DE19520341A1 - Wärme-Hausgerät, insbesondere Herd oder Backofen - Google Patents
Wärme-Hausgerät, insbesondere Herd oder BackofenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
- F24C15/00—Details
- F24C15/34—Elements and arrangements for heat storage or insulation
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- F24C15/006—Arrangements for circulation of cooling air
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Wärme-Hausgerät gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Zur thermischen Isolierung von Backöfen werden in der Praxis
derzeit Faser-Isolierstoffe wie z. B. Keramikfasermatten ver
wendet, mit denen die Backofenmuffel mit Einschluß etwaiger
außenliegender Heizelemente umgeben ist. Derartige faserige
Wärmedämmstoffe werden zunehmend als gesundheitsgefährdend
angesehen. Gemäß einem bekannten Vorschlag (DE-PS 25 59 834)
wird für die Backofenisolierung anstelle von faserigem Iso
liermaterial eine Isolierfolie z. B. aus Aluminium in einer
oder mehreren Lagen um die Wandungsflächen der Ofenmuffel
gewickelt, wobei mittels randseitiger Distanzleisten Luft
kammern zwischen den Wandungsflächen der Ofenmuffel und der
Isolierfolie bzw. zwischen den einzelnen Lagen der Isolier
folie geschaffen werden. Als Material für die Distanzleisten
wird Asbestschaumstoff vorgeschlagen, der zwar hoch hitzebe
ständig, jedoch wiederum lufthygienisch nicht unproblema
tisch ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei
einem Wärme-Hausgerät in und/oder in der Umgebung dieses Ge
rätes eine gezielte Wärmedämmung nicht nur der Ofenkammer
sondern auch anderer sensibler Stellen oder Bereiche, z. B.
auch im Bereich von offenen Luftführungen, unter völliger
Vermeidung lufthygienischer Probleme durchführen zu können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die im
Patentanspruch 1 genannten Maßnahmen.
Mit der Erfindung wird der bislang übliche Weg verlassen,
nämlich im wesentlichen nur den Ofen- oder Behandlungsraum
thermisch zu isolieren und im übrigen für besonders wär
meempfindliche Teile wie elektronische Bauelemente eine
Zwangskühlung mit Kühlgebläse vorzusehen.
Durch die Verwendung von faserfreiem Wärmedämmaterial können
nunmehr auch Stellen- oder Raumbereiche z. B. innerhalb des
äußeren Gerätegehäuses thermisch isoliert werden, die mit
der Umgebung des Wärme-Hausgerätes in Verbindung stehen, al
so offen sind. Die erfindungsgemäße Maßnahme ist anwendbar
zur partiellen Abschirmung von Bauelementen oder dergleichen
innerhalb des äußeren Gerätegehäuses und/oder zur Ausklei
dung des vorgenannten Gehäuses oder aber von angrenzenden
Gegenständen wie Einbaumöbel und dergleichen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht ein mit ei
nem Kühlluftgebläse zusammenwirkender Abluftkanal im wesent
lichen aus faserfreiem Wärmedämmaterial. Üblicherweise wird
in einem derartigen Abluftkanal die mehr oder weniger stark
erhitzte Luft außerhalb der Ofenkammer sowie der meist sehr
stark erhitzte Wrasen aus der Ofenkammer gesammelt und zur
Frontseite des Gerätes geführt und dort ins Freie abgebla
sen. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme ergibt sich bezüg
lich des Abluftkanales eine geringe Wärmekapazität, ein
gleichmäßiges Temperaturverhalten und demgemäß eine niedrige
Ausblastemperatur und damit verbunden eine geringe Verlust
leistung des Wärmegerätes, wobei keinerlei lufthygienische
Probleme wie Faseraustrag oder dergleichen zu befürchten
sind.
Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen nachstehend erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 die Schnittansicht eines Wärme-Hausgerätes in
Form eines Einbau-Backofens,
Fig. 2 die perspektivische Darstellung eines Backofens
mit außen angebrachten Wärmedämmschichten,
Fig. 3 die perspektivische Darstellung eines Backofens
mit Einbaumöbel und am Einbaumöbel eingebrachter
Wärmedämmschicht,
Fig. 4 die Schnittansicht einer Backofentür mit Wärme
dämmschichten,
Fig. 5, 6 und 7 unterschiedliche Varianten von Wärmedämm
schichten.
In Fig. 1 ist mit 1 die metallische Muffel eines Elektro-
Einbaubackofens bezeichnet, deren Muffelöffnung durch eine
Backofentür 2 verschließbar ist. Die Muffel 1 ist dicht umge
ben von einer Wärmedämmschicht 3 üblicher Beschaffenheit. An
der Rückwand 4 der Muffel 1 befestigt ist ein Umluft-Gebläse
aggregat mit einem elektrischen Antriebsmotor 5 mit von die
sem angetriebenem Umluft-Gebläserad 6 hinter einer im Muffel
inneren befindlichen Wand 7. Die thermisch isolierte und
nicht weiter gezeigte Heizeinrichtungen enthaltende Muffel 1
ist umgeben von einem Außengehäuse 8, welches auf einem Sockel
teil 9 gelagert ist und in einer Möbelnische 10 mit seit
lich angrenzenden Möbelteilen und oberer Arbeitsplatte 11 an
geordnet ist. In dem Gehäusebereich oberhalb der Backofentür
2 sind hinter einem Betätigungselemente 12 aufweisenden
Schaltertableau 13 allgemein mit 14 bezeichnete elektrische
Schaltorgane angeordnet. In dem Hohlraum 15 zwischen Muffel 1
bzw. Ofenkammer 16 und Außengehäuse 8 oberhalb der Muffel 1
ist ein langgestreckter Abluftkanal 15 angeordnet, der an der
Gerätefrontseite ins Freie mündet und rückseitig mit einem
Kühlluftgebläse 27, d. h. mit dessen Druckseite 17 strömungs
mäßig in Verbindung steht. Der Abluftkanal ist in üblicher
Weise in Form eines nach hinten hin erweiterten Schachtes
ausgebildet. Wie durch Pfeile verdeutlicht, saugt das Kühl
luftgebläse 27 die mehr oder weniger stark erwärmte Luft in
der Umgebung der Muffel 1 an und bläst diese Luft zusammen
mit gegebenenfalls aus der Ofenkammer in den Abluftkanal ge
leiteten Wrasen in Pfeilrichtung ins Freie. Im Außengehäuse
sind mehrere Lufteinlaßöffnungen vorgesehen, wie durch Strö
mungspfeile verdeutlicht. Der vorgenannte Abluftkanal 15 kann
zumindest im wesentlichen aus einem faserfreiem Wärmedämmate
rial z. B. gemäß den Fig. 5 bis 7 oder aus einem z. B. ein
stückigen formstabilen Formkörper aus wärmeisolierenden
Schaumstoff bestehen. Auch die elektrischen oder elektroni
schen Schaltorgane 14 können von einem gestrichelt darge
stellten Gehäuse 18 aus derartigem Wärmedämmaterial umgeben
sein. Zusätzlich zu der erläuterten Wärmedämmung können par
tiell oder voll flächig innerhalb des Außengehäuses 8 weitere
Wärmedämmschichten 19 z. B. oberhalb der Schaltorgane 14,
oberhalb und hinter dem Kühlluftgebläse 27, hinter dem An
triebsmotor 5 und am Bodenteil des Außengehäuses 8 vorgesehen
sein.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 sind an Außenseiten
des Außengehäuses 8 partiell Wärmedämmschichten 19 befestigt,
und zwar an solchen Stellen, wo eine besonders starke Erhit
zung des Außengehäuses bei Betrieb des Backofens stattfindet.
In Fig. 3 sind Küchenmöbel angedeutet mit einer Möbelnische
10 und beidseitig angrenzenden Möbelteilen 20, wobei in die
Möbelnische 10 der Backofen einbaubar ist. Hierbei ist an ei
ner, die Möbelnische 10 einseitig begrenzende Möbelfläche 21
des Möbelteils 20 eine Wärmedämmschicht 19 partiell oder
vollflächig der vorbeschriebenen Art befestigt, um Wärme von
diesem z. B. ein Kühlgerät enthaltenden Möbelteil fernzuhal
ten.
Fig. 4 zeigt die Backofentür 2, die aus einem z. B. metalli
schen Türboden 28 mit Durchsichtausnehmung 29 und aus einer
inneren Glasscheibe 30 und einer äußeren Frontglasscheibe 31
sowie aus einem Griffelement 32 besteht. Um einerseits eine
direkte Wärmestrahlung vom inneren Türboden 28 zur Frontglas
scheibe 31 zu verhindern und andererseits das Griffelement 32
thermisch zu isolieren, sind im Inneren der Backofentür 2
Wärmedämmschichten 19 randseitig zwischen den beiden Glas
scheiben und unterhalb des Griffelementes 32 angeordnet.
Eine Wärmedämmschicht 19a der vorbeschriebenen Art ist in
Fig. 5 in Schnittansicht dargestellt. Die Figur zeigt in ver
größerter Darstellung einen Teil einer Folienschicht, beste
hend aus vier Aluminiumfolien a, b, c und d, die zu der vor
genannten Folienschicht vereinigt sind. Hierbei stellen die
Folien a und d die äußeren Deckfolien dar, während die inne
ren Folien b und c im wesentlichen mäanderartig ausgeprägt
sind und kreuzweise zueinander angeordnet sind, d. h. die mä
anderartigen und langgestreckten Prägestellen 22 stehen senk
recht aufeinander und berühren sich punktweise. Diese inneren
Folien b und c stellen Abstandselemente dar, welche die Fo
lien a bis d um ein vorbestimmtes Maß auf gegenseitigem Ab
stand halten. Im Bereich ihrer Folienränder sind die Folien
unmittelbar aufeinander gelegt und durch Verdichtung oder
Verschweißung zumindest annähernd luftdicht verschlossen (Fo
lienrand 23). Wie in Fig. 5 dargestellt, können einstückig
auch mehrere Folienschichten mit den Folienrändern 23 zusam
menhängen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 ist ein Teil einer Fo
lienschicht 19b verdeutlicht, wobei die einzelnen Folien z. B.
a, b und c wabenmusterartig profiliert sind. Die inneren Fo
lien b, c sind in regelmäßigem Muster mit als Prägestellen
ausgebildeten napfförmigen Abstandselementen 24 versehen, die
sich gegenseitig aufeinander abstützen, wobei diese vielfach
profilierten Folien so einander zugeordnet sind bzw. aufein
ander gelegt sind, daß die Abstandselemente 24 sich gegensei
tig abstützend zusammentreffen. Hierbei sind zwischen den
Stützflächen wärmeisolierende Zwischenlagen 25 angeordnet.
Auch hier sind wiederum Deckfolien, z. B. a vorgesehen, wobei
wiederum die Ränder sämtlicher Folien zusammengelegt und mit
einander verbunden sind.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 besteht die Folien
schicht 19c aus drei Folien a, b und c, wobei die innere Fo
lie b mäanderartig ausgeformt ist und durch sich gegenseitig
überlappende Freischnitte oder Öffnungen 26 massearm und da
her schlecht wärmeleitend ausgestaltet ist. Hierbei können
die Deckfolien a und c auch aus einem formstabileren Material
wie Stahlblech oder dergleichen hergestellt sein, die durch
die innere Folie b auf Abstand gehalten werden.
Claims (9)
1. Wärme-Hausgerät, insbesondere Herd oder Backofen, bei
welchem die Ofen- oder Behandlungskammer zumindest zum
Teil durch eine Wärmedämmschicht umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte Wärmedämmschicht und/oder zusätzliche,
thermisch belastete Geräteteile versehen sind mit oder
bestehen aus einem faserfreien Wärmedämmaterial (19).
2. Wärme-Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb eines Hohlraumes (15) zwischen Ofenkammer
(16) und äußerem Gerätegehäuse (8) angeordnete diskrete
Kammern (15, 18) versehen sind mit oder bestehen aus fa
serfreiem Wärmedämmaterial.
3. Wärme-Hausgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit einem Kühlluftgebläse (27) zusammenwirkender
Abluftkanal (15) im wesentlichen aus faserfreiem Wärme
dämmaterial besteht.
4. Wärme-Hausgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß elektrische oder elektronische Bauelemente aufneh
mende Gehäuse (18) im wesentlichen aus faserfreiem Wär
medämmaterial bestehen.
5. Wärme-Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Inneren der Backofentür (2) faserfreies Wärme
dämmaterial (19 angebracht ist.
6. Wärme-Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am äußeren Gerätegehäuse (8) zumindest partiell fa
serfreies Wärmedämmaterial (19) angebracht ist.
7. Wärme-Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es als Einbaugerät in einer Möbelnische (10) ange
ordnet ist und angrenzende Möbelflächen (21) mit faser
freiem Wärmedämmaterial (19) versehen sind.
8. Wärme-Hausgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Dämmaterial als mehrere
vorzugsweise Wärmestrahlen reflektierende und voneinan
der beabstandete Folien (a bis d) aufweisende Folien
schicht (19a, 19b, 19c) ausgebildet ist, deren Folien
ränder (23) im wesentlichen luftdicht verschlossen sind.
9. Wärme-Hausgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß das Wärmedämmaterial als form
stabiler, vorzugsweise aus Schaumstoff bestehender Form
körper ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120341 DE19520341A1 (de) | 1995-06-02 | 1995-06-02 | Wärme-Hausgerät, insbesondere Herd oder Backofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120341 DE19520341A1 (de) | 1995-06-02 | 1995-06-02 | Wärme-Hausgerät, insbesondere Herd oder Backofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19520341A1 true DE19520341A1 (de) | 1996-12-05 |
Family
ID=7763565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995120341 Withdrawn DE19520341A1 (de) | 1995-06-02 | 1995-06-02 | Wärme-Hausgerät, insbesondere Herd oder Backofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19520341A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1037122A3 (de) * | 1999-03-12 | 2004-03-17 | Sharp Kabushiki Kaisha | Kühlsystem für ein elektronisches Gerät |
| WO2005100675A3 (en) * | 2004-04-14 | 2006-05-18 | Eltek Spa | Device for preventing any deterioration of elements or substances contained therein and/or any anomalous behaviour of its inner parts |
| DE102005044688A1 (de) * | 2005-09-19 | 2007-03-22 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Gargerät |
| DE19757640C5 (de) * | 1997-12-23 | 2007-04-05 | Ebm-Papst Landshut Gmbh | Vorrichtung zum Belüften eines Backofens mit Backmuffel |
| ES2331392A1 (es) * | 2007-06-29 | 2009-12-30 | Bsh Electrodomesticos España, S.A. | Aparato de coccion. |
| DE102009037299A1 (de) * | 2009-08-14 | 2011-08-04 | Leybold Optics GmbH, 63755 | Vorrichtung und Behandlungskammer zur thermischen Behandlung von Substraten |
-
1995
- 1995-06-02 DE DE1995120341 patent/DE19520341A1/de not_active Withdrawn
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| ES2331392B1 (es) * | 2007-06-29 | 2010-09-29 | Bsh Electrodomesticos España, S.A. | Aparato de coccion. |
| DE102009037299A1 (de) * | 2009-08-14 | 2011-08-04 | Leybold Optics GmbH, 63755 | Vorrichtung und Behandlungskammer zur thermischen Behandlung von Substraten |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERAETE GMBH, 81669 MUEN |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8130 | Withdrawal |