DE1812172C3 - An einem Lastfahrzeug befindliche Vorrichtung zur Betätigung einer Ladebordwand - Google Patents
An einem Lastfahrzeug befindliche Vorrichtung zur Betätigung einer LadebordwandInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Betätigung einer Ladebordwand gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruchs. Eine Vorrichtung nach dein Oberbegriff des Hauptanspruches ist durch die US-PS
624 477 bekanntgeworden. An jeden der beiden miteinander verbundenen Schwenkarme greift ein Seil an.
das über eine Rolle geführt und mit seinem anderen Ende an dem Kolben eines liegend angeordneten Hydraulikzylinders
befestigt ist. Die Seilzüge werden demnach nicht unmittelbar, sondern sehr kraftverzehrend
mittelbar durch den Motor bewegt, der die Pumpe des Hydraulikaggregates antreibt. Das ist in der Regel der
Fahrzeugmotor, der daher ständig laufen muß, oder es kann auch ein Elektromotor sein, dessen Stromverbrauch
aber zu hoch ist, als daß er durch die Batterie und die Lichtmaschine, mit denen ein Lastfahrzeug se
rienmäßig ausgestattet ist, gedeckt werden könnte.
Bekannt ist ferner, zum Bewegen der an die Schwenkarme einer Ladebordwand angreifenden Seilzüge
eine mit dem Fahrzeugniotor kuppelbare Seilwinde zu benutzen. Auch in diesem Fall muß der Fahrceugmotor
ständig laufen, was nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch aus Gründen der Luftreinhaltung unerwünscht
ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer ic Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches
die Batterie, mit der ein Lastfahrzeug serienmäßig ausgestattet ist, zur Stromversorgung eines Elektromotors
für die Betätigung der Ladebordwand zu benutzen wobei weder die Batterie noch die Lichtmaschine durch
eine stärkere und dementsprechend teurere ersetzt werden muß.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Motor ein von einer Fahrzeugbatterie gespeister
Gleichstrommotor vorgesehen ist, der über ein Getriebe Seiltrommel oder Kettenritzel für die Seiloder
Kettenzüge antreibt und mittels einer Federdruckbremse in jeder Stellung festzustellen ist, daß der
Motor und die Federdruckbremse über Schütze derartig gesteuert sind, daß eine Hauptschlußwicklung des
Motors nur beim Heben der Ladebordwand und eine Nebenschiußwicklung des Motors nur beim Senken der
Ladebordwand eingeschaltet ist und beim Heben und Senken die Federdruckbremse durch die elektromagnetische
Kraft einer Lüftungsspule gelüftet ist, daß in der Nullstellung eines das Heben bzw. Senken der Ladebordwand
einleitenden Steuerschalters die Hauptschlußwicklung des Motor durch die Schütze von der
Spannungszuleitung zur Lüftungsspule der Federdruckbremse getrennt sind und daß in Senkstellung des
Steuerschalters der von der Schwere der Ladebordwand angetriebene Motor als Generator wirkend
Strom erzeugt und den Strom in die Fahrzeugbatterie lädt.
Da die Hauptschlußwicklung des Motors nur beim Heben, seine Nebenschiußwicklung nur beim Senken
der Bordwand eingeschaltet ist und der beim Senken der Bordwand durch Ausnutzung der Schwerkraft als
Generator wirkende Motor Strom zum Laden der Batterie erzeugt, und da außerdem statt einer elektrischen
Bremse eine nur wenig Strom zum Lüften verbrauchenden Federdruckbremse vorgesehen ist, reicht die
Kapazität der zur Serienausstattung des Lastfahrzeuges gehörenden Batterie völlig aus, um auch die Ladebordwand
zu betätigen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist außerdem weniger aufwendig und wesentlich wartungsfreundlicher
als eine hydraulisch arbeitende Vorrichtung.
Weitere, die Erfindung ausgestaltende Merkmale sind in den Ansprüchen 2 und 3 enthalten.
Die Erfindung ist anhand einer die Ladebordwand betätigenden Vorrichtung näher erläutert. Es zeigt,
Die Erfindung ist anhand einer die Ladebordwand betätigenden Vorrichtung näher erläutert. Es zeigt,
F i g. 1. eine Seitenansicht einer Ladebordwand sowie eines zugehörigen Antriebs,
F i g. 2 einen Teilausschnitt gemäß F i g. 1 mit je einer zusätzlichen Tragrolle,
F i g. 3 eine Teilzeichnung einer Abstützung der Ladebordwand auf einer Pritsche,
F i g. 4 eine Halterung von unteren Armenden,
F i g. 5 einen Seitenriß nach F i g. 4,
F i g. 6 eine Anordnung einer Andruckrolle auf einer
Seiltrommel,
F i g. 7 eine Rückansicht gemäß F i g. 6,
F i g. 8 eine Ansicht der Anordnung der Seiltrommel
mit einem Aufsteck-EIektrogetriebemotor,
F i g. 9 eine Anordnung eines Schalters zum Heben bzw. Senken der Ladebordwand Lad
Fig. 10 eine Darstellung einer Schaltung für einen
eletromechanischen Antrieb.
Vorzugsweise an ungenutzter und geschützter Stelle zwischen einer Pritsche 1 und einem Rahmen 3 ist unter
der Pritsche 1 eines Fahrzeuges 2 ein als Aufsteck-EIektrogetriebemotor ausgebildeter Motor 31 mit Gelriebe
4 und Federdruckbremse 32 auf einer Welle 5 verschiebbar so angeordnet, daß er den vorhandenen
freien Raum ausnützen und günstig befestigt werden kann. An den Enden der Welle 5, die in Lagerböcken 7
■uf dem Rahmen 3 aelagert ist, befinden sich Seiltrom-■leln
oder Kettenritzel 6. Die Welle 5 wird in ihrer "5 Länge so reichlich bemessen, daß die Lagerböcke 7 auf
die verschiedenen Rahmenbreiten der Fahrzeugfabriiate
passen. Der Rahmen 3 trägt beiderseits Halterun gen 8. an welchen gleichiange Parallelogramm-Arme 9
und 10 in Pfeilrichtung 11 schwenkbar um senkrecht libereinanderliegende Lagerbolzen 12 und 13 angelenkt
tind. Diese Parellelogrammarme 9 und 10 sind an ihren
anderen Enden 14 und 15 beidseits durch Laschen 16 gelenkig verbunden, so daß bei einer Drehung in Pfeilrichtung
11 sich diese Lasche 16 parallel zu sich selbst räch oben bzw. nach unten bewegen.
An den Parallelogramrnarmen 9 sind möglichst nahe einer Ladebordwand 20 beidseitig Seile 17 (F i g. 1) befestigt,
die über Umlenkrollen 18 zu den Seiltrommeln 6 führen. Wie F i g. 2 zeigt, können Seile 17' auch an
der Pritsche 1 befestigt und je eine Tragrolle 19 dazwischen angeordnet werden, wodurch bei gleicher Motorleistung
die doppelte Last gehoben werden kann. In fceiden Fällen ist an der Lasche 16 in den oberen Enden
14 die schwenkbare Ladebordwand 20 angelenkt, und twar so, daß sich diese mit ihrer Ladefläche in dem
Drehpunktenden 14 um 90° drehen läßt.
In F i g. 1 ist gestrichelt die geschlossene Ladebord-Wand
20' gezeigt. Zum leichteren Schließen sind Druckfedern 21 eingebaut, die sich gelenkig einerseits auf
eine Auskragung 22 der Lasche 16 und andererseits auf tine Lagerung 23 an der Ladebordwand 20 stützen.
Beim Schwenken der Ladebordwand 20 in die waagtechte
Lage werden die Druckfedern 21 zusammengedrückt. Bdm Anheben der Ladebordwand 20 strecken
lieh die Druckfedern 21 und erleichtern damit das Schließen.
Bisweilen ist es erwünscht, cJaC die geöffnet waagtecht
liegende Ladebordwand 20 während des Absenkens zum Erdboden allmählich eine geringe Schräglage
einnimmt. Dies wird durch einen Schlitz 24 in einem Lagerbock 8' (F i g. 4) erreicht, in dem ein Lagerbolzen
13' F i g. 5) sich verschieben und feststellen läßt. Das Festellen in einer gewünschten L<ige kann durch Einletzen
eines Anschlags, z. B. eines Bolzens erfolgen #der dadurch, daß ein Teil des Schlitzes 24 durch einen
Cinsatz ausgefüllt wird. Die Mittellinie dieses Schlitzes t4 liegt auf einem Kreisbogen durch den Lagerbolzen
13 mit dem Ende 15 des Parallelogramm-Armes ah Mittelpunkt. Je nachdem ob der Lagerbolzen 13 in diesem
Schlitz senkrecht unter dem Mittelpunkt des Lagerbolzens 12 oder links oder rechts davon befestigt
ist, steht die abgesenkte Ladebordwand 20 zum Erdboden parallel oder in einer Schräglage.
Bei unebenem Gelände besteht die Möglichkeit, daß eines der beiden Seile 17 bzw. 17' schlaffer wird und
aus den Rillen der Seiltrommel 5 springt. Dies wird durch eine auf jeder Seiltrommel 6 federnd angebrachte
Druckrolle 27 verhindert (F i g. 6 und 7). Die Druckrollen 27 liegen nicht senkiecht über den Seilrollen,
sondern sind um einen kleinen Winkel in Richtung des Seilzuges versetzt.
An der oberen Endstellung einer der Parallelogramm-Arme 9 ist ein Endschalter 33 (Fig. 10) angebracht,
der den Motor 31 automatisch stillsetzt. Das Heben und Senken wird mit Hilfe eines Schalters 28
(F i g. 9) sinngemäß so bewirkt, daß beim Anheben eines Schalthebels 29 die Ladebordwand 20 sich hebt
und beim Drücken nach unten sich senkt. Dies geschieht über Steuerschalter 26, die auf einer Platte befestigt
sind und ihrerseits über Schütze 34, 35 und 36 (F i g. 10) den Motor 31 anlassen und die Federdruckbremse
32 lüften. Der Schalthebel 29 (F i g. 9) kann mit einer Verlängerung 30 durch die Pritsche 1 nach oben
geführt werden, so daß die Ladebordwand 20 auch von oben betätigt werden kann.
Die Schaltung, ausgehend von einer Fahrzeugbatterie 37 des Fahrzeuges, ist in Fig. 10 dargestellt. Der
Schalthebel 29 des Steuerschalters 26 liegt in horizontaler Lage in der Null-Stellung. Sein beweglicher Kontakt
ist über das Zündschloß des Kraftfahrzeuges an die positive Klemme der Fahrzeugbatterie 37 des Kraftfahrzeuges
angeschlossen. Der obenliegende feste Kontakt des Steuerschalters 26 für das Heben der Ladebordwand
20 ist über den Endschalter 33 mit dem Schütz 34 verbunden, so daß in der Hebestellung des
Steuerschalters 26 eine Hauptschlußwicklung 38 des Motors 31 in Reihe mit dem Motoranker geschaltet ist,
wobei eine Wicklungsspule 41 des Elektromagneten zum Lüften der Federdruckbremse 32 gleichfalls erregt
ist, so daß die Bremsbacken abgehoben sind. In der Nullstellung des Schalthebels 29 ist die Wicklung des
Elektromagneten nicht erregt, so daß die Bremsbacken unter Federeinwirkung die Eingangswelle des Getriebes
festhalten.
In der Senkstellung des Steuerschalters 26 sind die Schütze 35 und 36 erregt, wobei eine Nebenschlußwicklung
39 des Motors 31 eingeschaltet ist. Die elektromagnetische Spule (Lüftungsspule 41) zur Lüftung
der Federdruckbremse 32 liegt dabei ebenfalls an Spannung, so daß die Bremsbacken abgehoben sind. Die
Schaltung der Schütze 35 und 36 erfolgt dabei derart, daß die Nebenschlußwicklung 39 zuerst über das
Schütz 35 Spannung erhält, worauf das Schütz 36 folgt. Es wird also im Motor 31 erst das Nebenschlußfeld erzeugt
und dann erst der Anker eingeschaltet, da andernfalls die Ankerwicklung verbrennen könnte.
Beim Abschalten des Motors 31 aus der Senkstellung verbleibt eine gewisse Remanenz des Nebenschlußfeldes,
welche in dem Anker eine abklingende Spannung erzeugt, die nicht an die Lüftungsspule 41 der Bremse
gelangen darf, da sie sont das Lüften der Bremse verlängert und das Bremsen bzw. Anhalten verzögert. Daher
ist in der Schaltung der Ankerstromkreis durch das Schütz 36 von der Lüftungsspule 41 getrennt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Claims (3)
1. An einem Lastfahrzeug befindliche Vorrichtung zur Betätigung einer Ladebordwand mittels
*m Fahrzeugrahmen angelenkter, paarweise parallelogrammartig übereinander geführter Schwenkartne,
bei der an den Schwenkarmen Seil- oder Ketlenzüge angreifen, die durch einen Motor zu bewegen
und in jeder Stellung festzustellen sind, d a durch gekennzeichnet, daß als Motor (31)
ein von einer Fahrzeugbatterie (37) gespeister Gleichstrommotor vorgesehen ist, der über eine
Getriebe (4) Seiltrommeln oder Kettenritzel (6) für die Seil- oder Kettenzüge (17) antreibt und mittels
einer Federdruckbremse (32) in jeder Stellung fest-Zusteilen ist, daß der Motor (31) und die Federdruckbremse
(32) über Schütze (34, 35 und 36) derartig gesteuert sind, daß eine Hauptschlußwicklung
(38) des Motors (31) nur beim Heben der Ladebordwand (20) und eine Nebenschlußwicklung (39) des
Motors (31) nur beim Senken der Ladebordwand (20) eingeschaltet ist und beim Heben und Senken
die Federdruckbremse (32) durch die elektromagnetische Kraft einer Lüftungsspule (41) gelüftet ist,
daß in der Nullstellung eines das Heben bzw. Senken der Ladebordwand (20) einleitenden Steuerschalters
(26) die Hauptschlußwicklung (38) des Motors (31) durch die Schütze (34 und 35) von der
Spannungsleitung zur Lüftungsspule (41) der Federdruckbremse (32) getrennt sind und daß in
Senkstellung des Steuerschalters (26) der von der Schwere der Ladebordwand (20) angetriebene Motor
(31) als Generator wirkend Strom erzeugt und den Strom in die Fahrzeugbatterie (37) lädt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiltrommeln oder Kettenritzel (6)
an den Enden einer Welle (5) befestigt sind, auf der das als Aufsteckstirnradgetriebe ausgebildete Getriebe
(4) mit angeflanschtem Motor (31) und angeflanschter Federdruckbremse (32) verschiebbar angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Endschalter
(33) oberhalb der Schwenkarme (9) so angeordnet ist, daß die Oberkante der Schwenkarme (9) bei Erreichen
ihrer höchsten Lage der Endschalter (33) betätigt.
Priority Applications (5)
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ID=5714961
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