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DE1940605A1 - Verfahren zur Steuerung einer Verkehrsampel - Google Patents

Verfahren zur Steuerung einer Verkehrsampel

Info

Publication number
DE1940605A1
DE1940605A1 DE19691940605 DE1940605A DE1940605A1 DE 1940605 A1 DE1940605 A1 DE 1940605A1 DE 19691940605 DE19691940605 DE 19691940605 DE 1940605 A DE1940605 A DE 1940605A DE 1940605 A1 DE1940605 A1 DE 1940605A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
traffic
phase
control
intersection
ratio
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691940605
Other languages
English (en)
Inventor
Mason Merlin Leonard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Business Machines Corp
Original Assignee
International Business Machines Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Business Machines Corp filed Critical International Business Machines Corp
Publication of DE1940605A1 publication Critical patent/DE1940605A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G1/00Traffic control systems for road vehicles
    • G08G1/07Controlling traffic signals
    • G08G1/08Controlling traffic signals according to detected number or speed of vehicles

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)

Description

  • Verfahren zur Steuerung einer Verkehrsampel Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Verkehrsampel in Abhängigkeit von mit Hilfe von Detektoren festgestellten Verkehrsdaten.
  • Es sind Steuer schaltungen für Kreuzungen bekannt, die nach einem starren Schema die verschiedenen Phasen umschalten. Es ist ferner bekannt, die Steuer schaltungen für einzelne Kreuzungen mit denen anderer Kreuzungen zu koordinieren, indem die einzelnen Phasen dieser Kreuzungen gestaffelt auftreten. Zu diesem Zweck ist eine Hauptsteuereinrichtung vor -gesehen, die Synchronisiersignale liefert. Als Hauptsteuergeräte wurden auch schon Analogcomputer oder Digitalcomputer verwendet, die den Verkehr abhängig von mit Detektoren gelesenen Verkehrsfaktoren steuern.
  • Es ist auch bekannt, den Verkehr nach einem sogenannten mathematischen Modell zu steuern. Es gibt auch eine große Anzahl von untersuchten mathematischen Modellen für den Verkehr, jedoch hat sich herausgestellt, daß keines dieser bekannten Modelle wirklich auf Echtzeitbasis arbeitet, weil die Verkehrsverhältnisse sehr komplex sind und sich ständig ändern.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, die bekannten Verkehrssteuerungen zu verbessern, Auch beim erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Verkehrsmuster zur Steuerung benutzt. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird jedoch dem Steuerverfahren für die einzelnen Kreuzungen eine zusätzliche individuelle Steuerung überlagert.
  • Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Steuergröße durch einen Gewichtsfaktor korrigiert wird, der sich aus dem Verhältnis der Halte in einer Richtung zum Verkehrsvolumen in dieser Richtung ergibt.
  • Der Gewichtsfaktor kann auf drei verschiedene Arten bestimmt werden.Bei der ersten Art wird der Gewichtsfaktor durch den Benutzer frei gewählt.
  • Bei der zweiten Art bestimmt der Benutzer das Verhältnis der Halte in.
  • den beiden Richtungen und die Steuerschaltung erzeugt automatisch die richtigen Gewichtsfaktoren. Dies wird dadurch erreicht, daß der Gewichtsfaktor in der ersten Richtung erhöht wird, wenn das Verhältnis der Halte zum Verkehrsvolumen zu vermindern ist oder durch Erhöhung des Gewichtsfaktors in der zweiten Richtung, wenn das Verhältnis der Halte zum Verkehrsvolumen in dieser Richtung vermindert werden soll. Wenn die Erhöhung des Gewichtsfaktors in der jeweiligen Richtung nicht das gewünschte Ergebnis bringt, können die Gewichtsfaktoren für die zweite Richtung entsprechend vermindert werden. Diese Einstellung des Gewichtsfaktors kann einmal pro Schaltzyklus einer Ampel aber auch zu anderen Zeiten durchgeführt wer den.
  • Die dritte Möglichkeit, die Gewichtsfaktoren zu bestimmen, besteht darin, daß die Steuerschaltung die Verhältnisse der Halte zum Verkehrsvolumen bestimmt und die dazugehörigen Gewichtsfaktoren auswählt.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles und der zugehörigen Zeichnungen näher erklärt. Es zeigen: Fig. 1: ein Verkehrs -Regelsystem mit der vor liegenden Erfindung, Fig. 2: in einer Kurve das Verkehrsvolumen, aufgezeichnet gegen Verkehrsmuster, um die als Grundlage dienenden Verkehrsmuster durch als Grenzwerte dienenden Prüfvolumina wählen zu können, Fig. 3: eine Kurve, in welcher das als Grundlage dienende Verkehrsmuster gegen das Verhältnis des kommenden zum gehenden Verkehr nach Geschwindigkeit oder Fahrbahnbelegung zur Wahl des Verkehrsmusters nach VerhSltnis-Prilfwerten einer vorgezogenen Richtung aufgezeichnet ist, Fig. 4: eine Kurve, in der das als Grundlage dienende Verkehrsmuster gegen das Verhältnis vom kommenden zum gehenden Verkehr aufgezeichnet ist, und zwar nach Geschwindigkeit oder Fahrbahnbelegung eines Durchschnittsmusters zunächst in einer bevorzugten Richtung und dann in der anderen, Fig. 5: ein allgemeines Flußdiagramm der Schritte, die zur Steuerung entsprechend der Mikroschleifen-Steuertechnik zu unternehmen sind und Fig. 6: ein genaues Flußdiagramm der einzelnen Schritte, der Mikrons chleifen-Regeltechnik.
  • Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels In Fig. 1 ist in Form eines Schaubildes eine Kreuzung dargestellt, die einen Teil eines überwachten Straßensystems darstellt. An der Kreuzung befindet sich eine Ampel 10 für die verschiedenen Fahrspuren sowie mit Lampen für die Fußgängerüberwege. Auf der Hauptstraße befindet sich in der einen Richtung die Fahrspur Al und in der anderen die Spur A2, auf der Nebenstraße die beiden Fahrspuren B1 und B2 in der Gegenrichtung.
  • Zu jeder zur Kreuzung führenden Fahrspur gehört ein Detektor 8, der das Passieren eines Fahrzeuges abfühlen kann. Wenn Fahrspuren z.um Linksabbiegen vorgesehen sind, wie z.B. die Spuren C1 und C2 für die Hauptstraße, muß für diesen Verkehr eine besondere Ampelphase vorgesehen werden. Die Signalphasen werden bei Handsteuerung von einem lokalen Steuergerät 12 geregelt. Das lokale Steuergerät umfaßt einen Synchronmo tor 14, der eine Zeitgeber- und Steuerscheibe 16 antreibt. Die Scheibe weist Anschläge auf, mit denen über einen Schrittschalter 18 die Ampel periodisch auf die nächste Phase umgeschaltet wird.
  • Allgemeine Beschreibung des Gesamtsystems Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein zentrales Steuergerät 20 zur Erzeugung zentraler Steuersignale für die Umschaltung der Ampeln 10 vorgesehen. Das zentrale Steuergerät 20 kann ein Rechner sein. Das zentrale Steuergerät 20 steuert das Umschalten der Ampeln 10 durch elektrische Signale an jedes der lokalen Steuergeräte 12 so, daß die Umschaltung über Synchronmotor 14, Steuerscheibe 16 und Schrittschalter 18 unterbrochen wird. Das Signal Zentrale Steuerung dient dazu, den Synchronantrieb des lokalen Steuergerätes zu unterbrechen. Die Zeiteinteilung für die Umschaltung aller Ampeln 10 wird dann von den elektrischen Signalen über nommen, die vom zentralen Steuergerät 20 kommen. Wenn das Verkehrs- Regelsystem anzeigt, daß eine Phasenänderung auftreten muß, wird das Signal Umschalten auf den Schrittschalter 18 gegeben, welcher dann die Ampel um eine Phase weiterscbalte't.
  • Um sicherzustellen, daß die taXtsächRich* Phase der Ampeln auf der Straße der Phase der Signale entspricht, die von dem -zentralen Steuergerät angegeben werden, wird ein Signal Fernsteuerung vom lokalen Steuergerät 12 auf das zentrale Steuergerät 20 zuu1ckg-ekoppelt Die Fernsteuerung von Ampeln 10 an einer Kreuzung wird immer zu Beginn einer A-Grün-Phase eingeleitet. Falls zwischen dem Signal Fernsteueramg und der Verkehr steuerfolge-Phaseninformation keine ber einstimmung besteht, wird die Fernsteuerung der Ampeln an dieser Kreuzung zunächst einmal aufgegeben, indem man das Signal Zentrale Steuerung für diese Kreuzung fallen läßt, so daß die Ampelsteuerung für diese Kreuzung wieder - vomlokalen Steuergerät übernommen wird. Eingangs- und Ausgangs signale von der zentralen Steuereinheit werden über ein Interface 22 übertragen, welches die von der zentralen Verkehrssteuereinheit erzeugten Signale wiederholt. Diese Wiederholung kann durch die räumliche Entfernung der Kreuzung von der zentralen Steuereinheit bedingt sein. Die Signale können zwischen den lokalen Steuergeräten 12 an der Kreuzung und dem zentralen Steuergerät 20 durch geeignete Einrichtungen übertragen werden, wegen größerer Zuverlässigkeit des Systems ist jedoch ein komplexes Gerät auf der Straße wegen der dort herrschenden Umgebungsbedingungen nicht erwünscht. Die bevorzugte Verbindung besteht aus einer direkten Leitung, z. B. einer Telefonleitung, zwischen dem lokalen Steuergerät 12 und dem zentralen Steuer gerät 10.
  • Die Steuerung des Verkehrssystems erfolgt durch ein System, welches nach einer Verkehrs Hauptsteuerfolge arbeitet, welche in dem zentralen Steuergerät 20 gespeichert ist. Diese gerkehrs-Hauptsteuerfolge enthält mehrere Folgen, die nach Prioritäten adressiert werden. Mehrere Unterprogramme dienen dazu, bestimmte Funktionen zu übernehmen und jedes Unterprogramm ist vollständig modular, so daß sie neu zusammengesetzt und geladen werden können, ohne daß die übrigen Unterprogramme im System davon beeinflußt werden. Dadurch sind Erweiterungen des Systems und Änderungen der Steuerstrategie bei minimaler Störung des gesamten Verkehr s -Steuer systems möglich.
  • Das Straßenverkehrs-Steuer system sammelt Informationen über die laufenden Verkehrsbedingungen und zeichnet sie auf, bestimmt die Schritte und steuert und überprüft die Ampeln 10. Die normale Steuer schleife, die schematisch in Fig. 1 dargestellt ist, benutzt den Ampelsteuerbereich in der zentralen Steuereinheit 20 zur Erzeugung der oben erwähnten elektrischen Signale für die Betätigung der lokalen Steuergeräte 12 und der Ampeln 10. Eine zweite Steuerschleife ist im allgemeinen für ein mffielles Eingreifen in Not situationen erforderlich. Eine dritte Steuer schleife benutzt Daten, die aus laufenden Operationen gespeichert werden, zur Erstellung statistischer Aufzeichnungen für Studien- und Analysezwecke. Diese Steuer schleife ist im allgemeinen eine Schleife mit größerer Zeitkonstante, die gespeicherten Daten können jedoch auch bei Bedarf zur Erzeugung von laufenden Steuerinformationen benutzt werden, wie später noch genauer beschrieben wid.
  • In dem zentralen Steuergerät 20 ist außerdem eine große Anzahl von als Grundlage dienenden Verkehr smustern gespeichert, die Steuer informationen für jede Kreuzung im gesamten Verkehrs-Steuersystem liefern. Das gesamte Verkehrs -Steuersystem ist im allgemeinen in eine Anzahl von Untersystemen unterteilt, die eine Gruppe von Kreuzungen umfassen, welche normalerweise mit derselben Zykluslänge arbeiten. Das als Grundlage dienende Verkehrsmuster liefert Daten über Zykluslänge, Zyklusmustertei lung und zeitliche Versetzung des Zyklus jeder Kreuzung im Steuersystem Zur Entwicklung dieser Verkehrsmuster stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die vom Verkehrs-Steuersystem gewählt werden können.
  • Zu diesen Verfahren gehören Zeit-Raum-Modelle, wie sie von Yardeni in "Vehicular Traffic Control; A Time-Space Design Model", 1964, Procee'dings (34th Annual Meeting) Institute of Traffic Engineers beschrieben wurden. Das Verkehrsmuster kann auch aus Daten entwickelt werden, die vom Verkehrs-Steuersystem oder durch irgend ein anderes vom Verkehrsingenieur gewähltes Verfahren erzeugt wurden. Die große Anzahl von grundlegenden Verkehrsmustern, aus denen eines ausgewählt werden kann, macht dieses System wirkungsvoller als bisher bekannte Systeme. Jede durch bisher bekannte Systeme gelieferte Steuertechnik kann durch das hier beschriebene Verkehrs Steuersystem übernommen werden, ohne daß auf der Straße irgendwelche Änderungen vorgenommen werden, wenn die entsprechenden Möglichkeiten in den lokalen Steuergeräten 12 vorhanden sind. Die komplexeren Verkehrs-Steuerfunktionen erfordern bei der Durch führung mit manuellen Systemen ein tedres lokales Steuergerät. Durch Anwendung des vorliegenden Verkehrs-Steuersystemes können die komplexeren Funktionen jedoch mit einfachen lokalen Steuergeräten ausgeführt werden und dadurch große Kosten im System eingespart werden. Durch Wahl der Mikroschleifen-Steuertechnik können nicht nur Funktionen ausgeführt werden, die von bisherigen Systemen ebenfalls übernommen wurden, sondern das vorliegende System gestattet auch eine feine Abstimmung der Verkehrssteuerung an bestimmten Kreuzungen, so daß sich daraus ein wirkungsvolleres Steuer system ergibt.
  • Ein als Grundlage dienendes Verkehrsmuster wird gewählt1 während die Hauptverkehr s-Steuer folge aus geführt wird, vom Verkehr singenieur aus ge -wählt. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel kann z.B. das Verkehrsvolumen zur Wahl eines Verkehrsmusters für eine Kreuzung gewählt werden.
  • Wenn das durchschnittliche Verkehrsvolumen für den letzten Zeitabschnitt z.B. 200 beträgt, wird das Muster 20 als Grundmuster für die Kreuzung gewählt. Das Volumen kann jedoch auf 175 absinken, bevor das Muster geändert wird. Das Verhältnis von kommendem zu gehendem Verkehr entweder des Volumens, der Geschwindigkeit oder der Sraßenbelegung kann dazu benutzt werden, ein geändertes Muster zu wählen, wie es in Fig 3 für ein System ohne eine bevorzugte Richtung oder in Fig. 4 für ein System mit einer6evorzugten Richtung gezeigt wird. Wenn angenommen wird, daß das Verhältnis für den gewählten Faktor 92% zum Zeitpunkt der Prüfung ist, so geht für ein System ohne eine bevorzugte Richtung aus -Fig. 3 hervor, daß das Verkehrsmuster VM + 2 gewählt wird. Wenn eine Richtung bevorzugt wird, wie es in Fig. 4 gezeigt ist, so führt ein Verhältnis von 92% dazu, daß das Verkehrsmuster VM gewählt wird.
  • Dieses als Grundlage dienende Verkehrsmuster liefert Informationen über Unterteilung, zeitliche Verschiebung und Länge des Zyklus für jede Kreuzung. Um den Verkehr an den einzelnen Kreuzungen im System effektiv steuern zu können, muß man von den an den Anfahrten der Kreuzung aufgestellten Detektoren Daten erhalten. Hierzu kann jede geeignete Art von Detektoren benutzt werden. Vorzugsweise wird eine Magnetschleife benutzt die ein Ausgangssignal abgibt, sobald ein Fahrzeug die Schleife abdeckt.
  • Die Detektoren werden regelmäßig etwa alle 16 msec abgefühlt, und eine Zahl wird aufgezeichnet, wenn zur Zeit der Prüfung ein Fahrzeug den Detektor abdeckt. Lage und Art des Detektors sowie die an jedem Detektor vorgenommenen Arten der Prüfung müssen angegeben und in eine Detektor tabelle geladen werden. Die Detektor tabelle wird dann dazu benutzt, die entsprechenden Daten zu sammeln, die ihrerseits wieder z Verkehrssteuerung an den Kreuzungen im System und für andere Auswertungen des Systems benutzt werden. Sieben Messungen können mit den Daten von den Detektoren berechnet werden. Diese Messungen sind Geschwindigkeit, Fahrbahnbelegung, Bedarf, Volumen, Halte, Phasendichte und Verzögerung Diese Begriffe sind nachfolgend genauer definiert.
  • Bedarf: Anzahl der Fahrzeuge, die die Kreuzung bei jedem Zyklus passieren sollen.
  • Volumen: Anzahl der Fahrzeuge, die im ausgewählten Zeitabschnitt über den Detektor £ahren.
  • Halte: Zahl der Fahrzeuge, die an der Kreuzung pro Phase anhalten.
  • Verzögerung: Zeit in Sekunden, welche die Fahrzeuge an der Ampel halten.
  • Ges chwindig -keit: Die Durchschnittsgeschwindigkeit in m/Sec der Fahrzeuge, die während des gewählten Zeitabschnittes über den Detektor fahren.
  • Fahrbahnbelegung: Prozentsatz des Zeitraumes, in welchem Fahrzeuge den Detektor während des gewählten Zeitabschnittes abdecken.
  • Phasendichte: Prozentsatz des Zeitraumes, in welchem Fahrzeuge den Detektor nur während der Grünphase abdecken.
  • Das vorliegende Verkehrs-Steuer systm soll eine größtmögliche Anpassungsfähigkeit im Betrieb liefern. Daher muß als Anfangsschritt der Benutzer des Systems codierte Daten für die Wahl verschiedener Wahlgrößen und andere Daten in das System geben, die zum Betrieb erforderlich sind.
  • Ein derartiges zu wähltndes Kriterium ist die Prüfrate für die Daten von den Detektoren ftir Geschwindigkeiten, Fahrbahnbelegung und Anzahl der Fahrzeuge. Typische Prüfraten sind 16, 32, 64 oder 128 msec für Geschwindigkeit und Fahrbahnbelegung und 16 oder 192 msec für die Fahrzeugzahl. Die Intervalle für Geschwindigkeit, Fahrbahnbelegung und Berechnungszeit müssen ebenfalls ausgewählt werden. Typische Intervallzeiten liegen zwischen 3 und 15 Minuten Die ausgewählten Werte für diese Faktoren sind für alle Kreuzungen im System gleich.
  • Allgemeine Beschreibung der Mikroschleifen-Steuertechnik Die Mikroschleifen-Steuertechnik ist ein Zusatz, der für jede ausgewählte Kreuzung verfügbar ist. Das eben beschriebene Gesamtsystem ist auf maximale Anpassungsfähigkeit der verfügbaren Zusätze ausgelegt. Die Mikroschleifen-Steuerte chnik allein ermöglicht eine hochgradige Anpa 5 sung 5 fähig -keit an das System, ohne daß die anderen Zusätze im beschriebenen System enthalten sind. Aus diesem Grund ist die Mikroschleifen-Steuertechnik auch für andere nicht beschriebene Systeme anwendbar.
  • Die Mikroschleifen-Steuertechnik ermöglicht eine wahlweise Über steuerung des als Grundlage dienenden Verkehrsmusters an einer Kreuzung, basierend auf den momentanen Verkehrsbedingungen dieser Kreuzung. Fig. 5 zeigt in einem allgemeinen Diagramm die Grundschritte bei der Steuerung mit Mikroschleifen-Steuertechnik. Zum Betrieb des Systemes ist für jede Kreuzung mindestens ein grundlegendes Verkehr smuster erforderlich. Zur Erreichung größter Anpassungsfähigkeit im System ist im allgemeinen eine große Anzahl grundlegender Verkehrsmuster vorgesehen. Die Wahleinrichtung 23 wählt ein grundlegendes Verkehrsmuster für die Kreuzung, wie es im Zusammenhang mit den Fig. 2, 3 und 4 oben beschrieben wurde. Das Verkehrsmuster setzt Länge, Unterteilung und zeitliche Verschiebung des Zyklus für die jeweilige Kreuzung fest. In einigen Fällen, besonders beim Anlauf eines neuen Systems, kann der Beginn mit nur einem grundlegenden Verkehrsmuster pro Kreuzung und die Erzeugung zusätzlicher Verkehr muster mit Hilfe der Mikros chleifen-Steuertechnik erwünscht sein.
  • Eingangsdaten von jedem Detektor auf den Zufahrten zur Kreuzung werden von einem Fühler 24 abgefühlt. Diese Daten werden im System gespeichert und zur Berechnung der gewünschten Verkehrs-Steuerfaktoren benutzt. Der Rechner 25 berechnet die vom Benutzer ausgewählten Faktoren welche Geschwindigkeit, Phasendichte, Bedarf und Halte sowie Halteverhältnisse umfassen Unter Halteverhältnissen versteht man das Verhältnis der Halte in der A-Phase zu den Halten in der B-Phase. Die Ampel wird auf der kleinsten A-Grün-Phase laufen gelassen, die durch die Größe der Kreuzung1 die Geschwindigkeit des Verkehrs, die Anzahl der angehaltenen Fahrzeuge und andere Faktoren bestimmt wird. Am Ende der kleinsten A-Grün-Phase werden die Eingangsdaten abgefühlt und die erforderlichen Daten berechnet.
  • Der ausgewählte Verkehrs -Steuerfaktor wird durch Multiplikation mit einem Gewichtsfaktor verändert. Der Gewichtsfaktor bezeichnet die Bedeutung des Verkehrsflusses auf einer bestimmten Zufahrt zur gesteuerten Kreuzung in bezug auf das gesamte Verkehrs system. Angenommen, daß der Bedarf der ausgewählte Verkehrs -Steuerfaktor ist, so wird dieser durch den Gewichtsfaktor veränderte Bedarf auf den Zufahrten in der A-Richtung abgefühlt. Dieser Bedarf wird mit dem auf den Seitenzufahrten vorliegenden eingestellten Bedarf verglichen. Wenn der Bedarf in der A-Richtung größer ist, wird die A-Grün-Phase um eine festgelegte Zeit verlängert und dieselbe Prüfung am Ende der Verlängerung der A-Grün-Phase noch einmal durchgeführt. Dieser Betrieb wird fortgesetzt, bis die größte A-Grün-Phase (bestimmt durch das grundlegende Verkehrsmuster und andere Faktoren) erreicht ist oder der eingestellte Bedarf für die Zufahrten in der B-Richtung größer ist als der eingestellte Bedarf in der A-Richtung. Zu diesem Zeitpunkt wird die Phasendichte auf den A-Zufahrten abgefühlt und, falls sie größer als der ausgewählte Wert ist, bleibt die A-Grün-Phase erhalten, auch wenn der Bedarf auf den B-Zufahrten größer ist, da die Messung der Phasendichte anzeigt, daß der Bedarfsmangel in der A-Richtung durch einen Verkehrsstau auf der A-Straße hervorgerufen wird. Dieser Vergleich läuft weiter, bis der eingestellte Bedarf in der B-Richtung größer ist als der eingestellte Bedarf in der A-Richtung und die Phasendichte in der A-Richtung kleiner ist als der gewählte Wert oder die längste A-Phase. Die Steuerung 26 erzeugt ein Signal Umschalten zur Änderung der Ampelphasen zun bestimmten Zeitpunkt. Der Speicher 27 speichert die errechneten Faktoren zur Analyse während. des.
  • laufenden Verkehrs-Steuerzyklus. Bei Bedarf können die errechneten Faktoren für die laufende Analyse dargestellt werden. Die beschriebene Mikroschleifen-Steuertechnilk gestattet somit eine wirkungsvollere Verkehrs steuerung, als dies mit bisher gebräuchlichen Systemen möglich. war.
  • Der Wirkungsgrad des Systemes kann weiter dadurch erhöht werden, da man eine "Selbstlernfunktion" für das System vorsieht, indem. man laufend Daten eingibt, um nicht nur die Verkehrssteuerkriterien, sondern auch den Wichfigkeitsfaktor unter Verwendung bekannter Beziehungen zwischen den Verkehrsfaktoren und dem Bereich der Halteverhältnisse zi berechnen, Diese Berechnungen kannen gemäß nachfolgender genauerer Beschreibung laufend durchgeführt werden.
  • Genaue Beschreibung der Mikroschleifen-Steuertechnik Zum Einleiten der Fernsteuerung des Verkehrssystemes ist eine Startfolge vorgesehen. Während der Startfolge werden die Kreuzungen der Reihe nch abgefragt, um festzustellen, ob das Signal A-Grün , welches ansteigt, daß in die Ampel gerade in eine A-Grün-Phase eingetreten ist, an dieser Kreuzung erschienen ist. Wenn eine Kreuzung in die A-Grün-Phase eintritt, wird die Fernsteuerung dieser Kreuzung durch Erzeugung des Signales Zentrale Steuerung für diese Kreuzung eingeleitet. Das grundlegende Verkehrsmuster für diese Kreuzung wird überprüft, und wenn eine Verschiebung für diese Kreuzung festgehalten werden muß, wird die Zeit zum Starten der A-Grün-Phase als künftigen Bezugswert aufgezeichnet. Vorzugsweise ist ein grundlegendes Verkehr smuster für die zentrale Steuerung des Systems zu wählen, dae in etwa mit den Mustern vergleichbar ist, die auf der Straße unter Handsteuerung unmittelbar vor dem Eingreifen arbeiten. Die Fernsteuerung der Kreuzungen läuft weiter mit dem Eintreten in die A-Grün-Phase, bis alle Kreuzungen unter Fernsteuerung laufen Zu diesem Zeitpunkt wird angezeigt, daß die Startfolge beendet ist und alle Kreuzungen unter Fernsteuerung laufen.
  • Da Änderungen der grundlegenden Verkehrsmuster während der Startphase im allgemeinen nicht erwünscht sind, kann die Mikroschleifen-Technik erst nach Abschluß der Startfolge angewandt werden. Beim Umschalten von einem grundlegenden Verkehrsmuster auf ein anderes muß außerdem eine Änderung des Musters verhindert werden, bis die Umschaltung beendet ist. Aus diesem Grund kann die Mikroschleifen-Technik für eine Kreuzung nicht angewandt werden, während das Muster für diese Kreuzung gewechselt wird. Wenn die Fernsteuerung einmal für das ganze Verkehrssystem eingeschaltet worden ist, kann die ttberpriifung von Bedarf, Volumen usw. des Systemes erwünscht sein, um ein grundlegendes Verkehrsmuster auf der Basis der momentanen Verkehrsbedingungen auszuwählen. Für diesen Zweck sind Unterfolgen vorgesehen, und das grundlegende Verkehrsmuster kann auf der Basis von Tageszeit, Grenzwertprüfung oder Grenzwert-Verhältnisprüfung sowie auf einer anderen Basis vom Benutzer des Systems gewählt werden.
  • Nach Beendigung der Start-Unterfolge und der Unterfolge für Verkehrsmuster-Wechsel kann die Mikroschleifen-Steuertechnik für eine oder mehrere Kreuzungen im System benutzt werden. Die Länge, Aufteilung und Verschiebung des Zyklus erhält man von den grundlegenden Verkehrsmustern.
  • Die Länge des Zyklus ist die Zeit, die erforderlich ist, um. eine ganze Schaltfolge der Ampel an einer Kreuzung zu durchlaufen und kann z.B.
  • 60 sec betragen. Der Zyklus ist in einzelne den jeweiligen Richtungen zugeordnete Phasen unterteilt und kann z.B. 30 sec für die A-Richtung, 20 sec für die B-Richtung und 10 sec für die C-Richtung (Linkaabbieger von der Hauptstraße, siehe Fig. 1) umfassen. Die Verschiebung ist der Zeitraum in sec oder der Prozentsatz des Zyklus, um den die Grünphase an einer Kreuzung gegenüber einem bestimmten Bezugszeitpunkt verschoben ist und kann z.B. 20 sec betragen.
  • Eine Mikroschleifen-Tabelle ist für jede Kreuzung vorgesehen, für welche die Mikroschleifen-Technik benutzt wird. Die Mikroschleifen-Tabelle umfaßt codierte Informationen über die Art des vorhandenen lokalen Steuergerätes, einen zeitlichen Mindestabstand für Fußgänger, einen zeitlichen Mindestabstand für Fahrzeuge, Phasenverschiebungsdaten und eine bestimmte Stelle zum Speichern der Endabfühldaten sowie andere für diese Kreuzung wichtige Daten wie Zykluslänge, Aufteilung und Verschiebung.
  • Der Beginn der Mikroschleifen-Technik für eine Kreuzung wird dadurch bestimmt, daß der Beginn der A-Grün-Phase abgefühlt wird. Wenn die A-Grün-Phase an einer durch die Mikroschleifen-Technik gesteuerten Kreuzung beginnt, wird die Mindestzeit für die A-Grün-Phase berechnet und dieser berechnete Mindestwert gespeichert. Bei der Berechnung für Fußgänger, Mindestabstandszeit für Fahrzeuge, momentane Geschwindigkeit des Verkehrs und Verteiler zeit mit der Anzahl der angehaltenen Fahrzeuge multipliziert.
  • Die Zykluslänge aus dem grundlegenden Verkehrsmuster beträgt beispielsweise 60 sec. Die zu erz die Mikroschleifen-Technik verfügbare e Zykluserweiterung wird durch Subtraktion der Gesamtzahl der Mindestphasenzeiten von der momentanen Zykluslänge ermittelt. Für das vorliegende Beispiel wird angenommen, daß die kleinste A-Phase 10 sec und die kleinste B-Phase 10 sec, die kleinste C-Phase 6 sec und die Gelb-Phase 3 sec beträgt. Somit beläuft sich die Zyklus erweiterung auf 25 sec.
  • Als Beispiel wird angenommen, daß eine Fußgänger lampe vorhanden ist, der Auslöseknopf jedoch nicht betätigt wurde. D.h., daß die kürzere Fahrzeug-Abstandszeit benutzt wird, die z.B. 10 sec betragen so. Wenn angenommen wird, daß seit dem letzten Phasenwechsel 10 Fahrzeuge festgestellt wurden und diese Fahrzeuge jetzt an der Kreuzung angehalten werden, dann läßt sich die Fahrzeug-Abstandszeit für diese angehaltenen Fahrzeuge laufend oder auch im voraus berichtigen und die Ergebnisse können in Tabellen gespeichert werden. Diese Fahrzeug-Abstandszeit aus der gespeicherten Tabelle für 10 Wagen beträgt 14 sec und überschreitet somit die Mindestabstandszeit für Fahrzeuge von 10 sec, so daß eine Mindestzeit für die A-Phase von 14 sec erforderlich ist.
  • Am Ende der Mindestphasenzeit wird die Abfühlvorrichtung 30 (siehe Fig.
  • 6) betätigt, um laufende Eingangsdaten aus den zugehörigen Detektor-Ausgangssignalen für die Kreuzungen zu erhalten. Der Rechner 32 berechnet dann den Bedarf in der A-Richtung und der korrigierte Bedarf wirdsdurch Multiplikation dieses Faktors mit dem Gewichtsfaktor für die A-Richtung durch die Einstellvorrichtung 34 errechnet. Wenn z. B. angenommen wird, daß der laufende Bedarf der A-Richtung acht Fahrzeuge beträgt und der laufende Bedarf der B-Richtung 6 Fahrzeuge und der Gewichtsfaktor der Richtung 3:2 beträgt und der Gewichtsfaktor der B-Richtung 2:3, dann ist der von der Einstelivorrichtung 34 ermittelte eingestellte Bedarf der A-Richtung 8 x 3 = 24 und der eingestellte Bedarf der B-Richtung 6 x 2 9 12. Der eingestellte Bedarf der A-Richtung ist gemäß der Festatellung des Vergleichers 36 größer als der der B-Richtung, eo daß die A-Grtln-Phase von der Verlängerungseinrichtung 38 um einen vorgewählten Zeitraum verlängert wird.
  • Wenn angenommen wird, daß die gewählte Verlängerung eine Sekunde beträgt, wird am Ende der Verlängerung oder 15 sec nach Beginn der A-Grün-Phase eine erneute Prüfung durchgeführt. Dieser Vorgang wird mit den laufenden Eingangsdaten wiederholt, bis entweder die größte Phasenerweiterungszeit erreicht ist und dann zur nächsten Phase gewechselt wird oder bis der eingestellte Bedarf der B-Richtung größer wird als der eingestellte Bedarf der A-Richtung, bevor die größtmögliche Zyklus-Erweiterungszeit erreicht ist. Wenn nach Verlängerung bis zu 30 sec nach Beginn der A-Grün-Phase der eingestellte Bedarf in der A-Richtüig weiterhin immer größer ist als der eingestellte Bedarf in der B-Richtung,ciann wird das Ende der von dem grundlegenden. Verkehrsniuster festgelegten A-Grün-Phase erreicht und ohne Mikroschleifen-Steuertechnik schaltet die Ampel dann auf die nächste Phase um.
  • Am Ende der Zykluserweiterungszeit (35 sec im vorliegenden Beispiel) werden die in der Mikroschleifen-Tabelle gespeicherten Daten abgefühlt, um festzustellen, ob Phasen bei einem fehlenden Bedarf verschoben werden können, oder ob eine Mindestphasenzeit erforderlich ist. Wenn für diesen Fall angenommen wird, daß die Phase für die Linksabbieger (C-Phase) verschoben werden kann und kein momentaner Bedarf dafür vorliegt, stehen die Mindestzeit fiir die C-Phase zuzüglich der Gelb-Phase oder eine Gesamtzeit von 9 sec fiir eine zusätzliche Zykluserweiterung zur Verfügung. Wenn angenommen wird, daß der eingestellte Bedarf in A-Richtung bei 36 sec für die A-Grün-Phase weiterhin größer ist, bei 39 sec jedoch der Bedarf in A-Richtung vier Fahrzeuge beträgt, wodurch sich ein eingestellter Bedarf von 12 ergibt, und der Bedarf in B-Richtung sieben Fahrzeuge beträgt, woraus ein eingestellter Bedarf von 24 resultiert, dann wird zu diesem Zeitpunkt die Phasendichte für die Anfahren in A-Richtung errechnet.
  • Wenn nach der Bestimmung durch den Vergleicher 40 die Phasendichte größer als ein vorbestimmter Wert ist, z. B. 18%, wird die A-Grün-Phase erweitert, da die Phasendichte anzeigt, daß ein Verkehrsstau auf der Hauptstraße vorliegt. Es wird angenommen, daß die momentane Phasendichte 15% beträgt. Da die Phasendichte von 15% kleiner als der vorbestimmte Wert von 18% ist, wird die Ampel auf die B-Richtung durch die Phasen-Abs ch lußeinrichtung 42 umgeschaltet, die über die Zentralsteuerung das Signal Umschalten auf das lokale Steuergerät an der betroffenen Kreuzung gibt, um das Steuergerät auf.die nächste, nämlich die B-Grün-Phase weiter zuschalten.
  • Der Vorgang läuft genauso weiter wie oben, nur daß jetzt die Gewichtsfaktoren für die B-Richtung benutzt werden 12-3 in diesem Beispiel) und nur die verbleibende Zykluserweiterung in dieser Phase ausgenutzt werden kann. Die Fahrzeug-Abstands zeit für 7 Fahrzeuge beträgt 11 sec, so daß die berechnete Mindestzeit ftir die B-Richtung auch 11 sec ausmacht. Am Ende der Mindestzeit für die B-Richtung wird der eingestellte Bedarf mit dem Gewichtsfaktor der B-Richtung errechnet. Wenn angenommen wird, daß ein Vergleich einen größeren Bedarf in der A-Richtung ergibt, wird die B-Phase beendet. Die momentane Zykluszeit in diesem Beispiel beträgt 56 sec. Falls an dieser Kreuzung eine festliegende Verschiebung erforderlich ist, wird die verbleibende Zeit von 4 sec im nächsten Zyklus zur Mindestzeit der A-Grün-Phase addiert. Falls keine Verschiebung erforderlich ist, wird bei künftigen Berechnungen die übrige Zyklus zeit weggelassen.
  • Die Gewichtsfaktoren für die A-Richtung und die B-Richtung können festgelegt werden, wenn sich der Verkehrsfluß genau voraussagen läßt. Das obige Beispiel arbeitete,mit festen Gewichtsfaktoren. Wenn man nicht mit festen Gewichtsfaktoren arbeiten kann, können diese ebenfalls auf einer Echtzeitbasis errechnet werden, indem man mit dem Rechner 44 das Verhältnis der Halte-Prozentsätze in der A-Richtung und in der B-Richtung errechnet und die Gewichtsfaktoren durch einen Vergleicher 46, 48, 50, 52 einstellt und so einen vorbestimmten Prozentsatz des Halteverhältnisses erzeugt. Die Berechnung der Gewichtsfaktoren mit Hilfe von Halteprozentsätzen erfolgt über einen Detektor 30, der am Anfang der kleinsten A-Grün-Phase die momentanen Verkehrsdaten liefert. Es wird angenommen, daß die folgenden Daten abgefühlt wurden: Detektor Phase Volumen Halte Gewichtsfaktoren 1 Al 100 50 1-1 2 Bl 75 45 1-1 3 A2 120 55 4 B2 60 40 Der Rechner 44 überprüft dann das Verhältnis der momentanen Halte zu den momentanen Volumen.
  • AI-Phase Halte/Volumen = 50/100 = 50 % A2-Phase Halte/Volumen = 55/.120 = 46 % B1-Phase Halte/Volumen = 45/ 75 = 60 % B2-Phase Halte/Volumen = 40/ 60 = 66 % Der größte Halteprozentsatz in der A-Richtung beläuft sich auf 50%, der größte Halteprozentsatz in der B-Richtung auf 66%, woraus sich ein Verhältnis von 50/66 = 76% ergibt. Dieses ist das momentane Halteverhältnis Es sei angenommen, daß das gewünschte Halteverhältnis bei 50% liegt. Das momentane Halteverhältnis und das gewünschte Halteverhältnis werden vom Vergleicher 46 verglichen, der durch ein von ihm erzeugtes Ausgangssignal auf der Leitung Nein ein ungleiches Vergleichsergebnis angibt. Der Vergleicher 48 bestimmt die Richtung (A oder B), auf der die Halte reduziert werden sollen. Der Vergleich erzeugt in diesem Fall ein Ausgangssignal auf der Leitung Ja, da das momentane Halteverhältnis größer als das gewählte Verhältnis ist.
  • Mikroschleifen-Tabelle, 2. Ebene, Hälteverhältnis A-Richtung zu B -Richtung TABELLE II Wort Prozent - Schritt Verhältnis Gewichtsfaktor 1 25 1 1-4 5-1 2 38 2 3-8 4-1 3 50 3 1-2 3-1 4 63 4 5-8 5-2 5 75 5 3-4 2-1 6 88 6 7-8 3-2 7 100 7 1-1 1-1 8 112 8 9-8 2-3 9 125 9 5-4 1-2 10 150 10 3-2 2-5 11 200 11 2-1 1-3 12 300 12 3-1 1-4 13 400 13 4-1 1-5 Der Vergleicher 50 stellt dann fest, ob der Gewichtsfaktor der A-Richtung sein Maximum erreicht hat. Die Gewichtsfaktoren werden gemäß der Tabelle II gleichzeitig um einen Schritt erhöht. Der Gewichtsfaktor für die A-Richtung 1-1 (Schritt Nr. 7 gemäß Tabelle II) ist nicht das Maximum, so daß ein Ausgangs signal auf der Leitung Nein erzeugt wird und die Ein stelleinrichtung 55 erregt, die den Gewichtsfaktor der A-Richtung um einen Schritt auf den Schritt 6 in Tabelle II oder den Wert 3-2 erhöht.
  • Falls der Gewichtsfaktor der A-Richtung auf Schritt 1 stand, wird die Einstelleinrichtung -56 so betätigt, daß der Gewichtsfaktor der B-Richtung um einen Schritt auf Schritt 8 in Tabelle II oder den Wert 2-3 erniedrigt wurde. Falls der momentane Prozentsatz unter 50% liegt, gibt der Vergleicher 48 ein Ausgangssignal auf die Leitung Nein. Der Vergleicher 52 prüft dann, ob der Gewichtsfaktor der B-Richtung am größten ist. Ist das nicht der Fall, erhöht die Einstelleinrichtung 58 den Gewichtsfaktor der B-Richtung um einen Schritt. Wenn der Gewichtsfaktor der B-Richtung auf: seinem höchsten Wert steht, erniedrigt die Einstelleinrichtung 60 den Gewichtsfaktor der A-Richtung um einen Schritt.
  • Der Gewichtsfaktor kann auch auf der Basis des 11Selbstlernenst? errechnet wer den, indem das momentane Volumen abgefühlt und das Verhältnis des Volumens auf der Hauptstraße zum Volumen auf der Seitenstraße vom Rechner 54 berücksichtigt wird Mit Hilfe dieses Verhältnisses wird dann bestimmt, welches Halteverhältnis für dies es Volumen optimal ist. Die Beziehung zwischen den Volumenverhältnissen und den Halteverhäknissen kann im voraus berechnet und in einer Tabelle, wie z. B. in der Tabelle-IU, gespeichert und dann später bei der Berechnung des Gewichtsfaktors verwendet werden. Ein umgekehrtes Verhältnis der Volumenverhältnisse und der Halteverhältnisse liefert erfahrungsgemäß einen ausreichenden Betrieb bei einer Steuerinstallation. Als Beispiel werden für die in Tabelle I wiedergegebenen abgefühlten Daten die folgenden Volumenverhältnisse er -rechnet.
  • A-Richtung Volumen u 120 (maximal beide Richtungen) B-Richtung Volumen = 75 (maximal beide Richtungen) 120/75 = 160%.
  • Mikroschleifen-Tabelle, 3. Ebene, Volumenveriiältni S se A -Richtung zu B-Richtung TABELLE III Wort % Volumenverhältnis 1 400 4-1 2 300 3-1 3 200 2-1 4 150 3-2 5 125 5-4 6 112 9-8 7 88 7-8 8 75 3-4 9 63 5-8 10 50 1-2 11 38 3-8 12 25 1-4 13 0 1-100 Aus Tabelle III geht hervor, daß das Verhältnis 160% dem Schritt 4 der Tabelle entspricht, da er zwischen 150% und 200% liegt und das Volumenverhältnis 3:2 ist. Das momentane Halteverhältnis wurde als über 76% liegend berechnet. Schritt 4 in- Tabelle II besagt, daß das Halteverhältnis 5:8 oder 63% sein soll. Durch die oben beschriebene Operation wird festgestellt, daß die Haltezahl in der A-Richtung reduziert werden muß, da 76% über den momentan bestimmten 63% liegen, so daß der Gewichtsfaktor der A-Richtung um einen Schritt auf 3:2 erhöht wird. Es wird angenommen, daß der nächste Zyklus die folgenden abgeftihlten Daten ergibt: TABELLE IV Detektor Phase Volumen Halte Gewichtsfaktor 1 A1 120 55 3-2 2 B1 90 55 1-1 3 A2 140 60 4 B2 75 50 Zunächst wird das momentane Volumenverhältnis überprüft. Größtes Volumen in A-Richtung beträgt 140, größter Volumen in B-Richtung 90, das Verhältnis 140 : 90 = 155%.
  • Das entspricht ebenfalls Schritt 4 der Tabelle III. Der Schritt 4 der Tabelle II gibt ein Halteverhältnis von 5.8 oder 63% an. Das momentane Halteverhältnis wird dann wie folgt errechnet: Al Halte % » 46% A2-Halte % = 43% B1 Halte % = 61% B2 Halte % = 66% Der größte Halteprozentsatz in A-Richtung beträgt 46%, in B-Richtung 66% und das Verhältnis 46:66=70%. Dieses momentane Halteverhältnis von 70% ist immer noch größer als das momentane optimale- Halteverhältnis von 63%. Daher führt ein Vergleich und eine anschließende Einstellung dazu, daß der Gewichtsfaktor der A-Richtung um einen Schritt auf 2:1 erhöht wird. Dieser Operationszyklus läuft für jeden Zyklus weiter,- so daß die momentanen Verkehrs-Steuerfaktoren auf momentan abgeffihlten Daten ba -sieren und daher zu einem selbständigen Lernen des Systems führen.

Claims (6)

  1. - PATENTANSPRÜGHE
    Verfahren zur Steuerung einer Verkehrsampel in Abhängigkeit von mit Hilfe von Detektoren festgestellten Verkehrsdaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuergröße durch einen Gewichtsfaktor korrigiert wird, der sich aus dem Verhältnis der Halte in einer Richtung zum Verkehrsvolumen in dieser Richtung ergibt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuergröße mit dem Gewichtsfaktor multipliziert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtsfaktor für die zweite Richtung in entgegengesetzter Richtung verändert wird wie der Gewichtsfaktor für die erste Richtung.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtsfaktor für die zweite Richtung erst dann entgegengesetzt zu dem Gewichtsfaktor für die erste Richtung verändert wird, wenn der Gewichtsfaktor für die erste Richtung einen Extremwert erreicht hat.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtsfaktoren in einer Tabelle gespeichert sind und daß die jeweiligen Gewichtsfaktoren abhängig vom Verhältnis der Halte zum Verkehrsvolumen aufgerufen werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kreuzung durch ein lokales Steuergerät nach einem starren Schema umgeschaltet wird und daß die Umschaltung des lokalen Steuer gerätes durch ein zentrales Steuergerät unterbrochen wird.
    Leerseite
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997034274A1 (de) * 1996-03-12 1997-09-18 Siemens Aktiengesellschaft Verkehrsabhängige steuerung von verkehrs-lichtsignalanlagen mit hilfe von fuzzy-logik

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