DE1797221B2 - Mehrschichtfilter zur erhoehung der farbtemperatur einer hochtemperaturlampe - Google Patents
Mehrschichtfilter zur erhoehung der farbtemperatur einer hochtemperaturlampeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mehrschichtfilter zur Erhöhung der Farbtemperatur einer Hochtemperaturlampe,
bei dem auf die Oberfläche einer transparenten Unterlage eine ungerade Anzahl von übereinanderliegenden
Schichten gleicher Dicke aufgebracht sind, die von den äußeren Schichten beginnend abwechselnd aus
einem Stoff mit höherer bzw. mit niedrigerer Brechungszahl bestehen.
Derartige Mehrschichtfilter sind bereits bekannt. Für die Verbesserung der Farbcharakteristik künstlicher
Lichtquellen und die scheinbare Farbtemperaturerhöhung wird bei einem bekannten Mehrschichtfilter
(US-PS 35 27 974) von einem transparenten Substrat und einer Vielzahl von selektiv reflektierenden Schichten
ausgegangen, die im wesentlichen den Anteil des sichtbaren Lichtes, der für die Erzeugung der gewünschten
Farbtemperatur nötig ist, reflektieren und die unsichtbare Lichtstrahlung, zusammen mit dem nichtreflektierten
Anteil der sichtbaren Strahlung, durchlassen.
Ein weiteres bekanntes Kantenfilter für Beleuchtungsquellen hoher Leuchtdichte und Wärmestrahlung
(DT-Patentanmeldung V3183IXa/4b) bedient sich
einer Anordnung mindestens zweier nichtmetallischer und für den sichtbaren Spektralbereich praktisch
absorptionsfreier dünner Schichten auf einem Filterträger mit einer Brechungszahl einer der Schichten, die
größer ist als die Brechungszahl der an diese dünne Schicht angrenzenden Medien, wobei die Dicken der
Schichten gleich sind rlem Quotienten aus einer dem Schwerpunkt des durchzulassenden Spektralbereiches
entsprechenden Wellenlänge und dem Doppelten der Brechzahlen der dünnen Schichten, so daß das sichtbare
Spektrum bis auf die unvermeidlichen Verluste durchgelassen und angrenzende schädliche Spektralbereiche
stark reflektiert werden. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht das bekannte Wärmefilter aus
einem Filterträger mit einem bestimmten Brechungsindex, auf dem sich insgesamt sieben weitere dünne
Schichten mit jeweils wechselnden anderen Brechungsindizes aufbauen. Dieses Wärmefilter findet vorteilhaft
als Scheinwerferabschlußglas Verwendung.
Bei fotografischem Farbfilmmaterial, welches für den Gebrauch bei Tageslicht bestimmt ist, wird die beste
Farbwiedergabe bei Verwendung von Tageslichtbeleuchtung während dei Aufnahmen erzielt Das
Wellenlängenspektrum der Tageslichtbeleuchtung kennzeichnet sich durch eine Farbtemperatur von
ungefähr 5500 K.. Wenn die für Tageslichtaufnahraen bestimmten Farbfilme für Aufnahmen bei Kunstlicht
verwendet werden, etwa bei der Ausleuchtung mit einer Wolframfadenlampe, so kann keine gute Farbwiedergabe
erzielt werden. Aus verschiedenen Gründen kann es jedoch auch erforderlich sein, Tageslichtfilme bei
Kunstlicht zu verwenden, etwa wenn man nur künstliche Lichtquellen zur Verfügung hat oder wenn das
Tageslicht allein nicht ausreicht Im letztgenannten Falle müssen zusätzliche künstliche Lichtquellen aufgestellt
werden, deren Farbcharakteristik mit dem Tageslicht vergleichbar ist deren Farbtemperatur also ungefähr
bei oder über 5500 K liegt.
Beispielsweise ist eine für fotografische Beleuchtungszwecke übliche Wolfram-Jod-Lampe durch eine
Farbtemperatur gekennzeichnet, die etwa bei 3200 K liegt Bei der Verwendung von Tageslicht-Farbfilmen
für fotografische Aufnahmen ist es erforderlich, diese Farbtemperatur auf einen Betrag vcn etwa 5500 K zu
bringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wärmebeständiges, farbverbesserndes Filter zu schaffen,
welches die Farbtemperatur einer Hochtemperaturlampe derart erhöht, daß die Verwendung von
Tageslichtfarbfilmen bei Aufnahmen mit einer derartigen Lichtquelle ermöglicht wird.
Die Lösung der Aufgabe wild erfindungsgemäß für ein Mehrschichtfilter der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß die Dicke jeder Schicht einem Viertel einer Wellenlänge von 600 bis 650 nm entspricht und daß auf die äußerste Schicht mit höherer Brechungszahl eine zusätzliche Schicht aus einem Stoff mit niedrigerer Brechungszahl aufgebracht ist, deren Dicke einem Viertel einer Lichtwellenlänge von etwa 450 nm entspricht.
Die Lösung der Aufgabe wild erfindungsgemäß für ein Mehrschichtfilter der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß die Dicke jeder Schicht einem Viertel einer Wellenlänge von 600 bis 650 nm entspricht und daß auf die äußerste Schicht mit höherer Brechungszahl eine zusätzliche Schicht aus einem Stoff mit niedrigerer Brechungszahl aufgebracht ist, deren Dicke einem Viertel einer Lichtwellenlänge von etwa 450 nm entspricht.
Dieses Mehrschichtfilter kann überall dort vorteilhaft Verwendung finden, wo eine mit dem Tageslicht
vergleichbare künstliche Beleuchtung, beispielsweise bei Filmaufnahmen, Fernsehübertragungen und dergleichen
mehr, wünschenswert und erforderlich ist. Das Filter ermöglicht es, die Farbtemperatur einer Wolfram-Jod-Lampe
auf einen Betrag von etwa 5500 K zu bringen, die etwa der Farbtemperatur des Tageslichts
entspricht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Mehrschichtfilters sind den Unteransprüchen zu
entnehmen.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen für das Mehrschichtfilter und deren Kennlinien:
F i g. 1 und 2 vergrößerte Teilquerschnitte durch zwei Mehrschichtfilter mit sechs bzw. mit zehn Schichten,
und
F i g. 3 und 4 Lichtdui chlässigkeitskennlinien der beiden Mehrschichtfilter gemäß F i g. 1 und 2.
Das Mehrschichtfilter besteht aus einer transparenten Trägerschicht, z. B. aus wärmebeständigem Glas, und
einer bestimmten Anzahl von Überzügen aus einem beliebigen, die erforderlichen, vorzugsweise dichroitischen
Eigenschaften aufweisenden Material.
Als beispielsweise Ausführungsformen für Mehrschichtfilter zeigen die F i g. 1 und 2 solche mit sechs und
mit zehn Überzügen. In einem vergrößerten Teilquerschnitt zeigt F i g. 1 ein Mehrschichtfilter, bei dem auf
einer transparenten Unterlage 25 sechs farbverbesserte
Schichten 26 aufgetragen sind, nämlich fünf Schichten 27,28, die in ihrer Dicke einem Viertel der Wellenlänge
des Lichts von 600 bis 650 nm entsprechen, und eine weitere Schicht 29, deren Dicke einem Viertel der
Wellenlänge von 450 nm entspricht Die fünf einer Viertel-Wellenlänge von 600 bis 650 nm entsprechenden
Schichten 27, 28 bestehen aus sich abwechselnden Materialien von hoher und niedriger Brechungszahl. Die
sechste Schicht 29 besitzt eine niedrige Brechungszahl. Folgende Materialien haben sich als günstig für die
Herstellung der Schicht mit einer hohen Brechungszahl erwiesen: ,s
Titan-Oxid (TiO2)
Zircon-Oxid (ZrO2)
Zink-Sulfid (ZnS)
Antimon-drei-Sulfid (SbS3).
Zircon-Oxid (ZrO2)
Zink-Sulfid (ZnS)
Antimon-drei-Sulfid (SbS3).
Für die Hersteilung einer Schicht mit niedriger Brechungszahl können demgegenüber Mangan-Fluorid
(MgF2), Quarz (SiO2) und Cryolit verwendet werden.
Im einzelnen bestehen die sechs Schichten gemäß F i g. 1 aus den drei Schichten 27 mit hoher Brechungszahl
aus Titan-Oxid (TiO2) und den zwei zwischen diesen angeordneten Schichten 28 mit niedriger Brechungszahl
aus Magnesium-FIuorid (MgF2). Die fünf Schichten 27
und 28 sind auf der Unterlage jeweils in einer Dicke aufgebracht, die einem Viertel der Wellenlänge von 600
bis 650 nm entspricht. Auf diesen fünf Schichten befindet sich schließlich noch eine weitere Schicht 29
aus Mangan-Fluorid (MgF2), die direkt auf die
Titan-Oxid(TiO2)-Schicht aufgetragen ist und eine Dicke
von einem Viertel der Wellenlänge von 450 nm hat. Die abschließende Schicht ist von größter Wichtigkeit
bezüglich des Zusammenwirkens mit den anderen fünf Schichten Diese Schicht ermöglicht Durchlässigkeit des
Blau-Grün-Anteils des Lichts unter gleichzeitiger Dämpfung des Gelb-Rot-Anteils. Das Mehrschichtfilter
hat ein Reflexionsvermögen von etwa 80% im Geib-Rot-Bereich und eine Durchlässigkeit von 90% im
Blau-Grün-Bereich mit einer maximalen Durchlässigkeit bei 450 nm.
Die Durchlässigkeitscharakteristik des Mehrschichtfilters nach F i g. 1 ist in F i g. 3 wiedergegeben.
Während die Ordinate die Durchlässigkeit D des Filters zeigt, ist auf der Abzisse die jeweilige Wellenlänge in nm
angegeben. Die gestrichelt dargestellte Kurve a zeigt die Durchlässigkeitskennlinie des Mehrschichtfilters,
welches aus den fünf sich abwechselnden Schichten aus Titan-Oxid (TiO2) und Mangan-Fluorid (MgF2) besteht,
wobei zu ersehen ist, daß die Durch'ässigkeit dieser Anordnung bei 450 nm etwa 82% beträgt. Demgegenüber
zeigt die in voller Linie dargestellte Kurve d die Durchlässigkeit des Mehrschichtfilters, bei der zusätzlich
auf die aus MgF2 bestehende oberste Schicht noch eine Schicht aus Titan-Dioxid (T1O2) in einer Dicke von
einem Viertel der Wellenlänge von 450 nm aufgebracht worden ist Die Hinzufügung dieser abschließenden
Schicht eines Materials mit niedriger Brechungszahl bewirkt, wie aus Fig.3 hervorgeht, eine Vergrößerung
der Lichtdurchlässigkeit des Filters von etwa 82% auf ungefähr S2%, d. h. also einen Zuwachs von etwa 10%.
Diese Vergrößerung der Lichtdurchlässigkeit erhöht die Ausgangsleistung des Tageslicht-Spektrums einer
Hochtemperaturlampe. Darüber hinaus wird das Verhältnis des Rot- und des Blau-Anteils der Lichtquelle
dem des Tageslichts angenähert.
F i g. 2 zeigt ein Mehrschichtfilter mit zehn Überzügen, welche auf eine Unterlage 30 aufgebracht sind.
Das Filter besteht aus neun Schichten 31, 32, und zwar auf fünf Schichten 31 mit hoher Brechungszahl, die
beispielsweise aus Aluminium-Oxid (AI2O3) bestehen, und vier jeweils dazwischen gelagerten Schichten 32 aus
einem Material mit niedriger Brechungszahl, etwa Magnesium-FIuorid (\igF2). Die neun Schichten haben
jeweils eine Dicke von einem Viertel des Wellenlängenbereichs von 600 bis 650 nm. Auf der letzten, oberen
Schicht 31, die aus AI2O3 besteht, befindet sich eine
abschließende zehnte Schicht 33 aus MgF2 in einer Dicke von einem Viertel von 450 nm.
Die Durchlässigkeitscharakteristik des Mehrschichtfilters nach Fig.2 ist in der Spektralkurve in Fig.4
wiedergegeben. Die gestrichelt dargestellte Kurve a zeigt die Durchlässigkeit eines Filters, das nur aus den
ersten neun Schichten aus AI2O3 und MgF2 besteht,
wobei die Lichtdurchlässigkeit annähernd 85% bei einer Wellenlänge von 450 nm ist. Demgegenüber ist die
Lichtdurchlässigkeit des Mehrschichtfilters bei der zusätzlichen Verwendung einer abschließenden Schicht
33, die aus MgF2 besteht, auf einen Wert von ca. 95% vergrößert, wie es aus der Darstellung der Kurve d
hervorgeht, was einer Erhöhung von etwa 10% entspricht.
Die Zahl der Schichten des Mehrschichtfilters hängt von der Brechungszahl des Materials ab, welches die
Farbveränderung hervorruft.
Die Schichten aus Titan-Oxid haben die Brechungszahl 2,3, die aus Magnesium-FIuorid hingegen die
Brechungszahl 1,38. Damit ergibt sich eine Differenz von 0,92. Demgegenüber ist die Differenz zwischen der
Brechungszahl 1,77 von Aluminium-Oxid und Magnesium-FIuorid mit 138 ca. gleich 0,4. Um also bei der
Verwendung von alternierenden Schichten aus Aluminium-Oxid und Magnesium-FIuorid eine optische
Wirkung zu erzielen, welche mit den sechs Schichten gemäß F i g. 1 vergleichbar ist, ist es notwendig, die Zahl
der Schichten gemäß F i g. 2 zu vergrößern. Beide oben beschriebenen Mehrschichtfilter besitzen eine
Dämpfung von etwa 80% für Licht mit einer Wellenlänge zwischen 600 bis 650 nm. Demgegenüber
beträgt die Durchlässigkeit in dem betrachteten Bereich, wie F i g. 3 und 4 zeigen, etwa 20%.
Hierzu 2 Biatt zeichnungen
Claims (3)
1. Mehrschichtfilter zur Erhöhung der Farbtemperatur einer Hochtemperaturlampe, bei dem auf die
Oberfläche einer transparenten Unterlage eine ungerade Anzahl von übereinanderliegenden
Schichten gleicher Dicke aufgebracht sind, die von den äußeren Schichten beginnend abwechselnd aus
einem Stoff mit höherer bzw. mit niedrigerer Brechungszahl bestehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke jeder Schicht einem Viertel einer Lichtwellenlänge von 600 bis 650 nm
entspricht undybll daß auf die äußerste Schicht höherer Brechungszahl eine zusätzliche Schicht aus
einem Stoff mit niedrigerer Brechungszahl aufgebracht ist, deren Dicke einem Viertel einer
Uchtwellenlänge von etwa 450 nm entspricht
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten abwechselnd aus Aluminiumoxid
und aus Magnesiumfluorid bestehen.
3. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten abwechselnd aus Titanoxid
und aus Quarz bestehen.
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