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Gelenkige Laufrolle für-Möbel,insbesondere Sitzmöbel Die Erfindung
betrifft eine gelenkige Laufrolle für Möbel, insbesondere Sitzmöbel, die an einem
das Gelenk tragenden Lagerkörper drehbar gelagert ist.
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Mit gelenkigen Laufrollen ausgestattete Sitzmöbel sind,viie die Statistik
ausweist, unfallgefährdend. Dies hat seine Ursache darin, dass beispielsweise entsprechende
Stühle,wenn sie nicht gerade benötigt werden, bei leichter Berührung wejrollen.
Es kommt dabei sehr häufig vor, dass sich Benutzer solcher Stühle, im Glauben, den
Stuhl roch unter sich zu haben, rücklings stürzen und sich mitunter schwere Verletzungen
zuziehet..
Die Erfindung hat nun eine gelenkige Laufrolle zum Gegenstand,
die-sich durch eine Bremsvorrichtung auszeichnet, die die Laufrolle in entlastetem
Zustand selbsttätig feststellt. Durch Verwendung erfindungsgemässer Laufrollen ist.damit
sichergestellt,dass sich beispielsweise ein mit solchen Laufrollen ausgestatteter
Stuhl nicht mehr unkontrolliert von der.Stelle bewegen kann,wenn dieser entlastet
ist. Es ist naheliegend, dass sich die Erfindung nicht auf eine spezielle Form von
Laufrollen beschränkt.
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Die Mittel und Wege zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens können
ausserdem sehr vielgestaltig sein. Ein sich durch Einfachheit auszeichnender Mechanismus
ist dabei erhältlich, wenn die Bremsvorrichtung mindestens einen Kraftspeicher aufweist,
der in entlastetem Zustand der Laufrolle an deren Umfang mindestens ein Bremslied
anlegt.
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Eine günstige Konstruktion sieht hierbei vor, dass quer zur Laufrollenachse
zwei zu dieser radial bewegliche Bremsglieder . und zwischen dem Laufrollenumfang
und einem Teil des Lager körpers der Kraftspeicher angeordnet ist, der versucht,
Lagerkörper und Laufrolle auseinander zu bewegen und hierbei zwangsläufig die Bremsglieder
an den Laufrollenumfang anzudrücken. Eine weitere vorteilhafte Konstruktion kann
darin bestehen,
dass in seitlichem Abstand von der Laufrollenachse
im Lagerkörper eine gegen die Wirkung des Kraftspeichers axial verschiebbar angeordnete
Schwenkachse angeordnet ist,die mit ihrem im Lagerkörper angeordneten Ende mit dem
mindestens einen Bremsglied zusammenwirkt. Ist das betreffende Sitzmöbel belastet,
so wird die unter dem Gewicht sich im Lagerkörper in axialer Richtung verlagernde
Schwenkachse das Bremsglied und damit die Laufrolle freigeben. Weitere Merkmale
dieser mit Vorzug zu gebrauchenden Aus -führungsformen, sowie weitere mögliche Laufrollenkonstruk
-tionen gehen aus der nun f-olgenden Beschreibung anhand der Zeichnung hervor. Es
zeigen: Fig.l einen DÜngsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer gelenkigen
Laufrolle, deren Bremsvorrichtung die Laufrolle abbremst, Fig.2 eine schaubildliche
Darstellung des durch die Bremsvorrichtung und die Laufrolle gebildeten,in den Lagerkörper
einsetzbaren Baueinheit, Fig.3 einen Schnitt durch die Laufrolle entsprechend der
Linie 3 3 der Fig.l,
Fig.¢ eine Darstellung ähnlich Fig.l, wobei
sich die Bremsvorrichtung in ihrer L.,sestellung befindet, Fig.5 einen Längsschnitt
durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer Laufrolle,deren Bremsvorrichtung sich
in der Bremsstellung befindet, Fig.6 einen Schnitt entlang der Linie 6-6 der Fig.5,
Fig.7 eine-Darstellung ähnlich Fig.5 zur Veranschaulichung der Bremsvorrichtung
in ihrer Lösestellung, Fig.8 einen Längsschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel
einer gelenkigen Laufrolle,deren Lagerkörper sich in Bremsstellung befindet, fig.9
einen Schnitt entlang der Linie 9-9 der Fig.8, Fig.lo einen Querschnitt durch ein
viertes Ausführungsbeispiel einer gelenkigen Laufrolle,die eine sogenannte Kugelrolle
bildet.
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Das in Fig.l gezeigte Ausführungsbeispiel weist einen,vorzugsweise
aus Kunststoff gespritzten, als Ganzes mit 1o bezeichneten Lagerkörper auf. Dieser
Lagerkörper übergreift die mit 12 bezeichnete Laufrolle, d.h. er verfügt über eine
lediglich
von unten zugängliche Ausnehmung 14,welche die Laufrolle zum grössten Teil in sich
aufnimmt. Der Lagerkörper bildet damit gewissermassen eine Laufrollenkappe. In dieser
Ausnehmung 14 des Lagerkörpers ist eine als Ganzes mit 16 bezeichnete Bremsvorrichtung
angeordnet,die die Laufrolle in entlastetem Zustand selbsttätig feststellt. In Fig.l
ist die Bremsvorrichtung in ihrer Bremsstellung gezeigt. Sie verfügt über ein Bremsglied
18, das durch eine zwischen dem Laufrollenumfang und dem Lagerkörper quer zur Laufrollenachse
2o angeordnete Blattfeder gebildet ist, die an ihren Enden Bremsbeläge 22 trägt.
Die beiden, die Bremsbeläge tragenden Schenkel der Blattfeder sind -jeweils an einem
gemeinsamen Halter 24 beweglich gehalten. Dieser :alter 24 bildet ein Teil eines
als Ganzes mit 26 bezeichneten Laufrollenlagerbügels. Dieser ist gemäss Fig.3 U--förmig
ausgebildet, d.h. er weist zwei Lagerschenkel 28,3o auf,die miteinander durch einen
Steg 32 verbunden sind.. In der. Schenkeln ist die Laufrollenlagerachse 2o gehalten.
Der Halter 24 ist vorzugsweise ebenfalls durch eine Blattfeder gebildet,die auf
dem Steg 32 des Lagerbügels 26 quer zur Lagerachse, beispielsweise durch Punktschweissen
befestigt ist. Die Endstücke 34,36 dieses Halters sind gemäss Pig.l nach
oben abgewinkelt und durchgreifen schlitzförmige
Ausnehmungen der
das Bremsglied 18 bildenden Blattfeder zur gelenkigen, bzw. beweglichen Verbindung
der die Bremsbeläge 22 tragenden Federschenkel. Durch den Halter 24 wird damit die
Blattfeder 18 zu einem die Laufrolle'über greifenden Bügel geformt. Wie aus Fig.
1 und 3 zu ersehen ist, ist der Lagerbügel 26 mit seinen Schenkeln 28,3o an einander
gegenüberliegenden Führungsnuten 38,4o im Innern des Lagerkörpers verschiebbar geführt.
Zwischen dem Steg 32 des Lagerbügels und der das Bremsglied 18 bildenden Blattfeder
ist ein Kraftspeicher,vorzugsweise in Form einer weiteren Blattfeder 42 angeordnet,die
sich mit ihren Enden am Steg 32 des Lagerbügels abstützt und die versucht, den Lagerbügel
samt Laufrolle aus dem Lagerkörper'lo hinauszudrücken. Die das Bremsglied 18,sowie
den Kraftspeicher 42
bildenden Druckfedern sind von einem gemeinsamen bolzenförmige
Aufhängeglied 44 durchdrungen, das im Lagerkörper gehalten und in diesen beispielsweise
eingegossen ist. Die erfindungsgemässe Konstruktion, wie sie vorstehend beschrieben
ist, ermöglicht es, eine aus Laufrolle 12, Lagerbügel 26,sowie den Blattfedern 18,42
geschaffene Baueinheit zu-bildsn,die sich als Ganzes in den Lagerkörper einsetzen
lässt. Der Lagerkörper ist zu seiner gelenkigen Verbindung mit dem. Fuss eines Sitzmöbels
mit einer Schwenkacüee,46 ausgestattet, die drehbar in dem betreffenden Möbelfuss
gehalten ist. Aus Fig.1 und 4 ist zu ersehen, wie der beschriebene Mechanismus funktioniert.
Ist das Sitzmöbel belastet, so
wird der die Laufrolle tragende Lagerbügel
26 gegen die Wirkung der durch die Blattfeder 42 gebildeten Speicherkraft in den
Lagerkörper hineingedrückt, d.h. es erfolgt eine Relativbewegung zwischen Laufrolle
und Lagerkörper , wobei sich zwangsläufig die die Bremsbeläge 22 tragenden Schenkel
des Bremsgliedes 18 vom Umfang der Laufrolle wegbewegen und diese freigeben ( B.Fig.4).
Wird, der betreffende Stuhl entlastet,so kann die Blattfeder 42 wirksam werden,
indem sie den Lagerkörper wiederum anhebt und so die Bremsbeläge 22 wieder zur Anlage
am Rollenumfang bringt und damit die Laufrolle feststellt.
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Im Ausführungsbeispiel gem. Fig.5 ist das Bremsglied durch einen als
Ganzes mit 5o bezeichneten Rahmen gebildet,der unterhalb der Laufrallenlagerachse
52 angeordnet ist. Der Rahmen weist eine Länge auf ,die kleiner ist als der Durchmesser
der Rolle,so dass dieser, wenn er angehoben wird, am' Umfang der Laufrolle anliegt.
An den hierbei mit dem Rollenumfang zusammenwirkenden Rahmenstirnseiten sind Bremsbeläge
56,58 vorgesehen. Der Rahmen ist mit einem Ansatzstück 6o an dem innerhalb des als
Ganzes mit 62 bezeichneten Lager@-körpers sich befindenden Endstück der zur gelenkigen
Anordnung der Laufrolle erforderlichen Schwenkachse 64 starr befestigt. L-e Schwenkachse
ist im Lagerkörper axial verschiebbar angeordnet.
Koaxial zur Schwenkachse
ist im Lagerkörper in einer entsprechenden Ausnehmung eine Druckfeder 66 angeordnet,die
sich einerseits am Lagerkörper und andererseits an dem mit 68 bezeichneten Fussteil
eines entsprechenden Sitzmöbels abstützt. Die Schwenkachse 64 ist in diesem Fussteil
drehbar, jedoch axial unverschiebbar befestigt.
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Wird das betreffende Sitzmöbel belastet, so wird die Druckfeder 66
zusammengedrückt, wodurch sich die Schwenkachse 74 relativ zum_Lägerkörper 62 nach
unten bewegt. Dadurch kommt das durch den Rahmen 5o gebildete Bremsglied vom Umfang
der Laufrolle frei, so dass sich diese drehen kann. Wird das betreffende Sitzmöbel
entlastet, so wird unter der Wirkung der Druckfeder 66 das Bremsglied an den Laufrallenumfang
angelegt und dasselbe festgestellt.: Beim Ausführungsbeispiel.gemäss Fig. 8 und
g ist die mit 70 bezeichnete Laufrolle zwischen den Schenkeln 72,74 eines U-förmigen
Lagerträgers gelagert. Derselbe weist einen Lagerkopf 76 auf, welchen eine Lagerachse
78 durchdringt,die mit ihren Enden im Lagerkörper 8o gehalten ist. Auf dieser Achse
ist der Lagerträger schwenkbar gelagert. Mit 82 ist eine sich am Lagerträger abstützende,
und innerhalb des Lagerkörpers angeordnete Blattfeder bezeichnet, die in der Lage
ist,
bei entlasteter Laufrolle den Lagerkörper derart anzuheben,
dass derselbe mit einem Teilstück 84 den Laufrollenumfang berührt und somit die
Laufrolle feststellt. Die Blattfeder 82 ist derart ausgelegt, dass bei belasteter
Laufrolle diese, wie in Fig. 8 strichpunktiert angedeutet ist, vom Lagerkörper freikommt
und sich drehen kann.
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Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig.lo veranschaulicht eine kugelförmige
Laufrolle. Deren Laufrollenteil 86 und deren Lagerkörper 88 sind teilkugelförmig
ausgebildet,wobei der Laufrollenteil 86 mit einem Umfangsteil 9o den Lagerkörper
übergreift. Zur Lagerung des Laufrollenteiles verfügt der Lagerkörper 88 über eine
Lagerachse 92, die im Lagerkörper um eine senkrecht zu dessen ichwenkachse angeordnete
Wuerschwenkachse 94 schwenkbar ist. Eine in einer Ausnehmung des Lagerkörpers eingesetzte
Druckfeder 95 stützt sich an der Lagerachse 92 ab und versucht, diese zu verschwenken.
Der-Laufrollenteil 86 ist mit Kugellagern 96,98 auf der Lagerachse drehbar gelagert.
In belastetem Zustand der Taufrolle liegt die Lagerachse 92 an einer entsprechenden
Gegenfläche 99 an, wobei sich der Lagerkörper konzentrisch zum Laufrollenteil einstellt,so
dass dieser frei drehbar ist.
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In unbelastetem Zustand der Laufrolle wird die Druckfeder wirksam,
so dass der Lagerkörper 88 mit einem Umfangsteil an die Innenumfangsfläche loo d.es@Läufrollenteils
86 angelegt und dadurch der letztere stillgesetzt wird