DE19523441A1 - Prägewalze für eine Prägevorrichtung - Google Patents
Prägewalze für eine PrägevorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine für eine Prägevorrichtung
vorgesehene Prägewalze, die einen zentralen Grundkörper und in
Umfangsrichtung voneinander beabstandete Prägestempel aufweist.
Eine derartige Prägewalze ist aus der WO 94/13487 A1 bekannt.
Dort ist jedoch für unterschiedliche zu beprägende Substrate
entsprechend der Einteilung der Nutzen jeweils eine eigene
Prägewalze erforderlich. Das bedeutet, daß eine derartige
bekannte Prägewalze nur zum Prägen großer Präge-Auflagen
geeignet ist, weil solche Prägewalzen teuer sind und gleichsam
keine Flexibilität besitzen. Außerdem kann es bei großen
Abmessungen einer solchen bekannten Prägewalze infolge
minimaler Abweichungen von der idealen Zylinderform, wie sie
z. B. temperaturbedingt auftreten können, zu erheblichen
Qualitätsproblemen des Prägevorgangs, d. h. des jeweiligen
Dekor-Transfers von der Prägefolie auf das Substrat kommen,
weil durch die gegen die Prägewalze drückenden Andruckrollen
nur ein bedingter Ausgleich der genannten Abweichungen von der
idealen Zylinderform der Prägewalze bzw. ein Toleranzausgleich
möglich ist.
Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Prägewalze der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher
wunschgemäß eine variable Anordnung der Prägestempel möglich
ist, und bei welcher Toleranzen bzw. mögliche Abweichungen von
der idealen Zylinderform der Prägewalze und ihres Rundlaufes
mit einfachen Mitteln kompensierbar sind.
Diese Aufgabe wird bei einer Prägewalze der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am Grundkörper
mindestens ein Stempelring befestigt ist, dessen beide axial
voneinander beabstandete Randabschnitte zur definierten Anlage
einer zugehörigen Andruckrolle mit Abstandsringen ausgebildet
ist, und der zwischen den beiden Abstandsringen mit den
Prägestempeln ausgebildet ist. Die Prägestempel sind hierbei
zweckmäßigerweise in Umfangsrichtung des Stempelringes
äquidistant vorgesehen. Am zentralen Grundkörper kann ein
Stempelring befestigt sein; vorzugsweise sind am Grundkörper
jedoch mehrere Stempelringe befestigt. Dadurch, daß die
Prägestempel an Stempelringen ausgebildet sind, ist es möglich,
an dem Grundkörper der Prägewalze eine entsprechende Anzahl
Stempelringe wunschgemäß anzuordnen. Dabei ist der axiale
Abstand zwischen den benachbarten Stempelringen wunschgemäß in
einfacher Weise einstellbar. Durch die Auswahl eines geeigneten
Stempelringes ist beispielsweise auch die Teilung der
Prägestempel in Umfangsrichtung der Prägewalze wunschgemäß
auswählbar. Dadurch, daß die jeweilige Andruckrolle definiert
an den beiden seitlichen Abstandsringen anliegt, zwischen
welchen die Prägestempel vorgesehen sind, ergibt sich der
Vorteil, daß Toleranzen bzw. Abweichungen der Prägewalze von
der exakten Zylinderform und somit Abweichungen vom exakten
Rundlauf der Prägewalze auf einfache Weise kompensiert werden.
Selbstverständlich ist es auch möglich, daß am entsprechenden
Stempelring nicht nur eine Andruckrolle anliegt, sondern eine
Anzahl Andruckrollen - ähnlich einer Ausbildung einer
Prägevorrichtung, wie sie in der DE 32 10 551 C2 offenbart ist.
Die Variabilität der Anordnung der Prägestempel am zentralen
Grundkörper der erfindungsgemäßen Prägewalze wird insbesondere
dadurch gefördert, daß der/jeder Stempelring an den Grundkörper
abmessungs- und materialmäßig derart angepaßt ist, daß
der/jeder Stempelring bei Raumtemperatur auf dem Grundkörper
verstellbar ist und bei erhöhter Präge- bzw. Betriebstemperatur
der Prägewalze die Wärmedehnung den/jeden Stempelring am
Grundkörper fixiert. Bei normaler Raumtemperatur ist zwischen
dem jeweiligen Stempelring und dem zentralen Grundkörper eine
Gleit- bzw. Schiebesitztoleranz gegeben, so daß der jeweilige
Stempelring in axialer Richtung des Grundkörpers wunschgemäß
verstellbar ist. Die Materialauswahl für den Stempelring und
den Grundkörper ist derartig getroffen, daß sich der
Grundkörper bei der erhöhten Betriebs- bzw. Prägetemperatur der
Prägewalze stärker ausdehnt als der/jeder Stempelring, so daß
sich bei der Präge- bzw. Betriebstemperatur der Prägewalze
zwischen dem Grundkörper und dem/jedem Stempelring ein Preß
sitz ergibt, wodurch der/jede Stempelring auf dem Grundkörper
fixiert ist.
Zweckmäßigerweise ist der/jeder Stempelring mit einer
Heizeinrichtung versehen. Bei dieser Heizeinrichtung kann es
sich um eine elektrische Heizeinrichtung handeln. Mit Hilfe
einer solchen Heizeinrichtung ist eine genaue Regelung der
Temperatur an den Prägestempeln des jeweiligen Stempelringes
und insbesondere eine genaue Regelung der Temperatur an den
Front- bzw. Stempelflächen der einzelnen Prägestempel möglich.
Zu genauen Temperaturregelung der einzelnen Prägestempel
des/jedes Stempelringes ist der jeweilige Stempelring
zweckmäßigerweise mit Temperaturmeßsensoren versehen, die mit
einer Regeleinrichtung verbunden sind, welche auf die genannte
Heizeinrichtung geeignet einwirken.
Eine thermische Trennung zwischen den Prägestempeln bzw. deren
Front- bzw. Prägeflächen ist dadurch erreichbar, daß der/jeder
Stempelring zwischen den beiden seitlichen Abstandsringen und
zwischen den benachbarten Prägestempeln vorzugsweise ein
Wärmeisolierteil aufweist. Diese Wärmeisolierteile weisen
zweckmäßigerweise eine Außenoberfläche auf, die der
Außenoberfläche der Prägewalze entspricht. Auf diese Weise
ergibt sich der Vorteil, daß an dem zu beprägenden Substrat und
an der mit dem Substrat simultan zwischen die Prägewalze und
die mindestens eine zugehörige Andruckrolle eingeleiteten
Prägefolie in den Zwischenräumen zwischen benachbarten
Prägestempeln keine unerwünschten, die Prägequalität
beeinträchtigenden Falten entstehen können. Die genannten
Wärmeisolierteile weisen derartige Isoliereigenschaften auf,
daß die Oberflächentemperatur der Wärmeisolierteile keine
Wirkung, d. h. keinen Einfluß auf die Prägefolie ausübt, so daß
durch die Wärmeisolierteile keine unerwünschte Voraktivierung
der Klebeschicht und/oder Dehnung des Trägers der Prägefolie
erfolgt.
Während bei einer glatten Prägewalze, wie sie beispielsweise in
der oben erwähnten DE 32 10 551 C2 offenbart ist, die
Andruckrollen kontinuierlich und gleichmäßig am Zylindermantel
abrollen, ist bei einer Prägewalze mit voneinander
beabstandeten, einzelnen Prägestempeln der Abrollvorgang
entsprechend diskontinuierlich. Das heißt, die Andruckrollen
können bei den zur Durchführung des Prägevorgangs
erforderlichen Drücken in die Zwischenräume zwischen
benachbarten Prägestempeln hinein bewegt werden. Die zwischen
benachbarten Prägestempeln vorgesehenen Wärmeisolierteile sind
nicht dazu geeignet,. die notwendigen Gegenkräfte aufzubringen;
materialbedingt geben sie nämlich geringfügig nach.
Insbesondere bei einem sogenannten Verzug der Prägewalze, wie
er temperaturbedingt oftmals nicht zuverlässig ausschließbar
ist, können sich gravierende Probleme ergeben. Hier schafft die
vorliegende Erfindung mit einfachen Mitteln zuverlässig dadurch
Abhilfe, daß seitlich neben den voneinander beabstandeten
Prägestempeln die beiden Abstandsringe vorgesehen sind, gegen
welche die mindestens eine zugehörige Andruckrolle der
Prägevorrichtung drückt. Bei empfindlichen zu beprägenden
Substraten und/oder bei höheren Liniendrücken zwischen der
Prägewalze und der mindestens einen Andruckrolle können die
Abstandsringe auf dem beprägten Substrat deutliche Eindrücke
hinterlassen, welche dann die Überdruckbarkeit einschränken
können. Um diesem Mangel abzuhelfen, können bei der
erfindungsgemäßen Prägewalze die beiden Abstandsringe des/jedes
Stempelringes mit Abfasungsflächen ausgebildet sein. Durch die
Ausbildung des jeweiligen Paares von Abstandsringen mit
derartigen Abfasungsflächen ergibt sich der Vorteil, daß die
Überdruckbarkeit nicht eingeschränkt wird.
Bei der erfindungsgemäßen Prägewalze schließen an den/jeden
Stempelring zweckmäßigerweise seitlich Abdeckungen an. Diese
Abdeckungen können jeweils aus einem Metallblech bestehen. Sie
dienen nicht nur einer geeigneten Gestaltung des
Prägezylinders, sondern außerdem auch dazu, den zentralen
Grundkörper nach außen hin wärmezuisolieren. Der Grundkörper
ist nämlich zweckmäßigerweise ebenfalls mit einer
Heizeinrichtung versehen. Diese Heizeinrichtung kann
beispielsweise von handelsüblichen elektrischen Heizpatronen
gebildet sein.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn von der
erfindungsgemäßen Prägewalze, d. h. vom Außenmantel ihres
Grundkörpers mindestens ein längliches Leistenelement wegsteht,
das in axialer Richtung des Grundkörpers orientiert und
seitlich neben dem mindestens einen Stempelring mit
Saugöffnungen ausgebildet ist. Mit Hilfe der Saugöffnungen, die
über geeignete Schlauchleitungen mit einer Unterdruckquelle
fluidisch verbindbar sind, ist es zuverlässig möglich, ein zu
beprägendes Substrat an der Prägewalze festzulegen. Bei dem
Beprägen eines sogenannten endlosen Substrates wird die
Vorschubbewegung des Substrates hierbei insbesondere durch eine
entsprechende Klemmung zwischen den Abstandsringen des/jedes
Stempelringes und den zugehörigen Andruckrollen gewährleistet.
Beim Beprägen von blatt-, d. h. bogenförmigen Substraten wird
der Substrattranport insbesondere von den länglichen
Leistenelementen mit ihren Saugöffnungen übernommen. Mit Hilfe
der genannten Saugöffnungen wird hierbei zweckmäßigerweise der
Blatt- bzw. Bogenanfang definiert übernommen. Dabei werden die
Blätter bzw. Bögen beispielsweise von einer der Prägestation
vorgeordneten Anlegewalze auf das mindestens eine
Leistenelement geschoben. Um diese Vorschubbewegung genau
definiert zu begrenzen, ist es bevorzugt, wenn bei einer
Prägewalze der zuletzt genannten Art, das mindestens eine
Leistenelement Anschlagrippen aufweist, die seitlich neben dem
mindestens einen Stempelring vorgesehen sind und radial über
den mindestens einen Stempelring überstehen. An diesen
Anschlagrippen kommt der jeweilige zu beprägende Bogen mit
seiner Vorderkante genau definiert zur Anlage und wird durch
die am länglichen Leistenelement ausgebildeten Saugöffnungen an
das Leistenelement und somit an die Prägewalze angesaugt. Nach
der Durchführung des entsprechenden Prägevorgangs wird der
Unterdruck aufgehoben. Danach kann durch die genannten
Saugöffnungen Druckluft ausgeblasen werden, wodurch die
beprägten Substratblätter bzw. -bögen von den Anschlagrippen
bzw. von der Prägewalze abgestoßen und beispielsweise von
Transportbändern übernommen werden.
Die erfindungsgemäße Prägewalze weist folglich eine Vielzahl
von Vorteilen auf, wie:
zeitsparende Austauschbarkeit eines kompletten Stempelringes gegen einen anderen Stempelring gewünschter Prägestempelform und -teilung,
in bestimmten Grenzen variabler Prägewalzendurchmesser und -umfang,
schnelles Erreichen einer stabilen Betriebstemperatur durch getrennte Beheizung des Grundkörpers und des mindestens einen Stempelringes,
zuverlässige und sichere Befestigung und Fixierung des mindestens einen Stempelringes auf dem zentralen Grundkörper infolge des Preß-Sitzes bei der erhöhten Betriebstemperatur der Prägewalze,
zuverlässiger, sicherer Substrattransport sowohl bei Endlossubstratmaterial als auch bei blatt- bzw. bogenförmigem Substratmaterial, weil die Klemmung direkt seitlich neben den einzelnen Stempelflächen bzw. Prägestempeln erfolgt, keine Probleme durch Verzug der Prägewalze,
problemlose Beprägbarkeit von Substraten unterschiedlicher Dicke, weil gleich neben den einzelnen Prägestempeln die zugehörigen Abstandsringe vorgesehen sind, so daß nicht nur an den Außenrändern der Prägewalze definierte Verhältnisse gegeben sind, sondern jeweils direkt seitlich neben den Prägestempeln, und
Vermeidung unerwünschter Änderungen im Druckbild bei geänderter Prägetemperatur und demzufolge geändertem Prägewalzendurchmesser.
zeitsparende Austauschbarkeit eines kompletten Stempelringes gegen einen anderen Stempelring gewünschter Prägestempelform und -teilung,
in bestimmten Grenzen variabler Prägewalzendurchmesser und -umfang,
schnelles Erreichen einer stabilen Betriebstemperatur durch getrennte Beheizung des Grundkörpers und des mindestens einen Stempelringes,
zuverlässige und sichere Befestigung und Fixierung des mindestens einen Stempelringes auf dem zentralen Grundkörper infolge des Preß-Sitzes bei der erhöhten Betriebstemperatur der Prägewalze,
zuverlässiger, sicherer Substrattransport sowohl bei Endlossubstratmaterial als auch bei blatt- bzw. bogenförmigem Substratmaterial, weil die Klemmung direkt seitlich neben den einzelnen Stempelflächen bzw. Prägestempeln erfolgt, keine Probleme durch Verzug der Prägewalze,
problemlose Beprägbarkeit von Substraten unterschiedlicher Dicke, weil gleich neben den einzelnen Prägestempeln die zugehörigen Abstandsringe vorgesehen sind, so daß nicht nur an den Außenrändern der Prägewalze definierte Verhältnisse gegeben sind, sondern jeweils direkt seitlich neben den Prägestempeln, und
Vermeidung unerwünschter Änderungen im Druckbild bei geänderter Prägetemperatur und demzufolge geändertem Prägewalzendurchmesser.
Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Prägewalze bestehen
darin, daß die Temperatur an den Front- bzw. Stempelflächen der
Prägestempel sehr genau und einfach regelbar ist, und daß
zwischen den genannten Prägeflächen der Prägestempel und den
nichtprägenden Zwischenräumen zwischen den Prägestempeln eine
thermische Trennung durch Wärmeisolierteile einfach
realisierbar ist. Die Wärmeisolierteile sollen die Zylinderform
erhalten um die Länge der Folie, die abgezogen wird,
entsprechend der Bogenlänge zu halten, da ohne derartige
Wärmeisolierteile die Folie der Polygonform von Stempel zu
Stempel folgen würde. Dadurch würde die Abzugslänge der Folie
kürzer als die Teilung der Stempelabstände am Zylinder bzw. der
Abdrucke am zu beprägenden Papierbogen o. dgl. Damit würde die
Regelbarkeit stark beeinträchtigt. Durch die Wärmeisolierteile
werden die zuletzt erwähnten Mängel auf einfache Weise
eliminiert.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich der
nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Prägewalze. Es
zeigen:
Fig. 1 größtteils aufgeschnitten eine Ausführungsform der
Prägewalze mit vier Stempelringen,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Prägewalze gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Stempelringes der Prägewalze
gemäß Fig. 1,
Fig. 4 einen abgewinkelten Schnitt durch den Stempelring gemäß
Fig. 3, und
Fig. 5 in einer stark verzerrten, nicht maßstabsgetreuen
Darstellung geschnitten einen Abschnitt eines Stempelringes und
einer zugehörigen Andruckrolle.
Fig. 1 zeigt eine Ausbildung der für eine Prägevorrichtung
vorgesehenen Prägewalze 10 mit einem zentralen Grundkörper 12,
der als Rohrhülse ausgebildet ist. An jedem der beiden axialen
Enden des Grundkörpers 12 ist ein Flansch 14, 16 befestigt. Bei
dem Flansch 14 handelt es sich um den antriebsseitigen Flansch.
Über diesen wird die Prägewalze 10 angetrieben. Dieser Antrieb
erfolgt über eine verdrehfeste teilbare Kupplung, die in Fig.
1 nicht gezeichnet ist. Durch eine solche Ausbildung mit
teilbarer Kupplung ergibt sich der Vorteil, daß die Prägewalze
10 zeitsparend austauschbar ist.
An den beiden axialen Enden der Prägewalze 10 bzw. an den
Flanschen 14, 16 sind Abstands- bzw. Schmitzringe 18 befestigt,
die den Durchmesser der Prägewalze 10 bestimmen. Diese
Abstands- bzw. Schmitzringe 18 dienen zur Abstützung eines
(nicht gezeichneten) Andruckrollen-Trägers der
Prägevorrichtung.
Am rohrförmigen Grundkörper 12 sind vier Stempelringe 20
befestigt, von welchen einer in den Fig. 3 und 4 in einer
Seitenansicht und geschnitten dargestellt ist. Die Stempelringe
20 sind in axialer Richtung voneinander beabstandet und an den
Grundkörper 12 abmessungsmäßig und materialmäßig derartig
angepaßt, daß jeder Stempelring 20 bei Raumtemperatur auf dem
Grundkörper 12 verstell- bzw. verschiebbar ist und bei erhöhter
Präge- bzw. Betriebstemperatur der Prägewalze 10 die
Wärmedehnung den jeweiligen Stempelring 20 am Grundkörper 12
fixiert. Der Grundkörper 12 besteht also aus einem Material,
das einen größeren Wärmedehnungskoeffizienten besitzt als das
Material für die Stempelringe 20.
Jeder Stempelring 20 ist mit einer Heizeinrichtung 22 versehen.
Bei diesen Heizeinrichtungen handelt es sich zweckmäßigerweise
um elektrische Widerstandsheizungen. Die Leistung ist derart
bemessen, daß die gesamte Prozeßwärme aufgebracht werden kann.
Jeder der Stempelringe 20 weist einen eigenen elektrischen
Regelkreis auf, so daß die einzelnen Stempelringe nicht nur
problemlos austauschbar, sondern auch voneinander unabhängig
wunschgemäß regelbar sind.
Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich ist, ist jeder
Stempelring 20 mit einer Reihe von Prägestempeln 24
ausgebildet, die voneinander beabstandet sind. Seitlich neben
den Prägestempeln 24 ist der/jeder Stempelring 20 mit
Abstandsringen 26 ausgebildet, an welchen die jeweils
zugehörige Andruckrolle 28 (s. Fig. 5) anliegt. An jeden der
beiden Abstandsringe 26 schließt seitlich integral ein
Seitenabschnitt 30 an. Jeder der beiden Seitenabschnitte 30 ist
mit einer umlaufenden ringförmigen Rille 32 ausgebildet, die
zur Festlegung einer zugehörigen seitlichen Abdeckung 34
vorgesehen ist.
Zwischen benachbarten Prägestempeln 24 und den beiden
seitlichen Abstandsringen 26 ist jeweils ein Wärmeisolierteil
36 angeordnet. In Fig. 3 ist eines dieser Wärmeisolierteile 36
schraffiert angedeutet. Die Wärmeisolierteile 36 sind
beispielsweise zwischen den beiden Abstandsringen 26
festgeschraubt, was mit den Bezugsziffern 38 verdeutlicht ist.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind die beiden Abstandsringe
26 des entsprechenden Stempelringes 20 mit Abfasungsflächen 40
ausgebildet.
Vom Außenmantel 42 des Grundkörpers 12 der Prägewalze 10 stehen
- wie aus Fig. 2 ersichtlich ist - vier längliche
Leistenelemente 44 weg, die seitlich neben den Stempelringen 20
mit Saugöffnungen 46 ausgebildet sind, wie die Fig. 1 zeigt.
Die länglichen Leistenelemente 44 weisen außerdem
Anschlagrippen 48 auf (sh. Fig. 2), die seitlich neben den
Stempelringen 20 vorgesehen sind und radial über die
Stempelringe 20 überstehen. Die Anschlagrippen 48 dienen zur
genau definierten Anlage der jeweiligen Vorderkante eines zu
beprägenden blatt- bzw. bogenförmigen Substrates.
Claims (8)
1. Für eine Prägevorrichtung vorgesehene Prägewalze (10),
die einen zentralen Grundkörper (12) und in
Umfangsrichtung voneinander beabstandete Prägestempel
(24) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Grundkörper (12) mindestens ein Stempelring (20)
befestigt ist, dessen beide axial voneinander
beabstandete Randabschnitte zur definierten Anlage
mindestens einer zugehörigen Andruckrolle (28) mit
Abstandsringen (26) ausgebildet sind, und der zwischen
den beiden Abstandsringen (26) mit den Prägestempeln (24)
ausgebildet ist.
2. Prägewalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der/jeder Stempelring (20) an den Grundkörper (12)
abmessungs- und materialmäßig derart angepaßt ist, daß
der/jeder Stempelring (20) bei Raumtemperatur auf dem
Grundkörper (12) verstellbar ist und bei erhöhter Präge-
bzw. Betriebstemperatur der Prägewalze (10) die
Wärmedehnung den/jeden Stempelring (20) am Grundkörper
(12) fixiert.
3. Prägewalze nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der/jeder Stempelring (20) mit einer Heizeinrichtung
(22) versehen ist.
4. Prägewalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der/jeder Stempelring (20) zwischen den beiden
seitlichen Abstandsringen (26) und zwischen benachbarten
Prägestempeln (24) ein Wärmeisolierteil (36) aufweist.
5. Prägewalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Abstandsringe (26) des/jedes Stempelringes
(20) mit Abfasungsflächen (40) ausgebildet sind.
6. Prägewalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den/jeden Stempelring (20) seitlich Abdeckungen
(34) anschließen.
7. Prägewalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß vom Außenmantel (42) des Grundkörpers (12) mindestens
ein längliches Leistenelement (44) wegsteht, das in
axialer Richtung des Grundkörpers (12) orientiert und
seitlich neben dem mindestens einen Stempelring (20) mit
Saugöffnungen (46) ausgebildet ist.
8. Prägewalze nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Leistenelement (44)
Anschlagrippen (48) aufweist, die seitlich neben dem
mindestens einen Stempelring (20) vorgesehen sind und
radial über den mindestens einen Stempelring (20)
überstehen.
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