DE1752467B2 - Vorrichtung zur Verstellung der Exzentrizität des Kurbelzapfens einer von einer alternierend arbeitenden Presse synchron angetriebenen Kurbel - Google Patents
Vorrichtung zur Verstellung der Exzentrizität des Kurbelzapfens einer von einer alternierend arbeitenden Presse synchron angetriebenen KurbelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verstellung der Exzentrizität des Kurbelzapfens einer von
einer alternierend arbeitenden Presse synchron angetriebenen Kurbel, welche über eine mit einem Ende am
Kurbelzapfen angreifende Kurbelstange der Presse zugeordnete Zusatzeinrichtungen, wie Zuführförderer
od, dgl„ auf die Bewegung der Presse abgestimmt antreibt,
wobei die Kurbel als Konsole mit einer Schlittenführung ausgebildet ist, in der ein den Kurbelzapfen
tragender Schlitten durch Drehung einer den Schlitten durchsetzenden, in der Konsole drehbar gelagerten
Gewindespindel verschiebbar ist
Bei Presser, zum Stanzen von Blattmetall ist es üblich,
die Zuführrollen und andere synchron mit der Presse arbeitende Einrichtungen durch eine gemeinsame
Leistungsquelle, beispielsweise eine angetriebene Welle, zu betätigen. Zur Ausführung der Alternierung
ist gewöhnlich auf dieser Welle exzentrisch ein Arm angeordnet, der synchron mit dem Preßhub bewegt
wird. Für die Verstellung der Exzentrizität sind eine Reihe von Vorrichtungen bekanntgeworden (USA.-Patentschriften
3 090 250, 3 3'i9 825), die auch eine Ver stellung bzw. Justierung während der Arbeit ermöglichen.
Nachteilig bei diesen bekannten Verstellvorrichtungen ist, daß die Exzentrizität in ihrer eingestellten Lage
durch eine Gewindespindel allein gehalten wird. Wenn auch diese Spindel und ihre Aufnahmeteile mit selbsthemmenden
Gewindesteigungen versehen sein können, so bleibt doch ohne Zweifel der wesentlichste Nachteil
bestehen, der darauf beruht, daß die Stoßbeanspruchungen, welche bei der alternierenden Arbeit der
Presse im Kurbelzapfen auftreten, auf die Gewindespindel übertragen werden. Entweder die Spindel oder
ihre Aufnahmeteile unterliegen dadurch einem relativ schnellen Verschleiß, der zu einer unzulässigen Hubänderung
führt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung verfügbar zu machen, die eine
unbeabsichtigte Verstellung der Exzentrizität des Kurbelzapfens, insbesondere durch Stoßwirkungen, verhindert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zusätzlich zur Gewindespindel eine Feststellvorrichtung
zum Feststellen und wahlweisen Lösen des Schlittens in der Schlittenführung und eine kraftgetriebene
Einrichtung zur Betätigung der Feststellvorrichtung vorgesehen sind.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind mit den Unteransprüchen aufgezeigt.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Gewindespindel durch die zusätzliche Feststellvorrichtung
von Stoßeinwirkungen vollständig entlastet. Die Genauigkeit der Einstellung der Exzentrizität bleibt der
erfindungsgemäßen Vorrichtung über die gesamte Lebensdauer erhalten, da der Verschleiß beim Drehen der
Spinde! zum Verschieben des Schlittens praktisch unbeachtlich ist.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Perspektivansicht einer Presse,
F i g. 2 eine Aufrißansiicht eines Teiles der Presse
nach Fi g. 1,
F i g. 3 eine Seitenansicht des Teiles der Presse nach Fig.2.
F i g. 4 einen Teilschnitit auf der Linie 4-4 in F i g. 2 in
vergrößertem Maßstab und
F i g. 5 einen Teilschnitll längs der Linie 5-5 in F i g. 4.
In F i g. 1 ist eine Presse 10 mit einem stationären
Gesenk 11 und einem bewegbaren Gesenk 12 dargestellt, das in Richtung auf das stationäre Gesenk U al-
\ 752
icrnierend bewegt wird, und zwar synchron zu der Zuführung
des ölattmetalls. Die Presse weist eine Abtriebswelle
13 oben auf, die sich synchron zur Bewegung des bewegbaren Gesenks 12 dreht und als Kraftquelle
zum Betätigen der Zuführrallen zum Zuführen des Blattmaterials oder zur Betätigung von anderen
Hilfseinrichtungen verwendet werden kann.
Auf der Welle 13 ist eine Platte 14 befestigt, die eine Kpnsole 16 trägt, welche einen Führungsweg 17
(F ig. 4) für einen Schlitten 18 enthält. xo
Auf dem Schlitten 18 ist mittels Lager 21 ein Kurbelarm 20 drehbar montiert, an dem mit einem Bolzen 23
eine Kurbelstange 22 befestigt ist. Das untere Ende des Kurbelarmes ist mit einer Zahnstange 24 versehen, die
ein Zahnrad 25' betätigt, das wiederum durch einen nicht dargestellten Mechanismus mit den Zuführrollen
zum Zuführen des Blatlmetalls zu der Presse verbunden ist. Durch Bewegung des Schlittens IS längs der
Fuhrung 17 kann die Exzentrizität der Drehachse des Kurbelarmcs 20 in bezug auf die Achse der Welle 13 ao
verändert werden, wodurch die Länge des Bewegungshubs der Kurbelstange 22 verändert wird.
Wie Fig. 5 zeigt, ist in der Konsole 16 eine Führungsschraube
25 durch eine Mutter 26 festgelegt, auf
welche eine Schraubenmutter 27 aufgeschraubt ist, die in dem Schlitten 18 durch Lager 28, 29 mit einer Halteplatte
30 gehalten wird. Der Umfang der Schraubenmutter 27 ist mit Zähnen versehen, die in die Schnekkenstange
31 eingreifen, die einen Teil des Gliedes 32 bildet, das in dem Schlitten 18 gelagert ist und dessen
Achse im rechten Winkel zur Achse des Führungsweges 17 verläuft. Durch Drehung des Gliedes 32 kann
der Schlitten 18 längs der Führungsschraube 25 und damit längs des Führungsweges 17 eingestellt werden.
Das Glied 32 ist an dem Schlitten 18 durch einen Haltestift 32' in einer Öffnung festgelegt und wird in dieser
von einem Festlegering 32a gelragen, der an der Stant-52
befestigt ist.
Auf dem der Schneckenstange 31 gegenüberliegenden Ende des Gliedes 32 ist ein Kegelzahnrad 33 angeordnet
und mit einer Mutter 34 befestigt. Das Kegelzahnrad 33 sieht mit einem Kegelzahnrad 35 im Eingriff,
das auf der Welle 36 befestigt ist, die wiederum in Lagern drehbar in dem Vorsprung 37 sitzt. Der Vorsprung
37 ist in ein Gehäuse 38 auf dem Kurbelarm 20 eingesetzt. Ein Druckmittelmotor 39 is· auf dem VorSprung
37 «ngeordnLi, dessen Welle 40 mit der Hülse
41 verkeilt ist, so daß die Welle 36 beim Zuführen von
Druckmittel zu dem Motor 39 die Kegelzahnräder 35, 33 dreht. Dabei wird auch die Schneckenstange 31 und
die Schraubenmutter 27 gedreht und der Schlitten 18 längs der Führung 17 bewegt.
Mit einer Vorrichtung kann der Schlitten in einer eingestellten Lage festgelegt werden. Diese Vorrichtung
umfaßt die Keilblöcke 45, die nachgiebig durch Federn 46 einwärts vorgespannt gehalten werden, welche
in Schlitzen in den Keilblöcken 45 angeordnet sind und an einem festen Anschlag 47 anliegen. Jeder Keilblock
45 besitzt eine Fläche 48, die mit einer Komplementärfläche 49 auf der Konsole 16 im Kontakt steht,
sowie eine Fläche 50, die mit einer Komplementärfläche 51 auf dem Schlitten 18 im Kontakt steht. Die Federn
46 drängen nachgiebig die Blöcke 45 in Festlegungsstellung in bezug auf die Konsole 16 und den
Schlitten 18 und halten diesen in der festgelegten Lage.
Zur Verschiebung d·. r Blöcke 45 und damit zur Einstellung
des Schlittens ist L das Glied 32 eine Stange 52 konzentrisch eingesetzt. Das eine Ende der Stange liegt
an einer Kugel 53, die mit den abgeschrägten Innenkanten 54 der Blöcke 45 im Kontakt steht. Das andere
Ende 55 der Stange 52 ist axial mit einem Kolben 56 versehen, der auf einem mit Gewinde versehenen Zapfen
57 mittels einer Mutter befestigt ist. Zwischen dem dickeren Ende 55 der Stange 52 und dem Kolben 56 ist
ein Lager 57' vorgesehen, und auf die Stange ist zwischen dem Ende 55 und dem Glied 32 eine Feder 52'
aufgezogen. Der Kolben 56 ist in einem Zylinder 57a am Ende des Gehäuses 58 angeordnet und mit einer
Membran 58 abgedichtet. Wird in den Zylinder 57a Druckmittel durch den Einlaß 59 eingeführt, so drückt
der Kolben 56 mit der Kolbenstange 55 und der Stange 52 die Kugel 53 in einer Weise, daß die Keilblöcke 45
aus. ihrem festgelegten Eingriff mir der Konsole 16 und dem Schlitten 18 gelöst werden, so daß der Schlitten 18
längs des Führungsweges 17 mit dem Betätigungsmotor 39 bewegt werden kann.
Wie F i g. 1 zeigt, verlaufen die Druckmittelleitungen
zürn Steuern des Motors 39 und des Kolbens 56 zu Ventilen 60, die für die Bedienung bequem zu erreichen
sind. Dadurch kann die Länge des Hubs der Stange 22 schnell und leicht während des Betriebs der Presse oder
im Ruhezustand eingestellt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Verstellung der Exzentrizität des Kurbelzapfens einer von einer alternierend arbeitenden
Presse synchron angetriebenen Kurbel, welche über eine mit einem Ende am Kurbelzapfen
angreifende Kurbelstange der Presse zugeordnete Zusatzeinrichtungen, wie Zuführförderer od. dgl.,
auf die Bewegung der Presse abgestimmt antreibt, m wobei die Kurbel als Konsole mit einer Schlittenführung
ausgebildet ist, in der ein den Kurbelzapfen tragender Schlitten durch Drehung einer den Jjchliiten
durchsetzenden, in der Konsole drehbar gelagerten Gewindespindel verschiebbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich zur Gewindespindel
(25) eine Feststellvorrichtung (45 bis 511) zum Fes!stellen und wahlweisen Lösen des Schliittens
(18) in der Schlittenführung (17) und eine kraftgetriebene
Einrichtung (52 bis 39) zur Betätigung ao
der Feststellvorrichtung vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellvorrichtung mindestens
einen verschiebbaren Keilblock (45) aufweist, der unter Vorspannung zwischen die Konsole (16) und as
den Schlitten gepreßt ist und den Schlitten in der Konsole festhält, und daß die kraftgetriebene Einrichtung
(52 bis 59) bei Betätigung derart am Keilblock (4i) angreift, daß dieser entgegen der Wirkung
der Vorspannung aus der Haltestellung heraus verschoben wird und die Verschiebung des Schlittens
(18) in der SchlitU'iifül *ung (17) ermöglicht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Schlitten (18) zwei Flächen (51)
und an der Konsole (16) zwei entsprechende Flachen (49) mit Abstand voneinander und zueinander
geneigt verlaufend ausgebildet sind, daß zwischen je ein Paar zusammengehörender Flächen (51, 49) am
Schlitten (18) und der Konsole (16) je ein der Neigung der Flächen zueinander entsprechend geformler
Keilblock (45) eingesetzt ist, der von wenigstens einer Feder (46) zwischen die Flächen i(51, 49) gepreßt
wird, und daß die kraftgetriebene Einrichtung (52 bis 59) zum Lösen der Keilblöcke (45) an den
schmaleren Keilvorderseiten angreift.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Neigungen der Flächen (49, 31) von Konsole (16) und Schlitten (18) so gegeneinander
gerichtet sind, daß die Keilblockvorderseiter sich gegenüberstehen und daß die Keilblockvorder-Seiten
mit abgeschrägten Kanten (54) versehen sind, zwischen denen eine Kugel (53) liegt, welche von
der kraftgetriebenen Einrichtung (52 bis 59) bei Betätigung zwischen die Keüblöcke (45) gepreßt wird
und sie in entgegengesetzte Richtungen verschiebt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die kralftgetriebt;ne
Vorrichtung als druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinderanordnung (56, 57, 57', 57a, 58) ausgebildet
ist.
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Also Published As
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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