DE1945811B2 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen von koerpern aus blaehton - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen von koerpern aus blaehtonInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine orrichtung zum Herstellen von Körpern aus Blähton,
bei dem aus aufbereitetem blähfähigem Ton geformte und getrocknete, im wesentlichen kugelförmige Granulate
durch Aufheizung mit ehiem gasförmigen Wärmeträger vorgebläht und als Haufwerk in Gestalt eines
unnachgiebig abgestützten Schüttkörpers durch Zusammenblähen miteinander verbunden werden.
Es ist ein Verfahren beschrieben (DT-AS 11 81 611) und dessen Anwendung in der Praxis versucht worden,
bei dem die geformten und getrockneten Granulate aus blähfähigem Ton zunächst durch Wärmezufuhr gebläht
und als dann im heißen Zustand einer Druckbehandlung unterworfen wurden, um die Bildung von keramischen
Bindungen zwischen den erhitzten Granulaten zu erzielen. Derartige Versuche haben jedoch nicht zu dem
gewünschten Erfolgt geführt; denn die Druckbehandlung bewirkt eine Zerstörung des mechanisch hochempfindlichen
porigen Blähgefüges der Granulate, ohne zu
gewährleisten, daß sich die gegeneinander gepreßten Oberflächen der Granulate verbinden.
Zur Vermeidung vorgenannter Nachteile wurde ein Verfahren entwickelt und vorgeschlagen (DT-PS
19 14 372), bei dem etwa kugelförmige blähfähige entweder getrocknete oder vorgeblähte Granulate in
einen Formkasten als Haufwerk eingebracht und alsdann das Haufwerk mit hocherhitztem Gas durchblasen
wird, bis die Oberflächen der Granulate den keramisch bindefähigen Zustand erreichen und infolge
des Blähvorganges bei unnachgiebiger Abstützung des Haufwerkes eine Ausdehnung der Granulate in die
freien Lückenräume erfolgt. Durch entsprechende Beeinflussung der Strömungsgeschwindigkeit und der
Temperatur der Heizgase kann der Ablauf des vorgeschlagenen Verfahrens beeinflußt werden.
Die nach vorstehend beschriebenem Verfahren hergestellten Körper aus Blähton oder anderen
keramischen blähfähigen Ausgangsstoffen zeichnen sich dadurch aus, daß sie ein unbeeinträchtigtes einwandfreies
Blähgefüge besitzen, und daß die einzelnen ursprünglichen Granulate mit den benachbarten Granulaten
pyrokeramisch gebunden sind. Die physikalischen Eigenschaften sind außer dem geringen Raumgewicht
eine infolge der einwandfreien keramischen Bindung und des geichmäßigen Innengefüges relativ hohe
Festigkeit sowie ein hohes thermisches Isoliervermögen.
Mit dem vorgeschlagenen Verfahren ist es zwar möglich, industriell verwertbare Körper aus Blähton
od. dgl. wirtschaftlich herzustellen, jedoch besteht kaum eine Möglichkeit, steuernd auf das Raumgewicht oder
andere physikalische Größen des hergestellten Körpers Einfluß zu nehmen. Vielmehr ist es so, daß die Granulate
bis zum Eintreten der Bindefähigkeit der Oberflächen aufgeheizt werden müssen, und daß der sich dabei
einstellende Blähwert bzw. die dabei eintretende Volumenvergrößerung als gegeben hingenommen werden
muß. In der Praxis werden aber Körper aus Blähton verlangt, die ein bestimmten von Fall zu Fall je nach den
Erfordernissen anderes Raumgewicht aufweisen und infolgedessen entsprechend mehr oder weniger stark
gebläht werden müssen. Außerdem sind auch die Eigenschaften des Tones Änderungen unterworfen, die
bei der Herstellung gleichförmiger Körper aus Blähton berücksichtigt werden müssen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, das einleitend genannte und im wesentlichen dem vorstehenden
Vorschlag entsprechende Verfahren so auszugestalten, daß die beim Blähen hervorgerufene Volumenvergrößerung
einerseits und der Bereich, bei
<f
welchem die keramische Bindefähigkeit der Granulate ;insetzt, andererseits unabhängig voneinander steuernd
beeinflußt werden können, um mit gleichbleibenden Ausgangswerkstoffen Formkörper unterschiedlichen
Raumgewichtes oder bei Änderungen der Zusammen-Setzung des Ausgangswerkstoffes Körper mit gleichbleibenden
physikalischen Eigenschaften und gleicher Qualität fertigen zu können.
Vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in einer sauerstoffarmen
Atmosphäre vorgeblähten Granulate am Ende des Vorblähvorganges vor Erreichen der endgültigen
Volumenvergrößerung mit oxidierendem Gas und beim Zusammenblähen des Schüttkörpers mit reduzierendem
Gas aufgeheizt werden.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es bei der Verformung der Granulate nicht nur auf eine
Steuerung der Heizgase durch entsprechende Änderung der Heizgasmenge und der Temperatur der Heizgase
ankommt, sondern daß auch die Zusammensetzung der zum Aufheizen der Granulate verwendeten gasförmigen
Wärmeträger eine entscheidende Rolle für die Reaktion des praktisch industriell verwertbaren Tones
spielt.
Die Anwendung einer Atmosphäre mit einem Unterschuß an Sauerstoff ist zwar bei einem Verfahren
zur Herstellung aufgeblähter hohlkugelförmiger, dünnwandiger Partikel bekannt (DT-AS 10 19 240), jedoch ist
dieses bekannte Verfahren gattungsmäßig mit dem Anmeldungsgegenstand deshalb nicht vergleichDar, weil
bei dem bekannten Verfahren die aus Schieferton hergestellten hohlkugelförmigen und dünnwandigen
Partikel im Schwebezustand durch ein sauerstoffarmes Gasgemisch erhitzt werden mit dem Ziel, durch den
Blähvorgang innerhalb einer dünnen Außenhülle nur einen einzigen Hohlraum bzw. eine einzige Zelle zu
erhalten. Hierzu werden die Partikel rasch erhitzt und im wesentlichen völlig geschmolzen, um nach dem
Blähvorgang dann in eine kühlere Zone überführt zu werden, in der sie erstarren. Die Anwendung oxidierender
und reduzierender Gase zum Zwecke der Volumenvergrößerung und zum Zusammenblähen des
Schüttkörpers durch eine pyroplastische Bindung wird im Zusammenhang mit dem bekannten Verfahren nicht
beschrieben noch erhält der Fachmann hieraus eine Anregung, im Sinne des vorliegenden Verfahrens zu
arbeiten. Die bei dem bekannten Verfahren angestrebte und erreichte vollständige Schmelzung der Granulate
während des Blähens muß bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung unter allen Umständen verhindert
werden,da anderenfalls die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe nicht gelöst werden kann.
Bei dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung wird allerdings auch die Erkenntnis ausgenutzt, daß
Tone, die für grobkeramische Erzeugnisse Verwendung finden, unterschiedliche Mengen an Fe2Ü3 und FeO
aufweisen, und daß ein erhöhter Gehalt an Fe2Ü3 in dem
Ton zu einer Erhöhung der notwendigen Schmelztemperatur führt Im Gegensatz hierzu wird die Schmelztemperatur
erniedrigt, wenn man den Sauerstoffgehalt der Eisenoxide hocherhitzten Tones vermindert, also
der Ton mit sauerstoffarmem oder reduzierendem Gas beaufschlagt wird. Dabei bilden sich die Eisenoxide
Fe3Oi und FeO, wobei der Anteil der Eisenoxide
niedrigster Oxidationssiufe (FeO) mit der Stärke der reduzierenden Wirkung der Gasatmosphäre zunimmt.
Durch die Erfindung werden die vorgenannten Auswirkuneen der verschiedenen Eisenoxide in industriell
verwertbaren Tonen genutzt, um die physikalischen Eigenschaften der herzustellenden Körper aus
Blähton zu steuern. So wird beim Vorblähen zunächst mit sauerstoffarmer Atmosphäre bzw. sauerstoffarmen
Gasen beheizt, um den Blähvorgang der Granulate bei möglichst niedrigen Temperaturen einzuleiten und zu
fördern. Sobald die gewünschte Volumenvergrößerung der Granulate erreicht ist, wird irit oxidierendem Gas
beaufschlagt, d. h. ein erhöhter Anteil Luft wird den Heizgasen beigemengt. Der Sauerstoffgehalt der Luft
führt zu einer sofortigen Aufoxidation der Eisenoxide zu vorwiegend Fe2Oj. Während des Blähprozesses kann
deshalb durch die Zusammensetzung der Heizgase eine relative Festigkeit der äußeren Randzonen durch
oxidierende Gasführung erzielt werden. Dadurch kann der Gefahr, daß sich durch pyroplastisches Fließen der
Granulate die Lückenräume schließen, begegnet werden.
Beim Zusammenblähen der Granulate und bei ihrer Bindung kommt es vor allem darauf an, daß die nötige
Energie in der Zeit in die Granulate eingeleitet wird, die bis zum Verschluß der Lückenräume zwischen den
Granulaten durch den einsetzenden Blähvorgang zur Verfugung steht. Dies wird erreicht, indem den
Granuiaten die zum Weiterblähen und Binden erforderliche Energie mit sauerstoffhaltigen Heizgasen zugeführt
wird, um erst anschließend durch die Beaufschlagung mit reduzierenden Heizgasen die Senkung der
Schmelztemperaturen in den Randzonen zu erwirken. Dabei wird die Speicherfähigkeit der Granulatrandzonen
und die aus der Behinderung des Energietransportes in das Granulatinnere sich ergebende Zeitverzögerung,
mit der das Blähen auf die Energiezufuhr erfolgt, ausgenutzt. Durch die Temperatur der Heizgase und die
Strömungsgeschwindigkeit kann innerhalb der gleichen Zeitspannen eine unterschiedliche Energiespeicherung
in den Granulaten erreicht werden. Der Zeitpunkt des Wechsels von oxidierendem auf reduziertes Heizgas
bestimmt das Ende der möglichen Energiezufuhr, die abgeschlossen ist, wenn das Zusammenschmelzen der
Granulate einen Durchgang der Heizgase unterbindet. Somit hat man es durch die Einstellung der vorgenannten
Kriterien in der Hand, den von der in den Granulaten gespeicherten Energie abhängigen Grad
des Blähens dieser Granulate nach Beendigung der Wärmezufuhr einzustellen und damit die Volumenvergrößerung
des Schüttgutkörpers und dessen Raumgewicht sowie auch bestimmte Festigkeitswerte und
andere Eigenschaften zu beeinflussen. Dabei spielt natürlich das Raumgewicht der vorgeblähten Granulate
eine erhebliche Rolle und muß bei der Durchführung des Verfahrens berücksichtigt werden.
Wenn das Vorblähen in Formen mit festen Seitenwänden, jedoch gasdurchlässigem Boden und ohne
Deckel oder mit gasdurchlässigem Deckel vorgenommen wird, ist es vorteilhaft, wenn die Granulate beim
Vorblähen mittels mechanischer Kräfte und/oder durch die Strömungskräfte des Heizgases bewegt werden. Auf
diese Weise wird mit Sicherheit verhindert, daß durch die beim Vorblähen eintretende Volumenvergrößerung
und eine Verklemmung der Granulate untereinander oder an den Seitenwänden eine Verstopfung der
Lückenräume eintritt.
Die Bindefähigkeit eines Tones ist abhängig von einem bestimmten Temperaturbereich, der für jeden
Ton besonders gelagert ist. Es besteht nun die Eigentümlichkeit, daß der jeweilige Temperaturbereich,
bei welchem die Bindefähigkeit des Tones eingesetzt, in
keiner Abhängigkeit steht zum Blähwert des Tones, und daß der Kulminationspunkt der Blähung nicht identisch
ist mit dem Bindevermögen des Tones. Zum Beispiel kann ein bestimmter Ton erst dann bindefähig sein,
wenn er so weit aufgeheizt wurde, daß seine Volumenvergrößerung beim Blähen über das erhöhte
Maß hinausgeht. Andere Tone können bindefähig werden, bevor durch das Blähen die gewünschte
Volumenvergrößerung erreicht werden konnte.
Um die Möglichkeit zu haben, die Volumenvergrößerung einerseits und den Eintritt der Bindefähigkeit
andererseits unabhängig voneinander zu beeinflussen, kann bei einer bevorzugten Ausführung des neuen
Verfahrens so vorgegangen werden, daß die Granulate mit einer Außenschicht aus einem Ton, dessen
Bindefähigkeit bei derjenigen Temperatur eintritt, bei der die Granulate auf den gewünschten Wert gebläht
sind, versehen werden. In der Praxis bedeutet diese Maßnahme, daß alle blähfähigen Tone zur Herstellung
von Körpern aus Blähton verwendet werden können. Hierdurch kann auch ein gewünschtes Raumgewicht
eingestellt, und indirekt können die Fesligkeitseigenschaften der herzustellenden Körper variiert werden.
Wenn ein Ton beispielsweise erst dann bindefähig wird, wenn die Volumenvergrößerung weit über das
gewünschte Maß hinausgeht, dann empfiehlt es sich, die Granulate mit einer Beschichtung zu versehen, die
genau bei der Temperatur bindefähig wird, bei der der Ton des Granulates im gewünschten Maße aufgebläht
ist. Wenn umgekehrt z. B. der Fall eintritt, daß die Granulate aus einem Ton bestehen, der bindefähig wird,
bevor die gewünschte Volumenvergrößerung eintritt, dann sind diese Granulate mit einer Beschichtung zu
versehen, die erst bei höheren Temperaturen, nämlich derjenigen Temperatur bindefähig wird, bei welcher der
Ton der Granulate die gewünschte Volumenvergrößerung aufweist.
Bei der Durchführung des neuen Verfahrens lassen sich beim Vorblähen gewisse Abweichungen der
Blähung vom Sollwert der beim Vorblähen zu erzielenden Volumenvergrößerung nicht vermeiden.
Trotz dieser Abweichungen lassen sich jedoch Körper aus Blähton mit bestimmtem Endraumgewicht herstellen,
wenn darauf geachtet wird, daß diese Toleranzen bei der Zudosierung der vorgeblähten Granulate in den
Formkästen zur Bildung des Schüttkörpers berücksichtigt werden.
Der Formkasten, in dem das Zusammenblähen durchgeführt wird, bildet eine unnachgiebige Abstützung
des Schüttkörpers und besitzt jedoch normalerweise ein bestimmtes unveränderliches Volumen. Eine
Möglichkeit, die vorgeblähten Granulate unter Berücksichtigung der Abweichungen des Vorblähzustandes zu
dosieren, besteht darin, bei der Dosierung das Volumen der Granulate unberücksichtigt zu lassen und die
Dosierung ausschließlich gewichtsabhängig vorzunehmen. Wenn die gewichtsabhängig dosierte Menge an
vorgeblähten Granulaten im Formkörper mit dem difinierten Volumen zusammengebläht wird, dann
werden, richtige Temperaturführung und Zusammen-Setzung
der Heizgase vorausgesetzt, diese Abweichungen kompensiert
Einwandfreie Schüttkörper, die den Qualitätsanforderungen entsprechen, lassen sich aber, wie Versuche
ergeben haben, nur dann durch Zusammenblähen erzeugen, wenn die Oberfläche des im Formkasten
gebildeten Schüttkörpers vor dem Zusammenblähen eingeebnet wird. Die Glättung oder Einebnung der
Oberfläche des Schüttkörpers läßt sich normalerweise durch eine Glätteinrichtung in Form eines Abstreifers
od. dgl. vornehmen. Eine solche Einrichtung versagt aber, sobald die den Schüttkörper bildenden vorgeblähten
Granulate infolge einer zu geringen Vorblähung ein zu geringes Volumen einnehmen und daher den
Formkasten nicht bis zu seiner Oberkante, d. h. bis in den Wirkbereich der Abstreifeinrichtung: füllen.
Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist daher außer der vorgenannten Ausbildung
und weiteren Ausgestaltungen des neuen Verfahrens auch eine bestimmte Ausgestaltung einer Vorrichtung
erforderlich, die zur Bildung von Schüttkörpern aus dosierten Mengen vorgeblähter Granulate, die in einem
Formkasten mit unnachgiebigen Wänden und gasdurchlässigem Boden zusammengebläht werden sollen, dient.
Diese Vorrichtung kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß oberhalb des am Abgabeende einer
Förderrinne angeordneten Formkastens eine Abstreifeinrichtung zur Glättung der Oberfläche des im
Formkasten befindlichen Schüttkörpers vorgesehen ist, und daß der Formkastenboden in bezug auf die
Formkastenseitenwände höheneinstellbar auf einer Hubeinrichtung abgestützt ist, zu deren Steuerung eine
Meßeinrichtung dient, welche das Raumgewicht der vorgeblähten Granulate bestimmt, die in der Förderrinne
über eine Dosierwaage zum Abgabeende fließen.
Durch die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung ist es nunmehr möglich, unabhängig von den jeweiligen
Abweichungen der Volumenvergrößerung der vorgeblähten Granulate vom Sollwert Schüttkörper mit
ebenen, geglätteten Oberflächen zu bilden. Bei der neuen Vorrichtung wird in der Weise vorgegangen, daß
der Boden des Formkastens höheneinstellbar ausgebildet und während des Füllvorganges auf einer Hubeinrichtung
abgestützt wird. Die Arbeitshübe dieser Hubeinrichtung werden abhängig von einer Meßeinrichtung
gesteuert, die das Raumgewicht der Granulate bestimmt, welche über eine Dosierwaage in den
Formkasten zudosiert werden. Ist der Vorblähzustand der in den Formkasten eingefüllten Granulate über dem
Durchschnittswert, dann erfolgt eine stärkere Absenkung des Formkastenbodens; sind die Granulate
hingegen zu wenig vorgebläht, dann wird der Boden des Formkastens entsprechend angehoben. Auf diese Weise
wird erreicht, daß die Oberfläche des Schüttkörpers stets mit der Oberkante des Formkastens fluchtet und
durch die Glätteinrichtung eingeebnet werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausbildung der neuen Vorrichtung weist die Meßeinrichtung zur Bestimmung des
Raumgewichtes der vorgeblähten Granulate ein zur Aufnahme einer Teilmenge von Granulaten zwischen
Absperrschieber und Dosierwaage in die Förderrinne einmündendes Meßgefäß mit definiertem Fassungsvermögen
sowie eine Waage zur Bestimmung des Gewichtes der im Meßgefäß befindlichen Granulatmen
ge auf, und es ist das Meßgefäß über einen Entleerungskanal mit der Förderrinne verbunden.
Durch diese Ausbildung der Vorrichtung wird aus dem über die Förderrinne zur Dosierwaage fließenden
Strom vorgeblähter Granulate ständig eine Teilmenge in das Meßgefäß abgezweigt, die aufgrund der Lage des
Meßgefäßes repräsentativ für die zur Dosierwaage fließende Gesamtmenge der Granulate gewertet,
werden kann.
Zweckmäßigerweise wird der Entleerungskanal für das Meßgefäß so geführt, daß die im Meßgefäß
befindlichen Granulate beim folgenden Dosiervorgang
f
der Dosierwaage zuleitet werden.
Das neue Verfahren und die Vorrichtung werden nunmehr anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 zeigt das neue Verfahren bzw. die einzelnen
Verfahrensschritte in einem Blockdiagramm,
F i g. 2 zeigt ein Durchführungsschema,
F i g. 3 zeigt eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens in Schemadarstellung.
Das neue Verfahren wird wie folgt durchgeführt:
Blähfähiger Ton wird zunächst aufbereitet und in bekannter Weise granuliert. Die erzeugten Granulate 1
(F i g. 2) werden einem Drehrohrofen 2 zugeführt. Die Granulate 1 werden im Drehrohrofen erhitzt und
vorgebläht. Nach dem Verlassen des Drehrohrofens 2 werden die Granulate gesiebt. Die vorgeblähten
Granulate 4, die den Drehrohrofen 2 verlassen, werden durch die Siebeinrichtung im Hinblick darauf untersucht,
wie weit der Blähvorgang fortgeschritten ist. Eine andere Möglichkeit, die eingetretene Volumenvergrößerung
der Granulate 4 zu bestimmen, ist in Fig.2 angedeutet. Es können die Granulate beispielsweise in
Gefäße mit definiertem Fassungsvermögen eingefüllt und gewogen werden. Normalerweise ist aber bei fest
vorgegebenen Bedingungen der eingetretene Größen-Zuwachs der Granulate 4 ein sicheres Maß für das
jeweils vorherrschende Raumgewicht.
Die Granulate 4 gelangen nach der Bestimmung des Raumgewichtes zu einer Dosier- und Einfülleinrichtung.
Dabei werden die Granulate 4 in Formen 5 mit gasdurchlässigem Boden 6 und Deckel 7 eingefüllt,
wobei die Menge der Granulate so gewählt wird, daß bei dem nachfolgenden, zum Zwecke der keramischen
Bindung erforderlichen Blähen schließlich der gewünschte Wert des Raumgewichtes des herzustellenden
Körpers erreicht wird. Innerhalb des Formkastens 5 werden die vorgeblähten Granulate 4 als Schüttkörper
angeordnet, der durch die Wandungen des Formkastens unnachgiebig abgestützt ist.
Beim Vorblähen, das z. B. im Drehrohrofen 2, aber auch in Formkästen 5 durchgeführt werden kann,
werden die Granulate mit sauerstoffarmer Atmosphäre beaufschlagt und erst dann, wenn die gewünschte
Volumenvergrößerung eingetreten ist, mit oxidierender Atmosphäre in Berührung gebracht, damit der Blähvorgang
behindert und eine mechanische Versteifung der Außenhaut der Granulate erreicht wird. In den Formen
5 werden die vorgeblähten Granulate 4 teilweise entweder ausschließlich mit reduzierendem Gas (s. Pfeil
8 in F i g. 2) oder zunächst mit oxidierendem Gas (s. Pfeil 9) und danach mit reduzierendem Gas beaufschlagt. Es
muß zumindest kurzfristig mit reduzierendem Gas beaufschlagt werden, damit die für das Zusammenblähen
erforderliche Anschmelzung der Oberflächen der vorgeblähten Granulate eintreten kann. Durch Hindurchblasen
sauerstoffhaltiger Heizgase wird jedoch die Möglichkeit geschaffen, die einzelnen Granulate 4 im
Formkasten 5 aufzuheizen, ohne daß ein Zusammenblähen eintritt Die dabei in die vorgeblähten Granulate 4
eingeleitete Wärme wird in den Randzonen der Granulate gespeichert und erst dann, wenn mit
reduzierender Atmosphnäre beaufschlagt wird, zum Zusammenblähen wirksam. Durch die reduzierende
Atmosphäre tritt auch eine Senkung derjenigen Temperatur, bei welcher die Außenoberflächen der
Granulate 4 bindefähig werden, ein, so daß sich die einander berührenden Oberflächen pyrokeramisch
verbinden.
Die verschiedenen Tone verhalten sich je nach ihrer Zusammensetzung auch sehr verschieden hinsichtlich
ihrer Bläheigenschaften. So gibt es Tone, die bereits bei einer Temperatur von z.B. 1160° C die gewünschte
Volumenvergrößerung zeigen, jedoch erst bei erheblich höheren Temperaturen, wie z.B. 1300" C, bindefähig
werden. Andere Tone werden bereits bei Temperaturen von beispielsweise 11100C bindefähig, während die
gewünschte Volumenvergrößerung erst bei einer höheren Temperatur von beispielsweise 1150° C eintritt.
In dem ersteren Falle würde mit Eintreten der Bindefähigkeit eine über das gewünschte Maß wesentlich
hinausgehende Volumenvergrößerung verbunden sein, während im zweiten Falle die Bindefähigkeit
bereits erreicht wird, ohne daß die gewünschte Volumenvergrößerung bereits eingetreten ist.
Um auch vorgenannte Tone unter Einhaltung bestimmter Volumenvergrößerungen bis zum Einsetzen
des Bindevorganges verarbeiten zu können, ist es gemäß den einleitenden Ausführungen möglich, derartige
Granulate mit einer Außenschicht aus einem Ton zu versehen, dessen Bindefähigkeit bei derjenigen Temperatur
eintritt, bei der die Granulate auf den gewünschten Wert aufgebläht sind.
In der Praxis läßt sich bei der Durchführung des neuen Verfahrens nicnt vermeiden, daß die vorgeblähten
Granulate 4 uneinheitliche Werte der Volumenvergrößerung aufweisen. Ein Teil der Granulate kann auf
diese Weise z. B. über den gewünschten Sollwert hinaus vorgebläht sein, während ein anderer Teil diesen Wert
der Volumenvergrößerung noch nicht erreicht hat. Derartige Abweichungen können dann besonders groß
werden, wenn das Vorblähen in Drehrohrofen durchgeführt wird. Eine Folge dieser unvermeidbaren Abweichungen
der tatsächlich eingetretenen Volumenvergrößerung bei dem Vorblähen vom Sollwert besteht darin,
daß abhängig vom Überwiegen des Anteiles zu weit vorgeblähter Granulate oder Überwiegen des Anteiles
zu gering vorgeblähter Granulate auch ein entsprechend schwankendes Raumgewicht gegeben ist.
Diese Schwankung des durchschnittlichen Raumgewichtes der vorgeblähten Granulate wird bei der in
F i g. 3 gezeigten Vorrichtung erfaßt und kompensiert.
In der F i g. 3 ist ein Vorratsbehälter 10 für vorgeblähte Granulate 4 gezeigt, der die Granulate an
eine Förderrinne 11 abgibt. Über diese Förderrinne gelangen die Granulate zu einer Dosierwaage 3, welche
einen Absperrschieber 12 steuert. Mittels dieser Dosierwaage 3 und des Absperrschiebers 12 werden die
vorgeblähten Granulate unabhängig vom herrschender Vorblähzustand ausschließlich gewichtsabhängig dosiert,
über das Abgabeende 14 der Förderrinne 11 in der Formkasten 5 eingefüllt. Je nach herrschenden:
Vorblähzustand bzw. durchschnittlichem Raumgewichi dieser den Schüttkörper im Formkasten 5 bildender
vorgeblähten Granulate 4 füllen diese den Formkaster mehr oder weniger aus.
Zum Herstellen von Körpern aus Blähton, die der Qualitätsanforderungen entsprechen, ist es unerläßlich
daß die Oberfläche des Schüttkörpers, den di< Granulate in dem Formkasten 5 bilden, geglättet bzw
eingeebnet wird. Diese Glättung der Oberfläche de: Schüttkörpers wird normalerweise mittels einer Ab
Streifeinrichtung 13 bewerkstelligt, die in Form eine ortsfesten Leiste od. dgL ausgebildet sein kann, die au
den Oberkanten der Seitenwände des Formkastens ', aufliegt und die Einebnung vornimmt, wenn de
Formkasten relativ zur Abstreifeinrichtung 13 beweg
509550/11
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Wenn jedoch der Formkasten 5 aufgrund der gegebenen Volumenvergrößerung der vorgeblähten
Granulate 4 nicht bis in die Höhe der Oberkante der Seitenwände gefüllt ist, dann kann die Abstreifeinrichtung
13 nicht wirksam werden. Das Ergebnis ist, daß nach dem Zusammenblähen Körper minderer Qualität
entstehen.
Um die Oberfläche des Schüttkörpers unabhängig vom herrschenden Vorblähzustand der Granulate, die
den Schüttkörper bilden, vornehmen zu können, wird der Boden 6 des Formkastens 5 in bezug auf die
Seitenwände höheneinstellbar ausgebildet und auf einer Hubeinrichtung 19 abgestützt. Diese Hubeinrichtung 19
wird über eine geeignete Verbindung (strichpunktierte Linien in F i g. 3) von einer Meßeinrichtung 15 gesteuert,
welche das jeweilig herrschende Raumgewicht der vorgeblähten Granulate 4 bestimmt, die dem Formkasten
5 zudosiert werden. Diese Meßeinrichtung 15 besteht, wie die Fig.4 zeigt, aus einem Meßgefäß 16,
das ein definiertes Fassungsvermögen aufweist und daß mit der Füllöffnung in die Förderrinne 11 mündet. Das
Meßgefäß entnimmt dem Strom der vorgeblähten Granulate, die in Richtung auf die Dosierwaage 3
fließen, ständig eine bestimmte Teilmenge. Da das Fassungsvolumen des Meßgefäßes 16 konstant ist, bildet
das Gewicht dieser im Meßgerät 16 befindlichen Menge der Granulate, welches durch eine Waage 17 bestimmt
wird, ein Maß für das Raumgewicht der Granulate. Da die Granulate, die das Meßgefäß 16 füllen, dem zur
Dosierwaage 3 fließenden Strom entnommen werden, ist das so bestimmte Raumgewicht aus repräsentativ für
das Raumgewicht der Granulate, die in den Formkasten 5 abgegeben werden. Abhängig vom bestimmten
Raumgewicht wird die Hubeinrichtung 19 in der Weise betätigt, daß der Formkastenboden 6 entweder gehoben
oder gesenkt wird.
Um das Meßgefäß 16 nach jedem Meßvorgang entleeren zu können, kann ein abklappbarer Boden
vorgesehen sein, so daß die vorgeblähten Granulate aus dem Meßgefäß 16 über einen Entleerungskanal 18
wieder an die Förderrinne 11 oder an die Dosierwaage 3
abgegeben werden können. Die Dosierwaage 3 ist über geeignete Einrichtung (s. gestrichelte Linien in Fig.3)
mit dem Absperrschieber 12 verbunden. Die Verbindung zwischen der Dosierwaage 3 und dem Absperrschieber
12 kann ähnlich ausgebildet sein wie die Verbindung zwischen der Hubeinrichtung 19 und der
Meßeinrichtung 15. Wenn die Hubeinrichtung 19 als
S Hydraulik- oder Pneumatikzylinder ausgebildet ist, dann
können Magnetventile zur Steuerung verwendet werden, und die Steuerung der Magnetventile kann über
Schalter und elektrische Leitungen erfolgen. Ebenso kann für die Betätigung des Absperrschiebers 12 mit
ίο hydraulischen oder pneumatischen Arbeitszylindern
sowie Magnetventilen zur Steuerung derselben gearbeitet werden.
Obwohl das Vorblähen und das Zusammenblähen getrennt durchgeführt und gesteuert werden, können
beide Vorgänge wahlweise entweder räumlich getrennt oder am gleichen Ort durchgeführt werden. In dem
einen Fall wird im Drehrohrofen 2 vorgebläht und in den Formen 5 räumlich getrennt zusammengebläht, im
anderen Fall werden beide Vorgänge in den Formen 5 ausgeführt.
Die Reihenfolge der Zwischenmaßnahmen ist, wie ein Vergleich der F i g. 1 a und 1 b zeigt, davon abhängig.
Fig. la zeigt den Verfahrensablauf bei Verwendung
des Drehrohrofens 2 zum Vorblähen. Hierbei ist zu erwähnen, daß dem Drehrohrofen 2 zweckmäßigerweise
bereits Granulate 1 mit einheitlicher Größe zugeführt werden. Die Siebung der vorgeblähten Granulate 4
dient zum Ausscheiden von Bruchstücken usw., erlaubt
aber auch Rückschlüsse auf den Volumenzuwachs und vertrottelt so Anhaltspunkte für die Steuerung des
Ofenbetriebes.
Wie die Fig. Ib zeigt, erfolgt das Dosieren und
Befüllen der Formen 5 unmittelbar nach der Herstellung und Größenklassierung der Granulate 1, wenn ohne
Drehrohrofen 2 gearbeitet wird. Vorblähen und Zusammenblähen folgen unmittelbar aufeinander, se
daß Arbeitsgänge eingespart werden.
Das bei beiden Verfahrensabläufen vorgesehene Nachblähen bzw. Ausgleichen führt zu keiner wesentli
chen weiteren Volumenzunahme, sondern stellt vorwie gend einen Ausgleichsvorgang dar, bei dem siel·
Temperaturunterschiede zwischen den Außenbereicher des hergestellten Körpers aus Blähton und dem Ken
einschließlich der temperaturdifferenzbedingten Bläh
unterschiede aufheben.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen von Körpern aus Blähton, bei dem aus aufbereitetem, blähfähigem
Ton geformte und getrocknete, im wesentlichen kurgelförmige Granulate durch Aufheizung mit
einem gasförmigen Wärmeträger vorgebläht und als Haufwerk in Gestalt eines unnachgiebig abgestützten
Schüttkörpers durch Zusammenblähen miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die in einer sauerstoffarmen Atmosphäre vorgeblähten Granulate am Ende des Vorblähvorganges vor Erreichen der endgültigen
Volumenvergrößerung mit oxidierendem Gas und beim Zusammenblähen des Schüttkörpers mit
reduzierendem Gas aufgeheizt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Granulate beim Vorblähen mittels
mechanischer Kräfte und/oder durch die Strömungskräfte des Heizgases bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Granulate mit einer
Außenschicht aus einem Ton, dessen Bindefähigkeit bei derjenigen Temperatur eintritt, bei der die
Granulate auf den gewünschten Wert aufgebläht sind, versehen werden.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, insbesondere zur
Bildung von Schüttkörpern aus dosierten Mengen vorgeblähter Granulate, die in einem Formkasten
mit unnachgiebigen Wänden und gasdurchlässigem Boden zusammengebläht werden sollen, dadurch
gekennzeichnet, daß oberhalb des am Abgabeende (14) einer Förderrinne (11) angeordneten Formkasten
(5) eine Abstreifeinrichtung (13) zur Glättung der Oberfläche des im Formkasten befindlichen
Schüttkörpers vorgesehen ist, und daß der Formkastenboden (6) in bezug auf die Formkastenseitenwände
höheneinstellbar auf einer Hubeinrichtung (19) abgestützt ist, zu deren Steuerung eine
Meßeinrichtung (15) dient, welche das Raumgewicht der vorgeblähten Granulate (4) bestimmt, die in der
Förderrinne über eine Dosierwaage (3) zum Abgabeende (14) fließen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrinne (11) an einen
Vorratsbehälter (10) für vorgeblähte Granulate (4) angeschlossen und mit einem von der Dosierwaage
(3) gesteuerten Absperrschieber (12) zur Unterbrechung des Granulatzulaufes ausgerüstet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung (15) zur
Bestimmung des Raumgewichtes der vorgeblähten Granulate (4) ein zur Aufnahme einer Teilmenge von
Granulaten zwischen Absperrschieber (12) und Dosierwaage (3) in die Förderrinne (11) einmündendes
Meßgefäß (16) mit definiertem Fassungsvermögen sowie eine Waage (17) zur Bestimmung des
Gewichtes der im Meßgefäß befindlichen Granulatmenge aufweist, und daß das Meßgefäß einen
Entleerungskanal (18) aufweist, der in die Förderrinne(U)mündet.
Priority Applications (11)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691945811 DE1945811C3 (de) | 1969-09-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Körpern aus Blähton | |
| SU1414822A SU372801A1 (ru) | 1970-03-16 | иСиСОЮЗН/.Я | |
| CH395470A CH541522A (de) | 1969-03-21 | 1970-03-17 | Verfahren zum Herstellen von Körpern aus geblähtem, mineralischen Material |
| US00020916A US3745201A (en) | 1969-03-21 | 1970-03-19 | Method of manufacturing ceramic foam bodies |
| FR7010254A FR2037240B1 (de) | 1969-03-21 | 1970-03-20 | |
| PL1970139524A PL80643B1 (de) | 1969-03-21 | 1970-03-20 | |
| JP45023217A JPS4824802B1 (de) | 1969-03-21 | 1970-03-20 | |
| CS7000001884A CS183614B2 (en) | 1969-03-21 | 1970-03-20 | Method for producing pieces from porous clay and device for making this method |
| SE03857/70A SE361030B (de) | 1969-03-21 | 1970-03-20 | |
| NLAANVRAGE7004138,A NL168807C (nl) | 1969-03-21 | 1970-03-23 | Werkwijze voor het vervaardigen van voorwerpen uit opzwelbare klei, alsmede inrichting voor het toepassen van de werkwijze. |
| US00140479A US3811815A (en) | 1969-03-21 | 1971-05-05 | Apparatus for manufacturing of bodies of bulking clay |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691945811 DE1945811C3 (de) | 1969-09-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Körpern aus Blähton |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1945811A1 DE1945811A1 (de) | 1971-03-11 |
| DE1945811B2 true DE1945811B2 (de) | 1976-12-09 |
| DE1945811C3 DE1945811C3 (de) | 1977-08-18 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10020955A1 (de) * | 2000-04-28 | 2001-11-22 | Fraunhofer Ges Forschung | Formkörper und Verfahren zur Herstellung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10020955A1 (de) * | 2000-04-28 | 2001-11-22 | Fraunhofer Ges Forschung | Formkörper und Verfahren zur Herstellung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1945811A1 (de) | 1971-03-11 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |