DE1764978C3 - Hochfrequenz-Plasmagenerator - Google Patents
Hochfrequenz-PlasmageneratorInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05H—PLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
- H05H1/00—Generating plasma; Handling plasma
- H05H1/24—Generating plasma
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hochfrequenz-Plasmagenerator
mit einer rohrförmigen Brennkammer, die von einer mehrere Windungen enthaltenden Induktionsspule umgeben ist, einen
Hauptgaseinlaß für einen in der Mitte der Brennkammer verlaufenden Hauptgasstrom sowie einen
Hilfsgaseinlaß zum Erzeugen eines längs der Brennkammerwand verlaufenden Hilfsgasstromes aufweist
und eine von einem Bereich zwischen den Gaseinlässen ausgehend in die Brennkammer vorspringende
rohrartige Anordnung enthält.
Aus der USA.-Patentschrift 3 324 334 und der Zeitschrift J. Appl. Phys. 32 (1961), S. 2534 und
2535, ist ein Plasmabrenner zur Züchtung von Einkristallen bekannt, welcher eine rohrförmige Brennkammer
enthält, die an der einen Seite mit drei Gas- und Materialeinlaßkanälen versehen ist und am anderen,
offenen Ende von einer spiralförmigen Induktionsspule umgeben ist. Vom Gaseinlaßende aus
springen in die Brennkammer ein axiales Rohr, durch das das zu schmelzende Material in einem
Trägergasstrom eingespeist wird, und ein dies im Abstand umgebendes weiteres Rohr in Richtung auf
das Aus.laßende vor. Beide Rohre enden in axialem Abstand und vor der die Induktionsspule enthaltenden
Ebene. Zvischen das axiale Rohr und das weitere Rohr sowie zwischen letzteres und die
Brennkammerwand können jeweils Hilfsgase eingeleitet werden, wobei längs der Brennkammerwand
eine schnelle Schutz- und Kühlgasströmung erzeugt wird, während die Entladung im wesentlichen in dem
Gas brennt, das zwischen dem axialen Rohr und dem weiteren Rohr eingespeist wird. Die dem
Plasma in der Brennkammer zugeführte Hochfrequenzleistung beträgt etwa 3 kW.
Es ist ferner aus der deutschen Patentschrift 1224 412 ein Hochfrequenz-Plasmagenerator bekannt,
der eine doppelwandige, wassergekühlte Brennkammer aufweist, welche von einer wendeiförmigen Induktionsspule umgeben ist. Die Brennkammer
enthält ein in ihrer Achse verlaufendes Rohr, das einen das eine Ende der Brennkammer
verschließenden Stopfen durchsetzt und mit dem anderen Ende bei der ersten Windung der Induktionsspule
endet. In den ringförmigen Zwischenraum zwischen diesem Rohr und der Innenwand der
Brennkammer kann Gas axial und radial eingespeist werden.
Die bekannten Hochfrequenz-Plasmageneratoren sind in ihrer Leistung dadurch beschränkt, daß man
den Hilfsgasstrom nicht genügend erhöhen kann, ohne daß die Entladung instabil wird und schließlich
erlischt. Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, den Hilfsgasstrom
zu erhöhen, ohne daß die Gasentladung erlischt.
•ί
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch einen Hochfrequenz-Plasmagenerator der eingangs
genannten Art gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die rohrartige Anordnung bis z.jr ersten Windung
der Induktionsspule reicht v.nd der sich in den Entladungsbereich erstreckende Teil dieser Anordnung
aus einem von HF-Feld durchdringbaren Material besteht.
Bei einem solchen Hochfrequenz-Plasmagenerator kann man mit sehr hohen Hilfsgasströmungen längs
der Wand der Brennkammer arbeiten, ohne daß die in die rohrartige Anordnung hineinreichende induktive
Gasentladung instabil oder ausgeblasen wird. Man kann dadurch mit sehr hohen Hochfrequenzleistungen
arbeiten, ohne daß die Gefahr einer ther- »5 mischen Überlastung der Brennkammerwand besteht.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert;
es zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt eines Hochfrequenz-Plasmagenerators
gemäß einem ersten Ausführungsfreispiel der Erfindung,
F i g. 2 einen Querschnitt in einer Ebene 2-2 der Fig. 1,
F i g. 3 einen Axialschnitt eines abgew mdelten Hauptgaseinlasses für den Hochfrequenz-Plasmagenerator
gemäß Fig. 1,
F i g. 4 einen Axialschnitt eines Hochfrequenz-Plasmagenerators gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
Fig. 5 einen Querschnitt in einer Ebene 5-5 der Fig. 4,
F i g. 6 ein Schaltbild eines Hochfrequenzgenerators für einen Hochfrequenz-Plasmagenerator der in
den F i g. 1 bis 5 dargestellten Art,
F i g. 7 und 8 eine Stirnansicht bzw. Seitenansicht 4»
einer abstimmbaren Spule des Hochfrequenzgenerators gemäß F i g. 6,
F i g. 9 a, 9 b, und 9 c graphische Darstellungen der Abhängigkeit der Anodenspannung, des Anodenstroms
bzw. des Gitterstroms von der Lage des Abgriffes siner veränderbaren Spule des Hochfrequenz-Generators
gemäß F i g. 6 und
Fig. 10 eine Querschnittsansicht einer für die Behandlung
teilchenförmiger Materie geeigneten abgewandelten Düse für einen Hochfrequer.z-Plasmagenerator
gemäß Fig. 1 oder 4.
Der Hochfrequenz-Plasmagenerator gemäß F i g. 1 hat eine Basis 10 mit einer Mittelbohrung 12, in der
sich eine Hauptgaseinlaßanordnung 14 befindet. Die Hauptgaseinlaßanordnung 14 ist durch einen O-Ring
18, der sich in einer Nut 16 der Mittelbohrung 12 befindet, abgedichtet und durch Stellschrauben 20 in
ihrer axialen Lage bezüglich der Basis fixiert.
Die Hauptgaseinlaßanordnung 14 hat einen zylindrischen Körper 22 (Durchmesser 5 cm) mit
einem mittleren Materialeintragskanal 24 und drei axial verlaufenden Gasströmungskanälen 26, 28 und
30. Eine Gegenbohiung 32 am oberen Ende des Körpers 22 bildet einen Sitz für einen Mischkopf 40,
der durch einen Bolzen 42 (mit einem Durchlaß 43, der mit dem Kanal 24 fluchtet und eine Verlängerung
desselben bildet) befestigt ist. Der Mischkopf 40 hat einen zylindrischen Block 44 (Durchmesser 4,7 cm)
mit einem Verteiierringkana! 45 (Tiefe 0,16cm;
Breite 0,8 cm an seinem oberen Ende, über dem ein Ring 46 befestigt ist, der eine Reihe von zwölf axialen
Austragsöffnungen 47 (0,066 cm Durchmesser) aut einem Kreis von 3 cm Durchmesser) aufweist. Unmittelbar
unter dem Kanal 45 befinden sich zwei Umfangsverteilerkanäle 48 (in Verbindung mit dem
Kanial 28) und 50 (in Verbindung mit dem Kanal 30). Auf der Wand des mit einem Sitz versehenen
Mischkopfes befindet sich ein Ring 52 mit einem Satz von zwölf radialen Durchlässen 54 (Durchmesser
je 0,066 cm unmittelbar vor dem Verteilerkanal 48 sowie einem Satz von zwölf Drall- oder Düsenöftnungen
56 (Durchmesser je 0,066 cm) vor dem Verteilerkanal 50.
Auf der Basis 10 ist ein zylindrisches Zwischenteil 60 montiert, das eine Übergangskanal-Hilfsgaseinlaßanordnung
aufnimmt. Auf dem Zwischenteil 60 ist ein Gehäuse 62 montiert, in dem eine Induktionsspule
64 und ein die Plasmakammer bildendes Quarzrohr 66 angeordnet sind. Zum Zusammenhalten
und Befestigen der Anordnung dienen Bolzen 68, die durch die Basis 10 und das Zwischenteil 60
in das Gehäuse 62 eingeschraubt sind. Am oberen Ende des Gehäuses 62 ist eine Stirnkappe 70 mittels
Schraubbolzen 72 befestigt.
Das Zwischenteil 60 hat einen Innendurchmesser von 8,3 cm und nimmt abdichtend eine Stabilisieranordnung
in Form eines Übergangskanals 80 und einer Hilfseinlaßanordnung 89 auf. Der Übergangskanal 80 mit einem Innendurchmesser von 5 cm und
einer Länge von 12,4 cm besteht aus einem wassergekühlten Abschnitt aus Wandungen 82 und 84,
einem oberen Stirnteil 85, einem unteren Stirnteil 86 und einem als Trennstück dienenden zylindrischen
Quarzrohr 88 (Länge 1,27 cm, dessen Ende im wesentlichen mit der unteren Energiezuführungsleitung
der Spule 64 fluchtet. Der Übergangskanal 80 ist von der Hilfsgaseinlaßanordnung 89 umgeben, die einen
ringförmigen, axial verlaufenden Pufferkanal 90 (Breite 0,16 cm) und einen umgebenden ringförmigen,
axial verlaufenden Hauptkanal 92 (Breite 0,48 cm) aufweist. Hilfsgas wird dem Pufferkanal 90
durch eine öffnung 94 und über einen Durchlaß 96 zugeführt, während der Hilfsgas-Hauptstrom durch
die öffnung 98 in einen Verteilerkanal 100 und durch Radialöffnungen 102 (insgesamt zweiundvierzig
mit einem Durchmesser von je 0,066 cm) sowie durch einen zweiten Haupteinlaß mit der öffnung
104 in den Verteilerkanal 105 und durch Düsetiöffnungen
108 (insgesamt zwölf mit einem Durchmesser von je 0,066 cm) geleitet wird.
Die Hilfsgaseinlaßanordnung 89 und der Übergangskanal, die als zusammenhängende Baueinheit
ausgebildet sind, sind genau gleichachsig mit der Injektoranordnung 14 montiert. Das Quarzrohr 88
bildet eine Verlängerung der Innenwand des Übergangskanals 80, so daß sich eine gleichmäßige
Plasmagasströmung (getrennt von dem aus der Hilfsgaseinlaßanordnung 89 einströmenden Hilfsgas) entlang
den Wänden des Quarzrohres 88 ergibt.
Ein Kühlmitteleinlaß 110 führt von der Aufsitzfläche
zwischen dem Zwischenteil 60 und dem Gehäuse 62 zum Kanal zwischen den Wandungen 82
und 84, und ein Auslaß 112 führt vom Kanal zwischen den Wandungen 82 und 84 auf der dem Einlaß
110 gegenüberliegenden Seite radial nach außen.
Das Gehäuse 62, das aus einem geeigneten Mate-
5 6
rial gleichmäßig hoher elektrischer Isolierfestigkeit, durch die Öffnung 98 fließt (gewünschtenfalls mit
das durch das verwendete Kühlmittel nicht ange- Zusatzgas durch die Öffnung 104). Bei der praktigriffen
wird, beispielsweise Polytetrafluoräthylen be- sehen Erprobung der vorliegend beschriebenen Appasleht,
ist mit rohrförmigen elektrischen Anschluß- ratur wurde Wasserstoff als Hilfsgas auf eine Tembolzen
120, 122 mit je einer wassergekühlten Boh- 5 peratur von 1538° C erhitzt, und zwar im Dauerrung
124 versehen. Der obere Anschlußbolzen 120 betrieb über mehr als eine Stunde bei einer Durchist
mit einem Anschlußsockel 126 verbunden, der flußmenge von etwa 100 m-'/h, die sich auf die
seinerseits an das eine Ende der Spule 64 (bestehend Hilfsgasöffnungen wie folgt verteilte:
aus fünf Windungen 0,24 cm Kupferrunddraht mit
aus fünf Windungen 0,24 cm Kupferrunddraht mit
einer Länge von ungefähr 10 cm und einem Innen- io Öffnung 94 . 5,7 bis 28,S m:!/h
durchmesser von ungefähr 8,3 cm angeschlossen ist öffn W \[['.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. 7^5 bis 100 m'/h
Das andere Ende der Spule 64 ist mit einem Sockel Λ_
128 verbunden, in den der Anschlußbolzen 122 ein- onnung iu4 ü
geschraubt ist. Die Bohrung 124 des Anschlußbolzens 122 ist mit einem Durchlaß 130 im Gehäuse 15 wobei keinerlei UnStabilitäten in der Entladung 142
62 verbunden, der seinerseits mit dem Kühlmittel- auftraten. Mit geringen Durchflnßmengen über die
einlaß 110 im Zwischenteil 60 fluchtet. Ein zweiter Hilfsgasuinlaßanordnung 89 eingeleitetes Wasser-Durchlaß
132, der mit einer die Spule 64 aufnehmen- stoffgas wurde auf 2760 C erhitzt,
den Ringkammer 134 verbunden ist, ermöglicht eine Fig. 3 zeigt eirfe abgewandelte Ausführungsform Aufwärtsströmung des Kühlmittels an der Spule 64 20 des Hauptgasinjektors, die sich besonders für Argon vorbei und um das obere Ende des Quarzrohres 66 als entladungstragendes Gas eignet, da sie bei gleiherum, von wo es durch einen Auslaß ί3ό in die eher Leistung bzw. gleichem Energieaufwand einen Bohrung 124 im oberen Anschlußbolzen 120 zurück- längeren und heißeren Gasstrom erzeugt, und die strömt. eine erhebliche Steigerung der Leistung des Plasma-
den Ringkammer 134 verbunden ist, ermöglicht eine Fig. 3 zeigt eirfe abgewandelte Ausführungsform Aufwärtsströmung des Kühlmittels an der Spule 64 20 des Hauptgasinjektors, die sich besonders für Argon vorbei und um das obere Ende des Quarzrohres 66 als entladungstragendes Gas eignet, da sie bei gleiherum, von wo es durch einen Auslaß ί3ό in die eher Leistung bzw. gleichem Energieaufwand einen Bohrung 124 im oberen Anschlußbolzen 120 zurück- längeren und heißeren Gasstrom erzeugt, und die strömt. eine erhebliche Steigerung der Leistung des Plasma-
Eine an der Stirnkappe 70 befestigte Düse 140 25 generators ohne Versagen des Quarzrohrs 66 errnögbildet
eine verengte Düsenöffnung, die sowohl vom licht. Die axialen Düsenöffnungen 47 (in der Platte
Plasmagas als auch vom Hilfsgas durchströmt wird. 46, Fig. 1) sind durch eine poröse Bronzescheibe
Außerdem reicht die Düse nach unten in die durch 200 mit einer Dicke von 0,3 cm und einem Durch
das Quarzrohr 66 gebildete Plasmakammer so weit messer von 4,2 cm ersetzt, die gleichachsig in bezu£
hinein, daß eine für die vom Entladungsbereich aus- 30 auf den Mischkopf mit 4,8 cm Durchmesser angegehende
Strahlung undurchlässige Abschirmung zwi- ordnet ist. Der durch den Bolzen 42 gebildete
sehen dem Entladungsbereich (angedeutet bei 142) Mittelabschnitt hat einen Durchmesser von 1.2? cm
und einem oberen O-Ring 144 für das Quarzrohr ge- Porositäten von 1,5 bis 25 μΐη, die Druckgefälle von
bildet wird. Der Übergangskanal 80 bildet eine ahn- 76,2 bis 177,8 bis 17,78 bis 35,56 cm, insbesondere
liehe Strahlungsabschirmung für einen unteren 35 12,7 cm Wassersäule erzeugten, ergaben einen zu
O-Ring 146. Eine Anzahl von weiteren O-Ringdich- friedenstellenden Betrieb. Ein zufriedenstellendei
tungen 148 sind jeweils zwischen den aufeinander- Betrieb wurde ferner mit einer Hauptgaseinlaßanordsitzenden
Teilen des Plasmagenerators, nämlich zwi- nung erhalten, bei dem eine poröse Bronzescheibe
sehen der Siirnkappe 70 und dem Quarzrohr 66, ohne Bolzen 42 verwendet wurde, so daß die Hauptzwischen
diesem und dem Zwischenteil 60 sowie 40 gasströmung sich über die gesamte Breite der Scheibe
zwischen der Hilfsgaseinlaßanordnung 89, und dem erstreckte. Ein poröser Ring dieser Art kann auch
Zwischenteil 60 und der Basis 1© vorgesehen. am ringförmigen Auslaß der Hilfsgaseinlaßanordnung
Im Betrieb dieses Plasmagenerators wird durch 89 verwendet werden.
Einleiten von Argongas mit einer Durchflußmenge F i g. 4 und 5 veranschaulichen eine zweite Aus-(Durchsatz)
von 0,85 ms/h durch die axialen Einlaß- 45 führungsform der Erfindung. Dieser Plasmageneratoi
Öffnungen 46 (Kanal 28) und von 2,25 rn'Vh durch hat eine nur schematisch angedeutete Basis 10', ir
die Einlaßöffnungen 56 (Kanal 30) die Plasmabil- der eine Hauptgaseinlaßanordnung 40' sowie eine
dung eingeleitet. Die Einleitung der Plasmabildung Hilfsgaseinlaß-Ubergangskanalanordnung 60' gehalkann
beispielsweise durch zeitweiliges Einführen tert sind. In der Anordnung 60' befindet sich ein eineines
Graphitstabes in die Plasmakammer erfolgen, 50 satzartiger Übergangskanal 150 mit einem Innenwo
der Graphitstab durch das von der Spule 64 er- durchmesser von 5,4 cm und einer Länge von 16,5 cm
zeugte elektromagnetische Feld erhitzt wird. Nach- Dieser Übergangskanal 150 besteht aus einer Basi;
dem das Plasma erzeugt ist, wird die das Plasma 152, die in der Anordnung 60' eingeschraubt ist
unterhaltende Argonströmung auf z. B. die folgenden einer metallischen Innenwandung 154, an der eir
Werte eingestellt: 55 Kopfstück 156, auf dem eine Quarzrohrverlängerun§
158 sitzt, befestigt ist, sowie einem umgebenden
Kanal 26 1,13 m3/h Rohrteil 160, das vom Kopfstück 156 nach unten
Kanal 28 0 ragt und mit der Wandung 154 einen ringförmiger
Kanal 30 2,25 ma/h Kühlmittelkanal 162 bildet.
60 Ein ebenfalls am Kopfstück 156 befestigtes drittes
(Alle Gasvolumina sind auf Normalbedingungcn Rohrteil 164 hat eine Reihe von zweiundvierzie
bezogen.) axialen Öffnungen 166 (0,066 cm Durchmesser) und
Die resultierende Entladung 142 hat allgemein die eine Reihe von sechs Drall- oder Düscnöffnungen
in Fig. 1 angedeutete Form. Ein Gas für die ehe- 167 (0,066 cm Durchmesser), die in Verbindung mil
mische Umsetzung oder für Analysenzweckc kann 65 einer Ringkammer 168 zwischen den Rohrtciii η 16C
durch die Öffnungen 94, 98, und 104 eingespeist und 164 stehen. Der Übergangskanal 15n .n dei
werden. Die Öffnung 94 dient hauptsächlich für Anordnung 60' befestigt, die einen Kühlrnu dcinlaE
Puffcrungszwecke, während der Hilfsgas-Hauptstrom 170, einen Kiihlmittclauslaß 172 und einen Hilfs-
"N1.
gascinlaß 174 aufweist. Durch O-Dichtungsringe 176
wird das Kühlmittel vom Hilfsgas isoliert.
Auf der Anordnung 60' ist eine die Brennkammer bildende Anordnung mit einer als Kopfstück dienenden
Basis 180 angeordnet, an der ein Kranz von siebenundsechzig Kupferrohren mit 0,32 cm Außendurchmesser
und 0,2 cm Innendurchmesser und mit Abständen von 0,056 cm befestigt ist. Die unteren
Enden der Rohre sind an die Basis 180 angelötet, um eine Verbindung mit einem Verteilerkanal 184
herzustellen, der seinerseits mit Einlaßöffnungen 186 und Auslaßöffnungen 188 verbunden ist. Die oberen
Enden der Rohre 182 sind in ähnlicher Weise mit einem Kopfstück 190 verbunden. Der Abstand zwischen
der Basis 180 und dem Kopfstück 190 beträgt 14,6 cm, und der Innendurchmesser von Basis und
Kopfstück beträgt jeweils 7,62 cm.
Der Kranz aus den Rohren 182 ist von einem Keramikrohr 192 mit einem Innendurchmesser von
8,9 cm und einer Länge von 18,4 cm umgeben. Eine Spule 64' aus Kupferrohr mit einem Außendurchmesser
von 0,635 cm umgibt das Rohr 192 und ist an eine Energieversorgung (F i g. 6) angeschlossen.
Die Verwendung dieser Metallwandanordnung für die Plasmakammer hat sich als besonders vorteilhaft
beim Betrieb des Plasmaerzeugers ohne Hilfsgasstrom erwiesen. Beispielsweise wurden Plasmaerzeuger,
deren Plasmakammer durch den Metallrohrkranz, gebildet wird, mit Prozentsätzen an
Wasserstoff im Hauptgasstrom betrieben, welche diejenigen Prozentsätze überstiegen, die bei einem
Plasmacrzcuger in der Ausführung nach Fi g. 1 und 2 zum Springen des Quarzrohres führen würden. Ferner
waren mit dem Kranz aus Rohrelementen hohe Energiedichten erzielbar. Bei einem Plasmaereeuger
mit aus Rohren in der beschriebenen Art aufgebauter Plasmakammer mit einem Durchmesser von
2,54 cm war eine Leistung von 60 kW erzielbar, während bei Verwendung eines Quarzrohres von
2,54 cm Durchmesser die maximal erzielbare Leistung 25 kW betrug.
Die Zündung des Plasmagenerators kann dadurch erfolgen, daß ein den Durchlaß 43 bildender Graphitbolzen
des Mischkopfes 40 mit einer axial durch das Austragsende der Brennkammer eingeführten
Elektrode unter Spannung berührt wird. Durch den entstehenden Gleichstromlichtbogen wird das Gas in
der Kammer ionisiert, und das von der Spule 64 erzeugte elektrische Feld tritt dann mit dem ionisierten
Gas in Wechselwirkung.
Der in Fig. 4 und 5 gezeigte Plasmaerzeuger wurde mit folgenden Bemessungswerten betrieben:
metern (die mit den oben angegebenen Werten vergleichbar sind) betrieben:
Argonkern etwa 3,4 m:i/h
Wasserstoffhülle ctw;i 102 ms/h
Spulenwindungen 5
Spuleninnendurchmesser 8,4 cm
Oszillatorschwingkreiskondensator 900 uF
Sperrkondensator 200 uF
Frequenz 3,1 MHz
Argonkern (Hauptgas) etwa 3,25 m3/h
Wasserstoffhülle (Hilfsgas) etwa 77 ms/h
Spulenwindungen 6
Spuleninnendurchmesser 10 cm
Oszill atorschwingkreis-
kondensator 900 jiF
Sperrkondensator 125 (iF
Frequenz 2,5 MHz
In Abwandlung der Plasmaerzeugeranordnung nach Fig. 4 kann die Plasmakammeranordnung
mach F i g. 1 verwendet werden, während die Spule 454 am Ende der Quarzrohrverlängerung 158 in der
gleichen Lage angeordnet ist wie in F i g. 4. Eine derartige Anordnung wurde mit den folgenden Para-Die
gemessene Wärmeenergie im aus der Brcnnkammer austretenden Gas betrug mehr als 40"Ό der
Gleichstromeingangsenergie des Plasmagenerators.
F i g. 6 zeigt ein Schaltschema der für die beschriebenen Plasmaerzeuger verwendeten elektrischen
Anordnung. Diese Anordnung enthält eine Oszillatorröhre 210, uie über die Leitungen 212, 214 mit
Gleichslromenergie gespeist ist. Die Anode 216 der Röhre 210 ist über einen Gleichstrom-Sperrkondensator
218 mit einem Hauptschwingkreis gekoppelt, der aus Kondensatoren 220, 222, einer verstellbaren
2S Spule 224 und der Induktionsspule 64 besteht. An
das Steuergitter 226 der Röhre 210 sind ein Kondensator 228 und eine stetig veränderbare Spule 230 angeschlossen.
F i g. 7 und 8 zeigen in schematischer Stirn- bzw. Seitenansicht diese stetig veränderliche
3t> Gitterspule 230. Die Spule 230 hat 36 Windungen,
von denen eine durch einen Abgriff in Form zweier nebeneinander angeordneter Scheiben 232, 234 kontaktiert
wird, die auf einem Arm 236 angeordnet sind, der seinerseits drehbar auf einer Welle 238 in
der Mitte der Spule 230 sitzt. Beim Drehen der Welle verschiebt sich der Abgriff längs der Spule
230. so daß er über einen großen Bereich stetig verstellt werden kann.
Die Änderung der Anodenspannung, des Anoden-"-,trames
und des Gitterstromes in Abhängigkeit von der Einstellung des Abgriffs der Spule 230 im lastfreien
Betrieb ist in den Diagrammen nach F i g. 9 a, 9 b bzw. 9 c wiedergegeben. Im Betrieb wird zunächst
ein Bereich 240, d. h. ein Bereich maximaler Anodenspannung (Fig. 9b) und minimalen Anodenstroms
(F i g. 9 a) eingestellt. Dann wird die Entladung 142 gezündet und damit eine Last hergestellt.
Die Einstellung der Gitterspule wird dann im Sinne einer Maximalisierung des Gitterstromes im Bereich
240 und der Leistung des Systems verändert.
Fig. 10 zeigt eine abgewandelte Düse 140', die
sich besonders für das Eintragen von teilchenförmigen Stoffen in den aus der Brennkammer austretenden
heißen Gasstrom eignet. Die Düse hat einen Austrittsabschnitt 250 von 3,8 cm Durchmesser und
einen verjüngt zulaufenden Übergangsabschnitt mit einem ersten Segment 252, das im Winkel von 45°
zur Achse des Plasmagenerators verläuft, und einem zweiten Segment 254, das im Winkel von 60° zur
60 Achse des Plasmagenerators angeordnet ist. Von der Außenwand der Düse zum Austrittsabschnitt
führen zwei gegenüberliegende Kanäle 256, 258 mit jeweils 0,2 cm Durchmesser, die im Winkel von 120°
(also einem stumpfen Winkel), zur Richtung der 65 Gasströmung durch den Austrittsabschn'*' 250 gebohrt
sind. Die Düse 140' ist durch I -he
und 262, die Festspann- und Dichtun^silichen bilden,
am Plasmagenerator befestigt
409 614/306
Im Betrieb wird durch die Kanäle 256, 258 teilchenförmige
Materie in den aus der Brennkammer austretenden heißen Gasstrom eingetragen. Das Eintragen
der teilchenförmigen Materie erfolgt im Gegenstrom zur Strömungsrichtung des Gases und
an einer solchen Stelle im zylindrischen Austrittsabschnitt 250, so daß der Heißgasstrom über eine
beträchtliche Zeitspanne auf die Materie einwirkt,
10
ohne daß dabei etwas von der erhitzten teilchenförmigen Materie auf irgendeine der im Winkel zur
Richtung des Gasstromes angeordneten Flächen der Düsenanordnung auftrifft. Auf diese Weise wird die
erhitzte teilchenförmige Materie durch den Gasstrom bei der Wärmebehandlung vollständig aus der Düse
ausgetragen, ohne daß sie sich auf der Düsenwand ansammelt.
Claims (8)
1. Hochfrequenz-Plasmagenerator mit einer rohrförmigen Brennkammer, die von einer mehrere
Windungen enthaltenden Induktionsspule umgeben ist, einen Hauptgaseinlaß für einen in
der Mitte der Brennkammer verlaufenden Hauptgasstrom sowie einen Hilfsgaseinlaß zum Erzeugen
eines längs der Brennkammer verlaufenden Hilfsgasstromes aufweist und eine von
einem Bereich zwischen den Gaseinlässen ausgehend in die Brennkammer vorspringende rohrartige
Anordnung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrartige Anordnung (88,
198) bis zur ersten Windung der Induktionsspule (64, 64') reicht und der sich in de» Entladungsbereich
erstreckende Teil dieser Anordnung aus einem vom HF-Feld durchdringbaren
Material besteht.
2. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hilfsgaseinlaß (89) einen vom Hauptgaseinlaß (14) vorspringenden, ringförmigen Kanal (90)
enthält, welcher eine Außenwand gleicher Form as wie die der Innenwand (66, 182) der Brennkammer
hat, an der rohrartigen Anordnung (88, 158) endet, dort bei ihrer Außenseite einen ringförmigen
Gasauslaß (166) hat und an einer dem Auslaß abgewandten Stelle mit einem Gaseinlaß
(94, 174) verbunden ist.
3. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hauptgaseinlaß (14) einen axialen Gaseinlaß (47, 200) sowie einen hiervon unabhängig regelbaren
tangentialen Gaseinlaß (56) aufweist.
4. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hauptgaseinlaß (14) und der Hilfsgaseinlaß (89) jeweils eine Vielzahl von Gasauslaßöffnungen
(54, 102), die Gasstrahlen mit radialer Richtungskomponente liefern, sowie eine Vorrichtung
(82, Außenwand von 89) zum Umlenken dieser Gasstrahlen in eine axiale Richtung enthalte»!.
5. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wand der Brennkammer aus einer Vielzahl von nahe beabstandeten, axial verlaufenden Rohren (182) besteht, die mit Anschlüssen
(184, 186, 188, 190) zum Hindurchleiten eines Kühlmittels versehen sind.
6. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hauptgaseinlaß eine poröse Scheibe (200 in Fig. 3) enthält, die einen
Druckabfall von mindestens 12,7 cm Wassersäule
bewirkt.
7. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Größe der Poren der Scheibe (200) unter 25 μτη liegt.
8. Hochfrequenz-Plasmagenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an der der rohrförmigen Anordnung (88, 158) abgewandten Auslaßseite der
Brennkammer eine Düse (140' in Fig. 10) angeordnet ist, die einen axial verlaufenden Auslaßkanal,
der einen erheblich kleineren Querschnitt als die Brennkammer hat, sowie einen sich verjüngenden Übergangsabschnitt (252, 254)
zwischen der Brennkammer und dem Auslaßkana! aufweist und mit mindestens einem in den
Auslaßkanal (250) mündenden Materialeinleitungskanal (256, 258) versehen ist, der einen
stumpfen Winkel mit der Richtung der Gasströmung im Auslaßkaaal bildet.
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |