DE1941393U - Vorrichtung zum lichtbogenschweissen. - Google Patents
Vorrichtung zum lichtbogenschweissen.Info
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Description
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Lichtbogenschweissen von Werkstücken, vorzugsweise Blechen auf Stoß.
Es ist bekannt, Schweißverbindungen von Blechen nach einem
Schutzgasschweißverfahren mit abschmelzender, automatisch zugeführter Elektrode herzustellen. Bei diesem sogenannten
MIG-Verfahren wird im allgemeinen so vorgegangen, daß zunächst die beiden Bleche durch eine Wurzelnaht miteinander
verbunden werden, auf die dann anschließend eine oder gegebenenfalls mehrere Lagen des Schweißmaterials zur Auffüllung
der Fuge aufgetragen werden. Diese Arbeitsweise bean-
LINDE AKTIENGESELLSCHAFT
sprucht nicht nur verhältnismäßig viel Zeit, sondern bringt auch einen großen Schutzgasverbrauch mit sich.,
der in vielen Fällen wirtschaftlich nicht tragbar ist.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln, die eine Verschweißung
von Werkstücken, vorzugsweise Blechen, auf Stoß schnell und, hinsichtlich der Qualität der Schweißnaht,
zuverlässig, bei einer spürbaren Senkung der Betriebskosten, ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, bei der zwei Schweißköpfe in starrer, hinsichtlich
ihres Abstandes beliebig einstellbarer Verbindung in bezug auf die Schweißnaht hintereinander angeordnet sind,
wobei der vordere Schweißkopf ein Schutzgasschweißkopf und der hintere ein Unterpulverschweißkopf ist.
Diese Vorrichtung erlaubt ein besonders vorteilhaftes Arbeiten, wenn der in bezug auf die Schweißrichtung
vordere der beiden hintereinander angeordneten Schweißköpfe, nämlich der Schutzgasschweißkopf, vorzugsweise
mit abschmelzender automatisch zugeführter Elektrode arbeitet, und eine Wurzelnaht schweißt, während das Auffüllen
der Schweißfuge unmittelbar nach Erstarren der Wurzelnaht mit dem nachfolgenden Unterpulver-Schweißkopf
erfolgt.
LIMDE AKTIENGESELLSCHAFT
Mit der neuerungsgemäßen Vorrichtung ist es lediglich notwendig, einen Bruchteil der Schweißnaht, nämlich die
Wurzelnaht, nach dem Schutzgasschweißverfahren auszuführen, während das übrige Volumen der Schweißfuge, die beispielsweise
ein X- oder V-förmiges Profil besitzen kann, nach dem Unterpulver-Schweißverfahren aufgefüllt wird. Die zuerst
erfolgende Ausführung der Wurzelnaht nach dem Schutzgasschweißverfahren bietet Sicherheit gegen ein Ablaufen
des Schweißbades und des verflüssigten Schweißpulvers durch die Naht, womit bei einer ausschließlichen Anwendung des
Unterpulver-Schweißverfahrens, vor allem im Falle von beispielsweise w,egen schlechter Vorbereitung nicht satt
passenden Stoßkanten der Bleche, gerechnet werden muß. Andererseits ergeben sich durch die bevorzugte Anwendung des
Unterpulver-Schweißverfahrens entscheidende Kostenersparnisse, die in der Größenordnung von Jo °/o gegenüber dem reinen
Schutzgasschweißen liegen.
Bei der neuerungsgemäßen Vorrichtung kann
der vordere, nach dem Schutzgasschweißverfahren arbeitende Schweißkopf eine pendelnde Bewegung quer zur Naht ausführen.
Mit dieser, an sich bekannten Pendelung des Schweißkopfes können auch Bleche mit schlecht vorbereiteten Kanten
mit Schwankungen der Spaltbreite bis zu 6 mm verschweißt werden, ohne daß befürchtet werden muß, daß das
LSMDE AKTiEMGESELLSCHAFT
Schweißbad nach unten abfliesst. Ohne Pendelung darf die Spaltbreite beim Schutzgasschweißen 1,5 mm, beim Unterpulverschweißen
Oj8 mm nicht überschreiten. Die Schwirgungsfrequenz
der Pendelung liegt je nach der Schweißgeschwindigkeit zwischen Jo und 2oo Schwingungen pro Minute, während
die Amplitude bis zu 25 mm betragen kann.
Zweckmäßigerweise ist die neuerungsgemäße Vorrichtung so ausgestaltet, daß swohl die Schutzgasschweißung
als auch die Unterpulver-Schweißung von der Oberseite der Bleche her erfolgt, jedoch kann die Ausführung der Wurzelnaht
unter Umständen auch von unten erfolgen. Wichtig ist lediglich, daß beim Unterpulver-Schweißen kein festes oder
verflüssigtes Pulver durch die Schweißfuge nach unten abläuft.
Bei der neuerungsgemäßen Vorrichtung sind die beiden Schweißköpfe auf einem gemeinsamen Vorschubgerät
in starrer Verbindung hintereinander angeordnet. Der Abstand des ersten, nach dem Schutzgasschweißverfahren
arbeitenden Schweißkopfes vom zweiten, nach dem Unterpulver-Schweißverfahren arbeitenden Schweißkopfes
kann beliebig eingestellt werden und richtet sich unter anderem nach der Schweißgeschwindigkeit. Wesentlich für
die richtige Einstellung dieses Abstandes ist in jedem Fall, daß die vom ersten Schweißkopf gelegte Wurzelnaht
LlHDE AKTIENGESELLSCHAFT
an der Stelle, wo sich der zweite Schweißkopf befindet,
bereits erstarrt ist. Es hat sich als günstig erwiesen, diesen Abstand nicht geringer als 1o mm zu wählen.
Weitere Einzelheiten der Neuerung können aus dem in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel
entnommen werden.
Bei dieser Ausführungsform der neuerungsgemäßen Vorrichtung sind 1 und 2 die beiden Schweißbrenner,
die auf einem gemeinsamen Vorschubgerät (nicht dargestellt) in starrer Verbindung hintereinander angeordnet sind. 1 ist
ein Schutzgasschweißbrenner, bei dem das Schutzgas durch einen die abschmelzende Elektrode J umgebenden Hohlraum 4
strömt. 2 ist ein Unterpulverschweißbrenner, bei dem das Schweißpulver (durch Punkte angedeutet) durch einen die
Elektrode 5 umgebenden Hohlraum 6 auf das Schweißbad rieselt. Die beiden Schweißbrenner 1 und 2 sind beispielsweise durch
zwei, mit einer Schraube 16 fest verbundene Laschen 7 starr miteinander verbunden. Nach Lösten der Schraube 16 kann der
Abstand der Schweißbrenner durch Verschieben der Laschen gegeneinander beliebig eingestellt werden.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel werden die beiden dicken Werkstücke 9 und 1o durch
eine sogenannte X-Naht miteinander verschweißt. Bei der Durchführung dieser Schweißung bewegt sich das Vorschubgerät
mit den beiden Schweißköpfen 1 und 2 in Richtung des
Pfeiles 11 entlang dem X-förmig vorbereiteten Spalt 12
zwischen den beiden fest stehenden Werkstücken 9 und 1o.
Es ist jedoch auch möglich, die die beiden Schweißköpfe 1 und 2 tragende Vorrichtung stationär aufzustellen und die
Werkstücke in einer zum Pfeil 11 entgegengesetzten Richtung
unter den Schweißköpfen 1 und 2 durchzubewegen.
Der in Schweißrichtung vordere Schutzgasschweißkopf 1 schweißt die Wurzelnaht Λ~5>
welche den X-förmigen Spalt 12 schliesst. Der Unterpulverschweißkopf 2 folgt in
einem Abstand, der so gewählt wird., daß die Wurzelnaht 15
bei Eintreffen des Unterpulverschweißkopfes 2 bereits erstarrt ist. Durch das Unterpulverschweißen wird der Spalt
mit einer dicken Lage 14 aufgefüllt und die Schmelze durch
eine Schicht 15 aus Schweißpulver bedeckt.
Pur den Fall, daß der Spalt 12 zwischen den Werkstücken
9 und 1o verhältnismäßig breit oder von unregelmäßiger
Form ist, sind weitere an sich bekannte Mittel (nicht dargestellt)
vorgesehen, die eine Pendelung des Unterpulverschweißkopfes 2 in Richtung des Pfeiles 17 ermöglichen.
An Stelle des ersten Schweißkopfes 1, der nach
dem Schutzgasschweißverfahren mit abschmelzender, automatisch zugeführter Elektrode arbeitet, kann auch ein
Schweißkopf der nach dem sogenannten TIG-Verfahren arbeitet,
LIMDE AKTIENGESELLSCHAFT
d. h. mit nichtabschmelzender Elektrode, verwendet werden,
wobei während des Schweißens ein metallischer Zusatzwerkstoff stromlos in den aufgeschmolzenen Grundwerkstoff
eingebracht wird.
2 Schutzansprüche 1 Zeichnung
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Lichtbogenschweißen von Werkstücken,
vorzugsweise Blechen, auf Stoß, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Schweißköpfe (1, 2) in starrer, hinsichtlich ihres Abstandes beliebig einstellbarer
Verbindung (7, 16) in bezug auf die Schweißnaht hintereinander angeordnet sind, wobei der vordere
Schweißkopf (1) ein Schutzgasschweißkopf und der hintere (2) ein Unterpulverschweißkopf ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand beider Schweißköpfe mindestens 1o mm
beträgt.
« D*. Untere ****** «*
dar ursprünglich eingereichten Unterlogen ob ^ ^ Srtn^oh eingereichten Untortog« Wmdjn s,chln d« ein« rechtlichen Interesse* gebührenfrei öngesehe. wwcten. AUt neg«tive zu de« üblichen Preisen gdletert.
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Fü,.T,,,,,n ^ Hlm.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964G0029534 DE1941393U (de) | 1964-02-18 | 1964-02-18 | Vorrichtung zum lichtbogenschweissen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964G0029534 DE1941393U (de) | 1964-02-18 | 1964-02-18 | Vorrichtung zum lichtbogenschweissen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1941393U true DE1941393U (de) | 1966-06-30 |
Family
ID=33336246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1964G0029534 Expired DE1941393U (de) | 1964-02-18 | 1964-02-18 | Vorrichtung zum lichtbogenschweissen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1941393U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2406818A (en) * | 2003-10-08 | 2005-04-13 | Rolls Royce Plc | Welding head assembly |
| FR2985446A1 (fr) * | 2012-01-11 | 2013-07-12 | Air Liquide | Dispositif de soudage hybride mig-tig ou mag-tig |
-
1964
- 1964-02-18 DE DE1964G0029534 patent/DE1941393U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2406818A (en) * | 2003-10-08 | 2005-04-13 | Rolls Royce Plc | Welding head assembly |
| FR2985446A1 (fr) * | 2012-01-11 | 2013-07-12 | Air Liquide | Dispositif de soudage hybride mig-tig ou mag-tig |
| WO2013104839A1 (fr) * | 2012-01-11 | 2013-07-18 | L'air Liquide, Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude | Dispositif de soudage hybride mig-tig ou mag-tig |
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