DE172128C - - Google Patents
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- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description
bat
aanwvvi-ivnci
(Sru-i-nae
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 172128 KLASSE 40«. GRUPPE
Dr. J. SAVELSBERG in PAPENBURG a. Ems.
schwefelhaltigen Zuschlagen, Kohle und Flußmitteln.
Die Gewinnung mancher Metalle, z. B. Nickel, Kobalt, Kupfer usw., geschieht bekanntlich
in der Weise, daß die entsprechenden Erze im Schachtofen auf Stein verschmolzen werden, wobei die in den Erzen
enthaltenen Metalle in den Stein (Nickelstein, Kupferstein usw.) gehen und aus letzterem
durch weitere Verarbeitung gewonnen werden.
Während nun einige Erze, z. B. Kupfer-
■o kies, genügend Schwefel zur Steinbildung
enthalten, muß anderen der erforderliche Schwefel künstlich zugeschlagen werden, und
zwar in Form von Schwefel oder schwefelhaltigen Verbindungen.
Zu den Erzen letztgenannter Art gehören u. a. die neukaledonischen Nickel- bezw.
Kobalterze, welche die zu gewinnenden Metalle (Nickel und Kobalt) in oxydischer Form
enthalten. Sollen sie auf einen Stein verschmolzen werden, so muß ihnen der Schwefel
in irgend einer Form zugeschlagen werden. Genannte Erze sind, an sich schon sehr
schwer schmelzbar, befinden sich aber außerdem in einem für den Schachtofenbetrieb
sehr ungünstigen Zustand, da sie größtenteils pulverförmig sind. Um sie auf Nickelstein
verschmelzen zu können, verfuhr man auf folgende Weise: Die Erze wurden mit Schwefel oder schwefelhaltigen Verbindungen
und Flußmitteln vermischt und dann das Gemisch brikettiert und die Briketts dann im
Schachtofen zur Gewinnung von Nickelstein niedergeschmolzen.
Das Brikettieren ist sehr kostspielig und man erreicht den Zweck desselben, die Erze
nebst Zuschlagen in Stückform bis zum Schmelzpunkt des Schachtofens zu erhalten,
doch nur unvollkommen, weil die Briketts schon im oberen Schachtofenteile teilweise
zerfallen. Mit dem Zerfallen der Briketts sind aber weitere Ubelstände und Kosten
verbunden. 1. Die Beschickung des Ofens wird zu dicht und dadurch der Ofengang
erschwert, die Leistung desselben heruntergedrückt und viel Koks verbraucht. 2. Es
tritt größere Flugstaubbildung ein, da man bei dem dichten Ofengange höher gepreßten
Wind anwenden muß,, wodurch pulveriges Erz fortgeblasen wird. 3. Man hat erheblichen
Verlust an Schwefel, indem durch das Zerfallen der Briketts der beigemischte
Schwefel zum Teil freigelegt wird und nutzlos verbrennt; man muß daher einen großen
Überschuß an Schwefel anwenden, um die Schwefelung der im Erz enthaltenen Metalle
zu erreichen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung des Brikettierens und der oben
aufgeführten Übelstände durch einen neuen, in einem einzigen Vorgange verlaufenden
Schwefelungs- und Sinterungsprozeß mittels Verblasens in der Birne oder in irgend einer
anderen geeigneten Vorrichtung. Zu diesem Zwecke werden die Erze mit Schwefel und
den sonstigen Zuschlägen und etwas pulverförmiger Kohle gut gemischt und in einer
Birne auf glühenden Brennstoff oder glühendes Erz gebracht, während gleichzeitig Ge-
bläseluft durch die Masse geblasen wird. Durch den in der Birne enthaltenen Brennstoff
wird die Ladung so erhitzt, daß der Schwefel in Reaktion tritt und sich mit den
im Erz enthaltenen Metallen zu Schwefelmetallen verbindet. Das bei diesem Vorgange
sich bildende Schwefeldioxyd wird durch die in der Mischung befindliche glühende Kohle sofort wieder zu Schwefel
ίο reduziert. Die hierbei freiwerdende Reaktionswärme
ist so groß, daß sie genügt, den Vorgang ohne weitere äußere Wärmezufuhr fortzupflanzen
und das Erz zum Sintern zu bringen. Ist der Vorgang beendet, so bildet die ursprünglich pulverformige Ladung eine
zusammengesinterte Masse, welche die zu gewinnenden Metalle als Schwefelmetalle enthält.
Die gesinterte Masse kann in Stücke zerschlagen und ohne weiteres im Hochofen auf Stein niedergeschmolzen werden.
Die Vorteile, die sich aus dem vorliegenden Verfahren ergeben, sind ganz bedeutende:
I. Die Arbeit und die Kosten des Brikettierens fallen fort.
2. Das Schmelzgut wird für den Schachtofen ausgezeichnet vorbereitet, indem es in
Stückform von harter Beschaffenheit gebracht und durch die vorangegangene Sinterung
gerade für den Schmelzvorgang die wünschenswerten Eigenschaften erhält. Hierdurch
wird
3. an "Brennstoff (Koks) gespart und die Leistungsfähigkeit des Hochofens bedeutend
gesteigert.
4. Es wird an Schwefel gespart, da der Schwefelungsvorgang in der Birne mit Leichtigkeit
so geleitet werden kann, daß die Schwefelung der Metalle mit dem geringsten Überschuß an Schwefel erfolgt.
5. Die Flugstaubbildung wird sehr vermindert.
,6. „Es wird ein reichhaltiger Stein erhalten.
7. Es gelangt ein durchaus trockenes Gut zur Verschmelzung, während Erzbriketts
einen größeren Wassergehalt aufweisen.
Die technische Wirkung der vorliegende Erfindung stellt sich also als eine ganz bc
deutende Verbesserung" und Verbilligung gegen über den bisher üblichen Verfahren dar.
Bei dem oben beschriebenen Verfahre: kann man als schwefelhaltigen Zuschlag auc:
Sulfate, z. B. Gips, anwenden. In diesen Fall empfiehlt es sich, zur Reduktion de
Sulfate zu Sulfiden der Mischung noch be sonders eine zusätzliche Menge eines re
duzierenden Stoffes, z. B. Kohlenpulver, bei zumischen.
Von anderen Sinterungsverfahren, di< durch Verblasen in der Birne vorgenommer
werden und bei denen die Verbrennungs; wärme des Schwefels zur Unterhaltung de;
Vorganges und zum Sintern der Erze verwendet wird, ist vorliegendes Verfahren wesentlich verschieden. Denn bei den genannten
Verfahren handelt es sich um Entschwefelungsvorgänge (Röstvorgänge), welche
bezwecken, den Schwefel aus seinen Verbindungen in Form von Schwefeldioxyd auszutreiben,
wobei die bei der Verbrennung des Schwefels freiwerdende Wärme zum Sintern der Erze dient.
Das vorliegende Verfahren ist den genannten ganz entgegengesetzt, denn es ist ein
Schwefelungsvorgang; es bezweckt Schwefel in die Erze hineinzubringen und bedient sich
nicht der Verbrennungswärme des Schwefels zur Unterhaltung des Vorganges und Sinte-1
rung der Erze, sondern der Reaktionswärme, welche durch die Verbindung des Schwefels:
mit den Schwermetallen der Erze frei wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Schwefelung von oxy-i dischen Erzen o. dgl., insbesondere von[ Nickel- und Kobalterzen, unter Zuhilfenahme von Schwefel oder schwefelhaltigenl Zuschlagen, Kohle und Flußmittel, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch: von Erzen und Zuschlägen in einer Birne· bis zur Sinterung verblasen wird. i
Publications (1)
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|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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- DE DENDAT172128D patent/DE172128C/de active Active
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