DE1635117B2 - 30.12.66 Österreich A12027-66 Verfahren zum Färben einer hochflorigen Textilbahn - Google Patents
30.12.66 Österreich A12027-66 Verfahren zum Färben einer hochflorigen TextilbahnInfo
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Description
bes schneller als die des Siebzylinders eingestellt werden.
Ein besonderer Vorteil der erwähnten Kämmwirkung ■ ist es, daß im wesentlichen alle Fasern des
Flors infolge der einheitlichen Ausrichtung eine gleichmäßige Farbaufnahme erfahren, was bei stark
unregelmäßig gerichteten und sich überkreuzenden Faserpartien nicht der Fall wäre. Es können
also mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens unerwünschte Farbnuancierungen ausgeschaltet werden.
Die beschriebenen spezielle Effekte beim Färben von floriger Ware sind um so besser, je größer die
Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Zylinderoberfläche und Ware ist. Günstig ist eine zweifach bis
vierfach höhere Geschwindigkeit der Zylinderoberfläche gegenüber der Ware oder umgekehrt.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann z. B. mit Hilfe einer Vorrichtung erfolgen,
die eine endlose in sich geschlossene Stütz- und Transportbahn für die zu färbende Textilbahn und
mindestens einem rotierenden Siebzylinder mit einer Farbzufuhr in das Innere des Siebzylinders und mit
Einrichtungen zum Durchdrücken der Farbe durch die Öffnungen des Siebzylinders aufweist, wobei
jedoch der Antrieb so konstruiert ist, daß die Umfangsgeschwindigkeit des Siebzylinders relativ zur
Transportgeschwindigkeit der Stütz- und Transportbahn einstellbar veränderlich ist.
■ Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein.
■ Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein.
F i g. 1 zeigt einen Aufriß einer erfindungsgemäßen Färbemaschine;
Fig. 2 zeigt (teilweise) einen Schnitt A-B der
Fig.l;
F i g. 3 stellt einen vergrößerten Vertikalschnitt der Arbeitsstelle der Färbemaschine dar, wobei die Umfangsgeschwindigkeit
des Siebzylinders größer ist als die Transportgeschwindigkeit der Ware;
F i g. 4 stellt einen vergrößerten Vertikalschnitt der Arbeitsstelle der Färbemaschine dar, wobei die Umfanggeschwindigkeit
des Siebzylinders kleiner ist als die Transportgeschwindigkeit der Ware.
Die Färbemaschine gemäß F i g. 1 und 2 weist vor der Wareneinlaufstelle ein Gestell 1 für die Rolle 2
der Rohware auf. Im Maschinengestell 4 der Färbemaschine sind zwei Umlenkwalzen 5, 6 gelagert, über
welche eine endlose in sich geschlosssene Stütz- und Transportbahn 7 geführt ist. Über der Stütz- und
Transportbahn 7 ist ein Siebzylinder 8 rotierbar angeordnet. In den Siebzylinder 8 ragt ein Farbzuführrohr
9. Ferner liegt im Siebzylinder 8 eine aus einem zylindrischen Eisenstab bestehende Rollrakel 10,
welche von einem unter der Stütz- und Transportbahn 7 angeordneten balkenförmigen Magnetkörper
ίο 11 magnetisch angezogen wird und an der Innenwandung
des Siebzylinders 8 abrollt, wenn sich der Siebzylinder 8 dreht.
Für den Antrieb der Maschine ist ein Motor 12 vorgesehen, der über einen Kettentrieb 13 mit der
Umlenkwalze 6 der Stütz- und Transportbahn 7 in Verbindung steht und diese antreibt. Ein weiterer
Kettentrieb 14 steht mit dem Eingang eines stufenlos einstellbaren Getriebes 15 in Verbindung.
Vom Ausgang des Getriebes 15 führt wiederum ein Kettentrieb 16 zur Antriebswelle 17 des Siebzylinders
8. Die Drehbewegung der Antriebswelle 17 wird durch Zahnräder 18, 19 auf den Zahnkranz 20
des Siebzylinders 8 übertragen.
Im Betrieb wird die Textilbahn 21 in Richtung des Pfeiles 22 der Färbemaschine zugeführt, läuft dann mit dem Obertrum der Stütz- und Transportbahn 7 mit und unter dem Siebzylinder 8 durch und wird in Richtung des Pfeiles 23 in einen nicht dargestellten Trockner abgeführt.
Im Betrieb wird die Textilbahn 21 in Richtung des Pfeiles 22 der Färbemaschine zugeführt, läuft dann mit dem Obertrum der Stütz- und Transportbahn 7 mit und unter dem Siebzylinder 8 durch und wird in Richtung des Pfeiles 23 in einen nicht dargestellten Trockner abgeführt.
In F i g. 3 und 4 ist die zu färbende Textilbahn 22 als Florware bestehend aus Grund 24 und Flor 25
dargestellt. F i g. 3 veranschaulicht den Fall, bei welchem die Umfangsgeschwindigkeit vu des Siebzylinders
8 größer ist als die Transportgeschwindigkeit V1
der Stütz- und Transportbahn 7 und damit der Ware. Dabei erfährt der Flor 25 eine kämmende Wirkung
in Warendurchlauf richtung. Nach F i g. 4 hingegen ist die Umfangsgeschwindigkeit v„ des Siebzylinders 8
kleiner als die Transportgeschwindigkeit v, der Stütz-
und Transportbahn 7. In diesem Fall erfährt der Flor 25 eine kämmende Wirkung entgegen der Warendurchlaufrichtung.
In beiden Fällen (Fi g. 3 und 4) wird die Farbe 27
bei rotierendem Siebzylinder 8 infolge der sich dabei abwälzenden Rollrakel 10 durch die Perforation des
Siebzylinders hindurch auf den gelegten Flor 25 gebracht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zum Färben einer hochflorigen geknickt und/oder gebrochen werden dürfen, und als
Textilbahn mit einem im wesentlichen sich senk- 5 zweite Forderung, daß die Einfärbung gleichmäßig Γ
recht auf die Textilbahn erstreckenden Flor, bei sein und vor allem die Farbe bis zum Grund durch- g
dem die Textilbahn an mindestens einem rotie- dringen muß. u renden Siebzylinder quer zur Richtung der Zylin- Bisher war es nicht möglich, beide Bedingungen d
derachse vorbeigeführt wird, wobei der Siebzylin- gleichzeitig in ausreichendem Maß zu erfüllen. Ein a
der die Textilbahn längs eines parallel zur Zylin- io reichlicher Farbauftrag wird im Siebdruck — neben u
derachse liegenden streifenförmigen Bereiches der Wahl einer geeigneten Rakel, vor allem durch c
berührt und die Farbe aus dem Inneren des Sieb- einen hohen Anpreßdruck der Rakel erzielt; nur
Zylinders längs dieses streifenförmigen Bereiches dann nämlich ist es möglich, die im allgemeinen
der Berührung zwischen Siebzylinder und der einigermaßen zähflüssige Farbe in genügender
Textilbahn durch die Öffnungen des Siebzylin- 15 Menge durch die Perforationen des Siebzylinders zu f
ders hindurch auf die Textilbahn gebracht wird, quetschen. Ein hoher Rakeldruck widerspricht aber
dadurch gekennzeichnet, daß zur Steue- der ersten der oben angegebenen Forderungen, da ja f
rung der Intensität der Farbgebung die Umfangs- dieser Druck nicht durch den dünnen Siebzylinder
geschwindigkeit des Siebzylinders gegenüber der aufgefangen werden kann, sondern von diesem an r
Transportgeschwindigkeit der Textilbahn verän- 20 die Ware und weiter an deren Unterlage übertragen <■
dertwird. werden muß. Geschieht dies nun bei gleicher Ge-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- schwindigkeit von Siebzylinderumfang und Gewebe,
kennzeichnet, daß das Verhältnis von Umfangs- wie dies beim Schablonendruck nötig ist (da sich
geschwindigkeit des Siebzylinders zu der Trans- sonst die Konturen verwischen würden, so werden
portgeschwindigkeit der Textilbahn mindestens 25 die Florhaare unkontrolliert im wesentlichen in ihrer <■
1:4 und höchstens 4: 1 beträgt. Längsrichtung niedergedrückt, was zu deren Knicken
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah- oder sogar Brechen führt.
rens nach Anspruch 1, bestehend aus einer endlo- Diese Gefahr wird noch dadurch erhöht, daß einsen
in sich geschlossenen Stütz- und Transport- zelne Haarspitzen in die Perforationen des Siebzylinbahn
für die zu färbende Textilbahn und minde- 30 ders eindringen und durch die im Innern des Siebzystens
einem rotierenden Siebzylinder mit einer linders befindliche Rakel oder Farbauftragrolle blei-Farbzufuhr
in das Innere des Siebzylinders und bend verformt oder sogar abgebrochen werden,
mit Einrichtungen zum Durchdrücken der Farbe Außerdem ist die Aufnahmsfähigkeit des Flors für
durch die öffnungen des Siebzylinders, dadurch die Farbe durch dieses unregelmäßige Niederdrücken
gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit 35 der Haare von Stelle zu Stelle unterschiedlich, was zu
des Siebzylinders (8) relativ zur Transportge- Fleckenbildung führen kann.
schwindigkeit der Stütz- und Transportbahn (7) Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch
einstellbar veränderlich ist. vermieden, daß zur Steuerung der Intensität der
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- Farbgebung die Umfangsgeschwindigkeit des Siebzykennzeichnet,
daß für den Siebzylinder (8) und 40 linders gegenüber der Transportgeschwindigkeit der
die Stütz- und Transportbahn (7) ein gemeinsa- Textilbahn verändert werden kann.
mer Antrieb vorgesehen ist, und der Antrieb für Es wird demnach — im Gegensatz zu dem bisher
den Siebzylinder (8) über einen Kettentrieb (16), durchwegs angestrebten Gleichlauf zwischen Siebzy- f
der mit der über eine Umlenkwalze (6) angetrie- linder und Gewebebahn — eine Relativgeschwindig- <■
benen Stütz- und Transportbahn (7) verbunden 45 keit zwischen diesen beiden Elementen erzeugt. Von
ist, erfolgt, wobei zwischen der Umlenkwalze (6) der langsamer oder schneller als die Ware laufenden
der Stütz- und Transportbahn (7) und dem Sieb- Zylinderoberfläche werden durch Friktion die Fasern
zylinder (8) ein stufenlos verstellbares Getriebe bzw. Fäden des Flors einheitlich in eine Richtung ge-(IS)
angeordnet ist. legt, also gewissermaßen eine Kämmwirkung auf den
50 Flor ausgeübt, und damit ein Eindringen der Fasern bzw. Fäden des Flors durch die Perforation des Sieb-
Zylinders verhindert.
Diese Kämmwirkung hat außerdem den Vorteil, daß der Siebzylinder an der Berührungsstelle mit der
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum 55 Ware auf den Flor nicht in dessen Fase: richtung,
Färben einer hochflorigen Textilbahn mit einem im sondern auf die gelegten Fasern bzw. Fäden des
wesentlichen sich senkrecht auf die Textilbahn er- Flors drückt, so daß der Flor weder gestaucht noch
streckenden Flor, bei dem die Textilbahn an minde- geknickt wird. Da die Haare sauber umgelegt sind,
stens einem rotierenden Siebzylinder quer zur Rieh- ist es auch ohne Gefahr der Beschädigung des Flors
tung der Zylinderachse vorbeigeführt wird, wobei der 60 möglich, höhere Rakeldrücke aufzubringen und da-Siebzylinder
die Textilbahn längs eines parallel zur mit die Farbmenge zu steigern.
Zylinderachse liegenden streifenförmigen Bereiches Eine weitere Steigerung der Farbmenge kann da-
berührt und die Farbe aus dem Inneren des Siebzy- durch erzielt werden, daß die Bewegung des Siebzylinders
längs dieses streifenförmigen Bereiches der linders erheblich schneller als die des Gewebes er-Beriihrung
zwischen Siebzylinder und der Textilbahn 65 folgt. Ist hingegen auf Grund der Beschaffenheit des
durch die Öffnungen des Siebzylinders hindurch auf Flors auch eine geringere Farbmenge zur Durchfärdie
Textilbahn gebracht wird, sowie auf eine Vor- bung ausreichend oder ist eine geringere Farbinrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens. tensität erwünscht, so kann die Bewegung des Gewe-
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