DE1638018A1 - Distanzschutzrelais - Google Patents
DistanzschutzrelaisInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/38—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to both voltage and current; responsive to phase angle between voltage and current
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Description
8 München 2,19. Januar 1968
111$9 - K/vM
The English Electric Company Limited, London, England.
Distanzschutzrelais
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Relais und insbesondere
aber nicht ausschließlich auf elektrische Distanzschutzrelais zum Schutz einer Übertragungsleitung.
Die Erfindung geht aus von einem elektrischen Schutzrelais mit einem Komparator, der die Phasenbeziehung zwischen zwei ihm zugeführten
Wechseleingangssignalen vergleicht und einen Ausgang
liefert, der von diesem Vergleich abhängig ist, wobei der Komparator einen Koinzidenzdetektor aufweist und Impulse liefert, von
denen jeder eine Dauer hat, die von der Periode bestimmt wird,
der
während/der Sinn der entsprechenden Signale in vorbestimmter Beziehung
miteinander gleich ist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Magnetkreis mit einem Kern vorgesehen ist, der durch
die Impulse in einem Ausmaß magnetisiert wird, das von der Dauer der Impulse abhängt und der aufeinanderfolgend um einen
vorbestimmten Betrag zurückgestellt wird,und daß der Kreis einen Ausgang nur gemäß Impulsen von einer Dauer liefert, die
eine Sättigung des Kerns bewirken, wodurch der Ausgang die Phasenversetzung zwischen den Signalen anzeigt, die innerhalb vorbestiir ·
ter Grenzen liegen. 100823/0272
Der Koinzidenzdetektor liefert vorzugsweise Impulse in jenem
Zeitabschnitt, in dem der Richtungssinn der entsprechenden Signalverläufe beide positiv sind und für jene Zeitdauer, in der sie
beide negativ sind. Die Eingangssignale können zweckmäßigerweise in amplituden-begrenzte Rechteckwellen bei Anwendung bei diesem
Detektor umgewandelt werden. Außerdem kann der Detektor zwei Gruppen von diesen Impulsen liefern entsprechend der Summe der
ämplituden-begrenzten Wellen bzw. der Differenz dazwischen und unter diesen Bedingungen kann der Magnetkreis zwei Kerne, wie beschrieben,
aufweisen, die getrennt auf diese beiden Impulsgruppen ansprechen.
Jeder Kern kann durch seine Eingangsimpulse in dem einen Sinne
magnetisiert werden und er kann um einen vorbestimmten Betrag durch den folgenden Eingangsimpuls, der einen anderen Richtungssinn
aufweist, zurückgestellt werden, Dabei kann die Anordnung derart getroffen werden, daß der Kern gerade in dem einen oder
anderen Sinn gesättigt wird, wenn der Eingangsimpuls eine
Dauer Mtlf hat, die einer Phasenversetzung zwischen den Signalen
entspricht, welche den einen oder anderen Grenzwert bildet. Demgemäß werden Ausgangsimpulse nur erzeugt, wenn die Phasenversetzung
der Signale innerhalb dieser Grenzen liegt und die Dauer dieser Impulse entspricht der Differenz zwischen der tatsächlichen
Phasenversetzung und der bei diesen Grenzen herrschenden Phasenverschiebung. Es kann eine Integratorstufe vorgesehen werden, um
diese AusgangsImpulse zu summieren und eine Schutzfunktion auszuüben,
wenn die Summe einen vorbestimmten Wert annimmt, so daß die Geschwindigkeit des Ansprechens des Relais direkt abhängig
109823/0272
BAD ORIGINAL
ist von der Größe der Abweichung der Signale von ihrer Grenzphasenbeziehung.
Stattdessen kann jeder Kern bei einem Pegel sättigbar sein, der höher liegt als der erwähnte und er kann durch seinen Eingangsimpuls
in dem einen Sinne magnetisiert werden und durch eine Vorspannstufe zurückgestellt werden, wobei der vorbestimmte Betrag,
um den der Kern zurückgestellt wird, nicht ausreicht, um eine völlige Rückstellung dieses Kerns mit Eingangsimpulsen zu bewirken,
deren Dauer den Betrag "t" überschreitet. So wird der
Kern progressiv auf seinen Sättigungspegel durch aufeinanderfolgende Eingangsimpulse gebracht, die diese letztgenannte Dauer
überschreiten, wodurch die Integrationsfunktion durchgeführt wird, ohne daß es nötig wäre, eine getrennte Stufe vorzusehen.
Gemäß einer weiteren Abwandlung kann die Funktion der Vorspannstufe
dadurch bewirkt werden, daß Rückstellimpulse von der Eingangswellenform abgeleitet und den Kernen zugeführt werden.
Der Koinzidenzdetektor kann zweckmäßigerweise aus einer Anordnung aus Magnetkernen bestehen, deren Wicklungen im Gegentakt geschaltet
oder stattdessen kann ein aus Dioden zusammengesetztes System Anwendung finden.
Außerdem besteht eine speziell nützliche Anordnung darin, zwei
Doppelweggleichrichter zu benutzen, um die beiden Impulsgruppen zu empfangen, die der Summe bzw. Differenz der amplituden-begrenz-
< ι ■
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ten Eingangssignale entsprechen. In diesem Fall braucht nur ein einziger Kern im Magnetkreis benutzt zu werden, der die Doppelfunk
tion der"Impulsbreitenfeststellung und der Integration durchführen
kann, da die Richtung dieser Gleichrichter relativ zu den Kernist
windungen so SfcfeSO* d&ß sowohl die positiven als auch die negativen
windungen so SfcfeSO* d&ß sowohl die positiven als auch die negativen
Impulse den Kern in der gleichen Weise magnetisieren.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird ein Gleichrichterbrücken-Phasenkomparator
als Detektor benutzt, da hierdurch in einer Richtung verlaufende Impulse sowohl für positive als auch
negative Koinzidenzperioden erhalten werden und wiederum nur ein Kern in dem erwähnten Magnetkreis vorgesehen zu werden braucht.
Der gesamte Komparator kann demgemäß nur Diodenwiderstände und Magnetkerne mit geeigneten Wicklungen aufweisen und es ist keine
Leistungszuführung erforderlich, obgleich, falls erforderlich, eine
aktive Verstärkungsstufe eingebaut werden kann. Demgemäß ergibt
sich eine bemerkenswert einfache, wirksame und betriebssichere Anordnung mit einer nur geringen Zahl von Schaltungselementen.
Ein gemäß der Erfindung ausgeführtes Relais kann vorzugsweise als Schutzrelais,'z.B. als Distanzrelais, Anwendung finden, wobei
die Signale S, und S2 Bedingungen in einem Abschnitt in einer
zu schützenden übertragungsleitung wiedergeben und der Komparatorausgang
kann benutzt werden, um einen Thyristor od.dgl. zu zünden, um einen Schutzleistungsschalter auszulösen.
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Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Gestalt eines solchen Distanzschutzrelais anhand der Zeichnung beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild des Phasenkamparators in einem Relais gemäß der Erfindung,
Fig. 2(a) bis 2(c) ein Diagramm mit Kurven, die das Prinzip der Erfindung erkennen lassen,
Fig. 5 ein Schaltbild einer Ausführungsform des Phasenkomparators,
Fig. 4(a) bis 4(f) Wellenformen, die an verschiedenen Stellen des
Komparators nach Fig.3 auftreten,
Fig. 5 eine Hystereseschleife eines der Kerne, die in dem Magnetkreis
benutzt werden und eine Impulsbreitenfeststellung in diesem Komparator liefern,
Fig. 6 eine andere Ausführungsform eines Phasenkomparators, bei
welchem die Impulsbreitenfeststellung und Integration in einer Stufe durchgeführt wird,
Fig. 7 eine Hystereseschleife eines der Kerne, die in der zuletzt genannten Stufe unter Bedingungen benutzt werden, die
zu einer Sättigung führen,
Fig. 8 eine andere Form eines Phasenkomparators,der im Prinzip
gleich jenem nach Fig.β arbeitet,
Fig. 9(ä) bis 9(d) Wellenformen, die an verschiedenen Stellen
des in Fig.8 dargestellten Komparators auftreten,
Fig.10 eine andere Ausführungsform eines Komparators, der den
Inverter-Transformator überflüssig macht, welcher bei der
Ausführungsform nach Fig.8 erforderlich war,
Fig.11 eine andere Ausführungsform eines Komparators, bei dem nur
ein Kern zur Impulsbreitenfeststillung und Integration erforderlich ist. y
109823/0272
109823/0272
Fig.12 eine aktive Eingangsstufe des Koinzidenzdetektors,
Fig.13 eine Abwandlung des in Fig.11 dargestellten Komparators
mit einer aktiven Verstärker- und Schaltstufe, Fig.l^ einen Gleichrichterbrücken-Phasenkomparator, der stattdessen
zur Feststellung der Koinzidenz benutzt werden kann, Fig.l5(a) und 15(b) Eingangswellenformen an dieser Brücke und
von ihr gelieferte Ausgangswellenformen, Fig.l6 einen Diodendetektor,der zur Feststellung der Koinzidenz der
Eingangssignale benutzbar ist.
Im folgenden wird zunächst, auf Fig.l der Zeichnung bezuggenommen.
Hier ist die Grundform des in einem Distanzrelais benutzten Komparators dargestellt. Dieser weist einen Koinzidenzdetektor 1 auf,
dem zwei Eingangssignale S, und Sp zugeführt werden und außerdem
ist ein Impulsbreitendetektor 2 vorgesehen, der-während jenes
Intervalls einen Ausgang liefert, während dem die Eingangssignale S, und S2 während mehr als einer vorbestimmten Zeitdauer zusammenfallen;
außerdem ist ein Integrator j5 vorgesehen, um dieses Ausgangssignal
zu integrieren und die Schutzwirkung des Relais in einer Verzögerung einzuleiten, die umgekehrt proportional der
Zeitdauer diesäs Signales ist.
In den Fig. 2(a) bis 2(c) ist das Prinzip der Arbeitsweise des Komparators deutlicher veranschaulicht.
In Fig.2(a) stellen zwei sinusförmige Signale S1 und S2 die
auf einem zu schützenden Leitungsabschnitt herrschenden Bedingungen
dar. Diese Signale sind gegeneinander phasenversetzt. Diese
109823/0272 · 'f'
Signale können. Spannung V,- und Strom IL der Leitung über die
folgende Beziehung darstellen:
VB + 2Rl1L Θ1
S2 - K2 cC2 VL + 2R2 1L Θ1 " 6L
Dabei ist K oQ ein Spannungskoeffizient, der bei der Spannungstransformation von Primärsystem (Leitungssystem). auftritt und
ZR 9 ist die die Übertragungsimpedanz, die bei Stromtransformation
von dem Primärsystem auftritt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel eilt S1 dem Signal Sp um 80° vor
und es soll angenommen werden, daß die Winkelbegrenzung bis zur Einleitung der Schutzfunktion durch das Relais, d.h. die Ableitung
des Auslösesignals für einen Leistungsschalter dann erfolgt, wenn die Phasenversetzung zwischen den Signalen S1 und Sp zwischen
+ 90° liegt. Unter diesen Bedingungen liegen dann die Winkel,über
denen die beiden Signale koinzident sein müssen, um ein Auslösesignal zu erzeugen, d.h. indem beide eine positive oder beide
eine negative Polarität haben,, zwischen 90° und l80°.
In Fig. 2(b) sind die Signale dargestellt, die von dem Koinzidenzdetektor
1 gemäß den beiden Eingangssignalen zu S1 und S2 geliefert
werden, woraus ersichtlich ist, daß die Koinzidenz über 100° sowohl in den positiven als auch in den negativen Halbwellen
existiert.
109823/027?
In Ausdrücken einer 50 Hz-Arbeitsfrequenz beträgt die Dauer der
Koinzidenz 50/9 Millisekunden und da diese Periode die 5 Milli-Sekundenbegrenzungsperiode
(90°) überschreitet, würde das Relais ausgelöst.
Die Unterscheidung zwischen Aus'lösebedingungen und Nichtauslösebedingungen
wird durch den Impulsbreitendetektor 2 vorgenommen und in Fig.2 (c) ist ersichtlich, daß ein Ausgang von dieser
Stufe nur erzeugt wird, wenn die beiden Signale während einer Dauer koinzident sind, die diese Grenzperiode,des heißt 50/9 Millisekunden
überschreitet.
Der Integrator 3 summiert dann die Aus gangs impulse, die von dem
Detektor geliefert werden und sowohl die positiven als auch die negativen Impulse werden kumulativ zusammengezählt und erzeugen
ein Auslösesignal, wenn dieser summierte Ausgang eine vorbestimmte Größe angenommen hat.
Es ist klar, daß,wenn das Relais innere Fehler in der Nähe der
Grenze der Schutzcharakteristik erreicht, die Dauer der Ausgangsimpulse des Detektors sehr kurz sein wird und demgemäß wird die
Erzeugung eines Auslösesignals verzögert, während bei nahen Fehlern die Dauer der Ausgangsimpulse sehr viel länger sein wird
und das Signal wird fast augenblicklich erzeugt.
In dieser
Im folgenden wird auf Fig.3 bezuggenommen. XxJc ist eine Ausführungsform
eines Komparators gemäß der Erfindung dargestellt. Die
109823/Π7 7"?
sinusförmigen Eingangssignale S, und Sp sind amplituden-begrenzt
durch im Gegentakt geschaltete Dioden 5*6 und die Eingangssignale werden als im wesentlichen rechteckige Signale Ringkernen 7*8
mit quadratischer Schleife zugeführt. Jeder dieser Kerne besitzt eine Eingangswicklung 9 und zwei Ausgangswicklungen 10,11, die
im Gegensinn gewickelt sind. Die Ausgangswicklungen beider Kerne sind miteinander in Reihe geschaltet und die Ausgangswicklungen
sind außerdem miteinander verbunden. Diese beiden Kerne 7 und 8 bilden zusammen einen im Gegentakt geschalteten Koinzidenzdetektor
und ihre Ausgänge werfden dem Impulsbreiten-Detektor zugeführt, der von zwei Kernen mit Einzelwicklung gebildet wird, denen der
Ausgang der Wicklungen 10 bzw. 11 zugeführt wird und die mit Lastwiderständen 14,15 ausgestattet sind. Schließlich wird der
gesamte, über diesen Widerständen auftretende Ausgang über gleichgepolte Dioden 16,17 nach dem Integrator überführt, der aus
einem Kern 19 mit einer Einzelwicklung und einem Lastwiderstand
besteht, an dem das Ausgangssignal abgenommen wird.
Im Betrieb begrenzen die Dioden 5,6 das Eingangssignal S, in der
in Pig.K (a) beschriebenen Weise und sie begrenzen das Eingangssignal
S2 wie in Fig.4 (b? dargestellt. Die Wicklungen 10 sind so
geschaltet, daß sie diese zwei Signale addieren und den in Fig. 4(c) dargestellten Ausgang erzeugen, während die Wicklungen 11
so geschaltet sind, daß diese Signale invertiert werden, so daß der resultierende Ausgang jener wird, wie er in Fig.4(d) dargestellt
ist. Diese positiven und negativen Impulse werden dann den beiden Kernen 12 und 13 zugeführt und diese Kerne werden
somit aufeinanderfolgend magnetisiert und entmagnetisiert.
109823/0272 ./.
Bei diesem Beispiel wurde die Beziehung zwischen den Signalen S, *
und Sp in der gleichen Weise gewählt wie bei Fig.2, so ckß die
Perioden der positiven und negativen Impulse die 5 Millisekundengrenze überschreiten. Wie weiter unten im einzelnen erläutert,
werden Ausgänge an den Widerständen 14 und 15 in Gestalt positiver
und negativer Impulse abgenommen, wie aus Pig.4(e) und 4(f) ersichtlich. Die Dioden l6 und YJ lassen nur positive Impulse an
die Wicklung des Kernes 19 gelangen und da diese Impulse in einer Richtung verlaufen, wird der Kern während einer Zeitdauer gesättigt,
die umgekehrt proportional der Spannungs-Zeit fläche eines jeden Impulses ist. Wenn der Kern gesättigt wird, fällt die gesamte
angelegte Eingangsspannung über dem Widerstand 20 in ähnlicher
Weise wie oben unter Bezugnahme auf den Impulsbreiten-Detektor beschrieben ab und es wird dadurch ein Auslöseausgangssignal
erzeugt. Anschließend wird der Kern zurückgestellt.
Es soll nun die Arbeitsweise des Impulsbreiten-Detektors betrachtet
werden. Hierzu wird auf Fig. 5 bezuggenommen, die eine
Hystereseschleife eines Magnetmaterials z.B. des Kerns 12 zeigt. Nun Isben die diesen Kern angelegten Impulse eine vorbestimmte
Amplitude und demgemäß kann die Spannungs-Zeitfläche dieser Impulse für irgendeine bestimmte Breite leicht festgelegt werden.
In gleicher Weise kann die Hystereseschleife des Kerns bestimmt werden und in diesem Fall ist die Anordnung derart getroffen, daß,
wenn die Ausgangswellenform eine Impulsbreite von 5 Millisäomden
hat, ein Ausgleichsfluß entsteht, der sich gerade von einem Sättigungswert nach dem anderen erstreckt.
109823/027?
Im Betrieb wird der Kern anfänglich in seinen stabilen.Zustand
"A" vorgespannt und durch Zuführung eines positiven Impulses aus der Wicklung 10 mit einer Breite von z.B. 2 Millisekunden
(dies entspricht einer Phasenverschiebung von l44° zwischen S1
und S2) wandert der Fluß entlang dem Pfad ABCD. Der nachfolgende
negative Impuls dieser Wicklungen von gleicher Breite bewirkt., daß der Pluß längs des Pfades DEFA wandert und gerade den Kern
"zurückstellt". Unter dieser Bedingung fließt praktisch kein Strom durch den Lastwiderstand lA, da die in der Wicklung induzierte
Spannung fast die angelegte Spannungswellenform ausgleicht und dies ist der Fall bei allen Flußübergängen innerhalb der
Sättigungsgrenzen der Schleife, d.h. bei allen Impulsbreiten
bis 5 Millisekunden. Wenn die Impulsbreite jedoch diese zuletzt genannte Periode Überschreitet, wird der Kern gesättigt und bei
einem positiven Impuls wird der Arbeitspunkt begrenzt bei 0 sat + ve (Fig.5)i wonach die Änderungsgeschwindigkeit des
Flusses stillgesetzt wird und die induzierte Spannung unmittelbar auf Null abfällt und die gesamte Eingangsspannung dann am Widerstand
14 abfällt, wodurch ein positiver Impuls mit einer Dauer (
erzeugt wird, die gleich ist der Periode, in der der angelegte Impuls 5 Millisekunden überschritt. So wird an dem Widerstand
ein positiver Eingangsimpuls mit einer Breite, wie aus Fig.4(c) ersichtlich, und ein Ausgangsimpuls mit einer Breite, wie aus
Fig.4(e) ersichtlich, abgenommen. Darauffolgend stellt der nächste
negative Impuls den Kern auf 0 sat - ve ein, worauf ein negativer Impuls der gleichen Dauer wie der positive Impuls am Widerstand
l4 abgenommen wird. So wird in allen Fällen der Kern in seine Ausgangslage zurückgestellt, nachdem positive und negative Impuls-
übergänge vorhanden waren und ein Ausgang wird nur dann erzeugt,
wenn diese Impulse 5 Millisekunden in der Breite überschreiten.
Gleiche Verhältnisse ergeben sich bei dem Kern 13 und seinem
Lastwiderstand 15.
Pur eine korrekte Durchführung dieser Punktion ist es zweckmäßig,
daß die positiven und negativen Koinzidenzperioden die gleichen sind, sonst kann der Kern zunehmend nach einem seiner Sättigungswerte hin magnetisiert werden, indem aufeinanderfolgende Impulse
zugeführt werden. Bei einer symmetrischen Wellenform müssen die Koinzidenzperioden die gleichen sein, aber um jegliche Asymmetrie
auszugleichen, die zu den erwähnten Polgen führen könnte, können die Ausgänge der Wicklungen 10 und 11 in einer Gegentaktstufe
kombiniert werden, bevor sie dem Impulsbreiten-Detektor zugeführt werden.
Die in Pig.3 dargestellte Basisschaltung kann jedoch zweckmäßigerweise
abgewandelt werden, um die gleiche Betriebsart zu erlangen, wobei gleichzeitig der Integrator in den Impulsbreiten-Detektor
eingebaut ist, so daß eine spezielle Integrationsstufe überflüssig wird.
In Fig.6 ist eine solche Schaltung dargestellt. Die mit den Bezugszeichen
5 und 11 bezeichneten Schaltungselemente sind die gleichen wie die in Fig.3 dargestellten Schaltungselemente. Bei
diesem Ausführungsbeispiel besitzt der integrierende Impulsbreiten-Detektor
zwei Kerne mit zwei Wicklungen 24,25 bzw. 26,27. Den
Wicklungen 24 und 26 werden nur positive Eingangsimpulse über die
Dioden 28,29 zugeführt und arbeiten auf einen gemeinsamen Lastwiderstand
31t an dem eine positive Auslöseausgangsgröße abgenommen
werden kann. Die Wicklung 25 ist an eine GleichstromrückstelL·
stufe angeschlossen, die aus einer Batterie 33 und einem Begrenzungswiderstand
34 besteht und an die Wicklung 27 ist eine ähnliche Batterie 35 und ein Widerstand 36 angeschaltet.
Bei dieser Ausführungsform wird die Gleichstromrückstellstufe
für jeden Kern so gewählt, daß der Kern vollständig zurückgestellt wird, wenn der zugeführte Eingangsimpuls eine Breite von nicht
mehr als 5 Millisekunden hat. Außerdem wird wiederum die Hystereseschleife
so gewählt, daß die Breite des Impulses,der für einen Flußübergang von einem Sättigungswert auf einen anderen erforderlich
ist, z.B. 7,5 Millisekunden ist (dies entspricht einer Phasenverschiebung von 45° zwischen S, Und Sp), wobei die Differenz
7*5 - 5 = 2,5 Millisekunden zweckmäßigerweise äquivalent der Impulsbreite ist, die erforderlich ist, um eine Sättigung des
Integratorkerns 19 in der einen Richtung zu bewirken, wie vorstehend unter Bezugnahme auf Fig.3 beschrieben wurde.
Die Arbeitsweise des integrierenden Impulsbreiten-Detektors kann am besten unter Bezugnahme auf Fig.7 erläutert werden, worin die
Hystereseschleife z.B. des Kerns 22 dargestellt ist. Bei einem positiven Eingangsimpuls von 5 Millisekunden Dauer wandert der
Fluß längs des Pfades ABCD entlang und die Größe dieses Impulses überwindet die Rückstellwirkung der Gleichstromvorspannung aus
10 9823/027?
der Batterie 55 und nachdem dieser Impuls aufhört, reicht die
verbleibende Periode (15 Millisekunden) aus, daß die Batterievorspannung
den Fluß längs des Pfades DEPA umkehren und den Kern voll zurückstellen kann. Bei einem Impuls von.z.B. 5*5 Millisekunden
Dauer kann der Pluß längs des Pfades ABGH laufen, worauf bei Beendigung dieses Impulses der Rückstellkreis während der verbleibenden
l4,5 Millisekunden nur teilweise wirksam wird, um den Kern zurückzustellen, so daß der Pluß längs des Pfades HJKL zurückkehrt.
öo bewirkt der folgende positive Impuls, daß der Pluß längs
W des Pfades LMNO verläuft, wobei eine Rückstellung längs des Pfades OPQR bewirkt wird und der nächste Impuls den Kern in
den Sättigungszustand (positiv) überführt, worauf ein Ausgang
an dem Widerstand Jl abgenommen wird.
Die gleichen Betrachtungen treffen für den Kern 25 zu und die positiven Eingangsimpulse dieses Kerns werden dann gegenüber
jenen, die dem Kern 22 zugeführt werden, um 180° phasenversetzt.
fe Dieser integrierende Impulsbreiten-Detektor kann so abgewandelt
werden, daß eine automatische Vorspannung für den Rückstellkreis bewirkt wird, wodurch es möglich wird, die Batterie wegfallen zu
lassen und eine typische Schaltung dieser Art ist in Fig.8 dargestellt.
Im folgenden wird auf die Fig.8 bezuggenommen. Die Verbindungen
der Schaltelemente, die mit 5 bis 10 bezeichnet sind, sind die
gleichen wie jene nach Fig.5 und 6, jedoch ist im Gegensatz zu
den Wicklungen 11 gemäß Fig.5 bis 6 die dritte Gruppe von
109823/027? ' ·/·
Wicklungen 38, die den Kernen 7 und 8 zugeordnet ist, im
entgegengesetzten Sinn gewickelt. Der Ausgang der Wicklungen 10 wird den Erregerwicklungen 39>40 auf zwei Kernen 41,42
über zwei im Gegensinn gepolte Dioden 43 bzw.44 zugeführt und
der Ausgang der Wicklungen 38 wird in ähnlicher Weise einer Rückstellwicklung 46,47 auf diesen Kernen über zwei im Gegentakt
geschaltete Dioden 48 bzw.49 zugeführt. Ein Lastwiderstand
50 ist an die Wicklungen 4o und 47 angeschlossen, die dem Kern 42 zugeordnet sind und ein Lastwiderstand 51 ist mit
den Wicklungen 59*46 verbunden, die dem Kern 4l zugeordnet
sind. Der Ausgang über dem zuletzt genannten Widerstand wird durch einen 1:1 Transformator 53 in der Phase umgekehrt, um
diesem Ausgang eine gleiche positive Polarität zu verleihen, wie jenem Ausgang der an dem Widerstand 50 auftritt.
Bei der Beschreibung der Arbeitsweise dieser Schaltung wird auf die Wellenformen nach Fig.9(a) bis 9(d) bezuggenommen.
Die Fig.9(a) fceigt das amplituden-begrenzte Eingangssignal S1 und Fig.9(b) zeigt das amplitudenbegrenzte Signal S2 und (
die Phasenbeziehung zwischen diesen Signalen ist die gleiche wie in den Pig.4(a) und 4(b), Pig.9(c) zeigt den Ausgang über
der Wicklung 10, d.h. die Summe dieser Wellenformen und Pig. 9(d) zeigt den Ausgang über den Wicklungen 38* d.h. die Differenz
dieser Wellenformen.
Der positive Impuls (Fig.9(c)) der Breite von 50/9 Millisekunden
wird über die Diode 44 der Erregerwicklung 40 zugeführt
iind der negative Impuls für die gleiche Breite wird über die Diode
43 der Erregerwicklung 39 zugeführt. In gleicher Weise wird der
negative Impuls (Pig.9(d)) der Breite 4o/9 Millisekunden über die Diode 49 der Rückstellwicklung 47 zugeführt und der positive Impuls
der gleichen Breite wird über die Diode 48 der Rückstellwicklung 46 zugeführt. So ist die Spannungs-Zeitfläche der Erregerimpulse
größer als die Spannungszeitfläche der Rückstellimpulse
und die Kerne 4l und 42 werden zunehmend in den Sättigungszustand in gleicher Weise wie unter Bezugnahme auf Fig.7 in Abhängigkeit
von der Größe der Differenz zwischen Erregerimpuls und Rückstellimpuls aufgeladen. Insbesondere wird der Kern 42 in den positiven
Sättigungszustand unter den gegebenen Bedingungen überführt, so daß ein positiver Ausgang über dem Widerstand 50 abgenommen
wird und der Kern 4l wird in den negativen Sättigungszustand überführt, so daß ein negativer Ausgang über dem Widerstand 51 auftritt
und dieser Ausgang wird durch den Transformator 53 umgekehrt
.
Dieser Transformator kann wegfallen, wenn die etwas abgewandelte Schaltung gemäß Fig.10 benutzt wird, in der nur positive Antriebsbzw. Erregerimpulse und negative Rückstellimpulse von den Wicklungen
10 bzw. 38 dem Kern 42 zugeführt werden, wobei die Wicklungen 11 und. eine weitere Wicklung 55 über die Dioden 56,57 mit der
Erregerwicklung 58 und der Rückstellwicklung 59 eines anderen Kerns 60 verbunden sind. Ein gemeinsamer Lastwiderstand 62 ist
an die Wicklungen dieser beiden Kerne 42 und 60 angeschaltet.
Die über den Wicklungen 10 und ?8 auftretenden Impulse sind, wie
in Fig.9(c) und 9(d) dargestellt, und die Impulse über der Wiok-
109823/0272 ./.
lung 11 sind invers zu Pig.9(c), d.h. wie in Pig.4 (d) dargestellt.
Die Impulse an der Wicklung 55 sind invers zu Jenen nach Pig.9(d).
So ist die Arbeitsweise in Bezug auf den Kern 42 die gleiche wie oben unter Bezugnahme auf Pig.8 beschrieben und dieser Kern wird
in den positiven Sättigungszustand überführt, aber in diesem Pail
wird der Kern 60 ebenfalls in den positiven Sättigungszustand unter
den beschriebenen Bedingungen überführt,da die positiven Erregerimpulse
der Breite 50/9-5 Millisekunden (Fig.4(d)) eine größere Spannungs-Zeitfläche besitzen als die negativen Rückstellimpulse
der Breite 4o/9 Millisekunden.
Demgemäß ist der Auslöseimpuls am Ausgangswiderstand immer positiver
Polarität.
Eine weitere Abwandlung ist in Pig.Il dargestellt, wobei der
Koinzidenzdefcektorkreis der gleiche wie in Fig»8 ist, wobei Jedoch
die Impulse, die an den Wicklungen 10 und 38 auftreten, nunmehr
über Zweiweggleichrichterbrücken 63 bzw. 64 dem integrierenden
Impulsbreiten-Detektor zugeführt werden. Durch Benutzung dieser \
Gleichrichter 6j,64 erregen sowohl die positiven als auch die
negativen Impulse (Pig.9(c)) die Wicklung 4o in einem Sinne, der den Kern 42 in den Sättigungszustand zu überführen sucht und sowohl
die positiven als auch die negativen Impulse (Pig.9(d)) erregen die Wicklung 47 in einem Sinn, der eine Rückstellung dieses
Kerns bewirkt. So wird nur ein Kern in dem integrierenden
Impulsbreiten-Detektor benötigt und ein positiver Auslöseimpuls wird über dem Widerstand 50 bei gleichem zeitlichen Ansprechen
wie bei dem vorherigen Ausführungsbeispielen erhalten.
109823/0'272 ./.
Es ist klar, daß in sämtlichen beschriebenen Schaltungen keine
in
aktive Verstärkerstufe benutzt wurde und/der Praxis kann es erwünscht
sein, eine solche Stufe einzuschalten, um die Definition der Wellenform und die Empfindlichkeit der Schaltung zu erhöhen.
Dies kann in Gestalt eines Gegentakttransistorverstarkers geschehen, der zwischen dem Koinzidenzdetektor und dem integrierenden Impulsbreitendetektor
geschaltet ist, wobei die Transformatorkopplung in dieser Stufe entweder sättigbar ist, wobei eine Gleichstromrückstellstufe
für jede Halbwelle benutzt werden kann in gleicher Weise, wie in Pig.6 , oder es kann auch die Stufe nicht sättigbar ausgebildet
sein.
Stattdessen können transistorisierte Eingangs stufen benutzt werden,
um die Doppelfunktion der Verstärkung der Eingangssignale
S, und Sp und ihrer Umwandlung in Rechteckwellensignale zu bewirken.
Derartige Eingangestufen sind in Pig.12 dargestellt und bestehen
aus zwei komplementären Transistoren 66,67, die über einer bipolaren Speisequelle liegen, wobei die Transistoren Lastwicklungen
68 bzw.69 aufweisen. Diese beiden Wicklungen sind auf Kernen 7,
8 aufgewickelt, die in der Koinzidenzdetektorstufe enthalten sind, wie bei dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig.13 dargestellt, wobei
eine Verstärkerstufe und eine Schaltstufe in den integrierenden Impulsbreiten-Detektor eingeführt sind; diese Schaltung stellt eine
Abwandlung der in Pig.11 dargestellten Schaltung dar. In diesem Falle werden die komplementären Transistoren 66,67 in Abhängig«
109823/0272
keit der Ausgänge zweier Doppelweggleichrichterbrüokens.chaltungen
63*64 gesteuert und ihre Emitterelektroden sind miteinander verbunden,
während ihre Basiselektroden an einen gemeinsamen Widerstand angeschaltet sind und dann getrennt über Widerstände 70 mit gleichem
Widerstandswert an die Gleichrichterbrücken 63,64 angeschaltet sind. Zwei Kerne 71 und 72 liegen im Kollektorkreis der Transistoren
und zwei Wicklungen des Kerns 71 sind in Reihe mit Wicklungen 73 bzw. 74 des Kerns 72 verbunden und dieser Kern weist eine Ausgangswicklung
75 auf, von welcher ein Auslösesignal abgenommen wird. Wenn diese Anordnung in Betrieb befindlich ist und die Erregerimpulse
von dem Brück^Seichriehter 64 die Rückstellimpulse
überschreiten, wird ein den Hichtgleichgewichtszustand anzeigendes
Signal an der Verbindung zwischen den Widerständen 70 und den
Transistoren 66,67 erzeugt und an- und abgeschaltet in Abhängigkeit
von dem Vorzeichen dieses Signals. Unter diesen Bedingungen wird der Kern 71 nach dem Sättigungszustand hin vorgespannt, indem der
Transistor 67 leiitend/ aber bis die Sättigung erreicht ist, reicht,
der resultierende Strom in den Wicklungen 73*74 nicht aus, um den
Kern 72 zu magnetisieren, so daß keine Ausgangsgröße über der |
Wicklung 75 auftritt. Bei Sättigung des Kerns 71 bewirkt jedoch die Leitfähigkeit des Transistors 67, daß ein Ausgang entsprechender
Polarität für ein Auslösesignal (ein positives Signal) an der Ausgangswicklung 75 auftritt. Umgekehrt wird, wenn die Rückstell-
71 impulse die Erregerimpulse übersteigen, der Kern wiederum in den
·.' Sättigungszustand überführt, aber in diesem Falle bei Beginn der
. Sättigung, und die Leitfähigkeit des Transistors 66 bewirkt einen
negativen Ausgang an der Wicklung 75, der eine Auslösung nicht '
bewirken '-^-.n.
109823/027? ./.
Obgleich fünf Wicklungen gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nach Fig. 10 auf den Kernen 7 und 8 des Koinzidenzdetektors
vorgesehen sind,kann in der Praxis aus Zweckmäßigkeitsgründen mehr
als ein Kern zur Anpassung dieser Wicklungen benutzt werden. Das Erfordernis von mit mehreren Wicklungen versehenen Kernen in der
Eingangsstufe kann durch Anwendung eines herkömmlichen Gleichrichterbrückenphasenkomparators
als Koinzidenzdetektor vermieden werden.
Ein solcher Phasenkomparator ist in Fig.l4 dargestellt. Die
Eingangssignale S1 und Sp werden den Eingangstransformatoren
76,77 zugeführt und der gleichgerichtete Ausgang wird über den Widerständen 78 und 79 mit gleichem Widerstandswert abgenommen.
In Pig.l5(a) sind die beiden Signale S1 und S2 in der gleichen
Phasenbeziehung wie unter Bezugnahme auf die vorhergehenden Figuren beschrieben. Wenn diese Signale eine entgegengesetzte Polarität
aufweisen, wird ein zweiter Ausgang erzeugt, während ein negativer
Ausgang erzeugt wird, wenn diese Signale die gleiche Polarität haben. Insbesondere wird, wenn die Signale eine entgegengesetzte
Polarität haben, die Ausgangsspannung I(Sg) · R, wenn S1 S2
in der Größe überschreitet und die Spannung wird 1(S1) · R, wenn
S2 den Wert S1 überschreitet. Dabei ist R * R(78) + R(79) und die
Bedingungen sind genau die gleichen für den Fall, ined\e Signale
die gleiche Polarität aufweisen. Der Ausgang über den Widerständen
78 und 79 wird verstärkt und begrenzt und die resultierende Wellenform ist aus Fig.15 (b) ersichtlich.
109823/0272
Die "Eingangs"-Impulse sind nunmehr in einer Richtung verlaufende Impulse und ICoinzident im positiven und negativen Sinne und demgemäß
können diese Impulse direkt an nur einen einzigen Kern angelegt werden, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Pig. 11, um eine Integration
und Impulsbreiten-Peststellung durchzuführen. Die Signalbeziehung,die
in den Pig.l5(a) und 15(b) dargestellt ist, ergibt einen Auslöseausgang in der gleichen Weise wie unter Bezugnahme
auf Big.6 bis 10 beschrieben, da die Dauer des Erregerimpulses
die Dauer des Rückstellimpulses übersteigt.
Eine andere Form eines Koinzidenzdetektors , bei dem keine Kerne erforderlich sind, ist ein Diodendetektor und eine Ausführungsform
einer solchen Schaltung ist in Fig.16 dargestellt, Im einzelnen
zeigt Fig.l6 einen Diodendetektor mit gleichen Spannungsquellen (V + ve und V ~ ve), die an einem gemeinsamen Punkt (Erde) über
eine aus Widerstand 80 und Diode 8l bestehende Reihenschaltung bzw. eine Reihenschaltung, bestehend aus Widers band 82 und Diode
angeschlossen sind, Die Signale S^ und S2 werden an die Diode 8l
über gleichgepolbe Dioden 84,85 bzw. über Dioden 83 über gleichge- λ
polte Dioden 86,87 angelegt. Irgendein positiver Ausgang wird in einem Lastwidersband 88 abgenommen, der an die Diode 8l geschaltet
1st und jeglicher negativer Ausgang wird an einem Lastwiderstand
.. abgenommen
89 jesogabegfc, der mit der Diode 83 verbunden ist.
Im Betrieb nimmt, wenn eines der Signale S, und Sp negativ und das
andere positiv wird, das Potential an der Verbindung der Widerstände 80 und 88 den negativen VJert an, die Diode 8l leitet und der
Strom durch ihren Parallelwidastand 88 ist im wesentlichen Null.
109823/0272
Außerdem nimmt das Potential an der Verbindung der Widerstände und 89 den positiven Wert an, die Diode 83 leitet und der Strom
durch den Parallelvriderstand 89 wird im wesentlichen Null.
Wenn beide Signale S, und Sp positiv sind, dann bleibt der Strom
durch den Widerstand 89 der gleiche, aber weil die Dioden 84 und 85 nunmehr in Gegenrichtung vorgespannt sind, hört die Diode 8l
auf, leitfähig zu sein und der Strom durch den Widerstand 88 nimmt einen Wert an, der durch die Speisespannung und die Werte dieser
Widerstände 80 und 88 bestimmt wird. Dieser hohe Stromwert wird für die Zeitdauer aufrechterhalten, in der die Signale S-, und Sp
beide positiv sind, d.h. für eine Periode der Koinzidenz. Andererseits wird, wenn die beiden Signale negativ werden, der Strom durch
den Widerstand 88 im wesentlichen Hull, da aber die Dioden 86 und 87 nunmehr in umgekehrter Richtung vorgespannt sind, steigt der
Stromfluß durch den Widerstand 89 während der Zeitdauer der negativen
Koinzidenz zwischen den ijignalen an. So können die Ausgangsimpulse,
die eine positive bzw. negative Koinzidenz darstellen, benutzt werden, um den Impulsbreiten-Detektor in der gleichen Weise
zu aktivieren, wie dies vorstehend unter Bezugnahme auf die vorhergehenden Ausführungsbeispiele beschrieben wurde.
109623/0271
Claims (1)
- Patentansprüche:Elektrisches Schutzrelais mit einem Komparator, der die Phasenbeziehung zwischen zwei ihm zugeführten Wechseleingangs-Signalen vergleicht und einen Ausgang liefert, der von diesem Vergleich abhängig ist, wobei der Komparator einen Koinzidenzdetektor aufweist und Impulse liefert, von denen jeder eine Dauer hat, die von der Periode bestimmt wird, während der der Sinn der entsprechenden Signale in vorbestimmter Beziehung mitein· ander gleich ist,dadurch gekennzeichnet,daß ein Magnetkreis mit einem Kern (12,13; 22,23; 42 und 4 1 oder 60;71,72) vorgesehen ist, der durch die Impulse in einem Ausmaß magnetisiert wird, das von der Dauer der Impulse abhängt und der aufeinanderfolgend um einen vorbestimmten Betrag zurückgestellt wird, und daß der Kreis einen Ausgang nur gemäß Impulsen von einer Dauer liefert, die eine Sättigung des Kerns bewirken, wodurch der Ausgang die Phasenversetzung zwischen den Signalen anzeigt, die innerhalb vorbestimmter Grenzen liegen.2. Relais nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet ,daß die Wechseleingangssignale in Ämplituden-begrenzte Rechteckwellen umgeformt werden, um jenem Detektor zugeführt zu werden, und daß der Detektor diese Impulse während jener Zeitdauer liefert, während der der Sinn der entsprechenden Signale gleichzeitig positiv oder gleichzeitig negativ ist.109823/0272J5. Relais nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet ,daß der Detektor wenigstens zwei Gruppen von Impulsen liefert, die der Summe bzw. der Differenz zwischen den Eingangssignalen und/oder der Summe oder Differenz zusammen mit der inversen Summe oder inversen Differenz entsprechen.4. Relais nach Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet,daß der Detektor einen Magnetkern (7*8) mit zwei Primärwicklungen aufweist, um zwei Eingangssignale empfangen zu können,und daß er mehrere Gruppen von Sekundärwicklungen besitzt, die relati^ueinander und zu den Primärwicklungen so gewickelt sind, daß die Impulsgruppen in der gewünschten Polarität erhalten werden.5. Relais nach Anspruch 3*dadurch gekennzeichnet ,daß der Detektor eine Diodenwiderstandsschaltung (80 - 89) aufweist, um die Koinzidenz der Eingangssignale festzustellen.6. Relais nach den-Ansprüchen 4 oder 5»
dadurch gekennzeichnet ,daß ein erster Doppelweggleichrichter (64) eine Gruppe der Impulse gleichrichtet und diese zur Magnetisierung des Kerns in den Magnetkreis liefert, und daß ein zweiter Doppelweggleichrichter (6£) die andere Gruppe von Impulsen gleichrichtet und diese Zurückstellung bzw. Entmagnetisierung des Kerns um den vorbestimmten Betrag liefert, wobei die Anordnung derart getroffen ist, daß der Kern in den Sättigungszustand überführt wird, um das109823/097:? /Ausgangssignal nur dann zu erzeugen, wenn die Dauer der Impulse der einen Gruppe die Dauer der Impulse in der anderen Gruppe überschreitet.7. Relais nach Anspruch 6,dadurch gekennzeichnet ,daß eine Verstärkerstufe mit einem komplementären Paar von Transistoren (66,67) vorgesehen ist, dear ein Ungleichgewichtssignal von dem ersten oder zweiten Doppelweggleichrichter zugeführt wird und die selektiv wirksam ist, um in Abhängigkeit von diesem Signal leitfähig zu werden, daß das Signal die Phasenversetzung innerhalb ader außerhalb der vorbestimmten Grenzen anzeigt, und daß der Kern (71) in dem Magnetkreis zwei Wicklungen aufweist, die mit dem Ausgang der beiden Transistoren verbunden sind, üari daß die balden VMok Lungen zusammen an einem Lastwidersband (7.V'-75) dei'äi-c angesorJ.ossen eind, do J ein Ausgang iim> bei Sättigung des Kerns gemäß der Leitfähigkeit nur eines der Transistoren erzeugt v/ird.8. Relais nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch g e α e η η ζ e i e h η e t Όdaß der Detektor- einen Gleichrichterbrückenphasenkomparator (76?79) aufweist, um in einer Richtung verlaufende Impulse für positive Koinzidenzperioden und für negative Koinzidenzperi oden zu schaffen, wobei eine Gruppe der Impulse zur Magnetisierung des Kerns und die andere zur Entmagnetisierung des Kerns um den vorbestimmten Betrag benutzt wird, wobei die Anordnung109823/0272derart getroffen ist, daß der Kern in den Sättigungszustand .überführt wird, um das Ausgangssignal nur dann zu erzeugen, wenn die Dauer der Impulse der einen Gruppe die Dauer der Impulse der anderen Gruppe überschreitet.9. Relais nach den Ansprüchen 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet , daß der Magnetkreis zwei Kerne (12,13) aufweist, die Einzelwicklungen besitzen, um jeweils eine der Impulsgruppen von dem Detektor aufzunehmen, daß jeder Kern in den Sättigungszustand geführt wird, wenn die Impulse eine Dauer aufweisen, die einer Phasenversetzung entspricht, welch gleich ist den vorbestimmten Grenzwerten oder diese überschreitet, wobei die Dauer der Eingangs impulse, die hierdurch erzeugt werden, der Differenz zwischen den tatsächlichen Phasetiversebzungen der i."-iuale und der Vers,et j.·χ.:ζ ist, eiIs durch : ^-^ G/'c-a^et·. '.--1:\ϊι.'.-ο: .-.-dreien...10. Relais nach Anspruch 9»aadui-ei. g 3 ic 3 η π. :·: e :'_ .: r· e 'r sdaß ein Integrator (9) die a us gangs impulse summit? ·:·■& und eineSchutzfunkt-ion'iiur gemäß dev Summe liefert, wenn diese einenvorbestimmten wert angenonuisn hac,11. Relais nach den Ansprüchen 4 oder 5?
dadurch gekennzeichnet,,daß der Magnetkreis zwei Kerne mit Eingangswicklungen aufweist, um eine von zwei Impulsgruppen vom Detektor über Richtleiter (28,29 oder 43,44) zu empfangen, daß die Kerne durch die Eingangsimpulse magnetisiert und um den vorbestimmten Betrag109823/0272 'BAD ORIGINALdurch Vorspannmittel entmagnetisiert werden, und daß sie zunehmend in den Sättigungszustand gegen die Rückstellwirkung der Vorspannmittel überführt werden, um das Ausgangssignal zu erzeugen, wenn die Impulse ständig eine Dauer haben, die einer Phasenverschiebung entspricht, die gleich ist derjenigen, die durch die Grenzwerte bestimmt wird oder diese Überschreitet.12* Relais nach Anspruch 10,dadurch gekennzeichnet , daß die Vorspannmittel aus einer Hilfswicklung auf jeden Kern gbestehen, die von einer Gleichstromquelle (53*35) gespeist wird.IJ. Relais nach Anspruch 10,dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel Hilfseingangswicklungen auf den beiden Kernen aufweisen, die durch die zwei Impulsgruppen durch weitere Richtleiter (4-8,49) erregt werden,und daß die beiden Wicklungen,die jedem Kern zugeordnet sind, Impulse von verschiedenen der beiden Gruppen empfangen.14. Relais nach Anspruch 4,dadurch gekennzeichnet ,daß der Detektor vier Gruppen von Sekundärwicklungen (10,11,38, • 55) aufweist, die vier Gruppen von Impulsen liefern, daß . der Magnetkreis zwei Kerne besitzt, von denen jeder zwei Eingangswicklungen hat und alle vier Wicklungen in Magnetkreis über Richtleiter (44,49,56,57) verbunden sind, um Impulse· von den vier Gruppen aufzunehmen, und daß jeder Kern durch die ' Impulse luagnetisiert wird, die einer seiner Eingangswicklungen109823/077?aufgeprägt werden, und daß er um den vorbestimmten Betrag entmagnetisiert wird, indem Impulse seiner anderen Eingangswic&lung zugeführt werden, so daß die Kerne zunehmend in den Sättigungszustand überführt werden, um den Ausgang gemäß dem Impulsen zu erzeugen, die einer Eingangswicklung zugeführt werden und eine Dauer haben, die einer Phasenversetzung entspricht, welch?gleich ist derjenigen, die durch die Grenzwerte bestimmt 1st oder diese überschreitet.10982 3/027?Leerseite
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- 1968-01-22 US US699735A patent/US3524200A/en not_active Expired - Lifetime
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| DE3210802A1 (de) * | 1981-05-09 | 1982-12-16 | Northern Engineering Industries Plc, Newcastle Upon Tyne | Schaltungsanordnung |
Also Published As
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| GB1170684A (en) | 1969-11-12 |
| US3524200A (en) | 1970-08-11 |
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