DE1760952C3 - Vorrichtung zum Bügeln oder Prägen von Leder - Google Patents
Vorrichtung zum Bügeln oder Prägen von LederInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bügeln oder Prägen von Leder, bestehend aus einer
Bügel- oder Prägewalze und einem mit einer der Form der Bügel- oder Prägewalze angepaßten Mulde
versehenen Träger, zwischen denen ein über Umlenkrollen geführtes, endloses Tragband für das zu bügelnde
Leder hindurchgeführt ist
Eine derartige, zum Bügeln von Textilgut geeignete Vorrichtung ist aus der deutschen Patentschrift 8 60 939
bekanntgeworden. Hier liegt eint Bügelwalze unter dem Einfluß der Schwerkraft in einer Mulde. Sowohl die
Bügelwalze als auch die Mulde sind beheizt. Daher kann hier mit niedrigen Bügeldrücken gearbeitet werden, die
für Textilgut sowieso geringer sind als für Leder, zumal dann, wenn beim Bügeln in die Lederoberfläche ein
Narben dauerhaft eingepreßt werden soll.
Durch die deutsche Patentschrift 6 66 636 ist bekanntgeworden, künstliche Narben in Leder, Kunstleder,
Papier und ähnlichen Stoffen mit Hilfe eines Walzenpaares einzudrücken, von denen die eine die Musterwalze ist, eine Stahlwalze, in die das gewünschte Muster
eingraviert ist, während die andere aus einem weicheren Material ausgeführt ist. Damit nun das Muster sich in
der gewünschten Weise in das Leder einpressen kann, führt man zwischen den beiden Walzen neben dem
Lederstück noch eine Filzplatte oder eine Gummiplatte durch. Ist die Gummiplatte bandförmig, so ist es
notwendig, hier eine Einlage aus Baumwollgewebe in mehreren Schichten vorzusehen. Ein derartiges Baumwollgewebe verhärtet aber die Gummiplatte, so daß ihr
Zweck hierdurch bereits weitgehend aufgehoben wird. Das Pressen von Leder zwischen einem Walzenpaar hat
aber auch andere Nachteile, die wesentlich auf der kurzen Berührungszeit und einem Walken im Bereich
des Walzenspaltes beruhen. \\is diesem Grunde haben
sich derartige Maschinen für hochwertige Narbeneindrücke nicht durchsetzen können.
Die kurze Berührungszeit des Leders mit einer Bügeloder Prägewalze eines Walzenpaares und die hieraus
resultierende minderwertige Bügelung bzw. Prägung sind der Grund dafür, daß das Leder, dessen Oberfläche
glatt gebügelt sein soll oder dessen Oberfläche ein Muster, ein Narben oder Dessin eingedrückt werden
soll, in einem diskontinuierlichen Arbeitsvorgang zwischen Preßplatten einer hydraulischen Presse
bearbeitet wird. Die hierbei erzielte gute Bügelung bzw. Prägung läßt sich aber wegen der begrenzten Bügel r>
bzw. Prägeplatten-Größe nicht auf einer ganzen Rindshaut beispielsweise erzielen. Eine große Haut muß
in einer derartigen hydraulischen Presse absatzweise verschoben werden und der Preßvorgang muß mehrmals an verschiedenen Stellen wiederholt werden. Das
lu führt zu Absätzen in der Prägemusterung auf der
Oberfläche der Haut und somit zu einem stark erhöhten Lederabfall bei der Verarbeitung dieser Häute. Denn
diejenigen Teile des Leders, die den Absatz aufweisen, können in eine hochwertige Lederware nicht verarbei
tet werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch bei großen Lederstücken einen nahtlosen Narben in die Oberfläche des Leders einzubügeln
bzw. eine nahtlose 3ügelung der Oberfläche eines
großen Lederstückes zu erzielen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Preßvorrichtung für die Bügel- oder Prägewalze vorgesehen ist und daß zwischen dem Tragband und
dem Träger ein über weitere Umlenkrollen geführtes
endloses Gleitband angeordnet ist, welches mit einer
der Umfangsgeschwindigkeit der Bügel- oder Prägewalze gleichen Geschwindigkeit angetrieben ist.
Durch diese Vorrichtung läßt sich auch bei großen
Lederstücker, absatzlos ein Narben oder Dessin in die
Oberfläche einbügeln. Dabei wird ein hochwertiger Narben bzw. eine hochwertige Bügelung erreicht, weil
die Preßfläche bei dieser Vorrichtung erheblich größer ist als zwischen zwei Walzen. Ermöglicht wird das
Arbeiten mit dieser Vorrichtung durch das Gleitband,
mit einer der Umfangsgeschwindigkeit der Bügel- oder
kann.
oder Prägewalze ist es von großem Vorteil, wenn für
eine der Umlenkrollen des Gleitbandes und für die Bügel- oder Prägewalze ein gemeinsamer Antriebsmotor vorgesehen ist.
Das Einbügeln eines Narbens oder Dessins geht in
v, dieser Vorrichtung so vor sich, daß das Leder in den
Preßraum auf einem unendlichen Tragband befördert wird, daß durch ein unendliches Gleitband mitgenommen wird, wobei das Leder beim Eintritt in den
Preßraum durch eine Abschrägung des Endes gegen die
Bügel- oder Prägewalze gedrückt wird, die die gleiche
Umfangsgeschwindigkeit besitzt wie der Vorschub des unendlichen gleitenden und des tragenden Bandes. Das
Leder wird somit mit derjenigen Geschwindigkeit durch den Preßraum geführt, die der Umfang der Bügel- oder
Prägewalze aufweist Es besteht somit zwischen der Bügel- oder Prägewalze, dem endlosen Trageband und
dem Leder kein Geschwindigkeitsunterschied. Daher kann sich das Leder im Preßraum rieht relativ zur Bügeloder Prägewalze verschieben, es kann sich auch nicht in
sich verschieben. Das erbringt eine sehr hochwertige Qualität des Arbeitsergebnisses.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der Maschine und
hr> F i g. 2 einen Schnitt durch den Preßraum.
Die Anordnung der F i g. I besteht aus einem Rahmen 1, der Seitenwände 2 besitzt. Zwischen den Seitenwänden 2 ist ein Träger 3 mit einer als Gleitfläche dienenden
Mulde befestigt, die so ausgeführt ist daß sie bei genügendem Schmieren während des Betriebes ein
Gleiten gewährleistet Zu beiden Seiten des Trägers 3 »nit der Gleitfläche sind Umlenkrollen 4 für ein
unendliches Gleitband 5 vorgesehen, die durch Drehen in Pfeilrichtung dem endlosen Gleitband 5 die
erforderliche Vorschubgeschwindigkeit entlang der Gleitfläche des Trägers 3 auch im Falle der Druckeinwirkung
während des Betriebes erteilen. Das endlose Gleitband 5 und weitere Umlenkrollen 6 nehmen ein
endloses Tragband 7 mit, auf welchem das Leder in den Preßraum der Maschine befördert wird, wobei das
Tragband 7 im Preßraum anfällige Abweichungen der Lederdicke ausgleicht In Führungen der Seitenwände 2
ist eine Bügel- oder Prägewalze 9 in Lagerblöcken 8 gelagert, die sich in Pfeilrichtung mit einer Umfangsgeschwindigkeit
dreht, die gleich der Vorschubgeschwindigkeit des unendlichen Gleitbandes 5 und des
Tragbandes 7 ist Der Druck auf die Bügel- oder Prägewalze 9 wird durch eine Druckvorrichtung 10
ausgeübt Das Einstellen der erforderlichen Entfernung im Preßraum kann durch Stellmuttern 11 erzielt werden.
Die Lagerblöcke 8 mit der Bügel- oder Prägewalze 9, der Druckvorrichtung 10 und den Stellmuttern 11 sind
auf Querbalken 12 eingehängt, die an den Seitenwänden 2s
2 befestigt sind.
Die Umlenkrollen 4, die das endlose Gleitband 5 und das durch Umlenkrollen 6 gespannte Tragband 7
mitnehmen, werden über eine Gliederkette 14 durch einen Antriebsmotor 13 angetrieben. Die Bügel- oder jo
Prägewalze 9 wird gleichfalls vom Antriebsmotor 13 über Gliederketten 15, 16 und Vorgelege 17 angetrieben.
In Fig.2 ist in größerem Maßstab der Teil der
Anordnung dargestellt in der das Leder 18 zwischen der Bügel- '-$iT Prägewalze 9 und dem Träger 3 mit der
Gleit"'■- '■<-■ gepreßt wird. Das Leder IE wird mit der
Umfangsgeschwindigkeit der Bügel- oder Prägewalze 9 vorgeschoben, die der Vorschubgeschwindigkeit des
endlosen Gleitbandes 5 und des Tragbandes 7 gleich ist Das Leder 18 tritt in den Preßraum durch einen
abgeschrägten Eintrittstetl ein, so daß es in der
Eingangsphase des Pressens langsam gegen die Bügeloder Prägewalze 9 und über das endlose Tragband 7 und
das Gleitband 5 gegen den Träger 3 mit der Gleitfläche gepreßt wird. Dann folgt das intensive Pressen im
Preßraum 19, dessen Verlauf in F i g. 2 strichliert angedeutet ist
Das Lederpressen verfäuft folgendermaßen: Das Leder wird auf dem vorderen Maschinenteil auf das
endlose Tragband 7 gelegt das es in den Preßraum fördert wo es auf die in Zusammenhang mit F i g. 1
beschriebene Weise gepreßt wird. Gemäß den technologischen Forderungen kann durch Änderung der Geschwindigkeit
der Temperatur und des Druckes das gewünschte Ergebnis des Pressens erzielt werden.
Das gepreßte Leder wird auf dem Tragband in den hinteren Maschinenteil ausgetragen, wo es abgenommen
werden kann. Das ganze Verfahren erlaubt, die Maschine in eine kontinuierlich arbeitende Erzeugungsstrecke einzureihen. Die verwendete Bügel- oder
Prägewalze 9 kann entweder glatt sein für das Pressen von Leder mit glatter Oberfläche oder mit einem
Muster versehen sein für ein aufzupressendes Dessin. Die erfindungsgemäße Anordnung erlaubt beim Lederpressen
eine wesentliche Erhöhung der Leistung gegenüber den bekannten Maschinen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Bügeln oder Prägen von Leder, bestehend aus einer Bügel- oder Prägewalze
und einem mit einer der Form der Bügel- oder Prägewalze angepaßten Mulde versehenen Träger,
zwischen denen ein über Umlenkrollen geführtes, endloses Tragband für das zu bügelnde Leder
hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Preßvorrichtung (10) für die Bügeloder Prägewalze (9) vorgesehen ist und daß
zwischen dem Tragband (7) und dem Träger (3) ein über weitere Umlenkrollen (4) geführtes endloses
Gleitband (5) angeordnet ist, welches mit einer der Umfangsgeschwindigkeit der Bügel- oder Prägewalze (9) gleichen Geschwindigkeit angetrieben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daS für eine der Umlenkrollen (4) des
Gleitbandes (5) und für die Bügel- oder Prägewalze (9) ein gemeinsamer Antriebsmotor (13) vorgesehen
ist
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Legal Events
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