DE19521519A1 - Verfahren zum Überprüfen einer Nachholeinrichtung eines hydraulischen Aufzugs - Google Patents
Verfahren zum Überprüfen einer Nachholeinrichtung eines hydraulischen AufzugsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überprüfen einer Nach
holeinrichtung eines mit einer Hydraulikversorgung ausgebilde
ten Aufzugs, welche Hydraulikversorgung einem Heber eines Fahr
korbs über eine Druckleitung mittels einer Pumpe Hydraulikfluid
zuführt, wobei ein in der Druckleitung herrschender Druck durch
ein Druckmeßgerät meßbar ist und wobei die Druckleitung durch
einen Absperrschieber absperrbar ist.
In der "TUVIS TRA 200" sind die unterschiedlichen Anforderungen
für Aufzüge, speziell Personenaufzüge, Lastenaufzüge oder Gü
teraufzüge, angegeben. Diese Anforderungen betreffen unter an
derem die verschiedenen bekannten Antriebsarten für Aufzüge,
wie Treibscheibe, Seiltrommel, Hydraulik oder dergleichen.
Ein hydraulischer Antrieb ist durch eine Hydraulikversorgung
realisiert, die zumindest eine Pumpe, eine Druckleitung, ein
der Druckleitung zugeordnetes Druckmeßgerät und einen in der
Druckleitung angeordneten Absperrschieber aufweist. Die Druck
leitung ist mit einem Heber für einen Fahrkorb verbunden, so
daß beispielsweise zur Aufwärtsfahrt des Fahrkorbs dem Heber
über die Druckleitung von der Pumpe Hydraulikfluid unter Druck
zugeführt wird.
Weitere Bauteile eines solchen hydraulischen Aufzugs sind bei
spielsweise eine Rohrbruchsicherung, verschiedene Ventile zur
Realisierung von Aufwärts- und/oder Abwärtsfahrt des Fahrkorbs
mit einer oder mehreren Fahrstufen, ein Druckbegrenzungsventil,
ein Rückschlagventil, eine Bypassleitung, beispielsweise zum
Notablassen des Hydraulikfluids, und insbesondere eine Nachho
leinrichtung.
In der "TÜVIS TRA 102" ist die Prüfung von Aufzugsanlagen be
schrieben, wobei unter Absatz 2.2.3.4 die Abnahmeprüfung und
unter Absatz 3.2.5 die Hauptprüfung für Aufzüge mit hydrauli
schem Antrieb beschrieben sind.
Zur Überprüfung der Nachholeinrichtung ist angegeben, daß diese
"bei ordnungsgemäß eingestelltem Druckbegrenzungsventil und mit
Nutzlast beladenem Fahrkorb" erfolgt. Unter diesen Vorausset
zungen wird beurteilt, ob bei einem Absinken des mit Nennlast
(maximaler Zuladung) beladenen Fahrkorbs aus einer Bündigstel
lung mit einem Stockwerkszugang die Nachholeinrichtung den
Fahrkorb selbsttätig wieder bündig fährt.
Die beschriebene Überprüfung weist mehrere Nachteile auf.
So muß der Fahrkorb auf jeden Fall mit Nennlast beladen werden.
Dies können bei hydraulischen Aufzügen mit großer Tragkraft Ge
wichte von mehreren Tonnen sein. Dadurch wird die Überprüfung
der Nachholeinrichtung aufwendig. Weiterhin können beim Trans
port der entsprechenden Gewichte Menschen verletzt werden oder
Teile der Aufzugsanlage beschädigt werden.
Im Hinblick auf den beschriebenen Stand der Technik liegt dem
Anmeldungsgegenstand die Aufgabe zugrunde, bei beliebiger Zula
dung des Fahrkorbs in einfacher Weise eine quantitative Aussage
über verschiedene bei einem hydraulischen Aufzug auftretende
Drücke und die Funktion einer Nachholeinrichtung zu ermögli
chen.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch
gelöst, daß bei Aufwärtsfahrt des leeren, teilbeladenen oder
vollbeladenen Fahrkorbs der Systemdruck Psys und bei Aufwärts
fahrt und bei geschlossenem Absperrschieber ein Grenzdruck PG
ermittelt werden, wobei zur Sicherstellung der Funktion der
Nachholeinrichtung folgende Ungleichung erfüllt sein muß:
PG kNL (Psys + PNL).
Folglich ist es beispielsweise gemäß der Erfindung möglich, in
vorteilhafter Weise bei beliebiger Zuladung und insbesondere
bei leerem Fahrkorb die Nachholeinrichtung zu überprüfen. Die
Überprüfung erfolgt dadurch, daß der Systemdruck Psys bei
spielsweise durch eine kurze Aufwärts- und/oder Abwärtsfahrt
mittels des Druckmeßgerätes bestimmt wird. Psys wird durch
Kräfte erzeugt. Solche Kräfte sind beispielsweise die Gewichts
kräfte von Fahrkorbmasse, Hängekabel, Ölsäule, Heberkolben
usw.
Der Systemdruck Psys ist der Nenndruck des Systems bei unbela
denem Fahrkorb. Dieser Druck stellt sich ein, wenn die obenge
nannten Massen auf die Hydraulik einwirken. Da die Reibung und
hier besonders die Reibung der Zylindermanschette diesen Druck
beeinflußt, ist es sinnvoll, diesen Druck dynamisch zu erfas
sen. Dazu wird ein Fahrtzyklus (auf/ab) mit leerem Fahrkorb ge
fahren und Psys errechnet sich dann gemäß Psys = (Pauf + Pab)/².
Dadurch wird die Reibung eliminiert, da sie einmal zusätzlich
zum Druck wirkt (bei Pauf) und das anderemal diesen verringert
(bei Pab). Pauf und/oder Pab ergeben sich als Mittelwerte des
gemessenen Pdyn bei der Aufwärts- beziehungsweise Abwärtsfahrt.
Die Anzahl der gemittelten Meßwerte ist unkritisch und kann in
nerhalb weiter Grenzen variiert werden. Kurze Druckspitzen
sollten möglichst nicht berücksichtigt werden. Soll der System
druck bei mit (Teil-)Last beladenem Fahrkorb ermittelt werden,
so reduziert sich der Druck um diesen von der (Teil-) Last er
zeugten Druck PTL. Somit gilt:
Psys = (Pauf + Pab) / 2 - PTL.
Die statischen/dynamischen Verluste des Systems ergeben sich
durch mechanische Reibung zwischen Fahrkorb und Führungen, Rei
bung an Kolbendichtungen, an Kolbenführungen, Reibung der He
berkolben, Durchflußwiderstände in Ventilen und Druckleitung
und dergleichen. Weiterhin können die Verluste last- und visko
seabhängig sein. Das angesprochene System umfaßt insbesondere
Heber und Hydraulikversorgung.
In der obengenannten Ungleichung ergibt sich ein Dynamikfaktor
kNL als Quotient von Pauf und (Psys + PNL). Der Dynamikfaktor kNL
kann insbesondere während eines Fahrtzyklus des Fahrkorbs be
stimmt werden. Weiterhin kann kNL durch Interpolation aus
kTL = Pauf / (Psys + PTL) bestimmt werden, mit PTL als durch eine
(Teil-)Last TL im Hydrauliksystem erzeugten statischen
Druck. Dieser statische Druck kann alle Wert zwischen 0 für un
beladenen Fahrkorb und PNL für mit Nennlast beladenen Fahrkorb
annehmen. Bei unbeladenem Fahrkorb ist kTL durch
k¹ = Pauf / Psys zu ersetzen. Weiterhin gibt es verschiedene Mo
delle, anhand derer kNL für die Aufzugsanlage zu berechnen ist.
Der insgesamt von der Hydraulikversorgung aufzubringende Druck
ergibt sich aus den statischen Drücken, wie dem Systemdruck,
der von den dem Fahrkorb zugeordneten Massen erzeugt wird, und
wie dem Lastdruck, der durch Gewichtkräfte von einer Last (L)
gleich einer beliebigen Teillast (TL) des Fahrkorbs oder durch
die Nennlast (NL) des Fahrkorbs bestimmt ist. Zusätzlich müssen
die dynamischen Verluste aufgebracht werden, die sich aus den
inneren Verlusten, wie den laminaren und turbulenten Strömungs
verlusten und der Festkörperreibung des Systems ergeben. Diese
dynamische Komponente wird durch den Faktor kTL oder k¹ abge
deckt, der zumindest teilweise lastabhängig ist. Diese Lastab
hängigkeit läßt sich während einer Fahrt, insbesondere eines
Fahrtzyklus, leicht ermitteln, da durch eine Aufwärtsfahrt die
wirkende Masse um die Masse der ständig anwachsenden Ölsäule
und die wirksame Masse des Hängekabels, die bekannt sind, be
ziehungsweise aus entsprechend Dichte und Volumen errechnet
werden können, zunimmt. Somit läßt sich kTL in einen lastunab
hängigen Teil, der zum Beispiel durch quer zur Fahrtrichtung
wirkende Festkörperreibung von Führungen an Schienen, und einen
lastabhängigen Teil zum Beispiel durch die inneren Verluste un
terteilen. Es besteht damit die Möglichkeit, durch Variation
der lastabhängigen Komponente für jeden Lastzustand einen ent
sprechenden k-Dynamikfaktor zu errechnen.
Üblicherweise wirkt die größte Last im Bereich der obersten La
destelle, da hier die größten Massen von Ölsäule und Hängekabel
im System wirksam werden.
Weiterhin gilt, daß PNL und PTL in bekannter Weise nach der
physikalischen Formel p = F/A berechenbar ist, wobei F der
wirksamen Gewichtskraft der Zuladung und A einer Fläche ent
spricht, auf die die Kraft einwirkt. Diese Fläche entspricht
beispielsweise dem wirksamen Querschnitt des Heberkolbens.
Weiterhin wird zur Überprüfung der Nachholeinrichtung der Druck
in der Druckleitung bei geschlossenem Absperrschieber so lange
erhöht, bis der ermittelte Grenzdruck PG die oben angegebene
Ungleichung erfüllt. Dabei kann der Druck bis zum Öffnen des
Druckbegrenzungsventils erhöht werden, siehe auch "TÜVIS TRA
102", Abs. 2.2.3.4.3, wodurch ein maximaler Grenzdruck ermit
telbar ist.
Die Druckerhöhung in der Druckleitung erfolgt bei geschlossenem
Absperrschieber beispielsweise dadurch, daß in der sogenannten
Feinfahrtstufe gegen diesen geschlossenen Absperrschieber
"gefahren" wird.
Alternativ kann diese Druckerhöhung durch ein Fahren an einen
Kolbenanschlag erreicht werden. Das gesamte System wird damit
dem maximalen Prüfdruck ausgesetzt und kann somit auf eventuell
auftretende Leckagen untersucht werden.
Aus dem vorangehenden und wie im folgenden weiter ausgeführt,
läßt sich der k-Dynamikfaktor für einen leeren Fahrkorb beson
ders leicht ermitteln. Dazu wird während einer Aufwärtsfahrt
der Druckverlauf erfaßt und daraus Pauf wie oben beschrieben
ermittelt. Anschließend wird während der Abwärtsfahrt ebenfalls
der Druckverlauf ermittelt und der entsprechende Pab ermittelt.
Wie bereits gesagt, gilt k¹ = Pauf / Psys, wobei
Psys = (Pauf + Pab)/ 2 ist.
Da in k¹ die lastunabhängigen Anteile der Verluste voll wirksam
sind, gilt:
k¹ < kNL.
k¹ < kNL.
Dies führt wiederum zu der Aussage, daß die Nachholeinrichtung
sicher funktioniert, wenn:
PG k¹ (Psys + PNL).
An dieser Stelle sei angemerkt, daß zur Vereinfachung der Über
prüfung der Nachholeinrichtung mittels der oben angegebenen Un
gleichung PNL und PTL als Funktion von Nennlast (NL) und Teil
last (TL) vorbestimmt und in einem Speicher einer Auswerteein
heit abgespeichert sein können. Folglich müssen in diesem Fall
nur Pdyn (entspricht Pauf, Pab) und PG ermittelt werden. Diese
Werte werden in die Auswerteeinheit zusammen mit Werten für NL,
TL eingegeben, kNL errechnet und anhand der oben angegebenen
Ungleichung erfolgt der Vergleich.
Das oben beschriebene Verfahren ist direkt anwendbar bei direk
ten Druckkolben- oder Teleskopkolbenaufzügen mit wenigstens ei
nem Heber. Analog kann das beschriebene Verfahren bei indirek
ten Kolben oder bei Zugkolben durchgeführt werden.
Zur Messung der zu ermittelnden Drücke kann das nach der TRA
200 vorgesehene Prüfmanometer (Druckmeßgerät) der Hydraulikver
sorgung oder ein Drucksensor verwendet werden, der zusätzlich
oder anstelle des Prüfmanometers an einer entsprechenden Stelle
der Druckleitung angeschlossen wird. Ein Ausgang dieses Sensors
kann über geeignete Meßverstärker und einen A/D-Wandler einem
Computer als Auswerteeinheit zugeführt und von diesem durch
entsprechende Programme verarbeitet werden. In diesem Computer
können, wie oben beschrieben, die weiteren Drücke PNL, PTL als
Funktion von NL und TL und RL abgespeichert sein.
Generell sei an dieser Stelle noch angemerkt, daß zur Realisa
tion der obengenannten Feinfahrstufe beispielsweise ein pol
umschaltbarer Elektromotor als Pumpenmotor der Pumpe zugeordnet
sein kann. Ebenso kann die Feinfahrtstufe durch Drosselung ei
nes Pumpenförderstroms, durch einen verstellbaren Schieber, ei
ne Zusatzpumpe, oder beispielsweise einen Mengenregler im
Hauptölstrom realisiert werden. Als Pumpe wird in der Regel we
gen ihrer Betriebssicherheit eine Verdrängerpumpe eingesetzt.
Die verschiedenen Ventile der Hydraulikversorgung, beispiels
weise zur Steuerung der Aufwärts- und Abwärtsfahrt, sind in be
kannter Weise in einem Steuerblock zusammengefaßt. Dabei können
zur Realisation entsprechender Fahrstufen große und kleine so
wohl Hebe- als auch Senkventile vorgesehen sein.
Um den Dynamikfaktor und den Systemdruck zu bestimmen, wird ein
Fahrtzyklus zumindest im oberen Schachtbereich gefahren. Der
während dessen sich ergebende Arbeitsdruck wird gemessen und
aufgezeichnet. Beispielsweise kann der leere Fahrkorb von der
untersten zur obersten Ladestelle und zurück gefahren werden.
Bei Aufwärtsfahrt steigt der Druckverlauf allmählich an, weil
sich die Masse der anwachsenden Ölsäule und die des Hängekabels
zur Fahrkorbmasse addieren. Wird die gleiche Messung bei Ab
wärtsfahrt durchgeführt, stellt sich ein umgekehrter Druckver
lauf ein. Die beiden ermittelten Druckverläufe sind jedoch
nicht deckungsgleich, da die auftretenden Reibungskräfte je
weils in der anderen Richtung wirken. Es ergibt sich eine Hy
steresekurve mit einem ansteigenden Ast Hauf und einem abstei
genden Ast Hab, wobei der Abstand zwischen den Ästen ein Maß
für die Verluste im System ist. Da die dem Druck zu jedem Zeit
punkt korrespondierende Last bekannt ist bzw. sich aus den An
lagedaten errechnen läßt, kann der lastabhängige Teil der Ver
luste von dem lastunabhängigen separiert werden und es läßt
sich somit für jeden Lastzustand ein k errechnen.
So kann für jeden beliebigen Punkt des Diagramms der Druck Pauf
und Pab abgelesen werden. Daraus läßt sich für diesen Zeitpunkt
Psys = (Pauf + Pab) /2 und k = Pauf /Psys errechnen.
In der Praxis stellt es sich als vorteilhaft heraus, wenn als
Meßwert nicht ein einziger Meßpunkt benutzt wird, sondern der
Mittelwert über eine bestimmte Anzahl von Meßwerten für die
Drücke ermittelt wird. Dadurch läßt sich die Genauigkeit der
Druckbestimmung erhöhen und eventuell auftretende Druckspitzen
werden unterdrückt.
Das bisher beschriebene Verfahren kann insbesondere auch zur
Ermittlung des Fahrverhaltens des Fahrkorbs verwendet werden,
indem während der Ab- und/oder Aufwärtsfahrt, neben der Ermitt
lung der Drücke, die Beschleunigung des Fahrkorbs ermittelt
wird. Dazu kann beispielsweise der in dem deutschen Gebrauchs
muster G 90 15 495 beschriebene Meßwertaufnehmer verwendet wer
den. Dieser ist als mobile Einheit ausgebildet, die direkt im
oder am Fahrkorb lösbar befestigt werden kann. Die gemessenen
Beschleunigungswerte sind ebenfalls mittels der Auswerteeinheit
abrufbar und auswertbar.
Mittels des Meßwertaufnehmers der G 90 15 495 kann ein gesamter
Beschleunigungsverlauf während einer Prüffahrt ermittelt und
gegebenenfalls aufgezeichnet werden. Durch Vergleich des eben
falls ermittelten Verlaufs von Pdyn sind in vorteilhafter Weise
die Dämpfung der Hydraulikversorgung sowie mögliche Störungsur
sachen des Aufzugssystems bestimmbar. Beispielsweise läßt sich
aus der entsprechenden Beschleunigungskurve durch Vergleich mit
der zeitgleich aufgezeichneten Druckkurve die Dämpfung des Sy
stems beurteilen. Außerdem läßt sich leicht anhand der Kurven
entscheiden, ob Schwingungen und Stöße im Fahrkorb vom hydrau
lischen System oder von der Mechanik (Führungsschienen für den
Fahrkorb nicht geschmiert, Heber sitzt stramm oder dergleichen)
herrühren. Dies läßt sich beispielsweise anhand der vorhandenen
oder fehlenden Korrelation zwischen Änderungen in der Beschleu
nigungskurve und Änderungen in der Druckkurve herleiten.
Da die Fahrzyklen eines Aufzugs zwischen zwei festgelegten Po
sitionen mit hoher Reproduzierbarkeit wiederholt werden können,
kann die Ermittlung der Drücke und der Beschleunigung nachein
ander durchgeführt werden.
Im folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Er
findung anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung einer
Aufzugsanlage;
Fig. 2 eine Darstellung einer Hydraulikversorgung
für einen Aufzug, und
Fig. 3 einen Graphen zur Darstellung einer Druck
hysterese bei Aufwärts- und Abwärtsfahrt
eines Fahrkorbs.
In Fig. 1 ist ein hydraulischer Aufzug 2 mit zentraler Anord
nung eines Teleskopzylinders als Heber 4 dargestellt. Dieser
weist zumindest zwei Teleskopschüsse 28 und 29 auf. Ein Zylin
der 27 ist in einer Grube 26 am unteren Ende eines Fahrstuhl
schachtes angeordnet. Die Teleskopschüsse 28 und 29 sind teil
weise ausgefahren und stützen von unten einen Fahrkorb 5 des
Aufzugs 2 ab.
Innerhalb des Fahrstuhlschachts sind zwei vertikale Führungs
schienen 23 dargestellt, entlang denen der Fahrkorb 5 mittels
an ihm angeordneter Führungen 24 bewegbar ist.
Zur Vereinfachung der Darstellung des Aufzugs 2 sind verschie
denen Stockwerken zugeordnete, durch den Fahrkorb 5 anfahrbare
Stockwerkszugänge nicht dargestellt. Ebenso wurde auf die Dar
stellung von Sensoren verzichtet, mittels denen ein positions
genaues Anfahren der Stockwerkszugänge gesteuert wird, wodurch
eine Bündigstellung zwischen Fahrkorb und Zugang ermöglicht
wird.
Der Heber 4 ist mit einer Hydraulikversorgung 3 versehen, die
über eine Druckleitung 6 dem Heber 4 eine Hydraulikflüssigkeit
zum Anheben des Fahrkorbs 5 zuführt. In analoger Weise wird
über Druckleitung 6 Hydraulikflüssigkeit abgeführt, wenn der
Fahrkorb 5 mittels des Heber 4 abgesenkt wird.
Das Zuführen, beziehungsweise Abführen von Hydraulikflüssigkeit
wird durch einen Steuerblock 13 und eine Pumpen/Motor-Einheit
16 der Hydraulikversorgung 3 gesteuert. Diese sind, wie auch
ein im oder am Fahrkorb 5 angeordneter Beschleunigungssensor 25
mittels elektrischer Leitungen 3b mit einer Auswerteeinheit 14
verbindbar. Die Auswerteeinheit wird zumindest dazu eingesetzt,
den innerhalb der Druckleitung 6 gemessenen Druck und die Meß
werte des Beschleunigungssensor 25 auszulesen. Die Einheit
weist in der Regel einen Zeitgeber zur Bereitstellung einer ei
genen Zeitbasis und einen Speicher zur Speicherung der Druck
meßwerte und der Meßwerte des Beschleunigungssensors sowie zur
Speicherung von Programmen auf. Diese Programme dienen bei
spielsweise als Auswerteprogramme zur Überprüfung einer Nachho
leinrichtung des hydraulischen Aufzugs und zur Überprüfung des
sen Fahrverhaltens.
An dieser Stelle sei angemerkt, daß die Auswerteeinheit sowohl
permanent dem Aufzug 2 zugeordnet sein kann, als auch ein bei
spielsweise tragbarer Computer sein kann, der nur bei Durchfüh
rung der obengenannten Überprüfungen eingesetzt wird. Dies gilt
analog für den Beschleunigungssensor 25.
In Fig. 2 ist die Hydraulikversorgung 3 nach Figur l detail
lierter dargestellt.
Der in Fig. 1 dargestellte Steuerblock 13 enthält in an sich
bekannter Weise eine Anzahl von Ventilen 10, 11, 17, 19, 20,
entsprechende Verbindungen zwischen diesen Ventilen und bei
spielsweise ein Manometer 15 als Druckmeßgerät 8. Separat zum
Steuerblock 13 sind in einer diesen und Zylinder 27 des Hebers
4 verbindenden Druckleitung 6 ein Absperrschieber 9 und eine
Rohrbruchsicherung 12 angeordnet. Weiterhin kann am Steuerblock
13 oder an Druckleitungen 6 ein weiterer Anschluß 22 für bei
spielsweise einen Drucksensor vorgesehen sein.
Die Funktion, Ausbildung und das Zusammenwirken der verschiede
nen Ventile und der Rohrbruchsicherung 12 sind an sich bekannt,
so daß an dieser Stelle nur kurz darauf eingegangen wird.
Die Rohrbruchsicherung 12 dient beispielsweise dazu, bei einer
zu großen Durchflußmenge in der Hydraulikversorgung ein Absin
ken des Fahrkorbs zu verhindern. Ein Bypass-Ventil 10 der Hy
draulikversorgung dient insbesondere als Notablaß des Hydrau
likfluids aus der Druckleitung 6 zurück in einen Ölbehälter 21
oder zur Prüfung der Rohrbruchsicherung. Zur Steuerung der Auf
wärts- und Abwärtsfahrt sind im Steuerblock ein Senkventil 11
und ein Hebe- oder Anfahrventil 20 angeordnet. Weiterhin ist
zur Vermeidung eines zu hohen Drucks in der Hydraulikversorgung
ein Druckbegrenzungsventil 19 vorgesehen.
Zur Steuerung beispielsweise der Aufwärtsfahrt des Fahrkorbs
wird Pumpe 7 durch einen zugehörigen Motor 18 betätigt, wodurch
Hydraulikfluid aus dem Ölbehälter 21 über ein Rückschlagventil
17 in die Druckleitung 6 und damit zum Heber 4 gepumpt wird.
Das Anfahrventil 20 dient zur Regelung der Hydraulikfluidmenge,
die der Druckleitung 6 zugeführt wird. Analog wird bei Abwärts
fahrt des Fahrkorbs Hydraulikfluid über Senkventil 11 aus der
Druckleitung 6 dem Ölbehälter 21 wieder zugeführt.
Es sei angemerkt, daß der dargestellte Hydraulikschaltkreis nur
eine Prinzipdarstellung ist. Beispielsweise kann der Hydraulik
schaltkreis außerdem Durchflußmesser, verschiedene Filter, Vor
steuerungen für die Ventile und zusätzlich Ventile für Fein
fahrstufen beim Auf- und Abwärtsfahren enthalten. Außerdem kann
anstatt des oben beschriebenen Bypass-Ventiles auch ein Senk
ventil dessen Funktion übernehmen.
Bezüglich der durch die Erfindung überprüfbaren Nachholeinrich
tung sei darauf hingewiesen, daß diese aus mehreren Bauteilen
des Aufzugs 2 gebildet ist. Beispielsweise muß einerseits die
Bündigstellung von Fahrkorb und Stockwerkszugang mittels eines
entsprechenden Sensors festgestellt werden. Erfaßt der Sensor
ein Absenken des Fahrkorbs aus der Bündigstellung, muß zusätz
liches Hydraulikfluid in den Heber gepumpt werden, bis die Bün
digstellung wieder erreicht ist. Dies erfolgt in der Regel mit
tels Pumpe 7 und Motor 18 unter Zuhilfenahme beispielsweise ei
nes Feinfahrventils. Folglich wird die Nachholeinrichtung aus
Feinfahrventil, Sensor und einer zugehörigen Steuereinrichtung
gebildet.
Im folgenden wird das Verfahren zur Überprüfung der Nachholein
richtung unter Bezugnahme auf Fig. 2 und 3 beschrieben.
Folgende Drücke in der Hydraulikversorgung beziehungsweise im
Heber sind zu beachten:
- - der bei Schließen des Absperrschiebers 9 maximal auftretende, durch Druckbegrenzungsventil 19 be stimmte Druck PG;
- - der im Heber 4, beziehungsweise in der Druck leitung 6 bei Aufwärts- und/oder Abwärtsfahrt meßbare Druck Pdyn, der während der Aufwärtsfahrt durch einen wirksamen dynamischen Druck Pauf und während der Abwärtsfahrt durch einen wirksamen dynamischen Druck Pab gebildet ist;
- - der Systemdruck Psys, der dem statischen Druck des leeren Fahrkorbs entspricht und sich errechnen läßt aus Gewichtskraft der wirksamen Fahrkorbmassen (zuzüglich aller zugehörigen Massen wie Kolben, Hängekabel oder dergleichen) zur wirksamen Kolbenfläche oder aus Psys = (Pauf + Pab /2) bei leerem Fahrkorb bzw. aus Psys = (Pauf + Pab) /2 - PtL bei mit Teillast beladenen Fahrkorb;
- - der durch Nennlast NL erzeugte Druck PNL;
- - der durch Teillast TL erzeugte Druck PTL als Quotient von Gewichtskraft der Teillast zur wirksamen Kolben fläche, und
- - der berechnete dynamische Druck p⁵dyn.
Weiterhin treten folgende Dynamikfaktoren auf:
- - der Dynamikfaktor k¹ des leeren Fahrkorbs, der die Dynamik entsprechend zu k¹ = Pauf / Psys bei leerem Fahrkorb wiedergibt;
- - der Dynamikfaktor kNL des mit Nennlast beladenen Fahrkorbs, der die Dynamik entsprechend zu kNL = Pauf / (Psys + PNL) bei mit Nennlast belade nem Fahrkorb wiedergibt, und
- - der Dynamikfaktor kTL des mit beliebiger Last bela denen Fahrkorbs, der die Dynamik entsprechend zu kTL = Pauf / (Psys + PTL) bei mit beliebiger Last be ladenen Fahrkorb wiedergibt.
Der Druck P¹dyn berechnet sich bei Aufwärtsfahrt mit unbelade
nem Fahrkorb aus Psys × k¹. Der obere Index 1 kennzeichnet die
Leerfahrt des Fahrkorbs, wobei Psys sich beispielsweise aus dem
Leergewicht des Fahrkorbs, dem Gewicht der Hydraulikfluidsäule
im Heber und aus dem Eigengewicht des Hebers ergibt. Mit k¹
sind alle Verluste im System abgedeckt, die sich beispielsweise
durch Reibung der Führungen an den Führungsschienen, Reibung
der Teleskopschüsse an Hebermanschetten und inneren Verlusten
im System ergeben.
Bei beladenem Fahrkorb errechnet sich der PTL dyn nach
(Psys + PTL) kTL. Der Index TL kennzeichnet dabei den beladenen
Zustand des Fahrkorbs. Der Druck PTL entspricht dem durch die
(Teil-)Last hervorgerufene statischen Druck im System.
Die Nachholeinrichtung erfüllt ihre Funktion, wenn gilt:
PG kNL (Psys + PNL).
Dabei ist zu beachten, daß der untere Index NL für Nennlast
steht.
Die Drücke PNL und gegebenenfalls PTL sind in einfacher Weise
wie oben beschrieben zu berechnen. Die Drücke PG und Psys wer
den durch Messung gemäß der Erfindung bestimmt, wobei auf die
Messung der Werte bereits hingewiesen wurde.
Der Druckverlauf von Pdyn wird bei einem Fahrtzyklus nach
Fig. 3 bestimmt. In Fig. 3 ist ein Graph zur Darstellung der
Abhängigkeit des im Heber gemessenen Drucks von der Förderhöhe
dargestellt. Vor Beginn der Messung ist der Fahrkorb in einer
bestimmten Position innerhalb des Aufzugschachtes positioniert,
wobei dieser Position ein Startdruck 33 entspricht. Anschlie
ßend wird der Fahrkorb in Bewegung versetzt, wodurch der Druck
in relativ kurzer Zeit beim Anfahren auf einen höheren Druck
wert ansteigt und anschließend langsam bei Aufwärtsfahrt 31 bis
zum Erreichen eines maximalen Druckwertes bei Position 34 an
steigt. Dieser langsame Druckanstieg ergibt sich hauptsächlich
aufgrund der größer werdenden Hydraulikfluidsäule im Heber.
Anschließend wird zur Ermittlung einer Druckhysterese der Fahr
korb wieder abgesenkt, wobei sich die Abwärtsfahrt 32 in Fig.
3 ergibt. Nach Beendigung der Abwärtsfahrt und Erreichen der
Ausgangsposition wird im wesentlichen wieder der anfängliche
Startdruck 33 gemessen. Aufwärts- und Abwärtsfahrt 31, 32 ent
sprechen den Hystereseästen Hauf, Hab bzw. dem Verlauf von
Pauf, Pab.
Um den größtmöglichen Anteil Psys und Pauf von Pdyn zu berück
sichtigen, wird vorzugsweise im oberen Schachtbereich gefahren
und in dem Diagramm nach Fig. 3 der maximale Wert für Pdyn bei
Aufwärts- und Abwärtsfahrt 31, 32 bestimmt.
Das bisher geschilderte Verfahren läßt sich in folgender Weise
vereinfachen.
Wie bereits angegeben, ergibt sich P¹dyn aus Psys × k¹ und
PTL dyn aus (Psys + PTL) × kTL. Bei mit Last TL beladenem Fahr
korb tritt folglich ein der Last entsprechender Druck PTL und
ein anderer dem Verlust im System entsprechender Dynamikfaktor
kTL anstelle von k¹ auf, der den Verlusten im System bei unbe
ladenem Fahrkorb entspricht.
Dabei ist k¹ = Pauf/Psys und kTL = Pauf / (Psys + PTL). Bezüglich
der Quotienten ist zu beachten, daß im Aufzugssystem immer gilt
kTL < k¹, weil bei den auftretenden Verlusten ein lastunabhän
giger Sockelbetrag (Schienenreibung etc.) enthalten ist. Dies
gilt insbesondere auch für TL = NL, das heißt, für kNL
(kNL < k¹). Unter Verwendung von k¹ läßt sich daher ein Druck
wert pr dyn = k¹ (Psys + PTL) berechnen. Dabei gilt nach den vor
angehenden Ausführungen, daß Pr dyn < PTL dyn gilt.
Aus der letztgenannten Gleichung läßt sich auf diese Weise ein
fach durch Vergleich mit PG feststellen, ob die Nachholeinrich
tung funktioniert, das heißt, der Aufzug sicher mit Last nach
regulierbar ist. Dies ist der Fall wenn Pr dyn PG erfüllt ist.
Bei der zuletzt beschriebenen Näherung, das heißt bei dem Er
setzen von kNL durch k oder gegebenenfalls durch kTL bei
TL < NL, entfällt eine Bestimmung von kNL, siehe Gl. (1). Da
durch wird das Verfahren vereinfacht.
Durch den in oder am Fahrkorb anordbaren Beschleunigungssensor
25, siehe Fig. 1, ist zeitgleich oder zeitversetzt zur voran
gehenden Druckbestimmung das Fahrverhalten des Fahrkorbs be
stimmbar. Allgemein sei gesagt, daß bezüglich des Fahrverhal
tens keine signifikanten Unterschiede zwischen der Fahrt mit
leerem und mit Nennlast beladenem Fahrkorb festzustellen sind.
Eine Beurteilung des Fahrverhaltens mit Last bringt in sicher
heitstechnischer Hinsicht keine weiteren Aussagen, so daß auf
die Überprüfung mit Last ohne Einbuße von Prüfqualität verzich
tet werden kann. Die aufgezeichneten Beschleunigungs- und Ver
zögerungsdiagramme liefern eine gute Dokumentation des Ist-
Zustandes der Aufzugsanlage.
Weiterhin können durch Vergleich der in einem Fahrzyklus aufge
nommenen Beschleunigungs- beziehungsweise Verzögerungswerte und
der aufgenommenen Druckwerte zusätzliche Aussagen über das Auf
zugssystem getroffen werden, wie beispielsweise Dämpfung der
Hydraulikversorgung oder mögliche Störungsursachen beim Auf
zugssystem.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß ein bei der
Prüfung bei Erstinbetriebnahme aufgezeichneter Druckverlauf bei
mit Nennlast beladenem Fahrkorb für die weitere Beurteilung von Nachholeinrichtung oder anderen Einrichtungen des Aufzugs nicht hilfreich und zum Teil mit erheblichen Fehlern behaftet ist. Bei neu installierten Aufzugsanlagen sind vielfach die Schienen noch nicht geschmiert, da die durch den "Baustaub" verursachte Verschmutzung mit öligen Schienen eine schmirgelnde Paste er zeugen würde. Auch die Hebermanschette ist vielfach noch we sentlich enger, als sie in einem eingefahrenen Zustand nach ei nigen Monaten oder Jahren ist. Gleiches gilt für eine bei Erstinbetriebnahme aufgezeichnete Beschleunigungskurve.
mit Nennlast beladenem Fahrkorb für die weitere Beurteilung von Nachholeinrichtung oder anderen Einrichtungen des Aufzugs nicht hilfreich und zum Teil mit erheblichen Fehlern behaftet ist. Bei neu installierten Aufzugsanlagen sind vielfach die Schienen noch nicht geschmiert, da die durch den "Baustaub" verursachte Verschmutzung mit öligen Schienen eine schmirgelnde Paste er zeugen würde. Auch die Hebermanschette ist vielfach noch we sentlich enger, als sie in einem eingefahrenen Zustand nach ei nigen Monaten oder Jahren ist. Gleiches gilt für eine bei Erstinbetriebnahme aufgezeichnete Beschleunigungskurve.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren muß auf solche alten, ge
speicherten Kurven nicht zurückgegriffen werden, sondern die
Aufzugsanlage läßt sich nach dem Ist-Zustand beurteilen. Damit
lassen sich auch Aufzüge beurteilen, bei denen keine Ver
gleichskurven mit Nennlast aufgezeichnet wurden.
Claims (9)
1. Verfahren zum Überprüfen einer Nachholeinrichtung eines mit
einer hydraulischen Versorgung (3) ausgebildeten Aufzugs (2),
welche einem Heber (4) eines Fahrkorbs (5) über eine Drucklei
tung (6) mittels einer Pumpe (7) Hydraulikfluid zuführt, wobei
der Druck innerhalb der Druckleitung durch ein Druckmeßgerät
(8) meßbar und die Druckleitung (6) durch einen Absperrschieber
(9) absperrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Fahrt des leeren, teilbeladenen oder voll belade
nen Fahrkorbs (5) der Systemdruck (Psys) und bei Aufwärtsfahrt
und geschlossenem Absperrschieber (9) ein Grenzdruck (PG) er
mittelt werden und zur Sicherstellung der Funktion der Nachho
leinrichtung (1) folgende Ungleichung erfüllt sein muß:
PG < kNL · (Psys + PNL) Gl. (1),wobei PNL ein einer Nennlast NL des Fahrkorbs (5) entsprechen
der statischer Druck und kNL ein Dynamikfaktor des mit Nennlast
beladenen Fahrkorbs ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermittlung des Dynamikfaktors kNL wenigstens ein Fahrt
zyklus, vorzugsweise im oberen Schachtbereich, gefahren wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß während des Fahrtzyklus ein Druck (Pdyn) aufgezeichnet und
aus Druckanstieg und Druckhysterese der Dynamikfaktor kNL be
stimmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dynamikfaktor kNL durch Variation einer internen Last
einer Ölsäule im Heber bestimmt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dynamikfaktor kNL durch Variation der Beladung von un
beladenem zu mit Teillast beladenem Fahrkorb bestimmt wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus dem Druck Pdyn der Systemdruck Psys ermittelt wird, wo
bei gilt:
Psys = (Pauf + Pab) / 2 - PTL,mit Pauf und Pab als Druck Pdyn während Aufwärts- beziehungswei
se Abwärtsfahrt und mit PTL als einer Teillast TL des Fahrkorbs
entsprechenden statischen Druck.
7. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprü
che, insbesondere zur Ermittlung vom Fahrverhalten des Aufzugs
(2),
dadurch gekennzeichnet,
daß während der Ab- und/oder Aufwärtsfahrt neben der Ermittlung
der Drücke die Beschleunigung des Fahrkorbs (5) ermittelt wird.
8. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß während einer Prüffahrt ein Beschleunigungsverlauf zusätz
lich zum Verlauf des dynamischen Drucks (Pdyn) ermittelt wird,
um die Dämpfung der Hydraulikversorgung (3) sowie mögliche Stö
rungsursachen zu bestimmen.
9. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Vereinfachung der Berechnung nach Gl. (1) bei unbelade
nem Fahrkorb ein Dynamikfaktor k¹ des leeren Fahrkorbs bestimmt
wird, wobei
k¹ = Pauf / Psysgilt und mit k¹ < kNL entsprechend zur Gl. (1) beiPG k¹ · (Psys + PNL)die Funktion der Nachholeinrichtung erfüllt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995121519 DE19521519C2 (de) | 1995-06-13 | 1995-06-13 | Verfahren zum Überprüfen einer Nachholeinrichtung eines hydraulischen Aufzugs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995121519 DE19521519C2 (de) | 1995-06-13 | 1995-06-13 | Verfahren zum Überprüfen einer Nachholeinrichtung eines hydraulischen Aufzugs |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19521519A1 true DE19521519A1 (de) | 1996-12-19 |
| DE19521519C2 DE19521519C2 (de) | 1997-09-11 |
Family
ID=7764289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995121519 Expired - Lifetime DE19521519C2 (de) | 1995-06-13 | 1995-06-13 | Verfahren zum Überprüfen einer Nachholeinrichtung eines hydraulischen Aufzugs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19521519C2 (de) |
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- 1995-06-13 DE DE1995121519 patent/DE19521519C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19521519C2 (de) | 1997-09-11 |
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