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DE1810804A1 - Plastikkanuelen zur Punktion,Injektion und Infusion - Google Patents

Plastikkanuelen zur Punktion,Injektion und Infusion

Info

Publication number
DE1810804A1
DE1810804A1 DE19681810804 DE1810804A DE1810804A1 DE 1810804 A1 DE1810804 A1 DE 1810804A1 DE 19681810804 DE19681810804 DE 19681810804 DE 1810804 A DE1810804 A DE 1810804A DE 1810804 A1 DE1810804 A1 DE 1810804A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
cannula
infusion
tube
cannulas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681810804
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Med Gerhard Metz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19681810804 priority Critical patent/DE1810804A1/de
Publication of DE1810804A1 publication Critical patent/DE1810804A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M25/00Catheters; Hollow probes
    • A61M25/01Introducing, guiding, advancing, emplacing or holding catheters
    • A61M25/06Body-piercing guide needles or the like
    • A61M25/0606"Over-the-needle" catheter assemblies, e.g. I.V. catheters

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)

Description

Dr. med. G-. Metz 11. September 1968
Freiburg i. Br. ^ ΛΛ Λ Λ#
Iivolistr.16 1810804
Plastikkanülen zur Punktion, Injektion und Infusion
Die Erfindung betrifft Plastikkanülen zur Punktion, Injektion und Infusion, die gegenüber den bisherigen weitlumiger und atraumatischer sind und sich beim Einstechen vorne nicht mehr aufbiegen können, weil sie nach einem neuen Prinzip in das Blutgefäß eingebracht werden.
In der Chirurgie ist je nach Art des Eingriffes und Zustandes des Patienten eine Infusionsbehandlung von längerer Dauer erforderlich, nicht nur während der Operation zum Ausgleich eines Blutverlustes, sondern auch prae- und postoperativ zur Schockbekämpfung , zur Noraalisierung des Wasser- und Elektrolythaushaltes, zur parenteralen Ernährung und zur einfacheren Verabfolgung von Medikamenten.
Die Brauchbarkeit einer Infusionskanüle ist von zwei Bedingungen abhängigt Das lumen soll möglichst groß sein, Badel und Nadelspitze nach Material und Form möglichst atraumatisch. Ein großes Lumen ist die primäre Toraussetzung für ein schnelleres Einlaufen der Infusion is Bedarfsfall«. »
Der Durchfluß pro Zeiteinheit ist bei gleicher Dichte und gleichem Druck proportional dem Quadrat des Iiumendurchmessers, bei gleicher Dichte und gleichem Durchmesser aber nur proportional der Quadratwurzel des Druckes. D. Ii. eine Verdoppelung des Durchmessers bringt einen vierfachen Zufluß pro Zeiteinheit, während dafür eine Erhöhung des Druckte um das Sechzehnfache erforderlich wäre.
Die zweite Forderung, atraumatisch« Material und eine ebensolche Kadelspitze, soll der Entstehung von Thromben vorbeugen, die die Durchgängigkeit der Kanüle oder Vene beeinträchtigen. Dabei wird wieder eine kleinlumige Kanüle
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eher verlegt sein als eine solche mit großem Innendurchmesser. Aus dem letztgenannten Grund werden für länger dauernde Infusionsbehandlungen in zunehmendem MaBe statt der herkömmlichen Metallkanülen solche aus Plastik genommen, Vene und Kanüle bleiben dadurch länger durchgängig, mit dem Vorteil, daß die Kanüle nicht zu oft erneuert werden muß.
Das Einlegen eines Plastikröhrchens in die Vene erfolgt meist ρercutan, seltener durch Venaesectio; zum Durchstechen der Haut und Venenwand wäre Plastik allein zu weich, die vorübergehend notwendige Stabilität wird deshalb mit einer zusätzlichen Führungskanüle aus Stahl erreicht, die nach dem Einstechen in die Vene wieder entfernt wird. Die Führungskanüle kann entweder als Mantel um das Plastikröhrchen liegen oder im Lumen.
Kunststoffkanülen mit Außenführung.
Die Außenführung erlaubte es bisher nicht, wie angestrebt, ein möglichst großes Plastikröhrchen in die Vene einzubringen, weil das Lumen der Führungskanüle verhältnismäßig eng ist.
Dieser Hachteil läßt sich (Abb. 1) durch Verwendung eines möglichst dünnwandigen Plastikröhrchens a vermeiden, das zunächst längsgefaltet in der Metallführungskanüle b liegt und sich erst, nachdem sie zurückgezogen ist, durch die Infusion zu seinem vollen Lumen erweitert. Seim Zurückziehen des Metallmantels läßt sich ein Kitherausziehen des Plastikröhrchens dadurch vermeiden,, daß es zunächst hinter der Führungskanüle festgehalten wird und danach an der Spitze durch Fingerdruck auf die Vene, sobald die Spitze des Plastikröhrchens frei in der Vene liegt. Falls erforderlich, kann die Entfaltung des Plastikröhrchens mit einer sterilen Knopfsonde unterstützt werden.
Kunststoffkanülen mit Innenführung.
Di· Kunststoffkanülen mit Ixraenführung haben einen anderen Haohteili Die Punktion mißlingt, wenn beim Durchstechen der Haut die Kanüle gestaucht und ihr Vorderrand aufgebogen wird}
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bei den dünneren Plastikröhrchen, die eine geringere Wandstabilität haben, kommt das besonders häufig vor. Ein völlig stufenlos-er Übergang von der vorn heraus rag enden Metallspitze zu dem Vorderrand des Piastikröhrchens würde diesen Mangel beheben, dies ist jedoch auch bei exaktester Fertigung nicht möglich. Zwischen Metall- und Plastikröhrchen muß ein win-· Z'ig-er Grleitspalt bleiben, um ein Herausziehen der inneren Metallkanüle zu ermöglichen. Die Weite dieses Spaltes nimmt außerdem mit der Außentemperatur zu, weil sich Plastik stärker ausdehnt als Stahl und die Erwärmung meist von außen her erfolgt, z. B-. bei Berührung der Haut. Durch Änderung des technischen Prinzips läßt sich der Mangel ™ beseitigen, daß das Röhrchen gestaucht und vorne aufgebogen wird. ,Die Ursache des Stauchens liegt darin, daß das Plastikröhrchen geschoben wird, die des Aufbiegens vor allem im queren Verlauf seines Vorderrandes zur Stichrichtung. Bei den nachstehend beschriebenen Modellen wird deshalb das Plastikröhrchen beim Einstich nicht geschoben, sondern gezogen, der Rand der Öffnung verläuft dabei nach Möglichkeit längs zur Zugrichtung. Das Zugprinzip hat außerdem den Vorteil, daß die Wand der Kunststoffkanüle keine wesentliche Stabilität mehr aufweisen muß, um einer Stauchung entgegenzuwirken; sie kann dünner sein, das Lumen weiter, entsprechend seiner o. g. primären Bedeutung für den Zufluß pro Zeiteinheit.. Bei Jj allen Modellen konnte außerdem auf die Verwendung einer Kanüle als Führung verzichtet werden, sie ist durch ein Metallstäbchen bzw. einen längsgefalteten dünnen Stahlblechstreifen mit v-förmigeiu Querschnitt ersetzt. Der Blutrücklauf zur Lagekontrolle der Kunststoffkappe in der Vene nach der Punktion erfolgt in der Kunststoffkanüle selbst, im Spalt zwischen Metallführung und Plastikröhrchen, dejjaach dem Einstich durch Nachlassen des Zuges wieder genügend weit wird. Die dünnere Wand bedeutet eine Materialeinsparung, der Ersatz der Kanüle .durch ein Metallstäbehen ebenfalls eine Senkung der Herstellungskosten.
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Abänderung der herkömmlichen Kunststoffkanülen.
Abb. 2 zeigt eine herkömmliche Kunststoffkanüle. Der hinderliche Spalt zwischen der Innenkanüle b und der äußeren a an der vorderen Öffnung kann für die Zeit des Einstechens ganz oder an mehreren Stellen mit einem physiologischen Klebstoff verschlossen und damit gegen das Aufbiegen gesichert werden. Nach dem Einstich werden die Klebestellen h durch Drehen der' Innen- gegen die Außenkanüle wieder gelöst.
Kunststoffkanülen nach dem Zugprinzip.
Abb. 3-7 zeigen Kunststoffkanülen nach dem neuen Zugprinzip, die sich lediglich in Bezug auf Lage, Größe und.Form ihrer Öffnung und die Art des Ziehens unterscheiden.
In Abb. 3 ist das dünnwandige Piastikröhrchen a mit einer Lasche d an der Metallführung b oberhalb der Spitze c eingehängt in einer Einbuchtung e, die die Lasche d aufnimmt, so daß ein glattes Einstechen gewährleistet ist.
Abb. 4 zeigt eine Kune^"toffkanüle, bei der das Plastikröhrchen a am oberen Rand d der vorderen öffnung gezogen wird, der über die Metallführung greift.
In Abb. 5 ist der vordere Teil der Metallführung b konisch, und die vordere Öffnung des Kunststoffröhrchens' a im Durchmesser kleiner als der volle Querschnitt der Metallführung b, so daß das Röhrchen a beim Einstechen am gesamten Vorderrand in die Vene gezogen wird» Das Plastikröhrchen hat wegen seiner kleineren vorderen Öffnung eine zusätzliche seitliche Öffnung f»
Abb..6 zeigt ein Kunststoffröhrchen a und darunter die dazugehörige Metallführung b, deren Spitze c wie schon in Abb. 5» konisch ist, jedoch eine ringförmige Stufe j aufweist, in die die vordere Randverstärkung i des Plastikröhrchens a zu liegen kommt, so daß Mandrin und Röhrchen zusammen eine stufenlose„ konische Spitze bilden. Abgesehen davon, daß der verstärkte Rand i beim Einstich den Halt des Eöhrchens a auf der Metallführung b sichert, stabilisiert er auch die Form
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vorderen und seitlichen Öffnung, so daß diese nicht nur "bei einer Injektion und Infusion, sondern auch bei einer Blutent-' nähme durchgängig bleib**.
Abb. 7 zeigt wie Abb. 1 eine Ealtkanüle. Das Piastikröhrchen a hat jedoch keine äußere !führungskanale, sondern liegt über einer inneren, v-förmigen Metallführung b, wobei es an den Stellen d, die über die Metallführung greifen, in die Vene gezogen wird* Bas Entfalten des Röhrchens erfolgt sowohl durch die Elastizität seines Materials, als auch durch das Einfließen der Infusion.
Zusammenfassung und Vorteile:
Während bei den herkömmlichen Kunststoffkanülen, z. B. der Braunüle der Sirma Braun-Melsungen, der Spalt zwischen Plastikröhrchen und Metallführung durch zeitweiliges Verkleben gegen das Aufbiegen beim Einstich geschützt werden kann, bieten die neuen Kunststoffkanülen zur Punktion, Injektion und Infusion folgende Vorteile: Bei einer äußeren Führungskanale aus Metall läßt sich durch Längsfalten ein innenliegendes Piastikröhrchen mit größerem Innendurchmesser in das Gefäß einbringen entsprechend dessen primärer Bedeutung für den ungehinderten Zufluß der Infusion·
Bei einer innenliegenden Metallführung wird die Kunststoffkanüle beim Einstechen nicht mehr wie bisher vom hinteren. Ende her geschoben, sondern an ihrer Spitze in die Vene gezogen. Dadurch entfällt ein Stauchen und Aufbiegen an der vorderen Öffnung, das die Venenpunktion behindert. Außerdem kann die Wand des Plastikröhrehens, die keine wesentliche Eigenstabilität mehr aufzuweisen braucht, dünner und weicher sein, was die Vorteile eines größeren Innendurchmessers und einer geringeren Iraumatisierung der Gefäßinnenwand mit sich bringt, und damit die Gefahr vermindert, daß Gefäß oder Kanüle thrombotisch verschlossen werden. !Hie bisherige Stabilisierung für das Einstechen durch eine innenliegende Metallkanüle kann durch ein Metallstäbchen ersetzt werden. Die dünnere Plastikwand und die einfachere Metallführung bedeuten eine Kostensenkung.
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Eine FaItkanüle mit innerer v-förmiger Metallführung verei- · nigt die Vorteile beider Prinzipien, die des Längsfaltens
und die des Ziehens statt Schiebens beim Einstechen.
Die neuen Kanülen sind auch bei der Venaesectio mit Vorteil
zu verwenden. Sie können dabei in die freiliegende Vene eingestochen, bzw. in die vorher eröffnete Vene durch ihre
vorübergehende größere längsStabilität besser eingeführt werden als die üblichen Weichplastikröhrchen.
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Claims (1)

Patentansprüche: Plastikkanülen zur Punktion,Injektion und Infusion, die gegenüber den "bisherigen großlumiger und atraumatischer sind und sich beim Einstechen vorne nicht mehr aufbiegen können, gekennzeichnet dadurch:
1.) Daß ein dünnwandiges Piastikröhrchen zum Einbringen längsgefaltet in einer äußeren Führungskanüle oder um eine innere Metallführung liegt.
2·) Daß ein dünnwandiges Piastikröhrchen mit einer vorübergehenden Innenstabilisierung durch Zug von der Spitze her eingebracht wird.
3·.) Daß bei herkömmlichen Kunststoffkanülen der Spalt zwischen innerer Metallführung und äußerem Kunst st off röhrchen am Vorderrand der Kanüle für die Zeit des Einstechens durch Klebestellen verschlossen ist.
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Leerseite
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