DE19516513A1 - Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil - Google Patents
Verfahren zur Einstellung eines Ventils und VentilInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Einstellung
der dynamischen, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge eines
elektromagnetisch betätigbaren Ventils nach dem Oberbegriff
eines der Ansprüche 1 bis 3 bzw. einem elektromagnetisch
betätigbaren Ventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
Bei bekannten Ventilen wird die dynamische, während des
Öffnungs- und des Schließvorgangs abgegebene
Mediumströmungsmenge durch die Größe der Federkraft einer
auf den Ventilschließkörper wirkenden Rückstellfeder
eingestellt. Das aus der DE-OS 37 27 342 bekannte Ventil
weist einen in einer Längsbohrung des Innenpols verschiebbar
angeordneten Einstellbolzen auf, an dessen einer Stirnseite
das eine Ende der Rückstellfeder anliegt. Die Einpreßtiefe
des Einstellbolzens in die Längsbohrung des Innenpols
bestimmt die Größe der Federkraft der Rückstellfeder. Aus
der DE-OS 29 42 853 ist ein Ventil bekannt, bei dem die
Federkraft der Rückstellfeder durch die Einschraubtiefe
einer in die Längsbohrung des Innenpols einschraubbaren
Einstellschraube eingestellt wird, an deren einer Stirnseite
das eine Ende der Rückstellfeder anliegt. Die Einstellung
der dynamischen Mediumströmungsmenge durch die Einstellung
der auf den Ventilschließkörper wirkenden Federkraft der
Rückstellfeder hat aber den Nachteil, daß an dem
fertigmontierten Ventil eine Zugriffsmöglichkeit auf die
Rückstellfeder in Form eines leicht zugänglichen
Einstellelements vorzusehen ist, an dem zusätzlich
abgedichtet werden muß.
Aus der EP-PS 0 301 381 ist bereits ein Verfahren zum
Einstellen der Brennstoffeinspritzmenge eines
Brennstoffeinspritzventils bekannt, bei dem ein Einstellrohr
in eine Längsbohrung eines rohrförmigen Anschlußstutzens bis
zu einer vorbestimmten Länge eingeführt wird, das
Einstellrohr in dem Anschlußstutzen durch Preßpassen oder
Verstemmen vorübergehend fixiert wird, das Einstellrohr
abschließend während der Überprüfung der aktuellen
Brennstoffeinspritzmenge eingestellt und in der Längsbohrung
des Anschlußstutzens durch Verstemmen eines äußeren
Umfangsabschnitts des Anschlußstutzens fixiert wird. Dieses
bekannte Einstellverfahren hat den Nachteil, daß nach dem
abschließenden Einstellen des Einstellrohres als
zusätzlicher Arbeitsgang noch das Fixieren des
Einstellrohres durch Verstemmen des äußeren
Umfangsabschnitts des Anschlußstutzens und damit eine
Verformung des Einspritzventils erforderlich ist. Durch die
Verstemmung besteht die Gefahr, daß die Lage des
Einstellrohrs und damit die eingestellte Brennstoffmenge
verändert wird.
Um diese Gefahr zu verhindern, wird in der DE-OS 42 11 723
vorgeschlagen, eine unter einer in radialer Richtung
wirkenden Vorspannung stehende geschlitzte Einstellhülse zu
verwenden, wodurch ein Verstemmen eines äußeren
Umfangsabschnitts des Anschlußstutzens zum abschließenden
Fixieren dieser Einstellhülse in dem Anschlußstutzen nicht
erforderlich ist. Die Einstellhülse nimmt ihre definierte
Position also ohne eine Deformierung im Inneren des Ventils
ein, und die letztlich eingestellte Mediumströmungsmenge
unterliegt keinen nachträglichen Veränderungen.
Diesen bereits bekannten Einspritzventilen ist gemeinsam,
daß durch die Einstellung unterschiedlich ausgebildeter
Einstellelemente, wie Einstellbolzen, Einstellschrauben,
Einstellrohre oder Einstellhülsen, Eingriffe mit
Einstellwerkzeugen im Inneren des Einspritzventils notwendig
sind. Dabei sind jeweils hohe Anforderungen an die Qualität
der Einstellelemente sowie an eine definierte Handhabung der
Einstellwerkzeuge zur Vermeidung von Verformungen im
Einspritzventil gestellt. Außerdem besteht beim Eintauchen
eines Einstellwerkzeugs in das Innere des Einspritzventils
immer eine Verschmutzungsgefahr. Hinzu kommt noch die Gefahr
der Spanbildung beim Bewegen des Einstellelements im Inneren
des Einspritzventils, die sich besonders nachteilig beim
Betrieb des Einspritzventils auswirken kann.
Aus der DE-OS 43 10 819 ist bereits bekannt, eine
Einstellung der dynamischen Mediumströmungsmenge durch das
Ändern der Verhältnisse des Magnetkreises im Einspritzventil
vorzunehmen. Das Einstellen erfolgt dabei nicht mehr im
Inneren des Ventils, sondern durch das axiale Verschieben
von wenigstens einem die Magnetspule teilweise überdeckenden
Leitelement. Das Festhalten des Ventils und auch der
Einstellvorgang selbst müssen jedoch am nicht vollständig
montierten Ventil vorgenommen werden. Erst nach der
Einstellung kann z. B. die Kunststoffumspritzung angebracht
werden, was den Nachteil hat, daß ein nachträgliches
unerwünschtes Verrutschen nicht vollständig auszuschließen
ist.
Die erfindungsgemäßen Verfahren zur Einstellung der
dynamischen, während des Öffnungs- und des Schließvorgangs
abgegebenen Mediumströmungsmenge eines elektromagnetisch
betätigbaren Ventils mißt den kennzeichnenden Merkmalen jedes
einzelnen der Ansprüche 1 bis 3 bzw. das elektromagnetisch
betätigbare Ventil mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 5 haben den Vorteil, daß auf einfache Art und
Weise die dynamische Mediumströmungsmenge außerhalb des
Mediumströmungsweges einstellbar ist und kein
Einstellelement im Inneren des Einspritzventils erforderlich
ist und damit Einstellwerkzeuge nicht unmittelbar in das
Einspritzventil eintauchen. Somit wird jegliche Gefahr von
Verformungen durch ein Verstemmen oder ein anderweitiges
Fixieren eines Einstellelements in der Strömungsbohrung des
Einspritzventils genommen sowie das Verschmutzungsrisiko
deutlich herabgesetzt. Die Einstellung erfolgt in besonders
vorteilhafter Weise an dem fertigmontierten Ventil.
Bei den erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt im Gegensatz zum
Stand der Technik die Einstellung der dynamischen
Mediumströmungsmenge im Bereich um die Magnetspule herum
durch ein Verstellen von stift-, schrauben- oder
klötzchenförmigen Einstellelementen außerhalb des
Mediumströmungsweges. Je nach Anordnung und Größe der
Einstellelemente ergeben sich verschiedene
Verstellmöglichkeiten. So können die Einstellelemente z. B.
in Erstreckungsrichtung des Ventils gesehen axial, radial,
durch Drehung um die eigene Achse oder durch Kombination
mehrerer Bewegungsrichtungen zur Verstellung bewegt werden.
Die damit erreichbare Veränderung der Geometrie des
magnetischen Kreises verursacht zwangsläufig auch eine
Veränderung des magnetischen Flusses im magnetischen Kreis
und damit auch der Magnetkraft, wodurch als Folge die
dynamische abgegebene Mediumströmungsmenge beeinflußt wird.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den
Ansprüchen 1 bis 3 angegebenen Verfahren zur Einstellung der
dynamischen Mediumströmungsmenge eines Ventils bzw. des
Ventils nach Anspruch 5 möglich.
Weitere Vorteile seien nachfolgend in Kurzform genannt:
- - die Ventile können in bekannter Form verwendet werden (keine Änderung der Außenform nötig)
- - keine mechanischen Bewegungen in der Strömungsbohrung des Kerns zum Einstellen,
- - Rückstellfeder kann mit gleicher Federkraft in alle Ventile eingebaut werden,
- - dynamische Mediumströmungsmenge ist nachstellbar, da ein Zugriff auf die Einstellelemente vorhanden ist.
Besonders vorteilhaft ist es, Einstellelemente bestehend aus
zwei unterschiedlichen Materialien, z. B. einem
weichmagnetischen und einem diamagnetischen, einzusetzen.
Die Materialverteilung kann dabei so sein, daß jedes
Material über die Länge des Einstellelements zur Hälfte
vorliegt oder in Form einer Wendel ein Material über die
Länge abnimmt, während das andere zunimmt. Bei
Einstellelementen mit wendelförmiger Materialverteilung kann
sowohl mit einer translatorischen als auch mit einer
rotatorischen Bewegung und natürlich auch mit einer
gleichzeitigen Kombination beider Bewegungsarten die
Verstellung des magnetischen Flusses vollzogen werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein zur
Ausführung der erfindungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß
ausgebildetes Einspritzventil, Fig. 2 einen Schnitt entlang
der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 ein zweites Beispiel
eines Einspritzventils, Fig. 4 ein drittes Beispiel eines
Einspritzventils, Fig. 5 ein Einstellelement in der Form
eines gewölbten Einstellklötzchens, Fig. 6 ein
Einstellelement in der Form eines gekerbten
Einstellklötzchens, Fig. 7 einen Ausschnitt eines
Einspritzventils im Bereich eines Einstellelements, Fig. 8
ein erstes Einstellelement bestehend aus zwei Materialien
(halbiert), Fig. 9 eine Unteransicht auf das
Einstellelement nach Fig. 8 und Fig. 10 ein zweites
Einstellelement bestehend aus zwei Materialien
(wendelförmig).
Das in der Fig. 1 beispielsweise dargestellte elektromagnetisch
betätigbare Ventil in der Form eines Einspritzventils für
Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden,
fremdgezündeten Brennkraftmaschinen hat einen von einer
Magnetspule 1 umgebenen, als Brennstoffeinlaßstutzen dienenden
Kern 2, der beispielsweise hier rohrförmig ausgebildet ist und
über seine gesamte Länge einen weitgehend konstanten
Außendurchmesser aufweist. Ein in radialer Richtung gestufter
Spulenkörper 3 nimmt eine Bewicklung der Magnetspule 1 auf und
ermöglicht in Verbindung mit dem Kern 2 einen kompakten Aufbau
des Einspritzventils im Bereich der Magnetspule 1.
Mit einem unteren Kernende 9 des Kerns 2 ist konzentrisch zu
einer Ventillängsachse 10 dicht ein rohrförmiges, metallenes und
nichtmagnetisches Zwischenteil 12 beispielsweise durch Schweißen
verbunden und umgibt dabei das Kernende 9 teilweise axial. Der
gestufte Spulenkörper 3 übergreift teilweise den Kern 2 und mit
einer Stufe 15 größeren Durchmessers das Zwischenteil 12
zumindest teilweise axial. Stromabwärts des Spulenkörpers 3 und
des Zwischenteils 12 erstreckt sich ein als Verbindungsteil
dienender rohrförmiger Ventilsitzträger 16, der beispielsweise
fest mit dem Zwischenteil 12 verbunden ist. In dem
Ventilsitzträger 16 verläuft eine Längsbohrung 17, die
konzentrisch zu der Ventillängsachse 10 ausgebildet ist. In der
Längsbohrung 17 ist eine zum Beispiel hülsenförmige Ventilnadel
19 angeordnet, die an ihrem stromabwärtigen Ende 20 mit einem
kugelförmigen Ventilschließkörper 21, an dessen Umfang
beispielsweise fünf Abflachungen 22 zum Vorbeiströmen des
Brennstoffs vorgesehen sind, beispielsweise durch Schweißen
verbunden ist.
Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise
elektromagnetisch. Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 19 und
damit zum Öffnen entgegen der Federkraft einer Rückstellfeder 25
bzw. Schließen des Einspritzventils dient der elektromagnetische
Kreis mit der Magnetspule 1, dem Kern 2 und einem Anker 27. Der
Anker 27 ist mit dem dem Ventilschließkörper 21 abgewandten Ende
der Ventilnadel 19 durch eine Schweißnaht verbunden und auf den
Kern 2 ausgerichtet. In das stromabwärts liegende, dem Kern 2
abgewandte Ende des Ventilsitzträgers 16 ist in der Längsbohrung
17 ein zylinderförmiger Ventilsitzkörper 29, der einen festen
Ventilsitz aufweist, durch Schweißen dicht montiert.
Zur Führung des Ventilschließkörpers 21 während der
Axialbewegung der Ventilnadel 19 mit dem Anker 27 entlang der
Ventillängsachse 10 dient eine Führungsöffnung 32 des
Ventilsitzkörpers 29. Der kugelförmige Ventilschließkörper 21
wirkt mit dem sich in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig
verjüngenden Ventilsitz des Ventilsitzkörpers 29 zusammen. An
seiner dem Ventilschließkörper 21 abgewandten Stirnseite ist der
Ventilsitzkörper 29 mit einer beispielsweise topfförmig
ausgebildeten Spritzlochscheibe 34 konzentrisch und fest
verbunden. Im Bodenteil der Spritzlochscheibe 34 verläuft
wenigstens eine, beispielsweise verlaufen vier durch Erodieren
oder Stanzen ausgeformte Abspritzöffnungen 39.
Die Einschubtiefe des Ventilsitzkörpers 29 mit der topfförmigen
Spritzlochscheibe 34 bestimmt die Größe des Hubs der Ventilnadel
19. Dabei ist die eine Endstellung der Ventilnadel 19 bei nicht
erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ventilschließkörpers
21 am Ventilsitz des Ventilsitzkörpers 29 festgelegt, während
sich die andere Endstellung der Ventilnadel 19 bei erregter
Magnetspule 1 durch die Anlage des Ankers 27 am Kernende 9
ergibt.
In eine konzentrisch zur Ventillängsachse 10 verlaufende
abgestufte Strömungsbohrung 46 des Kerns 2, die der Zufuhr des
Brennstoffs in Richtung des Ventilsitzes dient, wird im
Gegensatz zu bereits bekannten Einspritzventilen kein
Einstellelement, wie z. B. ein Einstellrohr oder eine
Einstellhülse, eingepaßt. An die Qualität der inneren Wandung
der Strömungsbohrung 46 im Kern 2 sind deshalb in vorteilhafter
Weise keine hohen Anforderungen gestellt. Im Bereich des
Kernendes 9 ist die Strömungsbohrung 46 so gestaltet, daß die
Rückstellfeder 25 gegen einen Absatz 48, der aufgrund einer
Stufung in der Strömungsbohrung 46 geschaffen ist, drückt.
Während die Rückstellfeder 25 mit ihrem oberen Ende an dem
Absatz 48 anliegt, drückt das untere Ende der Rückstellfeder 25
gegen das der Magnetspule 1 zugewandte Ende der hülsenförmigen
Ventilnadel 19.
Die Magnetspule 1 ist von wenigstens einem, typischerweise von
zwei z. B. als Bügel ausgebildeten und als ferromagnetische
Elemente dienenden Leitelementen 49 umgeben, die die Magnetspule
1 in Umfangsrichtung wenigstens teilweise umgeben sowie mit
einem Ende an dem Kern 2 und mit dem anderen Ende an dem
Ventilsitzträger 16 anliegen und mit diesen z. B. durch
Schweißen oder Löten verbindbar sind. Die z. B. zwei
bügelförmigen Leitelemente 49 sind einander gegenüberliegend
angeordnet. Dabei ist es zweckmäßig, einen elektrischen
Anschlußstecker 52 in einer Ebene verlaufen zu lassen, die um
90° verdreht ist, also senkrecht auf einer Ebene durch die
Leitelemente 49 steht.
Das Einspritzventil ist weitgehend mit einer
Kunststoffumspritzung 50 umschlossen, die sich vom Kern 2
ausgehend in axialer Richtung über die Magnetspule 1 und die
Leitelemente 49 bis zum Ventilsitzträger 16 erstreckt. Das
wenigstens eine Leitelement 49 ist dabei vollständig axial und
in Umfangsrichtung überdeckt. Zu dieser Kunststoffumspritzung 50
gehört beispielsweise der mitangespritzte elektrische
Anschlußstecker 52. Ein Brennstoffilter 60 ragt in die
Strömungsbohrung 46 des Kerns 2 an dessen zulaufseitigem Ende 55
hinein und sorgt für die Herausfiltrierung solcher
Brennstoffbestandteile, die aufgrund ihrer Größe im
Einspritzventil Verstopfungen oder Beschädigungen verursachen
könnten.
In einem axialen Bereich des Kerns 2, der zwischen einem an dem
Kern 2 anliegenden oberen Endabschnitt 62 des wenigstens einen
Leitelements 49 und dem oberen Ende des Spulenkörpers 3 und
damit oberhalb der Magnetspule 1 liegt, ist an seinem äußeren
Umfang wenigstens eine Nut 63 vorgesehen, in die ein
Einstellelement 64, z. B. ein Einstellstift 64a einschiebbar
ist. Dieser wenigstens eine Einstellstift 64a dient der
Einstellung der dynamischen Mediumströmungsmenge durch die
Änderung der magnetischen Feldstärke im Kern 2 am fertig
montierten Einspritzventil. Die Nut 63 besitzt ausgehend vom
äußeren Umfang des Kerns 2 an ihrer mittleren tiefsten Stelle
beispielsweise eine Tiefe von 3/4 der Wandstärke des
rohrförmigen Kerns 2, wie in der rechten Schnitthälfte der Fig.
1 zu sehen ist. Durch die z. B. im Querschnitt quadrat- oder
rechteckförmige Nut 63 wird der Magnetfluß im Kern 2 deutlich
verringert. Zur Einstellung der Magnetkraft bzw. des
Magnetflusses wird in die Nut 63, die sich genau dort befindet,
wo das wenigstens eine Leitelement 49 den Kern 2 umgreift, ein
gerader, im Querschnitt rechteckförmiger, weichmagnetischer
Einstellstift 64a als Einstellelement 64 eingeschoben. Durch
diesen Einstellstift 64a kann der magnetische Fluß im Kern 2 je
nach eingeschobener Länge vergrößert werden. Sind zwei
Leitelemente 49 vorgesehen, können auch zwei Nuten 63 an zwei
gegenüberliegenden Stellen an der Außenseite des Kerns 2
ausgeformt sein, in die dann entsprechend zwei Einstellstifte
64a eingebracht werden.
Zum Umspritzen des Einspritzventils mit der
Kunststoffumspritzung 50 werden anstelle der Einstellstifte 64a
dimensionsgleiche glatte Stifte maximal möglicher Länge in dem
nicht dargestellten Spritzwerkzeug verwendet, die sich aufgrund
ihrer glatten Oberfläche leicht herauslösen lassen. Die dann
nach dem Umspritzen in die Nuten 63 einsetzbaren, sich an ihren
Enden etwas verjüngenden, weichmagnetischen Einstellstifte 64a
besitzen dagegen eine rauhe Oberfläche. In einer nicht
dargestellten Einstellstation werden die Einspritzventile
angeordnet, in der das Einbringen der Einstellstifte 64a mittels
eines unmagnetischen Werkzeugs erfolgt. Die Einstellung des
magnetischen Flusses durch das Verschieben der Einstellelemente
64 wird durch die Messung verschiedener Größen, wie z. B. des
hydraulischen oder pneumatischen dynamischen Durchflusses,
ermöglicht. Die Messungen erfolgen dabei unmittelbar während des
Einstellvorganges. Auf die verschiedenen möglichen Meßverfahren
wird in einem späteren Absatz näher eingegangen.
Im eingeschobenen Zustand verschwinden die Einstellstifte 64a
vollständig in den Nuten 63 und im Kunststoff der
Kunststoffumspritzung 50. Dabei verriegeln sich die
Einstellstifte 64a selbst im etwas elastischen Kunststoff. Bei
Bedarf kann eine zusätzliche Sicherung z. B. mit einem
Lacktupfer vorgenommen werden. Auf eine Einstellhülse im Inneren
des Kerns 2 kann jetzt verzichtet werden, so daß sich die
Rückstellfeder 25 nicht mehr an einer solchen Einstellhülse
abstützen kann. Deswegen ist in der gestuften Strömungsbohrung
46 der Absatz 48 vorgesehen, gegen den die Rückstellfeder 25 nun
drückt.
Zusammenfassend kann zu diesem Ausführungsbeispiel gesagt
werden, daß der magnetische Fluß zwischen Kern 2 und Anker 27
dadurch verändert werden kann, daß der magnetische Widerstand
wenigstens einer Nut 63 im Kern 2 oberhalb der Magnetspule 1
veränderlich ist, und zwar durch das Einschieben eines
Einstellelements 64 in die Nut 63. Neben dem bereits erwähnten
Einstellstift 64a oder Einstellbolzen als Einstellelement 64
bietet es sich auch an, in die Nuten 63 selbsthärtendes
weichmagnetisches Material, wie z. B. in Kunstharz eingebettete
ferritische Späne, einzuspritzen. Beim Umspritzen des
Einspritzventils werden die später auszufüllenden nutförmigen
Räume ebenfalls durch entsprechende Stifte im Spritzwerkzeug
ausgefüllt.
Die Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung entlang der Linie II-II
in Fig. 1, also ungefähr entlang der Oberkanten der Nuten 63,
wobei der elektrische Anschlußstecker 52 zur Verdeutlichung der
Geometrie zusätzlich nur symbolisch dargestellt ist. Die in
Umfangsrichtung gewöhnlich leicht gewölbten Leitelemente 49 sind
z. B. im Bereich der Nuten 63 eben ausgeführt, so daß ein
ungehindertes Einschieben der sich an ihren Enden etwas
verjüngenden Einstellstifte 64a in die Nuten 63 möglich ist. Auf
der dem Anschlußstecker 52 gegenüberliegenden Seite verlaufen
die Nuten 63 des Kerns 2 als Verlängerungen in Form von einen
runden oder quadratischen oder rechteckförmigen Querschnitt
aufweisenden Löchern 67 bis zum äußeren Umfang der
Kunststoffumspritzung 50. Von dieser Seite werden deshalb die
Einstellstifte 64a eingeschoben. Zum Anschlußstecker 52 hin
enden die Nuten 63 als Verlängerungen in Form von Sacklöchern 68
in der Kunststoffumspritzung 50.
Ein zweites, in der Fig. 3 dargestelltes Ausführungsbeispiel
eines Ventils in der Form eines Brennstoffeinspritzventils zeigt
einen Einstellstift 64b unmittelbar unterhalb des Spulenkörpers
3. Hierbei kann der magnetische Fluß zwischen Kern 2 und Anker
27 dadurch verändert werden, daß ein magnetischer Nebenschluß
unterhalb der Magnetspule 1 zwischen dem Leitelement 49 und dem
Anker 27 gebildet wird. Mit Hilfe von Einstellelementen 64
(z. B. im Querschnitt rechteckförmige, weichmagnetische
Einstellstifte 64b oder Einstellbolzen bzw. anderes
weichmagnetisches Material, wie in Kunstharz eingebettete
ferritische Späne), die unterhalb der Magnetspule 1, die z. B.
gegenüber der in der Fig. 1 gezeigten Magnetspule 1 etwas
verkürzt ist, auf zwei gegenüberliegenden Seiten des
Einspritzventils eingeschoben werden, wird der magnetische
Nebenschluß erzeugt. Die Einstellelemente 64 füllen einen durch
das Zwischenteil 12, den Spulenkörper 3, das Leitelement 49 und
den Ventilsitzträger 16 umgebenen Raum 66 teilweise aus, wobei
die Einstellelemente 64 ansonsten von der Kunststoffumspritzung
50 umschlossen sind. Das Umspritzen des Einspritzventils mit
einem Spritzwerkzeug, in dem anstelle der rauhen Einstellstifte
64b dimensionsgleiche glatte Stifte vorgesehen sind, der
Einstellvorgang und die möglichen Meßverfahren sind analog den
beim ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen Verfahren.
In der Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Brennstoffeinspritzventils gezeigt, das sich von den zuvor
beschriebenen Ventilen nur durch den Bereich für die Anordnung
der Einstellelemente 64 unterscheidet. Das Ventil ist so
ausgebildet, daß der magnetische Fluß zwischen Kern 2 und Anker
27 durch einen magnetischen Nebenschluß zwischen Kern 2 und den
Leitelementen 49 oberhalb der Magnetspule 1 verändert werden
kann. Dazu ist wenigstens ein Einstich 70 am Kern 2 vorgesehen,
der sich entweder umlaufend am Kern 2 erstreckt oder zumindest
im Bereich der den Kern 2 umgebenden Leitelemente 49 ausgeführt
ist. Der wenigstens eine vom äußeren Umfang her eingebrachte
Einstich 70 besitzt z. B. eine radiale Tiefe von 2/3 bis 3/4 der
Wandstärke des rohrförmigen Kerns 2 und eine axiale Länge, die
ein Verschieben des Einstellelements 64 in ihm ermöglicht. Die
Länge des Einstichs 70 entspricht z. B. ungefähr der axialen
Erstreckung des oberen Endabschnitts 62 des Leitelements 49, der
gewöhnlich am Kern 2 anliegt, nun jedoch den Einstich 70 nach
außen begrenzt und als Führung für das Einstellelement 64, hier
ein Einstellklötzchen 64c dient.
Durch den Einst ich 70 am Kern 2 oberhalb der Magnetspule 1 wird
der magnetische Fluß im Kern 2 wesentlich verringert. Das
wenigstens eine Leitelement 49 ist an seinem oberen Endabschnitt
62 wenigstens über die Länge des Einstichs 70 an seiner
Innenseite eben ausgeführt, so daß eine weitere Verringerung des
magnetischen Flusses auftritt. Die Einstellung des Magnetflusses
kann in zwei Stufen erfolgen, wobei die Grobeinstellung im nicht
umspritzten Zustand des Ventils vorgenommen wird, während die
Feineinstellung am fertigen Einspritzventil über einen Zugriff
von außen durch eine in der Kunststoffumspritzung 50 vorgesehene
Aussparung erfolgt. Bei der Montage des Ventils werden in den
Einstich 70 z. B. ein oder zwei Einstellklötzchen 64c
eingesetzt, die aus weichmagnetischem Material gefertigt und im
Einstich 70 axial verschiebbar sind.
Die Fig. 5 und 6 zeigen als vereinfachte Schnittdarstellungen
durch die Einstellklötzchen 64c zwei mögliche Varianten ihrer
Ausbildung. Zur Verringerung des magnetischen Widerstandes an
den Übergangs stellen Kern/Einstellelement und
Einstellelement/Leitelement werden die Einstellklötzchen 64c mit
geringem Übermaß ausgeführt, wodurch eine gute Klemmung der
Einstellklötzchen 64c nach der Montage des leicht federnden
Leitelements 49 zwischen Kern 2 und Leitelement 49 erreicht
wird. Das Einstellklötzchen 64c besitzt entweder eine am Kern 2
anliegende gewölbte Innenseite 71 (Fig. 5) mit dem Radius eines
Einstichgrundes 72 oder eine gekerbte Innenseite 71′ (Fig. 6),
die durch zwei zueinander geneigte ebene Flächen gebildet wird
und somit nur teilweise am Einstichgrund 72 anliegt. Diese
Formgebungen sowie die plane Außenseite des Einstellklötzchens
64c zum Leitelement 49 hin bieten eine Verdrehsicherheit und
sorgen dafür, daß nur axiale Verschiebungen möglich sind. Diese
erfolgen mittels eines unmagnetischen Werkzeugs, wobei durch das
Verschieben des Einstellklötzchens 64c die Länge des vom
magnetischen Fluß durchflossenen Einstichs 70 verändert wird.
Somit ändert sich auch der magnetische Fluß im gesamten
Magnetkreis.
Die Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt eines Ventils, das ähnlich
dem in der Fig. 4 dargestellten Ventil ausgebildet ist, und
zwar den Bereich um den Einstich 70 herum oberhalb der
Magnetspule 1. Dabei soll verdeutlicht werden, daß anstelle der
Einstellklötzchen 64c auch andere Einstellelemente 64, wie
Einstellschrauben 64d, im Einstich 70 angeordnet sein können.
Die Einstellschraube 64d aus weichmagnetischem Material muß vor
dem Kunststoffumspritzen bereits ganz eingeschraubt sein. Durch
eine entsprechende Ausgestaltung des Spritzwerkzeugs wird in der
Kunststoffumspritzung 50 ein Öffnungsbereich vorgesehen, durch
den ein Zugang zum Schraubenkopf der Einstellschraube 64d
mittels eines unmagnetischen Werkzeugs möglich ist.
Modifizierte Ausbildungen von Einstellschrauben bzw. -stiften
64d sind in den Fig. 8 bis 10 dargestellt. Diese
Einstellelemente 64 sind aus wenigstens zwei unterschiedlichen
Materialien gefertigt, wobei ein Werkstoff typischerweise
weichmagnetisch ist und der zweite Werkstoff diamagnetisch
(z. B. Messing). Die zwei Materialien können z. B. jeweils eine
Hälfte des Einstellelements 64 bilden, so daß sich im
Querschnitt zwei halbkreisförmige Materialabschnitte ergeben
(Fig. 8 und 9). Andererseits ist es auch denkbar, die zwei
Materialien wendelförmig am Einstellelement 64 anzubringen
(Fig. 10). Während bei dem Beispiel der Fig. 8 und 9
hauptsächlich durch eine Drehbewegung des Einstellelements 64
die Beeinflussung des magnetischen Flusses möglich ist, kann mit
dem Einstellelement 64 mit wendelförmiger Werkstoffverteilung
sowohl mit einer translatorischen als auch mit einer
rotatorischen Bewegung und natürlich auch mit einer
gleichzeitigen Kombination beider Bewegungsarten die Einstellung
des magnetischen Flusses vollzogen werden. Das Einstellelement
64 kann mit umlaufenden Ringnuten versehen sein, um ein
Verschieben in Längsrichtung des Einstellelements 64 zu
vermeiden. Dies gilt besonders für bereits beim Umspritzen
miteingegossene Einstellelemente 64, die nur noch verdreht
werden sollen. Zum Verdrehen besitzt das Einstellelement 64
einen geeigneten Kopf 74 mit z. B. einem Innenmehrkant, in den
ein Werkzeug eingreifen kann. Die Fixierung der eingestellten
Position des Einstellelements 64 erfolgt durch die entsprechende
Rauheit der Oberfläche des Einstellelements 64; bei Bedarf kann
auch noch ein Lacktupfer zur Sicherung auf den Kopf 74
aufgebracht werden. Die Einstellelemente 64 sind beispielsweise
auch im Raum 66 unterhalb des Spulenkörpers 3 einsetzbar (Fig.
3).
Mit allen vorgenannten Einstellelementen 64 ist es möglich, den
magnetischen Fluß zwischen Kern 2 und Anker 27 des Ventils und
damit die Magnetkraft zu verändern, womit wiederum die
dynamische, während des Öffnungs- und des Schließvorgangs
abgegebene Mediumströmungsmenge einstellbar ist. Die Einstellung
erfolgt am fertig montierten Ventil. Außerhalb des
Mediumströmungsweges sind die beschriebenen Einstellelemente 64
angeordnet, so daß die Einstellwerkzeuge nicht in Bereiche
innerhalb des Ventils eintauchen müssen, die aufgrund der
Strömung des Fluids schmutzfrei gehalten werden sollen.
An die Fertigmontage des Ventils schließt sich der Einlauf- bzw.
Einstellvorgang an, bei dem das Ventil zu vorbestimmten
Zeitperioden durch Erregen der Magnetspule 1 betätigt und ein
Prüfmedium durch die Abspritzöffnungen 39 der Spritzlochscheibe
34 abgegeben wird. Bei dem Einlaufen des Ventils wird die von
dem Ventil während des Öffnungs- und des Schließvorgangs
abgegebene dynamische Mediumistmenge mittels einer Leitung 75
und einem Meßgefäß 76 gemessen und mit einer Mediumsollmenge
verglichen. Stimmen die gemessene Mediumistmenge und die
vorgegebene Mediumsollmenge nicht überein, so werden die
erfindungsgemäßen Verfahren zur Einstellung der dynamischen
Mediumströmungsmenge durch Verstellen der Einstellelemente 64
angewendet.
In der Fig. 1 sind verschiedene Meßmethoden zur Überprüfung der
erzielten Veränderung des magnetischen Flusses bzw. der sich
daraus ergebenden veränderten meßbaren Größen des Ventils, wie
Mediumströmungsmenge (hydraulisch), Anzugs- und Abfall zeit des
Ankers 27, Anzugs- und Abfallstrom, Magnetkreis-Induktivität,
pneumatischer Durchfluß schematisch angedeutet. Bei einem ersten
Verfahren erfolgt der Einstellvorgang mit einem durch das Ventil
strömenden flüssigen Medium. Beispielsweise mit dem Meßgefäß 76
wird die während des Öffnungs- und des Schließvorgangs
abgegebene dynamische Mediumistmenge gemessen und mit einer
Mediumsollmenge verglichen. Stimmen die gemessene Mediumistmenge
und die vorgegebene Mediumsollmenge nicht überein, so wird eines
der beschriebenen Einstellelemente 64 betätigt. Das Verstellen
des Einstellelements 64 erfolgt so lange, bis die gemessene
Mediumistmenge mit der vorgegebenen Mediumsollmenge
übereinstimmt. Dabei erfolgt die Messung der dynamischen
Mediumströmungsmenge während des unmittelbaren Einstellvorgangs.
Andere Meßmethoden sind bei trockenem Ventil möglich. Das wie
auch bei den Meßmethoden mit einem durch das Ventil strömenden
Medium kontaktierte und an ein elektronisches Steuergerät 78
angeschlossene Ventil erhält auf die Magnetspule 1 Stromimpulse.
Im elektromagnetischen Kreis wird um die Magnetspule 1 ein
Magnetfeld aufgebaut, so daß es zu einem Magnetfluß im
elektromagnetischen Kreis kommt, der durch die Einstellelemente
64 variierbar ist. Aufgrund dessen nimmt die Magnetkraft
unterschiedlich große Werte an, und die Anzugs- und Abfall zeit
des Ankers 27 verändert sich, so daß die Öffnungs- und
Schließdauer des Ventilschließkörpers 21 am Ventilsitz
beeinflußt ist.
Dieser Einstellvorgang erfolgt also trocken, d. h. durch das
Einspritzventil strömt kein flüssiges Medium. Die Anzugs- und
Abfallzeiten des Ankers 27 sind die entscheidenden Parameter zur
Einstellung der dynamischen Mediumströmungsmenge. Bevor eine
exakte Einstellung erfolgen kann, muß zuvor eine Korrelation
zwischen Anzugs- und Abfallzeiten und den Mediumströmungsmengen
vorgenommen werden. Erst dadurch können die beim Einstellvorgang
gemessenen Anzugs- und Abfallzeiten in vergleichbare Werte für
die Mediumströmungsmengen übertragen werden. Die Verstellung der
Einstellelemente 64 erfolgt wiederum so lange, bis der
magnetische Fluß einen solchen Wert erreicht, daß die
beispielsweise mit einem Taster 79 gemessene Anzugs- und
Abfallzeit des Ankers 27 die vorgegebenen, mit den abzugebenden
Mediumströmungsmengen in Verbindung stehenden Werte annimmt.
Weitere meßbare Größen bei trockenem Ventil sind z. B. die
Magnetkreis-Induktivität und der Anzugs- und Abfallstrom. Auch
hier muß eine Korrelation zu den Mediumströmungsmengen
vorgenommen werden, um die Mediumsollmenge exakt zu erreichen.
Die Messung der Magnetkreis-Induktivität erfolgt dabei über eine
nur angedeutete Meßbrücke 80, beispielsweise über eine bekannte
sogenannte Owen-Brücke. Die Meßbrücke 80 wird dazu mit den Enden
der Magnetspule 1, die sich als Kontaktstifte des elektrischen
Anschlußsteckers 52 fortsetzen, in Verbindung gebracht.
Schließlich wird die Messung der Magnetkreis-Induktivität z. B.
bei fließendem Anzugsstrom durchgeführt.
Eine weitere Möglichkeit der Einstellung der dynamischen
Mediumströmungsmenge bei trockenem Ventil stellt eine
Einstellung durch Messung des pneumatischen Durchflusses dar.
Wesentlich für den dynamischen Durchfluß ist ganz generell das
Verhältnis von effektiver Öffnungszeit zu der Impulsperiode. Und
eben dieses Verhältnis kann auch pneumatisch bestimmt werden.
Die Luft bzw. das Gas sollte dabei geölt sein, damit keine
Schädigung an der Ventilnadel 19 oder am Ventilsitz durch
Reibung entstehen kann. Die Einstellung der dynamischen
hydraulischen Mediumströmungsmenge muß wieder über eine
Korrelation zu dem pneumatischen Durchfluß erfolgen.
Claims (10)
1. Verfahren zur Einstellung der dynamischen, von einem
elektromagnetisch betätigbaren Ventil, insbesondere einem
Brennstoffeinspritzventil, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge, das einen
Ventilkörper hat, der einen wenigstens teilweise von einer
Magnetspule umgebenen, sich entlang einer Ventillängsachse
erstreckenden Kern, wenigstens ein die Magnetspule zumindest
teilweise umgebendes Leitelement, ein Verbindungsteil, einen mit
dem Verbindungsteil verbundenen Ventilsitzkörper, der einen
festen Ventilsitz aufweist, einen in dem Verbindungsteil
verschiebbaren Anker und einen durch den Anker entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren Ventilschließkörper, der
mit dem festen Ventilsitz zusammenwirkt, umfaßt, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst wenigstens ein Einstellelement (64,
64a, 64b, 64c, 64d) außerhalb des Mediumströmungsweges zwischen
dem wenigstens einen Leitelement (49) und dem Kern (2)
angeordnet wird, dann Stromimpulse auf die Magnetspule (1)
gegeben werden, wodurch ein Magnetfeld aufgebaut wird,
anschließend die während des Öffnungs- und des Schließvorganges
abgegebene dynamische Mediumistmenge gemessen und mit einer
vorgegebenen Mediumsollmenge verglichen wird, wobei sowohl
flüssige als auch gasförmige Medien zum Einsatz kommen können
und danach eine Verstellung des wenigstens einen
Einstellelements (64, 64a, 64b, 64c, 64d) zur Veränderung des
magnetischen Flusses im Magnetkreis so lange erfolgt, bis die
gemessene Mediumistmenge mit der vorgegebenen Mediumsollmenge
übereinstimmt.
2. Verfahren zur Einstellung der dynamischen, von einem
elektromagnetisch betätigbaren Ventil, insbesondere einem
Brennstoffeinspritzventil, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge, das einen
Ventilkörper hat, der einen wenigstens teilweise von einer
Magnetspule umgebenen, sich entlang einer Ventillängsachse
erstreckenden Kern, wenigstens ein die Magnetspule zumindest
teilweise umgebendes Leitelement, ein Verbindungsteil, einen mit
dem Verbindungsteil verbundenen Ventilsitzkörper, der einen
festen Ventilsitz aufweist, einen in dem Verbindungsteil
verschiebbaren Anker und einen durch den Anker entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren Ventilschließkörper, der
mit dem festen Ventilsitz zusammenwirkt, umfaßt, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst wenigstens ein Einstellelement (64,
64a, 64b, 64c, 64d) außerhalb des Mediumströmungsweges zwischen
dem wenigstens einen Leitelement (49) und dem Kern (2)
angeordnet wird, dann Stromimpulse auf die Magnetspule (1)
gegeben werden, wodurch ein Magnetfeld aufgebaut und der Anker
(27) angezogen wird, anschließend die Anzugs- und Abfallzeit
(79) des Ankers (27) gemessen wird, danach die gemessene Anzugs-
und Abfallzeit des Ankers (27) mit einer vorgegebenen Anzugs-
und Abfallzeit verglichen wird und nachfolgend eine Verstellung
des wenigstens einen Einstellelements (64, 64a, 64b, 64c, 64d)
zur Veränderung des magnetischen Flusses im Magnetkreis so lange
erfolgt, bis die gemessene Anzugs- und Abfallzeit des Ankers (8)
die vorgegebenen Werte annimmt.
3. Verfahren zur Einstellung der dynamischen, von einem
elektromagnetisch betätigbaren Ventil, insbesondere einem
Brennstoffeinspritzventil, während des Öffnungs- und des
Schließvorgangs abgegebenen Mediumströmungsmenge, das einen
Ventilkörper hat, der einen wenigstens teilweise von einer
Magnetspule umgebenen, sich entlang einer Ventillängsachse
erstreckenden Kern, wenigstens ein die Magnetspule zumindest
teilweise umgebendes Leitelement, ein Verbindungsteil, einen mit
dem Verbindungsteil verbundenen Ventilsitzkörper, der einen
festen Ventilsitz aufweist, einen in dem Verbindungsteil
verschiebbaren Anker und einen durch den Anker entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren Ventilschließkörper, der
mit dem festen Ventilsitz zusammenwirkt, umfaßt, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst wenigstens ein Einstellelement (64,
64a, 64b, 64c, 64d) außerhalb des Mediumströmungsweges zwischen
dem wenigstens einen Leitelement (49) und dem Kern (2)
angeordnet wird, dann Stromimpulse auf die Magnetspule (1)
gegeben werden, wodurch ein Magnetfeld aufgebaut wird,
anschließend die Magnetkreis-Induktivität gemessen (80) wird,
danach die gemessene Magnetkreis-Induktivität mit einer
vorgegebenen Magnetkreis - Induktivität verglichen wird und
nachfolgend eine Verstellung des wenigstens einen
Einstellelements (64, 64a, 64b, 64c, 64d) zur Veränderung des
magnetischen Flusses im Magnetkreis so lange erfolgt, bis die
gemessene Magnetkreis- Induktivität die vorgegebenen Werte
annimmt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Messung der jeweiligen Größe während des
unmittelbaren Einstellprozesses durchgeführt wird.
5. Ventil, insbesondere elektromagnetisch betätigbares
Brennstoffeinspritzventil, mit einem Ventilkörper, der einen
wenigstens teilweise von einer Magnetspule umgebenen, sich
entlang einer Ventillängsachse erstreckenden Kern, wenigstens
ein die Magnetspule zumindest teilweise umgebendes Leitelement,
ein Verbindungsteil, einen mit dem Verbindungsteil verbundenen
Ventilsitzkörper, der einen festen Ventilsitz aufweist, einen in
dem Verbindungsteil verschiebbaren Anker und einen durch den
Anker entgegen der Kraft einer Rückstellfeder betätigbaren
Ventilschließkörper, der mit dem festen Ventilsitz
zusammenwirkt, umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des
Mediumströmungsweges zwischen dem wenigstens einen Leitelement
(49) und dem Kern (2) nahe der Magnetspule (1) wenigstens ein
Einstellelement (64, 64a, 64b, 64c, 64d) zur Veränderung des
magnetischen Flusses im magnetischen Kreis des Ventils
vorgesehen ist, zu dem ein Zugriff von außerhalb des Ventils
möglich ist.
6. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Einstellelement (64) ein Einstellstift (64a) ist, der in einer
vom äußeren Umfang des Kerns (2) aus oberhalb der Magnetspule
(1) eingebrachten Nut (63) quer zur Ventillängsachse (10)
verschiebbar ist.
7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens eine Nut (63) im Kern (2) tangential verläuft und an
einer inneren Strömungsbohrung (46) des Kerns (2) deutlich
vorbeiführt.
8. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Einstellelement (64) als Einstellstift (64b) direkt unterhalb
der Magnetspule (1) angeordnet und quer zur Ventillängsachse
(10) verschiebbar ist.
9. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Kern
(2) oberhalb der Magnetspule (1) ein Einstich (70) vorgesehen
ist, der vom äußeren Umfang des Kerns (2) aus eingebracht ist,
und in dem Einstich (70) das Einstellelement (64, 64c)
angeordnet und axial verschiebbar ist.
10. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Einstellelement (64, 64d) aus zwei verschiedenen,
unterschiedliche Magneteigenschaften aufweisenden Materialien
gefertigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995116513 DE19516513A1 (de) | 1995-05-05 | 1995-05-05 | Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995116513 DE19516513A1 (de) | 1995-05-05 | 1995-05-05 | Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19516513A1 true DE19516513A1 (de) | 1996-11-07 |
Family
ID=7761158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995116513 Withdrawn DE19516513A1 (de) | 1995-05-05 | 1995-05-05 | Verfahren zur Einstellung eines Ventils und Ventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19516513A1 (de) |
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- 1995-05-05 DE DE1995116513 patent/DE19516513A1/de not_active Withdrawn
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