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DE1729860A1 - Verfahren zum Einbringen eines Blaehbalges in einem zu vulkanisierenden Reifen und Vulkanisierpresse zum Durchfuehren des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Einbringen eines Blaehbalges in einem zu vulkanisierenden Reifen und Vulkanisierpresse zum Durchfuehren des Verfahrens

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Publication number
DE1729860A1
DE1729860A1 DE19641729860 DE1729860A DE1729860A1 DE 1729860 A1 DE1729860 A1 DE 1729860A1 DE 19641729860 DE19641729860 DE 19641729860 DE 1729860 A DE1729860 A DE 1729860A DE 1729860 A1 DE1729860 A1 DE 1729860A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bead
bellows
tire
press
attached
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19641729860
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Zaengl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1729860A1 publication Critical patent/DE1729860A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D30/00Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/0601Vulcanising tyres; Vulcanising presses for tyres
    • B29D30/0645Devices for inserting vulcanising cores, i.e. bladders, into the tyres; Closing the press in combination herewith

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
  • Heating, Cooling, Or Curing Plastics Or The Like In General (AREA)

Description

  • "Verfahren zum Einbringen eines BlYhbalges in einen zu vulkanisierenden Reifen und Vulkanisierprease zum Durchführen des Verfahrens" Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einbringen eines einen oberen und Minet unteren Wulst aufweisenden Blähbalges in einen zu vulkanisierenden, vorzugsweise rund ou erneuernden Reifen, der in einer Vulkanisierpresse liegt, die relativ zueinander zu bewegende, jeweils mit einem Wulstformring versehene Formteile aufweist, und eine Vulkanisierpresse zum Durchfuhren des Verfahrens.
  • Bei den bekannten Verfahren wird zunE¢hat ein Reifenrohling in Tonnenform in die Presse gebracht und vor dem Schlie#en derselben der im wesentlichen zylindrische Blähbalg in das Innere des tonnenförmigen Reifenrohlinga eingestölpt. Beim Schlie#en der Presse werden gleichzeitig die Bonde des Reifenrohlings und des Blhbalges nach aubes gewOlbt, so daB das Einbringen des Blähbalges keine Schwierigkeiten nacht.
  • Anders ist es bei rundzuerneuernden Reifen, bel wlche die Reifenwulste bereits eng nebeneinanderliegen. Ein Einführen des Blähbalges in einen solchen Reifen ist ohne die Gefahr des Einklemmens des Bllhbalps sehr schwierig. Ähnlich verhBlt es sich bei der Neuherstellung on Radialreifen mit Stahlgewebe oder sonstigen festen Geweben. Derartige Reifenroh-linge müssen eine ähnliche Form haben wie der fertige Neureifen, so de8 auch hier die Reifenwulste ziemlich eng nebeneinander liegen.
  • Die Erfindung hat sich sur Aufgabe gestellt, diese Schwierigkeiten beim Einbringen des Blähbalges in den zu vulkanisierenden Reifen su überwinden.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird gel8 der Erfindung das eingangs geschilderte Verfahren so weiterentwickelt. da# sunächst die Wulstforaringe gegeneinander genähert und dabei in den Wulsten des Reifens verankert und eodann die Wulste durch ein Voneinanderentfornen der Wulstformringe um ein bestimmtes Maß auseinandergespreizt werden, worauf der untere Mulot des Blnbalgea in den Bereich der sufgespreizten Reifenwulste verfahren und sodann gleichzeitig der Blähbalg aufgeblasen und der obere Wulst des Blähbalges in Richtung auf den unteren Valet bis zum vollständigen Ansufüllen des Reifens durch den Blähbalg bwagt wird.
  • Auf diese Art und Weise wird ein sicheres Einbringen des Blähbalges in den wu vulkanisierenden Reifen mit verhältnismä#ig einfachen Mitteln erzielt.
  • Zum Durchführen dieses neuen Verfahrens sieht die Erfindung eine Vulkanisierpresse vor, bei welcher am feststehenden Formteil der Presse ein den Blähbalg in sich aufnehmender Zylinder angebracht ist, an den ein Druckzylinder mit einem doppelt wirkenden Kolben aufgesetzt ist, dessen Kolbenstange den Boden des Aufnahmezylinders durchdringt und mit eines Wulst des Blähbalges verbunden ist. Eine solche Vulkanisierpresse wird gemä# der Erfindung so ausgebildet, daß der Aufnahmezylinder gegenUber dem feststehenden ForL-teil axial verschiebbar und im Inneren des Aufnahmezylinders eine als freifliegender Kolben ausgebildete, an der Kolbenstange des Druckzylinders verschiebbar gelagerte, mit dem anderen Wulst des BlHhbalges verbundene Scheibe angeordnet ist, die mit einem das Innere des Blähbalges mit dem Zylinderraum verbindenden Luftdurchla# versehen ist, da# ferner der eine Reifenwulst-Formring am beweglichen Pressen-Formteil, der andere formring dagegen am Ende des Aufnahmesylinders angebracht lot und beide Formringe mit an den Reifenwulsten festhaftenden Verankerungen vereehen sind.
  • Die Verankerungen können als Wulste oder als Bänder ausgebildet sein. In der Praxis hat sich jedoch ergeben, da# es günstiger r ist, unterteilte Yerankerungen su verwenden.
  • Besonders vorteilhaft haben sich dabei auf dem Umfang der Reifenwulst-Formringe verteilte Nietköpfe von etwa halbrunder Form gezeigt.
  • Damit die Umlenkung des BlthbaXges wohrond des Einrol-Ions in den Reifen durch den Spalt swisohen den Reifenwulsten ohne Schwierigkeit vonstatten geht, kann gemSB der Erfindung der am beweglichen Pressen-Formteil befestigte Wulstformring mit einer zuldenringforaigen Auflage für den BlEhbalg versehen sein.
  • Außerdem ist as dabei von Vorteil, wenn gemä# der Erfindung am Ende der lolbonstange eine rohrfomige, den Balg führende Verlängerun angebracht und In Zentrum des beweglichen Preseon-Formteiles eine die Verlängerung aufnehsende Bohrung vorgesehen ist. Dadurch wird ein Einklemmen don Balges mit Sicherheit vermieden und abordes eine gute Mhrung su Ein- und Ausrollen des Balges geschaffen.
  • Duit die Kolbenförmige freifliegende Scheibe nicht aus des Aufnahmezylinder austritt, kann am Knde desseiben ein dessen Durchmesser etwas verkleinernder Anschlag, z.B. in Form eines Ringwulstes, angebracht Min.
  • Um den Balg im Aufnahmezylinder gut unterBringen und das Aus-und Einbringen aus bs in den Zylinder su erleichtern, ist es günstig, wenn der as Ende der Kolbenstange befestigte Wulst des Dlhhb3lgoeeinenkleinerenDurchmesser als der an der freifliegenden Scheibe befestigte Vulst aufweist.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, in welcher ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt ist. Dabei zeigt Fig. 1 einen teilweisen Schnitt duroh die Vulkanisierpresse im Schema, Fig. 2 einen Ausschnitt der Presse in Schnitt vor dem Einbringen des Blähbalges in den su vulkanisierenden Reifen und Fig. 3 einen Ausschnitt der Vulkanisierpresse nach des Einbringen des Blähbalges und nach dem Schlie#en der Fora, wobei die links Hälfte der Fig. 3 den Blähbalg in einem grö#eren zu vulkanisierenden Reifen zeigt, während die rechte Hälfte der Fig. 3 den Blähbelg in einem etwas kleineren Beifen zeigt.
  • Via aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Vulkanisierpresse aus eines unteren Pate 1 und einem oberen Formteil 2.
  • Das untere Fosteil 1 ist in Pfeilriohtang F heb-und eenkbar am Pressengeatell 3 gelagert. In gezeichneten Beispiel schließt sich an das Formteil 1 ein Druckzylinder 4 an, in welchem ein doppelt wirkender Kolben 5 angeordnet ist, der durch seine Kolbenstange 6 mit don Preaaengestell 3 fest verbunden let.
  • Der Antrieb des beweglichen Forsteile 1 ist jedoch nur aus Gründen der Einfachheit als Druckzylinder dargestellt.
  • Er kann in Wirklichkeit in Form eines Kniegelenkpaares oder ähnlicher Mittel gestaltet soin, wobei selbstverständlich auch Vertikalführungen für den beweglichen Formteil 1 vorgesehen sein kennen.
  • Der Formteil 2 der Presse ist is Pressengestell ortsfest angebracht. Im Zentrum des oberen Formteiles 2 ist vertikal, d. h. axial verschiebbar, ein Zylinder 7 gelagert, der unten offen ist, oben dagegen durch den Boden 7' verschlossen ist. Auf dem Boden 7 dieses Zylinders ist mittels Schrauben 8 (strichpunktiert angedeutet) ein Drue der 9 befestigt, in welches ein doppelt wirkender Kolben 10 angeordnet ist, dessen Kolbenstange 11 den Boden 7' des Zylinders 7 durchdringt, wobei dae Ende diesel Kolbenstange 11 liber eine Scheibe 12 mit dem unteren Wulst 13 eines Blahbalges 14 fest verbunden ist. Im Inneren des den Balg 14 aufnehmenden Zylinders 7 ist eine weitere Scheibe 15 angeordnet, die als freifliegender Kolben auf der Kolbenstange 11 axial verschiebbar gelagert ist und am Umfang mit einer Dichtung 16 zum Abdichten gegenUber der Innenwand des Zylinders 7 versehen ist. An dieser Scheibe 16 ist der obere Wulst 17 des Blähbalges 14 befestigt. (in Fig. 2 in einzelnen ersichtlich) Die Scheibe 15 ist mit einer Bohrung 18 versehen, welche das Innere 19 des Blahbalges 14 mit dem oberhalb der Scheibe 15 befindlichan Raum 20 des Aufnahmezylinders 7 verbindet.
  • Am Ende des Aufnahmezylinders 7 ist beispielsweise mithilfe eines Bajonettversclilusses 21 ein Reifenwulst-Formring 22 befestigt, wShrend der zweite Reifenwulst-Formring 23 am unteren Formteil 1 angeordnet ist. Beide Formringe 22 und 23 sind auf ihren den Reifenwulsten 25 und 26 zugekehrten Flache mit Vorsprüngen 27 in Form son Halbrundnietköpfen vereehen, welche Nietkbpfe auf dem Umfang der Foraringe 22 und 23 verteilt sind.
  • Ferner ist der Reifenwulst-Formring 22 mit einer den Durchmesser des Aufnahmezylinders 7 etwas verkleinernder Ringwulst 28 vereehen.
  • As unteren Reifenwulst-Formring 23 ist eine muldenringförmige Auflage 29 angeordnet, in welcher sentrisoh eine Bohrung 30 sur Aufnahme der Scheibe 12 eingearbeitet lot, Am Inde der Kolbenstange 11 ist eine rohrförmige Verlängerung 31 befestigt, die in Durchmesser so gehalten ist, daß sie in aine mittige Ausnehmung 32 des unteren Formteiles 1 hindurchtreten kann. Die rohrförmige Verlängerung ist so lang, daß sie etwa bündig mit dem im Zylinder ? aufgenommenen Blähbalg 14 abschließt. Diese rohrförmige Verlängerung 31 kann am Ende einen Einführungskonus 33 aufweisen.
  • Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weist der obere Wulst 17 des Blahbalges 14 einen wesentlich größeren Durchmesser auf, als der untere Wulst 13 des Balges 14. Der Blähbalg 14 befindet sich also im zurückgezogenen Zustand zwischen zwei glatten Zylinderwänden, wovon die eine durch den Aufnahnesylinder 7 und die andere durch das Rohr 31 gebildet wird.
  • Um den Aufnahmezylinder 7 vertikal gegenUber dem Presseformteil 2 verschieben su können, greifen an Arsen 34 des Zylinders 7 Kolbenstangen 35 und 36 an, deren doppelt wirkende Kolben 37 und 38 in ortsfest angebrachten Drucklindern 39 und 40 gleiten.
  • Die Arbeitsweise der Vuklanisierpresse während des Ein-und Ausbringens de Blähbalges 14 ist folgende: Es set angenomen, da8 sich die Vulkanisierpresse in goöffneten Zustand entaprechend Fig. 1 befindet, jedoch der su rulkanlslerende Reifen auf die untere Formhälfte 1 gelegt set. Nun wird das untere Forateil 1 mit des darauf liegenden Reifen mithilfe der Druckrorrichtung 4, 5, 6 vertikal angehoben, während andererseits der Aufnahezylinder 7 mithilfe der Drucksylinder 39 und 40 abgesenkt wird. Auf diese Art und Weise drücken die beiden Wulatforaringe 22 und 23 an Ende der geschilderten gegenläufigen Bewegung die Reifenwulste 25 und 26 gegeneinander, wie in Fig. 2 gezeigt. Dabei werden die Reifenwulste 25 und 26 Bithilfe der Vorsprunge 27 in den beiden Formringen 22 und 23 ausreXchend fest verankert. Damit bei der gegenläufigen Bewegung von Forminterteil 1 und Aufnahmezylinder 7 keine harten Stö#e erfolgen können, ist es zweckmä#ig, zwischen dem Zylinder 7 und den Kolbenstangen 35 und 36 der Druckzylinder 40 und 39 federnde Mittel vorsusehen.
  • Au#erdem kann in den Wulstformringen 22 und 23 ein Taster eingebaut sein, der bei ausreichendar Näherung der beiden Fornringe die Beaufschlagung der Druckkolben 5 bzw. ey und 28 unterbricht.
  • Im Anschlu8 daran witddasForaunterteil1nunwiederum vertikal abgesenkt, und zwar je nach Reifengrö#e, beispielsweise 10 bis etwa 25 ca. Der Vulat 25 wird dabei durch den Wnbtforaring 22 unserEndart in Stellung gehalten, wahrend der andere Reifenwulst 26 infolge der Verankerung in Wulstformring 23 mit t nach unten gezogen wird, wr. das Formunterteil 1 vertikal abgesenkt wird. Auf diese Art und Weise wird der eingelegte Reifen aufgespreizt, d. h. die Reifenwulste 25 und 26 voneinander entfernt. So entsteht ein Ringapalt zwischen den beiden Reifenwulaten 25 und 26, dessen lichtes MaS sich nach der Grdßs des zu vulkanisierenden Reifens richtet Es sei erwähnt, da# der weiter oben zitierte Taster auch dasu dienen kann, nach genügender AnnSherung der beiden Wulatformringe 22 und23 eine Umateuerung in der Beaufachlagung des Kolbons 5 zu bewirken.
  • Ferner kann im Wulstforzring 22 ein Taster eingebaut sein, welcher den Formring in Bereich des Reifenwialates 25 etwa vertikal durchdringt und aus dem Formring ragt, solange der Reifenwulst 25 nicht seine in Formring verankerte Stellung eingenommen hat. Durch diesen Taster wird kontrolliert, ob der Reifenwulst 25 beim Aufspreizen des Reifens seine Stellung in Formring 22 beibehalten hat.
  • Nach dem Aufspreizen des Reifens wird die Kolbenstange 11 durch. entsprechendes Beaufschlagen des Kolbens 10 nach abwärts gefahren. Die obere Scheibe 15 behElt dabei jedoch ihre Stellung bei, weil die Reibung des Blähbalges 14 an der Wand des Zlinders 7 so groB ist, daß zunächst eine Verschiebung der Scheibe 15 nicht erfolgen kann. Zusammen mit der Kolbenstange 11 vollzieht die rohrartige Verlängerung 31 die Abwärtsbewegung des Kolbens 10. Nachaem dabei der Blähbalg 14 sich an den entsprechenden WEnden abrollt, gelangt das untere Ende der Verlängerung 31 wesentlich rascher in den Bereich der Ausnehmung 32 in der unteren Formhälfte 1 als das untere Ende des Blähbalges 14.
  • Am Ende der Abwärtsbewegung der Kolbenstange 11 befindet sich die Scheibe 12 mit dem Wulst 13 des Blähbalges in der Aufnahme 30 im unteren Formteil 1, wie in Fig. 3 geseigt.
  • Wenn die untere Scheibe 12 diese Endlage erreicht hat, wird in den Raum 20 oberhalb der Kolbenscheibe 15 im Aufnahmezylinder 7 Druckluft durch einen (nicht geseichneten) Durohbruch eingeblasen. Dabei stellt sich zunächst im Baum 20 ein Uberdruck ein, welcher die auf der Kolbenstange frei ajdal verschiebbar gelagerte Scheibe 15 zusammen mit dem Wulst 17 des Blähbalges nach unten preßt. Gleichzeitig tritt die Druckluft in einem gewiseen Maße durch das Loch 18 in der Scheibe 15 und gelangt in das Innere des Blähbalges 14, ex daB diesel wahrend der Abwärtsbewegung der Scheibe 15 aufgeblasen wird und ohne jede Faltenbildung zwischen den aufgeapreiaten Reifenwulaten 25 und 26 in das Innere des xu vulkanisierenden Reifens eintritt und sich am Ende glatt gegen dessen Inné anlegt. Der dazu benotigte Luftdruck ist nicht hoch, in der Regel genügt etwa eine Atmosphäre Uberdruck. Damit der Blähbalg 14 dabei nicht zu rasch aufgeblasen wird, kann das Loch 18 in der Scheibe 15 verhaltnismä#ig klein sein, so daß eine susretchende Drosselwirkung erzielt wird.
  • Die Bewegung der Scheibe 15 wird grundsätzlich durch den Ringwulst 28 begrenzt, wie aus Fig. 3, linke Hälfte, ersichtlich ist. Der Ringwulst hat dabei eine glatte Form, so daB der Blähbalg sich an den Ringwulst anschmiegt, ohne daB es dabei zu Beschädigungen des Blähbalges kommen kann. In der linken Hälfte der Fig. 3 ist derjenige Fall gezeigt, da# ein Reifen vulkanisiert wird, für dessen Grö#e die Presse maximal ausgelegt ist. Bekanntlich Können bei Vulkanisierpressn die Formteile ausgewechselt werden, so da# mit ein und derselben Presse durch Auswechseln der Forte if unterschiedlicher Grdße vulkanisiert werden können.
  • In der rechten Halte der Fig. 3 ist der Fall geseigt, da8 ein etwas kleinerer Reifen in die Presseeingelegt ist.
  • Mit Rücksicht auf die Drosselwirkung des Loches 18 erfolgt in der'letzten Phase der AbwKrtabowegung der Scheibe 15 eine Verschiebung derselben nur dann, wenn sich der Blähbal noch nicht ganz an die Innenwand des Reifens angelegt hat. Denn wird solange Material des Blähbalges 14 nachgeholt, bis eine vollständige Ausfüllung des zu vulkanisierenden Reifens erfolgt. Ist dieser Zustand eingetreten, so kann die Scheibe 15 nicht mehr weiter nach unten gleiten, sis stellt sich infolgedessen selbsttätig bei Reifen unterschiedlicher Grouse in der rechten Hdhe ein, 30 da# das Balgende in der NShe des Wulstes 17 nicht beschädigt werden kann.
  • Wenn der Blähbalg 14 auf die geschilderte Art und Weise richtig in den reifen eingebracht worden ist, wird das Formunterteil 1 weiter bis zum endgültigen Schließen der Presse angehboen. Gleichzeitig werden die Kolben 37 und 38 entlastot, so da# dur Aufnahmezylinder 7 aus der oberen Formhälfte 2 ausgefahren wird.
  • Wenn die Vulkanisierpresse gans zusammengefahren ist, wird in den Blehbalg der volle Druck eingelassen und es beginnt wie Ublich der Vulkanisiervorgang. Bei einer Neureifenherstellung gelangt dann in den BlähbalgDampf, bei einer Runderneuerung dagegen Pre#luft.
  • Wenn der Vulkanisiervorgang beendet ist, wird der Druck aus dem BlShbalg 14 abgelassen ; dMdt dieser Vorgang nicht zu lange dauert kann in der Scheibe 15 ein Ventil bekannter Art eingebaut sein, welches in der einen Richtung in den Blähbalg hinein als Dropa wirkt, d. h. die Funktion des Loches 18 übernizmt, dagegen in der entgegengesetsten Richtung einen erheblich gr8Beren Durchlaß öffnet. Ein solches Ventil kann beispielaweise ein Rohr sein, das nit dem unteren Ende in die Bohrung 18 der Scheibe 15 eingeschraubt ist.
  • Oberhalb der Scheibe 15 weist das Rohr radiale Bohrungen auf. neren des Rohres ist eine Scheibe mit einer Bohrung entsprechend ¢em Durchmesser des Loches 18 angeordnet, die einen unteren Sitz unterhalb der Radialbohrungen und einen oberen Sits oberhalb dieser Radialbohrungen hat.
  • Wenn die Scheibe auf dem unteren Dichtsitz aufliegt, kann die druckluft aus dem Raum 20 in das Innere des Blähbalges 14 nur durch ein Loch in der Scheibe entsprechend dem Loch 18 strume, Sobald jedoch ein Luftstrom in umgekehrter Richtung erfolgt, wird die Scheibe an den oberen Sitz gepre#t und die Luft kann auch durch die Radialbohrungen in rober in den Raum 20 und von da durch eine geeigneto §ffnung ins Freie strömen.
  • Sobald der Blähbalg 14 leer ist, wird die Scheibe 12 mithilfe der Kolbenstange 11 nach oben gezogen. Erwähnenswert ist dabei, da#, wie aus Fig. 3 ersichtlich, die Scheibe 12 nicht unnittelbar auf die Scheibe 15 trifft, so da# die Scheibe 12 während der ersten Aufwärtsbewegung über den Wulst 13 den Blahbalg einseitig aus dem Reifen rollt. Erst beim Auftreffen der Scheibe 12 auf die Scheibe 15 erfolgt auch ein Zug auf den Blähhal 14 über den Wulst 17. Zu diesem Zeitpunkt ist jedoch bereits ein Lösen des Blähbalges 14 von der Innenwand des Reifens erfolgt, so da# durch weiteres Zurückziehen der Kolbenstange 11 nunmehr der Blähbalg 14 ohne Schwierigkeit in den Zylinder 7 eingezogen werden kann, bis die in Fig. 1 gezeigte Stellung wieder erreicht ist.
  • Der Vollständigkeit haloer sei noch darauf hingewiesen, daB der Wulstformring 23 mit der muldenringfürmigen Auflage 29 an einer Auswerferplatte 40 sitzen kann (Fig.3), welche durch Federdruck anhebbar ist, so daB der vulkanisierte Reifen nach dem Absenken des Formunterteils 1 aus der eigentlichen Form angehoben und ausgeworden wird.
  • Das neue Verfahren und die entsprechende Presse hierzu kann sowohl bei der Vulkanisation von Personenwagenreifen als auch von Lastwagenreifen angewandt werden. Selbst bel sehr gro#en und sehr steifen Lastwagenreifen wird dabei ein einwandfreles, sicheres Einbringen des Blähbalges ohne Jede Gefahr des Einkleamens desselben erzielt.
  • Das Einbringen des Blähbalges 192t sich in seine Verfahrensschritten auberges ohne weiteres durch bekannte Mittel selbsttätig steuern, so daB das Einbringen nach dem neuen Verfahren auch bei solchen Vulkanisierpressen angewandt werden kann, die automatisch gesteuert sind.

Claims (8)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e : 1. Verfahren zum Einbringen eines einen oberen und einen unteren Wulst aufweisenden Blähbalges in einen su vulkanisierenden, vorzugsweise rundzuerneuernden Reifen, der in einer Vulkanisierpresse liegt, die relativ zueinander zu bewegende, jeweils mit einem Wulstforaring versehene Formteile aufweist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß B zunächst die e Wulstformringe gegeneinander genShert und dabei in den Wulsten des Reifens verankert und sodann die Wulste durch ein Voneinanderentfernen der Wulstformringe un ein bestimmtes Ma auseinandergespreizt werden, worauf der untere Wulst des BlShbalges in den Bereich der aufgespreizten Reifenwulste verfahren und soldann gleichzeitig der Blahbalg aufgeblasen und der obere Wulst des BlRhbalges in Richtung auf den unteren Wulst bis zum vollständigen Ausfüllen des Reifens durch den Blähbalg bowegt wird.
  2. 2. Vulkanisierpresse zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher am feststehenden Formteil der Presse ein den Blthbalg in sich aufnehmender Zylinder angebracht ist, an dem ein Druckzylinder mit einem doppelt wirkenden v v Kolben aufgesetzt ist, dessen Kolbenstange den Boden dais Aufnahmezylinders durchringt und mit einem Wulst des Blätbalgse verbunden ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h a e t, daB der Aufnahmezylinder gegenüber dem feststehenden Formteil axial verschiebbar und im Inneren des Aufnahmezylinders eine als freifliegender Kolben ausgebildete, an der Kolbenstange des Druckzylinders verschiebar gelagerte, Bit dem anderen Wulst des Blähbalges verbundene Scheibe angeordnet ist, die mit einem das Innere des Blähbalges mit dem Zylinderrau verbindenden Iuftduroblaß tersehen ist, da# ferner der eine Reifenwulst-Foraring as beweglichen Pressen-Formteil, der andere Formring dagegen am Ende des Aufnahmezylinders angebracht ist und beide Formringe mit an den Reifenwulsten festhaftenden Verankerungen versehen sind.
  3. 3. Presse nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, da# die Verankerungen als auf den Umfang der Reifenwulst-Formringe verteilte Nietkopfe von etwa halbrunder Form ausgebildet sina.
  4. 4. Presse nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, da# der am beweglichen Pressen-Formteil befestigte Wulstformring mit einer muldenringfürmigen Auflage fUr den BIHhbalg versehen ist.
  5. 5. Presse naah Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, da# am Ende der Kolbenstange eine rohrförmige, den Balg führende Verlängerung angebracht und im Zentrua des bewegliphen Pressen-Formteiles n die Ver-. längerun g aufnehmende Bohrung vorgesehen ist. o
  6. 6. Presse nach Anspruch 2 d a du u r o h g e k e n ns e i c h n e t, daß an zende des Aufnahmezylinders ein dessen Durchuseser etwas verkleinernder Anschlag für die im Zylinder angeordnete freifliegende Scheibe angebracht ist.
  7. 7. Presse nach Anspruch 2, d a d u r a h g e k e n ns e i c h n e t dans der am Ende der Kolbenstange befestigte Wulst des B14hbalges einen kleineren Durchmesser als der an der freifliegenden Scheibe befestigte Wulst aufweist.
  8. 8. Presse nach Anspruch 2, d a duu r a h g e k e n nz e i c h n e t, daB der Aufnahaesylinder in an sich bekannter Weise mithilfe mindestens eines Druokluftzylinders mit doppeltwikendem Kalben axial verschiebbar ist.
    L e e r s e i t e
DE19641729860 1964-06-26 1964-06-26 Verfahren zum Einbringen eines Blaehbalges in einem zu vulkanisierenden Reifen und Vulkanisierpresse zum Durchfuehren des Verfahrens Pending DE1729860A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0826484A3 (de) * 1996-09-03 1999-06-30 Mitsubishi Heavy Industries, Ltd. Zentriervorrichtung für Reifenvulkanisiermaschine
CN101537718A (zh) * 2009-04-27 2009-09-23 余延博 轮胎热翻中心冲气机构
WO2018036575A1 (de) * 2016-08-25 2018-03-01 Harburg-Freudenberger Maschinenbau Gmbh Verfahren und vorrichtung zum vulkanisieren von reifen

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