel und 90° liegt.
9. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem der Meßwinkel zwischen 60° und 70°,
insbesondere zwischen 63° und 67° und insbesondere 65°
beträgt.
10. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem die Detektoreinrichtung (3) einen
Meßwinkelbereich um den Meßwinkel mit einem
Öffnungswinkel kleiner als 15°, und insbesondere kleiner
als 10° und insbesondere von 6° erfaßt.
11. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem die Beleuchtungseinrichtung (2) einen
Beleuchtungswinkelbereich um den Beleuchtungswinkel mit
einem Öffnungswinkel kleiner als 10°, und insbesondere
kleiner als 5° und insbesondere von 3° erfaßt.
12. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem eine Lampe (4) in der
Beleuchtungseinrichtung (2) eine diffus streuende
Oberfläche eines optischen Elements (5) beleuchtet
wird.
13. Vorrichtung nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem aus der Messung ein Polynom zumindest
zweiter Ordnung im Austrittswinkel eines reflektierten
Lichtstrahls zum Vergleich mit winkelaufgelösten
Messungen berechnet wird.
14. Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden
Ansprüche, bei dem die goniochromatische Oberfläche eine
Lackoberfläche, insbesondere eine Metallic- oder
Perlglanzlackoberfläche, ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem die
goniochromatische Oberfläche eine
Automobilkarosserielackoberfläche ist.
16. Vorrichtung zur optischen Charakterisierung einer
Oberfläche nach einem Verfahren nach einem der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Beleuchtungseinrichtung (2) auf den Beleuchtungswinkel
festgelegt und die Detektoreinrichtung (3) auf den
Meßwinkel festgelegt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, bei der die
Beleuchtungseinrichtung (2) und die Detektoreinrichtung
(3) in jeweiligen den Beleuchtungswinkel bzw. den
Meßwinkel definierenden Aufnahmen in einem einen Körper
der Vorrichtung bildenden Block (1) eingebaut sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, bei der der Block
(1) mit einer Anlage (9) für die goniochromatische Ober
fläche versehen ist.
19. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 16 bis
18, bei der die Beleuchtungseinrichtung (2) und/oder die
Detektoreinrichtung (3) eine den
Beleuchtungswinkelbereich bzw. den Meßwinkelbereich
definierende Blende (6, 11) aufweisen.
20. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 15 bis
18, bei der die Detektoreinrichtung (3) mindestens ein
Fotoelement (14) aufweist.
21. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 15 bis
19, bei der zumindest ein die Beleuchtungseinrichtung
(2) und die Detektoreinrichtung (3) enthaltender Teil
der Vorrichtung per Hand bewegt und auf eine zu
vermessende goniochromatische Oberfläche gesetzt werden
kann.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, bei der der Teil eine
Anzeige- und Bedienungseinrichtung aufweist.
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