DE1617031C2 - Verfahren zur Herstellung von Kerzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KerzenInfo
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- DE1617031C2 DE1617031C2 DE1967H0064736 DEH0064736A DE1617031C2 DE 1617031 C2 DE1617031 C2 DE 1617031C2 DE 1967H0064736 DE1967H0064736 DE 1967H0064736 DE H0064736 A DEH0064736 A DE H0064736A DE 1617031 C2 DE1617031 C2 DE 1617031C2
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11C—FATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
- C11C5/00—Candles
- C11C5/002—Ingredients
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Kerzen unter Verwendung von gesättigten
Fettsäuren, insbesondere Stearin. Besonders bezieht sich die Erfindung auf ein solches Verfahren,
bei dem das erhitzte und flüssige Kerzenmaterial bis
zum beginnenden Erstarren abgekühlt, in eine Form gegeben, weiter bis zum völligen Erstarren abgekühlt
und dann als Kerze aus der Form genommen wird.
Bei einem bekannten Verfahren (deutsche Auslegeschrift 1 236 113) werden gesättigten Fettsäuren
Fettsäureamide zugesetzt, um bei Verwendung einer Kerzenfarbe zur Herstellung von gefärbten Kerzen
eine einwandfreie Durchfärbung der Kerzen zu erzielen. Die Fettsäureamide haben jedoch den Nachteil,
daß sie nicht weiß, sondern gelblichbraun sind, so daß das Kerzenmaterial ohne Farbzusatz einen
deutlichen Gelbstich hat. Stearinkerzen mit reinen Farben, insbesondere zarten Farben, wie beispielsweise
rosa oder hellblau bzw. weiße Kerzen, können daher auf diese Weise nicht hergestellt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu beseitigen.
Erfindungsgemäß gelingt das dadurch, daß dem Kerzenrohmaterial etwa 2 bis 15°/o, insbesondere
2 bis 5°/o (bezogen auf die Gesamtmenge) Behensäure und/oder Lignocerinsäure zugesetzt werden.
Auf diese Weise wird erreicht, daß das Kerzenmaterial
ohne Farbzusatz weiß ist und daß insofern bei Verwendung handelsüblicher Kerzenfarben (z. B.
Ceresblau) die Farben, insbesondere die zarten Farben gefärbter Kerzen, reiner sind als bei den Kerzen,
die nach dem bekannten Verfahren hergestellt werden. Handelt es sich um weiße Kerzen, so sind die
erfindungsgemäßen Kerzen wesentlich feinkristalliner und daher weniger bruchempfindlich, glatter an der
Oberfläche und gleichmäßiger im Aussehen als Kerzen aus reinem Stearin. Außerdem verliert das
Stearin durch den erfindungsgemäßen Zusatz seine nachteilige Eigenschaft, mit der Zeit nachzudunkeln.
Weitere positive Eigenschaften der erfindungsgemäßen Kerzen sind: Tropffestigkeit, gute Brenneigenschaften,
trockener Brenntelltr, gleichmäßig geformter, verhältnismäßig niedriger Brenntellerrand,
ίο keine Neigung zum Reißen. Diese Eigenschaften
bzw. ein Teil dieser Eigenschaften hat die Stearinkerze, weiß oder durchgefärbt, gegenüber d~n Kerzen,
die nach dem Verfahren gemäß der deutschen Auslegeschrift 1053128 und der deutschen Patent-Schriften
530 147, 186 917 hergestellt sind.
Im folgenden seien einige Beispiele aufgeführt.
In 95 kg gepreßtes Stearin, das in der Hauptsache so aus etwa 54% Palmitinsäure und 45°/o Stearinsäure
besteht, werden bei einer Temperatur von etwa 75° C 5 kg Behensäure unter Beimischung handelsüblicher
Kerzenfarben, wie beispielsweise Ceresblau, zugegeben. Unter standigem Rühren wird das Gemisch,
dessen Trübungspunkt bei etwa 54° C liegt, bis zum beginnenden Erstarren abgekühlt und in eine vorgewärmte
Kerzengießmaschine üblicher Bauart gegeben. Nach der Befüllung der Kerzengießmaschine
wird mittels Kaltwasser innerhalb von etwa 20 Minuten die Kerzenmasse auf 25° C abgekühlt. Die so
hergestellten weißen oder durchgefärbten Kerzen lösen sich ohne Schwierigkeiten aus der Gießmaschine.
Das Verfahren wird wie im Beispiel 1 durchgeführt, jedoch werden 98 kg Stearin mit 2 kg Behensäure
versetzt.
An Stelle des in den Beispielen 1 und 2 verwendeten Stearins wird eine bei etwa 58° C schmelzende
hydrierte Talgfettsäure verwendet, die billiger als Stearin ist und etwa aus 3O°/o Palmitinsäure und
7O°/o Stearin besteht.
Die Fettsäuren brauchen nicht ganz rein zu sein, sie können Tn- bzw. Partialglyceride, Hydroxy-Fettsäuren,
Fettalkohole oder Wachsester enthalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Kerzen unter Verwendung von gesäugten Fettsäuren, insbesondere Stearin, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kerzenrohmaterial etwa 2 bis 15Ve, insbesondere 2 bis 5°/· (bezogen auf die Gesamtmenge) Behensäure und/oder Lignocerinsäure zugesetzt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1617031 | 1967-12-12 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1617031B1 DE1617031B1 (de) | 1972-03-16 |
| DE1617031C2 true DE1617031C2 (de) | 1974-11-07 |
Family
ID=5682258
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1967H0064736 Expired DE1617031C2 (de) | 1967-12-12 | 1967-12-12 | Verfahren zur Herstellung von Kerzen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH505197A (de) |
| DE (1) | DE1617031C2 (de) |
| NL (1) | NL6817692A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2014464B3 (es) * | 1986-09-25 | 1990-07-16 | Unilever Nv | Composicion de acidos adecuada para moldear velas a presion. |
| AU2042199A (en) * | 1998-01-22 | 1999-08-09 | Regal Universal Ltd. | Fuel composition producing a coloured flame |
-
1967
- 1967-12-12 DE DE1967H0064736 patent/DE1617031C2/de not_active Expired
-
1968
- 1968-11-14 CH CH1706468A patent/CH505197A/de not_active IP Right Cessation
- 1968-12-10 NL NL6817692A patent/NL6817692A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH505197A (de) | 1971-03-31 |
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| NL6817692A (de) | 1969-06-16 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: GIES KERZEN ADAM GIES GMBH & CO, 6400 FULDA, DE |